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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Suche nach dem Glück in der Heimat
Aufgrund der Leseprobe dachte ich, dieses Buch sei kein wirklich tiefsinniges Buch und wußte zuerst nicht recht, ob es wirklich etwas für mich ist. Aber ich wurde recht positiv überrascht.

Robert ist auf einem Dorf aufgewachsen, nach der Schule dann aber in die Großstadt gezogen, wo er dachte, sein Glück zu finden. Das hat er rein...
Veröffentlicht am 23. Juni 2011 von hoonili

versus
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen muss man nicht gelesen haben ...
Robert lebt seit 16 Jahren in der Stadt. Geboren wurde er in einem kleinen Dorf mitten im Nirgendwo. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist er inzwischen erfolgreich, hat eine eigene Werbeagentur und ist von schönen Frauen umringt. Doch als ihn Mariella, seine Freundin, diesmal endgültig verlässt, bricht für ihn eine Welt zusammen. Er beginnt, an...
Veröffentlicht am 17. Juni 2011 von Sandra


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen muss man nicht gelesen haben ..., 17. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Landei (Gebundene Ausgabe)
Robert lebt seit 16 Jahren in der Stadt. Geboren wurde er in einem kleinen Dorf mitten im Nirgendwo. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist er inzwischen erfolgreich, hat eine eigene Werbeagentur und ist von schönen Frauen umringt. Doch als ihn Mariella, seine Freundin, diesmal endgültig verlässt, bricht für ihn eine Welt zusammen. Er beginnt, an sich und seinen Zielen zu zweifeln. Und so geht Robert weiter saufend trinkend und rauchend durch die Welt, versinkt in Selbstmitleid und knüpft erste Kontakte mit der alten Heimat.
Irgendwann trifft er Gabi wieder, die Tochter seines alten Mathelehrers und verliebt sich sofort unsterblich in sie. Doch nach ein paar Wochen lässt er sie wieder fallen um sich selbst erneut zu verleugnen und wieder in Selbstmitleid zu verfallen. Und zu saufen und zu rauchen. ...

--

Als ich den Titel und das Cover sah, erwartete ich einen witzigen Roman, rund um Heimatgefühle, Frauen, Männer und Beziehungen. Ich war gespannt, denn ich lese ja nun bekanntlich gern Frauenromane. Doch die sind immer gleich: Frau verliebt sich in Mann, dann passiert irgendwas und sie trennen sich wieder, kommen aber doch wieder zusammen. Viel Witz, Herz und Charme aus der Männerperspektive - das hatte ich erwartet. Doch es kam ganz anders.

Selten ist mir eine Inhaltsangabe so schwer gefallen, wie diesmal. Eigentlich hätte man alles in einem Satz zusammenfassen können: Robert flüchtete als Jugendlicher in die große Stadt, wurde erfolgreich, hat nun Selbstzweifel, Sucht den Sinn in seinem Leben und sieht ihn in einer Frau aus der Heimat. Meiner Meinung nach reicht das ganze Thema bestenfalls für eine nette Kurzgeschichte oder einen Roman, der nur etwa halb so viele Seiten hat wie das Landei jetzt. Er wirkt künstlich in die Länge gezogen und die immer wieder eingestreuten, teils philosophischen, teils einfach blödsinnigen Bemerkungen machen es nicht wirklich besser.

Die Schreib. bzw. Erzählweise ist recht anstrengend. So wechseln sich ein paar seichte Sätze (manchmal auch Absätze) mit komplizierten, verschachtelten und philosophischen Sätzen, die man 3x lesen muss, um sie zu verstehen. In etwa der Hälfte des Buches versinkt Robert in Selbstmitleid und Selbstzweifeln. Am Anfang war es vielleicht noch ganz nett, wenn auch ein bisschen langatmig. Spätestens ab Gabi wurde es aber irgendwie unglaubwürdig. Gut, man kann sich sicher innerhalb einer Nacht unsterblich verlieben. Doch nach 4 Wochen - weil sein bester Freund dazwischenhaut - zu sagen, dass sie ja doch die falsche ist und alles was war zu vergessen? Gut, man kann sich selbst verleugnen. Doch zu einer Trennung gehören immer noch zwei und Gabi akzeptiert es problemlos. Obwohl sie ihn liebt. Sie kämpft nicht, sie fragt nicht einmal nach. Sie geht einfach.
Dann der Urlaub - Robert landet in einer Kommune, irgendwo im Süden. Nach - wie sollte es auch anders sein - reichlich Zigaretten, Alkohol und Gras kommt er völlig befreit wieder nach Hause, meditiert, trinkt Tee und ist auch sonst völlig verwandelt. Bis er zurück zu seiner Familie muss und wieder säuft wie ein Loch.
Vielleicht merkt man es schon - in einem Großteil des Buches dreht es sich um Alkohol und Zigaretten. Die beiden Dinge scheinen das einzig stabile zu sein, dass sich durch Roberts Leben zieht.

Insgesamt ist das Buch langatmig. Beim Lesen habe ich mich immer wieder ertappt zu schauen, wie viele Seiten ich noch vor mir habe. Immer wieder war ich kurz davor, das Buch einfach abzubrechen. Wirklich verpasst hätte ich wohl nichts. Es ist vorhersehbar und teilweise einfach nur plump geschrieben. Witzige Stellen konnte ich nicht viele finden.

Wobei ich nicht zu ungerecht sein will. Wenn man sich auf das Buch einlassen will und das Buch mag, kann man sich sicher einen kleinen Funken Wahrheit herausziehen. Wie lebt man, wenn man die eigene Heimat verleugnet? Kann man sie überhaupt verleugnen?
Ich selbst komme eigentlich aus einem ganz anderen Teil von Deutschland, bin damals auch weg und konnte mich überhaupt nicht in dem Buch wiederfinden ...

Ich habe keine sehr großen Ansprüche an ein Buch. Allerdings merke ich, dass mir ein Buch gefallen hat, wenn ich des ausgelesen habe und es glücklich schließe. Hier war ich einfach nur froh, dass es endlich vorbei war.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ziemlich nieveaulose, laue Literatur, ohne Spannung, 31. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Landei (Gebundene Ausgabe)
Der Titel und die Kurzfassung ließen ein Feuerwerk an Spannung und Unterhaltung erwarten. Das Gegenteil ist der Fall. Weder Spannung, noch Emotionen kommen in dem Buch rüber. Man muß sich durchkämpfen und kommt am Ende zum Schluß, daß das Buch reine Zeitverschwendung war. Ich habe mir zwischendurch überlegt, das Buch gar nicht fertig zu lesen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Yuppie auf der Suche nach dem Sinn, 19. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Landei (Gebundene Ausgabe)
Robert ist ein gemachter Mann in bestem Alter und erfolgreicher Chef einer Werbeagentur, ein Meister des schönen Scheins und der schönen Worte. Aufgewachsen auf dem Land hat er gleich nach dem Ende der Schulzeit zusammen mit seinem Freund Golo das ihm verhasste "Kaff" verlassen und sich in der neuen Welt, der Stadt mit ihren unbegrenzten Möglichkeiten, vom Kleinkünstler zum Werbeguru hochgearbeitet. Zum vollkommenen Glück fehlt ihm trotz zahlreicher Affären eine Frau, mit der sich nicht nur vergnügen, sondern auch leben kann. Als er wieder einmal verlassen wird, fällt er in eine Sinnkrise, die ihn zurück zu seinen Wurzeln und zu seiner früheren Klassenkameradin Gabi, dem Öko-Mädchen aus dem Heimatdorf, führt.
Cover, Titel und Inhaltsangabe zum Buch suggerieren eine humorvolle und spritzige Lektüre, was jedoch leider überhaupt nicht zutrifft. "Das Landei" ist keine Liebesgeschichte, wie ich sie erwartet habe, sondern die Geschichte eines Mannes, der in die Midlife-Crisis gerät, an sich selbst zweifelt und nach dem Sinn des Lebens sucht. Der Leser begleitet ihn auf diesem Weg, der schließlich in eine Richtung abgleitet, mit der ich absolut nicht gerechnet habe.
Die Geschichte ist geradlinig strukturiert und lässt sich leicht lesen. Sie wird immer wieder durch kleine Lebensweisheiten aufgelockert, die zum Nachdenken anregen können. Allerdings wirkt an manchen Stellen die Handlung sprunghaft und nicht ausgefeilt. Besonders das vorhersehbare Ende erscheint mir zu plötzlich und glatt. Der Autor setzt sein Augenmerk ganz auf seine Hauptfigur Robert, mit der ich nicht durch und durch warm werden konnte. Gabi bleibt in meinen Augen blass, über Golo hätte ich gerne mehr erfahren. Auch erschließt sich mir der Auftritt einiger merkwürdiger Nebenfiguren nicht.
Fazit: Ich war neugierig auf den Roman, das Thema und dessen Umsetzung und wurde größtenteils gut unterhalten. Die Schreibweise von Florian Beckerhoff hat mir gefallen, vermisst habe ich insgesamt Witz und Schlagfertigkeit und in der zweiten Hälfte des Buches Spannung und Glaubwürdigkeit.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ich will meine Lebenszeit zurück, 31. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Landei: Roman (Taschenbuch)
