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am 27. April 2013
Den doch überwiegend guten Rezensionen diese Buches kann ich mich leider nicht anschließen.
Ich habe "Einführung in die germanistische Linguistik" sowohl zum Lernen für mein Germanistikstudium als auch für mein Linguistikstudium verwendet, zumindest im ersten Semester.
Obwohl ich als Linguist noch einen Vorteil hatte, da ich mit allen beschriebenen Themen schon vertraut war, hat mich das Buch eher verwirrt und nur selten bei der Klärung von Fragen geholfen. Es ist so geschrieben, dass man schnell den Überblick verliert und setzt beim Verwender Vorwissen voraus, welches man zumindest im ersten und vielleicht auch zweiten Semester noch gar nicht haben kann.
Gut ist das Kapitel über Phonologie und das kleine Lexikon mit Definitionen am Ende des Buches, wirklich unbrauchbar war der Abschnitt über die Syntax.
Schade, dass bei meinem Studium ganze Vorlesungen auf diesem Buch aufbauen und einem keine gute Alternative geboten wird.
Vielleicht habe ich als Linguist aber auch einfach einen falschen Blickwinkel auf dieses Werk und den Germanisten gefällt es besser. Ich empfehle Einsteigern aber zu einem anderen Buch zu greifen.
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am 26. Mai 2013
Das Werk handhabt die Genusfrage ziemlich willkürlich:

„In einer typischen mündlichen Kommunikationssituation sind Sprecher und Hörer anwesend ....Liest man dagegen einen Text, ist die Schreiberin nicht präsent.“

„Redewendungen ... werden vermutlich von Leserinnen im mentalen Lexikon als Ganzes gespeichert.“

(Das soll wohl ein generisches Femininum sein. In einem linguistischen Lehrbuch müßte vermerkt sein, daß es so etwas im Deutschen nicht gibt.)

Das Buch soll während des ganzen Studiums benutzt werden können und auch Fortgeschrittene an den aktuellen Stand der Disziplin heranführen (Vorwort); es ist daher als Einführung im Grundstudium nicht recht brauchbar, wie sich besonders am Kapitel Phonologie zeigt.

Die Segmentierung in Phoneme sei nicht selbstverständlich wegen der Koartikulation, bei der sich die Artikulationsbewegungen überlagern (70). Diese Darstellung setzt aber die Realität der Phoneme schon voraus, sonst könnte nicht von Überlagerung gesprochen werden.

Die Phonemdefinitionen von Bloomfield u. a. sollen von Saussures bilateralem Zeichenbegriff Gebrauch machen; das läßt sich aber so nicht sagen.

Die Phoneme sollen „kontrastieren“ (82) – dieser Begriff wird allerdings in der Phonologie gern für die syntagmatische Dimension verwendet und nicht für die phonologische Opposition.

Wieso liegen in Pappplakat und Trickkiste „ungelöste Verschlusslaute“ vor? (84)

Unschönerweise ist vom „midsagittalen Bereich“ die Rede. (90) Es ist eine Unsitte, englische Fachausdrücke nur halb zu übersetzen. Warum wird eine einfache Regel zur Phonotaktik zusätzlich durch die englische Formulierung Selkirks belegt? (109)

Genus gilt als Merkmal von Nomina, aber als „inhärentes Merkmal, das heißt, es kann nur durch den Artikel sichtbar gemacht werden“. (23) Es sei eine wichtige Funktion des Artikels, das „am Nomen selbst nicht markierte, 'inhärente' Genus explizit zu machen“. (25) Das ist eine unnötige Mystifikation der Genusrektion.

Die Komparation wird zu den Hauptarten der Flexion gerechnet (24). Das sollte wenigstens diskutiert werden, sonst wundern sich die Studenten darüber, daß flektierte Wörter nochmals flektiert werden.

Daß Genus und Sexus „meist übereinstimmen“ (24), kann man nicht sagen.

„Zum Beispiel kann 'der' sowohl Artikel als auch Pronomen ... sein.“ (25, ebenso 210)

Das ist nicht richtig, die Paradigmen sind bekanntlich verschieden.

"Stricher" wird als Nomina agentis bezeichnet, "Benziner" als Nomen instrumenti. (S. 47) Zu welchen Verben?

"bausparen" wird irrigerweise in die Reihe der Verbzusatz-Konstruktionen (die hier nicht so heißen) mit substantivischem Vorderglied eingeordnet (61).

„Für Skinner ist sprachliches Verhalten wie jedes Verhalten ein Ergebnis von Konditionierung. Kinder hören sprachliche Äußerungen (= stimulus), imitieren diese Äußerungen (= response) und werden verstärkt in diesem Verhalten (= reinforcement). (...) Eigentlich kann – in diesem Ansatz gedacht – ein Kind nur solche Wörter und Sätze produzieren, die es genau so schon einmal gehört hat.“ Usw. (S. 285f.)

Unrichtiger kann man Skinner nicht darstellen.

