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59 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von mitunter quälender Langatmigkeit aber episch...
Der Rang, den die Elenden in der Weltliteratur bekleiden, wurde mir niemals richtig bewusst. Es scheinen sich wenige die Mühe zu machen, die weit über 1000 Seiten zu lesen, was eigentlich schade ist.
Ich habe selbst mehrere Anläufe dazu benötigt über die ersten Kapitel hinauszugelangen, es hat mir auch ein gutes Stück Disziplin...
Veröffentlicht am 23. Juli 2004 von Wolfgang Goederle

versus
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Irrefuehrung des Kunden: Angebot der Kindle-Version ohne Hinweis auf Kuerzung
Mit dem Titel der Bewertung ist alles gesagt: Ich habe mich extrem geaergert, als ich feststellen musste, dass es sich bei der einzigen von Amazon verkauften deutschen e-book-Version nicht um die Originalausgabe, sondern um eine gekuerzte und ueberarbeitete Fassung, basierend auf einer Ausgabe von 1933 (!) handelt. Daraufgekommen bin ich erst, als ich gefragt wurde, wie...
Vor 16 Monaten von Kundin veröffentlicht


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59 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von mitunter quälender Langatmigkeit aber episch..., 23. Juli 2004
Von 
Der Rang, den die Elenden in der Weltliteratur bekleiden, wurde mir niemals richtig bewusst. Es scheinen sich wenige die Mühe zu machen, die weit über 1000 Seiten zu lesen, was eigentlich schade ist.
Ich habe selbst mehrere Anläufe dazu benötigt über die ersten Kapitel hinauszugelangen, es hat mir auch ein gutes Stück Disziplin abverlangt, aber selten hat es sich so sehr ausgezahlt.
Die Elenden beschreiben eigentlich den Lebensweg des Jean Valjean, durch die düstere und häufig trostlose Landschaft des frühen 19. Jahrhunderts.
Seine Läuterung und Genese vom hungrigen, armseligen Kleinstkriminellen hin zu einem der grössten Charaktere die die Weltliteratur hervorbrachte.
Jean Valjean ist die Güte, die Stärke, die Hoffnung einer Welt.
Das Buch knüpft an zahlreiche Nebenhandlungen und Charaktere an, die einerseits besagte Langatmigkeit verursachen, zum anderen eine ungemeine Dichte der Fiktion erzeugen und das Werk vielleicht zur authentischsten Milieustudie dieses bewegten Zeitalters machen.
Doch hinter der geballten Informationsmenge die dem Leser entgegengeworfen wird verbirgt sich eine Struktur die die Elenden weit über das Epische hinaus in den Rang einer vollendeten Komposition erhebt.
Und ähnlich wie bei Homer zeichnet sich das tragische Ende überdeutlich ab, und in der Vollendung des Unabwendlichen vollzieht sich ein höherer Wille.
Ein wirklich hervorragendes Werk, das die Mühen, die es zu lesen bereitet, reichlich entschädigt!
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Irrefuehrung des Kunden: Angebot der Kindle-Version ohne Hinweis auf Kuerzung, 8. August 2013
Mit dem Titel der Bewertung ist alles gesagt: Ich habe mich extrem geaergert, als ich feststellen musste, dass es sich bei der einzigen von Amazon verkauften deutschen e-book-Version nicht um die Originalausgabe, sondern um eine gekuerzte und ueberarbeitete Fassung, basierend auf einer Ausgabe von 1933 (!) handelt. Daraufgekommen bin ich erst, als ich gefragt wurde, wie mir das Kapitel ueber Waterloo gefallen habe und, nachdem ich es im Buch nicht finden konnte, das Impressum gelesen habe. Fazit: Nichts mehr kaufen ohne "Blick ins Buch"! Die Produktinformation auf der Shop-Seite reicht nicht!
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk der Literatur!, 19. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Elenden / Les Misérables (Gebundene Ausgabe)
Zwar sind genau 1626 Seiten extrem viel und es scheint durch die Langatmigkeit dieses Buches noch viel mehr, aber es ist ein Meisterwerk! Man muss dieses Buch gelesen haben, wenn man einen gewissen Anspruch auf Belesenheit hat.

Vielleicht sollte man an dieser Stelle noch auf die Langatmigkeit dieses Romans eingehen. Es handelt sich hierbei um ein Werk des Realismus. Daher schreibt Hugo sehr trocken und distanziert. Es fällt dem Lesenden schwer zu verschiedenen Charakteren Sympathien zu entwickeln. Die klassische Heldenfigur, der nur gut ist und den alle mögen, fehlt. Typisch für den Realismus ist auch die haargenaue Beschreibung der Ortschaften. So hätte man vor 150 Jahren dieses Buch nehmen können und es als Touristenführer für Paris nehmen können. So wird die Pariser Kanalisation so genau beschrieben, dass nur noch die einzelnen Rattennamen fehlen. Diese zugegeben häufigen, detailgenauen und daher lästigen Beschreibungen interessieren zwar nicht, sind aber unverzichtbar in diesem Roman. So entsteht im Kopfe des Lesers mit der Zeit ein komplettes Bild des alten Paris, was schon sehr faszinierend ist.

Daher muss man abschließend sagen, treten auch mal Längen auf, diese durchhalten und nicht einfach überschlagen. Der Weg ist bekanntlich das Ziel und endet auch irgendwann mal. Am Ende dieses Weges bleibt ein Epos stehen, der seiner gleichen sucht. Zwar habe ich schon viel (klassische) Literatur gelesen, aber sowas letztendlich Faszinierendes noch nie.

Zur Ausgabe noch ein Hinweis: Wenn ich mich recht erinnere, kostete sich ursprünglich mal 80€. Daher sind 15€ ein wahres Schnäppchen und die dünne Papierart, vergleichbar mit dem bei Bibeln häufig Verwendeten, macht das Buch nicht zu schwer (1600 Seiten inkl. Anhang wiegen schon was) und nimmt nicht mehr Platzt im Regal weg, als nötig.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial - Werk wie Lesung, 30. August 2013
Vor vielen Jahren hatte ich den Wälzer schon einmal nach nicht allzu vielen Seiten gelangweilt aus der Hand gelegt und dann nie wieder angefasst. Dieses Hörbuch nun zieht mich in seinen Bann. Keine Ahnung, ob es an der wirklich exzellenten Übersetzung durch Wolfgang Günther liegt oder an der gnadenlos guten Lesung durch Gert Westphal, der wirklich fesselnd und mitreißend liest, oder in der Kombination dieser beiden Künstler ihres Faches. Vielleicht liegt es auch ein Wenig daran, dass ich doch einige Jahrzehnte älter bin, als damals.

Victor Hugo kommt in diesem Hörbuch keineswegs als angestaubter Klassiker daher. Seine Figuren wirken ungeheuer kraftvoll, lebendig, ja sogar teilweise aktuell und modern. Und seine politische Aussage ist keineswegs von gestern. Bei den Elenden kann man einfach nur mitleiden und mitfiebern. Schnell schlägt einen das Werk in seinen Bann und lässt einen dann nicht mehr los. Am liebsten möchte man das ganz Buch in einem fort hören, was bei einer Dauer von sage und schreibe über 57 Stunden natürlich schwerlich möglich ist. Die Zeit zu investieren lohnt ohne Frage und ich will mich auch hier Natascha anschließen und das Hörbuch jedem sehr ans Herz legen.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großes Buch über Schuld, Sühne und die Liebe., 24. Mai 2001
Der Lebens- und Leidensweg des Jean Valjean, der wegen eines gestohlenen Brotes zur jahrelangen Zwangsarbeit auf den Galeeren verurteilt wird. Nach seiner Freilassung bringt ihn ein Bischoff auf den rechten Weg zurück und Jean Valjean bemüht sich, ein von Grund auf ehrlicher Mensch zu werden. Er gelangt zu Reichtum und unterstützt die Armen und Schwachen, aber die Justiz ist in Gestalt des Polizisten Javert nach wie vor hinter ihm her. Es ist die Geschichte eines Mannes, der die düstersten Seiten der Gesellschaft gesehen hat und der in der Liebe zu einem Kind sein Glück findet.
Hugo führt dem Leser die grauenhaften Verhältnisse, in denen die Ärmsten der Armen im Frankreich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts leben, die politische Situation, Volksaufstände und die Taten von Kriminellen vor Augen. Mehr oder weniger unabhängig von der Hauptgeschichte beschreibt er als Hintergrund der aktuellen Geschehnisse seitenlang etwa den Verlauf der Schlacht von Waterloo, seine Gedanken zum Leben im Kloster, die Geschichte der Kanalisation von Paris und das Wesen eines Aufstandes. In diesen Passagen muss man sich schon mal zwingen, weiterzulesen, aber die eigentliche Geschichte gehört zu den ergreifendsten und spannendsten, die ich je gelesen habe. Kurz: Ein Meisterwerk, das man gelesen haben sollte!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider gekürzt - enthält Spoiler!, 31. Mai 2013
Das Buch halte ich für schlichtweg genial, ich mag solche langatmigen Schinken eben, die mir als Leserin doch etwas mehr abverlangen. Die Charaktere und die Geschichte haben mich rasch in ihren Bann gezogen.

Die Neuauflage im Taschenbuch ist leider stark gekürzt, so wurden 1000 Seiten einfach weggekürzt. So eine Verstümmelung eines Klassikers ist schon relativ schlimm, richtig blöd wirds aber, wenn - wie ich bei der Neuübersetzung gemerkt habe - auf Aussagen aus vorherigen Kapiteln eingegangen wird, die aber leider wegrationalisiert wurden.

Beispiele gefällig?
Es wird auf den betrunken Grantaire verwiesen, der bei Erbauung der Barrikade betrunken eingeschlafen ist - die Szene, in der das passiert, wurde weggelassen. Das ganze wird mit den Worten "Wie sich der Leser erinnert" eingeleitet. Wie soll sich der Leser an etwas erinnern, das weggelassen wurde?

Auch ein Detail, das beim Lesen irritiert: Marius wollte Gavroche für Eponine in Sicherheit bringen. Leider wurde auch Eponines Sterbeszene gekürzt und in dieser Fassung hat sie Marius nie gesagt, dass Gavroche ihr kleiner Bruder ist.

Das wiegt für mich schwerer, wenn der Leser auf Details aufmerksam gemacht wird, die leider weggelassen wurden. Sowas steigert nur die Verwirrung. Wenn man schon ein Buch kürzt, dann sollte man es doch so machen, dass keine Logiklöcher entstehen.

Aber vermutlich wollte man das Buch so schnell als möglich auf den Markt bringen und hat deshalb nur eine doch recht schludrige Übersetzung zustande gebracht. Schade, Victor Hugo hätte definitiv besseres verdient.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterschätzte und viel beschimpfte Übersetzung, 25. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Elenden: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zunächst einmal möchte ich mich (bis vor Kurzem) als leidenschaftlichen Gegner jedweder Bearbeitung oder Kürzung eines Original-Werks bezeichnen.
Wie sollte es auch gerechtfertigt sein, ein Meisterwerk ganz gleich aus welchen Gründen zu verändern und es hinterher als "Übersetzung" zu bezeichnen.
Was "Die Elenden" betrifft, so begann ich das Buch in der (wirklich ungekürzten/bearbeiteten?) Ausgabe aus dem Winkler-Verlag (über 1600 Seiten Roman u. umfangreiche Anmerkungen).
Die Weitschweifigkeit Hugos wird bereits von Beginn an deutlich: ca. 80 Seiten bis der Hauptcharakter überhaupt auftritt!
Die eigentliche Handlung sollte bekannt sein oder selbst entdeckt werden.
Doch Hugo's von vielen als „belehrend und abschweifend“ bezeichnete Einschübe, welche sicher für den Interessierten an französischer Geschichte eine gewisse Erbaulichkeit haben mögen, stören immer wieder die durchaus lebendige und berührende Geschichte.
Die Einzelheiten mögen bekannt sein:

- ein militärisch detaillierter Abriss der Schlacht von Waterloo
- ein ausführlicher Bericht über die Ereignisse bis zum Jahr 1817
- eine sehr ausführliche Schilderung über das Klosterleben Bernhardinischer Nonnen
- immer wieder akribische Darstellungen historischer Persönlichkeiten Frankreichs
- ein Aufsatz über die französische Gaunersprache
- eine seitenlange Abhandlung über die Geschichte des Pariser Kanalsystems
- und, und, und...

Bemerkt werden sollte auch, dass Hugos Abhandlung über die Gaunersprache (L'Argot) auch in der Winkler Ausgabe fehlt, da sie schlicht unübersetzbar ist.

Für den allgemeinen deutschen (und wohl auch französischen) Leser ist all dies ohne umfangreiche Anmerkungen sicherlich überfordernd und trägt letztlich auch nur selten zum Verständnis des eigentlichen Dramas bei.
Für den Interessierten sicherlich informativ und von Hugo – zumindest was den Waterloo-Teil anbelangt – auch kunstfertig und großartig erzählt.
Doch der „Schwung“ der Handlung erfährt durch diese ungemein vielen und umfangreichen Berichte immer wieder Brüche und als Leser stellt man irgendwann fest, dass man mehr in den Anmerkungen blättert, als im eigentlichen Roman, welchen man ja ursprünglich lesen wollte.

Und hier scheiden sich eben die Geister: der Purist wird im ungekürzten Hugo sicherlich alles (und mehr) finden, was sein Herz erfreut, doch der „Durchschnittsleser“ (sofern es ihn gibt) wird von diesen referatähnlichen, teilweise um die 100 Seiten langen Abhandlungen erschlagen und wird nicht selten das Buch frustriert zu Seite gelegt haben.

Und das ist sehr Schade, den „Die Elenden“ ist ein großartiges und ungemein berührendes Buch, welches man unbedingt gelesen haben sollte.
Das Musical oder die zahlreichen Verfilmungen stellen dieses gigantische Werk nur ungenügend dar, wenngleich man einen Eindruck der Größe dieses Stoffes erhalten mag.

Die Übersetzung aus dem Manesse-Verlag macht hierbei einen Kompromiss.
Die Einschübe wurden meist auf das die Handlung betreffende reduziert und teilweise deutlich gekürzt. Aus den ca. 1600 Seiten werden hier ca. 1300.
Doch bei diesem Buch halte ich dies durchaus für förderlich und sinnvoll.
Negativ zu bemerken bleibt allenfalls, dass die Manesse-Ausgabe über keinerlei Anmerkungen, sondern nur über ein Nachwort verfügt. Dies reicht zum Verständnis nicht immer aus; auch gibt es - meiner Ansicht nach - zuviele Eindeutschungen (Herr Weiß statt Leblanc, Franken statt Franc u.ä.).

Trotz allem hat mir diese Ausgabe „Die Elenden“ gerettet, denn die Winkler-Ausgabe erschien mir nach der Hälfte (über 700 Seiten) einfach unerträglich und streckenweise unlesbar.
Ohne die Manesse-Ausgabe wäre ich ein weiterer Gescheiterter geworden; so bin ich ein Begeisterter Leser bis zu Schluss geblieben!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Triumph GERT WESTPHALS.................., 23. September 2013
Von 
J. Fromholzer "fromholzer" (bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Diese vom Südwestrundfunk Anfang der 90er Jahre produzierte Gesamtlesung von DIE ELENDEN, von Victor Hugo, durch GERT WESTPHAL ist ein großer Triumpf für den Vorleser. Anders kann man es nicht nennen. Westphal erweckt das 19. Jahrhundert vor dem inneren Auge zum Leben, mehr noch, als dies der gedruckte Text von Hugo beim Leser getan hätte. Seine, Westphals, Spannung im Vortrag läßt nie nach; der Roman wurde über einen Zeitraum von drei Jahren gelesen und im Hörfunkt ausgestrahlt. Trotzdem sicherlich eine große Kraftanstrengung für den Schauspieler.

Dass Gert Westphals Stimme eben - thematisch - besonders gut ins 19. Jahrhundert passt, konnte man schon bei vielen Fontane- oder Goethe-Aufnahmen erfahren, "erhören".

Victor Hugos Text beschäftigt sich mit sozialen Fragen, die auch heute noch, oder gerade wieder (?), bestand haben. Jean Valjean, der Held der Geschichte, begegnet gerade den Menschen aus unteren Schichten und ärmlichen Verhältnissen mit großer Hilfsbereitschaft und Höflichkeit. Diese Menschlichkeit, die von ihm ausstrahlt, durchzieht den gesamten Roman. Sein eigenes Schicksal, als Sträfling, hatte ihn nicht verbittert. Eine gute Botschaft.

Gert Westphals einfühlsamer Vortrag ermöglicht es nun vielen, die den Text natürlich nicht GELESEN hätten, ihn nun zur Gänze anzuhören.

( J. Fromholzer )
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gert Westphal: ein großer Vorleser!, 19. August 2013
Vor etwa 6 Jahren habe ich die Westphal'sche Lesung mit großer Spannung und größtem Genuß von Anfang bis Ende verfolgt. Gert Westphal galt schon damals als "König der Vorleser". Er belebt jeden Satz und läßt vor dem inneren Auge des Hörers alles Geschilderte lebendig werden. "Les Misérables" - gelesen von Gert Westphal - war für mich das Hörbuch meines Lebens!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Jahrhundertroman über das Elend französischer Verhältnisse - Ein Stern Abzug wegen der Kürzung von über 1000 Seiten, 27. April 2011
Von 
Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hillershausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Frankreich im 19. Jahrhundert: Der ehemalige Galeerensträfling Jean Valjean versucht nach 19 Jahren Haft nach seiner Entlassung Fuß zu fassen. Er wird sogar Bürgermeister unter dem Namen Madeleine. Er versucht sich zu einem guten Menschen zu entwickeln und dient fortan als Rächer der Armen. Valjean begegnet Fantine, die ihre Tochter Cosette an das habgierige und brutale Wirtshausehepaar Thénardier zuvor abgab. Sie möchte ihre Tochter zurück, doch sie stirbt. Valjean nimmt sich Cosette jahrelang an und lässt sie zu einer anständigen jungen Frau heranwachsen, die die Schrecken fast vergisst, die ihr Thénardier in ihrer Kindheit antat. Eines Tages begegnet sie dem Studenten Marius, in den sie sich verliebt und der die Kämpfe für Frankreich als Republik unterstützt und sich den Regierungstruppen unter dem König widersetzt. Die Schrecken rund um Paris nehmen kein Ende und Valjean wird seit Jahren bereits und stets von dem Polizeiinspektor Javert verfolgt, der ihn unbedingt zurück ins Gefängnis bringen möchte...

Der Roman ist der wohl Populärste nebst "Der Graf von Monte Christo" von Dumas im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Hugo nimmt sich verschiedener Botschaften an, er will zum Teil das Elend der damaligen Verhältnisse romantisch veranschaulichen und zum Teil die politischen Aufstände wiedergeben und hinterfragen. Dem Leser wird alsdann deutlich weswegen manche Menschen so und nicht anders gehandelt haben, wenn sie kaum noch Geld hatten, ausgebeutet wurden und selbst ausbeuteten, um ihre Existenz zu sichern. Schmutz, Schläge, Hunger, Krankheiten, Kämpfe, Tod, all das und vieles mehr beschreibt Hugo ohne Umschweife und spinnt die reizende Geschichte der kleinen und vernachlässigten Cosette in seinem Roman mit ein, mit der man sofort Mitleid hat. Hugo weist das Klischee von sich, das viele Menschen zur damaligen Zeit hegten und zwar, dass ein ehemaliger Sträfling immer ein Verbrecher bleiben wird und sich nicht bessern kann, doch er schreibt diesen Roman um die Leute eines Besseren zu belehren. Nicht zu vergessen sind die Bemerkungen zur Schlacht von Waterloo, die er ebenfalls mit wichtigen Handlungssträngen verbindet, die für den Roman ausschlaggebend sind. Zudem erzählt er eindringlich von dem Juniaufstand 1832, an dem der Student Marius beteiligt und entschlossen ist sein Leben, falls nötig, der Republik Frankreich hinzugeben.

Wer kennt nicht "Der Glöckner von Notre-Dame", dessen Verfasser derselbige ist als der von "Les Misérables"? Man sieht also, Victor Hugo war und ist immernoch ein sehr anerkannter Schriftsteller in Frankreich, nach dem heute Schulen benannt sind zum Beispiel. Er hat eine Bedeutung für die Franzosen wie Goethe für die Deutschen und seine Statue steht auf Guernsey, seiner Exil-Insel, und blickt Frankreich entgegen.

Der Roman ist ein absolutes Lese-Muss, zugegeben, manche Stellen sind etwas zu detailliert geschildert und langatmig, genauso wie in Flauberts "Madame Bovary", jedoch kann man darüber hinwegsehen, denn es ist ein wichtiger Roman, der die damaligen Umstände umschreibt und sie unvergessen macht. Ich würde 5 Sterne für dieses Meisterwerk vergeben, jedoch wurde diese Ausgabe von "Les Misérables" von ca. 1700 Seiten rund 1000 Seiten auf ca. 600 gekürzt, was sehr schade ist, denn dadurch ist die Handlung etwas komprimiert und viele Dinge geschehen Schlag auf Schlag, wohingegen das Original alles mehr zu umarmen scheint, durch seine Detailtreue, die jedoch lesenswert und nicht langweilig rüberkommt.

~Bücher-Liebhaberin~
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Die Elenden / Les Misérables
Die Elenden / Les Misérables von Victor Hugo (Gebundene Ausgabe - 1. Januar 2006)
Gebraucht & neu ab: EUR 6,07
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