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Von den germanischen Anfängen bis zur nahen Gegenwart, von den Merseburger Zaubersprüchen bis zur Netzliteratur unserer Tage, reichen die wesentlichen Strömungen der deutschen Literaturentwicklung. Diese vielgestaltige und wechselvoller Geschichte in knapper Form in einem Band darzustellen, ist kein leichtes Unterfangen.

Die vorliegende "Deutsche Literaturgeschichte" aus dem Stuttgarter Verlag J.B. Metzler bietet jedoch diesen literarischen Epochenüberblick über ca. zwölf Jahrhunderte - und das nun bereits in der 7. Auflage.

Der Herausgeber Wolfgang Beutin und seine Co-Autoren (die anerkannten Literaturwissenschaftler Klaus Ehlert, Wolfgang Emmerich, Christine Kanz, Bernd Lutz, Volker Meid, Michael Opitz, Carola Opitz-Wiemers, Ralf Schnell, Peter Stein und Inge Stephan) haben dabei ihre früheren Beiträge kritisch durchgesehen und aktualisiert. Besonders das Kapitel über die deutschsprachige Literatur nach 1989 wurde erweitert und bis in die unmittelbare Gegenwart fortgeführt.

Damit legt das Buch zwar den Schwerpunkt deutlich auf die deutschsprachige Literatur seit 1945 (immerhin mit 260 Seiten über ein Drittel des gesamten Umfangs), beleuchtet werden aber ebenso ausführlich die deutsche Literatur vom Mittelalter bis zum Zweiten Weltkrieg. Diesem Ansatz ist die "Deutsche Literaturgeschichte" seit ihrer ersten Auflage verpflichtet.

Das renommierte Autorenteam hat die Geschichte der deutschen Literatur in 15 chronologisch gegliederte Kapitel unterteilt, was den Überblick und die Verständigung anhand von charakteristischen Merkmalen erleichtert. Dabei folgt die Untergliederung der bewährten Epocheneinteilung (Mittelalter, Humanismus und Reformation, Barock, Aufklärung, Klassik, Vormärz, Realismus, Moderne, Weimarer Republik, Drittes Reich, Exil, nach 1945, DDR, Bundesrepublik, nach 1989), um die Grundströmungen der deutschen Literatur zu beschreiben.

Die deutschsprachige Literatur hat sich allerdings seit ihren Anfängen stark an anderssprachigen Literaturen und deren Vorbildern orientiert. Diesen Aspekt greifen die Autoren immer wieder auf, ebenso den Zusammenhang zwischen der gesellschaftlichen Entwicklung und der Literatur in Deutschland. So beginnt jedes Kapitel mit einer Einleitung, die die Literatur mit den politischen und sozialen Strömungen der jeweiligen Zeit verknüpft und sie aus ihnen heraus kurz erklärt.

Gemeinsam mit den detailreichen Textbeiträgen, die trotz der unterschiedlichen Autoren eine Homogenität aufweisen, geben ca. 545 Schwarz-Weiß-Abbildungen einen kulturgeschichtlich abgerundeten und soliden Überblick zur deutschen Literatur. Eine weiterführende Bibliografie sowie ein Namens- und Werkregister runden dieses aussagekräftige Nachschlagewerk ab.

Fazit: Eine Literaturgeschichte für eine interessierte Leserschaft mit Vorkenntnissen, die sich Anregungen für eine eigene weitere Vertiefung der Kenntnisse zur deutschen Literatur verschaffen will.

Manfred Orlick
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am 2. Juli 2010
Die Literatur ist eines der Kennzeichen gerade der deutschen Kultur, das "Land der Dichter und Denker", als Begriff geboren in der Weimarer Klassik, ist auch heute noch ein allgemein verbreiteter Aphorismus.

Die unendliche Vielfalt literarischen Schaffens vom Mittelalter bist (fast) zur Gegenwart zu sortieren, zeitgeschichtlichen Strömungen zuzuordnen und das Ganze in verständlicher Form darzustellen, dabei nicht die Entwicklungslinien und gegenseitigen Befruchtungen der Epochen und Autoren zu übersehen, dieser Aufgabe stellt sich das Übersichtswerk aus dem J.B.Metzler Verlag auf knapp 740 Seiten zuzüglich eines umfassenden Literaturverzeichnisses.

Beginnend im Mittelalter mit der Gattung des "Heldenliedes" zieht sich der Bogen über Humanismus, Aufklärung, Klassik, Rationalismus, Moderne, Literatur im dritten Rich ebenso, wie außerhalb desselben im Exil bis zu neuesten Impulsen und Strömungen nach 1989.

Hierbei werden nicht nur Gattungen und herausragende Dichter- und Schriftstellerpersönlichkeiten charakterisiert und in ihrem Schaffen nachvollzogen, sondern ebenso richtet sich der Blick auf die je politische Zeitgeschichte und die dadurch entstehenden Einflüsse auf das literarische Schaffen, dass manches Mal Zeitenwenden vorwegnahm oder initiierte (Aufklärung), manches Mal politisches und gesellschaftliches Geschehen nachvollzog und in der Tiefe erläuterte (Literatur des Exils).

Die Qualität der literarischen Betrachtungen und die Darstellung der wesentlichen Schriftsteller ist, wenn auch nicht wirklich in die Tiefe gehend (verständlich bei diesem umfassenden Blick) verständlich und befriedigend, Auf den knapp 740 Seiten ist kaum intensiveres Innehalten möglich, eine Betrachtung Goethes oder Thomas Manns alleine würde bereits ohne Mühe das doppelte an Seiten füllen können.

In Bezug auf die jeweils flankierenden und erläuternden Betrachtungen der politischen und gesellschaftlichen Einflüsse fällt das Buch allerdings deutlich im Gehalt ab.
Der Ansatz des ersten Kapitels einer "skizzenhaften" Darstellung gilt letztlich für das gesamte Buch. Einige sachliche Fehler historischer Zusammenhänge haben sich ebenfalls eingeschlichen.

Unklar bleibt zudem die Einordnung des Stils der Einschübe.
Sicher informativ und hier und da zum Verständnis literarischer Entwicklungen und Entwicklungen in den einzelnen Personen durchaus wichtig und notwendig (die Veränderungen Goethes vom Frühwerk hin zum Alterswerk geschahen ja nicht im luftleeren Raum und werden im Buch gut nachvollziehbar dargestellt, auch in der gegenseitigen Beziehung, dass Goethe selbst Einfluss nahm auf Denken und Ausrichtung seiner Zeit).

Andererseits stören manche Einschübe und Erläuterungen den Fluss des Lesens und bleiben in ihrem wirklichen Wert für die Darstellung des literarischen Schaffens eher indifferent.

Alles in allem ein durchaus guter und umfassender Überblick über die Entwicklung und die künstlerischen Epochen der deutschen Literaturgeschichte ebenso wie in der Betrachtung wichtige und wesentlicher Personen dieser Geschichte. Im Detail hier und da zu oberflächlich, vor allem im Blick auf die Darstellung und Einordnung historischer Zeitströmungen. Manches Mal durchaus informativ und erhellend, manchmal mit Fehlern versehen und hier und da eher überflüssig. In der hier vorliegenden 7. Auflage mit Erweiterungen im Blick auf die deutsche Literatur der Gegenwart (neue Frankfurter Schule u.a.).
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am 23. September 2008
Seinem Ruf entsprechend legt der J.B.Metzler-Verlag mit seiner voluminösen Geschichte der deutschen Literatur ein Standardwerk für die kommenden Jahre vor. Namhafte Germanisten (u.a. Inge Stefan, Wolfgang Emmerich) beleuchten jede Epoche vom Althochdeutschen bis zur Gegenwart. Störend ist dabei allenfalls die positive Darstellung Karls des Großen: Dass dieser mit der Vernichtung "heidnischer" Schriften einen nicht wieder gut zu machenden Verlust zu verantworten hat, wurde unerklärlicherweise verschwiegen.

Am beeindruckensten ist der Umgang mit der jüngeren und jüngsten Gegenwartsliteratur. Je näher uns eine Epoche ist, desto schwieriger ist sie zu beurteilen: Das Autorenteam meistert diese Aufgabe souverän und verschafft einen profunden Überblick über das Schrifttum des "Dritten Reiches", der Exil- und Nachkriegsliteratur bis zu den Tendenzen der 80er Jahre und sogar der gerade eben erst abgeschlossenen Zeit zwischen dem Fall der Mauer 1989 und den Anschlägen vom 11. September 2001.
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am 28. März 2010
Das Werk vermittelt einen guten Gesamtüberblick der Literaturgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart - auch wenn die Gegenwart, in Vergleich zu den Anfängen und zur mittelalterlichen Literatur eher dürftig dargestellt wird.
Besonders hilfreich ist die Einbeziehung historischer Ereignisse, da diese nicht selten das Schaffen einer ganzen Epoche bzw. das Gesamtwerk eines Autoren bestimmen.
Allerdings verliert sich das Werk manchmal auch in eher "unwichtigeren" literaturhistorischen Ereignissen, während wirklich typische Werke einzelner Epochen oder Strömungen bzw. richtungsweisende Autoren nur am Rande Beachtung finden. Die Epochen sind gut strukturiert, zu Beginn jeder Epoche wird ein historischer und gesellschaflicher Einblick gegeben, allerdings werden innerhalb der Epochen die literarischen Strömungen und Diskurse nicht immer gut überschaubar dargestellt, das liegt teilweise auch an den übermäßig langen Kapiteln.
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am 27. April 2013
Deutsche Literaturgeschichte, es war alles in Ordnung: schnell geliefert, gute Verpackung zur Verteidigung des Buches. Ausserdem, gut geschrieben; diese neue Auflage ist besser als die vorige. Alles prima
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am 13. Mai 2013
Das Buch habe ich für Uni gebraucht. DIese Auflage unterscheidet sich stark von der neuen, so dass ich immer suchen musste, was gelesen werden muss.
Der Zustand ist sehr gut.
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am 3. August 2008
Ja, einige sachliche Fehler sind überflüssig und für ein Lehrbuch unangemessen. Auf S. 20f. steht zu lesen, die Kreuzfahrer hätten im hohen Mittelalter das islamische (!) Konstantinopel erobert. Werden bei Metzler Fachbücher nur über die Tische geschoben und nicht mehr fachlich geprüft?
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