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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Heiratspolitik am russischen Zarenhof
"Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning hat mir gut gefallen.
Allzu viel Anspruch darf man hier jedoch nicht erwarten. Die Geschichte plätschert vor sich hin und obwohl historische Tatsachen das Gerüst bilden, ist dies doch vor allem ein echter Schmachtfetzen. Die Geschichte der Zarentochter Olga und ihrer Geschwister bietet so manchen Einblick in das...
Veröffentlicht am 16. September 2009 von S.D. vom Blog esdeh

versus
11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Oberflächlich, aber nett zu lesen
In diesem historischen Roman geht es um die Zarenfamilie Romanow. Die Handlung spielt im frühen 19. Jahrhundert.
Zunächst liest man etwas über die Kinder, die in einem Goldenen Käfig aufwachsen. Hier sticht besonders die kleine Olga hervor, denn sie will ausbrechen und mehr tun, als bloß zu heiraten und schön zu sein. Dies wandelt sich...
Veröffentlicht am 9. September 2009 von DieLeserin


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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Heiratspolitik am russischen Zarenhof, 16. September 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Zarentochter (Taschenbuch)
"Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning hat mir gut gefallen.
Allzu viel Anspruch darf man hier jedoch nicht erwarten. Die Geschichte plätschert vor sich hin und obwohl historische Tatsachen das Gerüst bilden, ist dies doch vor allem ein echter Schmachtfetzen. Die Geschichte der Zarentochter Olga und ihrer Geschwister bietet so manchen Einblick in das Leben im aristokratischen St. Petersburg in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Probleme den richtigen Ehepartner zu finden, die gesundheitlichen Gefahren der Zeit und die Einsamkeit die ein goldener Käfig mit sich bringen kann, hat die Autorin gut übermittelt. Politik wird am Rande erwähnt, das einfache Volk in Nebensätzen abgespeist. Auch wenn Olga anders als die übrigen Familienmitglieder durchaus am Wohl der Armen und Kranken gelegen ist, so mangelt es ihr doch einfach an Gelegenheiten den Kontakt zu suchen.
Größtenteils widmet sich "Die Zarentochter" Olgas Gefühlsleben, ihrer Verliebtheit, ihren Enttäuschungen und ihrer Position innerhalb der Familie. Dankbar bin ich der Autorin für das Nachwort, da ich einige Sachen wie beispielsweise die Kosenamen innerhalb der Zarenfamilie sonst als unnötige Freiheit der Autorin abgetan hätte. Scheinbar entspringen diese Angaben jedoch der Biographie der Zarentochter Olga, was ich für eine wichtige Information halte.
Zu dem etwas schmalzigen Ersteindruck trägt leider auch das Titelcover in lila und der Bucheinband in rosa bei. Damit bekommt das Buch bei mir schon direkt in der Buchhandlung einen Stempel aufgedrückt, der männliche Leser abschrecken wird. Da es sich um ein Buch handelt, das auf historischen Tatsachen beruht, wäre das meiner Meinung nach nicht nötig gewesen. Angekündigt wird zum Ende des Romans auch bereits der Nachfolgeband. Gespannt bin ich auf dieses Buch jetzt schon, da es sich sicherlich dem meiner Meinung nach interessanten Teil in der Biographie der Zarentochter Olga widmen wird, ihrem Werdegang zur sozialen Patronin Württembergs.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Petra Durst-Benning macht Geschichte lebendig..., 25. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Zarentochter (Taschenbuch)
Kurzbeschreibung:
Der Zarenhof in St. Petersburg ist die prunkvolle Kulisse von Petra Durst-Bennings bewegendem Roman. Die junge Großfürstin Olga muss den Erwartungen ihres Vaters gerecht werden und eine gute Partie machen. Doch ihr Herz will etwas anderes als die hohe Diplomatie und führt sie schließlich an den Hof König Wilhelms I. von Württemberg. Eine wahre Geschichte, zum Träumen schön erzählt.

Petra Durst-Benning macht Geschichte lebendig...

Olga Romanowa wird als Tochter des mächtigen Zaren Nikolaus I. geboren.
Nicht nur ihre Geschwister sollen eine gute Partie machen, auch Olga soll mit ihrer Heirat das gute alte Russland stärken.
Doch wenn das Herz nicht so will, wie der Vater, kann es zu einigen Komplikationen kommen.
Olga wäre alt genug, um in das berüchtigte Heiratskarussell einzusteigen. Doch sie weigert sich hartnäckig. Sie will keine schönen Kleider, keine geschmackvollen Hüte, nichts, was an ihre oberflächliche Schwester Mary erinnern könnte. Sie will nicht nur ein schöner Schein sein, sie möchte auch darunter hübsch anzusehen sein.
Also beschäftigt sie sich stundenlang mit ihrer Liebe zu Mineralien.
Bis eines Tages Anna an den Zarenhof gerufen wird. Sie soll aus der verstockten, eigensinnigen Zarentochter ein charmantes, aufgeschlossenes Mädchen machen. Sie sieht sich vor unlösbare Aufgaben gestellt. Bis ihr eine Idee kommt - gewagt, aber es funktioniert.
Olga gedeiht prächtig unter Annas wachender Hand, doch schon stellt ihr das Schicksal den ersten Stolperstein in den Weg: Die erste Liebe.
Sie ist keinesfalls standesgemäß und so wird sie ganz eilig aus dem Weg geräumt.
Olgas Herz wird harten Prüfungen unterzogen, ehe es sich zur Ruhe setzen kann. Sie muss für ihr Glück hart kämpfen und einige Torturen über sich ergehen lassen, bis sie sich glücklich an ihrem Ziel niedersinken lassen darf.

Farbenprächtig erzählt macht die Autorin in dieser Romanbiografie Geschichte lebendig.
Prunk und Glanz werden in so schillernden Farben erzählt, dass man sich gerne in das Leben der mächtigen Zarenfamilie hinein sinken lässt. Nur ein kurzer Blick hinter die Kulissen genügt, um Olga ins Herz zu schließen.
Man lernt, dass die Menschen ein Herz haben und auch nicht immer nur mit lachenden Gesichtern durch den Alltag gegangen sind. Das auch sie einige Hürden nehmen müssen, um ihre Ziele zu erreichen.

Spannend war, wenn man nicht nur an Olgas Gefühlen und Gedanken teilhaben konnte, sondern auch an denen anderer. Dadurch hat man die Menschen kennen gelernt, ein Gefühl und Verständnis für die so unterschiedlichen Charaktere entwickelt.

Die Personen waren authentisch und hatten eine ungeahnte Tiefe, die es in diesem ersten Teil zu erforschen galt.

Trotz allem ist Die Zarentochter" keine feste Materie, sondern leicht verdauliche Literatur, die man gerne gelesen hat - und die viel Lust auf den zweiten Teil macht!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Leben einer Zarentochter, 27. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Zarentochter (Taschenbuch)
Dieser Roman beschäftigt sich mit dem Leben der berühmten russischen Zarenfamilie und den im 19. Jahrhundert herrschenden Zuständen in Russland. Genauer gesagt, geht es um die zweite Tochter des Zaren Nikolaus I. , um Olga Nikolajewna Romanowa, liebevoll " Olly " genannt.

Olly wird standesgemäß erzogen und soll eine passende Partie machen , d.h. sie soll nach politischen Maßstäben klug verheiratet werden, um die Macht des Zaren zu festigen, bzw. zu stärken. Lange Zeit steht ihr dabei ihre Gesellschafterin und Vertraute Anna zur Seite, die es nicht immer ganz einfach mit der eigensinnigen Zarentochter hat.

Die selbstbewußte Olga hat nämlich so ihre eigenen Ansichten und neigt dazu, aus dem goldenen Käfig ausbrechen zu wollen. Sie verfolgt das ehrgeizige Ziel, ärmeren Menschen helfen zu wollen. Auch ihre Liebschaften sind alles andere als standesgemäß. So werden die von ihr auserkorenen Männer immer wieder " unauffällig " aus ihrer Nähe " entfernt ". Doch dann begegnet ihr Karl I. von Württemberg , der spätere König.

Das Buch ist lebendig und in schillernden Farben geschrieben, so dass man sich die Pracht , aber auch die Ränkespiele am Hofe des Zaren bildhaft vorstellen kann. Auch die Charaktere sind anschaulich dargestellt.

Über die Authenzität des historischen Hintergrunds kann ich nicht urteilen, da ich mich hier nicht so gut auskenne. Aber die Darstellungen erscheinen mir sehr glaubhaft und gut recherchiert. Ich denke, so könnte es sich zugetragen haben.

Das Buch liest sich leicht und hat mein Interesse für die russische Geschichte , bzw. für die Geschichte der Zarenfamilie geweckt. Bestimmt werde ich in Zukunft in dieser Richtung noch mehr lesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Zarentochter, 18. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Zarentochter (Taschenbuch)
Ich habe mich viel mit russischer Literatur beschäftigt und kann nicht wirklich sagen, ob sich die Autorin tatsächlich mit der russischen Geschichte auskennt. Sie vermeidet es jedoch einen gründlichen Einblick auf diese zu geben und konzentriert sich nur auf intime Situationen und Geschehenisse.

Sprachlich ist der Roman sehr gut geschrieben. Die Sprache ist einfach, nicht besonders bildreich, aber sie behindert nicht den Lesefluss. Das Werk raubt dem Leser nicht den Atem, aber hier handelt es sich auch nicht um einen Thriller, sondern um einen historischen Roman.

So komme ich jetzt zu dem Begriff des historischen Romans. Dieses Genre gehört zu meinen Lieblingsgenres. Deswegen kann ich sagen, dass dieses Werk zu einer "gehobenen Klasse" dieser Werke gehört. Es ist nicht so kitschig wie manch andere, weniger gute Romane und es konzentriert sich doch auf eine historisch wirkliche Persönlichkeit.

Mit diesem Werk hat sich die Autorin wirklich bewiesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie ein langer ruhiger Fluss, 28. August 2010
Von 
Nina2401 (Sankt Augustin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Zarentochter (Taschenbuch)
Das Leben der Großfürstin Olga Romanowa, der späteren Königin von Württemberg ist Thema dieses wundervollen Romans von Petra Durst-Benning.
Ich konnte miterleben, wie Olga sich von einem dreijährigen Kind zu einer wunderschönen und intelligenten jungen Frau entwickelt. Ich konnte mich mit ihr freuen über die kleinen Dinge des Lebens und mit ihr trauern, um ihre Schwester Adini, um verpasste Chancen. Der Roman ist sehr einfühlsam geschrieben, wie ein langer ruhiger Fluss hat er mir die Lesestunden versüßt. Ich bin versunken in der blumigen Sprache, die so gut zu dieser überlieferten Geschichte passt. Die historischen Figuren wurden lebendig vor meinem inneren Auge, auch wenn sich die Autorin einige schriftstellerische Freiheiten herausgenommen hat. Es sollte ja auch keine Biographie werden, sondern ein Roman, der unterhält. Und das ist hier ausgezeichnet gelungen! Ich freue mich schon sehr auf Fortsetzung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Hochzeitskarussell des russischen Zarenhofes, 19. August 2012
Von 
Hanna91 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Das Buch beschreibt die Kindheit und Jugend der russischen Zarentochter Olga, genannt Olly, und ihrer beiden Schwestern „Mary“ und „Adini“. Als Kinder des russischen Zars Nikolaus wachsen sie wohlbehütet auf; ihnen wird die beste Erziehung zuteil, mit der sie auch ihre zukünftigen Ehemänner beeindrucken sollen. Diese sollten innerhalb Europas möglichst mächtig sein, denn durch die Verheiratung seiner Töchter möchte Zar Nikolaus seinen Einfluss auch über die Grenzen seines Landes hinaus ausbauen. Olga und ihre Schwestern finden sich bald im „Hochzeitskarussell“ wieder – werden sie einen Mann finden, den sie lieben, der aber auch den Ansprüchen ihres Vaters genügt?

Das Cover zeigt ein Bild der Großfürstin Olga, die in dieser Geschichte im Mittelpunkt steht. Ich hatte beim Lesen daher ein gutes Bild von ihr im Kopf.

Dank eines flüssigen Schreibstils konnte ich schnell in die Geschichte um Olly und ihre Schwestern einsteigen. Gut gefallen hat mir, dass die Handlung nicht zu dem Zeitpunkt beginnt, in dem sich Olly im heiratsfähigen Alter befindet, sondern schon Erlebnisse ihrer Kindheit beschrieben werden. Die Szenen konnten mir einen guten Eindruck davon vermitteln, wie man als Tochter eines Zaren aufwuchs – weitestgehend abgeschirmt von der Öffentlichkeit hatten die Geschwister nur einander, ihre Gouvernanten und Lehrer und gelegentlich ihre Eltern, mit denen sie in Kontakt traten. Auch Ollys Beziehung zu ihrer Hofdame Anna sorgte für viele schöne Momente und wurde vor allem gut genutzt, um Ollys Wandlung vom Kind zur jungen Dame zu beschreiben.

Schließlich wurde es für mich, die sich mit der Geschichte des russischen Zarenhauses bisher nicht auseinander gesetzt hat, richtig interessant: Wen werden Olly, Mary und Adini und auch ihr Bruder Sascha heiraten? In ruhigem Tempo, lebendig und oft romantisch wurde beschrieben, wie die Geschwister sich auf die Suche nach der Liebe begeben. Gleichzeitig werden sie jedoch von ihren Eltern im Hinblick auf bestimmte Heiratskandidaten unter Druck gesetzt. Nicht jede Wahl wird akzeptiert, was auch für traurige und nachdenklich stimmende Szenen sorgte.

Geschichte zum Anfassen! Petra Durst-Benning ist es gelungen, aus den historischen Fakten eine romantische Geschichte rund um die Kinder des Zars zu erschaffen. Die Beschreibung der Charaktere hat mir gut gefallen, ebenso habe ich ein lebendiges Bild vom Russland des 19. Jahrhunderts erhalten. Ich selbst wusste nicht, wen die Geschwister heiraten werden, aber auch Kenner der russischen Geschichte wird diese Erzählung sicherlich unterhalten können!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erwachsen werden am Hofe des Zaren, 4. März 2011
Der historische Roman 'Die Zarentochter' von Petra Durst-Benning handelt vom Leben der jungen Olga Nikolajewna Romanowa, die als drittes Kind des Zaren
Nikolaus I und seiner Ehefrau Alexandra Fjodorowna 1822 geboren wurde.
Olga wuchs mit ihren 6 Geschwistern in einer erstaunlich modernen Familie auf. Der Zar und die Zarin legten großen Wert darauf, den direkten Kontakt zu allen ihren Kindern zu pflegen, obwohl jedes Kind natürlich seine Gouvernante oder seinen Lehrer hatte. So waren die Teestunden geprägt von fröhlichem Erzählen, Kinder wollten nicht nur gesehen, sondern auch gehört werden - anders als es zu jener Zeit in den meisten Familien der Fall war.
Die Familie lebte im Winterpalast in St. Petersburg und verbrachte die Sommer in der Regel am Peterhof am finnischen Meerbusen, wo sich Olly (Olga), ihre ältere Schwester Mary und die jüngere Adini ausgesprochen wohl fühlten.

Im Prolog wird der Zar im Dezember 1825 von Aufständischen (den Dekabristen) aufgesucht und die älteren drei Kinder erleben das unerfreuliche und beängstigende Gespräch mit, worauf der Zar sie beruhigt und ihnen versichert, er werde immer für sie da sein. Dieses bedingungslose Vertrauensverhältnis in den Vater spiegelt sich später auch wieder, wenn die Kinder ins heiratsfähige Alter kommen, und eine passende Partie für sie gefunden werden muss. Selbstverständlich bestimmt der Zar in erster Linie welche Vereinigungen mit anderen Königshäusern für Russland politisch wünschenswert sein könnten, aber die jungen Leute verfügen über erstaunlich viel Mitspracherecht.
Der Roman erzählt ausführlich über die Zeit, als für die ältesten 4 Kinder eine passende Verbindung gesucht wird. Enttäuschungen und unglückliche, nicht standesgemäße Liebschaften kommen dabei ebenso vor, wie politisches Kalkül. Nach einigen Misserfolgen heiratet Olly im Jahre 1846 den Prinzen Karl von Württemberg und zieht mit ihm nach Stuttgart.

Persönliche Meinung:

Ich habe die Lektüre dieses Buches wirklich sehr genossen. Obwohl es in einem mir relativ unbekannten Umfeld und vor langer Zeit spielt, liest sich die Sprache angenehm flüssig und passt sich dennoch sehr gut in die damalige Zeit ein, ohne auf unpassende Weise modern zu klingen. Wenn von den Mädchen in ihren langen Kleidern geschrieben wird, musste ich immer wieder an 'Sissi' denken. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass dieser Stoff auch eine gute Grundlage für einen Historienfilm.

Die Schilderungen der Württemberger brachten mich immer wieder zum Schmunzeln. Die eher hölzern wirkenden Umgangsformen der Schwaben, die Sparsamkeit, die schwankt zwischen 'Zeigen, dass man jemand ist' und einem liebenswürdigen Geiz, beobachtet man im Alltag immer wieder, nicht zuletzt bei offiziellen Empfängen. Der Reichtum eines jeden Buffets wird sozusagen an den Brezeln gemessen.

Bisher war mir auch gar nicht bewusst, dass verschiedene soziale Institutionen von den russischen Königinnen ins Leben gerufen wurden. Wenn man in der Umgebung von Stuttgart wohnt und Kinder hat, kommt kaum um das 'Olgäle' herum, dem Kinderkrankenhaus in Stuttgart. Das heutige städtische Gymnasium 'Königin Olga Stift' wurde von Olga als Mädchenschule gegründet und Olgas Tante, Katharina Pawlowna, hat sich mit dem 'Katzenstift' (Königin Katharina Stift) und dem Katharinenhospital in den Herzen der Stuttgarter verewigt.

Etwas vermisst habe ich im Buch genauere Informationen zu den Unruhen, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert in Russland geherrscht haben. So habe ich immer darauf gewartet, dass die Streitigkeiten mit den Aufständischen, die im Prolog angetönt sind, im Laufe des Romans noch ausgeführt werden. Das war leider nicht der Fall, genauso wenig hat man genauere Kenntnisse über die Kriege im Kaukasus gewonnen.
Das Leben der einfachen Leute wurde nur an sehr wenigen Stellen und da auch nur am Rande thematisiert. Es entsprach aber wohl der Realität, dass Angehörige aus Königshäusern wenig Einblick in das Leben des einfachen Bürgers hatten. Ich mag in Büchern immer sehr gerne, wenn eine kurze zeitliche Einordnung mit einer Liste der wichtigsten historisch verbürgten Personen drin ist; das fehlt hier leider.

Fazit:

Wenn jemand gerne historische Romane hat, die man zügig lesen kann und die nicht allzu lang und verwirrend sind, dann kann ich 'Die Zarentochter' nur empfehlen. Man lernt einiges über das Leben am Hofe der Zaren und kann dabei herrlich entspannen. Dass man das Ende auf Grund der Historie bereits kennt, tut dem Buch keinen Abbruch. Die dadurch etwas fehlende Spannung wird durch viel Gefühl und wunderbare Beschreibungen von Landschaft und Palästen mehr als wett gemacht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungener historischer Roman, 25. Dezember 2010
Von 
Horst Helmut Henssen (Crailsheim, B-W) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Auch in diesem Werk zeigt P. Durst-Benning, dass sie ihr Handwerk beherrscht. In einem überaus gut recherschiertem Werk macht sie dem Leser das Leben am Zarenhof in St. Petersburg erlebbar. Die Figuren sind anschaulich gezeichnet, die Probleme nachvollziehbar geschildert und in einem durchaus spannenden Werk dem Leser dargebracht.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
hhh
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte zum hängen bleiben, 26. September 2010
Herrlich spannend und überraschend erzählt. Obwohl der Stoff an sich für die Zeit wenig spannend ist und das Schicksal vieler Töchter des Hochadels wieder spiegelt. Und doch legt man dieses Buch nicht mehr aus der Hand.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Zarentochter, 18. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Zarentochter (Taschenbuch)
Die Zarentochter erzählt von der jungen Großfürstin Olga. Sie wächst in dem puren Luxus des russischen Zarenhaushaltes mit ihren Geschwistern heran. Schon in frühster Kindheit muß sie erfahren, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Die Armen haben kein Geld für einen Arzt und so verliert sie einen guten Freund an eine Krankheit, die sie selbst überstand. Die alljährliche Armengeschenke zu Weihnachten stellen nur einen Tropfen auf dem heißen Stein dar. Sie möchte zwar helfen, findet aber leider nicht den richtigen Weg. Als sie heranreift, muß sie an dem Hochzeitskarussel teilnehmen. Olga darf ihre große Liebe nicht heiraten, sondern muß standesgemäß ehelichen. Als sich ihr Mann als nett erweist, empfindet sie es nicht mehr als eine Bürde. Endlich steht ihrem Traum, eine Familie zu gründen und den Armen zu helfen, nichts mehr im Wege.

Petra Durst-Benning schildert das Leben der Großfürstin sehr plastisch und ich konnte mich gut in die Handlung und die Umgebung einfinden. Die damaligen Zustände werden realistisch beschrieben, auch wenn die tatsächlichen historischen Hintergründe für mich etwas zu kurz kamen. Politik und Kultur werden nur kurz angerissen, was nicht weiter schlimm ist, da das Buch unterhalten und nicht lehren soll. Neben Olga wird auch das Leben ihre Geschwister und der Eltern beschrieben, so dass Abwechslung in die Erzählung kommt, da mehrere gut ausgearbeitet Charaktere untereinander aggieren.

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Beschreibung der Orte und der Handlungen halten sich gekonnt die Waage, so das beim Lesen keine Langeweile aufkommt. Die Spannung um Olga ist gut durchstruktuiert; das Buch erlebt mehrere kleinere Höhepunkte. Der Leser leidet und fiebert mit seiner Heldin mit. Die Autorin verrät viel, bleibt allerdings auch wage genug, damit ich mich auf die Fortsetzung freuen kann.

Mein Fazit: Ein Buch, welches zum Träumen anreget, leichte Lektüre für zwischendurch.
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Die Zarentochter
Die Zarentochter von Petra Durst-Benning (Taschenbuch - 1. September 2009)
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