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am 4. November 2007
Der Roman "Bitterschokolade" (1980) Mirjam Presslers wurde 1980 mit dem Oldenburger Jugendpreis ausgezeichnet und macht das mangelnde Selbstwertgefühl eines 15-jährigen Mädchens in der Pubertät, Eva, zum einschneidenden Thema des Buches. Sich selbst als zu "unförmig" und "übergewichtig" bezeichnend, ist Eva die Protagonistin des Romans. Eva besucht die neunte Klasse eines Gymnasiums und lebt in bürgerlichen Verhältnissen. Neben einem autoritären und "pedantischen" Vater, einer sich dem Vater unterordnenden Mutter und einem "nervigen" Bruder findet sie Zuflucht beim Essen. In der Schule kapselt sie sich von den Mitschülern willkürlich ab und findet kaum Anschluss, außer bei ihrer Freundin Franziska. Die freundschaftliche Beziehung, insoweit man sie als solches Bezeichnen kann, ist lediglich von einseitiger Natur. Eva nimmt vornehmlich den zuhörenden Part ein und beneidet ihre Freundin vielmehr um ihre schöne Figur und Offenheit. Aus dem Kummer, den sie durch die Schule und aus dem Elternhaus erfährt, veranstaltet sie heimliche "Fressorgien". Bis zu dem Tag, an dem Eva einen Jungen (Michel) kennen lernt, der später zu ihrem Freund wird. Das Verhältnis zu den Eltern stabilisiert sich, sie integriert sich in das soziale System der Klasse und kommt aus sich heraus.

"Bitterschokolade" wendet sich vor allem an ein jüngeres Publikum und thematisiert das sich anhäufende Gefühl eines verschrobenen Selbstwertgefühls bei Jugendlichen. Durch den ansteigenden Wert des "Gutaussehenwollens" im gegenwärtige Zeitgeist, steigt auch die Verzweiflung derer, die es nicht sind und es sein wollen. Eva ist nur ein episches Beispiel für heranwachsende Mädchen, die selbstquälerisch alle Hebel in Bewegung setzen möchte, um sich in die Kleidergröße 28-Inch hineinzuzwängen. Mit dem Roman macht Mirjam Pressler einen entscheidenden Einschnitt in die zeitgemäßen Werte der Jugendlichen und fordert sie auf, sich so zu akzeptieren, wie sie sind.

Die Autorin verblüfft den Leser durch ihre schlichte, aber dennoch sehr deskriptive Sprache. Handlungen und Geschehnisse werden bspw. sehr psychologisch und bildhaft erzählt. Durch akkumulationsartige Halbsätze schafft sie Atmosphären und Gemütszustände, die für jedermann zugänglich sind.

Obwohl das Buch sehr spannend und impulsiv geschrieben ist, empfehle ich es jüngeren Lesern und denjenigen, die sich für Jugendneurosen eines heranwachsenden korpulenten Mädchens interessieren. Für Leute, die sich sehr für Jugendliche engagieren wie Jugendtherapeuten, Sozialpädagogen, Lehrer u.a. sollte das Buch eine Bereicherung darstellen.
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am 25. April 2011
Ich bin 18, habe dieses Buch schonmal mit 12-13 angefangen zu lesen, habe irgendwann damit aufgehört weil es mir damals schon nicht gefallen hat, aus Langeweile habe ich es erneut gelesen und diesmal ganz.
Ich muss sagen dieses Buch ist kein wirklich gutes Buch - mal davon abgesehen, dass es einen Preis gekriegt hat -.
Die Zielgruppe sind wohl 13-15...16 Jährige Mädchen, die sich wohl mit den Themen Übergewicht,Außenseiter und Pubertät beschäftigen.
Einerseits möchte ich dem Buch den einfachen Stil zu gute halten, weil die Themen somit sehr einfach für jeden Leser zugänglich sind, andererseits ist der Stil total langweilig und leblos.
Wie man es eben nimmt.
Die Thematiken des Buches werden alle eigentlich nur oberflächlich beschrieben. Zwischenzeitlich habe ich mich gefragt worum genau geht es hier eigentlich ? Um die dicke Eva und ihr Problem mit ihrem Aussehen oder um ihre Erlebnisse mit Michel ? Oder um die Probleme die sie zu Hause hat bzw. den pendantischen Vater und die Mutter, die unzufrieden mit ihrem Leben ist, aber zu feige ist irgendwas zu ändern?
Natürlich is das Buch für jüngere Leute geschrieben und vielleicht ist das auch ein bisschen zu tiefgründig was ich hier verlange, aber alle Konflikte werden nur angeschnitten.
Eigentlich möchte Eva nur dazu gehören,kann aber nicht mit Zuneigung auf freundschaftlicher Basis umgehen. Zwar wird auf der Rückseite des Buches angedeutet dass nicht das dick sein an sich das Problem ist, warum sie nicht dazu gehört sondern ihre Scheu zu sich selbst zu stehen und sich zu aktzeptieren.
Die Idee des Buches ist ja nun wirklich keine schlechte Idee, aber die Ausarbeitung der Konflikte hätte durchaus besser sein können. Entweder man sucht sich dann eine etwas ältere Zielgruppe oder konzentriert sich eben nur auf einen Aspekt. Wobei das vielleicht etwas unrealistisch sein könnte, da man im Leben ja auch nicht nur einen Konflikt auf einmal bewältigen muss. Trotzdem finde ich die Umsetzung nicht unbedingt gelungen.
Vielleicht hätte man das Buch lieber etwas dicker gemacht, mit besserem Stil und etwas tiefergehenden Konfliktbewältigungen.
Zwar konzentriert das Buch sich ja eigentlich auf das "dick sein" und wie Eva damit einen Schutzwall um sich baut, andererseits interessiert man sich durch die mütterlichen Andeutungen auch für sie.
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am 7. Februar 2013
Die 15-jährige Eva ist dick und unglücklich. In der Schule ist sie die Außenseiterin, sie hat keine Freunde
und ist allein. Um ihren Kummer zu vergessen tröstet sich Eva mit Essen. Ihr Leben ändert sich, als sie Michel
kennenlernt und sich zum ersten Mal verliebt. Eva beschließt abzunehmen, doch das klappt nicht. Immer wieder
hat sie Fressanfälle und geht nachts heimlich an den Kühlschrank. Erst langsam lernt sie, dass sie sich zuerst
einmal selbst annehmen muss.

Der Roman erzählt die Geschichte eines Mädchens, das ein wenig zu dick ist und abnehmen möchte.
Der Autorin gelingt es sehr gut, das Leiden, die Ängste und die Verzweiflung von Eva auszudrücken. All ihre
Selbstzweifel werden gut beschrieben, und auch die Essanfälle werden gut dargestellt. Man kann sich sehr gut
in Eva hineinversetzen und leidet mit ihr.
Das Buch lässt sich leicht lesen und wird nicht langweilig. Der Schluss kommt dann aber ein wenig zu schnell,
und das Ende war mir auch ein bisschen zu einfach. Plötzlich lösen sich alle Probleme auf und Eva geht es gut.
Das ist ein wenig unrealistisch.
Das Buch ist leider recht dünn und man hat es sehr schnell gelesen.

Insgesamt ein Buch, das durchaus zu empfehlen ist für alle, die Probleme mit sich selbst und ihrer Figur haben.
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am 4. März 2013
Klasse 7c
des Korbinian-Aigner-Gymnasiums Erding

Der realistische Jugendroman "Bitterschokolade" von Mirjam Pressler ist für Leser ab 12 Jahren geeignet.
Die Autorin schildert das Leben der schüchternen, pubertierenden 15-jährigen Eva, die Probleme mit ihrem Umfeld und Gewicht hat.
Eva besucht die 9.Klasse des Gymnasiums und schließt sich selber aus der Klassengemeinschaft aus. Sie sagt selten ihre Meinung, da sie sich von ihrem strengen Vater einschüchtern lässt. Durch Zufall lernt sie Michel kennen, der ihr hilft, zu sich selbst zu finden, da sie an einer Essstörung leidet.

Die Autorin verwendet einen speziellen Schreibstil, der nicht jedermanns Geschmack trifft. Möglicherweise auch nicht den normaler Jugendlichen, denn das Buch ist zwar lehrreich und realistisch, aber nicht sehr spannend. Leser, die sich gerne mit den alltäglichen Problemen eines Mädchen im Teenager-Alter befassen, insbesondere Essstörungen, werden dieses Buch allerdings sehr lesenswert finden.

Weniger Überzeugt hat das eher unrealistische, plötzliche Ende, das noch Fragen offen lässt.
Dennoch hat uns gefallen, dass das Buch ein aktuelles Thema anspricht.
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am 24. Oktober 2004
Mirjam Pressler beschreibt in ihrem Roman die Situation der 15-Jährigen Eva, die mit ihren rundlichen Proportionen unzufrieden ist und der es nicht zu gelingen scheint, den Teufelskreis zwischen Essen, Appetit und Frust zu durchbrechen. Dabei geht die Autorin nicht nur auf den körperlichen Perfektionismus unserer Gesellschaft ein, sondern beschreibt auch Evas persönlichen Konflikt mit den strengen Konventionen und Erwartungen ihrer Familie sowie deren Haltung bei ihren ersten Versuchen aus dem Familienleben auszubrechen, um ihre eigene Individualität zu entdecken.
Meiner Meinung nach ist Bitterschokolade nicht nur ein geeignetes Buch für pubertierende Schüler in 7. oder 8. Klassen, sondern auch ein Roman für all diejenigen, die erfahren wollen, dass man sich über die Ideale der Gesellschaft hinwegsetzen sollte, um zur eigenen Identität zufinden.
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am 11. Juni 2006
Ich finde Mirjam Pressler drückt in ihrem Buch mit den richtigen Worten aus, wie sich Kinder in diesem Alter fühlen, was sie denken und was sie beschäftigt.

Es geht in "Bitterschokolade" um eine junges Mädchen da sich in die Sucht des Essens flüchtet um Trost zu finden. Hauptproblem des ganzen ist dennoch ihre Einsamkeit die diesen Frust auch auslöst.

Doch dann findet sie einen Freund, der sie akzeptiert, auch mit ihren Pfunden.Die Autorin beschreibt auf sehr realistische Weise den Verlauf der Esssucht und zeigt die weitere Entwicklung von Hauptperson Eva auf.

Das Buch ist in einem Stil gschrieben das Kinder anspricht und das sie auch verstehen können.

Ich mache eine Ausbildung zur Erzieherin und musst desshalb dieses Buch lesen und ich muss sagen es hat mir richtig Spaß gemacht.

Die Autorin besitzt auf alle Fälle die Fähigkeit die Leser in die persönliche Geschichte von Eva hinein zu nehmen.

Sehr zu empfehlen - auch für Schulklassen.
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am 14. Januar 2000
Ich finde das dieses Buch sehr realistisch geschrieben wurde. Es beschäftig sich sehr mit den Gefühlen von Eva die nicht grad ein sehr einfaches leben hat. Sie träumt auch von der Freiheit die sich jedes Kind dann und wann wünscht. Die Story von diesem Buch ist recht einfach aufgebaut wie ein jedes Kinderleben, es wird aber durch das "Gehfühls-Chaos" recht lesenswert. Aber zu oft kann man es auch nicht lesen. Denn wenn man einmal dieses Buch gelesen hat, wird es wegen der einfachen Story fad und langweilig. Trotzdem wird einem in dem Buch klar was Eltern falsch machen, Erwachsene könnten dieses Buch auch lesen denn den meisten Eltern ist gar nicht klar was ihre Kinder denken.
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TOP 500 REZENSENTam 3. Dezember 2015
Die fünfzehnjärige Gymnaisatin Eva hat Probleme wie andere Teenager auch: einen strengen Vater, der ihr wenig Freiheiten lässt und eine Mutter, die sich nicht durchsetzen kann. In ihrer Klasse fühlt sie sich als Außenseiterin. Sie hat keine Schwierigkeiten mit dem Unterricht, aber sie ist einsam dort. Und sie ist zu dick. Irgendwann hat sie angefangen, aus Frust zu essen. Und ist langsam immer dicker geworden. Sie fühlt sich nicht akzeptiert und denkt, das liegt an ihrer Figur. Dabei merkt sie gar nicht, dass sie selber eine Mauer errichtet zwischen sich und allen anderen. Eine echte Freundin hat sie nicht. Früher war sie mal mit einer Klassenkameradin befreundet, die hat sich jetzt aber eine anderen Freundin gesucht (weil die schlanker ist, denkt Eva). Aber beim Lesen erfährt man irgendwann, dass das eigentlich auch eine etwas einseitige Freundschaft war.
Das Buch beginnt, als in Evas Leben etwas Neues beginnt. Sie lernt nämlich an einem dieser langweiligen Nachmittage zwischen Mittagessen, Hausaufgaben und um halb sieben wieder zu Hause sein, weil der Vater das verlangt, auf dem Weg ins Schwimmbad einen Jungen kennen. Einen Hauptschüler, aus einfachen Verhältnissen, der sie zu mögen scheint. Und den es nicht stört, dass sie zu viel wiegt. Eva, die noch nie einen Freund hatte, gefällt, dass jemand sie mag. Dem Jungen gefällt Eva, er findet sie hübsch wie sie ist und er ist stolz darauf, mit einer Gymnasiastin befreundet zu sein, obwohl ihn das auch verunsichert. Sie sind ein sehr ungleiches Paar. Während Michel anscheinend schon Erfahrungen mit Mädchen hat, ist Eva sehr unsicher, was körperliche Berührungen angeht und lehnt fast alles ab, was er gerne möchte.

Es dauert nicht lange, bis Evas Vater von dieser Freundschaft erfährt. Er lehnt das ab, möchte seiner Tochter die Beziehung verbieten. Eva wehrt sich. Zum ersten Mal, so scheint es, gibt sie Widerworte. Und zum ersten Mal erlebt sie sich selbst nicht nur als hilflose Dicke, sondern beginnt, sich mit anderen Augen zu sehen. Sie bemerkt zum Beispiel, dass sie sehr schöne Haare hat. Und bei einer Feier, zu der Michel sie mitnimmt, entdeckt sie, dass Tanzen ihr Freude macht und sie das anscheinend auch gut kann.

Als dann noch etwas in der Schule passiert, ergreift Eva, die sonst nie etwas sagt, plötzlich das Wort - und man hört ihr zu. Mit diesen neuen Erfahrungen beginnt Eva, sich ein wenig selbstbewusster zu fühlen.
Am Ende hat sie zwar kein Gramm abgenommen, aber sie lehnt sich nicht mehr so vehement ab. Und sie gewinnt eine Freundin.

Ich finde, das Buch beschreibt sehr gut, mit welchen Problemen Menschen im Teenageralter zu kämpfen haben. Mit welchen Unsicherheiten. WIe hilflos sie ihren Eltern, Mitschülern und anderen Menschen gegenüberstehen (können). Eva hat eine Ess-Störung. Sie hat kein Selbstbewusstsein und sie hat es mit ihren Eltern alles andere als leicht. Aber sie lernt, dass das nicht so bleiben muss. Ich finde das sehr schön herausgearbeitet, mit kurzen Passagen aus dem Sommer, als Eva fünfzehn ist, und so viel passiert in ihrem Leben.

Das Buch ist von 1980. Das merkt man zum einen an den Namen von Evas Mitschülerinnen. Und auch daran, wie streng ihre Eltern sind. Dass ein Mädchen in diesem Altern heute noch um 18.30 Uhr wieder zu Hause sein muss und selbst zum Tanzen nicht länger als bis halb neun abends wegbleiben darf, kommt heute sicher nicht mehr wirklich häufig vor. Auch, dass ein Fünfzehnjäriger nach der 9. Klasse die Schule verlässt, um zur See zu fahren, ist ein bisschen aus einer anderen Zeit. Deswegen kann ich mir gut vorstellen, dass Jugendliche das Buch heute komisch oder nervig finden und würde es darum nicht im Unterricht lesen lassen. Obwohl das Thema, um das es hier geht, immer noch genau so aktuell ist, wie vor knapp 40 Jahren.

Was das Buch nicht ist: eine Aneinanderreihung von Klischees, ein Buch, das zeigt, wie ein Mädchen durch einen Typen plötzlich ihre Ess-Störung überwindet und innerhalb kurzer Zeit schlank wird. Überhaupt ein Buch, das Probleme bagatellisiert oder leichte Problemlösung suggeriert. Eva wird nicht über Nacht ein anderer Mensch. Sie bleibt, wer sie ist. Nur, dass sie diese gnadenlos negative Bild, das sie von sich hat, ein bisschen hinter sich lässt, das passiert. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Ich habe das Buch als sehr junges Mädchen geschenkt bekommen. Manches fand ich schon damals Anfang der 80er, etwas altmodisch. Aber trotzdem habe ich viele Gedanken und Gefühle wieder erkannt. Und beim Wiederlesen jetzt habe ich mich an vieles erinenrt und gedacht: "so war es. Gut, dass manche Dinge im Laufe der Zeit besser werden."
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am 4. März 2014
Inhalt
In dem Buch Bitterschokolade von Mirjam Pressler geht es um die Junge Eva. Eva die ein paar Kilo zu viel auf der hüfte hat, fühlt sich einsam, dick und hässlich weswegen sie sehr gerne in ihrer Einsamkeit isst. Doch eines Tages trifft sie Michel, der sie so mag wie sie ist und Eva lernt sich selbst neu kennen.

Meinung
Dieses Buch hat meine Schwester in der Schule gelesen und mir hat sie es als ich 15 gewesen bin und Sommerferien-Langeweile hatte in die Hand gedrückt. Das ist nun über 10 Jahre her und das Buch hat es nie geschafft dass ich es ganz vergessen konnte. Ich musste immer mal an Eva und Michel denken. Dank einer Challenge Aufgabe habe ich es nun endlich selbst in meinem Bücherregal stehen. Als ich es dann endlich noch einmal gelesen habe muss ich gestehen dass ich einige Passagen, jetzt wo ich etwas älter bin, neu empfinde und ich sie irgendwie anders in Erinnerung hatte. Damals denke ich, habe ich die Einsamkeit von Eva gar nicht so genau wahrgenommen, dass es ein armes Mädchen ist mit Problemen schon, aber nicht wirklich diese Verzweiflung weswegen sie sich ständig Essen in den Mund schiebt. Trotzdem hat es mich schon vor 10 Jahren zum nachdenken angeregt, denn das Buch ist wirklich sehr realistisch und spitze geschrieben. Ich finde etwas schade dass wir es selbst nicht in der Schule durchgenommen haben. Hier wird wirklich sehr schön geschildert wie Eva sich selbst wegen ein paar Kilo zuviel von ihren Mitmenschen abkapselt und erst herausfinden muss das sie trotzdem ein schöner Mensch ist der auch gemocht und geliebt wird. Wie schon gesagt regt es einen ordentlich dazu an einmal nachzudenken, vielleicht selbst einmal zu versuchen sich keine Vorurteile zu bilden und auch einmal von selbst auf Menschen zuzugehen, wie Michel oder Franziska, die auch einmal hinter die Fassade schauen und sich um Eva bemühen. Eva ist ein wirklich tolles Mädchen. Sie tut mir so schrecklich leid in dem Buch und ich hätte sie am liebsten ein paar mal in die Arme genommen und ihr tröstend über ihre Haare gestreichelt. Evas Familie ist schwer für mich zu beschreiben, da ich sie einerseits wirklich mag und anderseits auch wieder nicht. Evas Mutter scheint eine Liebe Mutter zu sein die ihre Tochter sehr Liebt, jedoch auf eine etwas falsche weiße. Statt nur Trost zu spenden, zeigt sie Eva fast schon diese im Essen zu finden. Dann gibt es Evas Vater der ein wenig zu streng ist, jedoch merkt man auch hier das er seien Tochter liebt und sie eigentlich nur beschützen möchte. Die Familie hat hier ein wenig alte Traditionen was aber sicher auch daran liegt dass das Buch schon ein wenig älter ist, ich mir aber vorstelle dass es eben damals wirklich so gewesen ist. Dann gibt es Franziska, die eine tolle Person ist und Eva etwas später im Buch zur Seite steht und es zum Schluss schafft Eva aus sich heraus kommen zu lassen und eben einsieht eine schöne Person zu sein. Zum Schluss noch Michel, ich muss gestehen damals fand ich ihn wirklich niedlich, ;D nun denke ich etwas anders über ihn. Mögen tue ich ihn aber trotzdem, da er die treibende Kraft ist Eva aus ihrer Einsamkeit herauszuholen und sich der Welt zu öffnen. Ich finde es schön dass er Evas Schönheit erkennt und ihr somit hilft.

Fazit
Das Buch gehört auf jeden Fall in jedes Bücherregal, dabei spielt es keine Rolle wie alt man ist. Hier werden einem Regelrecht die Augen geöffnet und das auf eine wirklich tolle weiße. Denn solche Menschen wie Eva gibt es sicher in jedem alter und vielleicht dürfen wir die nächste Franziska oder der nächste Michel sein. Ich vergebe 5 Sterne und bin froh sagen zu können nun endlich mein eigenes Exemplar zu besitzen.
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am 21. Juli 2014
Der Roman „Bitterschokolade“ von Mirjam Pressler ist das erste Mal 1980 und das zweite Mal 2006 im Gulliver-Verlag erschienen. Das Taschenbuch mit 19 Kapiteln und 158 Seiten kostet 5,50 €.
Geschrieben ist es für Mädchen im Alter von 12-15 Jahren. Das grundlegende Thema ist, dass Eva sich zu dick, einsam und ungeliebt fühlt und deshalb Essattacken hat. Die Hauptpersonen sind Eva, Michel und Franziska.
Der Roman handelt von einem 15-jährigen Mädchen namens Eva, die im Laufe der Zeit einen Jungen, der Michel heißt, kennenlernt. Bei den ersten paar Treffen ist Eva noch sehr verschlossen gegenüber Michel. Langsam wird Eva offener. Michel gibt ihr das nötige Selbstbewusstsein. Im Freizeitheim prügeln sich Michel und sein großer Bruder Frank. Ilona, die Schwester von Michel und Frank, gibt Eva die Schuld und Eva fühlt sich wieder traurig und verletzt. Nach und nach werden die Verhältnisse zwischen Michel und Eva so gut, dass sie ein Paar werden. Doch dann erfüllt sich Michel seinen Traum als Matrose und reist nach Hamburg. Franziska hat Eva die ganze Zeit Mut zugesprochen und unterstützt, so dass sie nun beste Freunde sind. Michel und Franziska haben ihr somit geholfen, dass Eva sich selbst akzeptiert und offener über ihre Probleme redet und sogar mit ihrer Mutter eine Diät macht.
Wir finden das Buch gut, aber man braucht längere Zeit hinein zu kommen. Der Schriftstil ist verständlich und ist teilweise aus der Ich-Perspektive (innerer Monolog), aber zum größten Teil aus der Er-Perspektive, also aus der Sicht von Eva, geschrieben.
Obwohl wir das Buch nicht als das Beste empfinden, würden wir das Buch weiterempfehlen.
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