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Kundenrezensionen

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Die New York Times kürte den Autor zu einem der größten Geigenbauer der Gegenwart, in Fachkreisen gilt er als der Stradivari des 21. Jahrhunderts". Wer meint, Geigenbau sei eine relativ langweilige, technische, bestenfalls Insider interessierende Sache, hat Martin Schleske noch nicht erlebt. Für diesen Mann ist sein Beruf Berufung, er übt ihn mit einer Liebe aus und erzählt davon mit einer Leidenschaft, die ansteckend wirkt und der man sich nicht entziehen kann.

Drei Lehrmeister, so Schleske, haben seine Arbeit geprägt - Guarneri del Gesu, Montagnana, Stradivari - alle drei herausragende italienische Geigenbauer des 17. bzw. 18 Jahrhunderts. Er selbst versuchte schließlich das Beste von allen zu vereinen und ihre Schwächen zu vermeiden.

Mit großer Leidenschaft und Neugier denkt der Autor auch über das Leben nach. Wie er sich beim Thema Geigenbau nie mit konventionellen Antworten zufrieden gab, so auch nicht in seinem Umgang mit existenziellen Fragen. Die Ruhelosigkeit seines Denkens, sein Zweifeln und Suchen führten den Autor auf den Weg zu und schließlich mit Gott. Es ist die Selbstzufriedenheit - sei es des scheinbar so augenfälligen, vermeintlich modernen Materialismus, sei es einer traditionsverhafteten, längst den lebendigen Gottesbezug verlorenen Religiosität, die Menschen ein Leben im Mittelmaß bescheren. Doch Mittelmaß ist des Autors Sache nicht.

Schleskes Arbeit lässt seinen Gedanken meditativen Raum. Und so entwickeln sich im Laufe der Jahre immer wieder Gedankengänge über das Menschsein und Christsein, über Gott und die Welt. Die verschiedenen Phasen und Schritte der Herstellung eines Instrumentes, das in seiner Einzigartigkeit und seinem Zuschnitt auf den Violinisten, für den es bestimmt ist, Menschen durch die Schönheit seiner Klangfarben verzaubert, werden ihm zum Gleichnis verschiedener Lebensphasen und Entwicklungsschritte, die einen Menschen zu einer einzigartigen, eben klingenden" Persönlichkeit werden lassen. Gott ist es, der mit unübertroffen meisterlicher Hand aus dem Menschen, der sich ganz Ihm anvertraut, das heraus holt, was in ihm ist, ihn zur Entfaltung und Völligkeit führt.

Für eine gute Geige bedarf es einer besonderen Sorte Holz. Gutes Klangholz, sog. Sängerstämme, finden sich v.a. unter den Bergfichten in Höhenlagen. Das Holz wächst hier langsam, unter widrigen Bedingungen. So mag es auch sein, dass Menschen unter den schwierigen Gegebenheiten ihrer Anlagen, ihrer Erfahrungen, ihres Umfeldes mühsame Entwicklungsprozesse zu durchlaufen haben und gerade dadurch zu ganz besonderen Persönlichkeiten werden.

Der Geigenbauer arbeitet die Geigenwölbung entlang der spezifischen Faserung heraus. Seine Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Gebotenem und Gegebenem. Er beachtet bestimmte physikalische Gesetzmäßigkeiten ebenso, wie die Spezifik des ihm vorliegenden Materials. So macht auch Gott in Christus aus Menschen keine unnatürlichen Heiligen, er schenkt ihnen vielmehr eine geheiligte Natürlichkeit.

Auch gutes Klangholz klingt nicht zwangsläufig. Es muss in der richtigen Weise eingefasst sein, sodass es optimal in seinen Klangzonen aktiviert, in Schwingung gebracht werden kann. So muss auch der Mensch seine Mitte und Berufung finden - gehalten in der Gnade, die ihm ein Leben in existenziellem Grundvertrauen ermöglicht, entfaltet in dem, was ihm als persönliche Begabung geschenkt ist.

Eine solche segensreiche Begabung und Berufung kann die Musik sein. Sie ist ein Geschenk des Himmels und kann dazu beitragen, das Innere des Menschen zu heilen. Schleske nimmt den Leser auch hinein in eine Schule des aufmerksamen Hörens. Im Loslassen der Lasten des Alltags und Ganzsicheinlassen" auf das Vorgetragene tun sich völlig neue Welten der musikalischen Wahrnehmung auf. So - mit ganzer Aufmerksamkeit soll sich der Mensch auch dem Wort Gottes stellen, für dessen schöpferische, leben schaffende, befreiende und veredelnde Kraft, die Musik in all ihrer Schönheit Gleichnis und Abbild ist.

Der Lack, der dem Instrument aufgetragen wird, hat Einfluss auf den Klang - aber natürlich auch auf die Optik. Dabei hat es einen besonders guten Effekt, wenn komplementäre Farben verwendet werden. So ist es mit dem geistigen Leben eines Menschen. Die Begegnung mit komplementären Gedankenwelten erweitert den Horizont und bereichert. So nimmt der tief von der christlichen Wahrheit ergriffene Autor immer wieder Bezug auf die griechische oder chinesische Philosophie und fördert auch hier manche Perle zeitloser Weisheit zutage.

In dieser Weise entwickelt der Autor noch viele weitere gleichnishafte Bezüge. Dabei ist Schleske weder Dichter, Philosoph noch Theologe. Das Buch ist weder große Poesie, noch akademisch geprägte Abhandlung. Mitunter wäre vielleicht weniger mehr gewesen, überstrapaziert der Autor die Allegorisierung. Aber gerade so wie es ist hat das Ganze etwas Glaubwürdiges, Authentisches und Originelles. Es ist diese Mischung aus lebendiger Ästhetik, sehr eigenständigem Denken, geistiger und geistlicher Tiefe, der Bodenständigkeit und Gründlichkeit des Handwerkers und natürlich der leidenschaftlichen Liebe zur Musik, die ihm seinen ganz besonderen Reiz verleiht. Man spürt, es ist nicht in der Schreibstube entstanden, sondern in der Werkstadt; nicht Bibliotheksluft durchweht die Zeilen, sondern der Geruch von Holz und Harz, Leim und Lack.

Sehr schön auch die Schwarz-Weiß-Fotografien von Donata Wenders, Ehefrau von Wim.
Ein außergewöhnliches Buch.
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am 20. Oktober 2014
Ich habe Martin Schleske 2014 live dabei erleben dürfen, wie er mit viel Liebe, Ruhe und treffenden Bildern die Parallelen des Geigenbaus und des "Glaubens" verglich.

Das Lesen des Buches ist kein kurzweiliger Zeitvertreib. Es ist wie frische Luft für die Gedanken. Es offenbart die Welt aus der Sicht eines Mannes der mit soviel Tiefe, Freude und Dankbarkeit über das Geheimnis Leben im Glauben schreibt, dass ich oft nach einer halben Seite schon staundend das Buch sinken lasse um das gelesene zu verdauen.

In den letzten Jahren haben viele Bücher erfolgreicher Theologen oder (meist amerikanischer Pastoren) meine Weg gekreuzt die ich auch gerne und mit Interesse gelesen haben.

Dieses Buch ist mein Tipp an alle, die von abgedroschene Phrasen und gängige Klischees in Büchern über christlichen Glauben satt sind.
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am 9. November 2014
Als ich ursprünglich das gebundene Werk von einem Freund bekam mit dem Hinweis, dass er es gefressen hätte, begann ich bald mit der Lektüre dieses in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlichen Werkes. Ich war begeistert von der tiefen Verbindung von erlesenem Handwerk, wie es der Geigenbau zweifellos erfordert und einer so tiefen religiösen Verbundenheit und Lebensnähe, so dass mich der Gedanke aufdrängte, ob mit Martin Schleske eine Reinkarnation des legendären Stradivari in diese Welt getreten sei. Es wird sich vermutlich nicht klären lassen, doch ich wünsche ihm weiterhin diese enorme Begeisterung, mit der er seine Berufung lebt und wünsche mir, ihn mal in seiner Werkstatt aufsuchen zu können. Ganz wunderbar, dass nun dieses Werk auch als Taschenbuch erhältlich ist.
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am 24. November 2010
Haben Sie je ein Konzert gelesen? Ein Konzert, dessen Klänge Ihre eigenen Saiten zum Klingen bringt? Dieses Buch ist wirklich ein Erlebnis ... und es dauert viel, viel länger als ein Konzert. Vielleicht klingt es sogar ein Leben lang nach? "Satz für Satz" erlebe ich mich gerade durch das Buch hindurch: Die Gleichnisse, die Martin Schleske dem Leser zum Gebrauch der Bibel für ein erfülltes Lebens hier anbietet, sind zeitnah, anschaulich und nachvollziehbar. Komplex wird das Lesen für mich, da jedes der gelesenen Gleichnisse meine Gedankenwelt inspiriert und sich vor meinem geistigen Auge eigene Gleichnisse zu den gelesenen Gleichnissen abspielen. Der Klang erzeugt Klang: z.B. las ich über das behutsame Abhobeln des Holzes, die Notwendigkeit, den natürlichen Faserverlauf des Holzes zu achten, der Abschied vom perfekten Konstrukt zugunsten einer Schöpfung, eines Kunstwerks. In einer Diskussion mit meinem Sohn (13) drängte sich mir kurz danach immer wieder der Gedanke auf, dass auch er ein Kunstwerk ist und niemals ein Konstrukt, dass ich auch seinem persönlichem Faserlauf folgen müsste, wollte ich uns zum Klingen bringen; dass uns ein von mir angestrebtes Konstrukt nur zum Streiten bringt, das Kunstwerk unseres Zusammenseins aber geformt, verändert, verfeinert werden möchte, klingen möchte. Wir haben unsere "Faserverläufe" zu achten. Ich hoffe, dass die Bilder, Gedanken und Inspirationen mich lange begleiten werden.

