Kundenrezensionen


36 Rezensionen
5 Sterne:
 (20)
4 Sterne:
 (7)
3 Sterne:
 (5)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:
 (3)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zweite Staatsgründung statt Dosenpfand!
Das Buch zeigt recht klar und logisch die fundamentalen Probleme vor denen das "Auslaufmodell Deutschland" steht und wohin die Reise mit wachsendem Tempo gehen wird, nämlich mit voller Power gegen die Mauer! Nur durchgreifende Reformen, alle unter dem Motto "Arbeit zuerst" können die Talfahrt stoppen und einen Wiederaufstieg ermöglichen!
Als den...
Am 8. Mai 2004 veröffentlicht

versus
38 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu kurz gesprungen
Gabor Steingart hat ein gut lesbares Buch über die Krankengeschichte des Patienten Deutschland vorgelegt. Die Probleme des Landes werden zutreffend und pointiert beschrieben und mit aussagekräftigem Zahlenmaterial dokumentiert. Hinzu kommt die Entlarvung ökonomischer Scheinargumente wie bspw. die von den Gewerkschaften immer wieder behauptete Relevanz der...
Am 26. Mai 2004 veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zweite Staatsgründung statt Dosenpfand!, 8. Mai 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Deutschland - Der Abstieg eines Superstars (Taschenbuch)
Das Buch zeigt recht klar und logisch die fundamentalen Probleme vor denen das "Auslaufmodell Deutschland" steht und wohin die Reise mit wachsendem Tempo gehen wird, nämlich mit voller Power gegen die Mauer! Nur durchgreifende Reformen, alle unter dem Motto "Arbeit zuerst" können die Talfahrt stoppen und einen Wiederaufstieg ermöglichen!
Als den Abstieg Deutschlands maßgeblich bestimmende Faktoren macht der Autor die Einführung der bruttolohnbezogenen Rente ("Jahrhundert-Irrtum"), das Fehlen einer funktionsfähigen Zentralgewalt ("Deutscher Defekt") und den "Aufbau Ost durch Abbau West" aus.
Als radikale Gegenmaßnahmen schlägt er eine Reform der Verfassung mit Schaffung einer gestaltungsfähigen Zentralgewalt ("Zweite Staatsgründung"), die Entlastung der Arbeit von den Sozialbeiträgen für Rente und Krankheit und ein vereinfachtes Steuersystem mit konsequenter und gleichmäßiger Besteuerung vor.
Gabor Steingart schreibt in flüssigem, recht unterhaltsamem Stil, so daß sich die trockene Materie sehr gut lesen läßt. Ihm ist hoch anzurechnen, daß er Probleme klar anspricht und sogar Lösungsansätze zu einer Thematik liefert, an der unsere Politiker überwiegend immer am liebsten noch gar nicht rühren würden! Sicher sind auch einige Schwächen erkennbar, die aber aus meiner Sicht nur Reformdetails betreffen und den positiven Gesamteindruck nicht stören.
Ein überaus empfehlenswertes Buch für jeden der wissen will was wirklich Sache ist in Deutschland - anstatt sich weiter durch "Brot und Spiele" ablenken zu lassen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es wäre zum Lachen, wenn das Thema nicht so ernst wäre, 24. Oktober 2005
Gar nicht trocken, also ganz anders als andere Politsachbücher, teilweise sogar zum Schmunzeln, trotz des ernsten Themas, kommt Gabor Steingart mit diesem Buch daher. Haben Sie keine Angst vor spröden politischen/wirtschaftlichen Ausdrücken. Der Autor schreibt ganz toll, benutzt viele metaphorische Vergleiche (Volkswirtschaft = stockender Motor z.B.), so dass auch Laien dieses Buch verstehen werden.
Beginnend mit dem Ende des Ersten Weltkrieges bis heute zeigt er die Fehler auf die dazu führten, dass Deutschland heute nicht mehr die Wirtschaftsmacht ist, die es mal war. Was lief falsch unter unserem allseits beliebten Konrad Adenauer? Welche grundlegenden Dinge gingen bei Willy Brandt und Helmut Schmidt schief? Waren 16 Jahre Helmut Kohl komplett für die Katz? Und ist es tatsächlich egal wer momentan an der Macht ist? Im letzten Kapitel dann natürlich noch die Vorschläge wie man die Lage im Lande verbessern könnte. Als Beispiel sei die Verbilligung der Arbeit genannt oder auch die private Altersvorsorge. Ob dies realistische, durchführbare Ideen sind, darüber kann man sich vielleicht streiten, aber zumindest wird jeder Leser darüber nachdenken. Und genau das ist wichtig.
Für mich eines der besten Sachbücher der letzten Zeit! Es erklärt wichtige Zusammenhänge, es deckt schonungslos auf und es erweitert natürlich den eigenen Horizont. Zumindest behaupte ich aus diesem Buch etwas gelernt zu haben. Volle Punktzahl.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen im Gegensatz zu Polit-Talkshows keine Zeitverschwendung, 19. April 2006
Nachdem ich mit dem Lesen begonnen hatte, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Der Autor stellt nicht einfach Behauptungen auf, sondern bezieht sich größtenteils auf Fakten (wachsende Staatsverschuldung, abnehmende Kinderquote, ...).

