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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unerwartet...gut!
Ich kannte Jodi Picoult vorher nicht und habe dieses Buch, nach Cover und Inhaltsangabe für einen kitschigen (entschuldigung) Frauenroman gehalten. So viel Leid, wie die arme June ertragen muss(te), muss (Gott sei Dank!) kein Mensch ertagen (können).

Aber was war das? Der Roman entwickelt sich anders als gedacht: Statt den Fokus, wie angegeben und...
Veröffentlicht am 7. September 2009 von blues-sister

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen wems schmeckt....
Apfelmus mit Kartoffelbrei. Das passt für mich einfach nicht zusammen und doch mag mein Mann es sehr gerne. Apfelmus mit Kartoffelbrei. Für sich genommen schmecken mir die beiden Sachen sehr gut, aber zusammen....

June Nealon lebt für ihre Tochter Claire, denn nur sie ist ihr noch geblieben. 3 mal hatte sie Menschen beerdigen müssen, die sie...
Veröffentlicht am 1. Januar 2010 von Amazon Customer


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen wems schmeckt...., 1. Januar 2010
Von 
Amazon Customer "Wortsplitter" (Papenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Herz ihrer Tochter: Roman (Gebundene Ausgabe)
Apfelmus mit Kartoffelbrei. Das passt für mich einfach nicht zusammen und doch mag mein Mann es sehr gerne. Apfelmus mit Kartoffelbrei. Für sich genommen schmecken mir die beiden Sachen sehr gut, aber zusammen....

June Nealon lebt für ihre Tochter Claire, denn nur sie ist ihr noch geblieben. 3 mal hatte sie Menschen beerdigen müssen, die sie geliebt hat. Und nun hängt das Leben ihrer Tochter am seidenen Faden. Für sie ist June stark, doch das Herz ihrer Tochter ist schwach, bald schon wird sie ein neues brauchen. Da bekommt June ein ungeheuerliches Angebot. Der Mensch, der für den Tod an ihrem Mann und ihrer älteren Tochter Elisabeth zum Tode verurteilt wurde, bietet sein Herz für Claire.

Apfelmus:
Wie kann er es nur wagen? Wie soll sie das ihrer Tochter erklären? Sie soll Claire es nur ertragen das Herz dieses Menschen in sich zu tragen? Ist das Herz es wirklich wert, dem Mörder zu seiner ersehnten Vergebung zu verhelfen? Tausende Fragen geistern in Junes Kopf herum, doch immer wieder kommt sie zu einem Punkt. Es gibt kein anderes Herz für Claire und das angebotene Herz passt wie durch ein Wunder perfekt.

Kartoffelbrei:
Wie durch ein Wunder ist im Klappentext und in der Leseprobe keine Andeutung davon, dass im Buch das Thema Religion eine derart wichtige Rolle spielen wird. Der verurteilte Mörder scheint zu Wundern fähig, zitiert aus einem alten, fast unbekannte Evangelium und nicht nur ein Priester gerät in seinen Bann. Während der innere Kampf der erschütterten Mutter in den Hintergrund tritt, versucht man nicht nur zu ergründen, ob Jesus als Mörder auf die Erde zurückkehren würde. Eine engagierte Anwältin beginnt den Kampf gegen das Rechtssystem um für den jungen Mann das Recht zu erstreiten, einen Tod zu sterben, welcher sein Herz nicht schädigt. Ab wann wird Glaube zur Religion?

Beides für sich genommen esse ich Apfelmus und Kartoffelbrei sehr gern. Doch für mich passt es so einfach nicht zusammen. Jodi Picoult hat viele interessante Ansätze, die Gedanken und Interpretationen zum Thema Religion entsprachen oftmals meinen Empfindungen und doch hätte ich mir eine andere Herangehensweise gewünscht. Der Austausch zwischen der Mutter und dem Mörder war für mich der Grund, warum ich das Buch lesen wollte und leider ging das ein wenig unter.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja, nicht das Erhoffte, 20. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Herz ihrer Tochter: Roman (Gebundene Ausgabe)
Seit dem Buch "Beim Leben meiner Schwester", den ich als ersten von Picoult las, warte ich bei jeder Neuerscheinung auf ein ähnliches Werk dieser Qualiät.
Wenngleich ich die meisten Bücher von ihr gern gelesen habe, sie durchaus als unterhaltsam und spannend fand, hat sie das Niveau dieses Buches nie wieder erreicht.

