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am 11. März 2003
Es handelt sich einerseits um den "dicksten" und andererseits um den "poltischsten" Carvalho-Roman; gleichwohl ein Carvalho, wie wir ihn kennen (und lieben) gelernt haben: eigensinnig, politisch, genießerisch und scharfsinnig. Die sehr verschachtelte Story führt ein durch das "moderne" Argentinien, daß nach wie vor von seiner Vergangenheit eingeholt und bestimmt wird (man könnte Prallelen zur Nachkriegszeit in Deutschland ziehen!). Allerdings - egal welche Zeit wir schreiben - eines bleibt erhalten: Argentinien ist mindestens Asado und Tango...und das wird wohl glücklicherweise (zur Gewißheit des Lesers) immer so bleiben. Bei beidem handelt es sich oberflächlich betrachtet um reine Sinnesgenüsse und Sinnesbefriedigung. Aber Montalban zeigt sehr anschaulich, daß es weitaus mehr - nämlich ein Stück Kultur und "politische Freiheit" eines zu lange und zu oft unterjochten Volkes - ist. Denn das Asado (ein großes Grillfest für alle) ist das Meinungs-(und insoweit auch das Polit-)Forum aller kritisch denkenden und der Tango ist das Medium der Protestierenden. Dies in einer Welt der "Verschwundenen", will man selbst nicht verschwunden werden.
Der spannende Roman macht deutlich, wie unverhohlen in den Machtzentren nach wie vor diejenigen etwas zu sagen haben - und damit Macht ausüben - die zuvor zugunsten einer Demokratisierung sowohl des Staates als auch des Volkes gestürzt worden sind. Resignativ betrachtet: verändert hat sich allenfalls die äußere Fassade ("Demokratie"); geblieben sind - dank Beziehungen und einer Anpassungsfähigkeit eines Chamäleon gleich - die alten "Machthaber" (zumindest teilweise).
Aber keine Angst, entgegen der Erwartungshaltung nach dem Lesen vorstehender Zeilen, handelt es sich um einen typischen Carvalho-Roman. Zwar fehlen Barcelona und die Ramblas (auch Charo und Biscuter spielen keine direkte Rolle), dennoch ist es eine Story wie sie Carvalho-Fans kennen und wie sie sie zu schätzen wissen. Insbesondere gefällt in diesem Zusammenhang der "neue" Partner von Carvalho in Buenos Aires, Vito Altofino. Ebenfalls Privatdetektiv, mit dem Carvalho gemeinsam ein Detektiv-Büro eröffnet, um offiziell etwas "freier" in Argentinien agieren zu können. Mit diesem Altofino hat Montalban einen interessanten Charakter geschaffen. Überhaupt gibt es in diesem Buch - im Unterschied zu den vorausgegangenen Romanen und als "Ersatz" für die Freunde Carvalhos - in Buenos Aires sehr interessant und gut gezeichnete Charaktere an der Seite des Detektivs.
Im Ergebnis handelt es sich also um einen Carvalho, der seine Fans nicht enttäuscht und Montalban "ad his best" zeigt. Wir wollen hoffen, daß noch viele Carvalhos folgen; es macht süchtig!
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am 14. Juni 2003
Vazquez Montalban gibt mit diesem Pepe Carvalho Roman einen wunderbar exakten Einblick in das heutige Argentinien mit all seinen Problemen aber auch Schönheiten. Sehr gut wird auch das Lebensgefühl der Menschen vermittelt, es schwankt zwischen Melancholie, Resignation und Machtgier sowie Opportunismus.
Die Geschichte ist brilliant erzählt, ist mal nachdenklich, mal actiongeladen und schnell...
Wenn Sie dieses Buch anfangen, sollten Sie sich Zeit nehmen - denn Sie werden es kaum wieder weglegen können !
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