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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Warum Bio nicht immer besser ist
Wenn Sie zu den Menschen gehören, die dem ganzen Ökokult eher skeptisch gegenüberstehen, dann ist diese Lektüre ein wahrer Leckerbissen für Sie, denn Michael Miersch klärt in sehr eindrucksvoller Weise auf, warum Bio nicht immer besser ist. Man findet in dem Buch eine Liste, einen sehr interessanten Ratgeber für den Umgang mit den...
Veröffentlicht am 8. August 2008 von Carl-heinrich Bock

versus
24 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Einige gute Punkte, aber allgemein zu unausgewogen
Das Buch enthält praktisch nur Abschriften von Interviews mit sogenannten "akademischen Experten". Von einem eigenen Erarbeiten der Materie durch die Autoren kann keine Rede sein. Das Buch macht auf mich - völlig gegen meine positive Erwartung - einen sehr unausgewogenen Eindruck. Dies ist bedingt durch das Übermass an unreflelektierten "politisch...
Veröffentlicht am 27. Juni 2008 von H. Stamm


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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Warum Bio nicht immer besser ist, 8. August 2008
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Biokost & Ökokult: Welches Essen ist wirklich gut für uns und unsere Umwelt (Taschenbuch)
Wenn Sie zu den Menschen gehören, die dem ganzen Ökokult eher skeptisch gegenüberstehen, dann ist diese Lektüre ein wahrer Leckerbissen für Sie, denn Michael Miersch klärt in sehr eindrucksvoller Weise auf, warum Bio nicht immer besser ist. Man findet in dem Buch eine Liste, einen sehr interessanten Ratgeber für den Umgang mit den Medien, wenn es um die Berichterstattung über diese Themen geht. Der Autor hat eine umgekehrte Entwicklung durchgemacht, wie beispielsweise der stellvertretende Chefredakteur der TAZ, Peter Unfried, der in seinem Buch "Öko" von seiner Entwicklung zum "Neuen Öko" berichtet. M. Miersch ist ein Alt Öko, der immer mehr vom Glauben abgefallen ist und heute dafür plädiert mehr Ratio in dieses weit gefächerte Umweltthema hineinzubringen, eben nicht nur nach Gefühlen zu handeln.

Der Autor hat sehr gründlich recherchiert, Betriebe besucht, mit Experten und Wissenschaftlern gesprochen, Studien über Bioinstitute und Biolandbauern kritisch hinterragt, Megastudien die über 80 Jahre viele tausend Studien zusammengefasst haben beleuchtet. Er kommt schließlich zu dem überraschenden Resümee, dass Bioprodukte nicht gesünder sind als herkömmliche Produkte, dass Biolandschaft auch nicht besser ist für die Umwelt. Was allerdings die artgerechte Tierhaltung angeht, da schneidet der Biolandbau eindeutig besser ab. Wenn man sich an die Tatsachen hält, dann kann man zweifelsfrei feststellen, dass es einen Wandel im Konsumverhalten der Menschen gegeben hat, beispielsweise in der Zusammensetzung der Produkte, wobei Produktion und Anlieferung der Waren weniger umweltschädlich sein sollten als die konventionelle, herkömmliche Art. Nachweislich ist der Umsatz auf dem Markt für ökologischen Anbau seit 1997 um 300 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro gewachsen, obwohl in Deutschland die Anbauflächen nicht dem wachsenden Bedarf entsprechend gestiegen sind.

Miersch interessiert sich nicht für "Lifestyle", ihn interessieren ausschließlich die Fakten im Wechselspiel zu den Behauptungen der milliardenschweren Bioindustrie. Ist Biokost wirklich ökologischer und ist Biokost wirklich gesünder? Fakt ist, Essen dient zunächst dazu den Menschen satt zu machen. Dabei ist Essen, da es seit Jahrzehnten in Europa keinen Hunger mehr gibt auch zu einem Ausdruck der Persönlichkeit geworden. Und so kommt der Autor zu der Feststellung, wer sich bei Biokost wohler fühlt, der soll durchaus dabei bleiben.

