Kundenrezensionen


151 Rezensionen
5 Sterne:
 (105)
4 Sterne:
 (27)
3 Sterne:
 (11)
2 Sterne:
 (7)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mobbing und seine Auswirkungen
Sterling, New Hampshire ' ein kleiner, unbekannter, beschaulicher, gar gemütlicher Ort. Unbekannt und beschaulich jedoch nur bis zum 06. März 2007. An diesem Tag nimmt Peter Houghton seine ganz persönliche Rache. Rache an denen, die ihm seit der Vorschule das Leben zur Hölle gemacht haben, die, die ihn bloßgestellt haben, die ihn geärgert,...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2008 von Bianca Wenzel

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider enttäuscht!
Ich muss sagen, ich bin ein bisschen enttäuscht. Das Buch an sich ist wieder mal sehr provokant und interessant geschrieben, aber für mich doch leider sehr oberflächlich geblieben dabei. Das Ende hat mich dabei am meisten enttäuscht, es war für mich zu einfach, vorhersehbar und schlecht aufgelöst. Es gibt eindeutig bessere Bücher von...
Veröffentlicht am 28. Oktober 2009 von Karo adores...


‹ Zurück | 1 216 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mobbing und seine Auswirkungen, 19. Oktober 2008
Von 
Bianca Wenzel (MKK, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Neunzehn Minuten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Sterling, New Hampshire ' ein kleiner, unbekannter, beschaulicher, gar gemütlicher Ort. Unbekannt und beschaulich jedoch nur bis zum 06. März 2007. An diesem Tag nimmt Peter Houghton seine ganz persönliche Rache. Rache an denen, die ihm seit der Vorschule das Leben zur Hölle gemacht haben, die, die ihn bloßgestellt haben, die ihn geärgert, gehänselt und gepiesackt haben.

Peter Houghton ist am Ende seiner Kräfte. Er ist 17 Jahre alt und ging 17 Jahre durch die Hölle. Nun kann er nicht mehr, er will nicht mehr ' der 6. März wird sein Tag und seine Rache.
Er betritt die Highschool, nachdem er auf dem Parkplatz ein Auto hochgehen ließ um die Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken, hackte sich in den Schul-PC und machte sich auf den Weg durch die Schule. In neunzehn Minuten nahm er zehn Menschen das Leben, verletzte zahlreiche weitere und wollte sich anschließend selbst töten, doch soweit sollte es nicht kommen. Patrick Ducharme, ein Polizist, findet ihn und nimmt ihn in Gewahrsam.

Lacy Houghton ist auf dem Heimweg von ihrer Arbeit als Hebamme, als sie im Radio erfährt, dass es an der Schule ihres Sohnes eine Schießerei gegeben hat. Sofort fährt sie dorthin, will wissen, was mit ihrem Sohn ist, ob er verletzt ist. Auf ihre Frage nach Peter Houghton erfährt sie, dass er es ist, der schießt. Eine scheinbar heile Welt bricht zusammen ' was hat Lacy falsch gemacht?

Richterin Alex Cormier übernimmt den Fall, obwohl ihre Tochter zu den Verletzten gehört und Josie und Peter früher sehr gut miteinander befreundet waren, bis zu dem Tag, als Alex ihre Tochter abholen wollte und sie die zwei im Keller fand, mit Gewehren spielend. Hatte Peter einfach zu freien Zugang zu den Waffen seines Vaters? Josie wurde bei der Tat leicht verletzt, doch bei Befragungen kann sie sich an nichts mehr erinnern. Zu schlimm ist der Verlust ihres Freundes, der eines der Todesopfer ist. Josie versucht langsam, in ein normales Leben zurückzufinden, doch wird ihr dies wirklich gelingen? Wird sie sich an die alte tiefe Freundschaft zu Peter erinnern und letztendlich daran, was wirklich geschehen ist?

Jodi Picoult gelingt es wieder einmal brilliant, die Geschichte einer furchtbaren Tat zu erzählen, in der alle Seiten Gehör finden und Peter nicht einfach nur Täter ist, sondern auch Opfer. Sie zeichnet das Psychogramm aus vielen verschiedenen Sichtweisen und zeigt so, dass niemand vorschnell urteilen sollte, dass immer eine Geschichte hinter solchen Taten steckt. Picoult macht die Taten dadurch nicht erklärbarer, aber man versteht als Leser einfach etwas besser, etwas mehr. Es gibt einfach nicht nur schwarz und weiß, sondern viele Farbnuancen dazwischen!
Fans von Jodi Picoult werden sich sicherlich auch über das Wiedersehen mit Jordan McAfee und Nina Frost aus älteren ihrer Bücher freuen!

'Neunzehn Minuten' ist wie ein Spiegel vor dem eigenen Gesicht. Anfangs ist für den Leser klar, Peter Houghton verdient schlimmste Strafen, er ist ein verwirrter Mörder. Doch nach und nach wird klar, dass man vorschnell geurteilt hat, Peter wurde zu dem gemacht, was er heute ist. Er hatte natürlich andere Möglichkeiten, doch er hat die grausamste gewählt. Eine durchweg atemlos erzählte Geschichte von einem Teenager, der eigentlich nur eines wollte: Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Die Autorin hat für dieses Buch lange und ausgiebig recherchiert, was sich in der Dramatik und Einfühlsamkeit wiederspiegelt. Sie sprach mit amerikanischen Opfern von Schulmassakern, Psychologen, Polizei und Richtern. Gewidmet ist das Buch denjenigen Kindern, die nicht hip und trendy sind, die Außenseiter sind und mit ihrer Rolle klarkommen müssen.

Ein Buch, das den Leser nachdenklich zurücklässt, das wieder einmal sehr mitreißend geschrieben wurde und das ein aktuelles Thema interessant in einen Roman verknüpft.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzelgänger + Computerfreak = Amoklauf, 4. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Neunzehn Minuten: Roman (Taschenbuch)
19 Minuten - kannst du mit unglaublich banalen Dingen verbringen. 19 Minuten können aber auch dein Leben für immer verändern...

Der 17-jährige Peter will nicht mehr Opfer sein. Peter wurde seit seinem ersten Schultag von seinen Mitschülern gehänselt, verprügelt, bloß gestellt - und das täglich. Heute will er dem Schrecken ein Ende setzen: Er will sich umbringen. Doch auf seinem Weg sollen ihm noch möglichst viele folgen und so stürmt er seine Schule und schießt um sich. Binnen 19 Minuten tötet er zehn Menschen, 19 weitere verletzt er schwer. Sich selbst zu richten, dazu kommt er nicht mehr, denn er wird vom Polizisten Patrick gestoppt und festgenommen.

Kann man mit einem Mörder, der in einer Schule zehn Schüler umbringt und einige andere schwer verletzt Mitleid empfinden? Ja, man kann, denn Jodie Picoult schreibt auf eine äußerst sensible, mitfühlende und packende Weise, was Mobbing und Victimisierung bei Kindern anrichten kann und zu was sie dadurch fähig sind. In Rückblenden wird das Leben von Peter Houghton erzählt, über die Grausamkeiten der Außenseiter, über die Hilflosigkeit, sich nicht wehren zu können und keine Hilfe zu bekommen. So ist es seltsam, doch Jodie Picoult hat es hingekriegt, dass ich mich einem Wechselbad der Gefühle wiederfand. Auf der einen Seite ist Peter, der Amokläufer, noch ein Monster und man leidet mit den Betroffenen des Amoklaufs, und auf der nächsten Seite entwickelt sich schon beinahe Verständnis für ihn. Darf man bei einer solch furchtbaren Tat Mitleid empfinden und sind wirklich immer nur die Computerspiele der Grund, dass einer so ausrastet, wie in diesem Fall Peter?

Ausschnitt Seite 405:
Als ich klein war, hab ich manchmal Salz auf Schnecken gestreut und dann fasziniert zugesehen, wie sie sich vor meinen Augen auflösten. Grausamkeit macht immer nur so lange Spaß, bis du merkst, dass ein Wesen leidet.
Wenn man als Loser bloß ignoriert würde, wäre das ja noch zu ertragen, aber in der Schule picken sie dich gezielt heraus. Du bist die Schnecke, und die anderen haben das Salz. Und sie haben noch kein Gewissen entwickelt.
Schadenfreude ist das Vergnügen am Leiden anderer; aber die eigentliche Frage ist doch, warum bereitet uns das Freude? Ich glaube, zum Teil aus Selbstschutz, zum Teil aber auch, weil eine Gruppe sich immer mehr als Gruppe fühlt, wenn sie einen gemeinsamen Feind hat. Da spielt es keine Rolle, ob dieser Feind dich überhaupt je mit irgendwas verletzt hat.

Fazit: Ein Buch, das einen sehr berührt und zum Nachdenken anregt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Buch geht unter die Haut...., 1. Juli 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Neunzehn Minuten: Roman (Gebundene Ausgabe)
... und lässt einen so leicht nicht mehr los. Denn Jodi Picoult hat schon ziemlich realistisch, empathisch und nachvollziehbar beschrieben, wie und durch welche Umstände der siebzehnjährige Peter zum Amokläufer geworden ist. Am Anfang das übersensible, empfindliche Kind, das schnell zum Ziel der bösen Attacken seiner Mitschüler wird. Und da kommt er nicht mehr raus - die Jahre gehen ins Land, die Attacken werden rüder.

Und dann ist da noch Josie, seine Freundin aus Kindertagen. Ihre Entwicklung wird ebenfalls beschrieben, Jodie Picault zeichnet hier ein gefühlvolles Bild einer jungen heranwachsenden, die ihre Stellung in der Gesellschaft verzweifelt sucht.

Die Erzählstränge wechseln sich ab, es geht immer wieder in die Vergangenheit, es wechselt zwischen Peter und Josie. Das hat mir sehr gut gefallen, die Story wird perfekt dargereicht. Dennoch hat das Buch einige klitzekleine Längen, 100 Seiten in der Mitte weniger hätten dem Buch nicht geschadet.

Sicher keine herausragende Literatur, aber auf jeden Fall ein spannendes, interessantes und gut recherchiertes Buch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


40 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschreckend realistisch, 29. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Neunzehn Minuten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Bilder sind leider aus etlichen Schulmassakern, sei es in den USA oder auch in Deutschland bekannt.
Jodi Picoult nimmt sich des Themas an und beschreibt einen fiktiven Amoklauf an einer amerikanischen High-School. Sie versucht sich mit dem "Warum", das immer noch einer solchen Tat bleibt, auseinander zu setzen und wagt es einen Erklärungsversuch anzubieten. Ein durchaus riskantes Unterfangen. Dabei bedient sich sich aus unterschiedlicher Perspektive diverser auf verschiedensten Wegen miteinander verbundenen Personen.
Dies gelingt ihr jedoch erfreulicherlicherweise ziemlich gut und realistisch. Man ist, und das macht die Tiefe dieses Buches aus, ständig hin und hergerissen zwischen dem Schicksal der Opfer und dem Schicksal des Täters, der nicht minder bemitleidenswert ist.
Zwar setzt die Autorin bei ihrer Erklärung bei der weggenommenen Butterbrotbüchse an und lässt auch die heruntergelassene Hose in der Schulcafeteria nicht aus, dennoch gelingt es ihr, damit zum Glück nicht in die simple Schwarz-Weiß-Malerei abzutrifften. Sie schafft es stringent durch clever zusammengesetzte Erinnerungsstücke der Protagonisten eine Geschichte zu erzählen, ohne das es zu einer Zeit peinlich wird.
Etwas zu bemängeln sind lediglich die Gerichtsszenen, die einfach nicht an die Tiefe und Ausgefeiltheit eines John Grisham heranreichen können.
Trotzdem, und das hinterlässt den durchweg positiven Gesamteindruck, erfährt die Geschichte zum Ende noch eine wirklich überraschende Wendung, die den Leser völlig schockiert zurücklässt.

Für mich 5 von 5 Punkten, absolut lesenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben (vor und) nach dem Knall, 1. April 2010
Von 
chrisp (Hannover, manchmal auch Neuenhagen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Neunzehn Minuten: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Eines Tages, Peter, wird womöglich jeder deinen Namen kennen." (S. 79)
So hatte es Lacy Houghton sicher nicht gemeint, als sie ihrem Sohn im ersten Schuljahr versicherte, das aus ihm mal ein besserer Mensch werde, als aus jenen Idioten, die ihm immer wieder zusetzen und Peter das Leben, schon in jungen Jahren zur Hölle machten.

