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88 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht der ganz große Wurf ...
auf den ich gehofft hatte.

Zur (spontanen - ich habe das Buch ja erst einmal gelesen) Kritik:
Ein schönes, ein lesbares Buch.
Empfehlenswert allemal!

Auch hier gab es Momente, wo ich - im Lesen versunken - plötzlich aus dem Lesefluss "aufwachte", weil ich laut losgelacht hatte.

Durch die bereits erwähnte Begrenzung...
Veröffentlicht am 30. August 2007 von Mr. Farnsworth

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3 Sterne für Moers; 4 für jeden Anderen
Der Schrecksenmeister spielt, wie auch "Die Stadt der träumenden Bücher" im fiktiven Universum Moers. Oberflächlich betrachtet verläuft der Roman im gewohntem Schema wie die vorherige Werkte Moers mit einer Außnahme: dem Schwung. Dieser lässt in einigen Teilen gehörig nach und man ist gezwungen sich ein paar Seiten durchzukämpfen...
Veröffentlicht am 26. Oktober 2008 von Amazon Customer


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88 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht der ganz große Wurf ..., 30. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Schrecksenmeister. Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien (Gebundene Ausgabe)
auf den ich gehofft hatte.

Zur (spontanen - ich habe das Buch ja erst einmal gelesen) Kritik:
Ein schönes, ein lesbares Buch.
Empfehlenswert allemal!

Auch hier gab es Momente, wo ich - im Lesen versunken - plötzlich aus dem Lesefluss "aufwachte", weil ich laut losgelacht hatte.

Durch die bereits erwähnte Begrenzung auf einen sehr kleinen Raum (im Gegensatz zu den Reisen durch Zamonien in "Die Stadt der träumenden Bücher", "Rumo" und "Die dreizehneinhalb Leben ...") bleibt wenig Möglichkeit zu den weitschweifigen Beschreibungen, die ich an den "Mörschen" so sehr schätze.

Die Figuren bleiben oft vage, will heißen es fehlt ihnen an Tiefe, die sie in den anderen Werken (m.E.) haben. Manches Mal wusste ich den nächsten Satz (ist mir mehrmals passiert, und es hat mich überrascht, dass Herr Moers mich nicht überraschte). Aber dies mag evt. daran liegen, dass ich nun schon so viel von ihm las.

Die Illustrationen sind sehr (!) gut.

Das Nachwort hat auch mich stutzig gemacht.
Ist Herr Moers dem Erwartungsdruck von uns allen erlegen? Das fände ich schade.
Allein das nach "Ensel und Krete" so etwas wie "Rumo" und "Die Stadt der träumenden Bücher" (mein persönlicher Liebling!) entstand, macht mir erneut deutlich, dass dauerhafte Höchstleistung von niemanden zu erwarten ist. Dieser Mann ist ein verdammt guter Geschichtenerzähler, und nicht jede Geschichte, die er mit uns teilt ist so gut wie die Beste, die wir bisher von ihm gelesen haben. Das macht seine anderen Geschichten nicht weniger lesenswert.

Ich finde "Der Schrecksenmeister" ist gut, aber nicht sehr gut.
Länger hätte das Buch nicht sein dürfen, eher kürzer. Dann wäre es evt. "knackiger" geworden. Fjodor F. Fjodor ist (wenn auch "schwer" zu lesen) eine tolle Figur, die mehr in Erscheinung hätte treten dürfen. Und was ihr im Laufe der Erzählung widerfährt, hat mich erfolgreich "unter Spannung" gehalten. Auch sind andere faszinierend-witzige Gestalten (Stichwort: schneeweiße Witwe) und Ideen (Stichwort: Baum der Erkenntnuss) vorhanden.

Das die "Mythenmetzschen Abschweifungen" fehlen hat mich nicht gestört. Obwohl mich die "Maßregelung" der Lesenden sehr amüsiert hat. Aber das zu wiederholen, wäre möglicherweise aufgekochtem Kaffee gleichgekommen. Ich halte es daher für eine gute Entscheidung sie diesmal weg zu lassen.

Das Ende finde ich sehr gelungen geschrieben, und hat die Ernüchterung wett gemacht, die (nur bisweilen!) auf den ersten dreihundert Seiten entstand.

