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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Man sollte nicht vorschnell über Menschen in Extremsituationen urteilen, wenn man solche nicht selbst erlebt hat
Das Besondere an dem Buch scheint aus meiner Sicht, dass es so viel in einem ist: natürlich erstmal die fast unglaubliche Krankengeschichte der fünfjährigen Jani, um die sich alles dreht. Dann ist das Buch aber auch das Protokoll der Ratlosigkeit einer Gesellschaft, mit der Schizophrenie eines Kindes umzugehen. Und nicht zuletzt ist das Buch die Geschichte...
Vor 8 Monaten von Falk Müller veröffentlicht

versus
61 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wahnsinn
Zuerst `mal vorweg- ich habe mich noch nie genötigt gefühlt, ein Buch zu rezensieren. Ich habe aber auch noch nie beim Lesen so eine geballte Ladung unguter Gefühle verspürt! das Buch habe ich gerade in einem Zug gelesen. Das war wie ein schrecklicher Unfall- man will nicht hinsehen, kann aber auch nicht weggucken. Natürlich kann ich mir kein...
Vor 7 Monaten von Elisabeth veröffentlicht


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61 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wahnsinn, 4. Mai 2014
Zuerst `mal vorweg- ich habe mich noch nie genötigt gefühlt, ein Buch zu rezensieren. Ich habe aber auch noch nie beim Lesen so eine geballte Ladung unguter Gefühle verspürt! das Buch habe ich gerade in einem Zug gelesen. Das war wie ein schrecklicher Unfall- man will nicht hinsehen, kann aber auch nicht weggucken. Natürlich kann ich mir kein Urteil erlauben über die Situation dieser Familie. Beim Lesen stellte sich mir aber die ganze Zeit die Frage, ob Jani nicht genau den Part in der Familie einnimmt, der ihr wahrscheinlich unbewusst von den Eltern zugedacht wurde. Warum ist es für den Vater so wichtig, dass seine Tochter etwas ganz, ganz, ganz besonderes ist? Geht es darum eigene Defizite zu kompensieren? Ich hatte das Gefühl, dass er besessen ist von seiner Tochter und dass dort eine ganz seltsame Familiendynamik wirkt. Nur der Vater weiß, was für seine Tochter gut ist, nur er erkennt ihr Genie. Die Mutter wird vom Vater als unfähig im Umgang mit Jani angesehen. Es scheint mir auch befremdlich, dass sie ständig nach höherer Medikation verlangt- auch wenn es gerade `mal etwas besser läuft. Als ginge es nur um ein Konstrukt, um das Außen- hatte ich an keiner Stelle das Gefühl, als kümmerten sich die Eltern jemals um Janis Emotionen und ihre Gefühlslage. Haben die Eltern sie jemals als Kind wahrgenommen? Auch der arme Bruder wird instrumentalisiert (was schon in der Wahl seines Namens Ausdruck findet)- er soll Jani gut tun. Während pausenlos um's `goldene Kalb' getanzt wird, versuchen die Eltern die ganze Zeit, den armen neugeborenen Bodhi unsichtbar zu machen (um ihn vor seiner unfassbar genialen, besonderen Schwester zu schützen)- was für ein Start in's Leben.
Das Buch ist sicherlich spannend zu lesen, aber mich hat es mit einem Stirnrunzeln und dem Gefühl, dass eigentlich die Eltern in Behandlung gehören, zurückgelassen.
Sonst ärgere ich mich immer über die `Romanschreiber' bei den Rezensionen- jetzt habe ich selber einen geschrieben- aber dieses Buch hat mich echt aufgeregt! Nicht im Positiven!
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93 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zwiegespalten, 8. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich will doch bloß sterben, Papa: Leben mit einer schizophrenen Tochter (Gebundene Ausgabe)
Als ich dieses Buch zu Ende gelesen hatte, wollte ich ihm eigentlich vier von fünf Sternen geben. Vier von fünf Sternen aus dem Grund, dass ich viel Mitgefühl mit der Familie hatte, dass ich diese Geschichte unglaublich finde und dass mir der Schreibstil (oder besser die Übersetzung) gut gefallen hat. Einen Stern hätte ich der Geschichte vorenthalten, weil... ja, warum? Genau das konnte ich nicht mit Gewissheit sagen. Es ging mit einem Gefühl beim Lesen zusammen, einem sehr unbestimmten Gefühl. Irgendetwas an dem Buch, an dem Grundtenor, ließ mich immer wieder aufhorchen und stutzig werden. Gegen Ende der Lektüre ging ich in mich und merkte, was für mich persönlich nicht stimmte. Und nach einer längeren Recherche im Internet erhält das Buch von mir zwei Sterne. Warum?
Es sind die Widersprüche, in die sich der Vater Michael Schofield immer wieder verwickelt. Und noch mehr: Von Anfang an fand ich dieses extreme "Unsere Tochter ist ein Genie, ein Genie, ein Genie" befremdlich. Dass das Mädchen einen extrem hohen IQ hat, ist Fakt. Was mir aber sauer aufgestoßen ist, ist dieses ewige Herumreiten der Familie, das Kind sei etwas Besonderes, verdiene den Nobelpreis, würde ein Heilmittel gegen Krebs finden etc. Jeder müsse sich nur auf das Kind einlassen und quasi alles mitmachen, was das Kind will, denn sie würde die Welt verändern. Es ging der Familie meistens nur darum, dass das Kind auf irgendeine Art und Weise etwas Besonderes sein muss.