Beim Buch "Das Herz ihrer Tochter" geht es kaum um einen Konflikt zwischen Mutter und Tochter, oder überhaupt um die unmögliche Situation, dass der Mörder der ersten Tochter sein Herz zur Rettung der zweiten spenden möchte.

Es geht im Prinzip um die Todesstrafe und - hier gebe ich auch vielen anderen recht - man wird ganz unwillkürlich an Green Mile erinnert. Das wirkt auch im Buch sehr an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig.

Auch zum Schluss geht nicht eindeutig hervor, ob der Mörder nun ein "Guter" oder ein "Schlechter" ist.

Fazit: Lesbar, spannende Unterhaltung, aber nicht herausragend
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unerwartet...gut!, 7. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Herz ihrer Tochter: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich kannte Jodi Picoult vorher nicht und habe dieses Buch, nach Cover und Inhaltsangabe für einen kitschigen (entschuldigung) Frauenroman gehalten. So viel Leid, wie die arme June ertragen muss(te), muss (Gott sei Dank!) kein Mensch ertagen (können).

Aber was war das? Der Roman entwickelt sich anders als gedacht: Statt den Fokus, wie angegeben und auch wie der Titel vermuten lässt, auf June und Claire zu legen, geht es hauptsächlich um Shay, der für den Mord an Ehemann und Tochter im Todestrakt sitzt. Die Nebenfiguren, besonders Maggie, die pummelige Anwältin von Shay, sind interessant und ich konnte mich gut in sie hineinfühlen, auch wenn sie vielleicht etwas zu "einfach" waren (um nicht das Wort "klischeehaft" zu benutzen).

Es geht also um die Ethik derTodesstrafe, ein Bereich der sehr gut aufgemacht ist im Buch und der auf interessante und aufschlussreiche Weise behandelt wird. Das zweite Hauptthema ist Religion, besondes die gnostischen Evangelien, die Shay zur Verwunderung aller zitiert. Zwei sehr interessante Themen werden zusammengebracht - meiner Meinung nach ist diese Verquickung gut gelungen.

Nicht gefallen hat mir teilweise der Stil. Besonders auf den ersten 200 Seiten hatte ich das Gefühl, die Geschichte kommt nicht richtig in Schwung, der casus knaxus wurde vielleicht etwas zu lange hinausgezögert. Die "Überraschung" am Ende hatte ich schon früher im Buch erwartet und erhofft. Und in den "June"-Kapiteln ist mir die Sprache zu klischeebeladen, die "Wandlung" am Ende wirkt aufgesetzt.

Aber: Die Thematik und der Inhalt des Buches haben mich völllig überzeugt! Ich hatte eine schlaflose Nacht, als ich über die ganzen ethischen Problematiken nachgedacht habe, die das Buch aufwirft -- toll!!

Ich werde das Buch weiterempfehlen und vielleicht auch noch mal was anderes von Jodi Picoult lesen - jetzt wo ich meine Vorurteile überwunden habe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Herz ihrer Tochter, 21. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Herz ihrer Tochter: Roman (Gebundene Ausgabe)
Viele Schicksalsschläge treffen June Nealon. Ihren ersten Mann verliert sie bei einem Autounfall. Doch dann findet sie in den Polizisten Kurt Nealon einen neuen Ehemann und Vater für ihre Tochter Elizabeth. Ein Sexualstraftäter setzt diesem Glück ein Ende und ermordet ihren zweiten Mann und ihre Tochter. Das einzige was sie noch am Leben hält, ist ihr ungeborenes Kind. Elf Jahre nach der Geburt ihrer Tochter Claire schlägt das Schicksal wieder zu. Claire hat einen Herzfehler und benötigt dringend ein Spenderherz.

Shay Bourne, der Mörder ihres Mannes und ihrer Tochter, wurde zum Tode verurteilt und wartet nun auf die Vollstreckung des Urteils. Als er von Claires Erkrankung hört, ist sein sehnlichster Wunsch, sein Herz der kranken Tochter von June zu spenden. Oh Wunder, es passt. Doch Claire und June wollen das Herz des Mörders nicht haben.