Die Highlights des Buches sind m.E. die gut verständliche Argumentationskette sowie "Aha-Informationen". Einige Beispiele zu letzteren:

- Welchen maßgeblichen Einfluss hat die Staatsverschuldung auf unser Bruttoinlandsprodukt?

- Wie kam unser Förderalismus zustande? Wer waren die geistigen Väter des Förderalismus? Was waren ihre Absichten?

- Welche Rolle spielte Adenauer - besonders im Vorfeld von Wahlen?

- Wie sah das Originalkonzept eines umlagenfinanzierten Rentensystems aus, bevor es von Adenauer und anderen Politikern kastriert wurde?

- Dienen Maßnahmen wie die Abschaffung der Vermögenssteuer oder die Senkung des Einkommens-Spitzensteuersatzes wirklich dem Erhalt normal bzw. niedrig bezahlter Arbeitsplätze?

- Wie halten es Länder, die eine hohe Beschäftigungsquote haben, mit der Erbschaftssteuer oder mit der Besteuerung von Gewinnen aus Börsenspekulationen?

Sechs von sieben Kapiteln widmen sich der Diagnose. Sie sind, wie ich finde, von höchstem Niveau.

Im Kapitel 7 mit dem Titel "Was tun?" wird für ein Lösungskonzept geworben. Es erscheint mir insgesamt gut durchdacht. Dass beim Lesen eines solchen Lösungsansatzes gehäuft Fragen aufkommen, halte ich angesichts der Thematik des Buches für normal. Sicherlich ist dieser letzte Abschnitt noch ausbaufähig, aber nicht grundsätzlich verkehrt. Man muss dem Schlusskapitel zugute halten, dass viele unserer professionellen Problemlöser (Politiker) bereits mit der Diagnose überfordert sind.

Letztendlich verstehe ich dieses Buch nicht als Werbung für die Ideen eines SPIEGEL-Meinungsmachers sondern als Anstoß, sich eine eigene Meinung zu bilden. Sehr empfehlenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hut ab - eine klare Analyse ohne Polemik !, 18. Juni 2005
Von 
Ulrich Mannes "UMa" (Meerbusch) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Endlich ein Buch, in dem die Fakten sachlich analysiert werden und genau so sachlich herausgearbeitet wird, wie in Deutschland Änderungen zum Positiven möglich sind. Gabor Steingart erläutert, wie sich die Probleme im Laufe der deutschen Geschichte entwickelt haben und wie man sie in den Griff bekommen kann. Die Umstrukturierung des Föderalismus hat genauso Priorität wie der Abbau von Subventionen, die Vereinfachung der Einkommensteuer und die Anhebung der Steuern auf Grundbesitz, Aktiengewinne und Erbschaften. Die heutigen "Zwangsabgaben" der Arbeitnehmer und Arbeitgeber zur Sozialfinanzierung müssen den Strukturen eines "welfare-mix" weichen. Es ist für mich beeindruckend, dass in diesem Buch eine unparteiliche, objektiv klare Analyse durchgeführt wird, die weder jubelnden Optimismus noch depressiven Pessimismus predigt, sondern realistisch mögliche Aktionen und ihre Auswirkungen auf die Situation in Deutschland aufzeigt. Heute hat es sich leider eingebürgert, dass in der Politik und den Medien unfundiert, aber mit verbal überzeugender Polemik Behauptungen aufgestellt werden, die keinerlei sachliche Basis besitzen. Da ist dieses Buch wohltuend anders - aber es verlangt auch mehr vom Leser als eine plakative Schlagzeile. Ein hervorragendes Buch, ich kann es nur empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