Michael Miersch weist auf die Gefahr hin, dass bei den Ökobilanzen fälschlicherweise häufig Klimaschutz (Kohlendioxydausstoß) und Umweltschutz in einen Topf geworfen werden. Diskussionen über "Food Miles" erregten die Gemüter in England, also die Frage, sind Lebensmittel wie Orangensaft, Lammfleisch, Rindfleisch die aus Afrika, Südamerika oder Neuseeland kommen, schlechter als heimische Erzeugnisse? Da die Güter mit dem Schiff Energie extensiv transportiert werden, entsteht tatsächlich der größte Energieverbrauch erst in der Verteilung und im Haushalt. In diesem Zusammenhang wird von M. Miersch ein interessantes Beispiel angeführt, nämlich, der Vergleich zwischen herkömmlichen Kartoffeln von dem Bauern aus der Nachbarschaft und Tütenkartoffeln (vor gegarte Produkte wie Püree oder Fertigbratkartoffeln). So lange beide Produkte unbehandelt in der heimischen Küche liegen sind Tütenkartoffeln der absolute ökologische Verlierer. Kocht man die Kartoffeln, dann drehen sich durch den hohen Energieaufwand die Fakten. Plötzlich ist die Tütenkartoffel, in Riesenmengen vorgegart, eindeutig das Ökoprodukt.

Der Autor wirft in seinem Buch auch die Frage auf, ob man bei einer weltweit zunehmenden Lebensmittelknappheit, mit den Versprechungen über Biolandbau die Welt ernähren kann? Die Antwort ist ganz eindeutig, Nein, denn man müsste dazu die landwirtschaftliche Fläche weltweit um ein Drittel erhöhen, man benötigt letztlich diese Fläche um dieselben Erträge wie im konventionellen Anbau zu erwirtschaften. Das wäre allerdings ein Desaster für die Natur. Eine in diesem Zusammenhang auch häufig verschwiegene Frage ist die, wo der notwenige Dünger herkommen soll, wo sollen die Milliarden notwendiger Nutztiere gehalten werden, wie sollen sie ernährt werden? Kunstdünger ist bekanntlich im Biolandbau verboten.

Das Konzept geht weder im nationalen schon gar nicht im internationalen Rahmen auf. Dennoch ist das Buch kein fanatisches Buch das die Biokost und Ökokultur radikal verwirft, denn beispielsweise räumt der Autor ein, dass es für das Tier und auch für den Menschen durchaus gut und sinnvoll ist Bio Fleisch zu essen und Bio Milch zu trinken. Wenn auch die Bereitschaft im Bio-Laden einzukaufen nach wie vor auch von den realen oder gefühlten Vermögensverhältnissen abhängt, ist damit aber auf jeden Fall die Sicherheit verbunden dort nichts "Vergiftetes" gekauft zu haben.

Das Buch ist flüssig und atmosphärisch dicht geschrieben mit den unterschiedlichsten bekannten und weniger bekannten Erkenntnissen und Reflexionsebenen.
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47 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschung!, 31. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Biokost & Ökokult: Welches Essen ist wirklich gut für uns und unsere Umwelt (Taschenbuch)
Ich habe auch lange an die Biokost und besonders daran geglaubt, dass ich mit dem Kauf von Bioprodukten für eine bessere Welt sorge. Dass ich eigentlich in erster Linie ein " gutes Gefühl" kaufe, wenn ich Bioprodukte erwerbe, war mir nicht bewusst. Ein sehr gut geschriebenes Buch, dass das " Gute Gefühl" sehr schön unter die Lupe nimmt. Denn eigentlich ist doch klar, dass auch Biobauern Pestizide einsetzen, wenn auch keine chemischen.
Mein Fazit: Jeder sollte dieses Buch lesen, auch wenn es bedeutet, dass man sich mit der unbequemen Tatsache auseinandersetzen muss, dass es nicht bewiesen ist, dass Biokost besser für den Menschen ist. Im Freundeskreis wird sich manche Diskussion darüber entspannen.
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39 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nüchternheit statt Weltanschauung, 26. August 2008
Von 
Dr. Horst Wolfgang Boger (Berlin & Potsdam, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Biokost & Ökokult: Welches Essen ist wirklich gut für uns und unsere Umwelt (Taschenbuch)
Ohne M & M wären wir ärmer dran. Diese Einsicht wird auch durch dieses Buch bestätigt.