Drei Sterne ist mir ein bisschen zu wenig, fünf Sterne deutlich zu viel, daher gibt es von mir vier Sterne.
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53 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervolle Hommage an Spiegel, das Kätzchen, 15. Oktober 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Schrecksenmeister. Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien (Gebundene Ausgabe)
Meiner Meinung nach verdient dieses Buch ebenso fünf Sterne wie Moers bisherige Zamonienromane.
In vorangegangenen Kritiken würde bemängelt, dass dem Schrecksenmeister die Kreativität fehlen würde und es an Schauplätzen, Charaktären und Abenteuern mangeln würde. In der Tat stimmt es, dass dieses Buch in diesen Punkten schlichter gehalten wurde als seine Vorgänger.
Ich sehe darin jedoch keinen Grund für eine schlechte Kritik, denn es muss ja nicht jede Zamoniengeschichte so groß angelegt werden. Ich finde es sogar eher gut, dass es eine Geschichte mal einen beschaulichen SChauplatz hat (überwiegend spielt die Geschichte ja im Schloss).
Moers hat in seinen vorigen Werken ja schon eine Menge von Zamonien erkundet und wird dieses bestimmt demnächst wieder in Angriff nehmen, daher verstehe ich nicht, wo das Problem liegt, wenn er sich mal mit seinem Handlungsort überwiegend auf ein Schloss konzentriert.
Hinzu kommt, dass die die vier tragenden Charaktäre (Echo, Eißpin, Izanuela und Fjodor) alle sehr ausführlich beleuchtet werden und interessant und humorvoll dargestellt werden.
Auch die Beschreibungen des Schlosses sind sehr detailliert und oftmals recht düster ausgefallen, so dass das Gefühl entsteht, man wäre selbst dort.
Davon ganz abgesehen, sprach Moers ja davon, dass Mythemmetz eine alte Novelle von Gofid Letterkerl überarbeitet hat. Dies ist ja im Prinzip auch der Fall, denn Moers hat die alte Novelle "Spiegel, das Kätzchen" überarbeitet und zu einem Roman umgedichtet. Damit hat er eine Hommage an das Ursprungswerk geschrieben und sich dementsprechend auch an den vorgegebenen Handlungsstrang gehalten. Hätte er in seiner Hommage nun mit unzähligen Charaktären und tausenden Schauplätzen aufgewartet, wäre der SChrecksenmeister wohl eine unglaubwürdige Anlehnung an besagte Novelle gewesen.
Daher fünf Punkte für ein schönes Buch, indem es Moers gelungen ist, eine alte Novelle nach Zamonien umzusiedeln und mit seinem unvergleichlichen Humor zu versehen.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein typischer Zamonienroman, 21. Oktober 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Schrecksenmeister. Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien (Gebundene Ausgabe)
Hätte jemand den Schrecksenmeister gelesen, ohne vorher einen anderen Zamonienroman zu kennen, wären die fünf Sterne unumstritten. So aber wird rasch verglichen, was man eigentlich nicht vergleichen kann.

Der Schrecksenmeister verdeutlicht wieder einmal Walter Moers' stets überraschende Vielfalt. Jeder Zamonienroman war anders: Die "Dreizehneinhalb Leben" stellten den klassischen Abenteuerroman, die Odyssee, dar; Rumo war ein Fantasy-Action-Roman, Ensel und Krete ein Märchen, die Stadt der träumenden Bücher ein intellektueller Roman, und der Schrecksenmeister ist die klassische Novelle mit einem klaren Handlungsstrang und einer begrenzten Zahl von Charakteren.

Diese Charaktere sind aber umso feiner ausgearbeitet. Der Schrecksenmeister ist kein grobgeschnitztes Scheusal, sondern ein Charakter mit fein differenzierten Facetten, der einem manchmal sogar richtig sympathisch werden kann.

Die Handlung stürmt nicht daher wie in einem Action-Roman, sondern bildet das Gefühl nach, dass das Krätzchen, dessen Lebensspanne unerbittlich abläuft, erleiden muss.

Und die typisch Moersschen Sprachfeuerwerke, die überschäumenden Phantasmen, die aberwitzigen Aufzählungen fehlen auch hier nicht. Die Vorstellung des schrecksischen Gewächshauses ist so gut wie alles, was Moers zuvor geschrieben hat. Seine Menüfolgen - es handelt sich ja um einen kulinarischen Roman - lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Und wer glaubte, mit dem Kometenwein bereits die Krönung der Winzerkunst kennengelernt zu haben, wird sehen, dass auch dieses noch gesteigert werden kann (mehr wird hier nicht verraten).