Die Geschichte handelt überwiegend von Shay Bourne. Sie wird abwechselnd aus vier verschiedenen Perspektiven geschildert. Mal aus der Sicht des zweifelnden Priesters Michael, der als Student in der Geschworenenjury gesessen hat und dem Todesurteil zu stimmte. Dann aus der Perspektive von der übergewichtigen Anwältin Maggie, die die Todesstrafe abschaffen möchte. Auch von dem an Aids erkrankten Lucius, einem Zellennachbarn im Gefängnis, erfahren wir etwas über Shay. Dann erzählt die verzweifelte June aus ihrer Sicht.

Die ständig wechselnden Erzählperspektiven waren teilweise sehr interessant, haben aber auch den Lesefluss etwas gehemmt. Die Grundthemen Todesstrafe und Religion fand ich einerseits faszinierend, gleichzeitig sind die religiösen Diskussionen für mich ein bisschen zu langatmig ausgefallen.

Jodi Picoult hat wieder ein schwieriges Thema aufgegriffen und ich bewundere ihre Erzählkunst, aber ich habe schon bessere Bücher von ihr gelesen. Mich haben am meisten die viel zu vielen Zufälle gestört.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schade....., 8. Januar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Herz ihrer Tochter: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich war bis anhin ein grosser Fan von Jodie Picoult. Dieses Buch ist jedoch sehr schwach. Sie hat Passagen aus Green Mile "geklaut" und die Handlung zieht und zieht sich hin. Ich konnte das Buch nicht zu Ende lesen, es hat mich zu sehr gelangweilt. Hoffe das nächste Buch wird wieder im alten Jodie Picoult Stil sein.....
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Berührend!, 16. September 2009
Von 
Binea - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das Herz ihrer Tochter: Roman (Gebundene Ausgabe)
June Nealon wird mit einem Schlag aus ihrem wieder fast normalen Leben gerissen. Der erste Schlag war für June der Tod ihres ersten Mannes, der zweite Schlag ist nun die Nachricht vom Tod ihres zweiten Mannes und ihrer Tochter Elizabeth. Nichtsahnend biegt sie in die Straße, in der ihr Haus steht ein, und sieht ein erschreckendes Bild. Polizei und Krankenwagen stehen vor ihrem Haus. Shay Bourne, ein vertrauenswürdiger junger Mann, sollte eigentlich das Kinderzimmer für das Baby herrichten und nicht ihren Mann und ihre Tochter ermorden. Tief sitzt nicht nur der Schmerz des Verlustes, sondern auch der Schmerz des Vertauens, denn das hatte sie Shay geschenkt. Nun sitzt dieser zum Tode verurteilt in einer Zelle im Gefängnis von New Hampshire.
In der Hoffnung, dass es nicht noch schlimmer geht, erfährt June, dass ihre zweite Tochter Claire herzkrank ist und unbedingt einen Lebensretter braucht. Ein neues Spenderherz wird dringend benötigt, sonst überlebt Claire nicht.
Nach elf Jahren ist nun der Tag der Hinrichtung gekommen. Doch nichts läuft wie geplant, denn Shay Bourne will June nach ihren großen Verlusten helfen. Er möchte sein Herz für ihre Tochter Claire spenden. June's ihr Leben läuft erneut aus dem Ruder, denn soll das Herz eines Doppelmörders in dem Körper ihrer Tochter weiterschlagen?

Jodi Picoult hat es bisher immer geschafft mich zu überzeugen und so habe ich mich auch diesmal wieder in ihre Hände begeben.
Ihr Schreibstil ist einfach unverwechselbar, die Anfangsworte wieder sehr packend und die Geschichte sehr gefühlvoll und grausam zugleich. Einfach unverwechselbar.

Ein Buch voller verschiedener und heikler Themen. Steht doch vorerst die Todesstrafe zur Debatte, wird kurz darauf die Religion und deren Ansichten zur Sprache gebracht. Letztendlich laufen diese Themen zum Thema Organspende zusammen.
Abwechselnde Erzählperspektiven um den verurteilten Doppelmörder Bourne zeigen Hintergründe auf und bringen Licht in dunkle Winkel. Der Mittgefangene und Zellennachbar Lucius, Seelsorger Father Michael, Rechtsanwältin Maggie und June selbst kommen zu Wort und lösen die verschiedensten Gefühle und Empfindungen, nicht nur beim Leser, aus. Sie schwimmen alle in einem Strudel, der jeden Tag Neues heraufwirbelt. Stimmungen schwanken, Glauben werden in Frage gestellt, vernebelte Sichtweisen werden von Tag zu Tag klarer.

