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5.0 von 5 Sternen Unbedingt zu empfehlen!
Wer die Vorgeschichte des ersten (und auch des zweiten!) Weltkrieges verstehen möchte, für den ist dieses hervorragende Werk unbedingt zu empfehlen.

Zugegeben, zunächst scheint es um eine lange zurück liegende Epoche zu gehen. Aber es wird in sehr gut verständlicher und keineswegs langweiliger Weise dem Geschichtsinteressierten klar,...
Veröffentlicht am 9. Dezember 2011 von Oxensepp

versus
1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Britische Logik?
Der Eindruck, den das 650seitige Werk von Andreas Rose beim Leser hinterlässt, ist zwiespältig. Einerseits wird eine Unmenge an Fakten, Meinungen, zeitgenössischen Ver-lautbarungen etc. mitgeteilt und anhand dieses Materials die bisherige einseitige Geschichts-darstellung korrigiert, andererseits ist dem Autor am Ende vor lauter Bäumen der Wald aus dem...
Vor 8 Monaten von Elisabeth Schopp veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt zu empfehlen!, 9. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zwischen Empire und Kontinent: Britische Außenpolitik vor dem Ersten Weltkrieg (Gebundene Ausgabe)
Wer die Vorgeschichte des ersten (und auch des zweiten!) Weltkrieges verstehen möchte, für den ist dieses hervorragende Werk unbedingt zu empfehlen.

Zugegeben, zunächst scheint es um eine lange zurück liegende Epoche zu gehen. Aber es wird in sehr gut verständlicher und keineswegs langweiliger Weise dem Geschichtsinteressierten klar, welche machtpolitischen Interessen im ersten Teil des letzten Jahrunderts in Europa herrschten. Zwar steht - dem Titel entsprechend - in erster Linie die Politik der Briten im Vordergrund, aber auch die bi- und multilateralen Beziehungsgeflechte werden im Hinblick auf britisches Kalkül und Reaktion ausführlich berücksichtigt.

Unter anderem erschließt sich aus dem Buch, dass die Briten eine schon fast paranoide Furcht vor Machtverlust, insbesondere als vorherrschende Seekriegsmacht vor allem im europäischen Teil des Nordatlantiks einschließlich Nord-und Ostsee hatten - und zwar speziell durch und infolge des Aufstieg des ehemaligen Vielvölkergewirrs in Mitteleuropa zum schnell erstarkenden Deutschen Reich. Die britischen Inseln liegen immerhin gegenüber der Deutschen Bucht. Zu Deutschland verfestigte sich daher alsbald eine geradezu phobische-panische Abneigung, nicht zuletzt auch wegen einiger Ungeschicklichkeiten der deutschen Politik und Diplomatie. Es war danach beinahe zwangsläufig, dass diese Gemengelage auf kurz oder lang zu einem Krieg führen musste - den man seinerzeit durchaus noch als "Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" (Clausewitz) ansah. Das galt namentlich auch für die Briten, die ein sehr großes Interesse daran hatten, das Deutsche Reich bloß nicht zu mächtig werden zu lassen und dessen Bündnisse auf dem Kontinent nach Kräften zu durchkreuzen.

Noch nie habe ich ein so dichtes, erschöpfendes und gutes Buch zur europäischen Lage vor dem ersten Weltkrieg gelesen - schon gar nicht aus britischer Sicht. Das Buch ist insgesamt uneingeschränkt zu empfehlen. Man versteht dann auch, wie der Versailler Vertrag möglich war und auch die politischen Grundlagen dafür, wie es zum zweiten Weltkrieg kam.

Noch ein (kleiner) Kritikpunkt zum Schluss, der aber nicht den Inhalt sondern den Verleger betrifft: Immer öfter ärgere ich mich auch bei teuren und gebundenen Werken darüber, dass diese keinen Lesebändchen mehr einarbeiten. Wieviel Cent spart dieser kleine Service?
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wahrheit kommt an den Tag, 12. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zwischen Empire und Kontinent: Britische Außenpolitik vor dem Ersten Weltkrieg (Gebundene Ausgabe)
Unter der Vorraussetzung dass sich der Leser mit der deutsche Geschichte von 1870 bis 1914 schon in groben Zügen beschäftigt hat, ist das Buch sehr leicht zu verstehen bzw. gut zu lesen. Dass Herausragende an dieser Arbeit ist, dass der Autor wahrlich jede (!) seiner Aussagen mit sehr vielen Zitaten von vielen damaligen führenden Zeitzeugen (u.a. Grey, Hardinge) belegt. Es kommt im Buch dadurch u.a. klar zum Ausdruck, dass die Hinwendung Englands zu Frankreich (1904) und Russland (1907) nicht als Reaktion auf eine - wie von der bisherigen deutschen Geschichtsschreibung behauptet - zu starke Aufrüstung des deutschen Kaiserreiches (u.a. Flottenrüstung), sondern als Reaktion auf ein für England zu schwaches Deutschland zu verstehen ist. England ging nämlich auf Nummer sich bzw. strebte die alsolute eigene Sicherheit an, so dass es die Strategie des Balance of Power aufgab und sich mit der mächtigsten Allianz des Kontinents (Frankreich und Russland) verbündete. Es wird zudem aufgezeigt, dass Kaiser Wilhelm nicht der Elefant im Porzellan-Laden war und nicht generell Verhandlungen mit England ablehnte. Zudem wird im Buch deutlich, dass es Deutschland den Engländern niemals Recht machen konnte. Es wurde nämlich von den Engländern - insbesondere von der englischen Presse - generell unterstellt, dass Deutschland hinterlistig sei und England angreifen wolle. Diese nicht enden wollenden Pressekampagnen der großen englischen Pressebarone begrenzte den Handlungsspielraum der englischen Regierung gegenüber der deutschen Regierung zusätzlich enorm.
Das Buch hat nur ein Manko: Es ist hinsichtlich der Seitenzahl viel zu teuer.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Buch, 18. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Zwischen Empire und Kontinent: Britische Außenpolitik vor dem Ersten Weltkrieg (Gebundene Ausgabe)
Andreas Roses Werk beschäftigt sich mit der Vorgeschichte des ersten Weltkrieges aus britischer Sicht.
Von der wachsenden Macht der britischen Presse auf politische Entscheidungen, über die akute Angst der Briten ihre Vorherrschaft auf See zu verlieren, bis zu den Flottenprogrammen der Royal Navy, beschreibt er Großbritanniens Rolle im Konzert der Großmächte.
Für den geschichts- und politikinteressierten Leser ist das Buch unbedingt zu empfehlen. Es ist ausführlich und hervorragend geschrieben, ohne sich unnötige Längen.
Mit 68,90€ hat die gebundene Ausgabe zwar einen stolzen Preis, ist ihr Geld aber absolut Wert. Allerdings würde ich meinem Vorrezensenten SysTin zustimmen, dass ein Lesezeichen eine schöne Aufmerksamkeit gewesen wäre.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Britische Logik?, 23. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Zwischen Empire und Kontinent: Britische Außenpolitik vor dem Ersten Weltkrieg (Gebundene Ausgabe)
Der Eindruck, den das 650seitige Werk von Andreas Rose beim Leser hinterlässt, ist zwiespältig. Einerseits wird eine Unmenge an Fakten, Meinungen, zeitgenössischen Ver-lautbarungen etc. mitgeteilt und anhand dieses Materials die bisherige einseitige Geschichts-darstellung korrigiert, andererseits ist dem Autor am Ende vor lauter Bäumen der Wald aus dem Blickfeld geraten. Allein die Liste der benutzten Literatur füllt 32, das Personen-verzeichnis weitere 16 Seiten. Man hätte dem Autor raten sollen: Weniger ist mehr!
Denn die in diesem Buche angehäufte Fülle an Informationen führt m. E. zu drei bedauer-lichen Mängeln.
1. Die Detailverliebtheit des Autors erschwert es sehr, die durchaus brisanten und treffenden Hauptaussagen zu entdecken. Man muß mit dem Textmarker in der Hand das Buch wohl zweimal lesen, um Roses Kernthesen herauszupräparieren.
2. Diese Unschärfe bei der Strukturierung des Stoffes, verursacht von der Überfülle des verarbeiteten Materials, führt daher zu Lücken und Ungleichgewichten. So wird z. B. der deutsch-russische Vertrag von Björkö von 1905 mit keinem Wort erwähnt, obwohl er bei seinem (von Frankreich verhinderten) Inkrafttreten die machtpolitische Stellung Englands grundlegend verändert und vermutlich den Ersten Weltkrieg verhindert hätte.
3. Der Autor beschließt sein Werk mit dem Jahr 1909, lässt also die wichtigen Jahre bis 1914 außer Betracht. Hätte Rose seine 650 Seiten auf etwa 200 Seiten eingedampft, dann hätte er noch genügend Raum und Zeit gehabt, um diese Jahre seinem Werk hinzuzufügen.
Die Bilanz, die Rose am Schluß seiner akribischen Untersuchung vorlegt, lässt sich in einem Satz zusammenfassen: England führte Krieg gegen Deutschland, weil es aus Angst vor Russland keine andere Wahl hatte.
Diese überraschende Erkenntnis hätte nun aber doch eine nähere Erklärung verdient. Denn: Weshalb war die angeblich für die britische Politik so grundlegende Politik des Gleich-gewichts aufgegeben worden? Wenn England Angst vor dem unangreifbaren Zarenreich" (S.590) hatte, wieso war es dann ein Akt der Staatsklugheit, das eingekreiste Deutschland im Verein mit Russland ganz zu entmachten und somit die russische Dominanz auf dem Kontinent noch zu verstärken?
Mit solchen Fragen lässt uns der Autor alleine. Denn die häufig erwähnte ,Germanophobie' im britischen Außenamt oder der Hauptstadtpresse gibt hier nur vordergründig Antwort und erklärt im Grunde nichts. Die Frage bleibt: Woher rührte diese Germanophobie? Und weshalb bestimmte sie die britische Politik? Der Autor äußert sich dazu nicht. Man kann vermuten, die Akteure der englischen Außenpolitik seien allesamt psychisch schwer gestört gewesen und hätten aufgrund ihrer Wahnvorstellungen, die der Autor ja des öfteren skizziert, die Katastrophe des Ersten Weltkriegs ausgelöst.
Ein rationales Kalkül vermag der Autor in der britischen Politik vor 1914 nicht zu erkennen, aber konnten Geisteskranke die Politik einer Weltmacht bestimmen? Mit dieser Frage legt man das Werk von Andreas Rose einigermaßen ratlos aus der Hand.
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Zwischen Empire und Kontinent: Britische Außenpolitik vor dem Ersten Weltkrieg
Zwischen Empire und Kontinent: Britische Außenpolitik vor dem Ersten Weltkrieg von Andreas Rose (Gebundene Ausgabe - 23. März 2011)
Gebraucht & neu ab: EUR 69,80
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