Dass der Schrecksenmeister eine Nachdichtung von Gottfried Kellers "Spiegel, das Kätzchen" ist, ist nicht ehrenrührig. Goethe hat das Faust-Thema ja auch nicht selber erfunden. Im Gegenteil, durch die Lektüre des Schrecksenmeisters angeregt, habe ich mir hier bei Amazon eine sehr schöne Ausgabe von Kellers Novelle (von "Books on Demand") bestellt und mit Genuss gelesen. Der Lesespass wurde so quasi verdoppelt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht wirklich enttäuscht..., 26. Oktober 2007
Von 
TinaXXX "kristina540" - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Schrecksenmeister. Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien (Gebundene Ausgabe)
Einge der vorherigen Rezessionen haben mich erst mal davon abgehalten dieses Buch zu lesen, doch dann hat meine Neugier doch noch gesiegt und ich muß sagen, so schlecht war es dann doch nicht. Sicher "Der Schrecksenmeister" ist anders. Zum Einem ist er wie Rumo oder die Bücherstadt kein Reiseroman, der sich vor allem durch schnelle Ortswechsel auszeichnet. Die Geschichte von Echo dem Krätzchen beschränkt sich vielmehr nur auf die Stadt Sledwaya und die Burg des Schrecksenmeisters. Zum Anderen kommen nur wenige Charaktere vor, doch grade dies gibt dem Leser die Chance die einzelnen Figuren mal etwas besser kennenzulernen. Auch humorvolle Momente sind vorhanden, auch wenn sie diesmal etwas spärlicher gesäht sind. Gelangweilt habe ich mich während des Lesen jedenfalls zu keinem Zeitpunkt. Für mich ist "Der Schrecksenmeister" ein weiterer liebevoller Einblick in das zamonische Universum, auch wenn er vielleicht nicht wie Rumo eine epische Erzählung darstellt, sondern mehr wie "Ensel & Krete" ein Häppchen für Zwischendurch ist.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen anders als die anderen Zamonien-Bücher - aber grandios!, 2. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Schrecksenmeister. Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch echt genossen! Ich hatte vorher gar nichts konkretes erwartet -und so wurde ich auch nicht enttäuscht.

Und ich denke, man darf es nicht mit den anderen Zamonien-Romanen, v. a. nicht mit "Rumo und die Wunder..." und "....Käpt'n Blaubär" und "Die Stadt der träumenden Bücher" vergleichen! Es ist ja von vornherein anders angelegt - es kann dem Vergleich also gar nicht standhalten.
Die Geschichten, die die Handlungen nicht weiterbringen, sind sehr schön - warum müssen sie das denn? Warum erinnert Eißpin an General Tick Tack? Er ist sehr anders - er ist nur auch das maximal böse in diesem Werk wie Tick Tack bei "Rumo...". - Sucht nicht die anderen Bücher in diesem - lasst euch auf etwas neues und anderes ein! Es ist trotzdem Moers und Zamonien in voller Entfaltung. Es ist eine Ode an die Fantasie und an die wunderbaren Möglichkeiten der kulinarischen Kunst, und das in Kombination.

Die oben genannten Bücher waren vor allem Abenteuerbücher mit mehr oder weniger detaillierter Charakterbeschreibung v. a. bezüglich der biographischen Details.
Dieses Buch hier ist anders detailliert, und auch eher gerichtet auf die inneren Eigenschaften der Charaktere als auf die äußeren. Und das ist sehr gut gelungen, wie ich finde.
Ein immenser Unterschied ist auch der: Die Bewohner von Sldwaya, der Schrecksenmeister - was sind es für Daseinsformen? Es wird NICHT erwähnt - es handelt sich also wahrscheinlich um Menschen. Es ist sowieso an ein sehr menschliches Leben gehalten, wie ihc finde: es gibt die Haustiere/Tiere und die Bewohner auf der anderen Seite, es ist wie man es sich hier vorstellen würde zu früheren Zeiten ...

Es ist atmosphärisch sehr dicht, beruhigt irgendwie, aber ist trotzdem manchmal sehr atemraubend. Es ist durchströmt von einer Art Urvertrauen und 'Liebe', ohne dass es romantisch oder naiv ist. Es geschieht nicht in halb Zamonien sondern nur in Sledwaya und im Schloss des Schrecksenmeisters und dadurch gemütlich und anheimelnd.

Der Humor ist mal wieder SEHR gut!! Besonders gut fand ich zB den Fremdwort-Gebrauch von Fjodor! :-D

Mich hat der Moers-Zamonische Zauber wieder voll erfasst! Auch wenn es sich von der Art der anderen Romane unterscheidet, s. o., es ist toll!
Ich hätte sogar nicht gedacht, dass es mich so begeistern würde, weil ich annahm, dass an die anderen nie wieder was annähernd rankommen könnte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Kratze und ihr teuflischer Vertrag mit dem Schrecksenmeister, 21. September 2008
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Schrecksenmeister: 12 CDs (Audio CD)
Was für eine kuriose Geschichte, was für ein Heulen und Zähneklappern, welch ein Spaß im dämonischen Zamonien... Die kongeniale Geschichte um die Kratze Echo und den Schrecksenmeister Eißpin von Walter Moers in DER SCHRECKSENMEISTER zeigt dem zitternden und sich fürchtenden Zuhörer auf, wie es um die Realitäten in der Stadt Sledwaya für eine Kratze bestellt sind.

Walter Moers steht für Witz und einige skurrile Seitenhiebe jedweder Art, wenn es darum geht das fiktive Zamonien zu beschreiben - mit viel Feingefühl für Wortakrobatik beschreibt der Autor in DER SCHECKSENMEISTER das Leben der Kratze (was das wohl ist?) und ihren teuflischen Vertrag mit dem Schrecksenmeister Eißpin, in dem es darum geht, das Fett der Kratze zu bekommen.

Echo ist hungrig, nein - er ist am verhungern - so geht er den bösen Vertrag ein, doch dann möchte er weiterleben, wie aber raus aus dem Vertrag?

Lustig, interessant und mit viel Witz beschreibt Walter Mors die Bemühungen der Kratze in Eißpin ein bisschen Liebe zu finden, um den Vertrag doch noch aufzulösen, doch die Tage gehen vorbei und der Hinrichtungstermin ist nahe...

Eine tolle Geschichte, der ich gerne zugehört habe, etwas skurril und doch mit ganz viel hintergründigem Humor und mit Weisheit.

Eine Welt voller Dunkelheit und doch am Ende, wie sollte es anders sein, mit Hoffnung darin.

Der Stimme von Andreas Fröhlich (???) sei Dank, es hat mir sehr viel Spaß gemacht seiner für Echo so schön gehauchten Stimme zuzuhören.

Mir persönlich hat die Geschichte sehr gefallen - ich habe die 12 CDs regelrecht verschlungen, es wurde nie langweilig.

Sehr empfehlenswert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen tolles Buch- tolle Kratze, 26. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Schrecksenmeister. Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien (Gebundene Ausgabe)
Also ersteinmal: ich bin keine dieser überspannten Katzennärrinnen, die alleine mit ihrer Katze wohnen und diese vergöttern. Aber: Katzen sind einfach mit die tollsten Lebewesen, die es meiner Meinung nach gibt und deshalb ist seit gestern- also seit ich die Geschichte von Echo kenne- dieses Buch eines meiner Lieblingsbücher. Ich kenne schon einige Bücher von Walter Moers, aber da, wo bei mir einfach der Funke, dieses Quentchen verwandte Symphatie bei Hildegunst in "Die Stadt der träumenden Bücher" oder bei Käpt'n Blaubär nie so wirklich übergesprungen ist, ist es bei diesem Buch wirklich gelungen. Am Ende habe ich so mitgefiebert, wie schon lange nicht mehr und als dann "Ende" geschrieben stand, naja, fand ich es schon schade, dass Echo jetzt aus meinem Leben verschwindet. Eißpin fühlt sich in der Geschichte nicht ohne Grund positiv beeinflusst durch Echos Anwesenheit und Art. Ich möchte ja jetzt kein Loblied auf die Gattung Katze (oder im Falle des Buches, Kratze) anstimmen denn es soll auch Menschen geben, die nicht sonderlich viel von Katzen halten, aber ich kann nur zustimmen in der Beschreibung von Moers. Wenn mein Kater reden könnte...naja, jetzt weiß ich ja dank Moers, was er so sagen würde.
Aber auch die anderen Figuren passten meiner Ansicht nach außerordentlich gut- schonmal nur Eißpin als halb verrückter Gegenspieler zu dem immer höflichen, immer gefassten Echo. Dass die Geschichte diesesmal "nur" in Sledwaya spielt- wen kümmerts? Wer will sowieso immer die gleiche Manier, immer das gleiche Schema? Ich jedenfalls bin froh, wenn Autoren mal aus ihren normalen Trott und Themengebieten rauskommen. Zudem hat Moers auch immer wieder Ausflüge in die Wunderwelt Zamoniens durch die kulninarischen Experimente Eißpins unternommen. So kommen die Liebhaber dieser Vielfalt Zamoniens nicht ganz so kurz, wie es in Kritiken vielleicht anklingt. Für mich jedenfalls WAR es ein ganz großer Wurf, ich kann mich nicht beschweren. Das mit den Längen stimmt zwar, aber das gehört bei Moers einfach dazu und ohne all diese Längen und Nebenhandlungen und -geschichten würde uns allen doch auch irgendetwas fehlen an dieser Faszination Zamonien, oder?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zamonische Delikatessen, 20. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Schrecksenmeister. Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien (Gebundene Ausgabe)
Wer in Zamonien gerne und gut schlemmt begibt sich nicht selten in akkute Lebensgefahr, soviel weiß der geneigte Freund zamonischer Lindwurmdichtung spätestens seit der prekären Bienenbrotepisode in Hildegunst von Mythenmetz' autobiografischem Meisterwerk 'Die Stadt der träumenden Bücher'. In seinem kulinarischen Märchen 'Der Schrecksenmeister' bedient Mythenmetz sich dieses grundzamonischen Zusammenhanges zwischen Gaumen und Galgen, Exzess und Exitus, drittem Gang und Abgang als Basis für einen literarischen Leckerbissen, den sich jeder Kulinarier auf der Zunge zergehen lassen sollte.

Vorneweg: Schlemmer, die sich an 'Die Stadt der träumenden Bücher' gelabt haben und hier ein komplexes Gericht im Stile dieses epischen Prunkstücks zamonischer Dichtung erwarten, werden von 'Der Schrecksenmeister' sicherlich nicht satt werden; das eine Werk am anderen zu messen ist, als würde man ein fünf Gänge Menü mit einem Stückchen Apfelkuchen vergleichen (oder ein Kid's Club Menü mit einer Apfeltasche, damit's auch die Kleinen verstehen). Nein, an die weitschweifigen Ausmaße der 'träumenden Bücher' kommt der 'Schrecksenmeister' nicht heran: Tischt Mythenmetz in erstgenanntem Werk noch ein buntes Bankett voller schriller Gestalten, abenteuerlicher Schauplätze und atemberaubender Geschichten auf, lässt letzteres sich mit seinen gerade mal vier Hauptfiguren, ebenso wenigen Schauplätzen und nicht zuletzt dem gerafften Plot vielmehr als bescheidenes, auf wenige wesentliche Zutaten beschränktes Frühstück bezeichnen ' oder als Henkersmahlzeit, um beim morbiden Tenor des Märchens zu bleiben.

Magenschmerzen bereitet die schlichte Zusammenstellung aber nicht, im Gegenteil: Die wenigen Charaktere und Handlungsorte sind feinstens aufeinander abgestimmt und erheben sich gerade deshalb zu einer Freude für den literarischen Gaumen, weil ihr exquisiter Eigengeschmack nicht von überflüssigem Schnickschnack überdeckt wird. Spannung jedenfalls gibt es reichlich, auch mit Nachschlag, nicht zuletzt der zamonisch-bekloppten Charaktere wegen. Beispielhaft sei hier der dämonische Stadtschrecksenmeister Eißpin genannt, der den sprechenden Kater Echo vor dem Verhungern rettet, ihn einen Monat lang nobel verköstigt und ihm dafür am Ende Fett und Leben abverlangt. Der unheimliche Gastgeber des Krätzchens - so nennt sich die Gattung, der Echo angehört - wird als derart sprudelnder Persönlichkeitscocktail zwischen kaltherzigem Monster, väterlichem Mentor und liebestollem Kranken serviert, dass man auch nach hunderten Seiten noch nicht genug von dem mulmigen Kribbeln hat, das der unberechenbare Mix im Magen hinterlässt - auch wenn die zweifelhaften Methoden des Wahnsinnigen den Gaumen des geneigten Lesers dann und wann unangenehm weit hinten kitzeln.

Dass der gerade für seine Ausschweifungen bekannt gewordene Mythenmetz mit seinem 'Schrecksenmeister' einen derart untypisch gestrafftes Werk vorlegt, mag nicht zuletzt daran liegen, dass der Dichter von der Lindwurmfeste hier nach Rezept gekocht hat, ist der Roman doch eine Neubearbeitung von Gofid Letterkerls Novelle 'Echo, das Krätzchen'. Somit tritt 'Der Schrecksenmeister' also doch zumindest in einer Hinsicht in die großen Fußstapfen des vielgelobten Vorgängers 'Die Stadt der träumenden Bücher': Beide Werke lassen sich als eine Liebeserklärung an die Literatur lesen, wenngleich auch diese Aussage mit Verweis auf die unterschiedlichen Dimensionen der beiden Romane eingeschränkt werden muss. 'Der Schrecksenmeister' ist kein großangelegtes Festmahl zur Feier der schillernden Bücherwelt, kein augenzwinkernder Kommentar des Buchmarktes, keine hungrige Musen- und Lebenssinnsuche eines Autors in der Schaffenskrise. 'Der Schrecksenmeister' ist und bleibt ein kleiner, aber gewinnender Appetitanreger, der Lust machen soll. Lust, einen Blick in die Vorlage des Mythenmetz'schen Märchens zu werfen, Lust, die fett- und sinnreduzierte Gegenwartsliteratur für einen Augenblick oder zwei außer Acht zu lassen, und die geistigen Väter des Lindwurms in Augenschein zu nehmen, allen voran Gofid Letterkerl, dessen Werk Mythenmetz' kulinarisches Märchen eine köstliche Hommage geworden ist.

Mythenmetzübersetzer Walter Moers folgt mit seiner Entscheidung, nach 'Die Stadt der träumenden Bücher' ausgerechnet 'Der Schrecksenmeister' ins Deutsche zu übertragen, in gewisser Weise der zamonischen Kochtradition: Wer ungewöhnliche Delikatessen serviert, bringt sich in höchste Gefahr. Zwar bedroht die Veröffentlichung des kulinarischen Märchens sicherlich nicht Moers' Existenz (da waren schon wesentlich gefährlichere Kaliber unter seinen eigenen Werken dabei), aber zumindest sein Prestige könnte unter der Enttäuschung zahlreicher deutscher Mythenmetz-Fans, die darbend auf eine Fortsetzung der Zamonien-Reihe im dekadenten Stil von 'Rumo und die Wunder im Dunkeln' und der vielzitierten 'träumenden Bücher' gebangt hatten, bröckeln wie ein alter Marmorkuchen. Den Hungernden sei deshalb ein tröstender Ratschlag ans Herz gelegt: 'Der Schrecksenmeister' ist ein Leckerbissen, der nicht sättigen will, sondern den Appetit anregen. Wer nach getaner Lektüre noch etwas Platz im literarischen Magen hat, ist deshalb sicherlich gut beraten, ihn mit Gofid Letterkerls 'Echo, das Krätzchen' zu füllen, wie Herr von Mythenmetz im Nachwort rät. So mancher Gourmet wird es dem Lindwurm danken. Guten Appetit!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber da wär mehr drin gewesen, 15. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Schrecksenmeister. Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien (Gebundene Ausgabe)
Walter Moers neuestes Buch ist eine überzeugende Neufassung von Kellers "Spiegel das Kätzchen". Es ist eine wahre Freude, gerade mit Kellers Märchen im Hinterkopf die Geschichte zu verfolgen und zu schauen, wie Moers dies oder jenes umsetzt (oder eben ändert).
Gerade die Aufzählungen der Werkzeuge, Utensilien oder Einrichtungsgegenstände im Haus des Schrecksenmeisters zeigt wieder mal, mit wie viel Fantasie Moers seine Welt gestaltet und lässt hoffen, das dies nicht der letzte zamonische Roman war.
Schade, dass Moers (auf Druck seiner Leser?) auf die Mythenmetz'schen Abschweifungen verzichtet - der arrogante Autor, der seine Leser weithin wissen lässt, wer das Heft der Geschichte in der Hand hält, hat mir sehr gefehlt.
Ebenso schade ist, dass Moers auch dieses zamonischen Märchen mit einem Happy End beendet, wo doch eifrige Leser der zamonischen Literatur wissen, dass Märchen aus dieser Welt immer tragisch enden.
Auch die Selbstverständlichkeit, mit der Moers seine Protagonisten aus den abstrusen Gefahren, in die er sie gebracht hat, mit noch abstruseren Mitteln rettet kommt in diesem Buch ein wenig zu kurz, da hat er sich schon weiter aus dem Fenster gelehnt.
Alles in allem ein auf jeden Fall lesenswertes Buch, dass auch für Moers-Neulinge geeignet ist.
PS: Mir hätte "Echo das Krätzchen" als Titel besser gefallen...
PPS: Ihr habt das Anagramm im Titel gefunden, oder?
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein traumhafter Alptraum, 11. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Schrecksenmeister. Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien (Gebundene Ausgabe)
Entgegen einigen vorherigen Kritikern spreche ich W.Moers auch für den "Schrecksenmeister" (den Titel "Echo das Krätzchen" würde ich aber bei weitem besser finden) einfach die volle Punktzahl zu - und würde gerne noch diverse Pluspunkte vergeben.
Nach "Rumo" hätte ich Herrn Moers ja eher für einen Hundefan gehalten, aber siehe da: er kennt und liebt Katzen. Anders läßt sich die liebevolle, manchmal außergewöhnlich elegante Beschreibung von Echo dem Krätzchen nicht erklären. Da geht mir als Katzenfan ,oder soll ich jetzt schon sagen Kratzenfan, natürlich das Herz auf.
OK, zum Buch. Wie bekannt verkauft sich der kleine Echo kurz vor dem Hungertod an den bösebösebösen Schrecksenmeister Eißpin. Für 30 Tage vollendetes Essen, Unterkunft und Unterhaltung soll die kleine Mieze sich dann schlachten lassen und ihr Fett für böseböseböse alchimistische Experimente hergeben.
Doch das anfangs sehr naive Krätzchen lernt schnell, gewinnt ungewöhnliche neue Freunde und ist cleverer, als der Schrecksenmeister dachte. Doch Eißpin ist leider noch schlauer, als die kleine Mietze (Krietze?).
Doch nichts ist wie es scheint, selbst das Monster Eißpin hat seine guten Seiten und erweist sich als ein Opfer unglücklicher Liebe. Doch um zu überleben bleibt dem Krätzchen keine Wahl als ....
Mehr wird von der Handlung nicht verraten, selber lesen!
Moers zieht alle Register, diverse aus Zamonien bekannte Gestalten und Ungestalten treiben ihr Unwesen, es gibt viel zum schmunzeln und einiges zum gruseln.
Für mich eine perfekte Geschichte, ein wunderbares Märchen für Erwachsene (das man aber wirklich nicht mit den epischen "Blaubär" und "Rumo"-Romanen vergleichen sollte. Ein Vergleich mit "Ensel und Krete" passt eher - da schneidet der "Schrecksenmeister" bei mir einen Punkt besser ab.)
Fazit: geniales Buch mit natürlich wieder tollen Zeichnungen in sehr schöner Hardcoverausgabe.
Auch gut als Einstiegslektüre ins Reich Zamonien geeignet.
Hoffentlich gibts bald mehr (ich hab das Buch an einem Tag wirklich "verschlungen").
Ach ja, wenn Sie gerade eine Diät machen, rate ich dringend von der Lektüre ab... ;-)
Alle anderen Leser: Leckerlis bereitlegen. Der Appetit wird beim Lesen kommen, denn Eißpins Mastkur für Echo ist, nun wie soll ich sagen... sehr appetitanregend!
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Der Schrecksenmeister. Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien
Der Schrecksenmeister. Ein kulinarisches Märchen aus Zamonien von Walter Moers (Gebundene Ausgabe - September 2007)
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