"Bio", "Öko" und die entsprechenden Komposita sind seit längerer Zeit 'catch words' in den kognitiven und vor allem affektiven Haushalten. Aber halten Bio und Öko ihre vollmundigen (oder großmäuligen) Versprechen?

Ist Biokost tatsächlich gesünder? Immerhin sind 99,99 % der Giftstoffe im Essen natürlichen Ursprungs, da die Evolution Pflanzen mit Abwehrmitteln gegen Fraßfeinde ausgestattet hat. Und Schimmelpilze und bakterielle Kontaminationen, beide rein biologischen Ursprungs, sind die größten Gefahren, nicht etwa Pestizidrückstände und Konservierungsstoffe, wie uns "Essensretter" wie Foodwatch unablässig suggerieren.

Schmeckt Biokost tatsächlich besser? Bei Geschmackstests schneiden Bioprodukte nicht besser ab, aber der Akt des Biokostkaufens und -essens erzeugt ein diätetisches und moralisches Wohlgefühl bei den Mitgliedern der Bio-, Öko- und LOHAS-Gemeinden. (Das Akronym "LOHAS" steht für "Life of Health and Sustainability". Diese Gemeinde hat selbstverständlich einen Internet-Auftritt.)

Und ist Biolandwirtschaft tatsächlich der Umwelt bekömmlicher? Zwar herrscht auf Biohöfen eine größere Artenvielfalt als auf konventionellen Höfen, doch sind sie weniger effizient, weil pro Ertragseinheit mehr Flächeneinheiten eingesetzt werden müssen.

M&M räumen auch mit anderen Glaubensartikeln auf. So arbeiten sie heraus, dass in der so genannten "guten alten Zeit" Tiere keineswegs anständiger behandelt worden sind, dass es sowohl in ökologischer als auch in hygienischer Hinsicht nicht empfehlenswert ist, alle Schweine und Hühner in Freiland zu halten und dass das perhorreszierte DDT schätzungsweise 500 Millionen Menschen vor Malaria bewahrt und ein entsprechendes Verbot entsprechend viele Menschen gefährdet.

Wenn von "Biolandbau" die Rede ist, fällt irgendwann der Name "Rudolf Steiner". Ihm verdanken wir Esoterik und Obskurantismus in Reinkultur: "Das Mondlicht entfaltet seine größte Wirkung, wenn es auf das Hinterteil des Tieres scheint." Auch vor purem Rassismus hat er nicht zurückgeschreckt, wie wir seinen Ausführungen über die "Neger" entnehmen können; bemerkenswert auch sein kaum verhüllter Antisemitismus.

Maßgebliche Nationalsozialisten wie der Reichsbauernführer Richard Walther Darré, der Führerstellvertreter Rudolf Heß, der Diplom-Landwirt und Reichsführer SS Heinrich Himmler, der SA-Obergruppenführer und Reichsminister für Bewaffnung und Munition Fritz Todt und der Reichslandschaftsanwalt Alwin Seifert (Buchtitel: "Gärtnern, Ackern ohne Gift") waren die Ober-Grünen des NS-Staates. Sie engagierten sich für biologisch-dynamische Landwirtschaft, regenerative Energien, Homöopathie und Heilkräuter. (Das Studium der Speisekarten im Dokumentationszentrum Obersalzberg bei Berchtesgaden belehrt uns darüber, dass die Führungsriege des Deutschen Reiches sich "sehr bewusst" gesund ernährt hat. LSS (=Leinsamenschrot) durfte ungeachtet der in ihm enthaltenen cyanogenen Glykoside Linustatin und Neolinustatin als Zutat nirgendwo fehlen. In dieser Hinsicht waren die Nazis in der Wolle gefärbte Ökos: Natur ist gut und gesund, basta!)

Dazu passt perfekt, dass das KZ Dachau ("Arbeit macht frei") im Jahre 1938 die größte biologisch-dynamische Heilkräuterplantage Europas war.

Ein großer Teil der Bio- und Ökokultur krankt an einem äußerst mangelhaften Sinn für Proportionen: Die jährlich über die Menschheit hereinberechenden Grippe-Epidemien kosten weitaus mehr Krankheits- und Todesopfer als BSE, Acrylamid, Lindan, kontaminiertes Flüssigei und Nematoden im Fisch zusammen.

