Kundenrezensionen


76 Rezensionen
5 Sterne:
 (49)
4 Sterne:
 (16)
3 Sterne:
 (7)
2 Sterne:
 (3)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Historischer Abenteuerroman mit einer "Prise Dan Brown"
Aufbau
Verzeichnis der fiktiven und historischen Romanfiguren
Prolog, Hauptteil: 25 Kapitel auf zwei "Bücher" verteilt, Epilog
Autorennachwort, Skizzen der Protagonisten, Burgenführer mit Wandertipps des Autors, Chronik der Deutschen Bauernkriege

Zum Inhalt
Die Handlung des Romans spielt sich während der Jahre 1524 bis 1526...
Vor 9 Monaten von €nigma veröffentlicht

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht überzeugend
Agnes, die Tochter des Trifelser Burgvogts, lebt in ihrer eigenen Welt: Beinlinge, Falken und das freie Leben bestimmen ihren Alltag. Eines Tages bringt ihr Falke einen Ring mit nach Hause und plötzlich quälen Agnes schlimme Alpträume. Immer wenn sie mehr über ihre Alpträume erfahren möchte, stößt sie auf Mauern.
Mathis ist...
Vor 3 Monaten von Inge K. veröffentlicht


‹ Zurück | 1 28 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Historischer Abenteuerroman mit einer "Prise Dan Brown", 10. Oktober 2013
Von 
€nigma - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Burg der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Aufbau
Verzeichnis der fiktiven und historischen Romanfiguren
Prolog, Hauptteil: 25 Kapitel auf zwei "Bücher" verteilt, Epilog
Autorennachwort, Skizzen der Protagonisten, Burgenführer mit Wandertipps des Autors, Chronik der Deutschen Bauernkriege

Zum Inhalt
Die Handlung des Romans spielt sich während der Jahre 1524 bis 1526 ab, kursiv gedruckte Träume und Erinnerungen der Protagonistin lassen im Rückblick das ausgehende 13.Jahrhundert (Zeit der Staufer) lebendig werden.
Die Protagonistin Agnes wächst als Tochter des alternden Ritters Philipp von Erfenstein auf der heruntergekommenen Burg Trifels, einst Zentrum des Deutschen Reiches, auf. Vom Glanz der Stauferzeiten ist nichts geblieben, die Erfensteins sind verarmt und können ihre Schulden beim Herzog nicht bezahlen. Deshalb sucht Agnes' Vater einen wohlhabenden Ehemann aus dem höheren Adel für sie. Ihre Liebe zu ihrem Jugendfreund Mathis, dem Sohn des Schmieds der Burg, erregt den Unwillen des Vaters und hat keine Zukunft, zumal Mathis sich nicht mit seinem Platz im Leben abfinden will, sich für neumodische Feuerwaffen interessiert und mit den einfachen Leuten sympathisiert, die sich anschicken, gegen ihre klerikalen und adeligen Ausbeuter aufzubegehren.
Auch Agnes, die dem alten Pater Tristan als Heilerin zur Hand geht, erlebt das Elend der einfachen Dorfbevölkerung hautnah mit und kann sich in die verzweifelte Lage der Bauern einfühlen. Im Verlauf des Romans erleben Agnes und Mathis teil gemeinsam, teils getrennt eine Menge Abenteuer, die sie kreuz und quer durch das von den erbitterten Kämpfen zwischen aufständischen Bauern und äußerst gewaltbereiten Landsknechten zerrissene Land führen.
Parallel zur Handlung um Agnes und Mathis beschäftigt sich ein weiterer Erzählstrang mit einer seltsamen Verschwörung. Sowohl der Habsburger Kaiser Karl V als auch der französische König Franz suchen - aus unterschiedlichen Motiven - etwas, das auf dem Trifels verborgen sein soll. Ihre jeweiligen Agenten gehen dabei ebenso hinterlistig wie auch gewalttätig vor und zögern nicht, Menschenleben zu opfern, wenn es um ihre Ziele geht. Nicht nur durch diese Agenten gerät Agnes in Gefahr, auch ihr eigener, ihr aufgezwungener ungeliebter Ehemann, Graf Friedrich von Löwenstein-Scharfeneck, der sie geheiratet hat, weil er auf der Burg Trifels einen sagenhaften Normannenschatz vermutet, von dem er besessen ist, wird ihr gefährlich...

Persönliche Beurteilung
"Die Burg der Könige" ist ein äußerst komplexer, sehr unterhaltsamer Roman, der die Protagonisten und den Leser kaum zur Ruhe kommen lässt. Anschaulich und ohne grausige Details auszusparen, beschreibt der Autor das Elend der Landbevölkerung des frühen 16.Jahrhunderts und die Gräuel der sogenannten Bauernkriege. Neben vielen fiktiven Figuren, wie z.B. dem exemplarisch für einen Anführer eines "Haufens" (Gruppe aufständischer Bauern) stehenden Schäfer-Jockel treten historische Persönlichkeiten (Götz von Berlichingen, Florian Geyer) auf.
Auch die Rückblicke auf die Stauferzeit und den Mythos um Kaiser Barbarossa, deren Zusammenhang mit den Geschehnissen im 16. Jahrhundert erst nach und nach verständlich wird, sind sehr interessant. Im Nachwort erläutert der Autor, wie sich historische Fakten und Fiktion im Roman verteilen.
Der Schreibstil ist sehr farbenprächtig und flüssig zu lesen, sodass es trotz des beachtlichen Umfangs von mehr als 900 Seiten nicht zu gefühlten Längen kommt. Die Charakterisierung der Figuren ist größtenteils glaubhaft, lediglich die beiden Protagonisten sind ein wenig zu "gut" geraten und in ihrer Leidensfähigkeit unübertroffen. Was Agnes erlebt, hätte eine normale Frau wohl ins Grab gebracht.
Der umfangreiche Anhang mit seinem Nachwort, den Porträts der Hauptfiguren und den Ausflugstipps für Burgen und Klöster ist sehr bereichernd, auch die Landkarte Süddeutschland im vorderen und hinteren Einband ist für den Leser zur Orientierung sehr hilfreich.

Fazit
Ein informativer historischer Roman, der vor dem Hintergrund der Bauernkriege Elemente eines Abenteuerromans mit einer Prise "Verschwörung" à la Dan Brown würzt!
4,5 Sterne
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht überzeugend, 27. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Burg der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Agnes, die Tochter des Trifelser Burgvogts, lebt in ihrer eigenen Welt: Beinlinge, Falken und das freie Leben bestimmen ihren Alltag. Eines Tages bringt ihr Falke einen Ring mit nach Hause und plötzlich quälen Agnes schlimme Alpträume. Immer wenn sie mehr über ihre Alpträume erfahren möchte, stößt sie auf Mauern.
Mathis ist der junge Burgschmied und Agnes' bester Freund. Er liebt es Schießpulver und Kanon zu fabrizieren.
Melchior von Tanningen ist Barde und macht sich mit den beiden vorher genannten auf den Weg zu einer gefahrvollen Reise um das Geheimnis um den Ring zu lüften.
Hintergrund der Geschichte ist der deutsche Bauernkrieg.

Das Buch hat mich nicht wirklich überzeugt. Es kam wenig Lesefreude auf. Ich habe das Buch in vielen kleinen Schritten gelesen und konnte es jederzeit aus der Hand legen. Die Geschichte an sich und die Recherche fand ich aber schon überzeugend, nur leider fehlte mir insgesamt der Spannungsbogen. Vielleicht hätte man einige Handlungsstränge weg lassen können.
Einmal hatte ich den Eindruck, dass der Autor Herr der Ringe- Fan zu sein scheint. Dort wird Agnes als Ringträgerin betitelt und ihre Begleiter sind ihre Gefährten. Besonders am Ende häufen sich dann die Zufälle, sodass ich die Geschichte auch wenig glaubwürdig finde. Insgesamt bringt die Geschichte meiner Meinung nach wenige bis keine Überraschungen.

Die Covergestaltung gefällt mir gut und auch die Innengestaltung ist aufwendig und schön.

Fazit: Die Recherche und der historische Hintergrund geben dem Buch das gewisse Etwas. Allerdings würde ich es wirklich nur Fans von historischen Romanen empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Kino aus dem Mittelalter, 2. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Burg der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Mein erstes Buch des Autors und sicher nicht mein Letztes!
Viele Bücher finden sich auf dem Markt der historischen Romane.
Viele reißerische Titel, viel Triviales, viel Plakatives.
Hier fand ich jedoch Charaktere und Zusammenhänge geschildert,
die mir sehr realistisch und vorstellbar erscheinen. Der Adel und
der Klerus werden nicht verteufelt und die Bauern werden nicht
in den Himmel gehoben...
Mittendrin im Geschehen bekommt man großes literarisches Kino
geboten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Burg der Könige, 14. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Burg der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Nach der Henkerstochter-Reihe" ist Oliver Pötzsch hier wieder ein großartiger Roman gelungen.
Es ist die Zeit der Bauernkriege, Martin Luther - die Anfänge der Reformation.
Agnes, einzige Tochter des verarmten Burgvogts des Trifels und Mathis, Sohn des Burgschmiedes kennen sich seit frühester Kindheit. Dabei ist Agnes keineswegs das vornehme Burgfräulein. Sie geht lieber mit ihren Falken auf Jagd und liest in der Bibliothek der Burg. Vor allem die alten Sagengeschichten um den Trifels, die legendäre Burg der Staufer, haben es ihr angetan. Angeblich lies Heinrich VI nach der Eroberung Siziliens den Normannenschatz" auf den Trifels bringen.
Als dann noch ihr Falke mit einen mysteriösen Siegelring aus Zeiten Barbarossas zurückgekehrt, sie von seltsamen Träumen geplagt wird und ihr Vater unerwartet stirbt, gerät ihr Leben aus den Fugen.
Sie muss den Trifels verlassen und eine Ehe eingehen, die sie nicht will.
Mathis unterdessen wird als Aufrührer und Mörder gesucht. Deshalb schließt er sich den Aufständigen an und zieht in den Krieg. Dabei verlieren sich die beiden nie aus den Augen.

Auch der französische König Franz I und Karl V, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, sind auf der Spur eines Geheimnissen, welches sich um den Trifels rankt. Diese verschiedenen Erzählstränge verwebt Oliver Pötzsch geschickt zu einen großen Finale.

Der Roman ist in 25 Kapitel aufgeteilt, wobei jeden Ort und Datum vorangestellt sind.
Er erstreckt sich auf die Jahre 1524 bis 1526. und endet mit einem Epilog.
Eine Umgebungskarte, ein Personenregister, ein ausführliches Nachwort, eine Chronologie der Bauernaufstände sowie ein Burgenführer runden das Buch perfekt ab.

Wer also einen historischen Roman sucht, der hervorragend recherchiert ist, in dem man so ganz nebenbei einen bedeutenden Teil der deutschen Geschichte vermittelt bekommt, wo Abenteuer, Mystik und auch die Liebe nicht zu kurz kommen, hält mit Die Burg der Könige" genau das richtige Buch in den Händen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt..., 10. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Burg der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Über diese Rezension, die ich nun hier verfasse, musste ich erstmal eine Nacht schlafen.

Ich bin niemand der den Inhalt nun wiederholt, ich denke der Klappentext trifft eine gute Aussage und den Rest sollte man selber lesen.

Zu Anfang muss ich gleich erwähnen, das ich noch nie so lange für ein Buch gebraucht habe, egal wie dick es doch war. Ich habe grundsätzlich nicht in die Geschichte gefunden und ein
paar meiner Kritikpunkte haben es mir dabei sowieso nicht einfach gemacht. An sich fand ich die Geschichte eine super Idee und auch der Schreibstil war schön.
Nun kommt aber dieses verdammte aber...

Die Personen waren ziemlich *beschränkt*, sprich eindimensional und in hoch brisanten Situationen kamen bei mir keinerlei Emotionen an. Es war für mich irgendwie immer ein ruhiges Hinnehmen der Situationen, obwohl jede normale Person da am Rad gedreht hätte. Ich habe das ganze Buch über immer gehofft das die Personen eine Entwickelung durchmachen, das sie reifer werden, weniger naiv und es nicht immer darauf anlegen zu sterben. Aber das hat sich bis zum Ende nicht geändert, sie sind immer weiter in die nächste Katastrophe gerannt, obwohl sie es vorher hätten wissen müssen.
Zudem schien der Autor unbedingt die 939(!) Seiten füllen zu wollen, sodass sich einige Geschehnisse wiederholten und es unnötiges hin und her gab.
Den Vogel hat aber dann der Einbau von "Visionen" abgeschossen und dabei ist mir dann zuviel Fantasie in den historischen Roman gerutscht. Das hätte man auch anders lösen können.

Aber ich finde nun fang ich dann doch mit dem Guten an. Das Beste kommt bekanntlich immer zum Schluss, wenn auch ein bisschen kürzer.
Wie es in einem guten historischen Roman sein sollte, wurde auch hier gut recherchiert und man konnte auch einiges interessantes lernen. An manchen Stellen kam dann auch schonmal ein Spannungsbogen, sodass es mich aus diesem zähen Zustand riss, den die Geschichte sonst verbreitete. Die Idee war wirklich sehr gut und ich konnte mir am Anfang noch ausmalen wie ich es gerne gehabt hätte, nur die Umsetzung... Naja...

Last but not least finde ich diese Geschichte komplett Geschmackssache. Vielleicht waren meine Anforderungen an den Roman einfach zu hoch, aber ich denke meine Worte hier sollten nicht davon abhalten das Buch zu lesen, wenn der Klappentext gefällt.

3 Sterne
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Trifels und seine Geschichte(n), 18. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Burg der Könige: Roman (Kindle Edition)
Da ich aus der Gegend stamme, wollte ich unbedingt diesen Roman lesen. Überrascht hat mich zweierlei: wie lange der Roman vor sich hinplätschert, bevor wirklich etwas passiert und dann die -für den Autor offensichtlich genussvolle- Schilderung der ungeheuerliche Brutalität der Zeit der Bauernaufstände. Der Adel und auch die Kaufmannschaft wird sehr Schwarz/Weiss beschrieben und fast immer einseitig negativ. Interessant wird das Buch an den fiktiven Stellen des Zusammentreffens zweier Könige, deren politische Ränkespiele usw. man beobachten kann. Leider nehmen diese Passagen einen kleinen Raum im Buch ein. Der Showdown könnte aus dem Drehuch eines historischen Thrillers entsprungen sein und ist sehr spannend...das Ende ist dann wieder unglaubwürdig und der Heldin auch unwürdig. Ich würde das Buch nur bedingt weiterempfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Burg der Könige, 29. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Burg der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Klappentext:
1524. Die deutschen Lande werden von den Bauernkriegen zerrissen. Dem Adel droht der Verlust der Macht, dem Volk Hunger und Tod. Die Herrschaft Kaiser Karls V. ist in Gefahr. Da stoßen Agnes, die Herrin der mächtigen Burg Trifels, und Mathis, der Sohn des Burgschmieds, auf ein Geheimnis, das über die Zukunft der Krone entscheiden wird.

Meine Meinung:
Auch wenn die Geschichte etwas schleppend begann und ich Mühe hatte mich mit den beiden Hauptfiguren anzufreunden, verflogen diese Probleme bereits nach wenigen Kapiteln. Agnes und Matthis habe ich sogar zunehmend lieb gewonnen. Der leicht schwierige Einstieg war auch keineswegs dem Schreibstil des Autors geschuldet, dieser war ausgesprochen schön und sorgte dafür, dass ich mir die Handlungsorte vor meinem inneren Auge vorstellen konnte. Zum Ende hin warten dann unglaublich viele Auflösungen und Geheimnisse auf den Leser, was manch einem vielleicht zu viel des Guten sein kann, mir aber sehr gelegen kam. Das Cover und die Karte wurden liebevoll gestaltet, dieses Buch ziert jedes Buchregal eines begeisterten Lesers der Historische Romane mag. Im Grunde kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fällt nach meinem Geschmack gegenüber der "Henkerstochter"-Reihe ab, 14. November 2013
Von 
Dodo (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Burg der Könige: Roman (Kindle Edition)
Das Buch fängt ganz nett an mit einem netten Pärchen - er der Sohn des Schmieds, sie die einzige Tochter eines zotteligen, alten Burgvogts - das fast in die Fänge einer Räuberbande gerät. Doch leider hält der Roman das Tempo der ersten Seiten nicht durch. Gegenüber den recht straff erzählten ersten Romanen von Pötzsch wirkt "Die Burg der Könige" unnötig aufgebläht; ganze Abschnitte sind dramaturgisch eigentlich überflüssig (alles, was bei Verfilmungen gern prompt gestrichen wird), um die Handlung zu verkomplizieren, ist es oft nötig, dass sich die Figuren unglaubwürdig verhalten und sich sinnlos in Gefahr begeben. Irgendwie verliert der Autor/die Geschichte anscheinend immer wieder das Ziel aus dem Augen - was soll nun eigentlich der Plot des ganzen sein? Das kommt erst relativ spät so einigermaßen zum tragen.

Etwas unausgegoren ist auch der Gegensatz zwischen der oft sehr einfühlsam geschilderten Lage der armen Landbevölkerung (was schon in der "Henkerstochter"-Reihe die Bücher von anderen historischen Romanen unterschied) und der ebenso oft sehr trivialen Figurenzeichnung, die hinter Pötzschs bisherigen Werke zurückfällt und mich leider oft an die schlichte Schwarz/Weiß-Malerei in den Rebecca Gablé Romanen erinnerte.
In "Die Henkerstochter..." waren die Hauptfiguren knorrige, volkstümliche Gestalten, die alle durch ihre Macken sympathisch und glaubhaft wirkten. In "Die Burg der Könige" wirken Agnes und Mathis dagegen eher flach, es wird zwar bei beiden gegen Ende behauptet, sie haben eine Entwicklung durchgemacht, aber das ist aus dem Erzählten nicht wirklich erlebbar. Eigentlich sind sie die ganze Zeit die gleichen, die auch schlimme Erlebnisse viel zu einfach "verdauen". Die einzige spannende Hauptfigur ist der zwiespältige selbsternannte Minnesänger, der sich ab etwa Hälfte des Buches mit Mathis anfreundet. Dazu noch einige Nebenfiguren, die dem ganzen etwas Leben einhauchen, wie der ewig missgelaunte und auf seinen Sohn herumhackende alte Graf Scharfeneck.

Ich warte nun gespannt, welche Wege der Autor in Zukunft gehen wird. Da er prinzipiell gute historische Krimis schreiben kann, hoffe ich einfach, dass das nächste Werk wieder mehr Lokalkolorit und echte Menschen zu bieten hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bauernkriege, 7. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Burg der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Als erstes vorweg: Dieses Buch ist ein echter Wälzer, über 900 Seiten, aber ich habe es verschlungen !

Es ist das Jahr 1524. Agnes, Tochter eines Burgvogtes, lebt ziemlich frei und wild auf der Burg Trifels im Wasgau. Mathis, Sohn des Waffenschmieds der Burg, ist mit ihr aufgewachsen. Die Winter in Deutschland sind lang geworden, die Ernten schlecht, die Bauern müssen ihren Zehnt zahlen und werden geschröpft. Daher gärt es an allen Ecken des Reiches und nicht nur im Wasgau erheben sich die Bauern. Agnes und Mathis geraten mitten in diese Aufstände und nicht nur der Krieg verändert ihr Leben. Auch ein geheimnisvoller Ring, eine geheime Bruderschaft und unruhige Träume und Visionen suchen Agnes heim, was wollen sie ihr sagen ?

Geschickt verwebt Oliver Pötzsch deutsche Geschichte, Abenteuer, Dichtung und Wahrheit zu einem eindrucksvollem Roman. Ich kannte schon die Romane um die Henkerstochter und war von ihnen begeistert. Doch dieses Buch ist ein Meisterwerk. Spannend bis zur letzen Seite, ein Buch, bei dem man mitfiebern kann, bei dem die Wendungen überraschen und der Sprachstil einen kurzweiliges Lesevergnügen bereitet. Gerade mal 5 Tage habe ich gebraucht und langsam tauche ich nun aus dem 16. Jahrhundert wieder auf. Geblieben sind viele Informationen zu den deutschen Bauernkriegen und eine Geschichte, die noch lange nachklingt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Agnes und der Bauernkrieg, 11. November 2013
Von 
Jean Ignace Isidore Gérard "Grandville" (Südniedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Burg der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
1524, die Bauernkriege breiten sich über Deutschland aus. Agnes lebt mit ihrem Vater auf der Burg Trifles. Die große Zeit der Burg ist vorbei und sie zerfällt langsam. Doch ihr Vater, der Burgvogt, hängt mehr seiner ruhmreichen Vergangenheit nach, als sich um Agnes und die Burg zu kümmern. Die Forderungen des Adels gegenüber der Bauern werden immer höher und Widerstand formiert sich. Dann kommt Agnes an einen merkwürdigen goldenen Ring, wird von Träumen geplagt und Mathis, ihr Freund aus Kindertagen und Sohn des Burgschmiedes, wird als Aufrührer gesucht. Nicht nur der Krieg rückt näher an Trifles heran, auch Spione, die auf Trifles wichtige Informationen zu finden hoffen, die die Existenz des Reiches bedrohen. Ein Toter mehr oder weniger fällt im Krieg nicht auf und Agnes und Mathis stehen schwere Zeiten bevor.

Ich muss gestehen, dass ich sonst eher selten Historische Romane mit Handlungsspielraum Deutschland lese. Vielleicht ist das ein Grund, warum ich mit dem Buch nicht sonderlich warm geworden bin. Allein die Namen der Personen hinderten mich daran in die Geschichte einzutauchen. "Graf Friedrich von Löwenstein-Scharfeneck" und "Phillipp Schlüchterer von Erfenstein" sind nur zwei der Zungenbrecher, die man in diesem Buch kennenlernt und ihre häufige Nennung, teilweise mehrfach auf einer Seite, haben zumindest meinem Lesefluss nicht gutgetan.

Leider bin ich über die gesamte Länge von 913 Seiten (Nachwort nicht mitgezählt) weder mit dem Buch im Allgemeinen, noch mit den Charakteren im speziellen besonders warm geworden. Keine der Figuren hat mich irgendwie berührt, wenn man mal von einem Grummeln bezüglich ihrer Naivität und unlogischen Handlungsweisen einmal absieht.Wobei ich noch nicht einmal genau sagen kann, was der Grund für mein "nicht im Buch ankommen" ist. Oliver Pötzsch hat sehr genau recherchiert und so lange keine der Figuren den Mund aufmacht, ist auch fast alles gut. Aber bei so manchem Dialog hab ich kopfschüttelnd da gesessen. Zuviele Wiederholungen von bereits gesagtem, Naivität, unlogische Handlungen, teilweise ein viel zu moderner Stil, sowohl in der Sprache, als auch der Lebensweise... irgendwie passte mir da einiges nicht zusammen. Wobei ich eine "entstaubte" Sprache in Historischen Romanen nicht grundsätzlich ablehne. "Die Totenleserin"-Reihe von Ariana Franklin ist ja auch entstaubt. Aber hier war es nicht so flüssig zusammenpassend, zu salopp, zu modern, zu locker.

Insgesamt bin ich der Meinung, dass der Roman viel zu lang ist. Er hätte an einigen Stellen ruhig kürzer sein können, manchmal tritt alles auf der Stelle, wiederholt sich und kommt nicht in Schwung. So mancher Handlungsfaden bleibt lose hängen und wird leider nicht wieder aufgenommen (z.B. die Sache mit dem Kämmerer), andere dagegen werden mehr als ausführlich durchgekaut, so dass sämtlicher Schwung rausgenommen wird. Dazu kommt noch, dass ein gewisser Anteil Mystik mit reinspielt, den ich eher als störend empfunden habe, besonders gegen Ende. Was ich ebenso als störend empfand war, dass sich ein Drama an das nächste reihte und die Figuren teilweise sehenden Auges in ihr Unglück laufen und nicht besonders viel daraus lernen. So hat es an manchen Stellen schon leicht den Eindruck einer Soap-Opera auf mich gemacht. Vom Schluss will ich mal gar nicht sprechen.

Auch ohne das Nachwort kann man merken, wie vertieft Oliver Pötzsch in das Thema ist. Der Stil an sich war gut zu lesen, nur waren die Charaktere zu stereotyp, zu unsympathisch und nicht besonders clever. Aufgrund der doch recht gezogenen Handlung ist bei mir nicht wirklich Spannung aufgekommen, ein Pageturner ist dieses Buch für mich nicht gewesen und hat sich dementsprechend langsam gelesen.

Ein gut recherchierter, allerdings viel zu umfangreicher, historischer Schmöker mit einem Schuss Liebe, ganz viel Drama und etwas Mystik. Ich war wohl leider nur nicht der richtige Leser für dieses Buch.
Ich vergebe wohlwollende 3 Sterne: 1 für die mit Sicherheit liebevolle und genaue Recherche über den Bauernkrieg und Deutschland in dieser Zeit. 0,5 Punkte für die vom Verlag sehr schöne Gestaltung des Buches (Schutzumschlag, Zierbuchstaben, Karte). 1,5 Punkte für die Handlung an sich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 28 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Die Burg der Könige: Historischer Roman
Die Burg der Könige: Historischer Roman von Oliver Pötzsch (Gebundene Ausgabe - 27. September 2013)
EUR 19,99
Gewöhnlich versandfertig in 5 bis 9 Tagen.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen