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Kundenrezensionen

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am 27. September 2001
Dai Sijie Balzac und die kleine chinesische Schneiderin Piper ISBN 3 492 04289 9 S. 199
Einen hübscheren, poetischeren Roman mit einer so zarten und charmanten Liebeserzählung habe ich lange nicht auf dem Büchermarkt gefunden!
Worum geht es ? Zwei Jungen im Alter von 17 und 18 Jahren werden im Zuge der Umerziehung während der Kulturrevolution in China in ein abgelegenes Bergdorf verschickt. Für die Jugendlichen aus gehobenem Bürgermilieu bedeutet das Leben und die Arbeit unter armseligsten Bedingungen, in der denkbar kärglichsten Behausung, einen Schock. Zwar erfahren wir viel über ihr Leben und die schandbaren Zustände, durch die sie in ihre Lage gebracht wurden. Aber weit entfernt davon, als pure Anklage geschrieben zu sein, erleben wir eine Art Schelmenroman mit zarten Liebesfäden, die sich von Lou, einem der Protagonisten, zur Kleinen chinesischen Schneiderin spinnen. Daß die beiden Jungen es verstehen, sich in den Besitz westlicher Literatur von Balzac über Dumas bis Flaubert u.a. zu bringen, rettet ihnen quasi ihr psychisches und mentales Überleben. Sie sind erlebnishungrig und scheuen keine Wagnisse. Auf ihren abenteuerlichen Wegen durch die zerklüftete Bergwelt hören wir die schönsten Geschichten von Tieren, Menschen und Pflanzen. Wir folgen ihnen in ihre Träume, ihre Ängste und die Freuden, die auch das ärmste Leben für den bereit hält , der richtig zu schauen versteht. Zuweilen wechseln Gut und Böse, und wir wissen nicht , befinden wir uns in einem gruseligen Märchen oder kann so die Wirklichkeit sein. Es ist jugendliche Unbefangenheit und Sinn für das Abenteuer, mit der die Geschichte ausgestattet ist. Die Erzählung ist aus einem Guß. Alles ist stimmig und nichts ist überflüssig. Die Sprache ist flüssig und voll schöner Bilder. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen. Claudine Borries
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am 1. März 2004
Harte Worte sind schon geschrieben worden über die Unmenschlichkeit und Verbrechen im Zuge der chinesischen Kulturrevolution, aber ob diese das Denken der aussenstehenden Leser der westlichen Welt derart berühren konnten?
Als Kinder gebildeter Eltern müssen zwei junge Männer in ein Umerziehungslager, weit davon entfernt, revolutionäre Gedanken zu hegen. Nicht umerzogen werden können sie jedoch hinsichtlich ihrer Neugierde und dem Drang, ihrem Alltag durch Literatur zu entfliehen. Als sie einen Koffer voller "reaktionärer Literatur" ergattern (wobei jegliche Literaur bereits ansich reaktionär ist!) öffnet ihnen dieser nicht nur die Tür zu neuem Gedankengut, sondern auch zu einer Umerziehung der eigenen Art.
Dieses "Skelett" ist eingebettet in eine Vielzahl Episoden, die mit einer Mischung aus nüchternem Realitätssinn, ironischem Witz und Verträumtheit skizziert werden.
Der Leser kann sich nicht entscheiden, ob diese Geschichte (und das ist sie; erzählt mach allen Regeln der Kunst) eine Liebeserklärung an die Literatur sein soll, die ihn mit jedem Satz, mit jedem Bild, das im Kopf generiert wird dankbarer für seine Freiheit macht, oder ob sie einfach "nur" eine kleine Liebesgeschichte erzählen möchte.
Unerklärlich bleibt, wie der Autor Dai Sijie eine Unzahl grausamster Episoden präzise und ohne Verniedlichung des Leids von Mensch und Tier darstellen kann, aber dennoch beim Leser ein warmes Gefühl hinterlässt.
Diese kleine Geschichte macht aus dem uns aussenstehenden so einheitlich wirkenden Milliardenvolk der Chinesen, das geschunden und instrumentalisiert nichts mehr mit dem Volk zu tun haben scheint, das eine hochkultivierte Zivilisation hervorgebracht hat, ein Volk von Menschen, deren größtes Glück es sein könnte, die Freiheit der Gedanken zu erleben.
Man ist versucht zu sagen, dass das Buch seine Farbe zu wechseln scheint je nach dem Licht in dem man es betrachtet: Lektüre für jeglich Stimmung und Gelegenheit.
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Eine Liebeserklärung an die Literatur? Nun, die Sehnsucht der beiden verbannten Studenten, deren Sehnsucht nach Veränderung, nach geistiger Nahrung, schlicht nach Ablenkung und Zerstreuung darf in der Form, wie sie hier gewählt wird, durchaus als Liebeserklärung bezeichnet werden - zur "Geliebten" wird dabei jene unerreichbare Welt der westlichen Literaturklassiker, angehimmelt werden die Schauplätze der (verbotenen) Geschichten, die dort (frei agierenden) Figuren, fern der politischen Umerziehung, der realen Welt vor dem eigenen, dem verhassten und verschimmelten Bretterverschlag in den Bergen.