Es ist ein scheinbar ganz normaler Märztag an der Sterling Highschool in New Hampshire.
Bis der 17jährige Peter Houghton, während der dritten Unterrichtsstunde, eine Rohrbombe zündet und auf knapp 30 Menschen das Feuer eröffnet.
Nun steht die Ermittlung und Verarbeitung der Ereignisse im Mittelpunkt.
Was hat den Schüler, der als Außenseiter bekannt war, dazu getrieben, sein eigenes und das Leben vieler anderer Schüler, Lehrer und Familien auf diese Weise zu verändern?

Da die eigentliche Tat schon nach wenigen Seiten vorüber ist, könnte man vermuten, das, außer der Gerichtsverhandlung, nicht mehr besonders viel zu erfahren sei. Dem ist aber nicht so.
Jodi Picoult gelingt das Kunststück, die Niedergeschlagenheit und Verwirrung nach der Tat, im Wechsel mit den Ereignissen vor der Tat zu beschreiben und so überzeugende Profile Peter's, seiner früheren Freundin Josie, wie auch der anderen zahlreichen Figuren und ihren Beziehungen untereinander zu entwickeln.

Diese Mischung aus den vielen nachvollziehbaren Schicksalen, Wünschen und Gedanken der Charaktere, sowie die verständliche Sprache Picoult's, deren Geschichten ich bisher noch nicht kannte, hinterlässt, zumindest bei mir, einen bleibenden Eindruck.
Auch drängten sich mir Überlegungen an meine eigene Schulzeit auf, ob es dort auch Mobbingopfer gab und ob man selbst in einem geringem Maße aktiv beteiligt oder, vielleicht ganz unbemerkt, sogar selbst davon betroffen war.

Der einzige Kritikpunkt, den ich bei dieser fiktiven aber authentischen Geschichte anbringen kann, ist der, das das Ende mit dem hohen Niveau der ersten ca. 450 Seiten nicht mithalten kann, was dieser mutigen und trauriger Weise, immer wieder aktuellen Inszenierung jedoch kaum schadet.

Woher die Autorin ihre Informationen für diese eindrucksvolle Täterstudie erhielt, erfährt der Leser am Ende in der Danksagung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amoklauf in der Schule..., 9. März 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Neunzehn Minuten: Roman (Gebundene Ausgabe)
ZUM INHALT:
Peter Houghton ist ein sogenannter "Looser", der seit 12 Jahren von seinen Mitschülern mit allen erdenklichen Mitteln gedemütigt wird. Er hat kaum Freunde, steht im Schatten seines erfolgreichen Bruders und flüchtet sich in die virtuelle Computer-Welt.

Josie, die Tochter der Richterin Alex Comier, war früher mit Peter befreundet, aber nachdem sie zu einer coolen Clique dazugehören will, meidet sie Peter. Trotzdem schreibt ihr Peter eine Mail, in dem er Josie seine Liebe gesteht. Diese Mail macht durch einen Zufall in der ganzen Schule die Runde und das ist der Auslöser, der Peter zu einer explodierenden Zeitbombe macht...

Der Amoklauf forderte 10 Tote und 19 Verletzte und Peter hat sich dafür in einem Gerichtsfahren zu verantworten. Justiz und Polizei setzen alles daran, den genauen Tathergang und die Wahrheit herauszufinden...

MEINE MEINUNG:
Jodi Picoult hat mit "19 Minuten" das aktuelle und sehr emotionale Thema "Schulmassaker" aufgegriffen und ihren Roman aus den verschiedensten Perspektiven geschrieben (z.B. aus der Sicht des Attentäters bzw. seinen Eltern, der Opfer, der Richterin Alex Cormier oder ihrer Tochter Josie).

Dieses Buch berührt den Leser derart stark, da die Situation sehr realistisch dargestellt wurde, denn Mobbing ist leider allgegenwärtig (ob in der Schule oder im Beruf).

Durch die verschiedenen Sichtweisen der einzelnen, menschlich gezeichneten Protagonisten war das Buch immer spannend und sehr einfühlsam geschrieben.

Für diesen wunderbaren Roman vergebe ich liebend gern 5 STERNE mit Extra-Sternchen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum wird einer zum Amokläufer?, 17. Februar 2010
Von 
Dancer "JH" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Neunzehn Minuten: Roman (Taschenbuch)
19 MINUTEN hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. In einer amerikanischen Kleinstadt geht alles seinen gemächlichen, gewohnten Gang - ganz normal. Bis 19 Minuten die Stadt und ihre Menschen verändern... Ein 17Jähriger wird zum Amokläufer an seiner Schule und richtet ein Blutbad an. Und man erkennt beim Lesen, daß es keine einfache Gleichung gibt, bei der man diverse Faktoren addiert (Mobbing an der Schule + Brillenträger + liebevoll-gleichgültige Eltern) und heraus kommt ein Mörder. Es ist komplexer, verwickelter. Jodi Picoult schafft es, zu zeigen, daß die Frage, wer hier eigentlich Täter und wer Opfer ist, genauso schwierig zu beantworten ist - auch wenn alle es sich am liebsten leicht machen würden und mit dem Finger auf den Amokläufer zeigen.

Der Roman wechselt immer wieder die perspektiven: Vergangenheit und Gegenwart. Die Sicht des Täters und die der Opfer. Die Sicht der Eltern (von Täter und Opfern). Die bange Frage, "hätte ich es ahnen müssen, hätte ich es verhindern können" zieht sich als Leitfaden durch den Roman. Dies ist nicht nur ein Roman über einen Amoklauf, es ist einer über die Schwierigkeit, Eltern zu sein, über den Anspruch, alles richtig machen zu wollen, über Erwartungen, die es zu erfüllen gilt, über Enttäuschungen, die man so gut es geht maskiert. Sehr beeindruckend!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Lesung..., 7. Februar 2010
Von 
S. Kapper (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Neunzehn Minuten (Audio CD)
In der beschaulichen Kleinstadt Sterling in New Hampshire ändert sich am 6. März 2007 alles...
Der 17jährige Schüler Peter Houghton richtet an seiner Schule ein Blutbad an, als er zehn Menschen erschießt und weitere neunzehn Schüler verletzt.
Jodi Picoult erzählt in ihrem Buch nicht nur Peters Geschichte, sondern zeigt, wie man es von ihr kennt, auch den Blickwinkel anderer Beteiligter auf, wie hier Peters Mutter Lacy, seiner Sandkastenfreundin Josie und ihrer Mutter Alex, dem ermittelnden Polizisten Patrick und Peters Verteidiger Jordan. So setzen sich langsam die zahlreichen Puzzleteile zu einem Bild zusammen und man versteht, wie der Junge, der seit seinem ersten Tag in der Vorschule gehänselt und gequält wurde, zum Amokläufer werden konnte.
Außerdem wird einem vor Augen geführt, wie die Bewohner Sterlings nach dem Amoklauf reagieren. Verständlicherweise sehen sie Peter als Monster, dass viele Familien zerstört hat, doch kaum jemand fragt nach dem Warum.
In der Gerichtsverhandlung schließlich kommt vieles ans Licht, auch etwas sehr Überraschendes, sodass man am Ende nicht sagen kann, wer denn nun eigentlich Täter und wer Opfer ist. Jeder von beidem etwas...
Nichts ist nur schwarz oder weiß, nichts nur gut oder böse. Jodi Picoult hat es geschafft, genau das aufzuzeigen, und das sollte man bei Fällen in der Realität nie vergessen.

Dadurch, dass mehrere Sprecher eingesetzt wurden, gewinnt die Geschichte noch an Intensität. Besonders die jungen Sprecher Tom Schilling, der Peters Unsicherheit, Traurigkeit und Einsamkeit sehr einfühlsam rüberbringt, und Rosalie Thomass, die Josies Parts liest, haben mich beeindruckt. Doch auch die beiden Mütter Lacy, gesprochen von Ulrike Hübschmann, und Alex, deren Passagen Katharina Wackernagel vorträgt, sind sehr ergreifend. Komplettiert wird das Team von Bernhard Schütz als Jordan und Oliver Brod als Patrick. Sie alle machen "Neunzehn Minuten" zu einem Hörerlebnis, dass man nicht mehr vergessen kann. Fast zehn Stunden lauscht man gebannt ihrer Lesung, um danach tief berührt erst einmal innezuhalten.

Ich hoffe, auf diese Art werden noch mehr Bücher Picoults vertont, denn ihre Bücher konnten mich bisher immer auf diese besondere Art begeistern.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider enttäuscht!, 28. Oktober 2009
Von 
Karo adores... "Karo adores..." (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Neunzehn Minuten: Roman (Taschenbuch)
Ich muss sagen, ich bin ein bisschen enttäuscht. Das Buch an sich ist wieder mal sehr provokant und interessant geschrieben, aber für mich doch leider sehr oberflächlich geblieben dabei. Das Ende hat mich dabei am meisten enttäuscht, es war für mich zu einfach, vorhersehbar und schlecht aufgelöst. Es gibt eindeutig bessere Bücher von Frau Picoult, vielleicht hatte ich auch zu hohe Erwartungen, weil ich das Thema persönlich sehr interessant fand (als zukünftige Lehrerin).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie aus Opfern Täter werden - und umgekehrt, 10. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Neunzehn Minuten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Jodi Picoult erzählt die Geschichte des 17-jährigen Peter Houghton, der aufgrund jahrelanger Schikanen und Demütigungen seiner Mitschüler eines Morgens ein blutiges Massaker an seiner High School anrichtet - 10 Tote und etliche Verletzte sind das Resultat. Damit greift die Autorin ein brisantes Thema auf, welches leider nie an Aktualität verliert; seit dem Massaker im Jahr 1999 an der Columbine High School in Littleton (USA) wiederholen sich derartige Vorfälle weltweit in regelmäßigen Abständen, auch in Deutschland. Und immer handelt es sich um junge Straftäter, immer ist das Entsetzen groß, immer trauert man als Außenstehender um die Opfer, die Toten und Angehörigen. Dass auch die jungen Täter jahrelange Opfer waren, wird in "Neunzehn Minuten" einfühlsam und aus verschiedenen Perspektiven deutlich.

Das Buch ist keine Anklage, sondern eine Abhandlung über Ursachen, eine Schilderung der Folgen für alle Beteiligten und eine Gegenüberstellung von Schuldigen und Opfern, die bei näherer Betrachtung nicht leicht voneinander zu unterscheiden sind. Jodi Picoult legt den Fokus nicht unbedingt auf die Konsequenzen für die "Opfer", also die, die im Rahmen eines derartigen Massakers ums Leben kommen bzw. verletzt werden. Vielmehr wird hier sehr einfühlsam und aufwühlend beschrieben, wie der Werdegang des "Täters" aussah, der eigentlich in normalen familiären Verhältnissen aufgewachsen ist, und welche schmerzlichen Erfahrungen ihn letzten Endes zu dieser Tat getrieben haben. Dabei reitet Picoult mir persönlich manchmal zu eindeutig auf den üblichen Merkmalen solcher Straftäter herum: Dass derart junge Straftäter dazu neigen, zum Beispiel sogenannte "Killerspiele" zu spielen und sich von gewaltverherrlichenden Musikgruppen inspirieren lassen. Die Ohnmacht und Unwissenheit der Eltern gegenüber Peter wird nachvollziehbar und man erkennt, dass die Familie genauso unter den Vorfällen zu leiden hat wie jene Mitschüler, welche dem Kugelhagel hilflos ausgeliefert waren. Die Handlung springt abwechselnd von der Zeit vor der Tat zum Zeitraum nach der Tat, sodass Langeweile durch chronologische Erzählstrukturen so gut wie nie aufkommt. Parallel zum Schicksal Peters und seiner Familie verfolgt der Leser auch das Leben der Anwältin Alex Cormier, deren Tochter Josie in der Grundschule sehr eng mit Peter befreundet war und im Laufe der Geschichte zu einer wichtigen Schlüsselfigur wird.

"Neunzehn Minuten" bietet einen interessanten und zugleich erschütternden Einblick in die Gedanken, die Psychologie und Auswirkungen eines Heranwachsenden, der bereits in den jungen Jahren seines Lebens gesellschaftlich ausgegrenzt, im Kindesalter von Gleichaltrigen erniedrigt und somit unfreiwillig zum Opfer seiner Umwelt wird. Eine aufwühlende Geschichte und ein wachrüttelnder Appell an alle Schüler, Lehrer, Eltern und solche, die es werden wollen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 216 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Neunzehn Minuten: Roman
Neunzehn Minuten: Roman von Jodi Picoult (Gebundene Ausgabe - 1. Februar 2008)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,89
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen