Kundenrezensionen


293 Rezensionen
5 Sterne:
 (225)
4 Sterne:
 (29)
3 Sterne:
 (18)
2 Sterne:
 (9)
1 Sterne:
 (12)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


137 von 146 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow! Was für ein Buch!
Ich kam über Umwege zu diesem Roman: Weil ich zuvor schon "Die Stadt der träumenden Bücher" gelesen hatte und davon begeistert war, wollte ich noch mehr von Walter Moers lesen und landete bei "Rumo". Zu meinem Erstaunen gefiel mir dieser Roman noch viel besser! Ich habe wirklich schon sehr viele Bücher gelesen, aber selten habe ich sie so verschlungen...
Veröffentlicht am 13. August 2006 von Kerstin Wiedemann

versus
3.0 von 5 Sternen Eine Reise nach Zamonien
Und wieder einmal bin ich nach Zamonien entführt worden, wobei ich diesmal sagen muss, froh zu sein, den Fängen Zamoniens entkommen zu sein.

Meine Erwartungen waren hoch, nachdem Die 13 ' Leben des Käpt`n Blaubär doch 2011 noch mein Jahreshighlight war. Demnach verspüre ich eine gewisse Enttäuschung, da mich die Geschichte einfach...
Vor 10 Monaten von Bücherwürmchen veröffentlicht


‹ Zurück | 1 230 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

137 von 146 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow! Was für ein Buch!, 13. August 2006
Von 
Kerstin Wiedemann "Ameise" (Flensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Ich kam über Umwege zu diesem Roman: Weil ich zuvor schon "Die Stadt der träumenden Bücher" gelesen hatte und davon begeistert war, wollte ich noch mehr von Walter Moers lesen und landete bei "Rumo". Zu meinem Erstaunen gefiel mir dieser Roman noch viel besser! Ich habe wirklich schon sehr viele Bücher gelesen, aber selten habe ich sie so verschlungen wie "Rumo und die Wunder im Dunkeln". Ich war richtig traurig, als ich es ausgelesen hatte, denn von mir aus hätte es noch einige 100 Seiten dicker sein können. Zusammen mit dem Hauptprotagonisten, dem Wolpertinger Rumo, wird der Leser auf eine spannende Odyssee quer durch Zamonien mitgenommen: Der kleine Rumo wächst zunächst auf einem idyllischen Bauernhof auf, wird aber dann von den schrecklichen Teufelszyklopen entführt und durchlebt dort die Hölle, während er heranwächst und sich zu einem begnadeten Kämpfer entwickelt. Dank seiner Kampfkünste und seines Mentors, der Haifischmade Volzotan Smeik (etwa ein sympathischer Nachfahre des fiesen Phistomefel Smeik?) kann Rumo entkommen und trifft nach langer Reise endlich auf seine Artgenossen. Es stellt sich heraus, dass Rumo zwar viel vom Kämpfen, aber nichts vom richtigen Leben versteht, zum Beispiel von Wolpertingerinnen. Eines Tages sind alle Wolpertinger plötzlich wie vom Erdboden verschluckt, und Rumo zieht los, um sie zu suchen, vor allem seine Flamme Rala...
Wer diesen Roman liest, kann sich auf ein Wechselbad der Gefühle gefasst machen: Das Kapitel auf den Teufelsfelsen ist ein regelrechter Horrortrip. Rumos Schulzeit bei seinen Artgenossen erinnert irgendwie an "Harry Potter" in Hogwarts, und der zweite Teil des Buches, der in der Untenwelt spielt, ist ein superspannender und teilweise knallharter Abenteuerroman. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz, man denke nur an die urkomischen Dialoge mit dem sprechenden Schwert (oder Messer?) Grinzold/Löwenzahn. Am Ende ergibt auch das seltsame Kapitel von Volzotans Trip in Professor Kolibrils Hirn einen Sinn, wo ich mich lange gefragt habe, was das eigentlich sollte. Dieses Buch ist rundherum gelungen, ich kann es nur wärmstens empfehlen.
Zum Schluss noch eine Warnung an alle Eltern, die bei Walter Moers automatisch an Käptn Blaubär und Hein Blöd denken: "Rumo" ist eindeutig nichts für Kinder, denn bei vielen Szenen musste auch ich als Erwachsene schlucken. Da gibt es die furchtbaren Teufelszykopen, die ihre Opfer am liebsten lebendig (möglichst zappelnd und schreiend) verspeisen, grauenhafte Folterszenen (Rala in der Kupfernen Jungfrau) sowie jede Menge Blut und abgetrennte Gliedmaßen. Also: KEIN Kinderbuch, für Jugendliche und Erwachsene aber ein nahezu perfektes Lesevergnügen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt also doch deutsche Fantasy, 24. Juli 2006
Von 
T. Gesing (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Fantasy-Leser kennt's: die meiste Literatur ist englisch, viele gute Sachen werden erst gar nicht übersetzt oder verlieren in der Übersetzung. Doch nun bedaure ich die englischsprachige Gemeinschaft, scheint es mir doch absolut unmöglich, diese Sprachgewalt, die Walter Moers da aufbringt, jemals angemessen ins Englische zu bringen (wenn sowas überhaupt gemacht wird).