Leider kann ich kein Buch einfach weglegen - ich muss jedes noch so schlechte Buch zu Ende lesen. Wie dieses. Die Hoffnung, auf der letzten Seite noch einen Grund zu finden es zu mögen, war vergebens. Langweiliger Egotripp eines profillosen Typen der vom Land (Wo denn?) in die Stadt (welche denn?) geht und arschig zu seinen Eltern ist.
Ich will meine Lebenszeit zurück, die ich an dieses Buch verschwendet habe. Spart euch das Geld!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Selfmade-Man in der Sinnkrise, 20. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Landei (Gebundene Ausgabe)
Robert und Golo flüchten sofort nach dem Schulabschluss von der Ödnis des Landlebens ins bunte Stadttreiben. Dort schlagen sie sich zuerst mehr schlecht als recht durch, bis Robert sein Schicksal selbst in die Hand nimmt und eine eigene Werbeagentur gründet, die heute - 5 Jahre später- sehr gut positioniert und Robert somit ein gemachter Mann ist. In seinem Leben stimmt alles: schicke Wohnung, schnelles Auto, tolle Frau. Bis diese Frau anfängt, Fragen zu stellen. Fragen zu Roberts Vergangenheit. Wo er herkommt, was er früher gemacht hat, wie er als Kind ausgesehen hat? Fragen, denen Robert sich selbst nicht stellen will. Geschweige denn anderen Rede und Antwort zu stehen. Marietta verlässt ihn, aber den Stein hat sie nun mal ins Rollen gebracht. Robert grübelt und grübelt. Immer wieder erfindet er sich selbst und seine Werte neu und mindestens genau so oft stellt er alles wieder in Frage. Auf die Dicke des Buches bezogen vielleicht einmal zu oft, aber nach und nach stellt sich heraus, dass es Robert zwar primär darum geht, eine passende Partnerin zu finden, dass aber auch Erlebnisse aus seiner Vergangenheit im Dorf an die Oberfläche geschwemmt werden, die ihm so wohl nicht bewusst waren und dennoch in seinem heutigen Leben eine zentrale Rolle spielen. Auch stellt sich die Flucht in die Stadt als durchaus mehr dar, als nur ein Entkommen aus der Langeweile. Dass die Stadt nie genannt wird und somit keinerlei Ortsbezug feststellbar ist, macht die Geschichte irgendwie universell: kann überall und immer wieder so passieren. Das Cover spiegelt perfekt Roberts innere Zerrissenheit bei seiner Selbstfindungs- und Partnersuche dar: Landkuh im Sommerkleid mit Perlenkette. Robert weiss einfach nicht, was er will. Sehr gelungen fand ich, dass der Titel des Buches mit der "Landei-Kampagne" von Roberts Agentur noch einmal aufgegriffen wurde. Das Ende empfand ich leider als zu konstruiert, ich wäre auch mit einem Ende, wie es sich ohne die letzten beiden Kapitel darstellte, zufrieden gewesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Landei in der Stadt, 20. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Landei (Gebundene Ausgabe)
Das Cover des Buches ließ auf eine amüsante Geschichte schließen.
Es geht um Robert, genannt Robbie, der als Jugendlicher mit seinem Freund vor dem Dorfleben in die Stadt flüchtet und dort nach Jahren erfolgreicher Besitzer einer Werbeagentur ist, mit einer hübschen Frau an seiner Seite. Als diese Frau ihn verlässt, kommen ihm Selbstzweifel und holt sich Rat beim Wirt seiner Stammkneipe. Dieser rät ihm, sich eine passende Frau mit den gleichen Wurzeln, also eine aus dem Dorf, zu suchen. Als er durch einen ehemaligen Schulkameraden in den Kreis der Landeier gerät, verliebt er sich in Gabi, die eigentlich gar nicht sein Stil ist und ihn früher verpetzt hat.
Durch das Cover hatte ich mir eigentlich ein etwas lustigeres Buch vorgestellt, in dem auch mehr über das Landleben erzählt wird. An manchen Stellen fand ich das Buch auch langweilig. Ich habe es zwar zu Ende gelesen, aber so ein Buch brauche ich nicht wieder.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Identitätskrise eines Landeis in der Stadt, 19. Juni 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Landei (Gebundene Ausgabe)
Identitätskrise eines Landeis in der Stadt:Florian Beckerhoff:Das Landei.

Der junge und beruflich erfolgreiche Robbie genannt Rob lebt seit 16 Jahren in der Großstadt, in die er nach der Schule zusammen mit seinem Freund Golo vom Land und dessen biederer Enge geflüchtet war. Aber trotz seines Erfolges bleibt ihm das private Glück mit Frau bisher verwehrt. Nur warum?
Rob stellt zunehmend fest, dass sein bisheriges Luxusleben nur Fassade mit leerer Hülle ist. Als ihm Wirt Willi aus seiner früheren Stammkneipe rät, er solle sich eine Frau von der gleichen Scholle" angeln, besinnt sich Rob auf seine Wurzeln, und seine Reise zurück in seine Vergangenheit kann beginnen.
Diese verkrampfte Suche gestaltet sich recht holprig, nicht nur das er sich seiner Vergangenheit als Landei" stellen muss, auch die Suche nach der Richtigen" ist mit Enttäuschungen gepflastert. Man liest trotzdem immer weiter, um endlich zu erfahren, ob Robbie den Weg zu sich selbst findet.

Der Autor schildert dies aufrichtig und unsentimental, und die innere Zerrissenheit von Robbie wird zwar stimmig dargestellt, trotzdem bleibt die Figur recht flach und farblos. Auch die anderen Figuren in dem Roman gleichen eher Schatten und bleiben oberflächlich als greifbare Charaktere mit Tiefgang. Dem Buch fehlt eindeutig der emotionale Tiefgang und die Spritzigkeit, wie es bei Frau Ella der Fall war, und was die Figuren sympathisch machte.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das Landei, 12. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Landei (Gebundene Ausgabe)
Robert und sein Freund Golo fliehen vom Land in die Stadt.
Brechen alle Zelte des hinterwäldlerischen Dorflebens hinter sich ab und suchen ihr Glück in der Großstadt. Robert mehr, Golo weniger erfolgreich. Nach 16 Jahre Stadtleben, führt Robert eine gut gehende Werbeagentur, hat Geld, eine tolle Wohnung und eigentlich alles was er sich gewünscht hat. Doch dann verlässt ihn seine Freundin, und dieses Ereignis stürzt ihn in eine tiefe Sinnkrise.
"Kann ich diesen hochglanz-Lebenskuchen zur Gänze aufgehen lassen? Glaube ich an diese pseudo-postadoleszente Lebensphase, oder ist es nur eine Facette der Außendarstellung und ich bin der Träumer von damals geblieben?"
Er beginnt intensiv über seine Heimat, die Eltern, sein altes Leben nach zu denken und macht sich auf die Suche. Dabei gerät er ständig mit seinem "Stadt-Ego" in Konflikt.
Bis, ja, bis er Gabi, die Tochter seines Mathelehrers trifft.

Und meiner Meinung nach, hätte das Buch genau hier enden sollen.

Gabi vermittelt ihm das Gefühl von Heimat, er fühlt sich wohl, ist glücklich.
Ende der Geschichte. Eigentlich.
Aber wieder kommt ihm sein Ego in die Quere. Dauernd, ständig.

Ist die erste Hälfte des Buches noch eine nette Geschichte mit ein bisschen Tiefgang, was ich aufgrund des Titels und des Covers nicht erwartete hätte, liest sich die zweite Hälfte wie ein Aufsatz, bei dem die geforderte Wortzahl noch nicht erreicht ist. Dreht sich alles immer nur um das gleiche Problem: Ich habe dem Land den Rücken gekehrt, ich kann und will nicht mehr zurück! Oder vielleicht doch?
Und dies mit wechselnden Situationen und Schauplätzen. Lieblos, langweilig und langatmig.
Das Ende der Story ist zu vorhersehbar, kommt zu plötzlich und völlig unspektakulär.

Nein, dieser Roman, der viel versprechend begann und sich dann leider in ständige Wiederholungen verstrickt, hat mir persönlich überhaupt nicht gefallen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Suche nach dem Glück in der Heimat, 23. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Landei (Gebundene Ausgabe)
Aufgrund der Leseprobe dachte ich, dieses Buch sei kein wirklich tiefsinniges Buch und wußte zuerst nicht recht, ob es wirklich etwas für mich ist. Aber ich wurde recht positiv überrascht.

Robert ist auf einem Dorf aufgewachsen, nach der Schule dann aber in die Großstadt gezogen, wo er dachte, sein Glück zu finden. Das hat er rein äußerlich gesehen auch gefunden, aber tief im Inneren ist er nicht wirklich glücklich. Er hat zwar eine Werbeagentur, eine schicke Freundin sowie eine sehr schöne Wohnung. Dennoch ist er nicht wirklich glücklich. Das merkt er, als seine Freundin ihn verlässt. Er möchte nicht über seine Vergangenheit sprechen, denn er war ganz anders damals. Seine Freundin findet dies sehr seltsam und möchte mit ihm nicht weiter zusammen sein.

Er beginnt, alte Schulfreunde zu suchen und die alten Zeiten aufleben zu lassen. Ein Versuch ist es immerhin wert, das Glück auf diesem Wege zu suchen. Hier stößt er auch auf seine alte Jugendliebe Jessica, er verbringt eine Nacht mit ihr, mehr aber auch nicht. Sie scheint nicht sein Glück zu sein, was er sucht. Bei der Firmenfeier wird er überrascht, seine damalige Clique hat sich verkleidet. Nur eine Person erkennt er nicht sofort, wer war das noch mal?! Später stellt sich heraus, es ist Gabi, die Tochter des Mathelehrers. Nach und nach sieht er sie öfters und es scheint so, als habe er endlich sein Glück gefunden. Aber so richtig kann er es auch nicht geniessen, es ist ihm doch etwas zu eng und so verliert er auch sie.

Das Suchen nach dem wirklichen Ich hat mir sehr gut gefallen. Es wird in dieser Geschichte gezeigt, dass manch einer seine Wurzeln mehr schätzen sollte. Manchmal muss man in der Vergangenheit suchen, um glücklich zu werden. Oder einfach akzeptieren, dass man sich nicht grundlegend ändern kann. Wenn man auf dem Dorf aufgewachsen ist, hat man auch oft andere Bedürfnisse als Menschen aus der Stadt. Es ist nicht alles so, wie es zu sein scheint. Selbst der schönste Glanz und Glamour macht einen nicht glücklich, wenn man einfach nur glücklich sein will.

Das Cover passt hier richtig gut, es sieht witzig aus und zeigt die Gegesätze... eine Kuh mit Perlenkette... wo gibt es sowas?! Im Nachinein habe ich es verstanden... Robert ist zwar vom Dorf = Kuh, lebt aber in der Stadt = Kette.

Robert ist hin- und hergerissen zwischen seiner Vergangenheit und der Gegenwart. Die Entscheidung fällt schwer und die Suche nach dem Glück ist genauso schwer.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gute Idee, schwach umgesetzt..., 14. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Landei (Gebundene Ausgabe)
Rob ist sexy, erfolgreich, vermögend. Doch als seine Model-Schicki-Micki Freundin Marietta ihn verlässt, befällt ihn so etwas wie die Midlife-Crisis. Ist es wirklich seine Welt? Die tolle Agentur, ja, sicher, er hat sie sich erarbeitet. Seine Model-Sekretärin, seine sexy Designerinnen. Alles ganz toll. Doch plötzlich ereilt Rob ein Koller. Ist er doch mehr Landei als er es sich eingestehen mag? Wovor ist er damals mit seinem Kumpel Golo geflüchtet? Und warum macht ihn sein ganzes Leben nicht mehr glücklich?

Erst verschlägt ihn sein Weg in seine alte Kneipe, die Grotte. Willi, der Wirt, rät ihm, sich eine Frau "auf der eigenen Scholle" zu suchen. Rob ist entsetzt. Eine Frau aus dem Dorf? Aus DEM Dorf? Im Leben nicht.Und doch lässt ihn der Gedanke nicht los. Er findet sogar einen Stammtisch mit seinen alten Leuten in der Stadt und hängt sich an ihn ran. Erst landet er mit Jessica im Bett, der Dorfschönheit, die er als Teenie nicht haben konnte. Dann trifft er auf seinem Firmenjubiläum Gabi wieder, die Tochter seines alten Lehrers. Was wie eine zarte Liebe anfängt, wird von Robs Egomanie schnell im Keim erdrückt... Robs Gedankenwelt spielt verrückt. Er muss zu irgendeiner Lösung kommen...

Das Buch klingt ja erstmal net schlecht. Ein Mann, der seine Hochglanzwelt leid ist und sich frägt, was und wer er wirklich ist.
Die Gedanken sind manchmal tiefsinnig, manchmal völlig abstrus. Der Weg von Mariettas Weggang bis hin zum Stammtisch mit seinen Dorfleuten ist ja noch relativ gut nachvollziehbar. Aber ab der Feier in seiner Agentur nimmt die Geschichte regelrecht dämliche Züge an. Jessica, Bernd und Gabi tauchen auf. Und plötzlich passiert so etwas wie ein Zeitsprung, der doch nur eine Nacht dauert. Er sitzt am nächsten Tag mit Gabi am Frühstückstisch und ist ... verliebt??? So schnell? In eine pummelige Frau mit ausgegrauter Unterhose? Wo er vorher eine Marietta im Bett hatte, ein Kaliber Topmodel? Das fand ich enorm unglaubwürdig. Natürlich hat er mit Gabi in dieser Nacht NICHT geschlafen, denn das will er gar nicht mehr. Wie jetzt?

Ich hab den Eindruck, Beckerhoff hätte da durchaus ein Kapitel mehr einbauen können um zu zeigen, was in der Nacht passiert ist. Stattdessen wird man mit zwei Nebensätzen abgespeist, erst hat Rob mit Gabi getanzt, dann geküsst und dann sind sie zu ihm gegangen und er hat entgegen seiner Art ganz brav auf der Couch geschlafen. Kennt man zu dem Zeitpunkt ja bereits Robs Vorgeschichte, erscheint dieser Wandel regelrecht lächerlich. Hätte der Autor dieser Wandlung mehr Raum gegeben, wäre es vielleicht glaubwürdiger gewesen.

Doch genau in dem Stil geht es weiter. Er und Gabi lieben sich, verstehen sich blind. Gabi kann über das Gleiche lachen wie er, ist fasziniert von ihm. Rob muss nicht der Held aus der Agentur sein, er kann einfach Robert aus dem Kaff sein.

Und dann kommt wieder so eine unsinnige Blende. Zwischen ihm und Gabi ist alles aus. War ja nur ein Ausrutscher. Wie konnte er glauben, dass eine Frau von der gleichen Scholle was für ihn ist? Wahrscheinlich denkt Gabi genauso wie er. Er fliegt in den Urlaub, trifft auf eine Gruppe verkappter Juppies (aus dem gleichen Dorf!!!!), säuft, kifft, surft und kommt als geläuterter Mensch zurück. Kein Alkohol (den er bis zur Mitte des Buches gesoffen hat wie andere Wasser), keine Zigaretten (die er vorher geraucht hat wie ein gut funktionierender Ofen im tiefsten Winter) und keine Frauen (die er vorher genommen hat wie irgendein Playboy). Diese ganze Kiffergeschichte am Strand, auch noch dazu aus dem gleichen Dorf - das hat der Geschichte den letzten Funken Glaubwürdigkeit geraubt. Auf Seite 190 hatte ich schon keine Lust mehr, es weiter zu lesen. Aber auf den letzten 60 Seiten gibt man ja nicht auf....

Gelohnt hat es sich trotzdem nicht, außer, dass ich nun ruhigen Gewissens meinen Haken hinter dieses Buch setzen kann. Kurzum:
- unglaubwürdig
- hirnrissig
- vorhersehbar
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Das Landei
Das Landei von Florian Beckerhoff (Gebundene Ausgabe - 10. Juni 2011)
EUR 14,99
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