Obwohl auch dieses Buch etwas Besonderes ist und ich Jodi Picoult wieder blind vertrauen konnte, hat es dennoch einen kleinen Beigeschmack. Einige Elemente waren mir eindeutig zu magisch und zu übertrieben. An manchen Stellen waren leichte Unsicherheiten der Autorin vor allem bei der Themenwahl und dessen Breite zu spüren. Stellenweise war es einfach zu viel. Diese Kritik ist meiner Meinung nach jedoch zu verschmerzen und ich denke spätestens im nächsten Buch wird sie diesen Fauxpas wieder richten.

Den Klappentext habe ich auch bei diesem Buch bewusst ausgelassen und bin im Nachhinein froh darüber, da dieser das eigentliche Hauptthema nicht erwähnt und den Leser auf einen falschen Weg führt

Ein Kloß im Hals war auch diesmal zu spüren und dieser darf bei Picoults Romanen wohl auch einfach nicht ausbleiben.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zufälle gibt es..., 21. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Herz ihrer Tochter: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nach dem Unfalltod ihres Mannes findet June in dem Polizisten Kurt Nealon einen zuverlässigen Partner und liebevollen Vater für ihre kleine Tochter Elizabeth.
Alles scheint sich zum Guten zu wenden. Doch als June ihr zweites Kind erwartet, schlägt das Schicksal erneut zu - Kurt und Elizabeth werden von dem bei der Familie Nealon beschäftigten Wanderarbeiter Shay Bourne erschossen.
Doch damit nicht genug, erkrankt die zweite Tochter Claire schwer an einem Herzleiden und benötigt 11 Jahre später ein Spenderherz, das ausgerechnet der zum Tode verurteilte Mörder Shay Bourne spenden will.
Zufällig ist Bourne ein geeigneter Spender, doch June und Claire sind hin- und hergerissen, ob sie der Organspende zustimmen sollen und können.
Währenddessen betätigt sich Shay Bourne als "Messias der Todeszelle", beeindruckt die Mitinsassen und langweilt den Leser mit diversen Wundern, die auch im Nachhinein nicht schlüssig erklärt werden.

Jodi Picoult gehört für mich zu den großen amerikanischen Schriftstellern und hat mir mit einigen ihrer vorherigen Romane schon viele Stunden kurzweiliger Unterhaltung geboten.
Die 43-jährige Autorin erzählt die Geschichte, wie in ihren Bestsellern "Beim Leben meiner Schwester" und "Neunzehn Minuten", aus Sicht der verschiedenen Protagonisten. Das mag ein- oder auch zwei Mal interessant und originell sein. Aber dieses Strickmuster ein drittes Mal zu verwenden, kann einfach nur in die Hose gehen.
Zudem ist mir der Roman zu religions- und wunderlastig, die Geschichte strotzt vor Zufällen, kommt nicht in Schwung und hätte durchaus straffer gefasst werden können.
Positiv in die Waagschale werfen möchte ich die Wortgewandtheit der Autorin. Die Figuren wirken authentisch und lebendig und der Leser kann sich gut in ihre Gedankengänge hineinversetzen.

In ihren vorherigen Romanen, wie z.B. in "Neunzehn Minuten", in dem es um einen jugendlichen Amokläufer geht, hat Jodi Picoult bewiesen, dass sie aktuelle Probleme durchaus sensibel in einem Roman verarbeiten kann. Leider ist ihr das in meinen Augen bei der Diskussion über die Todesstrafe und Organspenden nur bedingt gelungen.
"Das Herz ihrer Tochter" ist für mich der schwächste der mir bekannten Picoult-Romane. Dennoch sehe ich dem nächsten Buch mit Spannung und Freude entgegen, denn ich weiß: Jodi Picoult kann auch anders...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Geschichte mit kleinen Fehlern, 23. September 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Herz ihrer Tochter: Roman (Gebundene Ausgabe)
Kurzbeschreibung:
Fünf Jahre nach dem Unfalltod ihres ersten Mannes verliert June Nealon ihre siebenjährige Tochter Elisabeth und ihren zweiten Mann Kurt durch einen grausamen Mord. Shay Bourne, ein arbeitsloser Handwerker, den die schwangere June eingestellt hat, damit er ihr Haus repariert, hat mit gezielten Schüssen ihre Familie ausgelöscht.
Elf Jahre später: Junes zweite Tochter Claire leidet an einem Herzfehler. Nur ein Spenderorgan kann ihr junges Leben noch retten. Da tritt der zum Tode verurteilte Shay Bourne an sie heran mit dem Wunsch, Claire nach seinem Tod sein Herz zu geben und so die Morde an Elisabeth und Kurt wiedergutzumachen.

