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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternd
Der Gau in Schlitz und Umgebung wird einfühlsam und mit viel Ortskenntnis vermittelt, dass es Ortskundigen noch einmal mehr unter die Haut geht.
Das Leid und Elend der Bevölkerung wird ungeschönt beschrieben und lässt sich nicht immer leicht lesen. Taschentuchalarm ist vorprogrammiert!
Absolute lesenswert, man sollte sich aber bewusst machen,...
Vor 8 Monaten von Blaurose veröffentlicht

versus
18 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Stellenweise sehr eindimensional geschrieben...
Das Buch an sich ist sehr bewegend.

Hätte sich Gudrun Pausewang doch einfach verkniffen, der Welt immer wieder ihre schwarz-weiss gemalte Sichtweise von Politik aufzuzwängen und sich stattdessen nur auf die Story konzentriert...

Für die Autorin gibt es zwei Positionen: die Grünen sind gut (Anmerkung: ich habe nichts gegen die...
Veröffentlicht am 28. März 2008 von M. Kamps


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternd, 14. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Wolke (Taschenbuch)
Der Gau in Schlitz und Umgebung wird einfühlsam und mit viel Ortskenntnis vermittelt, dass es Ortskundigen noch einmal mehr unter die Haut geht.
Das Leid und Elend der Bevölkerung wird ungeschönt beschrieben und lässt sich nicht immer leicht lesen. Taschentuchalarm ist vorprogrammiert!
Absolute lesenswert, man sollte sich aber bewusst machen, dass "Die Wolke" von Gudrun Pausewang keine leicht Kost für Zwischendurch ist!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wolkig mit Aussicht auf nuklearen Fallout, 17. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Wolke (Taschenbuch)
Die Diskussion rund um die friedliche Nutzung der Atomkraft hat ja seit dem Unglück von Fukushima und den Anstrengungen zur Energiewende in Deutschland wieder einiges an Brisanz und Aktualität gewonnen. Viele der komplizierten Zusammenhänge und Forderungen stellen insbesondere für Schüler eine Verständnishürde dar, die man mit Hilfe von Gudrun Pausewangs "Die Wolke" zumindest etwas abtragen kann.
Erzählt wird die Geschichte von Janna-Bertha, einer Schülerin, die in die Auswirkungen einer Kernkraftwerks-Katastrophe hineingesogen wird und sich dabei auf eine Odyssee durch verstrahlte Regionen und geschundene Kinderseelen begibt.

"Die Wolke" ist keine einfache Kost, da Pausewang die Verhältnisse und Folgen einer solchen Katastrophe nicht beschönigt, sondern insbesondere die Hilflosigkeit, Ohnmacht und Rücksichtslosigkeit der Menschen nach und während solcher Ereignisse durchaus hart und realistisch schildert. Dennoch entschloss ich mich in diesem Jahr, gemeinsam mit meiner 7. Klasse, das Buch im Deutschunterricht als Beispiel für Jugendliteratur zu behandeln. Zum einen liest ein Großteil der Kinder mittlerweile durchaus "rohere" literarische Inhalte (man denke nur an die ganzen Fantasy-Epen des letzten Jahrzehnts, da geht es mitunter vom Gewaltgrad her wesentlich härter zu) und zum anderen sind es nicht zuletzt sie, die die Folgen der Energiewende und anderer damit zusammenhängender Ereignisse ebenfalls wie wir Erwachsenen tragen müssen. Das sie die Zusammenhänge der Entscheidung der deutschen Regierung besser verstehen lernen, ist da, denke ich, kein falscher Effekt. Dazu sei auch gesagt, dass ich nicht unbedingt ein Anhänger dieser übereilten Wende bin, aber das Buch leistet auch da einen Beitrag, wenn man seine Position von Zeit zu Zeit vielleicht einmal aus einem anderen Blickwinkel sehen möchte.

