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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfache Bilder für komplizierte Zusammenhänge, 27. Juni 2005
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sind wir so schlau, wie wir denken?: Der Wettstreit zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz (Gebundene Ausgabe)
In den Niederlanden die „Goldene Eule" für Jugendliteratur zu erhalten, ist keine schlechte Basis, um ein verständliches und unterhaltsames Sachbuch für die Grossen zu schreiben. Man braucht bloss an schönen Geschichten und anschaulichen Metaphern festzuhalten, ohne infantil zu werden. Und Anbiedern kommt bei Jungen wie Alten schlecht an.
Bas Haring, 1968 geboren, studierte in Utrecht Informationstechnologie, promovierte über Künstliche Intelligenz, lehrt an der Uni Leiden. Und falls das noch nicht allen klar sein sollte, wer beim Thema „Künstliche Intelligenz" dabei sein will, muss zuerst ganz schön viel über die natürliche Intelligenz wissen. Also übers Gehirn. Ausserdem muss er von einigen lieb gewonnenen Vorstellungen Abschied nehmen. Zum Beispiel vom Glauben, der Mensch verhalte sich vorwiegend rational. Leute wie Bas Haring werden dann zu Brückenbauern, die verschiedene Denkmodelle miteinander verbinden.

Seinen Bericht über das menschliche Gehirn baut Haring folgendermassen auf: Nachdem er kurz den Geist herbeiruft und beschreibt, widmet er sich seinem Wohnort, dem Gehirn. Dabei verwendet er eine Metapher, die mich als Schweizer ebenso überrascht wie trifft, da er die Arbeit der Nervenzellen mit dem Verhalten der Eidgenossen vergleicht, wenn an den Grenzen der Alpenrepublik etwas passiert. Das geläufigere Bild des Ameisenhaufens folgt danach, um mit dem Insektenstaat den Übergang zum künstlichen Gehirn zu schaffen. In den Kapiteln „Maschinen" und „Künstliche Intelligenz" räumt Haring mit gängigen Klischees und Denkmodellen gründlich auf. Diesem Reinemachen folgt „In der Schule", wo der Autor anschaulich erläutert, wie das Gehirn lernt. Da wie dies nicht verstehen, ohne über die Zuordnung von Bedeutungen Bescheid zu wissen, werden auch diese theoretischen Fundamente gelegt. So wird klarer, was Haring zum ewigen Streit meint, ob der Mensch über einen freien Willen verfügt - oder eben nicht.

Wunderbar ist die Metapher eines Bildschirmschoners mit Aquariumsfischen, um zu begreifen, was künstliche Intelligenz wirklich ist. Ob ein Roboter schliesslich fühlen, ein Bewusstsein aufbauen und über sich selber sprechen kann, erfährt der Leser gegen den Schluss des Buches, um sich dann während der Lektüre von „Menschensachen" seine eigene Meinung bilden zu können.

Fazit: Ein leicht lesbares und verständliches Buch, das wissenschaftliche Erkenntnisse nicht banalisiert, sondern in anschauliche Bilder einfügt und den Lesern auf diese Weise nahe bringt. Ein Werk, das ich kurz vor Drucklegung meines eigenen Buches noch in die Literaturliste aufnahm und gerne weiterempfehle.
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5.0 von 5 Sternen Bildhaft veranschaulicht, 21. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Sind wir so schlau, wie wir denken?: Der Wettstreit zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz (Gebundene Ausgabe)
Hier wird nachgedacht und erläutert, inwiefern Roboter/Computer intelligent sein können, ob sie Gefühle haben können und ein Bewusstsein etc. Mit bildlichen Vergleichen werden diverse Vorgänge im menschlichen Gehirn und in Computern dargstellt, z.B. wenn die Erde ein Gehirn wäre, wäre jeder Mensch eine Gehirnzelle und wäre über Schnüre mit vielen anderen Menschen verbunden. Wird an einem Menschen gezogen, zieht er seinerseits an Schnüren und hat keine Ahnung, dass er Teil eines Ganzen ist oder was seine Aufgabe ist. Diese Vergleiche machen Spaß zu lesen und veranschaulichen komplexe Zusammenhänge, die damit leicht zu verstehen sind. Mich hat das Buch definitiv weiter gebracht.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur schlau, sondern auch wunderbar lesbar, 16. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Sind wir so schlau, wie wir denken?: Der Wettstreit zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz (Gebundene Ausgabe)
Das Buch behandelt auf knappen 173 Seiten spannende Erkenntnisse aus modernen Wissenschaften wie Informatik, Künstliche Intelligenz, Kognitionswissenschaft, Neurowissenschaft. Unter den behandelten Themen sind die Struktur und die Mechanismen des Gehirns, Maschinen und vor allem Komputer, Künstliche Intelligenz, Lernen, Denken, Verstehen, Wahrnehmung, Bedeutung, Wille, Fühlen, Leben, Bewußtsein und vieles mehr. Es ist für den gesunden Menschenverstand, also für ein breites Publikum geschrieben und erfordert zum Verständnis keinerlei besondere Vorkenntnisse. Gleichwohl ist es sachlich präzise, korrekt und aktuell. Dabei wird das Potenzial der betreffenden wissenschaftlichen Fächer sachlich und ohne Euphorie oder Hysterie geschildert.
Der Autor wurde für seine seltene Fähigkeit, komplexe wissenschaftliche Erkenntnisse mit einprägsamen Beispielen und amüsanten, kurzweiligen Beschreibungen einer breiten Leserschaft zu vermitteln, schon mit einigen Preisen ausgezeichnet. Auch dieses seiner Bücher ist wunderbar geschrieben, bestens aus dem Holländischen übersetzt und insgesamt eine Freude zu lesen.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen erstaunlich Gut, 9. Januar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auffälligkeiten beim Lesen dieses überzeugenden Buches:

- tolle Geschichten, die das Verständnis eines wissenschaftlichen Komplexes und den Lesespass enorm hoch halten
- an vielen Stellen witzig geschrieben (Lesespass)
- interessante schlüssige und wissenschaftliche Ideen und Theorien
- erstaunlich einfach zu lesendes Buch trotz wissenschaftlichem Hintergrund

Negativ war nur die an ca 5 Stellen schlechte Übersetzung dieser 2006er Ausgabe. Würde ich immer wieder Kaufen und Lesen.
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