Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren b2s Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
16
4,5 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

HALL OF FAMEam 17. Februar 2003
Wer diese Ausgabe des Don Quichote kauft, erwirbt nicht nur die Odyssee des "Ritters von der traurigen Gestalt" samt seiner Mähre Rosinante und seinem esels-berittenen Diener Sancho Pansa - nein, er hat damit auch eine Ausgabe erwischt, in welcher der hervorragende Fritz Martini in einem umfangreichen Nachspann die Verknüpftheit des Roman-Stoffes mit dem realen Lebens-Schicksal des MIGUEL DE CERVANTES SAAVEDRA akribisch aufzeigt. So ist zum Beispiel jenes 22. Roman-Kapitel mit dem (typisch) langatmigen Titel "Von der Befreiung, die Don Quijote vielen Unglücklichen zuteil werden ließ, welche man wider ihren Willen dahin führte, wohin sie lieber nicht wollten" - so die Kapitel-Überschrift - jener Abschnitt also läßt sich wahrlich unzweifelhaft aus dem Lebenslauf des wirklichen Spaniers Cervantes erklären. Martini: "Spanien kämpfte zur See gegen die Türken um die Herrschaft auf dem Mittelmeer - wie ein Ausklang der Kreuzzüge mutet dieses Ringen an." 1575 schiffte sich Cervantes zum soundsovielten Male ein, wurde aber diesmal von einem türkischen Schiff gekapert und als Gefangener nach Algier gebracht, wo er fünf Jahre in Kerkerhaft verbrachte. Martini: "Jene Stelle, wo Don Quijote dem Zug der verketteten Galeeren-Sträflinge begegnet und sie befreit, ist aus eigenem Wissen um das Schicksal solcher Gefangenschaft geschrieben." "Fünf Monate legte man ihn in eiserne Ketten, um seinen Willen zu brechen. Es wird berichtet, Cervantes habe die Absicht gehabt, sich an die Spitze von fünfundzwanzigtausend Christen-Sklaven zu setzen ..." - kein Wunder also, dass Cervantes der unauslöschliche Held aller lese- oder zuhör-fähigen Spanier wurde und bis heute geblieben ist. "DIE GRÖSSTE SÜNDE IST DIE VERZWEIFLUNG" - mit solchen Sätzen hat sich Cervantes unsterblich gemacht - und seiner ironischen Odyssee fast die Ebene einer mutigen existenzphilosophischen Abhandlung gegeben - allerdings einer gut verfilmbaren. Don Quichote (erschienen 1605) mag man also als Nachläufer der HOMER'schen Ilias und Odyssee sehen - aber auch als Vorläufer des SIMPLICISSIMUS des dreißigjährigen Krieges (Grimmelshausen alias German Schleifheim von Sulsfort, 1669), ja sogar als literarische Vorahnung des Till Eulenspiegel des Belgiers Charles de Coster (ULENSPIEGEL und Lamme Goedzak, 1867, ebenfalls als Dünndruck-Ausgabe des WINKLER-Verlages, München, erhältlich). Die Schriftstellerei des Miguel de Cervantes gehört in die Reihe der wichtigsten kulturellen Erzeugnisse in der Geschichte Europas...
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
HALL OF FAMEam 13. Februar 2003
wer diese ausgabe des don quichote kauft, erwirbt nicht nur die odyssee des ritters von der traurigen gestalt samt seiner mähre rosinante und seinem eselsberittenen diener sancho pansa - nein, er hat damit auch eine ausgabe erwischt, in welcher der hervorragende fritz martini in einem umfangreichen nachspann die verknüpftheit des roman-stoffes mit dem realen lebens-schicksal des MIGUEL DE CERVANTES SAAVEDRA akribisch aufzeigt. so ist zum beispiel jenes 22. roman-kapitel mit dem (typisch) langatmigen titel "von der befreiung, die don quijote vielen unglücklichen zuteil werden ließ, welche man wider ihren willen dahin führte, wohin sie lieber nicht wollten" - so die kapitel-überschrift - jener abschnitt also läßt sich wahrlich unzweifelhaft aus dem lebenslauf des wirklichen spaniers cervantes erklären. martini: "spanien kämpfte zur see gegen die türken um die herrschaft auf dem mittelmeer - wie ein ausklang der kreuzzüge mutet dieses ringen an." 1575 schiffte sich cervantes zum soundsovielten male ein, wurde aber diesmal von einem türkischen schiff gekapert und als gefangener nach algier gebracht, wo er fünf jahre in kerkerhaft verbrachte. martini: "jene stelle, wo don quijote dem zug der verketteten galeeren-sträflinge begegnet und sie befreit, ist aus eigenem wissen um das schicksal solcher gefangenschaft geschrieben." "fünf monate legte man ihn in eiserne ketten, um seinen willen zu brechen. es wird berichtet, cervantes habe die absicht gehabt, sich an die spitze von fünfundzwanzigtausend christen-sklaven zu setzen ..." - kein wunder also, dass cervantes der unauslöschliche held aller lese- oder zuhör-fähigen spanier wurde und bis heute geblieben ist. "DIE GRÖSSTE SÜNDE IST DIE VERZWEIFLUNG" - mit solchen sätzen hat sich cervantes unsterblich gemacht - und seiner ironischen odyssee fast die ebene einer mutigen existenzphilosophischen abhandlung gegeben - allerdings einer gut verfilmbaren. don quichote (1605) mag man also als nachläufer der HOMER'schen ilias und odyssee sehen - aber auch als vorläufer des SIMPLICISSIMUS des dreißigjährigen krieges (grimmelshausen alias german schleifheim von sulsfort, 1669), ja sogar als literarische vorahnung des till eulenspiegel des belgiers charles de coster (ULENSPIEGEL und de lamme goedzak, 1867, ebenfalls als dünndruck-ausgabe des WINKLER-verlages, münchen). cervantes gehört in die reihe der wichtigsten kulturellen erzeugnisse in der geschichte europas...
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. April 2009
Immer dann, wenn von Don Quijote (Quixote oder wie auch immer) die Rede ist, meinen die meisten genau zu wissen, worum es geht. "Das ist doch der, der gegen die Windmühlen kämpft". Diesen Leuten darf gesagt sein, schon wahr, allerdings kann sich jeder, der über die ersten 20 Seiten hinauskommt, ein weit besseres Bild von Don Quijote und Sancho Pansa malen.
'Don Quijote' von Miguel de Cervantes ist ein Buch, dass den Leser in nicht nur eine, sondern gleich mehrere Welten entführt, viele Weisheiten bereithält, zum Lachen zwingt und dem Schwachsinn seine ganz eigene Note verleiht. Ein Buch, welches für jede Lesergeneration eine ganz eigene Anziehungskraft zu entfalten vermag.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. März 2009
Dass dieses Buch ein gutes ist, ist wohl überflüssig zu sagen. Immerhin handelt es sich hier um eins der bedeutendsten Werke der Literaturgeschichte. Hier präsentiert es sich in schöner Form.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Juni 2005
Zunächst sei gesagt, dass das Buch eigentlich zwei Bücher ist, die Cervantes im Abstand von zehn Jahren veröffentlichte. Das Gesamtwerk umfasst in der hier diskutierten Ausgabe über 1.100 Seiten. Womit wir gleich beim Problem wären: dafür, dass eigentlich immer das Gleiche passiert, vielleicht ein bisschen lang geraten. Glücklicherweise kann Cervantes am Anfang des zweiten Buches gleich selbst die an ihn herangetragene Kritik anführen: "Mehr satirisch als lehrreich".
Allerdings ist genau diese Satire der inhaltliche Wertfaktor des Buchs: keine perfekten Ritter bewältigen große Abenteuer und erringen am Ende die Zuneigung der von Ihnen angebeteten keuschen Dame aus gutem Hause mit perfektem Benehmen. Nein, Alltagstypen sorgen sich um sich selbst (Sancho Pansa) oder verfolgen ideologischen, verblendeten Unsinn (Don Quijote). Von daher eigentlich eine durchaus aktuelle Kritik zur heutigen Zeit, wo unsere Ritterromane Spielfilme sind, vorzugsweise aus Hollywood kommen und gerade im Abenteuer/Action-Bereich smarte Alleskönner in explodierenden, lebensgefährlichen, weltbedeutenden, gut-böse Unternehmungen zeigen, die am Ende natürlich die unglaublich gut aussehende Heldin "bekommen" (Prototyp: James Bond). Allerdings haben wir heutzutage aber auch "Lindenstraße".
Vom sprachlichen Stil/Form her genauso blumig und mit Lyrik gespickt, wie die zu karikierenden Ritterromane, unterliegt die Handlung folgendem Strickmuster: Vom übermäßigen Konsum kitschiger Ritterromane der Realität entrückter möchtegern-Ritter (Don Quijote) rückt mit seinem einfach gestrickten Knappen (Sancho Pansa) aus, um Abenteuer zu erleben - die Ausfahrten. Diese sind jeweils in kleinere Episoden zerlegt, in denen die beiden Protagonisten jeweils ein Grüppchen Menschen oder ein Gebäude trifft, deren Bedeutung von Don Quijote völlig falsch eingeschätzt wird, weshalb diese Begegnungen meist angegriffen werden, wobei Don Quijote dann kräftig auf die Mütze kriegt. Anscheinend wurde dieses Muster selbst Cervantes auf die Dauer ein bisschen eintönig, weshalb er - gerade auch im zweiten Buch - größere Erzählungen anderer Geschehnisse, hauptsächlich zwei große Liebes-Dramen, einflicht.
Von daher hätte man die Hauptaussage der 52+74=126 Kapitel des Buches wahrscheinlich auch auf 20 Kapitel kondensieren können, weshalb es auch Schade ist, dass es neben einem Inhaltsverzeichnis auch keine Diskussion der Bedeutung des Buches innerhalb der Weltliteratur gibt.
Also: obwohl zur Weltliteratur zählend dient das Buch eher zur puren satirischen Unterhaltung.
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Januar 2008
ich habe mir das buch gekauft , weil ich mir ein theaterstück dazu ansehen wollte . ich glaube ich bin nur bis seite 30 oder so gekommen und seither hab ich nie wieder den drang verspürt weiter zu lesen ..
meiner meinung nach ist die geschichte zu überzogen und - verzeiht mir das wort - dämlich ..
es ist sicher ein meisterwerk . aber leider nicht mein geschmack :}
11 Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,99 €
8,95 €