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TOP 1000 REZENSENTam 24. November 2005
Vermutlich ist es die große Entfernung, die Neuseeland am Ende (in der Mitte oder am Anfang?) der Welt so begeisternd erscheinen lässt und legenhaft umrankt uns Europäer fasziniert.
Man kennt die unendlichen Schafweiden, die weiten Wald-, Berg-, Vulkan- und Seengebiete und spätestens seit dem absoluten Kinohype um Tolkiens „Herr der Ringe“ die märchenhaft anmutenden weich-grünen oder auch schroff-düsteren Sagenlandschaften. All das befindet sich auf den beiden kleinen Inseln des südwestlichen Pazifik.
Der Fotograf des farbenprächtigen Bildbandes verhilft dem Land der gastfreundlichen Inselbewohner aber zu deutlich differenzierten Einsichten, wobei er zugunsten der Schönheit und Faszination der oftmals unberührt scheinenden Natur gegenwärtige Alltagsthemen ausklammert. Er sieht das Land aus den Augen des Fotografen und desjenigen der das schützenswerte Gut in den Erscheinungen der Natur in den Vordergrund stellt.
Eindrucksvolle und sensible Aufnahmen von außergewöhnlicher Qualität zeigen, wie nahe Tobias Hauser dem Land kam, die einfühlsamen Texte von Janine Böhm verhelfen der Leserschaft zu einem tiefgreifenderen Verständnis und einer inneren Verbindung. Oft entsteht der Eindruck, man reist selbst mit durch dieses reiche Land und sich oft so darbietende wahrhafte Paradies.
Nach einer Einführung über die beiden so beeindruckenden Inseln erlebt man die heiß-schwefelige Welt der Vulkane und Krater in ihrer bedrohlichen Schönheit. Man rattert mit dem dem „Cable Car“ durch die Hauptstadt Wellington mit ihrer beschaulichen Moderne und gelangt danach in die Märchenlandschaft im Norden der Insel mit ihrer verwachsenen und vermutlich auch verwunschenen Flora und exotischen Fauna.
Die wilde, rauhe und doch so zarte Schönheit der Westküste saugt man geradezu atemlos tief nach innen, um die Erinnerung in sich zu verankern und gleichzeitig Kraft zu schöpfen, die wilde Purheit der Südalpen mit ihren klaren Seen, farbenprächtigen Wäldern, schroff-kargen und schneebedeckt-anheimelnden Bergzügen standfest wahrnehmen zu können.
Kaum mehr an eine Steigerung visueller und sinnlicher Impressionen glaubend lassen sich weitere natürliche Hightlights im Süden entdecken und erobern. Die Cathedral Cliffs mit ihren außergewöhnlichen Erosionsfomationen oder die von riesigen Steingebilden bekugelten Strände sorgen für anhaltendes Weiterstaunen. Als wäre das nicht endgültig genug, sorgen der zauberhafte Milford Sound und das umgebene Fjordland für weitere Ansichten und Ausblicke.
Neuseeland ist und bleibt ein Traum – das verdeutlicht der prächtige Bildband, die außergewöhnlichen Farbaufnahmen und der begleitende Text, der eine Reise durch das vielleicht schönste Land der Erde nacherleben lässt. © 11/2005, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
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am 9. Dezember 2006
Wer die anderen Bücher von Tobias Hauser kennt - Cuba bei Bruckmann und den HB-Bildatlas Sardinien -, der weiß, was dieser Fotograf drauf hat. Menschen porträtiert er wie hierzulande nur ganz wenige, und nun zeigt er in diesem Neuseeland-Bildband, dass er auch ein ganz besonderes Auge für Landschaftsfotografie hat. Schade nur, dass das Layout eher langweilig ist, das Format des Buches unpraktisch, und die Bilder zudem manchmal zu blass gedruckt (ich habe Tobias Hauser schon ein paar Mal bei Diavorträgen erlebt und weiß, dass er gestochen scharf und mit satten Farben fotografiert). Das gibt einen Punkt Abzug, für den sich der Fotograf beim Verlag bedanken kann. Gut gefallen hat mir auch das Vorwort von Robert Fischer, weil er dem Land wirklich gerecht wird und auch das Besondere an den Bildern von Tobias Hauser ins rechte Licht zu rücken versteht. Auch die übrigen Texte sind eine gelungene Mischung aus Information und persönlicher Impression. Das alles hätte wie gesagt eine bessere Verpackung - einen besseren Rahmen - verdient gehabt!
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am 23. September 2015
+ viele sehr schöne Bilder
+ Überwiegend große Bilder
+ Bilder erscheinen überwiegend realistisch --> also wenig bis keine künstliche Bildaufwertung mit Bildbearbeitungsprogrammen
+ Bildband vermittelt einen guten Eindruck über das Land
- ein klein wenig zu viel Text (den ich nicht gelesen habe)
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am 21. Mai 2014
Ein toller, großartiger Fotoband mit herrlichen Aufnahmen. Aber die Realität ist noch schöner. Kann ich nur empfehlen. Gutes Buch. Jürgen
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