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31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur ein Buch für Jugendliche
Der mir vorliegende Roman von Gina Mayer"Die verlorenene Schuhe" ist eigentlich als Roman für Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren geschrieben worden, aber auch mir hat er ausgesprochen gut gefallen.

Eine Geschichte zweier junger Mädchen aus Oberschlesien,die sich,nachdem die Ostfront immer näher rückt,auf den Weg nach Westen machen...
Veröffentlicht am 26. Juli 2010 von Buchstabensalat

versus
3.0 von 5 Sternen gutes Schulbuch
Da ich immer schon viel über das Thema gelesen und selbst Verwandte haben die das alles erleben mussten, las ich also auch dieses Buch. Es ist gut für Schüler um die 12 Jahre. Aber für mich war es zu oberflächlich. Es gibt Reportagen und Dokumentationen mit Zeitzeugenberichten die den Schülern mehr vermitteln. Aber Kinder die gerne lesen...
Vor 9 Monaten von Boyline veröffentlicht


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31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur ein Buch für Jugendliche, 26. Juli 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die verlorenen Schuhe (Gebundene Ausgabe)
Der mir vorliegende Roman von Gina Mayer"Die verlorenene Schuhe" ist eigentlich als Roman für Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren geschrieben worden, aber auch mir hat er ausgesprochen gut gefallen.

Eine Geschichte zweier junger Mädchen aus Oberschlesien,die sich,nachdem die Ostfront immer näher rückt,auf den Weg nach Westen machen.
Inge und Wanda haben in der Stunde der Not zusammengefunden. Inge ist die Tochter eines Gutbesitzers in Oberschlesien,die wohlbehütet aufgewachsen ist und auf ihre baldige Hochzeit mit ihrem Verlobten wartet.
Wanda ist Zwangsarbeiterin auf Gut Hohenau, dem Gut von Inges Eltern. Obwohl die polnischen Zwangsarbeiter auf dem Gut der Hohenaus im Gegensatz zu anderen Gütern sehr gut behandelt werden, hasst Wanda die Deutschen und alles was mit ihnen zu tun hat.Obwohl mit der deutschen Sprache aufgewachsen , weil ihr Vater lange in Deutschland als Professor gearbeitet hat, gibt sie nicht zu erkennen, dass sie die Sprache spricht, auch als Inge versucht Kontakt mit ihr aufzunehmen.

Erst als die Ostfront näher rückt und die beiden Mädchen die einzigen sind,die sich auf Gut Hohenau wieder einfinden,von allen anderen wissen sie nicht wo sie sind, raufen sie sich zusammen und machen sich auf die Flucht nach Westen. Ihr Weg wird beschwerlich und teilweise auch gefährlich und der Spruch ihres Vaters "Trau-schau wem!", bewahrheitet sich für Inge mehr als einmal. Sie werden bestohlen,von russischen Soldaten belästigt und entgehen mehr als einmal nur per Zufall dem Tod. Ihr langer Weg führt sie von Bankau in Oberschlesien bis nach Nördlingen in Bayern, immer auf der Suche nach Inges Angehörigen und auf der Suche nach einer Heimat,denn dass sie nie wieder nach Hause können wird ihnen immer klarer.

Gina Mayer versteht es ausgezeichnet, die damalige Zeit einzufangen, die Ängste und die Lebensumstände der Flüchtlinge zu beschreiben, dass es für Jugendliche, aber auch für uns Erwachsene, gut vorstellbar wird,wie es sich damals zugetragen hat.Gut nachvollziehbar erzählt die Schriftstellerin auch die Wandlung in der Beziehung zwischen Inge und Wanda, die zuerst durch Hass und Misstrauen geprägt wird und zum Schluss in Vertrauen und Freundschft endet. Wie die beiden aufeinander angewiesen sind in den Zeiten der Not und nur Vertrauen und Teilen hilft, wenn man die Prüfung bestehen will.

Ich finde,um das Schicksal der Flüchtliche für Jugendliche erlebbar zu machen, eignet sich dieses Buch ganz fantastisch und es wäre schön,wenn man solche Bücher in der Schule verwenden würde,um den manchmal trockenen Lehrstoff aufzulockern.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Mädchen auf dem Weg nach Westen, 8. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Die verlorenen Schuhe (Gebundene Ausgabe)
Gut Hohenau bei Bankau, Schlesien, 1944: Inge Baken, die Tochter des Hauses, steht kurz vor dem Abitur, träumt von einem Studium am Konservatorium in Breslau und von einer Ehe mit dem Nachbarssohn Wolfgang von Brandt.

Im Januar 1945 wird Inges Vater eingezogen und sie selbst kehrt wieder nach Kreuzburg an die Schule zurück. Doch die Front rückt näher, die Schule wird bereits nach wenigen Tagen wieder geschlossen. Vernünftig wäre es nun, wenn Inge von Kreuzburg aus in Richtung Westen fliehen würde. Doch es zieht sie nach Hause, in Richtung Osten. Als sie auf dem elterlichen Gut ankommt, ist die Familie schon fort. Der Hund liegt erschossen im Hof und der einzige Mensch, den sie noch antrifft, ist ausgerechnet die 18-jährige polnische Zwangsarbeiterin Wanda.

Inge hält Wanda für einen mürrischen Trampel, Wanda hält Inge für ein weltfremdes, verwöhntes Prinzesschen. Doch beiden ist klar: Sie müssen hier weg, ehe die Russen kommen. Und auch, wenn sie einander nicht ausstehen können, haben sie bessere Chancen, wenn sie sich zusammentun. Sie spannen Inges Pferd vor den Wagen, raffen alles zusammen, was ihnen für ihre Flucht nützlich erscheint und machen sich auf den Weg nach Westen. Um Wanda nicht zu gefährden, geben sie sie auf der Flucht als Inges ältere Schwester Waltraud aus.

Man kann nur grob zusammenzufassen was Inge und Wanda/Waltraud auf ihrem rund 800 km langen Weg in den Westen erleben. Sie trennen sich und finden wieder zusammen, sie schließen sich einer Gruppe an, werden bestohlen, betrogen und übervorteilt, abgewiesen und enttäuscht, überfallen und gerettet. Sie erleiden Hunger und Verzweiflung - und stellen mit der Zeit fest, dass sie gar nicht so verschieden sind, wie sie anfangs dachten. Das ist nicht weiter erstaunlich, denn jetzt, da auch Inge alles verloren hat, gleichen sich die Lebensumstände der beiden jungen Frauen mehr denn je: zwei höhere Töchter, entwurzelt und auf sich selbst gestellt, die über Nacht dazu gezwungen wurden, alle bisherigen Vorstellungen und Illusionen über Bord zu werfen und erwachsen zu werden. Nur dass Wanda aufgrund ihres Schicksals als verschleppte Zwangsarbeiterin einen gewissen Vorsprung an schlechten Erfahrungen und verlorenen Hoffnungen hat.

Mehr oder weniger durch Zufall landen die beiden jungen Frauen im Frühjahr 1945 im schwäbischen Nördlingen. Wanda hat inzwischen einen deutschen Pass auf den Namen Waltraud Baken. Pragmatisch wie sie ist, hat sie sich in ihrem neuen Leben eingerichtet. Inge dagegen ist immer noch auf der Suche nach einem Ziel, einem Zuhause. Dass die Vergangenheit sie in Gestalt alter Bekannter einholt, ist allerdings ein Schock. Fliegt Wandas falsche Identität nun auf?

Der Leser hofft, bangt und leidet mit den beiden Mädchen. Das geht sicher nicht nur der jugendlichen Zielgruppe so, für die das Buch geschrieben wurde, und die sich mit den Erlebnissen von Altersgenossen erfahrungsgemäß besonders gut identifizieren können. Auch längst erwachsene Leserinnen und Leser lassen sich von dieser Geschichte mitreißen.

Aufschlussreich dürfte der Roman vor allem für Leser sein, deren Vorfahren in Folge des Zweiten Weltkriegs zu Flüchtlingen und Heimatvertriebenen wurden. Wenn Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern überhaupt aus jener Zeit berichten, bekommt man die Episoden von abgeklärten Erwachsenen erzählt, die eine Distanz von Jahrzehnten zu dem Erlebten haben. Und die nur das berichten, was sie erzählen wollen und verkraften können. Ein vollständiges Bild der Ereignisse ergibt sich auf diese Weise kaum. Zudem kann man sich nur schwer vorstellen, dass die alte Dame aus der Verwandtschaft ein Teenager war, als sie in den Strudel dieser Ereignisse geriet. Da identifiziert man sich leichter mit einer Romanfigur im entsprechenden Alter, die alles in diesem Moment zu erleben scheint.

Gerne hätte man noch mehr über das weitere Schicksal von Wanda und Inge erfahren. Aber ihr ganzes Leben zu erzählen, das hätte den Rahmen dieses Buchs gesprengt. Wanda, die vernünftige und unsentimentale, wird ihren Weg sicher gemacht haben. Ob ihre Nachkommen jemals ihre wahre Geschichte erfahren haben? Und ob Inge ihre Flucht-Erlebnisse wirklich verarbeiten konnte? Dass man sich als Leser Gedanken über den weiteren Lebensweg fiktiver Figuren macht, zeigt, wie sehr deren Erlebnisse einem nahe gehen und wie nachhaltig sie einen beschäftigen.

Ein ausführliches Glossar, Kartenmaterial, auf dem man den Weg der beiden verfolgen kann sowie ein Interview mit einer Zeitzeugin liefern dem jugendlichen Lesepublikum ergänzende Informationen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf der Flucht, 2. März 2010
Von 
H. P. Roentgen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die verlorenen Schuhe (Gebundene Ausgabe)
1945, Wanda ist Polin und Zwangsarbeiterin auf dem Gut der Eltern von Inge. Sie hasst diese. Für sie verkörpert Inge die deutschen Besatzer, die sie zwangsverpflichtet haben, weil sie ins Kino ging. Das ist Polen im besetzten Polen verboten, Polen sind für die Nazis Untermenschen, eine Sklavenrasse.

Auch Inge kann mit der verstockten Polin nichts anfangen. Sie weiß nicht mal, dass die Deutsch spricht.

Und dann wird Schlesien geräumt. Die Eltern sind schon geflohen, durch einen unglücklichen Zufall blieb Inge zurück und Wanda. Jetzt sind die beiden aufeinander angewiesen, denn auf der Flucht ist sich jeder selbst der Nächste, Diebstähle häufig und außerdem die Russen dicht hinter ihnen. Und die sind nicht gut auf Deutsche zu sprechen.

Noch ein Roman über den zweiten Weltkrieg, Nazis, Flucht und Vertreibung? Gibt es da nicht schon genug?

Doch Gina Mayer gewinnt dem Thema neue Seiten ab und kann außerdem ein ungewöhnliche, spannende Geschichte erzählen. Weil sie nicht die übliche Liebesgeschichte gewählt hat, nicht die üblichen Helden, die alle nie Nazis waren. Sondern zwei Mädchen, die jede auf ihre Art ihre Schattenseiten haben, die sich anfänglich bekriegen und dann doch zusammenraufen.

Und weil sie mit der Polin eine Protagonistin hat, die die deutsche Besatzung in Polen miterlebt hat und deshalb eine Menge fast unglaublicher Details aus dieser Besatzungszeit erzählt.

Vor allem aber, weil sie spannend und gekonnt erzählen kann. So ist ein Buch entstanden, dass nicht nur neue Aspekte des zweiten Weltkriegs beleuchtet, die vielen unbekannt sein dürften, sondern sich liest wie ein Thriller, den man auch als Erwachsener nicht aus der Hand legen mag.

(C) Hans Peter Roentgen
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Flucht aus Schlesien, 13. Juni 2013
Von 
Bienchen (das schönste Bundesland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die verlorenen Schuhe (Taschenbuch)
Die Geschichte zweier Mädchen, die gemeinsam die Flucht aus Schlesien antreten, hat mich sehr interessiert. Ich hatte auch erst kurz vorher mein erstes Buch von Gina Mayer ( Das Lied meiner Schwester) gelesen und mir hat der Stil von Gina Mayer sehr gut gefallen.

Dieses Buch allerdings reicht nicht an den Vorgänger heran. Nein, es ist nicht schlecht, beileibe nicht, und auch wenn man Einiges über die damaligen Zustände, vor allem in Schlesien, erfährt, war es mir einfach zu wenig. Irgendwie hatte ich mir noch mehr Hintergrundwissen und Tiefergehendes erwartet. Da das aber an meinen Erwartungen liegt und das Buch an und für sich nicht schlecht ist, erhält es von mir trotzdem 4 Sterne, denn es läßt sich flüssig lesen.

Ich werde mir auf jeden Fall weitere Bücher von Gina Mayer bestellen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz tolles Buch, 13. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die verlorenen Schuhe (Taschenbuch)
Dieses Buch hat mich richtig gefesselt. Bis tief in die Nacht habe ich wach gelegen, um die letzten Kapitel zu lesen. Ich kann das Buch also unbedingt weiterempfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liest sich toll und bringt Geschichte näher, 1. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die verlorenen Schuhe (Taschenbuch)
Ich habe das Buch viel zu schnell gelesen, weil ich es einfach nicht weglegen konnte. Ich war traurig, dass es so schnell aus war.
Es liest sich super. Die Geschichte ist witzig, spannend und nebenher erfährt man etwas über die Vertreibung der Ostpreußen. Super!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 2 Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten - denken sie zumindest..., 20. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Die verlorenen Schuhe (Gebundene Ausgabe)
'Die verlorenen Schuhe' von Gina Mayer beschreibt das Schicksal von der deutschen Inge und der polnischen Wanda, die 1944 gemeinsam vor dem Krieg fliehen.
Die 18jährige Inge ist die Tochter des Gutsbesitzers. Sie lebt in Schlesien und bekommt nicht viel mit vom Krieg, der in den Nachbarländern tobt. Wanda wurde aus Krakau verschleppt und muss als Zwangsarbeiterin auf dem Gut arbeiten. Doch dann kommt alles anders. Die Front rückt immer näher. Wanda und Inge fliehen zusammen, obwohl sie sich abgrundtief hassen. Doch sie brauchen sich gegenseitig um zu überleben.

Die Flucht Inges und Wandas ist ein Beispiel für die Flucht abertausender Menschen aus den Ostgebieten. Durch dieses Buch kann man quasi miterleben, wie es den Menschen erging. Es hat mich sehr betroffen, da Gina Mayer die Gefühle der beiden Mädchen sehr überzeugend darstellt.
Inge und Wanda könnten nicht unterschiedlicher nicht sein.
Inge ist anfangs der Stereotyp eines deutschen Mädchens um 1945. Sie interessiert sich nicht besonders für den Krieg und glaubt, dass die Deutschen sicher bald siegen würden, weil Goebbels es im Radio so verkündet.
Wanda hingegen ist Polin und muss zwangsweise auf dem Gut von Inges Vater arbeiten. Sie verurteilt alle Deutschen.
Als die beiden fliehen sind sie voller Hass und Vorurteile.
Doch während ihres gemeinsamen Treks entwickeln sie sich. Inge begreift, dass nicht nur 'die anderen' am Krieg Schuld sind und auch Wanda erkennt, dass Inge nicht das Mädchen ist, für welches sie es hielt.
Durch diese geistige Weiterentwicklung lernt der Leser viel dazu. Gerade Kinder und Jugendliche, die sich noch nicht viel mit den Themen Nationalsozialismus und Flucht und Vertreibung beschäftigt haben, wird es beim Verständnis der Vergangenheit weiterhelfen und sie auf einen richtigen Weg führen. Denn es wird klar, dass man nicht sagen kann, die anderen seien schuld, sondern selbst Verantwortung übernehmen muss.
Ein weiterer Pluspunkt des Buches sind die mit Sternchen markierten Wörter, die am Ende erklärt werden. Eine große Hilfe für Kinder und Jugendliche, denen Begriffe und Namen, wie Goebbels, Göring oder NSDAP noch nicht so geläufig sind.
Die Geschichte der zwei Mädchen ist größten Teils sehr erschütternd, da Themen wie Tod und Vergewaltigung immer wieder eine Rolle spielen, daher würde ich das Buch erst Kindern ab 13 oder 14 Jahren empfehlen. Allerdings muss man bedenken, dass Krieg fürchterlich erschütternd war.
Trotz der schweren Thematik lernt man die beiden Mädchen kennen. Sie werden dem Leser sympathisch, was einem die Geschichte sehr nahe bringt.

Meiner Meinung nach handelt es sich um ein absolut lesenswertes Buch. Es berührt den Leser, lässt ihn nachdenken und viel über die Schrecken des Nationalsozialismus und besonders über die des Krieges lernen. Das Thema ist so wichtig und wurde sehr gut umgesetzt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flucht in klirrender Kälte im Jahr 1945, 25. Mai 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die verlorenen Schuhe (Gebundene Ausgabe)
Das Schicksal von Wanda und Inge hat mich tief beeindruckt. Am Anfang der Geschichte scheinen sie so weit voneinander entfernt zu sein, bei der Flucht sind sie immer wieder voneinander abhängig, auch wenn sie sich das nur schwer eingestehen können. Sie entdecken immer mehr Parallelen, über die Liebe zur Musik bis zu der Erkenntnis, dass sie den falschen Mann geliebt haben ... Man kann die Angst, den Hunger, die Kälte und die nackte Angst ums Überleben dank des atmosphärisch dichten Schreibstils von Gina Mayer sehr gut nachempfinden. Ein ganz tolles Buch, das sehr zum Nachdenken anregt!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, 7. Februar 2010
Von 
S. Leo (Solingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die verlorenen Schuhe (Gebundene Ausgabe)
Meinung aus der Kinder-Redaktion:

Die Geschichte spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs und handelt von zwei Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Wanda, eine polnische Fremdarbeiterin, arbeitet auf dem Gut von Inges Vater. Während Inge sich also mit schönen Kleidern verwöhnen lässt, muss Wanda für ihren Lebensunterhalt schwer arbeiten und bekommt trotzdem nichts als Verachtung zu spüren. Als allerdings die Russen in Deutschland einfallen, bleibt den beiden jungen Mädchen nichts anderes übrig, als gemeinsam zu fliehen. Auf ihrer langen Reise haben sie viele Probleme zu überwinden, nicht nur miteinander, sondern auch mit anderen Menschen, die ebenfalls auf der Flucht sind und ihnen nicht immer nur Gutes wollen. Denn nichts verändert die Menschen so, wie der Krieg.

Dieses Buch hat mich auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht. Was der Krieg alles aus Menschen machen kann, zeigt dieses Buch sehr deutlich. Die Geschichte erzählt von Menschen, die Kinder berauben, nur um selbst etwas zu essen zu haben und von Menschen, die trotz all dem Hunger und Leid immer noch an Hitler glauben. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Inge und Wanda, was das Buch noch einmal interessanter macht, denn man erfährt von den Gedanken und Gefühlen beider Mädchen. Das einzige, was mich an dem Buch ein bisschen stört ist der Titel, er passt nicht richtig zur Geschichte, aber das ist auch schon alles. Ich gebe 5 Sterne.
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3.0 von 5 Sternen gutes Schulbuch, 12. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die verlorenen Schuhe (Taschenbuch)
Da ich immer schon viel über das Thema gelesen und selbst Verwandte haben die das alles erleben mussten, las ich also auch dieses Buch. Es ist gut für Schüler um die 12 Jahre. Aber für mich war es zu oberflächlich. Es gibt Reportagen und Dokumentationen mit Zeitzeugenberichten die den Schülern mehr vermitteln. Aber Kinder die gerne lesen finden hier sicher historisches Wissen.
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Die verlorenen Schuhe
Die verlorenen Schuhe von Gina Mayer (Taschenbuch - 1. Juli 2011)
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