38 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu kurz gesprungen, 26. Mai 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Deutschland - Der Abstieg eines Superstars (Taschenbuch)
Gabor Steingart hat ein gut lesbares Buch über die Krankengeschichte des Patienten Deutschland vorgelegt. Die Probleme des Landes werden zutreffend und pointiert beschrieben und mit aussagekräftigem Zahlenmaterial dokumentiert. Hinzu kommt die Entlarvung ökonomischer Scheinargumente wie bspw. die von den Gewerkschaften immer wieder behauptete Relevanz der Lohnstückkosten - sicherlich, für Ökonomen ein alter Hut, aber andererseits schadet es auch nicht, immer wieder darauf hinzuweisen.
Trotzdem: Steingart springt mit seiner Analyse zu kurz, was damit zu tun haben könnte, daß es ihm wohl an einem staatsphilosophischen Kompaß fehlt. Er bleibt (leider) zu sehr Journalist, um sich von der lediglichen Beschreibung des Ist zu lösen. Fragen nach dem Warum, nach der Begründung des Staats, nach dem Zusammenhang von Mensch, Markt und Staat werden vorsichtshalber gar nicht erst gestellt. Sie wären aber notwendig, um klarer erkennen zu können, warum dem "System Bundesrepublik" bereits bei seiner Konstitution als "Soziale Marktwirtschaft" einige Geburtsfehler inhärent waren. Leser, die nach Antworten auf diese Frage suchen, wären mit Erich Weedes "Mensch, Markt und Staat" oder auch Roland Baaders "Fauler Zauber - Schein und Wirklichkeit des Sozialstaats" besser bedient.
Steingart spielt seine Stärken als Journalist aus, wenn er mit Statistiken wort- und bildreich ein Gemälde des deutschen Status Quo zeichnet. In diesen Passagen überzeugt das Buch am meisten. Schade nur, daß er sich dazwischen abschnittsweise zu persönlichen Polemiken hinreißen läßt. Sicherlich muß man Guido Westerwelle persönlich nicht mögen; ihm jedoch wie Steingart gleich sämtliche Argumente abzusprechen bzw. ihm ausschließlichen Populismus zu unterstellen, wird Westerwelle nicht gerecht (man lese nur sein Buch "Neuland") und fällt als unsachliche Kritik eher auf Steingart zurück.
Auch Steingarts Plädoyer für ein Mehrheitswahlrecht wäre für sich genommen diskutabel, wenn er sich darauf beschränkt hätte, auf die Vorzüge klarer parlamentarischer Mehrheiten hinzuweisen. Völlig unnötig hingegen sein Abgesang auf die kleineren Parteien. Die Grünen: Personell (hinter Fischer) am Ende. Die FDP: Der reine Populismus. Ausgerechnet der PDS würde Steingart eine Träne nachweinen, verträte sie doch angeblich den Osten - von einer inhaltlichen Diskussion ihres nach wie vor sozialistischen Kerns keine Spur.
Was bleibt ist ein Buch voll Licht und Schatten - lesenswert, aber leider nur in Teilen informativ und zudem ohne wirtschafts- und staatstphilosophische Fundierung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Treffende Analyse von Fehlentwicklungen, 6. Mai 2004
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Deutschland - Der Abstieg eines Superstars (Taschenbuch)
Ein sehr differenziertes Buch. Politisch ausgewogen zeigt es die Ursachen für heutige Fehlentwicklungen in Politik und Wirtschaft auf, die schon lange in der Vergangenheit angelegt waren. Dieser historische Überblick ist überhaupt nicht langweilig, sondern spannend, weil die Beziehungen zur Gegenwart deutlich werden.
Immer wieder wurden Entscheidungen großer Tragweite (z.B. bezüglich des Rentensystems) kurzsichtig mit Blick auf den kurzfristigen Wahlerfolg getroffen. Klarsichtige Warner wurden mundtot gemacht oder ignoriert. Entwicklungen im Ausland wurden in ihrer Bedeutung für Deutschland unterschätzt.
Beeindruckend, die sehr konkreten Lösungsvorschläge zur Behebung der Krise, die teilweise schon in anderen Ländern mit Erfolg erprobt wurden.