Im Kapitel über Spracherwerb schreibt deiseleb Verfasserin auch noch, das bekannte Experiment des Pharaos Psammetich I. habe ergeben, daß das erste Wort der isoliert aufgezogenen Kinder BEKBEK gelautet habe, was sich als phrygisches Wort für „Brot“ herausgestellt habe. Folglich habe man Phrygisch als Ursprache identifiziert.
In Wirklichkeit steht bei Herodot, daß die Kinder bekos sagten. Der deutsche Sprachwissenschaftler Johann Knobloch meinte einmal ganz ingeniös, wahrscheinlich hätten die Kinder „bekbek“ geschrien, denn sie waren ja mit Ziegen großgezogen worden, und die Griechen hätten das dann an ihre Sprachgewohnheiten angepaßt.

"wecken" wird als dreistellig analysiert: AGENS – PATIENS – SOURCE
wegen "Jemanden aus dem Schlaf wecken." (41f.)

Aber das ist keine semantische Analyse. "Wecken" heißt wach machen, es gibt die „Quelle“ überhaupt nicht, das „aus dem Schlaf“ ist nur eine Redeweise. Jemand schläft, und nach einem gewissen Eingreifen anderer schläft er nicht mehr.

„Quelle: Von der Quelle bewegt sich etwas weg wie 'Valentine in Arno nimmt Valentine das Auto weg'.” (151)
Ebd.: „Die Verben nehmen und bekommen beschreiben Situationen, in denen etwas den Platz wechselt.”

Aber es geht um Besitz, nicht um Orte. Ein traditioneller Fehler der Kasustheorie.

Die thematischen Rollen sollen zeigen, „welche Rollen die Teilnehmer in der vom Satz beschriebenen Situation spielen.” Also geht es um ontologische Analyse, das wird aber nicht deutlich gesagt, und es könnte sich ja auch um eine sprecherseitige Schematisierung handeln. Diese Ebene wird gar nicht in Betracht gezogen.

"Stehler" soll blockiert sein, weil "Dieb" schon im Lexikon steht. Aber "Stehler" steht auch im Lexikon, zum Beispiel im Rechtschreibduden. „Wecker kann sich auf jemanden beziehen, der einen anderen weckt (Nomen agentis), oder auf ein Gerät, das jemanden weckt (Nomen instrumenti).“ (43) Es dürfte schwer sein, "Wecker" als Nomen agentis zu belegen. Die Deutung als Instrument ist auch nicht unproblematisch, denn zu welchem Verb tritt diese Kasusrolle? Naiv ist auch die Instrument-Deutung bei "Der Schlüssel öffnet die Tür". (42)
Das Sternchen bei "anthropisch" ist (wie bei dem Gewährsmann Eisenberg) unangebracht, da es dieses Wort längst gibt. Das Präfix "erz-" wird S. 52 und in den Tabellen als „nativ“ angeführt, offenbar eine Verwechslung mit "Erz" aus Unkenntnis der historischen Tatsachen.
*"... da ich nicht, ob ich nächste Woche mit dem Rauchen aufhöre, weiß." (142)
Das beweist gar nichts, schon weil die Negation so ungewöhnlich plaziert ist, wo sie bei einem nominalen Objekt kaum stehen würde, vgl. den längst nicht so unannehmbaren Satz:
"da ich, ob ich mit dem Rauchen aufhören werde, noch nicht genau weiß."
Diskussion S. 160: Adverbiale als Komplemente (etwas ratlos).
Als Beispielsatz wird angeführt:
"In Berlin hat gestern wieder ein rosa Elefant harmlose Passanten hinterhältig beleidigt."
„Wie bei vielen anderen neuen Sätzen auch, wissen wir auf Anhieb, was mit diesem Satz gemeint ist.“ (163)
Ich verstehe nicht, wie man jemanden „hinterhältig beleidigen“ kann. Man kann ja nicht beleidigt werden, ohne es zu bemerken.

„Semantische Merkmale sind elementare Bausteine, in die sich Wortbedeutungen zerlegen lassen. Dieses Vorgehen ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn es uns wie in der Phonologie gelingt, eine endliche und möglichst kleine Menge von elementaren Merkmalen zu ermitteln.“ (185)

Auf derselben Seite wird eine Komponentenanalyse der Universitätsangehörigen geboten, die mit den Merkmalen UNI-ANGEHÖRIGER, WEISUNGSBEFUGT, LEHRKRAFT, ANGESTELLT und AUSZUBILDENDER arbeitet. („Sekretär“ ist politisch korrekt, entspricht aber weder der Wirkllchkeit noch den Einträgen unter "Sekretär" und "Sekretärin" in den Wörterbüchern.)

Diese Merkmale sind nicht elementar, und statt einer Definition beschränkt man sich auch Versalienschreibung, wie so oft.

Die prototypischen Merkmale von "Hund" sollen sein: VIERBEING, BELLEND, SCHWANZWEDELND. (188) Na ja.

„Mithilfe der Merkmalssemantik können wir auch erklären, warum es keine verheirateten Junggesellen gibt.“ (186) Nein, das haben wir vorher hineingesteckt, „erklärt“ wird damit nichts.

Traditionelle Bereiche wie die Aktionsarten können anscheinend nur mit Begriffen der angelsächsischen Literatur beschrieben werden: „Achievements, Accomplishments, Activities, States“ usw., "töten" wird in der traditionellen Art der amerikanischen generativen Semantik zerlegt in CAUSE, BECOME und not-alive usw. Die Kritik von Bolinger u. v. a. und der Alternativentwurf Wierzbicka scheinen nicht bekannt zu sein.

Die Satzsemantik wird wahrheitswertfunktional dargestellt, d. h. als ein Logikkapitel und daher bloß verfremdet, ohne erkennbaren Gewinn.

„Die Bedeutung von "Elke lacht" ist die Menge aller Situationen s, für die gilt, dass Elke in s lacht.“ (200)
(Was bedeutet „für die gilt“? - Solche Bestandteile nimmt man einfach hin. Oder man tut so, als sei die Sache in der Logik klar, und man könne sich darauf berufen. Übrigens kommt "Elke lacht" in der Definition ein zweites Mal vor, muß also schon verstanden sein. Daß Elke in s lacht, ist ja nicht leichter zu verstehen, als daß Elke lacht. Das Ganze soll wohl an Tarski erinnern.)

„Ein Satz wie 'Alle Kinder schlafen' ist genau dann wahr, wenn die Menge der Kinder eine Teilmenge der Menge der schlafenden Individuen ist, und der Satz 'Ein Kind schläft' ist genau dann wahr, wenn die Schnittmenge dieser beiden Mengen nicht leer ist.“ (204)

Das Gelten bzw. Wahrsein von Sätzen wird als undefinierbare Urgegebenheit hingenommen. Das Ganze kann rein formal verstanden werden, ohne Bezug auf das konkrete Sprachverhalten von Menschen in der Welt. Die Darstellung sieht dann sehr mathematisch aus, aber ist das in der Sache gerechtfertigt?
Für die Sprecher und Hörer spielt die „Menge der schlafenden Individuen“ sicher keine Rolle. ((Was bedeutet dieser Ausdruck überhaupt?)) Der Sprecher oder Hörer bildet auch keine Schnittmengen mit der Menge der Kinder.

Auch die Logik ist zunächst einmal ein Sprachverhalten; sie erklärt dieses nicht, sondern ist ihrerseits linguistisch aufzuklären, vgl.: „Der gesamte linguistische Hintergrund der logischen und mathematischen Darstellung wird im allgemeinen von den Philosophen und Logikern ignoriert.” (Bloomfield)

Vorwärtspronominalisierung innerhalb eines Satzes ist nicht dasselbe wie Kataphora.

Außerdem wird auch in diesem Teil wieder behauptet, der bestimmte Artikel "der" diene auch als betontes Denonstrativum. (210)

Obwohl die Graphematik als Teil der Linguistik erwähnt ist, wird die Orthographie nicht behandelt. Nur S. 17 findet sich die Bemerkung: „Es gibt bei komplexen Präpositionen eine historische Tendenz zur Zusammenschreibung (also infolge, aufgrund, anstatt), die neuerdings durch die Orthographiereform blockiert wird.“

Als Beispiel für mhd. Sekundärumlaut führt Ulrike Demske an: ahd. hûti > mhd. hiute „heute“ (291).

Sie behauptet auch, "Wellness" habe kein Vorbild im Englischen, da well kein Adjektiv sei und es "wellness" daher nicht geben könne. (329) Muret-Sanders hat sowohl "wellness" als auch einen langen Artikel über das Adjektiv "well" (to feel well usw.).

"Stuck" wird als französisches Lehnwort angeführt, es ist aber italienisch. (328)

Ich habe nur einige ausgewählte Fehler angeführt, insgesamt kann ich das Buch nicht empfehlen.
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am 19. November 2008
Ich bin im ersten Semester von Germanistik und habe/ hatte mit dem Meibauer so meine Probleme. Die Erklärungen sind meistens sehr rätselhaft formuliert und gerade ein so abstraktes Thema wie Phonologie sollte meiner Meinung nach nicht auch noch verkompliziert werden. Für Einsteiger ohne jegliche Vorkenntnisse halte ich die Einführung für unangemessen.
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am 10. Februar 2014
Wenn man es für ein Seminar lesen muss, okay! Es ist nicht besonders übersichtlich gestaltet. Das Glossar im Anhang könnte vollständiger sein. Könnte mir noch einige Verbesserungen vorstellen, um es den Lernenden zu erleichtern. Freiwillig hätte ich es mir nicht zugelegt. Leider sind auch die Seitenzahlen im Stichwortverzeichnis (das auch nicht vollständig ist), auch nicht immer korrekt angegeben. Bzw. das Schlagwort ist dann oft nicht hervorgehoben. Leider.
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