Dem Autor gelingt es, zu zeigen, welche Macht das geschriebene Wort auf den Menschen ausübt - welche Hoffnungen Buchstaben transportieren, dass Gedanken in der Tat frei sind und sich von keiner Diktatur (dauerhaft) beherrschen lassen!

Am Ende erfahren die Protagonisten selbst, welche Entwicklung ein einmal ins Ohr gesetzter Floh heraufzubeschwören vermag und lernen ihre Lektion, dass nicht jede Veränderung eine Verbesserung bedeutet.
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am 11. Januar 2002
Das kleine Buch (200 S) war mir ein seltenes Juwel im Literaturgetümmel. An einem langen Winterabend vor knisterndem Kaminfeuer bin ich in die Geschichte eingetaucht und war verzaubert: von dem fremdländischen Charme, dem Schicksal der von den Maoisten in ein kleines Bergdorf zur Umerziehung verbannten Studenten, der wie mit einer chinesischen Tuschezeichnung gemalten Liebesgeschichte, dem philosophischen Ende...Vielleicht hat es mich besonders berührt, weil ich die 68er Jahre erlebt habe, als Kommilitonen "Mao Mao Mao Tse Tung" skandierend durch die Straßen liefen. Die 68er-Generation hat bei Mao eine neue verheißungsvolle Politik der Gleichheit aller Menschen erhofft. Die chinesische Wirklichkeit sah anders aus und wird in dem kleinen Bändchen so witzig und einfühlsam beschrieben, dass ich begeistert war.
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Die beiden Studenten (Der Ich-Erzähler und sein Freund Luo) werden jenseits ihrer Heimat Chengdu in ein Dorf zur politischen Umerziehung geschickt. Getrennt von der gewohnten Umgebung und der Familie, lernen sie für die Volksrepublik China Sklavenarbeit teils unter Lebensgefahr, vor allem aber unter Zwang zu leisten: Im Eimer überschwappende Fäkalien schleppen, im Bergwerk arbeiten. Arbeitsverweigerung bedeutet noch längeres Absitzen im Dorf und Folter. Als beide die kleine chinesische Schneiderin Tse-Tse kennen lernen, verliebt sich Luo sogleich in sie, doch sie müssen ihre Liebe und vor allem die Liebe zu Büchern geheimhalten, die Luo ihr näher bringt. Es werden nur politisch, wissenschaftlich und landwirtschaftlich korrekte Bücher geduldet, alles andere gilt als reaktionär. Von ihrem nur scheinbar hilfsbereiten Freund erhalten beide Studenten Bücher der eigentlich verbotenen westlichen Literatur, vor allem fasziniert sind beide von den Werken Balzacs, die Liebe und Sexualität ganz offen und liebevoll beschreiben, doch Tse-Tse wird bald schwanger, darf weder heiraten, abtreiben, noch das Kind behalten...

Dieses Werk von Herrn Sijie ist ein kleines Meisterwerk, niemand hätte wohl so einen überzeugenden, eindringlichen Roman wie er schreiben können, der nicht wie er, selbst die Umerziehung am eigenen Leibe erfahren hätte. Die Schönheit der "verbotenen Literatur" und der Liebe sind so etwas wundervoll Natürliches, das es jedoch im diktatorisch von Mao Zedong beherrschten China gar nicht gibt, ja undenkbar ist. Nur ein falsches Wort, ein Gerücht über dich und du bist sofort ein Reaktionär oder ein Volksfeind, wirst gefoltert oder bekommst lebenslänglich, Todesstrafe. Das schöne Gefühl beim Lesen dieses Buches, das in einem noch mehr die Wissbegier für Literatur erweckt, unterdrückt nicht die spürbar vorhandene, gespannte politische Atmosphäre, die jung oder alt, gesund oder krank fordert in jeglicher Weise. Somit ist dieses Werk wie eine Symbiose: Der Staat kann nicht ohne gehorsame Arbeiter leben, diese können aber nicht leben, wenn sie ihre verlangte Freiheit nicht im Gegenzug bekommen und sei sie versteckt, heimlich zu erreichen, nur für einen Augenblick. Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, das gibt es alles nicht in China und aufklärende, literarisch wertvolle Werke westlicher Literatur werden wie in Deutschland 1933 bei der Bücherverbrennung öffentlich vernichtet, die Besitzer solcher Werke werden verhört und noch Schlimmeres.

Schön ist auch, dass man als Leser neugierig auf Balzacs Werke wird, sofern man sie noch nicht kennt. Dieser Roman ist auf alle Fälle lesenswert und wie es schon auf dem Einband hinten so treffend heißt: "Dies ist die schönste Liebeserklärung des Jahres: an die Literatur, an das Leben, an die Ironie, an eine Frau. Es ist außerdem die frechste, charmantestes Lektion zum Thema Freiheit... Wenn Sie nur einen Roman dieses Jahr lesen wollen, lesen Sie diesen, er wiegt hundert andere auf." Von Le Figaro, Magazine.

~Bücher-Liebhaberin~
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am 25. März 2002
Das Figaro Magazine hat das Buch mit gutem Grund als die schönste Liebesgeschichte des Jahres bezeichnet. Eine Sogwirkung hat das Buch in seiner ruhigen Wildheit, in seiner Verliebtheit in das Leben, in seiner heimlich gelebten Liebe zur verbotenen Literatur, der Unverletztheit, die diese zwei jungen Freunde in Umerziehungsprogrammen der Kulturrevolution am Ende der Welt in einem winzigen Bergdorf ärmlichst schuftend bewahren. Vor dem Hintergrund der höchsten Form von Freiheitsraub, der Ungewißheit, aufgrund der staatsfeindlichen Gesinnung der Eltern jemals wieder den fensterlosen Wohnschuppen in dieser rauhen Umgebung verlassen zu können, leben sie eine erblühende Liebe zur fernen Welt (mittels verbotener Literatur - Balzac), die sie mit der kleinen Schneidertochter teilen. Unter den Worten Dai Sijies verlieren sich die Spitzen der Mühsal, der Schinderei, alles ist gefärbt von einer zärtlichen und kraftvollen Zuwendung zum Leben, zur Liebe, die dem Augenblick entspringt und diesem keine Zeitlichkeit abverlangt. Der Autor und Filmemacher hat das Buch nicht in seiner Muttersprache geschrieben, man wagt kaum, sich vorzustellen, daß man derart dicht und reich in der Sprache des Wahllandes(frz.) schreiben kann, das man erst mit 30 Jahren betrat. Ungewöhnlich und reich in Inhalt, Form, Aussage, Anliegen.
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am 21. November 2014
Luo und sein Freund, dessen Name ungenannt bleibt und der die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, werden im Rahmen der Umerziehung aus ihrer Heimatstadt verbannt und in ein rückständiges Bergdorf geschickt. Dort sind sie damit beschäftigt, verbotene Bücher zu lesen, ihren Kumpel "Brillenschang" zu besuchen oder einer kleinen Schneiderin aus einem Nachbardorf ihre Aufwartung zu machen. Wenn sie nicht gerade mit sklavenähnlichen Arbeiten beschäftigt sind.

Natürlich trägt die Umerziehung, anders als beim Brillenschang, bei den beiden keine Früchte. Beide verhalten sich "verboten", was anscheinend kein Problem ist, denn im China der früheren 70er Jahre ist anscheinend alles verboten. Das ist allerdings nie ein ernst zu nehmendes Hindernis, es wird höchstens mal andeutungsweise kritisch. Die Umerziehung wirkt irgendwie wie ein unbequemer Urlaub auf dem Lande, von einigen unerfreulichen Begebenheiten mal abgesehen.

Und eine Liebesgeschichte? Die wirkt auch relativ dünn bis nicht vorhanden, der Stoff gibt das meines Erachtens kaum her. Zurück bleibt ein zwar unterhaltsamer, aber sehr seichter Roman ohne besonderen Tiefgang und, was noch schlimmer ist, mit einem richtig miesen Ende (vielleicht habe ich es auch nicht verstanden). Die himmelhochjauchzenden Rezensionen, auch die vom Klappentext, kann ich nicht immer nachvollziehen. Daher nur 3 Sterne.
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am 18. Januar 2005
Mit trockenem Humor erzählt Dai Sijie in seinem Erstlingswerk eine Wunderolle Geschichte, die Tragik und Absurdität dieser düstern Epoche Chinas entlarvt.
Zur Zeit der chinesischen Kulturevolution werden zwei junge Männer, deren einziges Schandtat darin besteht Söhne gebildeter Bürger zu sein, zur „Umerziehung" in ein primitives Dorf in einer entlegenen Bergregion verbannt. Gemeinsam trotzen die beiden Freunde ihrem tristen Dasein ohne (oder mit verschwindend geringer) Hoffnung auf eine Rückkehr in die Stadt und in die kulturelle Zivilisation. Sei es nun durch das Retten ihrer Geige durch eine List (das spielen des Stückes „Mozart ist mit seinen Gedanken immer beim Großen Vorsitzenden Mao"), „Manipulation" des Dorfvorstehers durch einen beliebig verstellbaren Wecker, die kleine Schneiderin (die von beiden Freunden geliebt wird, jedoch nur die Liebe des einen erwidert) oder letztendlich durch das Lesen von Büchern westlicher Autoren (welche wiederum durch List und Tücke gestohlen worden sind). Balzac, Dumas, Flaubert und Romain Rolland führen die beiden Halbstarken in eine neue Welt, bieten ihnen eine Ausflucht aus der dogmatischen Realität. Die Bücher werden der Mittelpunkt ihres erzwungenen Bauerndaseins, zum Universalmittel um zum Beipiel die kleine Schneiderin zu verführen, Ärzte zu bestechen und vieles Anderes. „Nachdem ich es fertig gelesen hatte, waren weder mein verdammtes Leben, noch meine verdammte Welt wie zuvor", berichtet der peronelle Erzähler.
Dai Sijie erzählt die kuriosen Geschichten und Anekldoten der beiden Protagonisten mit einer Leichtigkeit und feinem Humor, so dass man fast das ganze Buch mit einem Schmunzeln liest. Die an sich dramatischen Ereignisse schildert er mit trockenem Humor und doch mit erschreckender Authenzität (das Buch ist teils autobiographisch). Die Unbeschwertheit Dai Sijies Stil, seine Art die kleinen Dinge zu beschreiben und den Leser in das Buch hineinzuzaubern, so dass er sich etwa der „begehrtesten Schönheit des Phönix des Himmels" (die kleine Schneiderin) mit iherem anfänglich naiven Gebaren inmitten der filigranen Bergwelt direkt gegenüber sieht, zeichnen dieses Buch aus.
„Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" ist eines jener Bücher die man an einem Abend verschlingt und sich am Ende 200 Seiten fragt: Wie? Schon vorbei?
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"Ho-ho, was haben wir denn da?" Der Laoban hielt die Geige senkrecht hoch, um wie ein pingeliger Zollbeamter, der nach Drogen sucht, mißtrauisch durch das Schallloch in den dunklen Resonanzkasten zu spähen. Ich bemerkte drei kirschrote Blutstropfen in seinem linken Auge ..."
Ein autobiografischer Roman aus der Zeit der Kulturrevolution und der Autor weckt in dem ersten Kapitel große Hoffnungen. Die beiden Helden kommen in ein abgelegenes Dorf zur Umerziehung, die nächste Kreisstadt ist zwei Tagesmärsche entfernt und die Dörfler haben noch nie einen Kinofilm gesehen.
Vor allem Luo kann mit seiner Inszenierung eines nordkoreanischen Schmachtfetzens nicht nur die Herzen seiner neuen Nachbarn und des Dorfvorstehers gewinnen, sondern bezaubert auch die kleine chinesische Schneiderin aus dem Nachbardorf, mit der er bald eine Romanze beginnt.
Doch leider, was im ersten Kapitel furios beginnt, einen Schelmenroman, eine wunderschöne Liebesgeschichte, eine Abrechnung mit der Kulturrevolution verspricht, verflacht schnell und kann die Erwartungen nicht erfüllen. Ganz nett plätschert es in den Folgekapitel dahin, gute Lektüre für den Strandurlaub, aber mehr auch nicht. Ein Beispiel, wie die Feuilletons einen Roman hochgelobt und zum Bestseller gemacht haben. Meiner Ansicht nach verdient er es nicht.
Hans Peter Roentgen
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am 26. September 2001
Dai Sijie erzählt in seinem ersten, zum Teil autobiographischen Roman von zwei pfiffigen chinesischen Studenten, die mit der Entdeckung der Liebe zur Literatur und zu einer hübschen jungen Schneiderin ihr Leben gerettet bekommen. Es ist 1971 und die beiden Jungen aus der Stadt, Kinder der intellektuellen Schicht, sind als Teil des "Umerziehungsprogramms" in ein gottverlassenes Bergdorf geschickt worden, wo harte Arbeit und das Mißtrauen der Bewohner ihnen das Leben schwer machen. Doch dann geraten sie mit List an einen Koffer voller Bücher, allerdings verbotener, westlicher Weltliteratur,und sie tauchen ein in die ihnen fremden Welten. Hieraus schöpfen sie nicht nur neue Lebensenergie, sondern bezaubern mit den Geschichten auch die kleine chinesische Schneiderin, mit einem dicken schwarzen Zopf und einem hinreißenden Lächeln ausgestattet, in die sich einer der beiden sofort verliebt.Eine wunderbare Liebesgeschichte, witzig, poetisch und mit einem unerwarteten Schluß! Das Buch streichelt die Seele, bezaubert m it seiner anmutigen Sprache und eignet sich hervorragend als kleine Kostbarkeit für liebe Freunde!
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