Dieser Teil ist leider im Verhältnis zum zeitgeschichtlichen Teil etwas knapp ausgefallen, was aber daran liegen kann, dass mit wenigen, aber grundsätzlichen Änderungen im System viel zu erreichen wäre.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen So schafft man keine Veränderung!, 22, 22. Mai 2004
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Deutschland - Der Abstieg eines Superstars (Taschenbuch)
Gabor Steingart hat fleißig recherchiert um aufzuzeigen, welche Fehlentscheidungen von einzelnen bundesdeutschen Regierungen seit Adenauer getroffen worden sind, um ein stets größeres volkswirtschaftliches Desaster herbeizuführen. Alle Kanzler und Minister waren in erster Linie an ihrer Wiederwahl und sekundär wirklich an Reformen interessiert. Aus diesen Grund versprachen sie, ohne Ausnahme, die Erweiterung des Sozialstaates, obgleich Fachleute sie immer wieder vor den Folgen warnten. Arbeitsplätze wurden vernichtet oder ins kostengünstigere Ausland verlagert. Dadurch wurde die Talfahrt des Landes forciert. Um dem fatalen Trend Einhalt zu gebieten, ist laut Steingart, eine Verfassungsreform unumgänglich. Er denkt u.a. an die Entmachtung des Bundesrates, um so eine funktionsfähige Zentalregierung möglich zu machen, vergisst aber dabei offensichtlich die Bedeutung des Korrelativs in brisanten Zeiten. Weiterhin möchte der Autor den Wohlfahrtsstaat entkoppelt sehen von der Arbeitswelt und den Westen des Landes nicht länger, wie er polemisiert, als " Kolonie" des Ostens betrachten müssen, da die überdehnten Sozialtransfers sich kontraproduktiv auf die Eigeniniative auswirkten. Steingart plädiert für ökonomische Vernunft in allen Entscheidungen und gelangt am Ende doch zu ideologielastigen Lösungsvorschlägen, wenn er die Lockerung des Bankgeheimnisses oder die Besteuerung von Erbschaften im Auge hat. Wer bereits versteuertes Familienvermögen zur Sanierung der geplünderten Sozialkassen nutzen möchte, kann wirkliche Veränderung nicht im Sinn haben, sondern tastet sich vor in Richtung Enteignung. Hat man Eisenach oder einen anderen Ort im Osten nach der Grenzöffnung besucht und gesehen, dass ganze Straßenzüge gesperrt waren, weil man befürchtete, dass die unsanierten, enteigneten Häuser einstürzten, dann weiß man, dass dies die Lösung nicht sein kann! Eher wohl ist die Abschaffung des unzeitgemäßen, preussischen Beamtenstaates ein Thema , da dessen Kostendeckung, wie jeder weiß, den Abstieg des Superstars mit Vehemenz vorangetrieben hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielleicht der zweite Ruck, der durch Deutschland geht, 24. März 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Deutschland - Der Abstieg eines Superstars (Taschenbuch)
Unaufhaltsam verlässt das Wirtschaftswunderland Deutschland die Spitzengruppe der Volkswirtschaften. Die Zahl der Arbeitslosen steigt, der Wohlstand entschwindet. Das "Modell Deutschland" hat aufgehört zu funktionieren - es scheint für das neue Jahrtausend nicht gewappnet.
Unser Land steckt tief in der Krise. Von der Regierung verbreitete Aufbruchssignale, wie etwa eine leicht steigende Wachstumsrate, werden als Schönfärberei entlarvt. "Die Zahl ist eine Täuschung, sie verschleiert die wahren Zustände in Deutschland", sagt der SPIEGEL-Redakteur. "Tatsächlich erleben wir einen Schrumpfungsprozess im Innersten unserer Volkswirtschaft, eine Erosion unseres Wohlstandes, den die offiziellen Zahlen verschweigen."
Auch wenn viele der Gedanken natürlich nicht neu sind, die provokante Botschaft kommt an. Uns wachrütteln, zu Neuem fähig zu sein, was längst überfällig ist und - auch wenn es unbequem ist - vertraute Dinge radikal zu verändern. Die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts stellt Anforderungen, die das heutige System nicht erfüllen kann. Hervorragend rechierchiert, wird nach einer umfassenden Analyse hergeleitet, wie das Neue aussehehen könnte. Und das hat es in sich...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Hintergründe und Denkansätze, 29. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Deutschland - Der Abstieg eines Superstars (Taschenbuch)
