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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch fesselnder als Band 1!
Kurzbeschreibung:
Hunger, Gewalt und Chaos herrschen in Perdido Beach, seit alle Erwachsenen verschwunden sind. Immer mehr Kinder entwickeln besondere Fähigkeiten, doch sie trauen sich nicht, darüber zu sprechen. Denn sonst werden sie von den anderen gejagt.
In Perdido Beach ist nichts mehr, wie es einmal war: Seit alle Erwachsenen spurlos verschwunden...
Veröffentlicht am 3. Dezember 2010 von Kerstin Junglen

versus
3.0 von 5 Sternen Noch kein Ende in Sicht
332 Kinder und Jugendliche. So viele Leute muss der 15-jährige Sam Temple ernähren, denn alle älteren Bewohner von Perdido Beach verschwanden vor einigen Monaten schlagartig. Nun ist Sam Bürgermeister der Küstenstadt, die seitdem von einer Barriere umgeben ist.
Doch mittlerweile gehen die Nahrungsmittel zur Neige. Zwar beklagt sich jeder...
Vor 21 Monaten von sanny veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch fesselnder als Band 1!, 3. Dezember 2010
Von 
Kerstin Junglen (Flörsheim/Main, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Gone 2: Hunger (Gebundene Ausgabe)
Kurzbeschreibung:
Hunger, Gewalt und Chaos herrschen in Perdido Beach, seit alle Erwachsenen verschwunden sind. Immer mehr Kinder entwickeln besondere Fähigkeiten, doch sie trauen sich nicht, darüber zu sprechen. Denn sonst werden sie von den anderen gejagt.
In Perdido Beach ist nichts mehr, wie es einmal war: Seit alle Erwachsenen spurlos verschwunden sind, haben sich zwei verfeindete Lager unter den zurückgelassenen Kindern und Jugendlichen gebildet. Sam muss als Anführer eines dieser Lager nicht nur ein ständiges Auge auf seine Schützlinge haben, er muss auch jeden Tag von Neuem Hunger, Angst und Gewalt die Stirn bieten. Doch die größte Bedrohung lauert im Verborgenen: die Dunkelheit, die alle vernichten will...

Zum Autor:
Michael Grant hat ein bewegtes Leben. Als Kind hat er zehn verschiedene Schulen in fünf amerikanischen Staaten besucht und einige Zeit in Frankreich verbracht. Als er erwachsen wurde, entschied er sich, Schriftsteller zu werden, um sich an keinen Ort binden zu müssen. Sein Traum ist es, einmal um die ganze Welt zu reisen. Derzeit lebt er mit seiner Frau, der Autorin Katherine Applegate, seinen zwei Kindern und viel zu vielen Tieren in North Carolina.

Als hätte sie Albert ein Stichwort geliefert, erklärte er ihnen jetzt, wie man sich mit Geld auch Freiheit kaufen konnte. Lana dachte, dass er wahrscheinlich Recht hatte. In den meisten Fällen. Aber nicht in ihrem Fall. Sie konnte die Dunkelheit nicht bestechen. Aber vielleicht...vielleicht konnte sie sie ja töten. (Seiten 182/183)

Rezension:
Das Leben in Perdido Beach wird im zweiten Teil der "Gone"-Reihe zunehmend schwieriger und auch gewaltsamer: Sam, der bereits im ersten Teil zum "Bürgermeister" über die verbliebenen Kinder gewählt wurde, sieht sich zunehmenden Problemen gegenüber, denen er nicht gewachsen zu sein scheint: Die Lebensmittel werden immer knapper, viele Kinder sind jetzt schon am Hungern und es entwickeln sich gewaltsame Auseinandersetzungen wegen jeder noch so kleinen Kleinigkeit.

Die Kinder und Jugendlichen selbst sind anscheinend nicht in der Lage, etwas an ihrer Situation zu ändern: Statt mitanzupacken, auf die Felder zu gehen und Obst und Gemüse zu ernten, bleiben sie lieber zu Hause und schauen sich DVDs an und spielen Videogames. Doch ist das noch nicht alles...Denn langsam spalten sich zwei Lager: Auf der einen Seite stehen die "Freaks", die Kinder und Jugendlichen, die verschiedene Kräfte in der FAYZ (Fallout Alley Youth Zone) entwickelt haben und auf der anderen Seite stehen die "Normalen", die ohne Fähigkeiten ausgestattet sind.

Die "Normalen" beginnen, regelrecht Jagd auf die "Freaks" zu machen und schon bald kommt es zum ersten Todesfall. Wird es Sam und seinen Freunden gelingen, dieser Gewalt Einhalt zu gebieten? Was hat Sams Bruder Caine vor, der nach wie vor mit seiner Gefolgschaft versucht, Sam und die anderen zu vernichten? Und was hat es letztendlich mit der geheimnisvollen Dunkelheit auf sich, die in einer Höhle haust und vor der alle große Angst haben?

Michael Grant hat es auch mit dem zweiten Band der "Gone"-Reihe geschafft, mich bis zum Ende zu fesseln. Auch in diesem Roman läuft von Anfang an wieder ein Countdown, der in Kapitel 1 mit 106 Stunden, 29 Minuten beginnt. Somit erstreckt sich die komplette Erzählung auf gute 4 Tage, in denen so viel passiert, z.B. auch aus verschiedenen Perspektiven der Charaktere, dass man kaum zu Atem kommt.

Die meisten Charaktere kennt der Leser bereits aus dem ersten Band "Verloren", wie z.B. Sam, Astrid, Edilio, Quinn, Caine und Drake. Doch werden auch neue Personen eingeführt. Zil ist eine davon: Er entwickelt sich zum Führer der "Human Crew", die Jagd auf die "Freaks" macht, weil ihnen ihre Kräfte unheimlich sind. Doch ihm wächst der Druck der anderen recht schnell über den Kopf.

Sehr realistisch erzählt Michael Grant, wie schnell die Kinder und Jugendlichen in dieser Ausnahmesituation zu Gewalt neigen können. Dies ist an einigen Stellen sehr erschreckend geschildert und nicht unbedingt geeignet für schwache Nerven. Doch gerade auch dieser Punkt trägt dazu bei, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen.

"Gone 02: Hunger" bleibt bis zum Schluss spannend. Es werden nicht alle Fragen, die sich stellen, erläutert, doch ist das Ende relativ abgeschlossen. Einige offene Stellen aus dem ersten Band werden näher erklärt, z.B. wie es zur FAYZ kommen konnte. Was es nun genau mit dem Verschwinden aller Erwachsenen auf sich hat, wird noch nicht geklärt und somit bieten diese Fragen noch einigen Stoff für die nächsten Bände.

Band drei, "Gone 03: Lügen" soll im März 2011 beim Ravensburger Buchverlag erscheinen und ich bin jetzt schon sehr gespannt darauf zu erfahren, wie es mit den Kindern und Jugendlichen in der FAYZ weitergeht.

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover ist wie bereits sein Vorgänger in Schwarz gehalten, der Buchtitel und der Buchschnitt sind dieses Mal in Blau eingefärbt, sehr gut passend zum ersten Band.

Fazit: Michael Grant ist ein würdiger Nachfolger von "Gone 01: Verloren" gelungen, der sogar noch einen Tick spannender ist. Ich würde das Buch aber eher Jugendlichen ab ca. 14 Jahren empfehlen, da einige Stellen nicht für jüngere Leser geeignet sind. "Gone 02: Hunger" hält den Leser bis zum Schluss in Atem. Absolutes Lese-Muss!

Wertung: 5 von 5 Punkten
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Gone- Hunger"- Michael Grant, 4. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Gone 2: Hunger (Gebundene Ausgabe)
Seit alle Erwachsenen verschwunden sind, herrscht in Perdido Beach blankes Chaos: einige entwickeln übernatürliche Kräfte, die sie gegeneinander einsetzen, andere wollen mit verruchten Methoden an die Macht gelangen. Sam und seine Freunde haben alle Hände voll zu tun, um die Gemüter zu beruhigen, was ihnen aber nie lange genug gelingt, denn eine Katastrophe folgt auf die nächste und dann ist da noch sein Bruder, der mit aller Gewalt Sam und Gefährten vom Posten des "Bürgermeisters" stürzen will.
Überall dem bildet sich ein gewaltvoller Kampf um das wenige Essen, das es noch gibt. Die Kids werden immer hungriger und unzufriedener und das Ende aller scheint nahe zu sein...

Der zweite Teil von "Gone" beginnt packend und skurril. Die Geschichte nimmt wie der Vorgänger rasch Fahrt auf und man ist sehr bald wieder mitten im Geschehen.
Der Autor versteht es, bizarre Figuren zu erschaffen, aussichtlos scheinende Situationen zu beschreiben und den Spannungspegel gerade so hoch zu halten, dass der Leser doch immer wissen will, wie es denn nun weitergeht.
Mir hat "Hunger" gut gefallen, eben darum, weil er beinahe mit dem ersten Teil mithalten kann. Bis auf das "Finale" am Ende (das für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt war) hat mir das Buch gut gefallen.

Die "Gone"-Bücher sind schon ziemlich speziell, aber wer eine Geschichte voll Intrigen und Fähigkeiten wie etwa "die Schwerkraft aufheben können", "sich in die Erde bohren können" oder "Dinge zum Schweben bringen können", nicht abgeneigt ist, der wird seine Freude an dieser Geschichte haben.
Gefallen konnte ich auch wieder an den Dialogen finden. Diese sind teilweise sehr unterhaltsam und auch die Ideen sind recht interessant wie spannend umgesetzt.
Insgesamt ein gutes Buch, das ich gerne gelesen habe.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr gute und spannende Fortsetzung, 5. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Gone 2: Hunger (Gebundene Ausgabe)
Das Leben in Perdido Beach gerät immer mehr außer Kontrolle und Sam, der von den anderen Kids zum Bürgermeister gewählt worden ist, wächst die Verantwortung für 332 Kinder zunehmend über den Kopf. Neben den wirklich wichtigen Problemen, wie der voranschreitenden Lebensmittelknappheit und der damit verbundenen beginnenden Hungersnot, wird er täglich mit Hunderten von Lappalien belästigt. Jeder kommt mit seinen Problemchen zu ihm und verlangt Hilfe oder eine Entscheidung, so als wäre Sam ihr Vater. Dabei geht es vor allem um so Kleinigkeiten wie ein gestohlenes Bonbon oder wer welches Handtuch benutzt.

Das sind eigentlich alles Dinge, die man unter sich regeln sollte. Allerdings darf man eines nicht vergessen, alle Bewohner der FAYZ, der Fallout Alley Youth Zone, sind Kinder, viele noch nicht einmal zehn Jahre alt. Sie können einfach nicht für sich selbst sorgen und sind sich ihrer wirklich entscheidenden Schwierigkeiten gar nicht bewusst. Sie können den Ernst der Lage nicht begreifen und verbringen ihre Tage damit DVDs zu schauen oder Videospiele zu spielen. Arbeiten will niemand, schon gar nicht in der Hitze auf den Feldern um irgendwelches Essen zu ernten, obwohl sie genau das am aller dringendsten benötigen.
Sie alle haben Sam gewählt und erwarten nun von ihm, dass er sich um alles kümmert. Aber er kann eben nicht alles allein schaffen und braucht Hilfe der anderen Kinder, zumindest von den Älteren. Doch ohne irgendeine Gegenleistung wollen sie sich einfach nicht beteiligen. Selbst zu den Schichten im Kindergarten müssen sie regelrecht gezwungen werden.

Die Hungersnot und der alltägliche Kleinkram sind jedoch nicht Sams einzige Sorgen. Langsam aber sicher bildet sich in der Stadt eine Kluft zwischen denjenigen Kindern, die Kräfte entwickelt haben und denen, die völlig normal geblieben sind. Anfangs äußerte sich dies nur in relativ harmlosen Beschimpfungen wie Freak oder Mutant. Nach und nach entsteht jedoch eine gewisse Gewaltbereitschaft auf Seiten der Normalos, die sich gegen die Freaks richtet. Als Hunter, ein Junge mit noch ungeahnten Kräften, dann aus Versehen einen Jungen tötet, als er sich eigentlich nur verteidigen wollte, droht die Situation zu eskalieren ...

Was Michael Grant schon mit Gone - Verloren gelungen ist, gelingt ihm auch wieder im zweiten Teil. Von Anfang an verfolgt der Leser gespannt das Geschehen und muss immer wieder schockiert inne halten, weil man gar nicht fassen kann, was in Perdido Beach vor sich geht und wozu ein paar Kinder in einer Notsituation tatsächlich fähig sind.

Eines der Hauptprobleme in Gone - Hunger ist die steigende Lebensmittelknappheit und eine regelrechte Hungersnot. Zu Beginn der FAYZ haben die älteren Kinder nicht schnell genug reagiert und viel zu spät damit begonnen die Nahrung zu rationieren. Sie ließen Obst und Gemüse verderben und aßen stattdessen Chips oder andere Knabbereien, die man auf Grund ihrer langen Haltbarkeit hätte aufbewahren müssen. Nun sind die Lebensmittel so knapp, dass die Tagesration gerade so zum überleben reicht, aber niemanden mehr satt macht. Dabei essen die Kids schon längst nicht mehr nur, was ihnen schmeckt, sondern nehmen nahezu alles, was sie kriegen können. In ihrer Not machen einige von ihnen nicht mal vor ihren eigenen Haustieren halt.
Diese Zustände sind für den Leser schrecklich und kaum zu fassen. Sofern man nicht schon einmal wirklich Hunger litt, kann man sich wohl kaum vorstellen, wie es sich anfühlen muss und wozu man dann tatsächlich bereit wäre.
Andererseits merkt man auch deutlich, dass es sich größtenteils eben nur um verantwortungslose Kinder handelt. Denn obwohl sie Hunger leiden, sind sie nicht bereit ihr Essen auf den Feldern zu ernten, wo es im Moment noch haufenweise vorhanden ist. Doch Früchte müssen nun mal geerntet werden, ansonsten verderben sie.
Hinzu kommt noch, dass einige Felder von gefährlichen, mutierten Würmern befallen sind, die weitaus größer und intelligenter als normale Würmer sind und jeden innerhalb weniger Sekunden durchbohren und fressen, der sich in ihr Revier wagt, sodass sie die Lebensmittel auf diesen Feldern schon nicht mehr ernten können.

Wie schon in seinem Vorgänger, erstreckt sich auch die Zeitspanne in Gone - Hunger nur über wenige Tage, in denen das Geschehen geschildert wird. Es passiert allerdings so viel, teilweise eben auch parallel, dass man ohne den Countdown vermutlich gar nicht bemerken würde, wie wenig Zeit eigentlich vergeht. Im Gegensatz zum ersten Band, weiß man im zweiten Teil aber bis zum Schluss nicht, woraufhin der Countdown dieses Mal zählt. Dies sorgt natürlich zusätzlich für Spannung. Je weniger Zeit bleibt, desto mehr fragt man sich, welches Ereignis einen am Ende des Countdowns erwartet. Michael Grant gelingt es also erneut, den Leser vollkommen zu überraschen und ihn bis zur letzten Minute in der Dunkelheit tappen zu lassen.

Neben den schon bekannten und geliebten Charakteren wie Sam, Astrid, Edilio, Breeze und den anderen Kids mit Kräften und den verhassten, aber schon bekannten Figuren wie Drake oder Caine, werden auch ein paar neue Charaktere eingeführt. Dazu gehören sowohl Normalos als auch die von ihnen so bezeichneten Freaks. Einige davon spielen im Verlauf der Handlung später eine überaus wichtige Rolle, wie z.B. Zil, der zu einer Art Anführer der Normalos wird und andere gegen die Freaks aufhetzt, oder Duck, der eine äußerst wirkungsvolle Kraft entwickelt und damit am Ende vielen Leuten das Leben rettet.

Die entstehende Kluft zwischen den mutierten Kindern und den normal Gebliebenen ist ein weiterer Schwerpunkt des Buches. Aus anfänglichem Argwohn wird schon bald ein Streit, der schließlich bis aufs Äußerste eskaliert. Es ist wirklich unglaublich, wie schnell die Kinder bereit sind auf andere loszugehen, nur weil sie Kräfte entwickelt haben. Dabei schrecken sie nicht einmal vor denjenigen zurück, die ihnen nie etwas getan haben oder mit denen sie früher, vor der FAYZ, sogar mal befreundet waren. Schließlich gehen sie sogar auf Leute ohne Kräfte los, nur weil sie sich nicht gegen die Freaks richten. Dieses Verhalten ist so abscheulich wie erschreckend zugleich. Einige von ihnen entwickeln einen Hass gegenüber denen, die anders sind, und gehen mit Gewalt gegen sie vor, ohne auch nur die geringste Spur von Mitgefühl zu zeigen. Zum Ende hin war man an einigen Stellen regelrecht froh, als die Handlung unterbrochen und die Perspektive gewechselt wurde, weil man diese Szenen keinen Moment länger ertragen konnte. Trotzdem wollte man natürlich wissen, wie es weiter geht.

Im letzten Viertel steigerte sich die Spannung bis ins Unermessliche und man konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Durch die verschiedenen Perspektiven kann Michael Grant auf verschiedene Handlungen eingehen, die alle zeitgleich statt fanden und von denen eine spannender und nervenaufreibender war als die andere. Dabei wählt er die Unterbrechungen geschickt aus und sorgt somit nicht nur für konstante Spannung, sondern stellt auch sicher, dass der Leser immer wieder sofort weiß, in welcher Szene er sich gerade befindet.

Genau wie auch schon der erste Teil ist Gone - Hunger in sich relativ abgeschlossen. Einige Fragen werden beantwortet, andere aber auch offen gelassen. Man erfährt mehr über den Grund für die Entstehung der FAYZ und wie es dazu kam, dass Kinder oder Tiere mutierten und Kräfte entwickelten. Auch über die Dunkelheit oder den so genannte Gaiaphage und seine Rolle in der ganzen Geschichte erfährt man etwas mehr. Trotzdem gibt es noch genug Probleme, die Potenzial für den nächsten Band bieten. Immerhin sind die Kinder weiterhin in der FAYZ gefangen. Man weiß nicht, was mit den Erwachsenen geschehen ist und ob die Kids ihre Eltern jemals wieder sehen werden. Auch die Hungersnot kann sich jederzeit wieder zuspitzen.
Doch vor allem die immer noch weiter wachsende Kluft zwischen Freaks und Normalos könnte erneut zum Schwerpunkt des nächsten Bandes werden und für eine weitere, erschreckende Fortsetzung sorgen.

Gone - Hunger ist ein genauso fesselndes und erschreckendes Jugendbuch wie sein Vorgänger. Es ist nichts für sanfte Gemüter und sollte auch nicht von Kindern unter 12, besser eigentlich unter 14, gelesen werden. Einige Szenen sind so schrecklich, dass man sie sich kaum vorstellen kann und man leidet mit den Charakteren. Es möchte wohl niemand in Sams Haut stecken und als 15-jähriger die gesamte Verantwortung für 332 weitere Kinder übernehmen.

In Gone - Hunger haben Kinder mit Problemen zu kämpfen, denen sie bei weitem nicht gewachsen sind und die sie trotzdem irgendwie bewältigen müssen. Dabei muss vor allem Sam bald einsehen, dass er eben einfach nicht an alles denken kann, denn auch er ist noch ein Kind, geheimnisvolle Kräfte hin oder her.

Michael Grant ist eine sehr gute und spannende Fortsetzung gelungen, die ihren Vorgänger fast noch übertrifft.
Obwohl dieser zweite Teil wieder in sich abgeschlossen ist und die Nerven nicht auf eine Zerreißprobe stellt, wird man auch den dritten Band zur Hand nehmen um zu erfahren, welche neuen, furchtbaren Schwierigkeiten sich der Autor wieder für seine Charaktere ausgedacht hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von der Spannung her ähnlich wie der erste Band, 15. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Hunger (Taschenbuch)
Drei Monate sind vergangen, seit die FAYZ entstanden ist. Drei Monate in denen die Kinder auf sich allein gestellt sind. Die Lebensmittel neigen sich ihrem Ende zu. Was zu wachsendem Hunger führt. So passt auch der Titel des 2. Bandes. Zu einem großen Teil geht es um den empfundenen Hunger, der mit verschiedenen Mitteln gestillt werden muss. Es wird mit dem Fischen angefangen, wilde Tiere werden gejagt und auch das Obst und Gemüse auf den Feldern muss geernet werden. Nur den Kindern stellen sich Würmer in den Weg. Auch diese Tiere sind mutiert und gefährlich geworden.
Ihre durch die Mutation ausgelösten neuen Kräfte können die Freaks, so werden sie diejenigen mit übernatürlichen Fähigkeiten von den Normalen genannt, inzwischen viel besser nutzen. Viele konnten ihre Kräfte nicht kontrollieren. Jetzt sind sie durch die Kontrolle stärker geworden. Doch auch hier entsteht eine Kluft zwischen Normalen und Freaks. Während die Kinder mit Kräften nicht feindseelig gegen die anderen gestimmt sind, bildet sich eine Gruppe, die sich gegen die Freaks behaupten will.
Diese genannten Dinge und viel mehr passiert in diesem Buch. Eigentlich herrscht ein großes Durcheinander, denn es gibt viele unterschiedliche Handlungen. Genauso auch eine Menge an Sichtwechseln. Der Leser sieht durch viele Augen.
Mich hat wohl eine Sache ziemlich erstaunt und beeindruckt. Bekanntlich sind Sam und Caine verfeindet. Sie unternehmen viel, um sich gegenseitig aufzuhalten. Aber abgesehen von all dem, sind sie im entsprechenden Moment bereit zusammen gegen einen gemeinsamen Feind zu kämpfen. Am Ende müssen die Kinder überleben. Um diesen Überlebenskampf geht es in diesem Buch.
Ganz am Anfang, noch im ersten Band, haben sich viele vor dem Verschwinden an ihrem 15. Geburtstag gefürtet. Die Ungewissheit was im Nachhinein mit ihnen passiert löste es wahrscheinlich aus. Nur jetzt haben viele ihre Meinungen diesbezüglich umgeschmissen. Vielleicht ist dieses Verschwinden doch eine Rettung und kein Verderben?
Indem ich die Charaktere besser kennenlerne wird es immer schwerer die Reihe nicht weiterzulesen. Diese Kinder müssen überleben, allein das ist schon viel mehr als wir in der Realität tun müssen. Nicht das ich mir etwas ähnliches wünsche, das nicht. Die Kinder im Buch kennen nun den Ernst der Welt. Nach jedem vergangenen Tag gewinnen sie an Stärke. Keine Körperliche, sondern Geistige. Zwischen ihnen gibt es weiterhin mutlose, die wenig riskieren, aber diejenigen, die aktiv mitwirken sind auch noch da. Viele, sehr viele in der realen Welt wissen nicht was es ist mit dem Tod konfrontiert zu werden. Sowohl das eigene Leben zu verlieren, als auch einen geliebten Menschen zu verlieren. Die Kinder in der FAYZ müssen ihre Toten vergraben. Sie wissen was der Tod nun bedeutet.

Fazit: "Hunger" ist kein hervorstechendes Buch. So ist es auch keins, wo ich sagen würde, es gehört zu den Besten. Dennoch ist es spannend genug, um mich zum Weiterlesen zu motivieren. Ich will nach diesem Band mit mehr Nachdruck wissen, was noch auf die Kinder zukommt. Was sie noch alles ertragen müssen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Mischung aus dem Romanklassiker "Der Herr der Fliegen" und der Comic-Legende "X-Men", 11. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Gone 2: Hunger (Gebundene Ausgabe)
"Hunger" ist der zweite Band der "Gone"-Reihe von Michael Grant. Er schließt direkt an den ersten an und um alles verstehen zu können, sollte man den Auftakt der Serie gelesen haben, ansonsten dürfte einem so einiges rätselhaft vorkommen. Die Protagonisten werden als bekannt vorausgesetzt, es werden aber auch einige neue Charaktere eingeführt.

Ein wenig muten die Geschichte an wie eine Mischung aus dem Romanklassiker "Der Herr der Fliegen" und der Comic-Legende "X-Men". Zum einen geht es um die Gewalt und die Feindschaft, die sich schnell unter Kindern entwickelt, wenn keine Erwachsenen mehr da sind, zum anderen darum, dass sie merkwürdige Mutanten-Fähigkeiten entwickeln. Die Kombination aus beidem bietet jede Menge Potenzial, das hier auch voll ausgeschöpft wurde. Natürlich gibt es ein Geheimnis um das "Warum?" und "Wie?", allerdings nimmt das im Vergleich zu den anderen Themen bisher eine eher kleine Rolle ein. Und komplett aufgelöst wird natürlich auch noch nichts, schließlich geht die Geschichte noch weiter.

Während der erste Band "Verloren" die Gewaltbereitschaft zum Thema hatte, geht es nun vorrangig um tatsächlich angewendete Gewalt. Dabei werden die Gedankengänge der einzelnen Kinder immer sehr gut beschrieben, so dass man sie erschreckenderweise sogar gut verstehen kann. Oft bleibt einem aber auch einfach nur der Mund offen stehen und man fragt sich, wie es so weit kommen konnte. "Hunger" ist zwar ein Jugendroman, trotzdem beschreibt der Autor Michael Grant mit voller Wucht und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, was geschieht. Das will etwas heißen, wo doch durchaus gleich mehrere Personen sterben und sogar gefoltert wird. Gleich zu Anfang beginnt der Autor das Buch mit einer grausigen Szene, die einem die Verzweiflung der Kinder vor Augen führt.

"Gone" ist einfach mal etwas anderes, eine neue Idee, die viele Aspekte miteinander verknüpft. Es fällt schwer, die Reihe klar einem Genre zuzuordnen. Es ist ein Jugendabenteuer, aber auch eine Science Fiction-Geschichte, außerdem gibt es deutliche Thriller-Elemente und einen Hauch Fantasy. Insgesamt gesehen kann man den Roman sogar als Drama bezeichnen. Dieser Facettenreichtum macht aber gerade die Faszination aus. Natürlich muss man offen sein für all die Ideen, die hier miteinander vermengt werden. Wer sich darauf einlassen kann, wird mit einer packenden Geschichte belohnt, die einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Fortsetzung!, 19. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Gone 2: Hunger (Gebundene Ausgabe)
*********** Inhalt ***********

Nach Sams 15. Geburtstag und dem fürchterlichen Kampf zwischen ihm und seinem Bruder sowie gegen die Koyoten ist viel passiert. Sam wurde zum Bürgermeister gewählt und Caine ist geflüchtet. Auch von den Koyoten ist nichts mehr zu sehen.

Trotzdem ist die Lage in Perdido Beach schlechter als je zuvor: Die vielen Kekse und Konservendosen, die in den Häusern der Erwachsenen gelagert waren, wurden alle bereits verzehrt und alles Frische wie Fleisch oder Obst und Gemüse ist inzwischen verdorben. Es gibt kaum noch etwas zu essen.

Die einzige Möglichkeit, wie die Kinder wieder zu Kräften kommen können, ist die Felder, die es rund um Perdido Beach gibt, zu ernten, bevor auch dort alles Obst und Gemüse verdirbt oder die Vögel alles fressen. Aber keiner hat Lust zu arbeiten, ohne irgendeine Gegenleistung ... und außerdem besetzen eine Reihe von mutierter schwarzer Würmer einige Felder, die jeden, der sie betritt, sofort töten.

Als hätten die Bewohner von Perdido Beach nicht schon genug Sorgen, versucht auch noch Sams Zwillingsbruder Caine, das Kernkraftwerk an sich zu reißen, um den Strom steuern zu können. Damit will er scheinbar Sam dazu zwingen, ihm Essen zu geben - ansonsten wird auch der Strom in Perdido Beach ausbleiben - was ein unvorstellbares Chaos mit sich ziehen würde.

Die Kinder in Perdido Beach sind durch die schwierige Lage auch so gereizt, dass sie beginnen, sich wegen völlig banaler Dinge in die Haare zu kriegen und andauernd streiten. Außerdem bildet sich langsam aber sicher eine groß Kluft zwischen Kindern mit Kräften (Freaks) und "Normalos", der zu eskalieren droht, als ein Junge namens Hunter versehentlich einen "Normalo" mit seiner Kraft tötet ...

Sind Sam, Astrid, Edilio und die anderen Bewohner Perdido Beachs dem ganzen Stress gewachsen? Schaffen sie es, genug Nahrung zu finden, um weiterhin zu überleben? Oder kann die Dunkelheit ihren Plan durchziehen und die gesamte Menschheit auslöschen?

*********** Meine Meinung ***********

Die Fortsetzung von Gone - Verloren ist Michael Grant wirklich gut gelungen. Sie ist genauso spannend und fesselnd wie schon der erste Teil und der Leser kommt vor lauter Schrecken kaum noch zum Atmen. Was Michael Grant im ersten Teil geschaffen hat - eine Welt ohne Erwachsene, die FAYZ - überzeugt den Leser immer noch.

Schon nach den ersten Sätzen fühlt sich der Leser wieder mitten in der FAYZ, als wäre man nie fort gewesen. Das erste Kapitel setzt genauso spannend, mysteriös und erschreckend fort, wie der Leser es von Gone - Verloren bereits gewöhnt ist. Die mutierten Würmer, die Sam und die anderen daran hindern, die Felder zu ernten, bringen noch zusätzliche Probleme zu dem immer größer werdenden Hunger der 332 Überlebenden der FAYZ. Aber das ist noch lange nicht das einzige Problem, denn Michael Grant schafft es, ein Problem nach dem anderen auftauchen zu lassen, ohne die Story dahinter gekünstelt wirken zu lassen.

Überhaupt ist Gone - Hunger genauso realistisch wie Band 1. Trotz der vielen fiktiven Elemente, den Kids mit Kräften, den vielen "Mutationen" und der Dunkelheit kann der Leser alles, was in dem Buch passiert, nachvollziehen. Es ist erschreckend, wie die Kinder versuchen ihre Probleme zu lösen, aber dennoch überzeugend.

Die Charaktere haben sich in Band 2 noch mehr gefestigt. Man kann sich noch besser mit ihnen auseinandersetzen, und auch die, die neu hinzukommen wirken real. Michael Grant schafft es dabei auch immer wieder neue Charaktereigenschaften einzubringen - noch immer ähnelt keine Person einer anderen.

Besonders die Probleme, mit den die Hauptcharaktere zu kämpfen haben, überzeugen den Leser. Hunger, die Kluft zwischen "Freaks" und "Normalos", Caine, der die Macht an sich reißen will und die Dunkelheit in der Goldmine - sie trägt inzwischen den Namen Gaiaphage - sind nur wenige davon. Sam als Bürgermeister soll für alles eine Lösung finden - und scheitert mehrmals. Wie soll auch ein 15jähriger die Probleme von 332 Kindern lösen?

Das Schlimmste und gleichzeitig Überzeugendste ist aber die Sache, wie die Kinder versuchen, ihre Probleme lösen. Gewalt kennt keine Grenzen mehr, kaum jemand geht unbewaffnet außer Haus und vor lauter Hunger denken nicht wenige sogar an Kannibalismus. Beste Freunde streiten sich, weil ein Bonbon verschwunden ist und eine Fraktion von "Normalos" bildet sich um den "Freaks" das Oberhaupt zu entreißen. Erschreckend beschreibt Michael Grant all diese Dinge - als Leser hat man das Gefühl es herrscht Krieg, obwohl sich die Kinder doch eher zusammentun sollten, um dem Gaiaphagen die Stirn zu bieten.

Und trotz allem hat man immer noch das Gefühl, das alles könnte tatsächlich geschehen. Mal angenommen plötzlich wären alle Erwachsenen verschwunden - ich bin überzeugt, dass die Kinder die im Hier und Jetzt leben sich nicht anders verhalten würden, auch wenn es erschreckend ist.

In Gone - Hunger stört mich auch der Perspektivenwechsel nicht mehr so. Band 2 ist nicht mehr ganz so mysteriös, es gibt nicht ganz so viele Geheimisse aufzudecken, sodass es eher von Vorteil ist, auch einmal in die Köpfe anderer blicken zu können. Man erlebt den "Krieg" von verschiedenen Seiten und erfährt von allen Problemen in der FAYZ.

Übrigens gibt es auch in Band 2 einen Countdown zu Beginn jedes Kapitels, der für mich aber eher gekünstelt wirkt. Das Ereignis, das nach 106 Stunden, 29 Minuten eintritt, ist zwar ein Schlüsselereignis, aber der Countdown bringt nicht wirklich viel. Man versteht bis zum Schluss nicht, was denn passiert, wenn die Zeit abgelaufen ist, und im Nachhinein fragt man sich, wozu der überhaupt nötig war. Er erhöht die Spannung nur minimal, weil der Leser unbedingt wissen will, was denn nun passiert, wenn die 106 Stunden, 29 Minuten abgelaufen sind ... Trotzdem eher ein Griff ins Klo, leider.

*********** Bewertung ***********

Mit Gone - Hunger ist Michael Grant aber auf jeden Fall eine würdige Fortsetzung gelungen. In Band 2 überwiegen zwar eher die erschreckenden Methoden, mit denen die Kinder ihre Probleme lösen wollen, als das Mysteriöse, aber das ist mindestens genauso spannend. Der Leser kommt kaum zum Atmen, und wenn, dann nur um das Schreckliche, das gerade passiert ist, einmal kurz zu verarbeiten.

Leider werden die offenen Fragen von Band 1 nur wenig beantwortet. Das Mysteriöse kommt in Band 2 leider zu kurz, man erfährt nur wenig über die Umstände, die die FAYZ auslösten und steht am Ende von Band 2 mit fast genauso wenig Wissen da, wie am Ende von Gone - Verloren. Trotzdem ist das Buch gelungen, es liefert nur ein erneutes sehnliches Warten auf Gone - Lügen. Gone - Hunger hat 5 Sterne verdient.
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4.0 von 5 Sternen trotz kleiner Abstriche absolut fesselnd!, 14. Mai 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Gone 2: Hunger (Gebundene Ausgabe)
Zitat:
„Der Tag, an dem sie den Stollen entdeckt hatte, war in ihr Gedächtnis eingebrannt wie ein Albtraum der schlimmsten Sorte.“
(S.29)

„Die Furcht griff mit eiskalten Krallen nach seinem Herzen. Er war lebendig begraben.“
(S.51)

Sie war eine andere geworden. Eine Gefangene dieser Stadt und dieses Lebens.“
(S.101)

Inhalt:
Die Nahrungsmittelvorräte in Perdido Beach gehen zur Neige. Auf der Suche nach Lebensmitteln erleben die Eingeschlossenen furchtbare Rückschläge. Die erste Euphorie wegen des Sieges über Caine scheint zu versiegen. Die Verzweiflung in Perdido Beach wächst. Doch niemand scheint daran interessiert zu sein, für Nahrungsmittel zu arbeiten. Die Situation eskaliert. Sam verzweifelt mehr und mehr.

Auch die Kids rund um Caine leiden in Coates furchtbaren Hunger. Eine Lösung ist nicht in Sicht. Der Überfall auf Ralphs Laden kann nur eine Zwischenlösung sein. Doch dann hat Caine die Idee, das Kraftwerk zu besetzen.

Die Kids sind nicht allein in der FAYZ. Da gibt es noch etwas in diesem dunklen Stollen. Und es ist hungrig. Sehr hungrig. Und mächtig…

Meinung:
Nachdem ich den ersten Teil der „Gone“-Reihe ja förmlich verschlungen hatte, konnte der Folgeband natürlich nicht allzu lange warten, von mir gelesen zu werden. Zum Glück hatte ich bereits vorgesorgt und die Fortsetzung griffbereit bei mir im Regal. Also konnte ich mich nun gleich in die Seiten stürzen, um die neuesten Entwicklungen in Perdido Beach mitzuerleben.

Schon nach wenigen Seiten wurde ich von der Atmosphäre in Perdido Beach wieder eingeholt. Ich fühlte mich unmittelbar in die Handlung aus dem ersten Teil eingebunden. Geschickt hat der Autor diverse Rückblenden eingebaut, so dass keine Wissenslücken bei mir aufkamen. Aber was ich gleich verspüren konnte, waren die zwischenzeitlich immer größer werdenden Probleme. Dachte ich mir im ersten Teil noch an so mancher Stelle, dass die Kids irgendwie in den Tag hineinleben, bestätigte sich meine Befürchtung in der Fortsetzung ziemlich schnell. Denn schleichend näherte er sich – der Hunger.

Eine Einigkeit unter den Kids besteht nicht. Nein, es kommt noch schlimmer. Rassistische Tendenzen, hier zwischen Freaks und Normalen, nehmen immer mehr Raum ein. Denn der Neid ist grenzenlos. Jeder traut dem anderen das Schlimmste zu. Und so spitzt sich die Lage unaufhaltsam zu.

Sam ist nach dem Sieg über Caine der unbestrittene Anführer. Doch auch wenn seine Gabe unendlich stark erscheint, seine Kräfte schwinden zusehends. Nun muss er sich um alltägliche Probleme der Heranwachsenden kümmern. Das eigentlich Wichtige gerät immer mehr aus dem Fokus. Und niemand scheint die Gefahr zu erkennen. Niemand will es wahr haben, was passiert ist. Doch eine Rückkehr in das gewohnte Leben wird es nicht geben. Die Realität hat die Eingeschlossenen eingeholt. Die Hoffnung, dass Sam alles im Griff behält, besteht permanent. Nur schwindet diese Hoffnung langsam aber stetig…
Bei allen Charakteren konnte man eine Entwicklung feststellen. Egal, ob in die gute oder böse Richtung. Der verhassteste Charakter von allen ist eindeutig Drake. In Teil Eins noch mehr oder weniger zum Handlanger degradiert, verspürt man zunehmend seine eigentliche Passion. Er ist der geborene Sadist, auf nichts und niemanden nimmt er Rücksicht. Vielleicht strebt er auch danach, die Führung zu übernehmen?

Auch die Fortsetzung präsentiert Michael Grant in Vergangenheitsform. Verschiedene Sichten trugen dazu bei, mir ein Gesamtbild zu vermitteln. Mitunter verlor ich aufgrund der Vielzahl der Charaktere jedoch bei allem Willen ein wenig den Überblick. Natürlich konnte ich mich immer wieder in die Geschichte hineinfinden; ein bisschen Anlaufzeit habe ich dann doch jeweils benötigt.
Aufgrund eines aufkeimenden Science-Fiction-Gedankens war ich zwischendrin ein wenig skeptisch, konnte dieses Gefühl jedoch zur Seite schieben, weil die Handlung hiervon kaum berührt wurde.

Den zweiten Teil der „Gone“-Reihe hat Michael Grant mit einem kleinen Cliffhanger, der definitiv Lust auf das Weiterlesen verbreitet, abgeschlossen. Dachte man, dass sich nun alles beruhigt hat und man still und gemütlich warten kann, den dritten Teil zu lesen, lässt das Ende diesen Gedanken nun nicht mehr zu. Vor allem, wenn es sich um lieb gewordene Charaktere dreht.

Urteil:
„Gone – Hunger“ führt die Handlung des ersten Bandes konsequent fort. Ich war gefesselt und litt mit den Charakteren. Kleine Abstriche im Vergleich zum Vorgänger nahm ich gern hin und ließ mich in die Geschichte saugen. Diese schönen Lesestunden sind mir deshalb sehr, sehr gute 4 Bücher wert.

Alle, die Herausforderungen lieben, mit Charakteren leiden können und dennoch nie aufgeben, sollten dieses Buch lesen. Für alle, denen bereits der erste Teil gefallen hat, ist „Gone – Hunger“ ein absolutes Must-Read!

Die Reihe:
1. Verloren
2. Hunger
3. Lügen
4. Rache
5. Angst
6. Licht

©his-and-her-books.blogspot.de
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5.0 von 5 Sternen Grandiose Reihe!, 11. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Gone 2: Hunger (Gebundene Ausgabe)
Der erste Teil hat mir schon sehr gut gefallen, der zweite Teil jedoch hat mich total überzeugen können. Michael Grant schafft es einfach, den Leser schon von der ersten Seite an zu fesseln und ist in der Lage, die Spannung die ganze Zeit aufrecht zu erhalten. Man kann kaum aufhören zu lesen und ist innerhalb weniger Stunden schon wieder mit diesen Büchern durch, obwohl sie nicht die dünnsten sind.

Die Charaktere zeichnen sich nicht gerade immer durch Sympathie aus. Trotzdem ist es unglaublich spannend, ihre Geschichten mitzuverfolgen, denn ihre Handlungen sind meistens ziemlich nachvollziehbar. Die verschiedenen Perspektiven ermöglichen es, dass man immer bestens Bescheid weiß und sich kaum noch vor Spannung retten kann. Wirklich toll.

Die Story ist wirklich nichts für schwache Nerven. Obwohl es sich hier um Jugendbücher handelt, sind sie sehr brutal und nicht immer ist die FAYZ die einzige Gefahr, die die Jugendlichen umgibt. Die größte Gefahr sind möglicherweise die Jugendlichen selber, die aus Verzweiflung und Wut Dinge tun, die wirklich unvorstellbar erscheinen. Aus diesem Grund ist diese Reihe auch perfekt für Erwachsene geeignet, denn die Charaktere handeln nicht wirklich wie Kinder, sondern sehr reif für ihr Alter.

Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Nur noch eins: LEST DIESE REIHE!
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5.0 von 5 Sternen Lange her das ich Teil 1 Las, 17. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gone 2: Hunger (Kindle Edition)
Mir hat der erste Teil schon gut gefallen, dieser hier kann zwar nicht ganz mithalten, ist aber auch gut zu lesen.
Teil 3 und 4 Arten noch.
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5.0 von 5 Sternen Spannendes Jugendbuch- auch oder gerade für Jungen, 10. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gone 2: Hunger (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch für meinen 15-jährigen Bruder gekauft, nachdem er den ersten Teil in kürzester Zeit verschlungen hatte.
Zwar gibt es gerade eine nicht enden wollende Flut neuer Bücher im Fantasy- und Dystopiebereich, "leider" sind diese aber meist für eine weiblich Zielgruppe gedacht, sodass es nicht immer leicht ist einen 15-Jährigen -mit einer Vorliebe für diese Genre- mit Nachschub zu Versorgen, wenn er erst mal die bekannteren Reihen (Harry Potter, Percy Jackson, Eragon...) durch hat.
Die Gone-Reihe gehört aber auf jeden Fall zu den Jugendbuchreihen, die auch oder gerade für Jungen prima geeignet sind.
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Hunger
Hunger von Michael Grant (Taschenbuch - 1. Juni 2012)
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