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5.0 von 5 Sternen Lesespaß pur!
Man kann über die Lust des Autors an der "Ware" Sex und deren Verkäuferinnen geteilter Meinung sein, aber die Art wie Brussig schreibt ist schon das Geld wert. Amüsant und doch in den meisten Fällen eine genaue Beschreibung des Milieus. Das meiste hab ich auch erlebt. Und ich hab mich ebenso aufgeregt, wenn dann die Verpackung schöner war als der...
Veröffentlicht am 9. Januar 2008 von H. Blassl

versus
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Preußisch beschriebene Sünden
Inzwischen liegt der Höhepunkt der Welle ja eigentlich schon wieder hinter uns. Während in den 90er Jahren sogar Verona Feldbusch die neusten Nachrichten aus der Szene in einem mittlerweile nicht nur seriösen, sondern auch noch börsennotierten Privatfernsehsender verkünden durfte, wird die kommerzielle Seite der Liebe heute in der...
Veröffentlicht am 19. Juli 2007 von Niclas Grabowski


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Preußisch beschriebene Sünden, 19. Juli 2007
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Berliner Orgie (Gebundene Ausgabe)
Inzwischen liegt der Höhepunkt der Welle ja eigentlich schon wieder hinter uns. Während in den 90er Jahren sogar Verona Feldbusch die neusten Nachrichten aus der Szene in einem mittlerweile nicht nur seriösen, sondern auch noch börsennotierten Privatfernsehsender verkünden durfte, wird die kommerzielle Seite der Liebe heute in der Öffentlichkeit nur noch selten breitgetreten - das Thema ist auf Dauer doch zu langweilig geworden. Und so musste sich selbst Lilo Wanders nach einem neuen Job umsehen.

Aber dennoch bleibt der Verkauf von mehr oder weniger erotischen Dienstleistungen natürlich ein wesentlicher Wirtschaftszweig, gerade in einer Stadt wie Berlin, in der der Tourismus zu den wesentlichen Einnahmequellen gehört. Und welche Form der Unterhaltung wird wohl bevorzugt von den riesigen Mengen von westdeutschen Männern, die völlig frauenlos zu Großereignissen wie dem Pokalfinale oder sogar der WM 2006 in die Stadt einfallen? Natürlich die Form der Unterhaltung, die man in der Heimat nur versteckt wahrnehmen kann, und von der man sich in der Großstadt etwas Abwechslung erhofft. Und wie bei jeder wichtigen Erwerbsquelle, man meint, auch diese müsse erforscht werden. Und so hat man einen bekannten Berliner Autor überzeugt, sich für einen Bericht in die Szene zu begeben.

Das Problem: Leider hat man jemanden genommen, der zwar sehr gut und überzeugend schreibt, aber den Genüssen, die dort möglicherweise geboten werden, so überhaupt nicht offen gegenüber steht. Es ist etwa so, als ließe man einen Vegetarier über Würste schreiben. Er muss sich in seiner Analyse völlig auf das Aussehen, den äußeren Schein verlassen. Denn er hat seiner Frau versprochen, nicht zu weit zu gehen. Und zumindest laut seinem Bericht im Buch hält er sich konsequent an dieses Versprechen. Und so sehen wir die Szene durch seine Augen nach wie vor als Außenseiter. Und wir sind ein bisschen genervt, wenn der Autor immer wieder stupide die Frage nach Preis und Leistung stellt und sich dann über das Nachverkaufen der Damen aufregt, auch wenn deren Preise einen Besuch eines guten Restaurants dann doch nur selten überschreiten. Dabei sollte das in der Praxis doch ganz einfach sein: Wenn man Dienstleistungen kauft, gibt es nun mal eine Preisliste. Pauschalpreise gibt es immer nur mit Kleingedrucktem als Zugabe.

Kann man nun mit dem Buch etwas anfangen? Lust auf einen Besuch in den beschriebenen Institutionen macht das Buch jedenfalls kaum. Aber auf der anderen Seite reichen die Beschreibungen immerhin als eine Art von Reiseführer für den Touristen, es werden Namen genannt und die Adressen sollten auch ohne Angabe der Hausnummer ohne Probleme zu identifizieren sein. Einheimische vertrauen sicher eher auf Mundpropaganda. Als Milieubeschreibung ist mir das ganze jedenfalls zu banal.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesespaß pur!, 9. Januar 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Berliner Orgie (Gebundene Ausgabe)
Man kann über die Lust des Autors an der "Ware" Sex und deren Verkäuferinnen geteilter Meinung sein, aber die Art wie Brussig schreibt ist schon das Geld wert. Amüsant und doch in den meisten Fällen eine genaue Beschreibung des Milieus. Das meiste hab ich auch erlebt. Und ich hab mich ebenso aufgeregt, wenn dann die Verpackung schöner war als der Inhalt. Aber klar, es geht hier in erster Linie um das Geld. Und doch zeichnet der Autor eine schöne Studie der Berliner Rotlichtmeilen ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Fazit: Lesespaß und Milieustudie ohne obszönen Charakter! Herrlich! Liest sich "ratzfatz" durch!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bemerkenswert feinfühlig und unprätentiös, 13. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Berliner Orgie (Gebundene Ausgabe)
Vor allem für die LeserIN ist Thomas Brussigs Blick hinter die Kulissen des Berliner Rotlichtmilieus hochinteressant - kannte man diese Welt bis jetzt doch nur von außen.

Seine Streifzüge durch Sexkinos, Tabledance-Bars, Edel- und Billigpuffs oder Begegnungen mit Straßenprostituierten rapportiert der Autor bemerkenswert feinfühlig und unprätentiös, mit Humor und Ironie an den richtigen Stellen, was die Berliner Orgie zu einer sehr angenehmen und kurzweiligen Lektüre macht!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Fortsetzung könnte ich mir vorstellen, 3. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Berliner Orgie (Gebundene Ausgabe)
Eine gelungene Beschreibung der Berliner Rotlichtszene ! Nicht nur etwas für Einheimische. Man fragt sich dabei schon manchmal, wie der Autor wohl gelitten hat.
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessant und Respektvoll !!!, 28. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Berliner Orgie (Gebundene Ausgabe)
Als Frau hat man bekanntlich ein ganz eigenes Verhältnis zum Thema Prostitution. Thomas Brussig beschreibt in seinem neuen Buch seine Erlebnisse und Eindrücke nach dem "Flanieren" durch die Berliner Rotlichtszene. Ich, eine "normale" berufstätige Frau komme da nicht hin, deshalb ist schon mal ganz spannend, wenn jemand hingeht und ganz wertfrei darüber berichtet. Dank Brussigs hervorragenden Schreibstils liest sich das Buch sehr amüsant. Ganz uneitel nimmt er immer wieder sich selbst aufs Korn, wenn er z.B. in Boxershorts mit roten Herzchen im Swingerclub auftritt, oder während der Fußball-WM im männerüberfüllten Artemis jede erdenkliche Szene beschreibt, dabei nie pornografisch, sondern ästhetisch und mit viel Humor oder wenn er am Herrentag in einer Villa keine Frauen mehr vorfindet und sich als Steuerprüfer ausgibt (da wäre ich gern dabei gewesen!). Brussig schreibt repektvoll über die meisten Frauen, die er trifft, er hält nicht den Zeigefinger hoch, forscht nicht nach "Zwangsprostitution" u.ä.. Er macht die Erfahrungen, die jeder normale Mann macht, der ins Bordell geht - nicht mehr und nicht weniger! Dazu gehört auch, dass er sich das Recht rausnimmt, bestimmte Etablissements nicht zu besuchen (S/M, oder Schwulenbars oder was es sonst noch geben mag), er geht auch mal wieder weg, wenn ihm der Ort oder die Frauen nicht passen oder er der einzige Mann ist (was mir genauso unangenehm wäre, wie ihm). Warum sollte er sich das auch antun?

Ich glaube, dass auch der männliche Leser interessantes finden kann, natürlich ist es auch so was wie ein Bordellführer, aber meiner Meinung nach ist das Thema nach Lektüre der "Berliner Orgie" ausgiebigst betrachtet, ich könnte mir vorstellen, dass vielen Männern die Beschreibung schon reichen könnte und sie selbst gar nicht mehr hingehen müssen. Ein gelungenes Buch!
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frauen lernen über Frauen, 10. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Berliner Orgie (Gebundene Ausgabe)
Was passiert eigentlich wirklich in einem Bordell? Wie sind die Frauen, die darin leben und arbeiten? Als Frau hat man nur vage Vorstellungen, wenn es sich um dieses Thema handelt, und an richtige Infos kommt man nur selten. Zumal wir doch mit einer ganzen Menge Vorurteile ausgestattet und vorbelastet sind. Der Gedanke, dass diese Frauen, ihren Job gern und freiwillig machen, lag mir fern.
Aber genau das ist es, was ich beim Lesen des Buches nach und nach immer mehr glaubte; sie machen ihre Arbeit gern und gut. Ich dachte wirklich keine Sekunde an die Wörter "Gewalt" und Ausbeutung", was ich bis jetzt unweigerlich tat, wenn ich mich mit dem Thema Prostitution befasste.
Thomas Brussig ist es mit diesem Buch tatsächlich gelungen, in gewisser Weise Frauen -Frauen etwas näher zu bringen, und das auf eine ganz angenehme Art.
Dabei kamen Witz und Ironie auch nicht zu kurz! Denn sich selbst hat mehr als nur einmal auf die Schippe genommen. Ich hatte wirklich viel Spaß beim Lesen! Und wie!!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht Herr Specht, 21. April 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Berliner Orgie (Gebundene Ausgabe)
Das schöne zuerst. Brussig kann erzählen. Präzise Beobachtungen versteht er in Sprache umzusetzen, die deutschen Erzählern leider oft fehlt. Das ist alles amüsant, aber machmal auch traurig. Ihm fehlt auch nicht der Respekt vor den Frauen und Mädchen, die ihr Leben der Prostitution verschrieben haben. Brussig zeigt auch viel Feingefühl für die Schicksale die ihm begegnen auf dieser Tour durch die Berliner Puff Szene. Also alles perfekt? Fast. Denn die Frage, wer sich für diese Erlebnisse interessiert schwebt immer wieder im Raum. Und hier kann es eigentlich keine plausibele Antwort geben. Ganz junge Männer interessiert das alles nicht, und die mit der ganzen Lebenserfahrung von 40 plus kennen das alles. Nicht unbedingt aus eigener Erfahrung, doch wer hat nicht schon mal probeweise angebandelt oder auch sogar erste Gehversuche in der Szene gemacht. Und dieser Leser wird nichts Neues erfahren, es ist alles wahr was Brussig so schön beschreibt. Eine Scheinwelt, in der Liebe keine Bedeutung hat und Frau und Mann sich gegenseitig erbarbungslos ausnutzen, immer in der Hoffnung doch was Neues zu erfahren.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja ... irgendwie, 4. Januar 2008
Von 
Bembel (Hamburg, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Berliner Orgie (Gebundene Ausgabe)
... irgendwie ein bisschen trocken.
Entweder hätte ich mehr Geschichten über / der Bordstein-Flamingos erwartet oder deftigere Einblicke in die Bordelle.
Irgendwie wirkte das Ganze wie ein Abhaken von diversen Lokalitäten in denen Sex gegen Geld geboten wird. Wie schon in ein / zwei anderen Kritiken erwähnt nie respektlos oder abwärtend ... aber irgendwie ein bisschen zu trocken. => daher auch nur 3 Sterne
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen verunfallt, 23. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Berliner Orgie (Gebundene Ausgabe)
nach "bataillon d'amour" von andrè pilz war mein interesse an dem thema geweckt, aber brussig hat's wieder zunichte gemacht. ich habe wenig lust, nochmals auf details einzugehen, das haben die tageszeitungen und magazine in den letzten tagen zu hauf gemacht. ich find das buch weder spannend noch aufschlussreich, es ist überflüssig. sorry. dabei habe ich die bisherigen bücher des autors mit begeisterung gelesen.
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Berliner Orgie
Berliner Orgie von Thomas Brussig (Gebundene Ausgabe - März 2007)
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