Und ich wünsche mir, dass viele Menschen dieses Buch "hören" und selbst zum Klingen gebracht werden. Es müsste ein wundervolles Konzert werden! Danke, Martin Schleske!
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am 8. September 2014
Dieses Buch ist eine wohltuende Beschäftigung mit dem Sinn des Lebens und unserer Beziehung zu Gott. Die beschriebenen Analogien zwischen dem Geigenbauer als "Schöpfer" eines Instruments mit allen seinen Eigenschaften und Gott als dem Schöpfer eines jeden Menschen sind wirklich sehr beeindruckend. Ich konnte den Autor bei einem Vortrag persönlich kennenlernen und war begeistert von seiner Bescheidenheit und Ehrlichkeit. Das Buch wurde dadurch noch wertvoller für mich.
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am 29. Oktober 2011
Es ist kein Buch, das man einfach durchliest. Ich habe es über einen Zeitraum von fünf Monaten fast täglich gelesen. Es war für mich ein Glaubens- 'und Lebenslehrbuch und hat mich herausgefordert, getröstet, beglückt, erstaunt. Immer mal wieder hatte ich Aha-Erlebnisse und merkte, wie ein neues Puzzlesteinchen genau in meine Gedanken und Fragen passte. Nach dem Lesen eines Abschnittes fühlte ich mich Gott und meinem eigenen Herzen näher. Ich hoffe auf weitere Bücher von Martin Schleske.
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Ein schönes Buch ist das geworden.
Nicht nur optisch schön. Ich halte ein wirklich liebevoll gestaltetes in Leinen gebundenes Buch in der Hand. Ein schöner Schutzumschlag. Auch das Papier selbst hat eine wirklich hervorragende Qualität. So muss ein Buch aussehen!
Und der Inhalt passt dazu. So muss ein Buch geschrieben sein. Mit Hingabe an das eine Thema! Allein schon das Buch in der Hand zu halten in seiner Qualität wird zum ersten (vom Autor nicht zitierten) Gleichnis von denen dem geneigten Leser sehr viele im Buch belgeiten werden.
'Wir sind nicht mehr fähig, Gleichnisse zum Leben zu schaffen. Wir sind nicht mehr fähig zu gestalten, die Ereignisse um uns und in uns zu deuten, ja nicht einmal zu erkennen.. Dadurch haben wir aufgehört, Ebenbilder Gottes zu sein, und unser Dasein besteht zu Unrecht. Wir sind eigentlich tot. (...) Wir zehren an längst verwesten Erkenntnissen.'
Mit diesen Worten von Friedensreich Hundertwasser beginnt Martin Schleske sein Buch. Und verstand sie als Mahnung, die für ihn zum Leitmotiv wurde und zu Erstehung dieses Buches führte. ' Gleichnisse zum Leben schaffen '
Als Geigenbauer beschreibt er den Werdegang einer Geige und zugleich einen inneren Weg in die Welt des Glaubens.
Der Mensch der hier schreibt ist ein Wanderer zwischen den Welten und sein ganzes Buch wandelt von Gleichnis zu Gleichnis. Hochgradig assoziativ ist jedes Thema, das er beschreibt, für ihn verbunden mit anderen Themen des Lebens.
Seine gymnasiale Laufbahn hat er nach der 10. Klasse abgebrochen (S.66). Und beschreibt, dass er das Gymnasium als einen Ort erlebte, wo unentwegt Fragen beantwortet wurden, die er nicht hatte. In der Ausbildung zum Geigenbauer sollte sich dies umdrehen, so dass sein Geigenbaumeister in einem Wutanfall schrie, wenn er hier alles anders machen wolle, soll er doch sein Bündelchen packen und gehen (S.67).
Ja, diese Erfahrung, die er benennt, passt zu dem eigenständigen, hoch assoziativ und selbständig denkenden Menschen, der zwischen den Welten hin und her lebt, den ich hier in diesem Buch finde.
Vielleicht ist dies ein Grund, warum Leser, die allein Interesse haben, ein Buch über die Hintergründe des Geigenbauens zu lesen, eher enttäuscht werden. Die Welt des Geigenbauen wird zum Sprungbrett in die geistliche Welt und wieder zurück.
Vielleicht wird mancher Leser auch enttäuscht, weil Schleskes Buch zu recht als Predigt, als evangelistisches Traktat verstanden werden kann, was ebenfalls einige Leser scheinbar verärgert hat. Es gab bei den Rezensionen hier bei Amazon eine zeitweilig leidenschaftlich geführte Streitdebatte über Absicht und Inhalt des Buches und ob die Freunde von Schleske versuchten, dieses 'fromme' Buch zu puschen. Diese Dialoge sind zwischenzeitlich gelöscht. Und das ist gut so.
Martin Schleske wird sein Buch vermutlich nie anders schreiben können, weil er schreibt, was er ist. Ein denkender Mensch, ebenso wie ein handwerklicher Mensch, ebenso wie ein stark in der Wahrnehmung aktiver Mensch. Oder anders beschrieben: ein Mensch der gleichzeitig stark im Denken, Wahrnehmen und Handeln ist, was eine sehr selten zu findende Erfahrung bei Menschen ist. Als langjähriger Berater weiß ich, wovon ich rede, wenn ich diese Wahrnehmung benenne. Als Theologe, der ich bin, verstehe ich ansatzweise den Ärger der Geigenbauinteressierten auf der 'Gegenseite' Martin Schleske bleibt in keiner Welt mehr als eine Seite lang. Viele Theologen kann so was ärgern, wenn ein wesentliches geistliches Thema angerissen wird, und sogleich einen neue Baustelle aufgemacht wird. Er ist konsequent darin, 'Gleichnisse zum Leben zu schaffen', auch wenn dies bedeutet, die 'Was'-Fragen nicht zu Ende zu bringen. Sogleich wechselt er auf die andere Seite. Jede Erfahrung, die er beschreibt, wird zugleich zu Gleichnis und damit beschreibt er den einen Übertragungspunkt der Welten, die er immer wieder in neuen Anläufen verbindet. Aus dem 'Was' wird immer wieder das 'Ist-Wie'.
Und da zeigt Martin Schleske immer wieder, wie stark seine religiöse Lebenserfahrung mit seiner beruflichen Lebenswelt als Geigenbauer korrespondiert. Das nenne ich als Leser und Betrachter einen sehr geglückten Lebensentwurf! Und es ist eine Freude, als Leser daran teilhaben zu können. Wer jedoch bei religiösen Themen eher Zugangshemmnisse hat, wird das Buch vermutlich rasch aus der Hand legen. Der Autor hat ein tiefe religiöse Grunderfahrung, die sich in seinem Leben immer wieder neu bestätigt hat und in manchen Kapiteln ist der Anteil geistlicher Gedanken deutlich umfangreicher als der Anteil seiner Erfahrungen als Geigenbauer.
Ich selbst fand es sehr spannend, dass ich an diesem Buch über 8 Monate lang immer wieder neu gelesen habe. In einem Rutsch konnte ich es nicht lesen. Und vieles habe ich nach Wochen noch ein zweites oder drittes Mal gelesen.
Martin Schleske schreibt, wie er ist, was er ist. Konsequent. Das wird viele Leser faszinieren, andere ärgern.
Mein eigenes Fazit ist sehr positiv. Wer als Leser das Buch in die Hand nimmt, hat im doppelten Sinne ein gewichtiges' Buch in der Hand. Es wiegt real schwer, inhaltlich ist dies ebenso!
Nach einigem Zögern verdient dieses Buch aus meiner Sicht volle fünf Sterne.
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am 31. Januar 2011
Das Buch Der Klang ist nicht einfach ein Buch für Lektüre und Unterhaltung.
Nein, dieses Buch fordert heraus, zwingt zu einer heftigen Auseinandersetzung (mit sich selbst) und nicht jeder ist dazu bereit. Mehr als um ein Buch, handelt es sich um eine Art Geistiger Exerzitien anhand der in diesem wunderbaren Handwerk verwurzelten Gleichnisse. Das Buch hat mich tief beeindruckt und bewegt, wegen der Tiefe, wegen der Schönheit. Darüber hinaus habe ich sehr viel dazu gelernt ' ich denke u.a. an die Ausführungen über 'Per sona' und Assoziationen mit dem 'Durchklingen'; an die Verweise an Platon mit seinem Bild vom gekreuzigten Gerechten und perfekten Ungerechten, an die Zitate von alten Meistern wie Lao-Tse und von jüdischen Gelehrten.
Sehr bereichernd finde ich das Verständnis der 'Harmonie der Gegensätze', was meines Erachtens sehr gut die hegelianische Dialektik überwindet; es geht nicht um die Zerstörung des Gegensatzes, sondern um die fruchtbare Spannung zwischen Gegensätzen. Ein großartiger Beitrag zur Schönheit und Wahrheit.Der Klang: Vom unerhörten Sinn des Lebens
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am 20. Mai 2014
Das Buch "Der Klang" ist ein ausserordentliches Buch. Auf erster Ebene erzählt der Autor mit tiefer Ergriffenheit wie er eine Geige erschafft. Parallel dazu schreibt er wie er als gläubiger Mensch, mit Jesus eng verbunden, erschaffen wird, im Gleichklang mit der Geige. Ein Buch voll Ehrfurcht und Liebe zum Holz und zum Menschen.
Ich habe zum ersten mal in meinem Leben ein schön gestaltetes Buch in meinen Händen in dem ich jeden Tag lesen muss, wie ich jeden Tag essen und trinken muss um zu leben. Ein herzliches Danke dem Autoren und der Fotografin für die schönen, passenden Fotos.
Renate Licht
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am 7. Juni 2011
Ich habe in meinem Leben nur wenige Bücher gelesen, die mir ähnlich viel gegeben haben.
Arbeitsschritte beim Bau einer Geige werden als Gleichnisse zum Leben und zur christlichen Religion interpretiert. Dem Buch ist anzumerken, dass sich der Autor intensiv mit dem Glauben auseinandergesetzt hat, daran gelitten hat und dadurch zu einem geläuterten Gottesverständnis gekommen ist. Es ist zu wünschen, dass möglichst viele Menschen dieses Buch lesen, um an diesem geläuterten Gottesverständnis teilzuhaben. Besonders gefallen haben mir die Kapitel "der verschlossene Klang" und "die Skulptur". Der "verschlossene Klang" deshalb, weil darin eben dieses Gottesverständnis erklärt wird, und "die Skulptur" wegen der konkreten Anleitung zum Glauben.
Es ist fast selbstverständlich, dass ein so wichtiges Buch nicht in einer Nacht zu lesen ist. Man sollte sich aber unbedingt die Zeit nehmen.
Ich werde das Buch als nächstes an meine Kindern weitergeben, und hoffe, dass sich daraus viele interessante Diskussionen ergeben.
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