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89 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zukunftsweisend!
Auf Wilbers gewohnt frische und unkonventionelle Art, jedoch wissenschaftlich gründlich und fundiert, kommt sein Buch "Integrale Spiritualität" daher. Wilber selbst beschreibt seine Sprache als "salopp und frivol". Er brilliert mit gewohntem Witz, nichts ist ihm heilig, frei nach dem Motto "Wenn du Buddha triffst, dann töte ihn". Dies sei der einzig...
Veröffentlicht am 21. Januar 2008 von Media-Mania

versus
62 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Als "Draft" OK
Hat man sich an KWs etwas "schnodderigen" Stil gewöhnt und gelernt, seine Bücher als Drafts (Entwürfe) zu lesen, so bemerkt man einen gewissen "Fortschritt" im Buch "Integrale Spiritualität" z.B. gegenüber den früheren Werken [1]"Eros, Kosmos, Logos" und [2]"Eine kurze Geschichte des Kosmos".
1. Er wirft nicht mehr so häufig mit...
Veröffentlicht am 21. November 2008 von Dr. Christoph Lübbert


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89 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zukunftsweisend!, 21. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Integrale Spiritualität (Gebundene Ausgabe)
Auf Wilbers gewohnt frische und unkonventionelle Art, jedoch wissenschaftlich gründlich und fundiert, kommt sein Buch "Integrale Spiritualität" daher. Wilber selbst beschreibt seine Sprache als "salopp und frivol". Er brilliert mit gewohntem Witz, nichts ist ihm heilig, frei nach dem Motto "Wenn du Buddha triffst, dann töte ihn". Dies sei der einzig mögliche Umgang mit einem Thema, so behauptet er, bei dem es um nichts Geringeres geht als höchste Anliegen wie Gott und GEIST, Erlösung und Befreiung, Sünde und Rettung der Seele.

Wilber gibt zunächst einen Überblick über die Grundlagen und die Theorie, um die Voraussetzung zu schaffen für ein Verständnis integraler Spiritualität. Die Leser seiner früheren Bücher und diejenigen, die seine Arbeit im Internet mitverfolgen, finden hier Altbekanntes.

Als erstes geht er darauf ein, was ein "Integraler Ansatz" generell bedeutet und was im Hinblick auf verschiedene Gebiete wie Medizin, Ökologie oder Spiritualität. Ziel ist die aktive Entfaltung von Körper, Geist und Seele in Selbst, Kultur und Natur und diesen Beweis tritt er auf den nächsten Seiten an.

Wilber gibt in seinem Buch immer wieder kurze und präzise Überblicke über allgemein bekannte Methodologien und macht dann Vorschläge, wie sie in einen integralen Ansatz einbezogen werden können, und verdeutlicht dies durch zahlreiche Abbildungen und Tabellen.

Kurz erläutert er sein AQAL-Modell (Abkürzung für alle Quadranten, alle Ebenen, alle Linien, alle Zustände, alle Typen), welches eine Art Landkarte darstellt für quasi alles und jedes. AQAL ist ein theoretischer Ansatz zur Erfassung von Wirklichkeit und betrachtet das Ich, das Es, das Wir und das Sie jeweils aus der inneren Sicht und der äußeren.

Ebenso widmet Wilber ein Kapitel den verschiedenen Modellen zur Erklärung von Entwicklungsstufen. Im Folgenden bezieht er sich meistens auf Spiral Dynamics von Graves, oder die ego-, ethno- und weltzentrische Sicht, etwa des Individuums, der Gesellschaft oder der Religion. Jeder Mensch durchläuft die gleichen Entwicklungsstufen, beginnend auf Punkt eins, wobei man Entwicklungsstufen nicht überspringen, aber sie schneller durchlaufen kann, etwa indem man Meditation praktiziert. Das allein reicht allerdings nicht aus, sondern es gilt auch, andere relevante Bereiche der Lebenswirklichkeit einzubeziehen, eben alle Gebiete der AQAL-Karte.