Gabor Steingart hat eine gute und fundierte Analyse des ehemaligen Superstars Bundesrepublik Deutschland abgegeben. Gerade die Hintergründe, auf denen das Konstrukt "Bundesrepublik", deren Grundgesetz, politisches und soziales System, etc. basiert, ist exzellent und in vieler Hinsicht ein Augenöffner. Die Notwendigkeit, dieses Konstrukt von seinen Altlasten zu befreien und an die aktuellen Begebenheiten anzupassen, wird mehr als deutlich.
Auch die Ansätze, wie Abhilfe geschaffen werden kann, sind zumindest diskussionswürdig. Allerdings kommt der Autor wie viele andere Autoren, die sich mit der Thematik beschäftigen, nicht über Gemeinplätze hinaus. Wertvoll ist sicher der Hinweis, keine isolierten Reformen anzugehen; nur das Gesamtpaket kann Deutschland wieder erfolgreich machen, lautet das Credo der Aussagen. Eine operationelle Umsetzung fehlt aber, das wäre aber wohl auch zu viel verlangt.
Eine Anmerkung zu diesem Buch und ähnlichen Werken: mich erstaunt immer wieder, wie die Substanzbesteuerung (Erbschaftsteuer, Vermögensteuer, etc.) als ganz großer Rettungsanker apostrophiert wird. Quatsch! Auch wenn die USA als Beispiel hervorgeholt werden: dort geht die Tendenz in eine ganz andere Richtung. Die zweite Bush-Regierung wird die Abschaffung der Erbschaftsteuer in Angriff nehmen. In meinen Augen ist eine Substanzbesteuerung absolut kontraproduktiv. Statt dessen muss eine einheitliche Besteuerung der Einkünfte aller Einkunftsarten erfolgen, inkl. Kapitalerträge ... aber das ist wohl zu progressiv gedacht.
Aufgrund der Historie und der Bestandsaufnahme vier Sterne, die Lösungsansätze verspielen den fünften Stern.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für Politiker, 7. Juli 2005
Von 
Thomas Ferge "ferge28" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Gabor Steingart gelingt mit diesem Buch eine klare und treffende Analyse der Zustände in unserem politischen und wirtschaftlichen System, die dazu geführt haben, dass die Konjunkturlokomotive erlahmt ist und damit der Standort Deutschland im Absteigen begriffen ist.
Vor allem seine historische Betrachtung, wann und warum welche Maßnahmen getroffen wurden, die zur heutigen Situation geführt haben ist äußerst lesenswert und lehrreich. Sehr interessant auch seine Vorschläge zum Gegensteuern.
Eigentlich verwunderlich, dass die Verantwortlichen in diesem Land allesamt Bücher dieser Art scheinbar in den Regalen stehen lassen und lieber weiterhin mit bester Betonkopfmanier den Karren immer wieder gegen die Wand fahren, statt irgendwann zu begreifen, dass diese Methode nur noch mehr Kopfweh verursacht. Aber man soll die Hoffnung na nie aufgeben! Vielleicht kauft einer oder mehrere unserer Parteipolitiker, Gewerkschaftsfunktionäre und Politikberater dieses Buch ja doch einmal und macht sich zumindest ein paar Gedanken über die Thematik.Bleiben wir also erstmal optimistisch.
Auf jeden Fall ist dieses Buch jedem zu empfehlen, der abseits von Parteipolemik und Funktionärsrhetorik in das Geflecht von Reformstau, Arbeitsmarkpolitik, Sozialstaat und Volkswirtschaft einsteigen möchte.
Volle Punktzahl!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Deutschland - Der Abstieg eines Superstars
Deutschland - Der Abstieg eines Superstars von Gabor Steingart (Taschenbuch - Dezember 2004)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,01
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen