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5.0 von 5 Sternen Des Vielfältigen Vielfalt gebündelt – das Strauss-Handbuch, 25. April 2014
Von 
Klassikfreund (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Richard Strauss-Handbuch (Gebundene Ausgabe)
Mehr als ein halbes Jahr lang haben J. B. Metzler und Bärenreiter das Handbuch zu Richard Strauss immer wieder verschoben, doch nun liegt es endlich vor. Warum endlich? Weil dieser Strauss und sein Werk selbst im Kleinen ein zutiefst facettenreiches "Phänomen" waren. Manchmal vereinte diese Vielfalt sogar Widersprüche.

Diese Problematik möglichst umfassend einzufangen, ist eine Mammutaufgabe. Das Strauss-Handbuch stellt sich dieser Herausforderung mit großer thematischer Fülle, beschränkt sich aber beim Biographischen durchaus. Schon das Inhaltsverzeichnis zeigt, daß sich die Autoren zu diversen Aspekten des Phänomens "Richard Strauss" geäußert haben:

Vorwort
Zeittafel
Einleitung
- Strauss-Bilder (Walter Werbeck)
Dirigent, Standesvertreter, Geschäftsmann
- Kapellmeister und Dirigent (Roswitha Schlötterer-Traimer)
- Strauss und die Genossenschaft Deutscher Tonsetzer (Michael Karbaum)
- Strauss und der Allgemeine Deutsche Musikverein (Irina Lucke-Kaminiarz)
- Strauss und der Ständige Rat für int. Zusammenarbeit der Komponisten (Petra Garberding)
- Präsident der Reichsmusikkammer (Albrecht Riethmüller)
- Strauss und seine Verleger (Dominik Rahmer)
Ästhetische Positionen
- Strauss und Wagner (Bernd Edelmann)
- Strauss und Mozart (Thomas Seedorf)
- Kulturgeschichte und Oper (Katharina Hottmann)
Kompositorische Arbeit
- Der Kompositionsprozess (Jürgen May)
- Strauss und seine Librettisten (Reinhold Schlötterer)
Opern und Ballette
- Guntram – Feuersnot – Salome – Elektra (Susanne Rode-Breymann)
- Der Rosenkavalier – Ariadne auf Naxos – Die Frau ohne Schatten (Bryan Gilliam)
- Intermezzo – Die ägyptische Helena – Arabella (Ulrich Konrad)
- Die schweigsame Frau – Friedenstag – Daphne (Rebecca Grotjahn)
- Die Liebe der Danae – Capriccio (Dörte Schmidt)
- Ballette (Monika Woitas)
Vokalmusik
- Klavierlieder (Elisabeth Schmierer)
- Orchesterlieder (Christian Thomas Leitmeir)
- Chorwerke (Barbara Eichner)
Instrumentalmusik
- Tondichtungen (Charles Youmans)
- Symphonische und konzertante Werke (Arnfried Edler)
- Das instrumentale Spätwerk (Jens-Peter Schütte)
- Klavier- und Kammermusik, frühe Bläserwerke (Walter Werbeck)
Wirkung
- Strauss und die Komponisten seiner Zeit (Jürgen Schaarwächter)
- Strauss und die Musikwissenschaft (Wolfgang Rathert)
Anhang
- Werkverzeichnis
- Verzeichnis der Autorinnen und Autoren
- Namensregister
- Werkregister

Endlich kann man auch die weniger bekannten Werke hören und gleichzeitig lesen, was es mit ihnen auf sich hat – tauchen sie doch in den gängigen Veröffentlichungen meist nur am Rande auf. Das ist der große Vorteil dieses Buchs: Man hat immer gleich die passende Lektüre zur Hand. Daß sie von Musikwissenschaftlern verfaßt wurde, sich daher fachwissenschaftlich präsentiert und den Laien in so manchem Detail herausfordert, sollte allerdings nicht vergessen werden.

Dem Menschen Richard Strauss ist übrigens kein eigener (biographischer) Aufsatz gewidmet, vielmehr deckt die 21seitige(!) Zeittafel diesen Aspekt recht umfangreich ab. Sie ist unterteilt in: Jahr, Biographisches, Konzerte und Dirigate, Werke; und sie bietet damit zwar einen sehr umfassenden Überblick, aber eben in tabellarischer Form. Ich muß an dieser Stelle nochmals unterstreichen, daß Strauss' Leben sich hierbei nur auf eine Ereignisnennung beschränkt. Eine Charakterstudie fehlt und hätte den Umfang des Werkes sicherlich gesprengt, da ein kurzer Aufsatz dem facettenreichen Strauss wohl auch kaum gerecht werden könnte.

(Wer eine gutgeschriebene Biographie sucht, sollte mit "Richard Strauss, Magier der Töne" von Bryan Gilliam gut aufgestellt sein. Gilliam war als Fachwissenschaftler auch am Handbuch, am Kapitel "Opern und Ballette", beteiligt.)

583 Seiten über Richard Strauss – sein Leben, sein Schaffen, sein Wirken. Damit ist das Strauss-Handbuch sicherlich der bislang erfolgreichste Versuch, des so ungemein Vielfältigen Vielfalt in einem Werk zu bündeln.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rundum gelungenes Fachbuch, 14. Juni 2014
Von 
Herbert Huber (Wasserburg am Inn, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Richard Strauss-Handbuch (Gebundene Ausgabe)
Zum 150. Geburtstag von Richard Strauss gab der Musikwissenschaftler Walter Werbeck ein Handbuch über den umstrittenen Komponisten und seine Werke heraus. Zusammen mit dem Herausgeber haben 26 Musikwissenschaftler dazu beigetragen. Obwohl der Spagat zwischen neuester Forschung und Handreichung für den interessierten Musikfreund etwas zugunsten der Forschung ausfiel kommen alle auf ihre Kosten.
Die 26 Beiträge im Hauptteil gliedern sich in diese Abteilungen:
* Dirigent, Standesvertreter, Geschäftsmann
* Ästhetische Positionen
* Kompositorische Arbeit
* Opern und Ballette
* Vokalmusik
* Instrumentalmusik
* Wirkung
Die in der Handbuchreihe des J.B. Metzler Verlags üblichen akribischen Verzeichnisse und Register runden das Werk ab.
Schon in der Einleitung wird ein vielseitiges Bild des Komponisten und Dirigenten gezeichnet. Zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zählte das Kartenspiel. Vom Sport hielt er nicht offensichtlich nicht zu viel, das Skifahren hielt nur für norwegische Landbriefträger geeignet. Diese Vielseitigkeit Strauss' zieht sich durch das gesamte Handbuch.
Zu jedem Werk des Tondichters Strauss findet sich eine ausführliche Beschreibung. Die Opern nehmen dabei den breitesten Raum ein. Doch auch die Informationen zu den Liedern, Tondichtungen und anderen Instrumentalwerken sind umfangreich.
Gelegentlich bringt es die Sache mit sich, dass der Nichtmusikologe kurz aussteigen muss. In verschiedenen Beiträgen wird über die Verstrickung des Komponisten mit der nationalsozialistischen Politik aufgeklärt.
Leider gibt es nur zu den Opern knappe diskographische Hinweise ohne Nennung der Kriterien für die Auswahl. Das ist aber das einzige verschmerzbare Manko des rundum gelungenen Handbuchs.
Beim Anhören der Werke Strauss', vor oder nach dem Konzert– oder Opernbesuch wird man das Handbuch gerne wieder zu Rate ziehen.
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Richard Strauss-Handbuch
Richard Strauss-Handbuch von Walter Werbeck (Gebundene Ausgabe - 11. April 2014)
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