Ken Wilber versteht es hervorragend, komplexe Sachverhalte in verständlichen Worten darzustellen und anhand von Beispielen zu verdeutlichen sowie neue Zusammenhänge herzustellen. Er beweist einmal mehr seine profunden Kenntnisse in Philosophie, Bewusstseinsforschung, Religionswissenschaften und spiritueller Praxis. Schlüssig beantwortet er die Frage: Wie kann ein integraler Ansatz in Bezug auf Spiritualität aussehen? Das kann beispielsweise eine "sozial engagierte Spiritualität" sein oder auch "Beziehung als spiritueller Weg". Wichtig ist, dass Spiritualität in allen Bereichen, im Ich-, Wir- und Es-Bereich gelebt wird, das volle Leben eben und nicht ein vertrocknetes und humorloses isoliertes. Dann kann Religion das "Förderband" sein, um Entwicklungsstufen zügig zu durchlaufen, eine Art "Aufzug zur Erleuchtung" sozusagen.

Um die konkrete Praxis geht es im letzten Kapitel. Hier beschreibt Wilber, wie sämtliche Aspekte einer integralen Praxis im täglichen Leben angewendet werden können, nennt zahlreiche Methoden der verschiedenen Bereiche und gibt Hinweise, wo man weitere Informationen hierzu findet.

Kommentierte Vorschläge zu ergänzender und vertiefender Literatur finden sich im ganzen Text, sowie Internetadressen der von ihm mitgegründeten integralen Institute, an denen zahlreiche Wissenschaftler und spirituelle Lehrer aus aller Welt mitarbeiten. Dort kann der interessierte Leser sich weiter informieren. Hilfreich ist auch die Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse an jedem Kapitelende. Eine kritische Auseinandersetzung und die Vertiefung einzelner Punkte hat Wilber ans Ende des Buches gestellt, um den Lesefluss und das Verständnis des Textes nicht zu stören. Die Originalausgabe erschien 2006 unter dem Titel "Integral Spirituality. A Startling New Role for Religion in the Modern and Postmodern World."

Auch geisteswissenschaftlich nicht vorgebildete und philosophisch unvorbelastete Leser sollten sich nicht abschrecken lassen, das Buch zu lesen, denn es enthält zahlreiche Hinweise, um die eigene spirituelle Praxis zu verbessern oder persönliche Transformation zu fördern, die auch ohne den theoretischen Unterbau verstanden und angewendet werden können.
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53 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Visionär, inspirierend, herausfordernd..., 15. Januar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Integrale Spiritualität (Gebundene Ausgabe)
Wilber ist einer meiner Lieblingsautoren, weil er mich immer wieder auf einer Ebene herausfordert, die mich wirklich weiterbringt. Die Kombination von, um es mal so zu sagen, tiefer Spiritualität (ohne seichtes New-Age-Geblubber) in Verbindung mit messerscharfer Rationalität ist für mich ein seelischer und geistiger Kompass in dieser oftmals so tief verwirrten, unsicheren und richtungslosen (Post-)Moderne.
Es ist wahrscheinlich kein Buch, um sich mal ebene einen einfachen Überblick über die Integrale Denkweise zu verschaffen, dafür setzt es meines Erachtens zu viel voraus - dafür lieber "Eine kurze Geschichte des Kosmos" lesen.
Der Blick auf die Rolle von Religion für eine gesündere, menschlichere Welt ist meines Erachtens sehr fundiert, sehr anregend, auch herausfordernd (Religionen als das mögliches "Förderband" für eine gesunde Entwicklung der Menschheit durch die großen Entwicklungsebenen). Mich beschäftigt das Buch auf jeden Fall immer wieder und empfehle es gerne weiter!
Das Buch hat für meinen Geschmack nur leider einen bescheuerten Untertitel, der es wahrscheinlich in die Händer derer locken soll, die damit aber dann wenig anfangen können (nämlich derer, die noch keine Ahnung von Integraler Theorie haben). Der englische Titel ist da wesentlich ehrlicher und genauer ("A startling new role for for religion in the modern and postmodern world").
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich will Spiritualität ... IMMER ..., 16. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Integrale Spiritualität (Gebundene Ausgabe)
... das Mysterium findet im Hauptbahnhof statt, leht uns Oskar Beuss. Es ist das alltägliche Leben, das konventionelle Setting des scheinbar Gewöhnlichen, in der Spiritualität statt findet. Es geht nicht um hochtrabende, teilweise sogar psychotische Auswucherungen im Sinne von Ufo-Entführungen, sondern um die Liebe zum Kleinen, augenscheinlich Profanen.

Und um diese SAKRALISIERUNG DES PROFANEN zu erlernen, schickte sich Wilber an, dieses Lehrbuch zu verfassen, indem er seine Grundüberzeugung, dass Leben durch und durch sinnvoll ("logozentrisch", vom Logos/Weltgeist durchflutet) ist, auf gesellschaftlich-politische, medizinische, soziologische, psychologische, kulturwissenschaftliche und pädagogische Gedankengebäude anwendet.

Es geht Wilber folglich nicht um eine pseudo-spirituelle Weltflucht, sondern um das Erkennen des Heiligen, Besonderen, Außergewöhnlichen im scheinbar Nüchternen, Unbedeutenden. Ich bin mir dessen bewusst, dass ich mich wiederhole, doch erscheint mir diese Schnittstelle zwischen Gewöhnlichem und Besonderem, dessen Grenzen fließend verlaufen und einander durchdringen, sehr wesentlich zu sein, um die LIEBE ZUM LEBEN wieder zu erfahren und mit allen Sinnen zu spüren.

Wer das integrale Weltbild speziell auf die (Schul-)Pädagogik übertragen möchte, dem empfehle ich wärmstens Ralf Girgs Kompendium Die integrale Schule des Menschen. Praxis und Horizonte der Integralpädagogik.

Und hier noch ein Link zum wertvollsten Buch, das ich meinen Lebtag gelesen habe: Was wir aus Nahtoderfahrungen für das Leben gewinnen: Der Lebensrückblick als ultimatives Lerninstrument
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Faszinierendes spirituell-philosophisches Lesevergnügen, 13. August 2009
Von 
Thomas Schmelzer (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Integrale Spiritualität (Gebundene Ausgabe)
Einer der weltweit anerkanntesten Denker zu spirituell-philosophischen Fragen ist sicherlich Ken Wilber, dessen integrale Sichtweise viele Wissenschaftler und Autoren seither beeinflusste. Das wusste ich schon, und doch dauerte es eine Weile, bis ich mir eines seiner Werke vornahm - aus zwei Gründen: Wenn die ganze Welt in eine Struktur gebracht wird, von der aus dann alles mühelos erklärt und damit einkategoriert werden könne - so etwas hat mich schon immer stutzig gemacht. Und dann hatte ich einfach zu viel Respekt vor einem vielleicht zu komplexen Gedankengebäude...

"Integrale Spiritualität" überraschte mich dann doch mit einem faszinierenden Lesevergnügen. Wenn man sich eingesteht, dass man ja nicht jeden Gedanken hundertprozentig verstehen muss, hat man eine ganze Reihe faszinierender Denkansätze, unsere Welt besser zu verstehen. Wilber schreibt sehr flüssig und überrascht zwischendurch durch eine Prise Humor.

Zunächst stellt er seine grundsätzliche Theorie und die daraus entstandene "Landkarte" des Lebens vor - das "Integrale Betriebssystem", kurz IBS. Dieses System ist, wie schon gesagt, recht komplex und dennoch ganz schlüssig, und Wilber vergisst nicht zu erwähnen, dass diese Landkarte, die keinesfalls mit der Wirklichkeit verwechselt werden dürfe, im Laufe vieler Jahre und unter der Mitwirkung vieler Kollegen entstanden ist.

Ausgehend davon untersucht er nun spirituelle Themen und deren Bewusstseinszustände, Ebenen, Erfahrungen. Laut Wilber sind viele wissenschaftliche, philosophische und spirituelle Betrachtungsweisen einseitig, weil sie vergessen, dass wir unsere Welt auf unterschiedlichen Ebenen betrachten können, die sich gegenseitig ergänzen. Beispielsweise gebe es die vier Quadranten Ich, Es, Wir und Sie.

Ich gebe zu, das Ganze wirkt für mich sehr kopfig - und doch kann Wilber, ausgehend von seinem Modell, auf zahlreiche falsche Entwicklungen in unserer spirituellen Geschichte hinweisen. DIESE Überlegungen nun sind hochinteressant, zumal er viele Forscher und Autoren nennen kann, die sich mit diesen unterschiedlichen Themen auseinandergesetzt haben.

Einige Gedanken und Themen des Buchs:
- Das menschliche Bewusstsein hat verschiedene Ebenen, und jeder von uns steht woanders. Wenn sich die Religionen dieser Ebenen bewusster wären, könnte man leichter beispielsweise die verschiedenen Jesusbilder nebeneinander stehen lassen.
- Vier Bedeutungen des Wortes "spirituell"
- Der "Schatten": abgespaltene Persönlichkeitsanteile, wie beispielsweise Wut, werden oft von spirituellen Traditionen nicht erkannt und daher nicht erklärt. So kann man zwanzig Jahre lang höchste meditative Erlebnisse haben und trotzdem diesen abgespaltenen Anteil nicht ansehen, der aber verdrängt sein Unwesen treibt.
- Orthodoxe Religionen erlauben oft spirituelle Zustandserfahrungen nicht oder leugnen sie, so dass viele Menschen sich dadurch oft andere Wege und Gemeinschaften suchen müssen.

In einem praktischen Teil erfährt man, wie ein integrales Leben gelebt werden kann. Man erkennt, wo vielleicht ein zu einseitiges Leben zu Problemen geführt hat. Das kann aber auch zu Stress ausarten: Allen Ebenen gerecht zu werden, da hat man echt viel zu tun - Körper, Verstand, Geist, Schatten, Ethik, Sexualität, Arbeit, Emotionen und Beziehungen sind die Oberpunkte.

Also: Teilweise recht komplex, das Ganze, aber viele wertvolle Gedanken. Wundern sie sich nicht, wenn Ihnen der Kopf schwirrt - ein Scherz von Wilber hier und da entzerrt das Buch etwas.
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62 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Als "Draft" OK, 21. November 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Integrale Spiritualität (Gebundene Ausgabe)
Hat man sich an KWs etwas "schnodderigen" Stil gewöhnt und gelernt, seine Bücher als Drafts (Entwürfe) zu lesen, so bemerkt man einen gewissen "Fortschritt" im Buch "Integrale Spiritualität" z.B. gegenüber den früheren Werken [1]"Eros, Kosmos, Logos" und [2]"Eine kurze Geschichte des Kosmos".
1. Er wirft nicht mehr so häufig mit seinem schillernden Holon-Begriff um sich. 2. Die Einteilung "der Welt" in KWs "Vier Quadranten" wird nicht mehr in der ehemaligen unsinnigen Weise unbedingt auf "alles" (z.B. auch auf Atome und Galaxien) ausgedehnt, sondern konzentriert sich mehr auf sein eigentliches Hauptthema: das Menschliche. 3. Die Aspekte (oder Perspektiven) der vier Quadranten werden noch einmal in je eine "Innenansicht" und eine "Außenansicht" differenziert. 4. Er unterscheidet endlich, endlich klar zwischen (temporären)"Zuständen" und "Entwicklungsstufen". (Genau die beiden letzten Punkte hatte ich in [1]EKL und [2]KGK vermisst!) 5. Die Erzeugung von "Schatten" (z.B. durch falsch angewandte spirituelle Praktiken) sowie die Möglichkeit ihrer Auflösung durch "Erkennen / Wiederaneignen / Transzendieren" wird recht schön und einfach beschrieben (ist ja auch längst bekannt und keine Erfindung von KW!). 5. Die Einbeziehung der sog. "Postmoderne" ist ein wichtiger Beitrag.
Allerdings sind auch in diesem Buch m.E. einige unverzeihliche "Schlampereien" zu bemerken: 1. Seine sehr unprofessionelle Einführung in die sog. "integral Maths." stiftet mehr Verwirrung als Klärung. (Er scheint keine Ahnung zu haben, wie man einen beliebigen Sachverhalt "mathematisiert") 2. KWs Bausch-und-Bogen-Behauptung, die (spirituellen) "Traditionen" hätten keine Ahnung gehabt von Zone 2, bleibt ohne die Angabe konkreter Beispiele einfach in der Luft hängen und ist damit wertlos (bereits im Sutta-Pitaka des Pali-Kanon kann findet man Beispiele, die KWs Behauptung widerlegen - nur, dass die einfache Pâli-Sprache noch nicht so gekonnt mit Ausdrücken wie "Spiral Dynamics" oder Schemata wie dem "Wilber-Combs-Raster" etc. um sich werfen konnte!).
Schließlich geht einem KWs "Integraler Reklamefeldzug" ziemlich auf den Geist; das ist "Internet-Stil" und nicht "Buch-Stil". Man hat dadurch doch den Eindruck, dass er genau denselben Fehler macht, wie alle anderen "Metaphysik-Fanatiker" auch: Alles in ein einziges Schema pressen zu wollen - und wenn's nicht klappt, anfangen zu schimpfen (KWs Schema: die 4Qs, die 8 Zonen sowie Zustände & Ebenen). Aber wenn man den guten KW nicht ganz so ernst nimmt, ist das Buch doch recht erfrischend.
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5.0 von 5 Sternen Integrale Spiritualität als Evolutions-Faktor, 17. Dezember 2014
Von 
Jürgen Schröter "Lebenslehrer & Berufungs-Coach" (F-30120 MARS, Cevennen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Integrale Spiritualität (Gebundene Ausgabe)
Wir sind auf dem Weg zu einem neuen Menschen, einer neuen Menschheit,
der eigentlichen Menschwerdung des Menschen.
Und nach der allumfassenden Zersplitterung und Trennung durch die Moderne und Postmoderne
führt die integrale Epoche alles wieder zusammen, die neue Epoche der großen Umarmung von Allem.

Wilber schreibt dazu: ”Ein neuer Tag ist angebrochen, ein neuer Morgen dämmert, ein neuer Mann,
eine neue Frau zeigen sich am Horizont. Der neue Mensch ist integral, und das gilt auch für
seine Spiritualität.” (S. 9)

Wiber ist DER Philosoph der heutigen Zeit, der den Mut hat, eine “integrale Theorie von allem”
aus der Bewusstseinsforschung heraus zu wagen. Er steht in der ganzen Tradition der Denker /
Philosophen, die das Göttliche vor allem als Bewusstheit, den GEIST betrachten.

Dazu gehörten Werke von Wilber, die jedes für sich bereits einen Meilenstein ausmachten:

> Eine Synthese östlicher und westlicher Psychologie (“Das Spektrum des Bewusstseins”,
“Psychologie der Befreiung”, “Integrale Psychologie”)
> Der Mensch auf dem Weg vom animalischen zum kosmischen Bewusstsein (“Wege zum Selbst”)
> Der Mensch aus transpersonaler Sicht auf der Suche nach Transzendenz (“Das Atman Projekt”;
“Der glaubende Mensch”)
> “Die Halbzeit der Evolution” von der ursprünglichen Vergangenheit bis zu ihrer integralen Zukunft
(“Eros, Kosmos, Logos”, “Eine kurze Geschichte des Kosmos”)
> Wissenschaft und Forschung auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Weltverständnis (“Das holographische
Weltbild”,“Die drei Augen der Erkenntnis”, “Das Wahre, Schöne, Gute”, “Naturwissenschaft und Religion”)
> Kritik des Pluralismus (“Meister, Gurus, Menschenfänger”, “Boomeritis”)

Mit diesem Werk “Integrale Spiritualität” gelingt es Wilber, den integralen Ansatz auf Religion
und Spiritualität zu übertragen. Es ist sozusagen “die Probe auf’s Exempel” seines “integralen
Ansatzes”. Er stellt die revolutionäre Rolle der Religion/Spiritualität als “Förderband” für
die Evolution der Menschheit, ihrem Erwachen heraus:

"Wenn aber die Religion ihr Versprechen einlöst, die Bestrebung der Menschheit zu sein,
die GEIST erlaubt, durch sie zu sprechen, und GEIST sich zu seiner eigenen Manifestation
tatsächlich entfaltet, dann wird Religion zum Förderband für die Menschheit, das diese
von den kindlichen Schöpfungen des GEISTes zu den jugendlichen Schöpfungen des GEISTes
zu erwachsenen Schöpfungen des GEISTes bringt … und weiter bis zum großen Morgen der
kontinuierlichen Entfaltung des GEISTes. So sollte die große Rolle der Religion in der
modernen und postmodernen Welt mit Sicherheit aussehen. (S. 276)

Gewiss kein seichtes Buch über das Göttliche, sondern ein philosophisches im besten Sonne des Wortes.
HEGEL mag ein Vorfahr sein und SRI AUROBINDO und PIAGET und GEBSER und eine Menge der großen Denker
der Menschheit mehr.

Die “integrale Spiritualität” von Wilber ist aber nicht nur eine Integration in Philosophie und
Religion, sondern etwas gänzlich NEUES:

> Von der Wahrnehmung zur Perspektive. Zuerst ist die Perspektive, dann die (immer an eine
Perspektive gebundene)Wahrnehmung. Das führt bei ihm zur “Post-Metaphysik”
> Von der Subjektivität zur Intersubjektivität. Jede Subjektivität ist kulturell eingebettet und
damit ein Teil der Intersubjektivität.
> Das Spirituelle/Mystische ist nicht die höchste Stufe des Bewusstseins, sondern eine eigenständige
Entwicklungslinie. Auf jeder Bewusstseins-Stufe sind Erleuchtungserlebnisse möglich, die allerdings
dann gemäß der Bewusstseinsstufe interpretiert werden. So gibt es neben den Zahlreichen Arten
der Intelligenz (Entwicklungslinien) auch eine spirituelle Intelligenz.
> Es gibt bestimmte Bewusstseins-Zustände, die nicht mit Bewusstseinsstufen zu verwechseln sind.
Dazu gehören das Grobstoffliche, das Subtile, das Kausale, das Nonduale. Es sind Zustands-Stufen
im Gegensetz zu Struktur-Stufen.
> Struktur-Stufen und Zustands-Stufen sind verbunden im “Wilber-Combs-Raster”. Dies führt zu einem
völlig neuen Verständnis von “Erleuchtung”. “ERLEUCHTUNG ist die Verwirklichung von Einssein
mit allen Zuständen und allen Stufen, die sich bis zu diesem Punkt entwickelt haben …” (S. 137)
> Es gibt auch “spirituelle Störungen” (Pathologien), von denen Wilber exemplarisch den
“Boomeritis-Buddhismus” bespricht: einer Egostruktur, die sich als Buddhismus verkleidet,
selbsttäuscht, “spiritualisiert”.
> Zu diesen “spirituellen Pathologien” gehört auch die Nicht-Heilung des Schattens. Eine reine
“Desidentifikation” befreit nicht vom Schatten, sondern befördert die “unbewusstse Anhaftung”.
“Die Desidentifizierung mit einem Selbst, das ich als zu mir gehörig betrachte, ist Transzendenz;
die Desidentifizierung mit einem verstoßenen Selbst ist doppelte Abspaltung.” (S. 187)
> Der GEIST in drei Personen ist ein weiterer großer Beitrag der “Integralen Spiritualität”
von Wilber, eine “theoretische Erleuchtung”. Das Göttliche erscheint als ES (die Schöpfung),
als DU (im Dialog) und als ICH (ICH BIN).
> Nicht zuletzt hat die “Integrale Spiritualität” auch eine spezielle, integrale Lebenspraxis,
die weit mehr ist als Meditation, Kontemplation und Gebet. Ich sehe darin die ganze Stärke der
integralen Spiritualität von Wilber, die alles in der großen AQAL-Matrix (“alle Quadranten,
alle Ebenen, alle Linien, alle Zustände, alles Typen”) integriert.

Mein Fazit: Es gibt Bücher, an denen kein Weg mehr vorbei führt. Es repräsentiert sicher die
höchste Form unseres Bewusstseins über eine alles umschließende Spiritualität.
Für mein Verständnis kommt DIE SEELE zu kurz, ein sicher zentraler Begriff der Spiritualität.
(Mir scheint, Wilber identifiziert die Seele mit dem Subtilen.) Die Klärung von GEIST (Spirit)
und SEELE als unterschiedliche Aspekte des Göttlichen hätte ich mir gewünscht.
Das Buch ist großartig, aber sicher noch nicht das letzte Wort.
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5.0 von 5 Sternen Endlich klartext!, 14. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Integrale Spiritualität (Gebundene Ausgabe)
dieses buch schafft klarheit und beleuchtet auf umfassende weise das thema spiritualität an sich und was eine integrale spiritualität ausmacht. die schwammigen vorstellungen, die für so viele (leider oft berechtigte) vorurteile gegenüber vielen menschen, die einem spirituellen weg folgen, verantwortlich sind, werden sauber analysiert und es wird ein klarer roter faden aufgezeigt, der ordnung ins chaos bringen kann.
sehr wertvolles buch, wie auch alle anderen werke von ken wilber
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5.0 von 5 Sternen Lehrbuch, 4. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Integrale Spiritualität (Gebundene Ausgabe)
Sehr interessantes Konzept. Um es richtig zu verstehen, muß man es mehrmals lesen. Sehr empfehlenswert, um die Verbindung von Spiritualität, Wissenschaft und Alltag zu verstehen.
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Integrale Spiritualität
Integrale Spiritualität von Ken Wilber (Gebundene Ausgabe - September 2007)
EUR 29,95
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