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5.0 von 5 Sternen Plädoyer für Freiheit, Verantwortung und Toleranz
Ein Plädoyer nennt Joachim Gauck sein Buch. Und so entwirft er kurz und prägnant, was unsere Gesellschaft prägen, ihr Gestalt verleihen kann. Dabei stösst er auf die für ihn entscheidenden 3 Wesensmerkmale Freiheit, Verantwortung, Toleranz und erläutert sie nachfolgend näher.

Bei der Freiheit grenzt er sich ab von einer...
Veröffentlicht am 20. Februar 2012 von Falk Müller

versus
3.0 von 5 Sternen Liberale Predigt
Gauck ist ein Theologe und das merkt man dem Text an. Der Text ist eine rhetorische Meisterleistung. Reden solcher Qualität ist man von deutschen Politikern nicht gewohnt. Außerdem tut es gut, mal einen Politiker von Freiheit reden zu hören, statt von sozialer Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und sonstigen Politikerlieblingsthemen.
Natürlich kann er...
Vor 4 Monaten von Ole Hoffmann veröffentlicht


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2.0 von 5 Sternen Eins sagen und ein anderes tun, 1. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Freiheit: Ein Plädoyer (Gebundene Ausgabe)
Joachim Gauck hat wunderbar über die Freiheit geschrieben, sie landauf und landunter gepredigt. Doch als es darum ging, in Freiheit zu leben, hat er sich zum Bundespräsidenten wählen lassen und ebenso frei wie arglos entschieden, fortan mit dem "Schloss vor dem Mund" durchs Leben zu gehen. Denn auch ein Bundespräsident a. D. bleibt dem Anstand verpflichtet und dem "Rahmen", der dem Bild die Freiheit verweigert.
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4.0 von 5 Sternen Freiheit, Verantwortung und Toleranz, 15. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Freiheit: Ein Plädoyer (Gebundene Ausgabe)
Freiheit als das oft für selbstverständlich genommene, aber eben doch nicht überall vorzufindende Grundmodell. Gepaart mit Eigenverantwortung und Toleranz entwirft Gauck ein Modell, welches dafür wirbt, aktiv für die Werte einzustehen, die letztlich auf die Menschenrechte und Grundrechte zurückzuführen sind. Speziell wir Deutsche und Europäer könnten stolz sein auf unser politisch-gesellschaftliches Modell, das uns schon so lange kriegsfrei hält. Das wird in den Politikverdrossenheitsdebatten heute oft übersehen.
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3.0 von 5 Sternen Liberale Predigt, 23. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Freiheit: Ein Plädoyer (Kindle Edition)
Gauck ist ein Theologe und das merkt man dem Text an. Der Text ist eine rhetorische Meisterleistung. Reden solcher Qualität ist man von deutschen Politikern nicht gewohnt. Außerdem tut es gut, mal einen Politiker von Freiheit reden zu hören, statt von sozialer Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und sonstigen Politikerlieblingsthemen.
Natürlich kann er sich nicht verkneifen den Begriff "Freiheit" mit dem Begriff "Verantwortung" zu verbinden, damit man nicht gleich auf die Idee kommt Anarchie zu fordern.

Manko: 10 Euro für 60 Seiten? 9 für die Kindle-Ausgabe? Geldschneiderei. Zwei Punkte Abzug. Ich habe das Buch in der Bücherei geliehen.
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5.0 von 5 Sternen Plädoyer für Freiheit, Verantwortung und Toleranz, 20. Februar 2012
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Freiheit: Ein Plädoyer (Gebundene Ausgabe)
Ein Plädoyer nennt Joachim Gauck sein Buch. Und so entwirft er kurz und prägnant, was unsere Gesellschaft prägen, ihr Gestalt verleihen kann. Dabei stösst er auf die für ihn entscheidenden 3 Wesensmerkmale Freiheit, Verantwortung, Toleranz und erläutert sie nachfolgend näher.

Bei der Freiheit grenzt er sich ab von einer Freiheit, die archaisch ist, nur die Freiheit von etwas kennt. Er lehnt sich stattdessen an den Kant'schen Freiheitsbegriff an, nach dem man frei sein muss für etwas und zu etwas. Hier bringt er als ehemaliger DDR - Bürger seine Erfahrung aus dem Jahr 1989 ein. Damals war die Freiheit gekommen und mit ihr entstand gleichzeitig die Frage an jeden: Und wozu bist du instande, wofür willst du dich einsetzen, wie willst du Freiheit gestalten?