Unterm Strich habe ich Gudrun Pausewangs Beitrag zur Gefahr "Atomkraft" selber sehr schnell regelrecht verschlungen, war mitunter in einigen Kapiteln durchaus erschrocken, empfinde den Gesamtbeitrag zum Nachdenken über die Gefahren der friedlichen Nutzung der Atomkraft und die möglichen Auswirkungen aber als sehr fruchtbar.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erschreckend, schockierend, authentisch, 21. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Wolke (Taschenbuch)
Janna-Berta sitzt nichtsahnend in der Schule, als plötzlich ein Alarm ausgelöst wird, der in Verbindung mit dem Atomkraftwerk Grafenrheinfeld steht. Die Schüler flüchten aus der Schule und sollen sich mit ihren Familien in Sicherheit bringen, was in Janna-Bertas Fall jedoch schwieriger als gedacht ist. Ihre Familie ist in Schweinfurt und Janna-Berta ist mit ihrem kleinen Bruder Uli auf sich allein gestellt. Ohne Auto oder viel Geld versuchen sie auf Fahrrädern aus Schlitz zu fliehen.
Während der Flucht muss Janna-Berta einige Schicksale hinnehmen und kommt selbst mit der sogenannte Wolke in Kontakt, als ein Gewitter ausbricht. Jetzt geht es ums nackte Überleben...

"Die Wolke" thematisiert einen Super-GAU, der mitten in Deutschland stattfindet. Während des Lesens habe ich mir sehr oft die "Was wäre wenn.."-Frage gestellt und weiß ehrlich gesagt immer noch nicht, wie ich mich dann wohl verhalten würde. Stellenweise wie Janna-Berta, stellenweise auch nicht.

Grudrun Pausewang schildert die Geschichte sehr eindringlich, brachte mich zum Nachdenken und hat mich das eine oder andere Mal mit ihrer Vorstellung geschockt. Obwohl das Buch schon über 20 Jahre alt ist, ist es immer noch sehr aktuell, wie man zuletzt in anderen Ländern feststellen musste. Während des Lesens kam immer wieder eine Frage auf: "Muss Atomkraft wirklich sein?" Auch in diesem Buch konnte man sich auf eine Antwort nicht einigen, hier werden sowohl Stimmen der Bürger, als auch der Politiker laut. Dennoch erkennt man im Vorwort der Autorin, wie sehr sie sich dafür einsetzt, dass Atomkraftwerke in Deutschland abgestellt werden.

So interessant die Geschichte auch ist, so kann ich über den mehr als fragwürdigen Schreibstil nicht hinwegsehen. Auf der einen Seite ist die Geschichte wirklich spannend, emotional und schockierend geschrieben, auf der anderen Seite wurde mir der Lesespaß durch die ständigen Wiederholungen vermiest. Dazu gab es Szenen, die sich viel zu sehr in die Länge zogen. Die Flucht aus Schlitz wird zwar gut und authentisch dargestellt, aber man muss nicht unbedingt fünfmal erwähnen, dass man nun über Felder fährt.
Ansonsten konnte mich das Buch jedoch überzeugen. Die Charaktere sind authentisch und einige von ihnen schließt man sehr schnell in sein Herz.
Janna-Berta (ist das nicht ein fürchterlicher Name?!) ist für ihr Alter sehr reif und verantwortungsbewusst. Mit aller Kraft versucht sie ihren Bruder aus der Sperrzone herauszuholen und mit ihm zu flüchten, was ihr nur zum Teil gelingt. Sie ist intelligent und ist sich der Situation deutlich bewusst, dennoch geht sie nicht immer ganz glücklich damit um. Sie begibt sich bewusst einigen Gefahren, ohne Rücksicht auf sich oder andere zu nehmen, ihre Tante aus Hamburg weist sie ab, obwohl diese es nur gut mit ihr meint und ihre nächste Verwandte ist.
Janna-Berta wird selbst krank und muss mit dem Verlust ihrer Haare leben, was dem Mädchen zwar schwerfällt, dennoch will sie sich nicht mit ihrer Glatze verstecken und will den Menschen zeigen, wie gut es ihnen geht, weil sie gesund sind.

Die Covergestaltung passt sich der Geschichte an. Abgebildet ist ein Feld, dass verstrahlt ist. Die Felder passen hervorragend zur Flucht aus Schlitz. Die Kurzbeschreibung ist sehr knapp gehalten und verrät kaum etwas, was mir gut gefällt, da diese Geschichte im Vorfeld keine großen Worte benötigt.

