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5.0 von 5 Sternen Über Steine zu den Sternen, 8. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Geheimnis des Orion (Gebundene Ausgabe)
Spekulation ist nichts Schlechtes, sieht steht am Anfang jeder wissenschaftlichen Erkenntnisfindung. Was es allerdings in Folge unbedingt bedarf, sind stichhaltige Beweise, oder zumindest starke Indizien - und die liefert Robert Bauval für seine Theorie vom altägyptischen "Sternenkult".

Bauval geht davon aus, dass es schon Jahrtausende vor der Zeit des Pyramidenbaues in Ägypten eine Religion gab, die sich nach den Gestirnen richtete. Er verweist dabei auf die bislang von der Ägyptologie stiefmütterlich behandelten so genannten "Pyramidentexte" (5. und 6. Dynastie), die ihrerseits wieder auf weit älteren Quellen beruhen.

Ein frühes Zentrum des Sternenkultes war die Stadt Annu (später Heliopolis) mit ihrem Phönix-Tempel und dem geheimnisvollen Benben-Stein (ein Vorläufer aller Obelisken), für den Bauval eine plausible Meteoriten-Erklärung liefert.

Basierend auf der baumeisterlichen Methodik von Imhotep (Hohepriester und oberster Astronom von Annu) soll in der 4. Dynastie die Cheops-Pyramide errichtet worden sein, die weit mehr als nur ein monumentales Grabmal ist. Diese Große Pyramide (deren Bau er mit 2450 v. Chr. datiert) soll einige astronomische Geheimnisse bergen. So ist der südliche Schacht der Königskammer auf das Sternbild Orion ausgerichtet, der nördliche auf Alpha Draconis. Bei der Königinnenkammer zeigt der südliche Schacht zum Sternbild Sirius, der nördliche auf Beta Ursae Minoris. Das Sternbild Orion wird mit dem Gott Osiris assoziiert, der Sirius ist der Stern seiner Gemahlin Isis. Bauval macht Duat, das Astralreich des Osiris, im Orion aus.

All das wird von der etablierten Ägyptologie abgelehnt, auch die Theorie, dass die Pyramide von Gizeh als irdisches Abbild der Gürtelsterne des Orion errichtet worden ist, ebenso wie die These, dass die zwei Pyramiden von Daschur Sternen in den Hyaden entsprechen. Bauval belegt dies mit reichem Kartenmaterial und astronomischen Berechnungen. Der Himmel auf Erden nachgebildet? Heilige Geometrie? - Das darf es nach herrschender Lehrmeinung einfach nicht geben.

Dabei soll Wissenschaft etwas Neugieriges, Forschendes, Dynamisches sein, nichts Dogmatisches! "Das Geheimnis des Orion" ist herausfordernd, rüttelt an starren Denkmustern, das ist das Schöne an diesem Buch.

Robert Bauval verliert sich nie im Esoterischen oder Obskurantistischen (auch wenn er die Themen Atlantis, 42 Bücher des Thot oder Edgar Cayce anreißt). Er sucht stets nach seriösen wissenschaftlichen Beweisen.

Durch Bauval bekommt das römische Sprichwort per aspera ad astra ("Über Steine zu den Sternen") eine völlig neue Bedeutung - bravo!
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Das Geheimnis des Orion
Das Geheimnis des Orion von Adrian Gilbert (Gebundene Ausgabe - 1995)
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