Hinsichtlich der Verantwortung meint der Autor vor allem die Bereitschaft ja zu sagen zu den Möglichkeiten des Gestaltens und Mitgestaltens. Jeder kann dies auf seine eigene Weise tun. Es gibt so viele Möglichkeiten für jeden in unserer Gesellschaft, sich einzubringen. Etwa die Natur, die man schützen und bewahren kann, die Rechtsstaatlichkeit, damit die Welt nicht den Gesetzen des Stärkeren unterliegt, oder die Wahrheit, die nicht Vorurteilen und Interessen geopfert werden darf. Und so kann die Übernahme von Verantwortung nicht als erdrückende Last, sondern als glückhaftes Geschehen, als Teil unserer humanen Existenz begriffen werden.

Mit diesem Buch zeigt Joachim Gauck, dass er als zukünftiger Bundespräsident wichtige Impulse geben kann, um unsere Gesellschaft insgesamt humaner und lebenswerter zu machen.
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21 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Für die Dauer eines Stuhlgangs, 29. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Freiheit: Ein Plädoyer (Gebundene Ausgabe)
Ich versuche es kurz zu machen, sonst wird die Rezension länger als das Büchlein, das im gefühlten DIN A6 Format daherkommt. Für die 60 Seiten verlangt der Verlag 10 (in Worten: Zehn) Euro. Nicht zu fassen!

Zum Inhalt: Herr Gauck schwadroniert über die Vorzüge der Freiheit, erwähnt, wie wichtig Toleranz ist und das wahre Glück in der "Bezogenheit" liegt, also in den Beziehungen zwischen Menschen. Das steht hundertfach in anderen Büchern und langweilt ungemein. Dann ergeht sich der Autor noch in den Vorzügen der demokratischen bzw. marktwirtschaftlichen Gesellschaftsform, die bei aller Kritik, doch die allein seligmachende sei. Da wo Herr Gauck herkommt, sei ja auch unter anderem die Lebensfreude viel geringer gewesen. Platter gehts nicht. Eine Studie zum Glück in verschiedenen Gesellschaften hat herausgefunden, dass die Bevölkerung Buthans die glücklichste ist. Und dort ist Marktwirtschaft ein Fremdwort.
Diese Substanzlosigkeit erinnert eher an einen Abituraufsatz, viel länger ist das Plädoyer auch nicht. Jeder Lektor würde dem Verfasser dieses Manuskripts das selbe um die Ohren hauen, stammte es nicht von Herrn Gauck.
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13 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sympathischer Appell - Freiheit für ein Land mit Nachholbedarf, 20. März 2012
Von 
Benedictu - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Freiheit: Ein Plädoyer (Gebundene Ausgabe)
Gleich zu Beginn kommt Gauck auf den Dreißigjährigen Krieg zu sprechen. Anscheinend hat er erfaßt, daß man die Deutschen und ihre einzigartigen Ängste nicht versteht, wenn man diese gewiß größte nationale Katastrophe nicht in seine Analyse einbezieht. Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges (1618-48) sind 30-40% der deutschen Bevölkerung zu Tode gekommen (s. z.B. Gordon Graigs Über die Deutschen). Sogar in absoluten Zahlen sind das etwa soviele Tote auf deutscher Seite wie im Ersten und Zweiten Weltkrieg zusammen, die ja bisweilen als der zweite Dreißigjährige Krieg (1914-45) bezeichnet werden. Die deutsche Tendenz zur Obrigkeitshörigkeit und andere Neigungen, auf die Gauck im einzelnen nicht eingeht, lassen sich tatsächlich wohl nur vor dem Hintergrund dieser Geschichte nachvollziehen.

Daß dieses Büchlein nicht brandaktuell ist, sondern nur eine Rede aus dem Jahre 2011 in Buchform präsentiert, die Gauck in Oberbayern an der Evangelischen Akademie in Tutzing gehalten hat, ist nicht weiter schlimm. Allerdings hätte sich der Verlag ruhig die Mühe machen können, kleine sprachliche Ungereimtheiten, die der Mündlichkeit des Vortrags geschuldet gewesen sein mögen, lektoriell zu korrigieren.

Schon die Erinnerung an die von Heinrich Heine stammende Charakterisierung des deutschen Stellenwertes der Freiheit macht Gaucks Tutzinger Plädoyer lesenswert. Heine schrieb in den Reisebildern seiner "Englischen Fragmente" folgendes: »Der Engländer liebt die Freiheit wie sein rechtmäßiges Weib, er besitzt sie, und wenn er sie auch nicht mit absonderlicher Zärtlichkeit behandelt, so weiß er sie doch im Notfall wie ein Mann zu verteidigen, ... . Der Franzose liebt die Freiheit wie seine erwählte Braut. Er glüht für sie, er flammt, er wirft sich zu ihren Füßen mit den überspanntesten Beteuerungen, er schlägt sich für sie auf Tod und Leben, er begeht für sie tausenderlei Torheiten. Der Deutsche liebt die Freiheit wie seine alte Großmutter.« (s. Reisebilder Teile 1 - 4 (Kommentierte Gold Collection)).

Gaucks Rede ist naturgemäß alles andere als erschöpfend. So läßt er u.a. unerörtert, daß auf die Frage, was im Zweifel vorzuziehen sei, Freiheit oder Gleichheit, sich nur eine knappe Mehrheit in den alten Bundesländern für die Freiheit entscheidet, während in den neuen Bundesländern eindeutig der Gleichheit der Vorzug gegeben wird. Genaueren Aufschluß gibt der im Internet frei verfügbare Forschungsbericht des John-Stuart-Mill-Institutes für Freiheitsforschung "Wie halten es die Deutschen mit der Freiheit?" Diese sehr lesenswerte Studie beinhaltet den auf Umfragen des Institutes für Demoskopie Allensbach (IfD) basierenden "Freiheitsindex Deutschland".

Wer in Deutschland darunter leidet,
- daß hier das Sicherheits- und Gleichheitsbedürfnis die großen Gegenspieler der Freiheit sind,
- daß ein Bürger seinen Job gefährdet, wenn er Tabu-Themen öffentlich diskutiert,
- daß alle Zeitungen der bürgerlichen Mitte wunderbar mit der deutschen Regierung harmonieren und
- daß deutsche Bürger hinsichtlich ihres Mitspracherechtes in vitalen Fragen (etwa europäischen Prestigeprojekten oder Kriegseinsätzen) anders als Schweizer Bürger geradezu wie Demokraten zweiter Klasse gehalten werden, wird jedenfalls sehr begrüßen, daß dieses Büchlein die Freiheit zum Hauptthema macht.

Wenn man die gebundene Ausgabe mit ähnlichen vergleicht (z.B. mit Harry Frankfurts Über die Wahrheit), wird man sie nicht für zu teuer halten. Der Preis für die Kindle-Version ist zwar überzogen, aber den muß man ja nicht zahlen. Wer das Bändchen nicht besitzen oder verschenken, aber mitreden können will, kann es ja in zehn Minuten in einer Buchhandlung durchlesen.
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13 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sympatisch, 17. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Freiheit: Ein Plädoyer (Gebundene Ausgabe)
Ich bin in der DDR aufgewachsen und war bisher kritisch gegenüber Herrn Gauck. Pfarrer, Staasibehörde, und so ... Mit diesem Buch hat Hr.Gauck MICH überzeugt, dass er ein Aufrechter ist, der eine fundierte Meinung hat und diese sowohl sachlich als auch engagiert oder emotional vertritt.
Ich kann mich seiner Meinung anschließen, dass jeder selbst Verantwortung übernehmen kann /soll, um Freiheit zu gestalten und -- dass Freiheit eben vor allem Verantwortung heißt.
Nur in einem Punkt bin ich skeptisch. Vielen der Menschen, die montags demonstriert haben und gerufen "wir sind das Volk" lag m.E. die DM und das Reisen mehr am Herzen, als die Verantwortung für Freiheit.
Aber wie in anderer Rezension/ Kommentar schon angemerkt, bei aller Kritik an der BRD, bessere Demokratien sind auf der Erde aktuell nicht zu finden.
Der Preis ist definitiv zu hoch. Man muss das Buch weiterverschenken, damit viele es lesen, dann passts! Trotzdem 5 Sterne, weil ich NUR den Inhalt werte.
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19 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Antiguttenberg, 24. Februar 2012
Von 
Thomas Holtbernd "Thomas Holtbernd" (Bottrop) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Freiheit: Ein Plädoyer (Gebundene Ausgabe)
Dass Joachim Gauck Freiheit zu seinem Thema macht, ist nicht erstaunlich. Er verbindet den Begriff der Freiheit mit Verantwortung und schließlich mit Toleranz. Damit schließt er den Kreis von der Sehnsucht eines ehemaligen DDR-Bewohners zu einem jetzigen Bundesbürger. Es ist die Aufforderung an die Menschen im Osten, für diese Freiheit dankbar zu sein. Und es ist für die Menschen im Westen das aufrüttelnde Erinnern, dass es bestimmte Werte zu erhalten gilt, die diese Freiheit mitbedingt haben. Zentraler Punkt ist jedoch die Verantwortung. Freiheit wird von Joachim Gauck als Freiheit für definiert. Wenn es diese Freiheit gibt, dann gilt es sie anzunehmen und dafür einzustehen, das bedeutet Verantwortung. Das Besondere an dieser Rede, die Joachim Gauck im Januar 2011 beim Neujahrsempfang der Evangelischen Akademie Tutzing gehalten hat, ist seine Bürgernähe. Mehr zwischen den Zeilen als direkt formuliert ist diese Rede ein Abgesang an die Politiker oder anders gesagt die Ermutigung des kleinen Mannes/der kleinen Frau, die gestellten Aufgaben anzunehmen und nicht zu meinen, dies wäre etwas für Fachleute und diejenigen, die sich damit auskennen. Wir sind das Volk war auch nicht eine Bewegung, die von Politikern ausging, es waren die "einfachen" Menschen, die auf die Straße gingen. Damit es jedoch in der modernen Gesellschaft eine Macht des Volkes gibt, müssen die großen Worte wie Freiheit, Verantwortung und Toleranz wieder stark gemacht werden. Es darf nicht das Festhalten am Besitzstand geben oder Toleranz im Sinne von ich-will-mich-nicht-festlegen. Joachim Gauck formuliert dies mit einfachen Worten, das ist er der evangelische Pfarrer.
Wer allerdings Tiefgang erwartet oder einen intellektuellen Bundespräsidenten, der wird enttäuscht sein. Joachim Gauck ist wohl weder ein "guter" Theologe, noch ein hervorragender "Philosoph" oder Politiker, er ist einer, der es gewohnt ist, schöne Worte zu formulieren und doch damit nicht nur Seifenblasen zu produzieren, sondern eine sowohl aufrüttelnde als auch motivierende Botschaft zu verbreiten. Allerdings bleiben schon einige Frage offen? Ist das Ganze nicht eher das Plädoyer eines Konservativen, der die modernen Entwicklungen einfach abblockt? Sind diese Gedanken wirklich hilfreich in einer überkomplexen Welt? Und enthalten die Ausführungen Gaucks nicht zu viele Vereinfachungen? Wenn man die jüngere deutsche Gesichte damit erklärt, dass die Deutschen ein kleines Ich hatten und groß sein wollten, dann werden historische Entwicklungen sehr einseitig betrachtet. Darin liegt m. E. eine gewisse Schwierigkeit mit der Person Joachim Gauck. Er ist sicherlich eine glaubwürdige Person, mir ist er auch lieber als sein Vorgänger, doch vermittelt er so ein pastorales Image, mit dem man viele schwierigen Erklärungen und Auseinandersetzungen bewältigen kann und doch klare Worte sowie notwendige Konflikte nett vermeidet. Insofern ist diese Rede ganz angenehm zu lesen, doch enthält sie keinen Stachel und ist daher letztendlich doch lahm.
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36 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurz, prägnant, eindrucksvoll!, 20. Februar 2012
Von 
Christian Günther - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Freiheit: Ein Plädoyer (Gebundene Ausgabe)
Kaum jemand steht öffentlich so glaubhaft, so engagiert und mit so wohltuender Leidenschaft für den Wert der Freiheit wie Joachim Gauck. Auf nur sechzig kleinen Seiten liegt hier die gedruckte Abschrift einer klugen, prägnanten und ganz und gar eindrucksvollen Rede vor.

Gauck beschreibt ohne Umschweife den von uns oft nicht wahrgenommenen Wert der Freiheit, die Notwendigkeit und Bürgerpflicht für sie auch Verantwortung zu übernehmen, sie zu leben, sich für sie kontinuierlich einzusetzen, sie nicht als selbstverständlich zu erachten, denn das ist sie nicht!

Und er redet von Toleranz. Aber eben nicht im Sinne von träger Egalität und schon gar nicht im Sinne von Selbstverneinung, sondern im wahrhaften Sinne des Wortes, im Bewußtwerden und Verinnerlichen der eigenen, unserer Werte, über die die westliche Welt zweifellos verfügt. Wir dürfen sie nur nicht so stiefmütterlich behandeln, müssen wieder lernen sie zu erkennen und zu benennen. Denn das Maß an Freiheit, Pluralität, Offenheit und auch Wohlstand ist nicht zuletzt Folge unseres Wertesystems. So ist das Büchlein "Freiheit" auch ein Plädoyer für ein gesundes Selbstverständnis unserer Gesellschaft, aus dem erst wahrhafte Toleranz erwachsen kann. Wer sich selbst verneint und orientierungslos umher irrt, kann die Werte anderer nur schwerlich verinnerlicht tolerieren.

"Freiheit nutzt sich ab, wenn man sie nicht nutzt" so formulierte es Reinhard Mey in einem seiner Lieder. Das ist auch der Hinweis, vielleicht gar die Ermahnung dieser hier abgedruckten Rede - eine wichtige, motivierende, aufbauende Rede. Es ist erfreulich, daß sie in Buchform aufgelegt und so einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Dieser Mann wird unserem Land und unserem Volk ein guter Präsident sein.
Diese Rede ist ein eindrucksvolles Zeugnis!
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31 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gaucks Furcht vor der Freiheit, 23. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Freiheit: Ein Plädoyer (Gebundene Ausgabe)
Gauck schreibt über Freiheit aus der Sicht des immer schon wohlversorgten, ängstlichen und mutlosen Menschen, der nichts so sehr fürchtete und fürchtet, wie Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Er ist ein Prediger der Unfreiheit, wie es die Pfaffen der feudalistisch-kaiserlichen Zeiten waren. Er selbst wählte die Sicherheit der evangelischen Kirche der DDR, genoß deren Privilegien in der DDR und ließ sich gleichzeitig mit DM von der evangelischen Kirche der Bundesrepublik unterstützen.

"... Bis zum Mauerbau 1961 nutzte Gauck diverse Gelegenheiten zu Reisen in den 'Westen', sah als Fünfzehnjähriger Paris, war auf Fahrradtour in Schleswig-Holstein unterwegs und besuchte häufig West-Berlin. Nach eigenen Angaben habe er jedoch nicht ernsthaft an ein 'Rübermachen' gedacht. ..." Auszug Wikipedia 2012.

Anders als die ca. 1,5 Millionen Menschen zuvor nutzte der junge Abiturient Gauck 1958 seine Chancen nicht, um leicht nach West-Berlin in die Freiheit zu gehen und dort zu studieren, was ihm gefällt. Er wählte die Sicherheit der DDR.

Dass er sich später als Insasse der DDR bezeichnet, vermag er vor dem von ihm selbst geschaffenen Mythos rechtfertigen, an der Wirklichkeit gemessen hält dieser Mythos nicht stand.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass er die Freiheit der Starken und Privilegierten meint, anstelle der Freiheit der Bürger, die das Grundgesetz nennt, schafft und sichert.

Gauck versucht mit seiner Schrift, den Freiheitsbegriff des Grundgesetzes zu korrumpieren. Die Schrift ist pures Gift für liberale und demokratische Bürger.
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Freiheit: Ein Plädoyer
Freiheit: Ein Plädoyer von Joachim Gauck (Gebundene Ausgabe - 20. Februar 2012)
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