Meine Meinung:
Wie gewohnt behandelt das neue Buch der amerikanischen Schriftstellerin Jodi Picoult eine brandheiße Thematik. Dieses Mal geht es um Ethik, Moral und Todesstrafe, gepaart mit dem Thema Organspende und christlichem Glauben. An einigen Stellen erinnert die Geschichte sehr stark an Stephen Kings The Green Mile".

Das Herz ihrer Tochter" wird wieder aus den verschiedenen Perspektiven der einzelnen Beteiligten erzählt. Die Passagen des Pfarrers Father Michael waren mir persönlich zu religiös. Zu Beginn der Geschichte war es noch auszuhalten, aber je weiter die Geschichte fortschritt, desto theologisch verworrener wurden seine Gedanken". Zum Schluss habe ich seine Kapitel nur noch überflogen, da mir das ganze Gerede über das Thomasevangelium usw. auf die Nerven ging.

Junes Geschichte fand ich etwas übertrieben. Ihr Schicksal war mir zu viel, erst stirbt ihr erster Mann bei einem Autounfall, dann werden ihr zweiter Mann und ihre Tochter ermordet UND ihre zweite Tochter wird sterben, es sei denn, sie erhält ein Spenderherz. Diese Fülle an Schicksalsschlägen lässt die Geschichte unglaubwürdig werden. Dazu noch Shay Bournes Gabe" und dem Leser war jeglicher Realitätsgedanke genommen. Ein bisschen weniger wäre für diese Geschichte sicher von Vorteil gewesen.

Der Autorin gelingt es gut, die brisante Thematik Todesstrafe" in die Handlung einfließen zu lassen. Sie bleibt dabei aber wunderbar neutral, zwingt dem Leser nicht ihre Meinung auf, sondern regt lediglich dazu an, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

Auch die ein oder andere Überraschung hält sie bereit, so dass die Geschichte bis zum Schluss spannend bleibt. Alles in Allem ist Das Herz ihrer Tochter" ist ein schönes Buch mit kleinen Makeln, das sich aber auf jeden Fall lohnt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen viel Moral und Tiefgang, 6. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Herz ihrer Tochter: Roman (Gebundene Ausgabe)
wer hier einen Frauenroman mit Herzschmerz und Familienromantik erwartet, ist an der falschen Adresse. Hier geht es um ein ernstes Thema: die Todesstrafe.

In Deutschland sicher nicht brandaktuell, dennoch werden auf der Welt immernoch Menschen mit der Todesstrafe belegt. Wer sich mit diesem Thema beschäftigt, wird umfangreiche Gedankengänge einbeziehen müssen. Das hat Jodi Picoult getan und den Lesern somit gleichzeitig Christentum und Judentum ein wenig näher gebracht. Sie ist dabei sogar einem Tabu unserer Christenwelt auf die Spur gegangen: dem Thomasevangelium - einer Häresie. Neben religiöser Auseinandersetzung ist die Analyse menschlichen Verhaltens in ihrem Roman nicht zu kurz gekommen. Wie verhalten sich Schwerverbrecher? Rette ich meine Tochter unter allen Umständen? Wie ergeht es jemandem, der selbst für ein Urteil "Todesstrafe" verantwortlich ist? Dass Jodi dabei auch ein wenig in die Mysterien-Kiste gegriffen hat, sei ihr zu verzeihen. Die sonst so klare Struktur und Ausdrucksweise wiegelt diesen Fehltritt wieder auf.

Auch wenn Jodi viel Moral, Glauben und Gewissen eingebracht hat, so ist es doch gradlinig einfach. Die Vielschichtigkeit des Themas wird besonders gut durch die Erzählform in der 1. Person Singular unterstrichen: in jedem Kapitel aus der Sicht der jeweiligen Person (Mutter, Priester, Mitgefangener, Rechtanwältin). Der Leser kann den Standpunkt wechseln - und mit dem Standpunkt wechselt man bekanntlich auch die Sichtweise. Nur einer bleibt im Schatten: Der Mörder.

Dass die "Story" mit einem ungewöhnlichen Ende erst interessant wird, weiß Jodi sicher. Allerdings habe ich dieses Ende schon ab Seite 50 geahnt. Für mich wäre das Buch auch lesenswert gewesen, wenn das Ende offen oder gradlinig ausgefallen wäre.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Herzensangelegenheit, 19. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Herz ihrer Tochter: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vorweg muss ich sagen, dass man schnell etwas falsches erwarten könnte nachdem man Klappentext gelesen und Cover betrachtet hat. Eigentlich erwartet man doch, dass es vordergründig um June und ihre Tochter geht, darum wie sie gegen die Krankheit kämpfen. Aber dem ist nicht so, es geht eher um Shay. Shay, das ist der Mann der Junes Ehemann und Tochter umgebracht hat dafür wurde er von einer Jury zum Tode durch die Spritze verurteilt. Nach elf Jahren soll das Urteil jetzt vollstreckt werden und in dem Moment erfährt Shay von der herzkranken zweiten Tochter Junes. Er will sie retten und sich so entschuldigen. Auf seinem Weg zum Organspender gewinnt er neue Freunde, bekommt Steine in den Weg gelegt, verändert das Leben anderer Leute und wird kurzzeitig aufgrund mehrerer Wunder als wiedergeborener Jesus gehandelt. Parallelen zu einem großen Stephen King Werk seien an dieser Stelle erwähnt. Doch zuletzt stellt sich für alle heraus, dass eben nicht immer alles so ist, wie es zu sein scheint und mündet in ein trauriges Ende. Ein Ende das den Leser zum nachndenken anregt und aufwühlt.

Der Roman ist aus den Perspektiven der beteiligten Personen geschrieben, einzig Shay erleben wir nur durch das was uns die anderen Protagonisten mitteilen. Man findet sich durch den mitreßenden Schreibstil der Autorin gut in die Geschichte ein und wird auch ein ums andere Mal zu Tränen gerührt. Die Autorin versteht es wunderbar, die Gefühle ihrer Protagonisten zu beschreiben und lebendig werden zu lassen. An keiner Stelle verspürte ich Langeweile beim lesen oder empfand Passagen als unnötig in die Länge gezogen.

Jodi Picoult schafft es hinter dieser rührenden Geschichte um Aufarbeitung auch Kritik zu verstecken. Es geht eben auch um die Religion und wie weit die Menschen bereit sind zu glauben. Vor allem wie schnell sie einem falschem Messias nachlaufen. Aber es geht auch um die Todesstrafe, es wird gezeigt welchem Druck Verurteilter, Jury und Opfer ausgesetzt werden. Und das manchmal, vielleicht öfter als wir es wahrhaben wollen, auch Unschuldige hingerichtet werden. Darüber hinaus geht es darum inwiefern es uns zusteht nach "Auge um Auge" zu urteilen? Wäre es nicht besser manchmal auf diese Art der Gerechtigkeit zu verzichten? Auch um die Vergebung und Aufarbeitung geht es, wie gehen Menschen damit um, wenn sie Opfer eines Verbrechens werden? Gibt es einen Weg aus der Trauer und Angst wieder raus zu kommen? Und zu guter letzt geht es auch um Blauäugigkeit, denn manchmal beschuldigt man den Falschen ohne überhaupt darüber nachzudenken.

Eines der schönsten Bücher Jodi Picoults, das sich nicht nur um große Gefühle sondern auch um große Themen der Menschheit dreht! Absolut empfehlenswert!
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Das Herz ihrer Tochter: Roman
Das Herz ihrer Tochter: Roman von Jodi Picoult (Gebundene Ausgabe - 1. September 2009)
Gebraucht & neu ab: EUR 1,92
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