Ich bin schon lange davon abgekommen, bei Fantasyromanen jedes Wort oder gar Zeile zu lesen (und im Falle von Robert Jordan ganze Bücher), wenn's "mal wieder ein bisserl länger dauert". Nicht so bei Moers. Da hätte ich das Gefühl des Verlustes, hätte ich ein einziges Wort ausgelassen. Man genießt einfach nur. Zusammen mit den Illustrationen ist dieses Buch ein nur als perfekt zu bezeichnendes Gesamtwerk.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Zamonien-Buch!, 18. Februar 2005
Rumo ist, meiner Meinung nach, das bisher beste Buch von Walter Moers.
Bei Rumo wird alles von einem großen Thema - keinem roten sondern silbernen Faden - zusammengehalten: Die Suche und der Kampf um die Liebe.
Fast alles was Rumo tut und erlebt geschieht nur aus diesem Grund, auch wenn er es zu Beginn nicht mal weiß. Angefangen bei der Befreiung von der Zyklopeninsel bis hin zum Marsch nach Heel. Die Abenteuer die Rumo erlebt machen ihn in der Tat zu einem Helden.
Der Humor kommt in diesem Buch von Walter Moers kürzer als in Blaubär und Stadt der träumenden Bücher, kann aber immer noch hier und da für ein Schmuzeln sorgen. (Natürlich sind da die Geschmäcker verschieden.)
Und wie auch schon von anderen Rezensenten hervorgehoben gibt es in Rumo viel Gewalt. Allerdings bin ich der Meinung, dass Moers nicht für Kinder sondern Erwachsene schreibt, weshalb mich das nicht stört.
Die Bösewichte sind beängstigende Gestalten, die ihren bedrohlichen Charakter durch ihre Unzerstörbarkeit, ihr intrigantes Vorgehen oder einfach durch den extremen, krankhaften Wahnsinn erhalten. Besonders "gefallen" hat mir König Gaunab der 99., dessen Irrsinn einfach königlich ist.
Die vielfältigen Wesen und Charaktere, die in der Geschichte auftauchen, werden meist ausführlich vorgestellt und liefern so spannendes Hintergrundwissen und geben den Gestalten eine Tiefe, wie man sie in anderen Büchern oft vermisst.
Manche Dinge werden natürlich in gewohnter Manier von Moers in gezeichneter Form dargestellt. (Mann merkt, dass seine ersten Bücher Comics waren. Hier sei "Der Fönig" empfohlen.)
Aufgrund der verschiedenen Anspielungen und Verknüpfungen finde ich es wichtig die Zamonien-Bücher in der Reihenfolge des Erscheinens zu lesen, d.h.
1. "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär"
2. "Ensel und Krete"
3. "Rumo"
4. "Die Stadt der träumenden Bücher"
Allesamt lesenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Shakespeare des Fantasy, 7. August 2012
Wer hätte gedacht, dass eine der schönsten Liebesgeschichten aus der phantastischen Ecke kommt? Der Shakespeare des Fantasy, Walter Moers, bringt alles was dazugehört in seinen Zwei-Welten-Epos ein: Gnadenlose Brutalität, loyale Freunde und leichtsinnige Heldentaten. Natürlich alles im Zeichen der Liebe.
Wer Den Blaubär gelesen hat, kennt ihn schon, Rumo, den schweigsamen und gefährlichen Wolpertinger. Jetzt erzählt Moers seine fabelhafte Geschichte. Wie sollte es anders sein, dieses zum Kampf geborene Wesen hat einen besonders weichen Kern und eine herzerweichende Kindheit. Der Bauernhof, aus dem ihn schon Blaubär auf spektakuläre Weise vor dem Erdrücken durch einen riesigen Bollogghintern errettete, ist der Anfangsschauplatz. Der putzige, kleine Wolpertinger meint erst allein zu sein, wird dann jedoch binnen kürzester Zeit mit den anderen Bauernhofbewohnern von Zyklopen in Säcke gestopft.

Brisantes Material um eine packende Geschichte zu beginnen und Moers lässt sich tatsächlich nicht lumpen. Denn auf den Teufelsfelsen begegnet Rumo Smeik, einem Vertreter der Haifischmaden - unfassbar seltsam anzuschauen, unendlich schlau und mit einer Menge krimineller Energie - der sofort das Potential des weißfelligen Kämpfers erkennt, ihn von den wandernden Teufelsfelsen zu retten. Immer wieder tauchen Smeik und seine Artverwandten in Moers Zamonienromanen auf und sie sind wie immer ein Garant für unvorhergesehene Ereignisse (mit nicht immer glücklichem Ausgang).

Volzotan Smeik lenkt Rumo in die ihm vorhergesehene Bahn und hat bald einen Heldenanwärter herangezogen, der den verfressenen Zyklopen mit einer spektakulären Befreiungsaktion ein für allemal die Lust am Töten nimmt. Grausamkeiten überhäufen sich in diesen ersten Seiten des Buches - man ist überrascht und gleichzeitig fasziniert. Wenn einem der ruhige Schlaf der Kinder gleich ist, ist das hier die perfekte Bettlektüre (nicht!).

Eine Reihe von Abenteuern beginnt für die beiden, doch bald trennen sich ihre Wege, denn Rumo muss seinen natürlichen Weg gehen, zurück nach Wolperting, der Heimat aller (na....?) Wolpertinger. Von allen Gestalten Zamoniens sind diese wahrgewordenen Fabelwesen die wohl erstaunlichsten und variantenreichsten. Erst hier, inmitten des wehrhaften Wolperting, entdeckt Rumo auf einmal, dass es auch die "Anderen" gibt, auch Mädchen genannt. Tollpatschig und charmant gestaltet sich die Anfangszeit denn Rumo hat Rala entdeckt, ein zuchersüßes Wolpertingermädchen. Aber es wird auch gefährlich, denn endlich kommt der geborene Krieger mit der Kampfkunst in Berührung.

Die Ereignisse überschlagen sich bald, als Rumo versucht, seinen Status bei Rala aufzupolieren, doch das lest ihr lieber selber...

Kupferne Kerle, dunkle Unterwelten, grausige Geschöpfe, sprechende Schwerter und ein wahnsinniger König, der zweite Teil des Buches ist vollgestopft von Schreckmomenten und spitzen Spannungswogen. Schräg, abgefahren, erschreckend ist dieses Buch von Moers, und zudem wesentlich düsterer als seine anderen Geschichten. Oft weiß man nicht, was einen auf den folgenden Seiten erwartet, skurril-witzige Dialoge, herzergreifende Momente oder in Buchstaben gefasste Grausamkeiten. Bei Rumo muss man auf alles gefasst sein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Es gibt Wunder, die müssen im Dunkeln geschehen", 2. August 2007
Ein wunderbares Buch. Mindestens genauso gut wie die 13' Leben des Käpt'n Blaubär, wenn nicht sogar besser (und das will was heißen!).
Der Leser begleitet den Wolpertinger Rumo auf seinem Weg vom Welpen zum Helden. Rumo muss gegen Teufelsfelszyklopen und Blutschinken bestehen, bevor er Rala, seine große Liebe trifft. Als sie entführt wird, macht er sich zum größten Abenteuer seines Lebens auf, um sie zurückzuholen und nimmt es dafür sogar mit den kupfernen Kerlen, den besten Kämpfern in ganz Zamonien, auf.
Wiedereinmal hat Walter Moers eine phantastische Geschichte geschrieben, mit unglaublich viel Humor und Wortwitz, einer spannenden Handlung und schön ausgearbeiteten Figuren, die im Laufe des Buches wunderbar entwickelt werden.

Ich kann dieses Buch absolut jedem emfpehlen, der fantasievolle Geschichten mag.
Alle anderen sollten sich überlegen, ob es sie nicht spätestens jetzt mal ausprobieren sollten!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie immer begeistert!, 28. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Rumo & Die Wunder im Dunkeln: Ein Roman in zwei Büchern (Zamonien, Band 1) (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch nun seit gestern durchgelesen und bin immer noch hin und weg.
Zunächst mal muss man wieder die tolle Illustration loben, Walter Moers schafft es immer wieder, mich mit seinen Zeichnungen zu beeindrucken und in seinen Bann zu ziehen!
Das Buch liest sich Moers-typisch flüssig und zum ersten Mal sehe ich einen Autor, der es schafft, dass ich keine einzige Seite auslasse. In vielen anderen Büchern hat man das Problem, dass die Autoren sich damit aufhalten, Orte und Städte ausführlichst zu beschreiben. Sie gehen auf die Architektur ein, wo was in der Stadt zu finden ist usw. und sofort. Das nervt! Denn für die Handlung hat eine solche Beschreibung meist überhaupt keine Relevanz und hält den Leser nur auf. Am Ende der Beschreibung muss man sich erstmal wieder einfinden und fragt sich: Was war jetzt nochmal los? Nicht so Walter Moers! Er beschreibt nur die Orte genauer, die für die Handlung von Bedeutung sind, z.B. das Theater der Schönen Tode in Hel oder den Fechtgarten der Schule in Wolperting. Alles Orte, die wichtig sind für den Verlauf der Geschichte. Ob in Hel jetzt hier eine Straße ist und dort ein Haus oder anders herum interessiert niemanden, denn für die Handlung ist so etwas total unrelevant. Beschreibungen schön und gut, aber übertreiben sollte man es nicht. Bei solchen Büchern wie eben beschrieben neige ich dann dazu die Seiten zu überblättern und mit der Handlung weiterzumachen. Bei Walter Moers hat man Angst etwas wichtiges zu verpassen und schlingt jedes Wort in sich hinein, denn auch jedes Wort hat später irgendwann eine große Bedeutung.

Zum Inhalt selbst muss ich sagen, dass das Buch anders ist als die vorherigen Zamonienromane. Wir haben es hier mit einem Kämpfer zutun, der sein ganzes Leben damit verbringt, andere Geschöpfe zu töten, allein aus dem Grund, weil sie ihn oder seine Freunde bedrohen. D.h. das Buch handelt fast ausschließlich von Mord, Tod und Verbrechen. Folgich nichts für schwache Nerven und Kinder! Jedoch ist es eine willkommene Abwechslung zu den doch nicht gerade gefährlichen und kämpferischen Protagonisten der anderen Romane. Es kommt hierdurch einfach eine ganz neue Idee nach Zamonien. Natürlich spart Moers auch nicht an humorvollen Szenen, die einen zum schmunzeln bringen. Jedoch lacht man bei den anderen Romanen mehr, was dem Lesespaß aber keinen Abbruch tut. Denn Spannung und Perversion beherrschen "Rumo & die Wunder im Dunkeln". Ja, richtig gehört: Perversion! Wer sich General Tick Tack anschaut, der weiß wovon ich rede. Seine perviden Mordmethoden haben mir die Haare zu Berge stehen lassen und ich bin ehrlich: ich habe das Buch nie abends gelesen! Durch die lebhafte Erzählweise des Autors erscheinen die Figuren erschreckend real und machen einem ein mulmiges Gefühl. Aber genau das zeichnet diesen Roman aus, man erlebt sich als Teil der Geschichte. Man fiebert mit und teilweise erwischt man sich dabei, wie man die ganze Morderei sogar gut findet, sofern sie im Sinne des Guten geschieht.

Rumo selbst ist mir absolut symphatisch. Ich charakterisiere ihn als etwas naiven und leichtsinnigen Wolpertinger. Er begibt sich meist blind in eine Gefahr, die eigentlich tödlich enden müsste, schafft es aber durch mehr oder weniger Glück/Können wieder heraus. Er tut einfach was sein Bauchgefühl ihm sagt und denkt nicht viel nach. Gerade deshalb ist er so sympathisch! Die Tatsache, dass er hinsichtlich einer Frau zum regelrechten Volldeppen wird, ist so einfach wie genial und verleiht dem Protagonisten einen solchen Charme, dass man beim Lesen kichernd in der Ecke sitzt. Rumo ist zwar ein richtiger Kämpfer und letztlich auch eine Mordmaschine, hat aber eine wunderbar ungefährliche und sensible Art an sich, die einen super Kontrast bildet zu seinen grauenvollen Taten, die er notgedrungen machen muss.

Moers hat es außerdem mal wieder geschafft, seinen Kontinent Zamonien von einer ganz anderen Seite zu beleuchten, nämlich von unten. Dadurch wird alles noch mysteriöser, Untenwelt ist einfach genial. In diesem Buch freut man sich außerdem über alles unvorhergesehene, das passiert. Denn wie immer lässt Moers nicht einmal durchblicken, was passiert. Jedes Mal erschreckt man sich bzw. muss lachen, wenn etwas neues passiert. Die Figuren, die neu hinzu gekommen sind, sind derart originell und eigenartig, dass ich mich gefragt habe, woher Moers die Ideen hierfür hat.
Alle Protagonisten haben ihre Eigenarten und sind von unterschiedlichem Charakter. Und genau durch diesen Charakter helfen sie Rumo bei seiner schweren Reise nach Untenwelt. Am besten fand ich persönlich, das Schwert (Käsemesser) Löwenzahn und Grinzold. Beide waren so unterschiedlich, dass ich mich jedes Mal gefreut habe, wenn sie wieder zu Rumo gesprochen haben. Man hatte immer etwas zu lachen.

Insgesamt ist Moers auch dieses Werk wieder super gelungen! Falsch finde ich, zu kritisieren, dass das Buch so "negativ" ist. Ja, es geht um Mord, Tod und sonstiges. Aber genau darum sollte es ja auch gehen. Rumo ist ein Kämpfer, der in seinem Leben mehrere Male ums Überleben kämpfen muss, sei es um sein eigenes oder das seiner Freunde. Es geht um Untenwelt, einen grausamen Ort, wo Sklaven zur Belustigung geschlachtet werden und ein König herrscht, der den Verstand verloren hat. Und es geht um die Liebe, die Rumo dazu bringt, sich an diesen gefährlichen Ort zu begeben. Möge man es blöd, unvernunftig oder einfach nur romantisch nennen, er tut es aus Liebe zu Rala. Dieses Buch sollte vom Bösen Zamoniens handeln, denn jede Welt hat auch eine dunkle Seite. So auch Zamonien und seine Bewohner!

Dieses Buch ist zwar nichts für schwache Nerven, aber deshalb nicht weniger gut als die anderen Zamonienromane!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die ganze Welt des Lesens in einem Buch!, 13. August 2011
Es geht um Zyklopen und Zwerge, um Verschleppung, Gefangene, junge Helden, Kerker, Lernen, Ausbruch und Rückkehr. Der silberne Faden führt zu den Wolpertingern, einem neuen Leben, Lesen, Schreiben, Freunden, Feinden, unglaublichen Schwertämpfen, der eigenen Bestimmung, wilden Schlägereien, Bogen schießen, Messer werfen, fiesen Blutschinken, wilden Kriegern, Stärke, unglaublich intelligenten Professoren, bildschönen Frauen, dem Jahrmarkt, Schwäche, einer sprechenden Waffe und der einzigartigen wahren Liebe. Es folgen der Angriff, Trauer, Tod, Wut, grauenvolle Bösewichter, Angst, Entschlossenheit, Untenwelt, die Stadt des Bösen, das Theater der Schönen Tode, gefährliche Irre, Duelle auf Leben und Tod, Leidenschaft(die niemals endet), Untote, Maschinenwesen, Monster, Wahnsinn, Gefahren, Helden, Ehre, Mut, Ruhm, Tapferkeit, Blut, Verschlagenheit, Missgunst, Neid und Verrat. Ferner erwarten sie ein Drama, eine Prophezeiung, Zamonien, die Reise durch den Körper; aber vor allem: RUMO.

Die Geschichte ist spannend, unterhaltsam, abenteuerlich, phantastisch, lehrreich, albern, witzig, verwegen, kühn, beschwingt, verträumt, gigantisch, absurd, ernst, traurig, lustig, gemein, kurios, kreativ, verspielt, Purzelbäume schlagend, schmerzhaft, herzerfrischend, bedrohlich, hoffnungsvoll, verheißend, brilliant, gnadenlos, innovativ, kurzweilig, unglaublich, euphorisch, sanft, traumhaft, erlesen, ungeheuerlich, wahnsinnig, kraftvoll, zum Weinen, zum Lachen, zum Staunen, für alt, jung, Frau und Mann. Kein Wunder, sie ist von Walter Moers.

Die ganze Welt des Lesens in einem Buch! Davon gibt es nicht viele. Den Herrn der Ringe vielleicht, oder die Brautprinzessin. Dann lichten sich die Reihen aber auch schon. Da aber aller guten Dinge drei sind, bedurfte es der Komplettierung. Und die heißt, jedenfalls für mich: RUMO.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rumo - Mein sympatischer Held, 4. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auszug aus dem Buch:

Eines Morgens wittert der kleine Rumo, der wie jeder Wolpertinger bei geschlossenen Augen mit der Nase sehen kann, den silbernen Faden, der das Glück verheißt. Doch bis dahin gilt es unvorstellbaren Gefahren zu trotzen: Rumo kämpft gegen bestialische Zyklopen, befreit seinen Lehrmeister Smeik von der Teufelsinsel, schlägt sich mit tumben Blutschinken, begegnet einem genialen Schüler von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller - und gelangt schließlich in das idyllische Wolperting, wo er den Ursprunge des Silbernen Fadens findet. Als eines Tages seine aus der Ferne Abgebetete Rala mitsamt allen Bewohnern der Stadt verschwunden ist, steigt Rumo mit seinem sprechenden Schwert in die Unterwelt, um Rala zu suchen. Doch dort lauern weitere unvorstellbare und tödliche Abenteuer auf den jungen Helden ...

Bewertung:

Über den Inhalt möchte ich nicht mehr verraten als die Zusammenfassung aus dem Buch schon einem gleich von Anfang an verrät. Die Abenteuer von Rumo und welchen sonderlichen Wesen er begegnert muss man einfach selber gelesen haben. Da ich vorletztes Jahr die 13 œ Leben des Kapitän Blaubär gelesen habe, musste ich natürlich auch die Geschicht des damals noch kleinen Rumos lesen. Leser die Kapitän Blaubär kennen wissen was es mit Rumo auf sich hat, für alle die es nicht wissen soll hier gesagt werden, dass Rumo damals als Welpe von Blaubär gerettet wurde. Diese Geschichte wird aber in diesem Buch mit keiner Silbe erwähnt. Aus diesem Grund braucht man auch keine Angst haben, das man das Buch nicht versteht, wenn man den Blaubären nicht gelesen hat. Mir haben die Abenteuer von Rumo wieder einmal sehr gut gefallen. Die Phantasie die ein Walter Moers besitzt möchte man am liebsten selber habe (Jedenfalls geht es mir so). Was mich an diesem Buch wieder begeistert hatte, war die witzige Art, die Charakter darzustellen. Damit die Erklärung jetzt hier nicht ausufert, denn ich könnte hunderte Beispiele nennen, möchte ich hier nur das Schwert von Rumo erwähnen. Wie oben bereits beschrieben besitzt Rumo ein sprechendes Schwert. Die Tatsache, dass dieses Schwert zwei Seelen besitzt, die unterschiedlicher nicht sein können, trägt enorm zum humorvollen Stil des Buches bei. Denn "Löwenzahn" und "Grinzold" wie die beiden heißen, lassen es sich nicht nehmen Rumo mit Ihren Bemerkungen ab und an auf den Keks zu gehen. Sicherlich gab es auch hier wieder ein paar Stellen, die mich weniger gefesselt haben. Da das Buch jedoch nicht nur Rumo auf seiner Reise begleitet, sondern auch noch die Haifischmade Smeik und einige andere Charaktere des Buches wie zum Beispiel Rala, ist das Buch abwechslungreich und lässt einen die kleinen Hänger (und ich meine wirklich nur kleine) schnell wieder vergessen.

Fazit:

Mir hat Rumo wie auch die 13 œ Leben des Kapitän Blaubar sehr gut gefallen, so dass Rumo sicherlich mein letztes Buch von Walter Moers gewesen ist, und ich mich glücklich schätze, dass ich noch einiges von ihm lesen kann. Dieses Buch kann ich jedem empfehler, der lachen und sich von fremden Wesen verzaubern lassen möchte. Dafür gibt es von mir 5 von 5 Möhrchen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ließ mich sprachlos zurück vor Begeisterung, 7. September 2012
Von 
FG "fg" (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Rumo": Dramatisch, komisch, anrührend, spannungsgeladen. Irgendwo mag es kleinere Schwächen geben an diesem Buch (die Handlung ist z.B. bis auf die weibliche Heldin Rala unerklärlich frauenfrei), aber man hat einfach keine Lust nach diesen Schwächen zu suchen. Stattdessen neigt man das Haupt vor dem Großmeister der deutschen Fantasy.

In der abenteuerlichen Lebensgeschichte des Helden Rumo aus dem Volke der Wolpertinger (im wesentlichen aufrecht gehende intelligente Hunde, allerdings mit kleinen Hörnern...) versinkt der Leser vom Start als Welpe bis zum Ende als - nun ja, bis zum Ende.
Umwerfend abgesponnene Fantasy, die nur einer Regel zu folgen scheint: Die Geschichte muss fesseln. Unvorhandene Winzlinge verhandeln über die Steuerung eines Unterblutbootes mit einer Haifischmade - was für den Uneingeweihten schon etwas wirr und gaga klingt, ist ein nur ein sehr, sehr, sehr komischer Dialog in einer an Situationskomik (jedenfalls ihrer schriftlichen Entsprechung) reichen Story. Moers` Talent für abenteuerliche Wortneubildungen und für sorgfältig konstruierte Wendungen, sein bizarrer Ideenreichtum und sein trockener Humor gehen hier eine unwiderstehliche Bindung ein. Unwiderstehlich genug, um sich
1) mit diesem Buch die Nächte um die Ohren zu schlagen und sich
2) noch mehr Stoff aus der Feder des Zamonienschöpfers zu wünschen.

Für den, der Zamonien nicht kennt:
Darauf einlassen, kaufen, lesen.

Für den, der es kennt:
Beinah noch besser als "Die Stadt der träumenden Bücher".

Um mit Kermit zu sprechen: Applaus, Applaus, Applaaaaaaaaaaaaaaaaaaaus!"
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super! Toll! Mega! Fantastisch! Spannend! Lustig! -> Walter Moers, 18. Januar 2011
Nun ja, also zuerst einmal bin ich über meine drei Vorredner absolut entsetzt und sehe es als fanatischer Fan von Walter Moers als meine Pflicht, diesen Rezensionen zu wiedersprechen!

Nachdem ich zuerst die 13 1/2 Leben des Kapitän Blaubär gelsen habe war ich schon sehr beeindruckt, die Stadt der Träumenden Bücher war unglaublich gut zulesen und die Story war spannender als Harry Potter/ Der Herr der Ringe und Tintenherz zusammen.

Danach kamm "RUMO"....
ein wirklich wundervoller, spannender und ja vielleicht auch leicht schizophrener Roman. Walter Moers schafft es in einem weiteren Zamonien Roman die Spannung, Fantasie und die Liebe zu diesem kleinen Universum aufrecht zu erhalten.

Mit Rumo dem Wolpertinger, schafft W. Moers eine ganz eigene, tollpatschige aber doch liebevolle Figur mit viel Witz und Charme.

Ich möchte den Lesern unter uns welche noch nicht die Abenteuer von Rumo gelesen haben nicht die Spannung nehmen....

Allerdings musste ich Tränen lachen als "Gaunab der 99" ins Spiel gekommen ist. Und ja er ist schizophren!!!!!
Ein gestörter König, in einer gestörten Welt!

Und NEIN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

RUMO IST KEIN KINDERROMAN!!!!!!

Und für Erwachsene mit Schwachen Nerven, welche einen gestörten König (der mit seiner Geisteskrankheit sprechen kann ;-))oder einige andere Gruselige Gestalten nicht ertragen können, ist diese Literatur auch nicht geeignet!

GANZ KLARER KAUFTIPP!!!!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 230 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Rumo & Die Wunder im Dunkeln: Ein Roman in zwei Büchern (Zamonien, Band 1)
Rumo & Die Wunder im Dunkeln: Ein Roman in zwei Büchern (Zamonien, Band 1) von Walter Moers (Gebundene Ausgabe - 1. April 2003)
Gebraucht & neu ab: EUR 74,89
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen