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4.0 von 5 Sternen boesebuben
Der 42-jährige B. B. arbeitet im Krankenhaus, lebt noch bei seiner Mutter und betreibt regelmäßig den boesebuben Blog. Hier teilt er seinen Lesern Episoden aus seinem Leben mit, wobei er teilweise auch in die Vergangenheit springt.

Als jedoch einer der beiden Brüder B. B.Žs bei einem Unfall ums Leben kommt, behauptet er, der...
Veröffentlicht am 5. April 2011 von S. Hein

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu viele Fragen, auf die es keine Antwort gibt!
Der 42-jährige B. B. hat zwar ein gestörtes Verhältnis zu seiner Mutter, lebt aber immer noch mit ihr unter einem Dach. In all den Jahren hat er es nicht geschafft, sich von ihr zu lösen. Die Grausamkeit seiner Mutter lässt ihn in die virtuelle Welt flüchten, wo er unter dem Namen Blauauge ein Blog führt und über seine Morde...
Veröffentlicht am 20. März 2011 von goat


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen boesebuben, 5. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Blaue Augen (Gebundene Ausgabe)
Der 42-jährige B. B. arbeitet im Krankenhaus, lebt noch bei seiner Mutter und betreibt regelmäßig den boesebuben Blog. Hier teilt er seinen Lesern Episoden aus seinem Leben mit, wobei er teilweise auch in die Vergangenheit springt.

Als jedoch einer der beiden Brüder B. B.Žs bei einem Unfall ums Leben kommt, behauptet er, der Mörder zu sein und beginnt, chronologisch zu erzählen, wie aus "Blauauge", wie B. B. sich selber nennt, ein Mörder wurde.

Blauauge wächst mit seinen beiden Brüdern bei seiner Mum Gloria in einer kleinen Stadt im Norden Englands ohne Vater auf. Ihre Mutter teilt die drei Jungs in Farben auf, wobei ihr Liebling Blauauge immer blau tragen muss. Sie arbeitet hart, damit es ihre Kinder einmal besser haben. Dabei verlangt sie allerdings auch viel von ihren Jungs und schreckt auch vor körperlicher Gewalt nicht zurück.

Bei Blauauge wird ziemlich schnell eine besondere Gabe festgestellt, die ihn zu Dr. Peacock führt. Er veranstaltet wissenschaftliche Tests mit dem neuen Wunderkind und bringt Gloria den lange ersehnten Ruhm ein. Als jedoch das blinde Mädchen Emily auftaucht und Blauauge für Dr. Peacock und die Medien immer uninteressanter wird, häufen sich die Mordfälle in Blauauges Umfeld...

Der Roman wird anfangs aus Blauauges Sicht in Blogeinträgen geschrieben. Ab ca. der Hälfte meldet sich eine zweite Bloggerin, Albertine, zu Wort, die zu den (erfundenen?) Geschichten von Blauauge Stellung bezieht. Albertine war mit B. BZs Bruder Nigel zusammen und scheint noch eine Rechnung mit Blauauge offen zu haben, man spürt förmlich die Spannung zwischen den beiden.

Der Roman begann recht leise, man erfährt ausführlich von Blauauges Leben und den merkwürdigen Leuten aus der Nachbarschaft. Als sich jedoch Albertine zu Wort meldet, sich die Morde häufen und die falschen Identitäten langsam aufgedeckt werden, entsteht ein wahrer Psychothriller, den ich zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen konnte. Joanne Harris führt dabei den Leser an der Nase herum und fordert seine vollste Aufmerksamkeit. Wer sich nicht von den vielen Personen und Wendungen aus der Fassung bringen lässt, wird mit einem wunderbaren Buch über Gut und Böse, Liebe und Hoffnung belohnt.
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4.0 von 5 Sternen Du kleiner Scheißkerl!, 27. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Blaue Augen (Gebundene Ausgabe)
Benjamin, in seinem Blog nennt er sich Blauauge, ist 42 Jahre alt, ledig und der Jüngste dreier Söhne. Immer noch wohnhaft bei seiner Mutter Gloria, steht er unter permanter Führsorge und Kontrolle. Gloria hat ihren jüngsten Sohn immer mehr geliebt als die anderen beiden. Noch heute bemuttert sie ihn wie ein Kleinkind und besteht täglich darauf, daß er ihren selbstgemachten ekeligen Vitamintrank zu sich nimmt..

Farben spielen in seinem Leben eine wichtige Rolle. Die Wichtigkeit der Farben verursachte damals unbewußt seine Mutter. Damals als Kinder hatte jeder der Brüder eine eigene Farbe, um es Mutter Gloria mit der Wäsche einfacher zu machen. Nigel trug immer schwarz, Brendan braun und Benjamin war immer in blau gehüllt. Benjamin ist ein Blogschreiber und erzählt uns aus seiner Vergangenheit. Während er Anerkennung durch fiktionale Geschichten und erfundene Morde sucht, begegnet er auf seiner Internetseite Boesebuben.com einer damaligen Freundin die in seinem Leben eine wichtige Rolle gespielt hat. Was ist Fiktion und was Realität?

Das etwas andere Buch. Allein schon dieses geniale Cover veranlasste mich, dieses Buch zu kaufen. Ich muß gestehen, daß ich mich jetzt mit der Rezension etwas schwer tue, da wir es hier mit einem Buch zutun haben, das ganz tief in die menschliche Seele blicken lässt. Ich bin noch immer total beeindruckt von dem Ganzen, auch wenn ich ab und zu etwas verwirrt war. Das komplette Buch besteht nur aus Blogeinträgen von Albertine und Blauauge, zwei Menschen die eine Gemeinsame Vergangenheit haben. Aus Freundschaft wurde Hass, aus Wahrheit Lügen. Realität wird verschluckt, Phantasie wird lebendig. Das Schlüpfen in eine andere Identität..

Zu Anfang sind Blauauges Blogeinträge, seien es nun die öffentlichen oder eingeschränkten, manchmal etwas schwierig. Teilweise kam ich etwas durcheinander was einige Personen betrifft. Aber nach und nach fügen sich Dinge zusammen, die man vorher nie miteinander verbunden hätte. Geschichten, Geständnisse, Wirklichkeit oder doch alles nur erfunden? Ich kann mir vorstellen, daß dieses Buch nicht für jeden geeignet ist und daß einige Leser bestimmt von dieser Geschichte gelangweilt sind.Doch für mich persönlich war das ganz großes Blog-Buch-Kino mit einem Hauch Verrücktheit. Es gibt hier keine Action und trotzdem war jedes Kapitel eine spannende Reise in die geistige Unterwelt. Vor allem der Schluss war einfach und trotzdem überwältigend!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu viele Fragen, auf die es keine Antwort gibt!, 20. März 2011
Von 
goat (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Blaue Augen (Gebundene Ausgabe)
Der 42-jährige B. B. hat zwar ein gestörtes Verhältnis zu seiner Mutter, lebt aber immer noch mit ihr unter einem Dach. In all den Jahren hat er es nicht geschafft, sich von ihr zu lösen. Die Grausamkeit seiner Mutter lässt ihn in die virtuelle Welt flüchten, wo er unter dem Namen Blauauge ein Blog führt und über seine Morde schreibt, die er begangen haben will. Unter den Opfern sind auch seine beiden Brüder. Unter seinen Lesern sind viele gestörte Persönlichkeiten - aber nur eine von ihnen kennt Blauauge sehr genau und weiß, welches Geheimnis ihn umgibt.

Selten hat mich ein Buch so ratlos zurückgelassen wie Blaue Augen". Nach Beenden des Romans habe ich das Gefühl, ich bin genauso schlau wie vorher. Die Figuren aus Joanne Harris Roman bleiben alle so rätselhaft wie ihr Protagonist Blauauge. Sind die Taten wirklich von ihm verübt worden oder nur Teil seiner Fantasie? Fakt ist, dass Gloria Winter, als allein erziehende Mutter von drei Kindern, hoffnungslos überfordert ist. Was sie ihren Kindern angetan hat, enthüllt die Autorin aber erst nach und nach in dem Buch. Als zwei ihrer Söhne auf rätselhafte Art und Weise sterben, kann sie ihre ganze Wut, aber auch ihre erdrückende Liebe auf das letzte ihr verbliebene Kind konzentrieren.

Einen hohen Stellenwert nimmt das Thema Synästhesie in dem Roman ein. Mit diesem Begriff konnte ich bis dato nichts anfangen. Dabei handelt es sich um eine Sinnesverschmelzung. Wenn z. B. jemand Musik hört und diese mit Farben oder Gerüchen in Verbindung bringt. Es könnte durchaus sein, dass eine Synästhesie nach der Einnahme von Halluzinogenen auftreten. Mehr als einmal habe ich mich gefragt, was genau in diesem von Glorias gemischten Getränk, welches sie B. B. stets als seine Medizin angepriesen hat, enthalten war. Sollte es tatsächlich einen Zusammenhang geben? Diese Frage blieb, wie mehrere andere Fragen einfach unbeantwortet. Die ganze Geschichte ist komplex, verwirrend und sehr kühl geschrieben. Zu keiner Zeit habe ich Wärme beim Lesen empfunden. Das entstandene Mitleid mit B. B. hat sich mit dem Lesen seines Blogs irgendwie gleich wieder verflüchtigt und als das Wirrwarr um die Figuren losging, da hat mich das doch eher abgeschreckt als neugierig gemacht, weil es in meinen Augen einfach zu plump rübergebracht wurde. Ich möchte natürlich auch nicht zuviel verraten.

Die Autorin hat mit diesem Roman leider so gar nicht meinen Geschmack getroffen. Trotzdem fällt mir die Bewertung schwer, weil die Komplexität und die Aussage hinter der Geschichte mir doch sehr imponiert haben. Nur blieben für mich einfach zu viele Fragen offen und das Ende war nicht schlüssig genug. Deshalb entscheide ich mich hier für die goldene Mitte und vergebe drei Sterne!
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3.0 von 5 Sternen Blaue Augen, 18. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Blaue Augen (Gebundene Ausgabe)
Es war einmal eine Witwe, die hatte drei Söhne. Sie hießen Schwarz, Braun und Blau. Schwarz war der älteste, er war launisch und streitsüchtig. Braun war der mittlere, er war furchtsam und einfältig. Blau jedoch war der Liebling seiner Mutter. Und er war ein Mörder.

Der Rücketext hatte damals mein Interesse geweckt, die LP on vorablesen.de fand ich dann aber schon nicht mehr so toll. Um so mehr hatte es mich überrascht als plötzlich ein email kam, in der es hieß ich sein als Gewinnerin gezogen worden. Kurz darauf kam dann auch das Buch. Warum das so überraschend war? ich hatte gar keinen Leseeindruck geschrieben...

Nachdem ich das Buch nun endlich mal gelesen hab, kann ich nur sagen, mein erster Eindruck hat nicht getäuscht. Das Buch ist absolut nichts für mich. Schon der Schreibstil in Form eines online blogs zu dem später noch ein weiterer blog hinzu kommt, hat mich eigentlich nur verwirrt.

Ich hab es eigentlich nur zu Ende gelsen um herauszufinden, ob er nun der Mörder ist oder nicht und weil ich mir doch noch eine Wendung erhofft hatte.

Fazit: Kann man Lesen, muss aber nicht sein!
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4.0 von 5 Sternen Wenn die Grenzen zwischen Fiktion und Wahrheit verschwimmen, 29. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Blaue Augen (Gebundene Ausgabe)
B. B. oder wie er sich selbst in seinem Internetblog nennt - Blauauge - ist ein 42jähriger in sich gekehrter Mann, der noch immer bei seiner tyrannischen und gewalttätigen Mutter lebt. Nur in schriftlicher Form und vor allem über das Internet kann er richtig aus sich herausgehen. Teils öffentlich, teils nur mit beschränktem Zugang reflektiert er sein bisheriges Leben in Form von Geschichten, wobei seinen Lesern überlassen bleibt, was davon Wahrheit und was reine Erfindung ist. Denn Blauauge stellt sich selbst als Mörder dar. Nicht nur zwei seiner Brüder, sondern auch viele Personen in seinem Umfeld finden auf merkwürdige Weise den Tod. Doch es gibt jemanden, der die Wahrheit kennt.

Durch die Vorstellung auf vorablesen.de und vor allem auch das interessante Cover mit dem unheimlichen, blauäugigen Jungen bin ich auf dieses Buch von Joanne Harris aufmerksam geworden. Es handelt sich um einen sehr tiefgründigen Roman, in dem nichts ist, wie es anfangs scheint. Die Erzählweise findet ausschließlich in Blog-Form statt, erst nur betrieben von Blauauge, später erhält der Leser auf diesem Weg auch Einblick in die Gedankenwelt von Albertine.

Zugegeben die erste Hälfte des Buches liest sich ein wenig mühselig. Man bleibt als Leser verwirrt zurück, weiß man am Ende doch gar nicht mehr, was ist nun tatsächlich passiert, was der Einbildungskraft eines fantasievollen Mannes entsprungen. Wirkliche Spannung kommt aus diesem Grund bis hierhin auch nicht auf. Nichtsdestotrotz geht eine enorme Faszination von der Geschichte aus, sodass man die Auflösung nicht verpassen möchte und daher weiter liest.

Doch dann nimmt die Handlung eine Wendung, die so absolut nicht zu erwarten war. Alles bisher Gelesene erscheint in einem neuen Licht, sodass man am liebsten noch mal von vorn beginnen möchte, um herauszufinden, ob der Autorin nicht doch ein Fehler unterlaufen ist.

Das Ende entpuppt sich dann als Wettlauf um Leben und Tod. Erkenntnisse kommen Schlag auf Schlag, die Handlungsweise diverser Nebencharakter bekommt einen Sinn, offene Fragen werden beantwortet. Und schließlich das Finale, das voller Überraschungen ist, aber dennoch befriedigt. 'Blaue Augen' ist eines dieser Bücher, bei dem Durchhalten wirklich belohnt wird.
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4.0 von 5 Sternen Verwirrend, aber auch sehr raffiniert, 27. Mai 2011
Von 
basssopran - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Blaue Augen (Gebundene Ausgabe)
Ein 42-jähriger Mann lebt bei seiner Mutter, hasst sie aus tiefstem Herzen (oder doch nicht?) und fürchtet sie auch. Sie ist intrigant, hinterhältig und hat ihre kleine Familie voll im Griff, dabei schreckt sie auch vor äußerster Brutalität nicht zurück. Ihre drei Söhne stammen von verschiedenen Vätern und habe sehr unterschiedliche Charaktere - der Älteste ein brutaler Schläger, der mittlere ein verweichlichter Fettsack, der dritte begabt und sensibel, zumindest glaubt das seine Mutter. Dabei ist auch er eigentlich ein verlogener, grausamer Charakter. Seine Begabung liegt in einer Synästhesie, also der Fähigkeit, Musik zu schmecken oder zu riechen, mit der er das Interesse eines in der gleichen Kleinstadt lebenden Wissenschaftlers erregt. Doch dann tritt ein kleines blindes Mädchen mit ähnlichen Fähigkeiten auf den Plan, und das Interesse wendet sich ihr zu.
In Form von Blogeinträgen berichtet die zentrale Figur, dass er bereits mehrere Menschen ermordet hat. Da er auch in einer therapeutischen Schreibgruppe ist, deren Mitglieder seinen Blog lesen, wird nie so ganz klar, ob die Geschichten erfunden oder wahr sind. Im Laufe der Zeit kommt immer mehr auch "Albertine" zu Wort, deren Identität erst spät enthüllt wird. Ab einem bestimmten Punkt weiß man nicht mehr, wer wer ist und warum. Eine spezielle Richtungsänderung habe ich der Autorin übelgenommen, weil sie zu unglaubwürdig und verwirrend ist. Außerdem zieht sich die Story über die ersten zwei Drittel doch ziemlich. Doch alles in allem ist dies eine komplizierte, verwickelte, psychologisch raffinierte, ausgefallene Geschichte, die ich empfehlen kann! Unbedingt bis zum Schluss durchhalten, der Showdown ist genial!
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1.0 von 5 Sternen ????, 24. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Blaue Augen (Gebundene Ausgabe)
Von wegen "tiefgründig und atmosphärisch" - wie es auf dem Cover steht - das Buch ist einfach nur mühsam und verwirrend. Ich lese doch relativ viel und da sind sicher viele schräge Bücher darunter, aber das hat ja fast alles geschlagen. Ich kenn mich bis jetzt nicht aus und ärgere mich über die verlorene "Lese"Zeit. Sprung(oder zwang-)haft sind die einzelnen "Blogs" und leider führt die Autorin die verwirrenden Stränge nicht zu einem gut aufgelösten Ende sondern lässt den Leser (mich zumindest) unbefriedigt, ja sogar ärgerlich zurück. Nein, das war nix!!!!!
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4.0 von 5 Sternen Verwirrend, aber gut!, 5. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Blaue Augen (Gebundene Ausgabe)
Vor allem aber träumte er in Blau. Blau, die Farbe der Kontrolle. Er hatte sie immer mit Kraft in Verbindung gebracht, einer Kraft wie Elektrizität. Jetzt lernte er sich selbst in einer Hülle aus strahlendem Blau zu sehen, unberührbar, unbesiegbar. So war er sicher. So konnte er sich erholen. Blau war sicher. Blau war ruhig. Blau, die Farbe von Mord. (S.174)

Das Buch handelt von dem 42-jährigen "blauauge", der noch bei seiner Mutter wohnt, die ihn und seine beiden Brüder ständig durch Gewalt nach ihren Vorstellungen geformt hat. In seinem Blog schreibt er Geschichten wie er verschiedene Morde begangen hat. Nach und nach erfährt man seine Lebensgeschichte. Zu Beginn ist er noch sehr unsympathisch, doch später bekommt man richtig Mitleid mit ihm, denn was seine Mutter getan hat ist wirklich schrecklich.

[...]

Das Ende möchte ich hier jedoch nicht verraten, denn es ist ganz anders als man es sich vorstellt.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen, sie hat mit ihren Worten wahrhaft Bilder heraufbeschworen, weshalb das Buch auch flüssig zu lesen war. Sehr gut haben mir die detaillierten Beschreibungen der Sinneseindrücke gefallen, die miteinander vermischt wurden. Allerdings fand ich es schade, dass das Buch an der spannendsten Stelle zu Ende war. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass mir "offene" Enden nicht gefallen. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch jedoch sehr gut gefallen, es war psychologisch tiefgehend und spannend.

Sehr empfehlenswert!
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4.0 von 5 Sternen Der Blogger Blauauge, 7. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Blaue Augen (Gebundene Ausgabe)
Mir hat der Roman 'Blaue Augen' von Joanne Harris gut gefallen. Er Roman war schnell und flüssig zu lesen. Gut fand ich die Unterteilung in 6 Teile, die jeweils mit einer anderen Farbe gekennzeichnet werden. Diese Farben sind Blau, Schwarz, Weiß, Rauch und Grün. Das Buchcover zeigt Blauauge mit seinem stechenden und fesselnden Blick und so ist es mir auch beim Lesen ergangen. Mich hat der Schreibstil besonders in Blogform angesprochen und ich fand es mal etwas anderes.
B.B. nennt sich in seinem Blog selbst Blauauge. Er lebt mit 42 Jahren bei seiner Mutter und arbeitet im Krankenhaus. In seinem Blog teilt er sein aktuelles Leben aber auch mit, was sich in seiner Vergangenheit zugetragen hat. Einer von B.B, s Brüdern kommt bei einem Unfall ums Leben und Blauauge bezeichnet sich selbst als Mörder und beschreibt warum er so wurde. Er wuchs mit seinen Brüdern bei seiner Mutter Gloria ohne Vater auf. Sie ordnet jedem ihrer Söhne eine Farbe zu und hat Blauauge am liebsten. Gloria arbeitet hart, aber verlangt auch viel von ihren Jungs und wendet dafür auch körperliche Gewalt an. Dr. Peacock stellt bei Blauauge eine besondere Begabung fest und macht wissenschaftliche Tests mit ihm. Doch dann behandelt er das blonde Mädchen Emily und Blauauge verliert für ihn und die Medien an Bedeutung. Im Umfeld von Blauauge häufen sich die Mordfälle.

Zunächst wird aus Blauauges Sicht geschrieben, aber später eher von Albertine, die Stellung bezieht und mit Blauauges Bruder Nigel zusammen war und es wird viel Spannung vermittelt. Hier scheint noch etwas ungeklärt zu sein, das Blauauge und Albertine betrifft.
Zu Beginn wird das Leben von Blauauge und seiner Umgebung beschrieben. Erst durch die Bloggerin Albertine und die Morde wird es immer spannender, und man landet in einem Thriller mit Identitäten die nicht zu durchschauen sind. Die Autorin verschafft es eine Handlung mit falschen Identitäten glaubwürdig zu vermitteln, so dass die Spannung bis zum Ende nicht abreist. Mich haben die vielen Personen und neuen Handlung nicht gestört, sondern stattdessen gefesselt. Das Buch handelt von Gut und Schlecht, Liebe und Hass und noch viel mehr und ist für Thrillerfans wie auch für Leser, die gerne Romane lesen geeignet.
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4.0 von 5 Sternen Mord hat die Farbe Blau, 29. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Blaue Augen (Gebundene Ausgabe)
Den Inhalt von Joanne Harris' Roman "Blaue Augen" zu beschreiben ist nicht gerade einfach, da wirklich jede Kleinigkeit von Bedeutung ist, aber ich versuchs mal.

B. B., Anfang vierzig, lebt noch immer bei seiner Mutter und verbringt die meiste Zeit vor seinem Computer, wo er in die Welt seines Blogs boesebuben abtaucht und seinen Gedanken freien Lauf lässt. Er erzählt uns aus seinem Leben, angefangen in der Kindheit und berichtet zwischendurch von aktuellen Ereignissen.

Blauauge, wie er sich in seinem Blog nennt, wuchs mit seinen zwei Brüdern bei der Mutter Gloria in dem kleinen Städtchen Malbry auf. Um bei der Wäsche Zeit zu sparen, teilt Gloria ihren Söhnen bestimmte Farben zu: der älteste Sohn bekommt schwarz, der mittlere braun und ihr Liebling mit den blauen Augen natürlich blau. Da Gloria ihren Söhnen einmal ein besseres Leben ermöglichen will, arbeitet sie sehr hart. Gleichzeitig haben es die Jungen auch nicht leicht, denn läuft einmal etwas nicht nach den Plänen ihrer Mutter, greift diese sehr schnell zu körperlicher und psychischer Gewalt.

Irgendwann wird beim Lieblingssohn Blauauge eine besondere Begabung festgestellt. Dr. Peacock, Experte auf dem Gebiet der Synästhesie, führt mit dem Jungen verschiedene Tests durch und unterstützt Gloria um ihn weiter zu fördern. Endlich scheint wenigstens ein Sohn die Erwartungen und den erhofften Ruhm seiner Mutter zu erfüllen - bis Emily auftaucht. Ein kleines, blindes Mädchen, das Farben hören kann, Blauauge gerät dadurch immer mehr in Vergessenheit und im Laufe der Zeit geschehen schreckliche Dinge...

Der komplette Roman ist in Blogeinträgen verfasst, meist aus B. B.'s Sicht. Dabei muss man klar von öffentlichen Einträgen und Einträgen mit eingeschränktem Zugang unterscheiden. In den öffentlichen schreibt er von sich (?) in der dritten Person und beschreibt die verschiedensten Morde, angefangen bei seinem Bruder in schwarz. In den nicht einsehbaren Texten lässt er seinen Gedanken freien Lauf, über die anderen Mitglieder seines Blogs und immer wieder betont er, was für ein Lügner er doch sei. Man kann sich also nie sicher sein, was jetzt Wahrheit oder Fiktion ist. Nach ungefähr der Hälfte des Romans, bekommen wir die Blogeinträge eines weiteren Users zu lesen, von Albertine, die Blauauges Geschichten entweder bestätigt, ergänzt oder auch widerlegt. Der Leser ist wirklich komplett verwirrt, aber man spürt, dass sich zwischen Albertine und Blauauge mehr befinden muss, als erfundene (?) Geschichten.

Teilweise war es wirklich schwierig zu lesen, weil man nie Wahrheit und Lüge auseinanderhalten konnte und man muss sehr aufmerksam lesen, weil jedes Detail wichtig sein kann für den weiteren Verlauf. Nach ca. zwei Drittel des Buches kam bei mir Langeweile auf, da es immer nach dem gleichen Schema ablief, doch dann weiß die Autorin Spannung aufzubauen. Endlich erhält man langsam aber sicher einen Durchblick, was wirklich hinter Albertine's und B. B.'s Geschichten steckt und die verschiedenen (falschen) Identitäten werden aufgedeckt. Konnte man vorher nichts von einem Psycho-Thriller erkennen, lässt das Ende keinen Zweifel mehr daran.

Welcher Typ Mensch verbirgt sich hinter den einzelnen Usern des Blogs? Wer sind Blauauge und Albertine wirklich? Was geschah mit dem Mädchen Emily? Was ist mit dem dritten Bruder von Blauauge, von dem lange Zeit überhaupt nicht die Rede war? Und wer verbirgt sich hinter dem Namen JennyTricks?

Joanne Harris führt den Leser sehr lange an der Nase herum, mit den verschiedenen Wendungen und Personen. Man muss seine vollste Aufmerksamkeit in das Buch stecken, da man sonst den Faden verliert und hält man das durch, wird man mit einem explosiven Ende belohnt.

Der Schreibstil von Joanne Harris gefällt mir sehr gut, da dieser etwas gehobener ist, mit Fachausdrücken besticht und zum Nachdenken anregt. So sollte man sich schon mal Gedanken machen, mit welchen Menschen man sich im Internet abgibt, die man nicht persönlich kennt. Vor allem mit der Auflösung von JennyTricks, führt uns das die Autorin sehr deutlich vor Augen, denn man weiß nie, wer sich hinter den Usernames und Avataren versteckt. In den großen Weiten des Internets kann jeder seine wahre Identität verbergen und jemand ganz anderer sein - und manchmal kann dies zu etwas schrecklichem führen...

Ein äußerst interessanter, und auch in psychologischer Hinsicht, anspruchsvoller Roman!
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Blaue Augen
Blaue Augen von Joanne Harris (Gebundene Ausgabe - 11. März 2011)
EUR 19,99
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