Insgesamt hat mich "Die Wolke" erschüttert, schockiert, aufgeweckt und dennoch gut unterhalten. Man merkt der Autorin an, dass das Thema Atomkraft ein Herzensthema von ihr ist und wieviel Elan sie in dieses Buch gesteckt hat. Da verzeiht man ihr doch gern den einen oder anderen Fehler beim Schreibstil.
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87 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein "tolles" Buch, 28. November 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Wolke (Taschenbuch)
Obwohl ich zur Zeit Tschernobyls noch nicht gelebt habe, kann ich mir als 14-jährige diese schreckliche Situation in so einem Fall durch dieses Buch gut vorstellen. Allen Eltern, die dieses oder so ein ähnliches Buch gelesen haben, und es zu belastend für ihre Kinder empfinden, kann ich nur sagen: Lassen Sie diese Sorgen in so einem Fall aus dem Spiel. Natürlich ist es nicht die richtige Gute-Nacht-Geschichte für einen 7-jährigen, aber für Jungendliche ab 13 Jahren würde ich sagen, ist dieses Buch voll und ganz geeignet. Erstens kann man als Eltern seine Kinder nicht vor allem Bösen in dieser Welt beschützen, zweitens sollte man schon gar nicht als Elternteil die Augen vor solchen Katastrophen verschließen, denn schließlich wird so etwas mit großer Wahrscheinlichkeit noch einmal passieren, und das geht dann auch Ihre Nachkommen an und drittens je mehr Menschen(vor allem junge Menschen)dieses Buch lesen, desto mehr werden auch gegen die Atomkraft sein, und das ist der Anfang einer besseren und sichereren Welt.
Ich persönlich kann dieses wirklich tiefgründige Buch nur weiterempfehlen, weil es zum Nachdenken anregt und einmal eine gute Alernative zu den oberflächlichen Jugendromanen der heutigen Zeit ist.
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32 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Buch versus Film, 15. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Wolke (Taschenbuch)
Dieses Buch ist ganz klar eines meiner Lieblingsbücher: als ich es vor 10 Jahren zum ersten mal gelesen habe war ich begeistert, berührt. Um so gespannter war ich als ich erfahren habe, dass jetzt die Verfilmung ins Kino kommt: Heute bin ich in den Genuss einer Prämiere im Kino mit einigen Schauspielern gekommen:
während im Film eine Liebesgeschichte von Janna-Berta (Hanna im Film) und Elmar im Vordergrund steht, so wird im Buch noch viel deutlicher dass nach solch einem Ereignis nichts mehr so ist wie es vorher war, ja, dass auch nichts mehr so sein darf!
Ich habe mir erlaubt zu Fragen, warum denn nun aus "Die Wolke" ein Liebesfilm gemacht werden musste, während die Schauspieler zugaben, dass sie sich das auch fragen würden antwortete ein Mann vom Vertrieb des Concorde-Verleihs: "mit etwas anderm lässt sich kein Geld verdienen".
Ich möchte mich nun nicht weiter über die Nachteile von Buchverfilmungen auslassen, gelungen ist der Film allemal!
Ich möchte allen denen der Film gefallen hat raten, ihn als Einladung zum Lesen des Buches zu sehen, langweilig wird es sicher nicht! Detaillierter, vielleicht eine Spur härter, sicher aber nicht weniger Ergreifend.
Und dass solche Bücher, die nicht zu letzt auch dazu aufrufen für seine Rechte einzutreten und Vorgänge in Politik und Wirtschaft wachsam zu betrachten zeigt allein die Tatsache dass wohl mit einer einstweiligen Verfügung gegen den Film von E-ON zu rechnen gewesen wäre wenn man das KKW beim Namen Grafen-Rheinfeld genannt hätte!
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18 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Stellenweise sehr eindimensional geschrieben..., 28. März 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Wolke (Taschenbuch)
Das Buch an sich ist sehr bewegend.

Hätte sich Gudrun Pausewang doch einfach verkniffen, der Welt immer wieder ihre schwarz-weiss gemalte Sichtweise von Politik aufzuzwängen und sich stattdessen nur auf die Story konzentriert...

Für die Autorin gibt es zwei Positionen: die Grünen sind gut (Anmerkung: ich habe nichts gegen die Grünen). Alle anderen Politiker, die Regierung und die Bürgerlichen sind ausnahmslos schlecht. Sie versuchen den lieben langen Tag nur zu verschleiern, zu vertuschen, zu lügen, Eigenverantwortung abzuwälzen und ihre Macht auszubauen.

Das lese ich zwischen den Zeilen und das lesen auch Tausende Kinder, wenn sie das Buch beispielsweise in der Schule durchnehmen, wo sie eigentlich lernen sollten, differenziert und eben nicht so eindimensional wie Pausewang zu denken.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu hetzterisch!, 12. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Wolke (Taschenbuch)
Aufgrund aktueller Ereignisse sollten wir uns dieses Buch mal anschauen.
Nun ja, ich hatte mehr erwartet. Ich finde es viel zu einseitig dargestellt, außerdem werden alle, die nicht übertrieben gegen Atomkraft sind, sofort als dumme und böse (schuldig) dargestelllt, als Leute die eh keine Ahnung haben und es wird versucht, zu erreichen, dass man diese Menschen nicht mag. (Großeltern)
Auf die genaueren Hintergründe, WIE der Unfall passieren konnte, wird nicht eingegangen. Der Reaktor ist also einfach geplatzt und fertig. Da hätte ich mehr Hintergrundwissen gut gefunden.

Auch der Staat kommt nicht gut weg. Ist klar, dass Politiker genug Mist bauen und nicht gerade Engel sind, aber man kann auch übertreiben, finde ich. Auch den Vergleich zwischen Atomkraft und dem Nationalsozialismus fand ich sehr übertrieben. Die Charakterzeichnung Pausewangs ließ meiner Meinung nach auch viel zu Wünschen übrig. Die Charaktere sind flach, eindimensional und sehr einseitig dargestellt. Der Anfang konzentriert sich sehr darauf Janna-Berta leiden zu lassen und alles verlieren zu lassen, wobei cih Ulis Tod unnötig fand. Auch seine Beerdigung 5 Monate später... Janna-Berta muss einen Schaden fürs Leben haben. 5 Monate später, anch einem Atomunglück muss die Leiche...verstörend bis komplett abartig traumatisieren gewesen sein, wobei Janna damit sehr schnell (bis sie wieder in Schlitz ist) fertig wird..
Bis zum Schluss konnte ich nicht verstehen warum Janna-Berta (warum solche komischen Namen?) ihre Tante Helga so "verabscheut". Sie ist vieleicht keine ultra Atomgegner, aber sie macht sich Sorgen um sie und will ihr helfen. Nein, stattdessen läuft man weg zur tollen Almut, da diese ja auch die "richtige" Einstellung, nämlich dass die Politik Schuld an allem hat und die Welt böse ist.
Das Wort "Hibakusha" einzubauen war ja eine nette Idee, finde ich aber dennoch unpassend, da der Hintergrund ein anderer ist. Wollte Pausewang damit sagen, dass die Menschen etwa mit Absicht von einer Regierung verstrahlt worden ist? Hiroshima und Nagasaki waren KEINE Unfälle, nicht so wie das hier.
Der Schreibstil konnte es für mich auch nicht mehr rausreissen, ich kenne nämlich keinen einzigen 14-Jährigen der seine Eltern immer nur "Mutti" und "Vati" nennt, auch gegenüber Erwachsenen. Das Ende hat mich nicht sehr begeistert. Zuerst wieder dieser "Hassaufbau" (Wut, Abneigung, was auch immer) gegen alle, die FÜR Atomkraft sind/waren (Gespräch der Großeltern wird detailliert dafür genutzt, diese Wut zu erzeugen) und erst dann sagt Janna-Berta was dagegen...Ich hätte gerne die weitere Reaktion der Großeltern gelesen, DAS wäre mir sehr wichtig gewesen, doch dazu kam es leider nicht mehr.

Meiner Meinung nach hat sich die Autorin viel zu vieler Klischees bedient und hat es nicht geschafft, dieses brisante und interessante Thema richtig zu verpacken. Als Aufruf gegen die Atomkraft taug es jedoch allemal, wobei man sich, wenn man wirklich dagegen protestieren will, auch etwas Hintergrundwissen anlesen sollte, finde ich. Wie funktioniert ein AKW? Wie könnte so ein Unfall passieren? Und was ist damals in Tschernobyl schiefgelaufen?

Auch wenns vielleicht so rüberkommt bin ich keineswegs dafür, dass AKWs gebaut werden etc. ich hätte mir nur gewünscht, dass das Buch nicht ganz so ...hetzerisch gewesen wäre. Das die Technik heute weiter ist ist ja auch ein Argument, aber da viele AKWs die heute noch laufen schon vor Jahren gebaut worden sind, und deshalb eben auch gefährdet sind oder sein können, würde ich so etwas persönlich nicht sagen.

Ich kann mir vorstellen, dass viele jüngere Kinder nach dem Lesen entsetzliche Angst haben, besonders, wenn sie im Fernsehen Bilder aus Fukushima sehen. Das gewarnt und informiert werden muss, steht für mich außer Frage, jedoch würde ich das Buch bei jüngeren Lesern nur in Begleitung mit einem Erwachsenen empfehlen, mit dem man dann auch über das Gelesene reden kann. (Doch in dem Sinne ist "Die letzten Kinder von Schewenborn" sowieso schlimmer.) Es wäre kontraproduktiv wenn Kinder einfach nur Angst bekommen, dass der Staat sie im Falle einer Katastrophe ohne mit der Wimper zu zucken erschiessen würde und Polizisten keinerlei Skrupel oder Probleme hätten, genau das zu tun. Das Buch ist ein Jugendbuch, jedoch müssen auch viele Kinder das Buch in der Schule schon lesen, zum Teil auch in der 5. Klasse, und ich denke, in dem Alter ist man noch sehr leicht beeinflussbar und Unsicher was die Grenze zw. Realität und Fiktion ist.
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20 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mitreißender Roman eines tragischen Ereignis..., 30. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Wolke (Taschenbuch)
Auch hier beschreibt Gudrun Pausewang die Auswirkungen eines atomaren Reaktorunglücks in nüchterner und authentischer Weise anhand vom Schicksal der 14-Jährigen Janna-Berta, die durch den Unfall sowohl ihre Eltern als auch ihren jüngeren Bruder verlor.
Dabei versucht die Autorin dem Leser die Dringlichkeit der Ausweitung alternativer Energiequellen zu verdeutlichen und verdeutlich ebenso die Tatsache, dass wir auch fast 20 Jahre nach Tschernobyl nicht vor einem weiteren Unglück ungeahnten Ausmaßes gefeit sind.
Dennoch ist dieser Roman meiner Meinung nach erst für Kinder und Jugendliche geeignet, die psychisch mit der Thematik umgehen können und bereits über ein gewisses Differenzierungsvermögen zwischen Realität und Fiktion verfügen.
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46 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältige Lektüre, 6. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Wolke (Taschenbuch)
Mit Sicherheit rührt hier Gudrun Pausewang ein heißes Eisen an. Auf sehr anschauliche und leicht lesbare Weise wird Kindern hier veranschaulicht, auf welche Risiken sich die Menschheit einlässt, wenn sie sich der Kernkraft bedient. Hier wird nicht vorsichtig angetippt, was passieren könnte, sondern der schlimmstmögliche Ernstfall durchgespielt und konsequent zu Ende gedacht.
Das ist soweit nicht verwerflich und für Kinder durchaus empfehlenswert, wenn das Buch nicht einen großen Fehler hätte - die Einseitigkeit. Denn durch dieses Buch wird kein Heranwachsender dazu angeregt, kritisch und bewußt über technische Errungenschaften nachzudenken. Vielmehr wird dem jungen Leser lang, breit und grausam erklärt, dass Kernenergie ganz doll böse ist und am besten gleich morgen alle KKWs abgeschaltet werden sollten. Und ganz schlecht stehen die da, die nie etwas dagegen getan haben.
Dafür wird die Anti-Kernkraft-Bewegung mit ihrer Demonstrations- und Sitzblockadekultur über den grünen Klee gelobt, das Buch atmet unübersehbar den Geist der 68er. Ein kritischer und vernünftiger Dialog zwischen den verschiedenen Meinungen findet nicht statt, Kernkraftbefürworter sind grundsätzlich leichtsinnige Naivlinge, die von intelligenten Umweltbewußten stets in Grund und Boden diskutiert werden und kaum zu Wort kommen.
Um nicht missverstanden zu werden - ich bin durchaus kein begeisterter Kernkraftbefürworter. Aber ich habe etwas dagegen, wenn junge Menschen, die sich ihre Meinung erst noch bilden müssen, so offensichtlich beeinflusst werden. Dieses Buch regt nicht zum Denken an, sondern ist politische Propaganda, die durchaus zu genießen ist - aber nur mit Vorsicht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5.0 von 5 Sternen Bedrückend und doch so spannend, 14. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Wolke (Taschenbuch)
Ich hatte es vor Jahren mal gelesen, eine wirklich erschütternde und doch so spannende Story. Wobei dem Leser viele Dinge erst im Nachhinein im Kopf hängen bleiben. Das arme Mädchen verliert ihre Familie größtenteils, sogar den ganz kleinen. Es ist wirklich eine sehr bedrückende Tschernobyl-Atmosphäre, deren Ausmaß man sich im Vorfeld gar nicht vorstellen kann. Wer, was Schicksale anbelangt, zu zart besaidet ist, sollte es nicht lesen, manche Passagen sind sehr traurig. Dennoch ein absolut tolles Buch, das jeden vergebenen Punkt wert ist.
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Die Wolke
Die Wolke von Gudrun Pausewang (Taschenbuch - 1. Februar 2006)
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