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am 10. Oktober 2013
Aufbau
Verzeichnis der fiktiven und historischen Romanfiguren
Prolog, Hauptteil: 25 Kapitel auf zwei "Bücher" verteilt, Epilog
Autorennachwort, Skizzen der Protagonisten, Burgenführer mit Wandertipps des Autors, Chronik der Deutschen Bauernkriege

Zum Inhalt
Die Handlung des Romans spielt sich während der Jahre 1524 bis 1526 ab, kursiv gedruckte Träume und Erinnerungen der Protagonistin lassen im Rückblick das ausgehende 13.Jahrhundert (Zeit der Staufer) lebendig werden.
Die Protagonistin Agnes wächst als Tochter des alternden Ritters Philipp von Erfenstein auf der heruntergekommenen Burg Trifels, einst Zentrum des Deutschen Reiches, auf. Vom Glanz der Stauferzeiten ist nichts geblieben, die Erfensteins sind verarmt und können ihre Schulden beim Herzog nicht bezahlen. Deshalb sucht Agnes' Vater einen wohlhabenden Ehemann aus dem höheren Adel für sie. Ihre Liebe zu ihrem Jugendfreund Mathis, dem Sohn des Schmieds der Burg, erregt den Unwillen des Vaters und hat keine Zukunft, zumal Mathis sich nicht mit seinem Platz im Leben abfinden will, sich für neumodische Feuerwaffen interessiert und mit den einfachen Leuten sympathisiert, die sich anschicken, gegen ihre klerikalen und adeligen Ausbeuter aufzubegehren.
Auch Agnes, die dem alten Pater Tristan als Heilerin zur Hand geht, erlebt das Elend der einfachen Dorfbevölkerung hautnah mit und kann sich in die verzweifelte Lage der Bauern einfühlen. Im Verlauf des Romans erleben Agnes und Mathis teil gemeinsam, teils getrennt eine Menge Abenteuer, die sie kreuz und quer durch das von den erbitterten Kämpfen zwischen aufständischen Bauern und äußerst gewaltbereiten Landsknechten zerrissene Land führen.
Parallel zur Handlung um Agnes und Mathis beschäftigt sich ein weiterer Erzählstrang mit einer seltsamen Verschwörung. Sowohl der Habsburger Kaiser Karl V als auch der französische König Franz suchen - aus unterschiedlichen Motiven - etwas, das auf dem Trifels verborgen sein soll. Ihre jeweiligen Agenten gehen dabei ebenso hinterlistig wie auch gewalttätig vor und zögern nicht, Menschenleben zu opfern, wenn es um ihre Ziele geht. Nicht nur durch diese Agenten gerät Agnes in Gefahr, auch ihr eigener, ihr aufgezwungener ungeliebter Ehemann, Graf Friedrich von Löwenstein-Scharfeneck, der sie geheiratet hat, weil er auf der Burg Trifels einen sagenhaften Normannenschatz vermutet, von dem er besessen ist, wird ihr gefährlich...

Persönliche Beurteilung
"Die Burg der Könige" ist ein äußerst komplexer, sehr unterhaltsamer Roman, der die Protagonisten und den Leser kaum zur Ruhe kommen lässt. Anschaulich und ohne grausige Details auszusparen, beschreibt der Autor das Elend der Landbevölkerung des frühen 16.Jahrhunderts und die Gräuel der sogenannten Bauernkriege. Neben vielen fiktiven Figuren, wie z.B. dem exemplarisch für einen Anführer eines "Haufens" (Gruppe aufständischer Bauern) stehenden Schäfer-Jockel treten historische Persönlichkeiten (Götz von Berlichingen, Florian Geyer) auf.
Auch die Rückblicke auf die Stauferzeit und den Mythos um Kaiser Barbarossa, deren Zusammenhang mit den Geschehnissen im 16. Jahrhundert erst nach und nach verständlich wird, sind sehr interessant. Im Nachwort erläutert der Autor, wie sich historische Fakten und Fiktion im Roman verteilen.
Der Schreibstil ist sehr farbenprächtig und flüssig zu lesen, sodass es trotz des beachtlichen Umfangs von mehr als 900 Seiten nicht zu gefühlten Längen kommt. Die Charakterisierung der Figuren ist größtenteils glaubhaft, lediglich die beiden Protagonisten sind ein wenig zu "gut" geraten und in ihrer Leidensfähigkeit unübertroffen. Was Agnes erlebt, hätte eine normale Frau wohl ins Grab gebracht.
Der umfangreiche Anhang mit seinem Nachwort, den Porträts der Hauptfiguren und den Ausflugstipps für Burgen und Klöster ist sehr bereichernd, auch die Landkarte Süddeutschland im vorderen und hinteren Einband ist für den Leser zur Orientierung sehr hilfreich.

Fazit
Ein informativer historischer Roman, der vor dem Hintergrund der Bauernkriege Elemente eines Abenteuerromans mit einer Prise "Verschwörung" à la Dan Brown würzt!
4,5 Sterne
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am 29. April 2014
Klappentext:
1524. Die deutschen Lande werden von den Bauernkriegen zerrissen. Dem Adel droht der Verlust der Macht, dem Volk Hunger und Tod. Die Herrschaft Kaiser Karls V. ist in Gefahr. Da stoßen Agnes, die Herrin der mächtigen Burg Trifels, und Mathis, der Sohn des Burgschmieds, auf ein Geheimnis, das über die Zukunft der Krone entscheiden wird.

Meine Meinung:
Auch wenn die Geschichte etwas schleppend begann und ich Mühe hatte mich mit den beiden Hauptfiguren anzufreunden, verflogen diese Probleme bereits nach wenigen Kapiteln. Agnes und Matthis habe ich sogar zunehmend lieb gewonnen. Der leicht schwierige Einstieg war auch keineswegs dem Schreibstil des Autors geschuldet, dieser war ausgesprochen schön und sorgte dafür, dass ich mir die Handlungsorte vor meinem inneren Auge vorstellen konnte. Zum Ende hin warten dann unglaublich viele Auflösungen und Geheimnisse auf den Leser, was manch einem vielleicht zu viel des Guten sein kann, mir aber sehr gelegen kam. Das Cover und die Karte wurden liebevoll gestaltet, dieses Buch ziert jedes Buchregal eines begeisterten Lesers der Historische Romane mag. Im Grunde kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen.
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am 30. November 2015
1524. Die Glanzzeit des Trifels ist längst Vergangenheit, der Burgvogt ist verarmt und weiß nicht mehr wie er die Abgaben bezahlen soll. Auch das Land und somit die Bauern werden ausgebeutet auf den letzten Heller. Agnes, die 16 jährige Tochter des Vogts, lässt durch die fehlende Hand ihrer verstorbenen Mutter, alle Anstandsdünkel fallen und geht lieber mit ihrem Falken auf die Jagd. Auch Mathis, ein Freund aus Kindertagen und der Sohn des Waffenschmids hat seinen eigenen Traum, gerne würde er lieber Schußwaffen anstatt Schwerter schmieden. Als er heimlich eine dieser Schußwaffen beim Burgvogt ausleiht um sie zu testen, kann er gerade noch die Entführung der Vogtstochter durch den Raubritter Hans von Wertingen verhindern. Agnes' Welt ändert sich, als ihr entflogener Falke Parcival mit einem, an den Fuss gebundenen Ring zurückkehrt. Unerklärliche Träume plagen sie und lassen ihr keine Ruhe mehr. Doch schon bald wird ihre Welt noch mehr aus den Angeln gehoben als ihr Vater stirbt und sie eine Zweckehe eingehen muss.

Ein Buch, dass obwohl über 900 Seiten, keine Minute Langeweile aufkommen lässt. Durch den flüssigen Schreibstil und vor allem die gute Recherche hat der Leser das Gefühl mittendrin zu stehen im Pfälzer Wald. Das verschlafene Städtchen Annweiler ist wirklich fast noch so wie beschrieben, mein Wohnort liegt gerade mal 6 km weg und auch unser kleines Dörfchen wird in dem Roman erwähnt. Ein absolut empfehlenswertes Buch, dass ich jedem Historienfan ans Herz legen möchte
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am 5. Juni 2014
Endlich ein neuer, vielversprechender Roman von Oliver Pötzsch, war mein erster Gedanke als ich von „Die Burg der Könige“ hörte. Dass es sich dabei um einen über 940 Seiten dicken Schmöker handelte, schreckte mich absolut nicht ab – ganz im Gegenteil, das Buch war viel zu schnell zu Ende.

Bevor man mit dem Lesen beginnt, kommt man nicht umhin das wunderschön gestaltete Cover genauestens zu bewundern. Dieses mag auf den ersten Blick, ganz in Rot und Silber gehalten, schlicht wirken, doch es spiegelt den Inhalt und die Zeit, in der der Roman handelt, sehr schön wider. Auf den Innenseiten der Buchdeckel wurde eine Landkarte abgedruckt, auf der man die verschiedenen Handlungsorte nachvollziehen kann. Außerdem ist der Geschichte ein Personenregister vorangestellt, das äußerst hilfreich ist und fiktive sowie historische Persönlichkeiten unterscheidet.

Die Geschichte selbst erstreckt sich über die Jahre 1524 bis 1526. Schon nach wenigen Seiten taucht man völlig in die Welt von Agnes und Mathis ein und begleitet die beiden während ihrer Abenteuer, die sie bestehen müssen. Pötzschs unvergleichlicher, lebendiger Schreibstil sorgt für eine tolle Atmosphäre und lässt die damalige Zeit in den Köpfen der Leser regelrecht aufleben. Kursiv gedruckte Träume und Erinnerungen, die die Protagonistin Agnes durchlebt, gewähren außerdem einen Einblick in die Zeit der Staufer Ende des 13. Jahrhunderts. Trotz der Komplexität ist der Roman sehr unterhaltsam und vor allem flüssig zu lesen. Am spannendsten war für mich der historische Hintergrund vor dem sich alles abspielt: die Armut der Bevölkerung, die Bauernkriege, sowie die Herrscher, die zu dieser Zeit die Macht innehatten, aber auch die Rückblicke in die Stauferzeit und Kaiser Barbarossas fand ich äußerst interessant.

Die Charaktere sind größtenteils glaubhaft dargestellt. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Mathis, der mit seinem Wissensdurst aus der gewohnten Ordnung ausbricht und im Verlauf die größte persönliche Entwicklung durchmacht. Agnes ist eine starke und außergewöhnliche Frau für ihre Zeit, doch ist sie meiner Meinung nach zu perfekt gezeichnet und sie erschien mir stellenweise emotionslos. Vor allem nachdem sie sich in den Fängen des Hurenhändlers Barnabas befunden hatte, durchlebte sie trotz der furchtbaren Erlebnisse keine Veränderung, was mir unrealistisch erschien. Ebenfalls sehr gelungen sind der Barde Melchior von Tanningen und Caspar, ein dunkelhäutiger Agent, denen ich trotz aller Widrigkeiten eine gewisse Sympathie entgegenbringen konnte.

Agnes‘ Träume fand ich sehr spannend zu verfolgen, nur zum Schluss hin nahm das Ganze immer mehr fantastischere Formen an und wirkte auf mich nicht mehr ganz so glaubwürdig. Ebenso verhält es sich mit dem spektakulären Showdown, der fast schon zu viel des Guten war. Begeistert hingegen war ich wieder von Oliver Pötzschs Nachwort in dem er beschreibt was seiner Fantasie entsprungen und was historisch belegt ist. Außerdem sind im Anhang noch ausführlichere Personenbeschreibungen der Hauptfiguren enthalten und Ausflugstipps vom Autor persönlich, falls sich mal jemand in die Gegend des Wasgaus verirren sollte. Der Charme und der Witz, die er dabei an den Tag legt, machen Oliver Pötzsch von Buch zu Buch immer sympathischer.

„Die Burg der Könige“ ist ein prächtiger, gut recherchierter Historien-Roman, der dem Leser auf spannende Art und Weise deutsche Geschichte nahebringt und zusätzlich noch wunderbar unterhält! Ich kann kaum Oliver Pötzschs nächsten Roman abwarten!
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am 6. April 2014
Bisher kannte ich den Autor Oliver Pötzsch als Verfasser Historischer Literatur noch nicht. Seit "Die Burg der Könige" ist das anders und ich schätze ihn und seine Qualität zu schreiben sehr hoch ein.

Bereits die Leseprobe hat mich begeistert und mich sehr schnell in die Geschichte hineingezogen. Agnes als junges Mädchen und ihr Leben auf der Burg, ohne Mutter, aber mit einem Pater als gutem Freund, einem liebenden Vater und vielen gut gesonnen Menschen in und um die Burg herum. Besonders ihr Freund Mathis ist immer für sie da, die beiden sind unzertrennliche Freunde und schlittern auch gemeinsam durch Freud, Leid und Gefahr.

Oliver Pötzsch hat mit diesen beiden zwei Protagonisten geschaffen, die den Leser durch das Buch hinweg begleiten, mal vereint, mal getrennt, aber doch immer miteinander verbunden. Auf ihrer Reise durch das Leben passiert sehr viel, spannend und fesselnd geschrieben und gespickt mit historischen Fakten, die sehr gut recherchiert wurden. Parallel verläuft die Gefangenschaft des Kaiserbruders und bis zum Ende des Romans lässt sich die Verbindung nur erahnen.

Zwischendurch musste ich leider eine Zwangslesepause einlegen. Doch trotz der langen Zeit war ich sofort wieder in der Geschichte drin. Das zeugt von der Schreibqualität des Autors. Die Figuren waren wundervoll ausgearbeitet, ich konnte Sympathien genauso aufbauen, wie Hass und Unverständnis. Die Beschreibungen der Schauplätze waren bildhaft, so dass auch hier die Gedanken schnell ein passendes Bild aufbauen konnten.

Insgesamt geb ich dem Buch voll 5 Sterne und bedanke mich bei VORABLESEN für das Buch!
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am 10. November 2013
Über diese Rezension, die ich nun hier verfasse, musste ich erstmal eine Nacht schlafen.

Ich bin niemand der den Inhalt nun wiederholt, ich denke der Klappentext trifft eine gute Aussage und den Rest sollte man selber lesen.

Zu Anfang muss ich gleich erwähnen, das ich noch nie so lange für ein Buch gebraucht habe, egal wie dick es doch war. Ich habe grundsätzlich nicht in die Geschichte gefunden und ein
paar meiner Kritikpunkte haben es mir dabei sowieso nicht einfach gemacht. An sich fand ich die Geschichte eine super Idee und auch der Schreibstil war schön.
Nun kommt aber dieses verdammte aber...

Die Personen waren ziemlich *beschränkt*, sprich eindimensional und in hoch brisanten Situationen kamen bei mir keinerlei Emotionen an. Es war für mich irgendwie immer ein ruhiges Hinnehmen der Situationen, obwohl jede normale Person da am Rad gedreht hätte. Ich habe das ganze Buch über immer gehofft das die Personen eine Entwickelung durchmachen, das sie reifer werden, weniger naiv und es nicht immer darauf anlegen zu sterben. Aber das hat sich bis zum Ende nicht geändert, sie sind immer weiter in die nächste Katastrophe gerannt, obwohl sie es vorher hätten wissen müssen.
Zudem schien der Autor unbedingt die 939(!) Seiten füllen zu wollen, sodass sich einige Geschehnisse wiederholten und es unnötiges hin und her gab.
Den Vogel hat aber dann der Einbau von "Visionen" abgeschossen und dabei ist mir dann zuviel Fantasie in den historischen Roman gerutscht. Das hätte man auch anders lösen können.

Aber ich finde nun fang ich dann doch mit dem Guten an. Das Beste kommt bekanntlich immer zum Schluss, wenn auch ein bisschen kürzer.
Wie es in einem guten historischen Roman sein sollte, wurde auch hier gut recherchiert und man konnte auch einiges interessantes lernen. An manchen Stellen kam dann auch schonmal ein Spannungsbogen, sodass es mich aus diesem zähen Zustand riss, den die Geschichte sonst verbreitete. Die Idee war wirklich sehr gut und ich konnte mir am Anfang noch ausmalen wie ich es gerne gehabt hätte, nur die Umsetzung... Naja...

Last but not least finde ich diese Geschichte komplett Geschmackssache. Vielleicht waren meine Anforderungen an den Roman einfach zu hoch, aber ich denke meine Worte hier sollten nicht davon abhalten das Buch zu lesen, wenn der Klappentext gefällt.

3 Sterne
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am 21. Mai 2016
Dieses Hörbuch habe ich im Rahmen einer Aktion der Deutschen Bahn als Abo-Kunde erhalten.
Die knapp einstündigen Fahrten zur Arbeit und wieder zurück gestalte ich mir gern mit dem Hören von gelesenen Romanen.
Bei diesem Buch mag der Inhalt beim selbst Lesen vielleicht kein Dauerfesseln erzeugen (siehe Amazon-Rezensionen der Leser des Romanes), da ich aber "nur" das Hörbuch gehört habe, kann ich mich nur darauf beziehen.
Da ich selbst meinem Sohn, als dieser erst anfing zu lesen, alle Harry-Potter-Bücher vorgelesen habe und dabei große Freude habe, die Timbres und Akzente der einzelnen Gestalten zu imitieren, verfolge ich das auch in bewundernder Weise bei anderen, professionellen Stimmen (z.B. Patrick Stewart "A christmas carol", Harry Rowohlt "Puh der Bär" u.v.a.m)

Von Anfang an hat mich die wandlungsfähige und Spannung erzeugende Sprecherstimme von Johannes Steck in den Bann gezogen. Ich dachte zuerst, dass den Burgvoigt von Trifels ein zweiter Sprecher eingelesen hat, aber dann merkte ich , wie gut das Johannes Steck gelingt. Alle Bösewichte und großen starken Personen im Buch klingen sich vielleicht etwas ähnlich , aber ich betrachte es als Geschenk, jede Fahrt nach Hause in dieser neugierig machenden und spannungsgeladenen Atmosphäre voller Erwartungen auf das nächste Kapitel verbringen zu dürfen.
Der Barde wird erst greifbar durch den wirklich vorhandenen Akzent, den man ja im Originaltext nicht in Lautsprache schreiben kann, Herr Steck sprach ihn mit diesem erheiternden italienischen Zungenschlag "plastisch" ein. Die Flüsterstimmen, die Stimmen alter Menschen, die Agnes-Stimme u.v.a.m. werde ich noch lange vermissen, wenn ich morgen / übermorgen zu Ende gehört habe. Und dann steht die Frage im Raum: "Höre ich es noch einmal? Oder suche ich nach weiteren Hörspielen, die Johannes Steck gelesen hat ;)

Danke also dafür!
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am 11. Juni 2015
1524 – Burg Trifels. Im ganzen Land toben die Bauernkriege, die Menschen hungern und die Ablehnung des Adels wird immer größer. Die ehemals reiche Stauferburg Trifels ist verarmt und baufällig. Agnes Vater ist dort der Vogt, doch er trinkt mehr, als dass er sich um die Burg kümmert. Agnes wächst – gerade für diese Zeit – sehr ungebunden auf. Sie jagt mit ihrem Falken, reitet aus, hat lesen und schreiben gelernt. Mit fast 17 Jahren sollte sie eigentlich schon lange verheiratet werden. Doch sie will nicht. Denn da gibt es noch den Sohn des Schmieds Mathis. Und ein Geheimnis um den Trifels, hinter dem verschiedene Mächte her sind. Während Mathis beim Bauernheer landet, muss Agnes den Grafen von Scharfenberg heiraten, der allerdings weniger an ihr, sondern ebenfalls nur am Trifels Interesse hat…
„Die Burg der Könige“ ist mit über 900 Seiten ein richtiger Historien-Schmöker – und das meine ich im positiven Sinn. Der Autor vermischt sehr geschickt historische Begebenheiten mit Legenden und Sagen, mit einem „es hätte so sein können“ und mit Hauptfiguren, denen man das meiste der Erlebnisse auch abnimmt. Er vermeidet größere Aufzählungen von Jahreszahlen und Beschreibungen diverser Könige, sondern konzentriert sich auf einzelne Personen, die man so näher kennen lernen kann. In diesem Zusammenhang lernt man auch viel über die Sitten und Bräuche vom Bauern bis zum König in dieser Zeit kennen, ohne dass es irgendwie nach Sachbuch aussieht. Es ist ein Historienroman vom Feinsten. Die Hauptfiguren sind sympathisch. Mich hat nur gestört, dass viele der Sachen ausschließlich über die Träume von Agnes vermittelt wurden. Und das große Ende in Speyer war mir dann doch etwas zu dramatisch … aber das sind wirklich nur Einzelheiten in einem ansonsten wirklich sehr gut lesbarem Buch. Der Autor vermeidet auch jegliche Wertung: es gibt sowohl auf Seiten der Adligen wie auch der Bauern „Gute und Schlechte“. Gut gefallen haben mir am Ende die Wandertipps zu den diversen Burgen bzw. Orten, die im Buch vorkommen. Alles in allem gibt es von mir absolut eine Empfehlung für dieses Buch.
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am 14. Oktober 2013
Nach der Henkerstochter-Reihe" ist Oliver Pötzsch hier wieder ein großartiger Roman gelungen.
Es ist die Zeit der Bauernkriege, Martin Luther - die Anfänge der Reformation.
Agnes, einzige Tochter des verarmten Burgvogts des Trifels und Mathis, Sohn des Burgschmiedes kennen sich seit frühester Kindheit. Dabei ist Agnes keineswegs das vornehme Burgfräulein. Sie geht lieber mit ihren Falken auf Jagd und liest in der Bibliothek der Burg. Vor allem die alten Sagengeschichten um den Trifels, die legendäre Burg der Staufer, haben es ihr angetan. Angeblich lies Heinrich VI nach der Eroberung Siziliens den Normannenschatz" auf den Trifels bringen.
Als dann noch ihr Falke mit einen mysteriösen Siegelring aus Zeiten Barbarossas zurückgekehrt, sie von seltsamen Träumen geplagt wird und ihr Vater unerwartet stirbt, gerät ihr Leben aus den Fugen.
Sie muss den Trifels verlassen und eine Ehe eingehen, die sie nicht will.
Mathis unterdessen wird als Aufrührer und Mörder gesucht. Deshalb schließt er sich den Aufständigen an und zieht in den Krieg. Dabei verlieren sich die beiden nie aus den Augen.

Auch der französische König Franz I und Karl V, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, sind auf der Spur eines Geheimnissen, welches sich um den Trifels rankt. Diese verschiedenen Erzählstränge verwebt Oliver Pötzsch geschickt zu einen großen Finale.

Der Roman ist in 25 Kapitel aufgeteilt, wobei jeden Ort und Datum vorangestellt sind.
Er erstreckt sich auf die Jahre 1524 bis 1526. und endet mit einem Epilog.
Eine Umgebungskarte, ein Personenregister, ein ausführliches Nachwort, eine Chronologie der Bauernaufstände sowie ein Burgenführer runden das Buch perfekt ab.

Wer also einen historischen Roman sucht, der hervorragend recherchiert ist, in dem man so ganz nebenbei einen bedeutenden Teil der deutschen Geschichte vermittelt bekommt, wo Abenteuer, Mystik und auch die Liebe nicht zu kurz kommen, hält mit Die Burg der Könige" genau das richtige Buch in den Händen.
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am 2. November 2014
1524, Pfalz: Die Vogtstochter Agnes wächst behütet auf der Burg Trifels auf und hat in Mathis, dem Sohn des Burgschmieds einen treuen Freund. Eines Tages erhält sie auf ungewöhnliche Weise einen alten, goldenen Siegelring mit dem Antlitz von Barbarossa. Dem großen Herrscher, der der Legende nach schon jahrhundertelang unter dem Trifels schläft und dessen Nachfolger den großen Normannenschatz hierherbrachte. Agnes wird von erschreckend realen Alpträumen heimgesucht, doch bald darauf wird auch ihr Leben zu einem Alptraum. Denn im Land brodelt es: die Bauern erheben sich und wollen den verhassten Adel und die Kirche stürzen. Und Mathis? Der kann Agnes nicht mehr beistehen, denn er steckt mittendrin im Aufruhr…
Das war mein erstes Buch von Oliver Pötzsch und es wird definitiv nicht das Letzte gewesen sein. Mir hat der Stil sehr gut gefallen und ich habe das Buch trotz der knapp 1000 Seiten innerhalb weniger Tage verschlungen, weil ich es kaum aus der Hand legen konnte. Es ist spannend geschrieben und scheinbar mühelos sind hier historische Fakten über den deutschen Bauernkrieg und Fiktion zu einem großen Ganzen verwoben.
An wenigen Stellen haben sich ein paar Längen ergeben und einige Wendungen waren mir zu konstruiert oder vorhersagbar. Auch der übersinnliche Teil war nicht so ganz mein Fall, aber insgesamt hat mir Die Burg der Könige wirklich gut gefallen und ich würde sie definitiv weiterempfehlen. Ein Nachwort der besonderen Art gibt der Autor dem Leser mit: einen kleinen Reiseführer, sodass man auf den Spuren von Agnes und Mathis wandeln kann und die Geschichte auf ganz besonders intensive Weise erleben kann.
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