Eindeutig hysterische Züge hat der Kampf gegen Gentechnik angenommen. (Ein Freund und Gewährsmann hat mir berichtet, dass sogar im ländlich-konservativen Oberbayern Bäuerinnen auf den Wochenmärkten mit dem Slogan "Genfreie Lebensmittel" werben. In Bälde wird wohl die Genetik verboten, wenn sie sich nicht zuvor durch das völlige Verschwinden der Gene überflüssig macht.)

Ein realistischer Blick in die Zukunft zeigt uns, dass nur durch Effizienz, Technik und Wissenschaft, nicht aber durch Esoterik und Ökokult die wachsende Bevölkerung der Erde ernährt werden kann.

Der Text wird aufgelockert durch fünf sehr lesenswerte Interviews: "Chemikalien im Essen sind das geringste Problem" (mit Professor Helmut Greim), "Kunstdünger ist sogar ökologisch vorteilhaft" (mit Professor Josef H. Reicholf), "Nach dem Verlust der Sextabus hat man sich ins Essen verbissen" (mit Udo Pollmer), "Bio war von Anfang an eine Sekte" (mit Professor Beda M. Stadler) und "Mutter Natur ist Gentechnikerin" (mit Professor Norman Borlaug).

Ein Einkaufszettel für kritische Verbraucher und ein Ratgeber zum verständigen Medienkonsum beschließen dieses sehr informative und lesenswerte Buch.
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24 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Einige gute Punkte, aber allgemein zu unausgewogen, 27. Juni 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Biokost & Ökokult: Welches Essen ist wirklich gut für uns und unsere Umwelt (Taschenbuch)
Das Buch enthält praktisch nur Abschriften von Interviews mit sogenannten "akademischen Experten". Von einem eigenen Erarbeiten der Materie durch die Autoren kann keine Rede sein. Das Buch macht auf mich - völlig gegen meine positive Erwartung - einen sehr unausgewogenen Eindruck. Dies ist bedingt durch das Übermass an unreflelektierten "politisch korrekten Aussagen" der Autoren bzw. deren Interviewpartner, die zum Teil durchaus richtiges sagen, aber dabei einfach zu vieles unerwähnt lassen.

Einige Schwachstellen der Biobewegung werden zum Beispiel sehr treffend erwähnt (der mystische Unterbau dieser Lebenseinstellung, das hysterische Spendensammeln grosser Organsiationen wie Green Peace mittels gezielter Negativpropaganda durch die Medien, der verheimlichte Nutzen von künstlich erzeugtem Dünger, DDT und gentechnisch veränderten Lebensmitteln, usw.). Dies wirkt auf den Leser zwar für den Moment angstreduzierend, andererseits ist es leicht verharmlosend bis einschläfernd. Einige nach wie vor sehr brisante Themen, wie die wissenschaftlich sehr gut belegte Gesundheitsgefährdung durch künstlich erzeugte Zusatzstoffe in Lebensmitteln, wie zum Beispiel durch den Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat (MSG), durch den Zuckerersatzstoff Aspartam, etc. werden nicht einmal am Rande erwähnt. Angesichts der Fülle an wissenschaftlichen Untersuchungen über diese "Toxine", kann ich nur sagen, entweder leben die Autoren in einer anderen Welt, oder sie haben ihre Hausaufgaben nicht gründlich genug gemacht: Das darf so nicht stehen bleiben!!!

Für eine gute Bewertung reicht das nicht. Zwei Sterne für ein paar wahre Informationen... der Rest hört sich für mich einfach noch zu sehr nach "take-it-easy" Beschwichtigungs-Propaganda an. Fazit: Mein Geld hätte ich besser gleich in ein seriös recherchiertes Buch investiert.
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47 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Hetzschrift der Chemie-Lobby, 2. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Biokost & Ökokult: Welches Essen ist wirklich gut für uns und unsere Umwelt (Taschenbuch)
Ich bin entsetzt vor allem über den PIPER-Verlag!
VORAB: ich bin KEINER dieser im Buch so oft geschmähten Bio-Fuzzies religiöser Verklärung, weder ein Waldorf-Schüler noch ein greenpeace-Aktivist.
Was hier jedoch auf knapp 240 Seiten abgelassen wird, hat nicht mal mehr etwas mit subtiler Gehirnwäsche zu tun, sondern ist ein ganz offensichtliches, mantra-artiges Wiederholen von völlig aus dem Zusammenhang gegriffenen (Hypo-)Thesen, eine plumpe Aneinanderreihung von sehr suggestiven so genannten "Interview"-Fragen (z.B. in etwa: "...gibt es Ihrer Ansicht nach irgendetwas, das an Bio positiv ist?").
Hier werden immerfort so genannte Experten und Expertisen bemüht, die einfach mal so irgendetwas in den Raum stellen und durch ständiges Wiederholen vermeintlich wahrhaftiger wirken sollen.
Ganz gefährlich -und hier sollte man ganz genau aufmerken- ist der Bogenschlag zum 3.Reich: hier werden ganz selbstverständlich Anthroposophen, Demeter und Nazi-Größen ein Kapitel lang in einem Atemzug genannt, immer und immer wieder. Die Sache gipfelt dann zunächst im Nebensatz, Hitler sei ja Vegetarier gewesen (welch' negative Identifikation), und kumuliert dann in der Äußerung, in Dachau sei Biolandbau betrieben worden, bei dessen Bewirtschaftung der Bio-Äcker außerordentlich viele Lager-Insassen grausam verreckt seien. Nicht mal die Tatsachen an sich sind erschreckend (die kennen wir zumeist), nein!, sondern das Vermengen, das Gleichsetzen, das Einsickern-Lassen beim Leser: Bio-Landbau hat mit Nazis zu tun und viele KZ-Häftlinge auf dem Gewissen, Anthroposophen haben sich nicht im Widerstand gerührt. So liegt ja nahe -und wird ganz vornehm von den 2 Autoren nicht ausgesprochen-: biologoischer Landbau heute, das Bio-Siegel auf Lebensmitteln, kritisches Hinterfragen von Gen-Technologie, das Suchen nach Alternativen, all' das ist Teufelszeug, religiöse Eiferei, pure Esoterik und hat -vor allem- mit dem braunen Schlamm der Nazis zu tun. Igitt! Man darf gespannt sein, ob da nicht doch mal Gerichte eingeschaltet werden.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen etwas trocken der Inhalt, 1. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Biokost & Ökokult: Welches Essen ist wirklich gut für uns und unsere Umwelt (Taschenbuch)
habe mir unter diesem Buch was anderes vorgestellt,finde es irgendwie langweilig komme nicht besonders damit zurecht.
Dachte mehr an einen Leitfaden über Naturkostläden.
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31 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bodenloser Nonsense - unsachlich, unglaubwürdig, verzerrend, 28. Juli 2008
Von 
T. Meier "Meier" (Halle (Saale)) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Biokost & Ökokult: Welches Essen ist wirklich gut für uns und unsere Umwelt (Taschenbuch)
Um eins voranzustellen: Ich kann mich auch nicht als einer der beschriebenen Bio-Fuzzies oder Greenpeace-Aktivisten bezeichnen, sondern bin Ernährungswissenschaftler (dipl. troph.).
Was die beiden Autoren und angeblichen Journalisten anbetrifft, so sind diese für ihre sehr einseitige Berichterstattung in Sachen Bio kein unbeschriebenes Blatt. Von daher wundert auch nicht der Inhalt vorliegenden Buches.
Es ist mir persönlich ein Rätsel, wie man bspw. Biolandbau, Konzentrationslager und das Dritte Reich unter einen Hut bringen kann, aber es verlangt enormer schöpferischer Kreativität. Nur schade, dass das nichts mehr mit Journalismus bzw. der Wahrheit zu tun hat.
Das Buch ist an all diejenigen adressiert, die nichts besseres mit ihrer Zeit anfangen können oder ein definitiv schlechtes Buch lesen wollen. Ich bemitleide die beiden Autoren zutiefst.

T. Meier
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29 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unseriöse Propaganda-Lektüre, 9. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Biokost & Ökokult: Welches Essen ist wirklich gut für uns und unsere Umwelt (Taschenbuch)
In diesem Buch wird völlig konzeptlos alles zusammengetragen was in irgendeiner Weise gegen die Biobranche verwendbar ist. Es bleibt die starke Vermutung dass es als Auftragsarbeit der konventionellen Landwirtschaft entstanden ist und beinhaltet verhältnismässig wenig neutrale Information, dafür aber umso mehr persönliche Meinung und Propaganda der Autoren oder Interviewpartner. Widersprüche, fehlende Quellenangaben und Relativierungen hinterlassen im Gesamten einen ziemlich unseriösen Eindruck und selbst Sekten- und Nazivergleiche dürfen nicht fehlen.
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16 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen KAUFEMPFEHLUNG!!!, 28. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Biokost & Ökokult: Welches Essen ist wirklich gut für uns und unsere Umwelt (Taschenbuch)
"Bio" kaufen gehört heute zum guten Ton. Schmeckt einfach besser, ist verträglicher für die Umwelt und auch viel gesünder. Wirklich? Hier ist endlich ein hervorragend recherchiertes Buch zu diesem Thema, das mit vielen Vorurteilen aufräumt. Unbedingt lesen!
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3 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vorsicht! Lobbyisten am Werk!, 22. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Biokost & Ökokult: Welches Essen ist wirklich gut für uns und unsere Umwelt (Taschenbuch)
Der Regionalverband Südlicher Oberrhein des Bundes (bund.net) erwähnt auf seiner Seite, dass es sich bei Dirk Maxeiner und Michael Miersch um Lobbyisten handelt, die mit EIKE, dem "Europäische Institut für Klima und Energie" zusammenarbeiten. Dabei handelt es sich um "eine der aggressivsten und finanzstärksten Lobbyorganisationen der Industrie". Der Seite zufolge stecken hinter EIKE u.a. die "organisierten Klimawandelleugner und die Gegner der alternativen Energien".

Einige der in dem Buch aufgestellten Thesen mögen richtig sein (Der Einsatz von Kupfer im Biolandbau ist definitiv ein Problem), ich weiß es nicht. Einige andere wirken zunächst plausibel, führen sich bei etwas genauerer Betrachtung aber entweder selbst ad absurdum oder doch zumindest zu dem Schluss, dass keine Entwarnung für Nicht-Biolebensmittel gegeben werden kann.

Beispielsweise wird auf Seite 119 in einem Interview eingeräumt, dass mit chemischen Analysemethoden keine an Zellbestandteile einer Pflanze gebundenen Rückstände gemessen werden können - diese sind für Chemiker auch mit modernsten Messtechniken unsichtbar! Es wird in einem kurzen Satz auch erwähnt, dass dies für Biokost spricht.

Einige andere Aussagen des Buches widersprechen anderen Quellen. Als interessierter Laie weiß ich (oder glaube ich zu wissen) aus dem Film "Water makes money", dass die Nitratwerte im Münchner Trinkwasser seit der Umstellung auf biologische Landwirtschaft im Münchner Umland auf die Hälfte zurückgegangen sind! Dieser Zusammenhang wird im Buch dementiert, ebenso wird auf die höheren Erträge mit gentechnisch veränderten Pflanzen verwiesen. Dem widerspricht z.B. die Dokumentation "The World According to Monsanto", wo gezeigt wird, dass viele indische Bauern in den Selbstmord getrieben werden, weil die Gentechnik nicht hält, was sie verspricht!

Ich bin leider kein Experte, aber für mich liegt vor allem der Gedanke, dass synthetisch kontaminiertes Grundwasser problematischer sein muss als Grundwasser, das z.B. durch Gülle kontaminiert wird, nahe. (Ebenso ist es für mich unglaubwürdig, dass die Biolandwirtschaft auf große Güllemengen und damit auf einen unverantwortlich großen Viehbestand angewiesen ist. Bei Maßnahmen wie Fruchtfolge etc. muss doch mit kleinen Mengen an natürlichem Dünger auch sehr viel möglich sein.) Der Punkt "Grundwasser" wird in dem Buch ausgeklammert, ebenso, dass in Entwicklungsländern bereits der Kontakt der Feldarbeiter mit den synthetischen Mitteln zu Krankheiten, Totgeburten oder körperlich behinderten Kindern führt usw. Letzteres habe ich in Costa Rica mit eigenen Augen gesehen, wer möchte, kann nach "Francela" und "Ananas" googeln.
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