Dazu kommt diese narzisstische Denken des Vaters: Nur er allein versteht Jani, nur er allein kann wirklich für sie da sein, alle anderen sind zu doof, er muss ihr immer was beibringen, selbst die Mutter ist zu dämlich. An einer Stelle des Buches sagt er ohne Witze: "Sie gehört mir." Äh... okay. Für mich hört sich dieser Mann mindestens genauso krank an wie seine Tochter.
Die Widersprüche? Nun. Er ist der aufopferndste Vater der Weltgeschichte, er tut alles für seine Tochter, er ist ja so unglaublich. Und gegen Ende des Buches kommt heraus, dass er seine Tochter, als sie ein Säugling war und viel schrie, allen Ernstes geschüttelt(!!!!!) hat. Verstehen Sie mich bitte richtig, wir reden hier von einer der schwersten Misshandlungsformen, die man einem Kleinkind respektive Säugling antun kann! Und: Wer einmal von einem schreienden Säugling so überfordert ist, dass er diesen schüttelt, lügt meiner Meinung nach, wenn er in einer solchen Situation wie der später beschriebenen ist, in welcher das Kind mit vier oder fünf Jahren dermaßen ausrastet, dass es wild um sich schlägt und auch Vater und Mutter verletzt - und der dann behauptet, in einer SOLCHEN Situation die Nerven zu behalten und das Kind nur ganz sanft fest zu halten, um ihm nicht weh zu tun.
Auch ist mir sauer aufgestoßen, dass Bodhi, Janis Bruder, anscheinend nur eine Daseinsberechtigung hat: Nämlich um als Spielkamerad für seine Schwester herzuhalten. An mehreren Stellen des Buches wird sogar explizit beschrieben, dass man Bodhi nur aus dem Grund in die Welt gesetzt hat, damit Jani einen Freund hat. Hallo??? Was sind denn das bitte für Ansichten? Hört sich das nach liebevollen Eltern an? Für mich klingt das eher nach zwei Psychos, die dermaßen von ihrer gemeinsamen Tochter besessen sind, dass man wirklich nur noch den Begriff "krankhaft" verwenden kann.
Das waren die Dinge, die mich stutzig machten und wegen derer ich im Netz nach eben dieser Familie gesucht habe. Und da gibt es viel zu entdecken: Es gibt Leute, die behaupten, die Eltern würden unter Münchhausen by Proxy leiden; es gibt Seiten, auf denen behauptet wird, der Vater habe selbst auf seiner Webseite gestanden, seine Tochter bei ihren Ausrastern geschlagen zu haben (was meiner Meinung nach eher zu jemandem passt, der bereits bei einem Säugling die Nervern verliert, s.o.) - später waren diese Beichten dann wohl gelöscht worden. Ich habe eine Dokumentation bei yout*** gesehen, bei der mir persönlich die Eltern extrem seltsam vorkamen - der Vater wirkte regelrecht lethargisch, während die Mutter mir vorkam wie ein Eichhörnchen auf Speed.
Des Weiteren gibt es wohl auch eine Stiftung, die von den Eltern ins Leben gerufen wurde, und die angeblich zwar Geld sammelt, aber noch nicht wirklich etwas mit jenem Geld bewirkt hat.
Ich muss ehrlich gestehen, ich bin sehr skeptisch, was viele Teile dieses Buches angeht. Und wenn man sich die Bewertungen auf amazon.com durchliest, stellt man fest, dass ich nicht die Einzige bin.
Daher bekommt das Buch letzten Endes nur zwei Sterne von mir.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Naja.., 26. August 2014
Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, das alle so begeistert von dem Buch sind. ich musste mich stellenweise richtiggehend zwingen weiter zu lesen, so abstoßend fand ich den - meiner Meinung nach, extrem narzisstischen und selbstgefälligen Bericht, des Vaters. Natürlich ist es schlimm ein psychisch krankes Kind zu haben, anber der Vater ist wohl auch nicht ganz gesund.. Am schlimmsten fand ich das Benehmen des Vaters, dem kleinen Bruder gegenüber. Das hat mich eigentlich mehr geschockt als das Verhalten der Tochter. Armer kleiner Mann..
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Man sollte nicht vorschnell über Menschen in Extremsituationen urteilen, wenn man solche nicht selbst erlebt hat, 1. April 2014
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ich will doch bloß sterben, Papa: Leben mit einer schizophrenen Tochter (Gebundene Ausgabe)
Das Besondere an dem Buch scheint aus meiner Sicht, dass es so viel in einem ist: natürlich erstmal die fast unglaubliche Krankengeschichte der fünfjährigen Jani, um die sich alles dreht. Dann ist das Buch aber auch das Protokoll der Ratlosigkeit einer Gesellschaft, mit der Schizophrenie eines Kindes umzugehen. Und nicht zuletzt ist das Buch die Geschichte einer Ehekrise, von Eltern, die an den Rand ihrer Belastungsgrenze kommen. Alle der genannten Ebenen haben miteinander zu tun, beeinflussen sich gegenseitig, und durch diese quasi schicksalshafte Verstrickung entsteht eine Art Sog, dem man sich als Leser kaum entziehen kann.

Beginnen wir mit der Krankengeschichte. Die ist wirklich so einzigartig, dass man als Leser und medizinischer Laie irgendwie fassungslos daneben steht. Ich möchte mich daher einer eigenen Interpretation enthalten, und stattdessen eine Szene aus dem Buch schildern, die vielleicht deutlich macht, was Schizophrenie bei einem Kind bedeutet. An einem Abend sitzt Jani mit ihren Eltern beim Fernsehen, während das Baby der Familie schläft. Dann dreht Jani die Lautstärke trotz Protestes der Eltern bis zum Anschlag nach oben, so dass das Baby aufwacht. Als es Susan, die Mutter an sich nimmt, geht Jani auf beide los, bedroht sie, schlägt sie, bis der Vater sie festhalten muss. Er sagt zu ihr: Ich lass dich los, wenn du versprichst, das Baby in Ruhe zu lassen." Jani Antwort: Ich muss ihm weh tun, ich will es." Die Szene zeigt vielleicht, unter welchem psychischen Druck alle Beteiligten stehen, und dass man sich hüten sollte, deren Verhalten zu beurteilen oder gar verurteilen, wenn man nicht selbst in einer ähnlichen Situation ist, oder war.

Denn der Vater und Autor des Buches mag auf manchen Leser stellenweise schon anmaßend und selbstgerecht wirken, scheint (einschließlich der Ärzte) als Einziger zu wissen, was für seine Tochter gut und richtig ist. Aber will man ihn dafür wirklich verurteilen? Denn er liebt ja seine Tochter über alles. Und so ist die auffällig häufige Erwähnung ihres IQ (146), ihrer Begabungen (er nennt sie sogar Genie) vielleicht nicht nur als "elterliche Angeberei" zu verstehen, sondern auch als eine Art Selbstvergewisserung, eine Art eigener Mutmacher, dass seine Tochter eben nicht nur krank, sondern auch etwas ganz Besonderes ist.

Dass die beiden Eltern solche Mutmacher nötig haben, kann man sich wohl vorstellen. Denn natürlich belastet die Schizophrenie des Kindes auch deren Ehe. Dass wird etwa in Szenen wie dieser deutlich: Als Michael, der Vater mit dem Hund spazieren geht, rastet er bei seiner Heimkehr gegenüber Susan, der Mutter völlig aus, als er erfährt, dass diese in der Zwischenzeit Jani in eine psychiatrische Klinik eingeliefert hat. Ja, das Buch ist auch die Geschichte einer Ehekrise. Man spürt, wie unterschiedlich Michael und Susan entsprechend ihres Typs mit der Krankheit ihrer Tochter umgehen, welche unterschiedlichen Vorstellungen von Erziehung sie haben. Die Spannungen zwischen den beiden, die sich schon von Beginn an zeigen, verschärfen sich in dem Maße, als immer mehr deutlich wird, dass die Mediziner nicht die ausreichenden Mittel haben, ihre Tochter "normal" zu machen. Und so ist es daher schon fast erstaunlich, dass die Eltern am Ende des Buches immer noch zusammen sind. (man trennt sich ja heutzutage oft wegen viel weniger) Das Buch endet auch nicht negativ. Auch wenn es kein richtiges "Happy-End" gibt, geben kann, so gibt es doch einen versöhnlichen Ausklang.

FAZIT
Janis Geschichte ist erschütternd und faszinierend gleichermaßen - ebenso wie die Geschichte ihrer Eltern - alle drei bilden ja sozusagen eine Schicksalsgemeinschaft. Man erfährt im Buch über die Kämpfe, die diese Familie durchstehen muss, empfindet Sympathie und Verständnis - obwohl man sich als Unbeteiligter wohl niemals hundertprozentig in so eine Extremsituation reindenken kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für zarte Nerven, 15. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich will doch bloß sterben, Papa: Leben mit einer schizophrenen Tochter (Gebundene Ausgabe)
Ich wurde durch eine Empfehlung in einer Zeitschrift auf das Buch aufmerksam und wollte es unbedingt haben. Amazon als zuverlässiger Lieferant erfüllte mir diesen Wunsch in 2 Tagen.
Nun, ich bewerte das Buch an sich mit 5 Sternen, da es sehr ergreifend und spannend die Geschichte eines Leidensweges erzählt. Man kann sich sehr gut in die Figuren versetzen, es wirkt an nicht einer einzigen Stelle erfunden oder übertrieben. Man möchte es gar nicht mehr aus der Hand legen um zu erfahren wie es weiter geht.
Da es sich hier um ein sehr schwieriges Thema handelt das auch anschaulich erzählt wird, ist es nur für stärkere Nerven geeignet. Zu ergreifend sind die Schilderungen und Vorkommnisse in der Geschichte.

Leider finden sich hier einige Bewertungen zum Verhalten der Figuren im Buch (es handelt sich ja um eine wahre Geschichte), die einiges vorweg nehmen. Ich finde diese Kommentare etwas unpassend, denn sie werten nicht das Buch als solches sondern das Verhalten der Personen die darin vorkommen.

Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr bewegendes Buch, 1. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Ich will doch bloß sterben, Papa: Leben mit einer schizophrenen Tochter (Gebundene Ausgabe)
Die Familiengeschichte der Familie Schofield hat mich zutiefst bewegt. Und das nicht nur während ich das Buch gelesen habe, sondern auch in der Zeit danach noch sehr. Am Anfang war ich sehr Zwiegespalten, mir kam oft der Gedanke das die „ Probleme „ Hausgemacht sein könnten. Umso weiter ich im Buch kam wurde mir klar, dass es eben nicht so ist, sondern das den Eltern wirkliche Hilfe fehlt. Hilfe in Form von Diagnostik und Umgang mit Jan(n)i. Oft wurden sie abgewiegelt und ihnen die Schuld zugeschoben. Schlimm finde ich die Vorurteile mit denen die Familie zu kämpfen hat ( die ich am Anfang selbst hatte ). Das passiert leider vielen Eltern ( kann ich aus eigener Erfahrung sagen ). Janni hat einen IQ von 147 und das ohne den schriftlichen Teil das alleine bei so einem kleinen Kind zu verkraften ist schon heftig, da kann man leicht das Gefühl bekommen, dass man dem eigenen Kind unterlegen ist. Und auf der anderen Seite die immer schlimmer werdendes Gewaltausbrüche. Ich kann sehr gut nachvollziehen das beide Eltern voller Verzweiflung nicht weiter wissen und nach jeden Hoffnungsvollen Strohhalm greifen, sei er noch so klein.
Umso mehr bewundere ich Michael der voll und ganz für sein Kind einsetzt, sich quasi komplett aufopfert. Ich habe den Eindruck dass er seine Frau Susan rauszuhalten versucht, um sie zu schützen.
Auch die Hoffnung am Anfang dass sich mit der Geburt des kleinen Bruders Bodhi alles besser wird, kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber leider wird dadurch alles nur noch schlimmer. Die Kluft zwischen Michael und Susan wird immer größer.
Der Gedanke immer wieder Jani's Ausbrüche mit ansehen zu müssen, sehen zu müssen wie sich das eigene Kind in der Traumwelt verliert und niemanden an sich heran lässt, kann Eltern nicht kalt lassen. Und irgendwann hat man selbst einfach nicht mehr die Kraft alleine zu kämpfen.

Von Anfang an sprechen alle Anzeichen für Schizophrenie, Gott sei Dank kann man nur sagen steht nach Jahren des ungewissen die Diagnose fest. Jani kann mit den Medikamenten zumindest so gut Leben, das die Familie nicht in ständiger Angst ist.

Meine ganze Hochachtung gilt Michael und Susan die trotz dieser schlimmen Zeiten die sie hinter sich haben und noch vor sich haben, immer zusammengehalten haben. Auch wenn es oft schwer war, gerade dann wenn man als Eltern sich Gegenseitig Vorwürfe macht.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn die Schizophrenie der eigenen Tochter zur Zerreissprobe wird..., 1. April 2014
Von 
A. Zanker (CH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ich will doch bloß sterben, Papa: Leben mit einer schizophrenen Tochter (Gebundene Ausgabe)
Ein atemloser Ton der Verzweiflung ist hier zu hören und durchdringt ohne je anzuhalten, dieses Buch eines Vaters und Betroffenen. Ein Familienvater schreibt über einen Zeitraum von gut 5 Jahren, über die psychische Erkrankung seiner Tochter, vor allem schwerpunktmässig über 2 schwere Jahre, als Janni (später Jani) zwischen 4 und 6 Jahre alt ist. Der Kernausdruck ihrer Erkrankung beschreibt Schofield wie folgt: "Bevorzugung und Interaktion mit ihren unsichtbaren Freunden und der damit einhergehenden Aggression gegen reale Personen." In einer gewissen Atemlosigkeit beschreibt hier ein Familienvater, den Kampf um seine Tochter, beschreibt wie er an seine Grenzen kommt, wie sehr die Krankheit seiner Tochter das ganze Familienleben bestimmt und welch unermesslicher Verzweiflung, er seine Tochter der Krankheit "Schizophrenie" entreissen will. "Schizophrenie ist ein wenig wie Krebs", schreibt Schofield bezeichnenderweise als ersten Satz in seinem Buch, was für ein erster Satz! Hier kämpft ein David (Michael Schofield) gegen einen Goliath (Schizophrenie). Trotz einer gewissen Aussichtslosigkeit, kämpft hier der Autor für das Leben seiner erkrankten Tochter, der manchmal nur kleine Hoffnungssterne am Himmel sieht, am Ende schreibt Schofield:" Aber jeder Tag bringt diese Momente, in denen ich Jani lächeln sehe, Momente, in denen ich Hoffnung spüre, Momente, in denen ich nicht mit der Zukunft hadere, ganz gleich, was sie bringen. Für diesen Moment lebe ich."

Das Besondere ist hier, dass es wie ein Roman geschrieben ist, und das "Drama der Hölle" leibhaftig als Leser miterlebt werden kann. Für Michael und seine Frau Susan wird der Feind im Körper von Jani zur unentrinnbaren Hölle. Eine Langzeitbelastung, die bis zur völligen Zerreissprobe anwächst und beide Elternteile bis an ihre Grenzen bringt. Obwohl sie noch erst ein paar Monate altes Baby (Bodhi) haben, dreht sich im Grunde alles um die erkrankte Tochter. Jani wird verrückt wenn sie ihren kleinen Bruder schreien hört und will mit Fäusten auf ihn losgehen, beide Elternteile sind ständig damit beschäftigt, ihr Baby vor der Aggression ihrer erkrankten Tochter zu schützen. Jani selbst sagt dazu: "Ich sehe und höre Zeug, dass es nicht gibt. (..) Mit neun möchte ich sterben." Mit einem IQ von 146 ist sie vielen Kindern ihrem Alter überlegen oder unterfordert. Sie lernt vieles schneller und ist anderen voraus. Doch die zunehmende Belastung mit nicht aushaltbaren Situationen, treibt das hilfesuchende Paar in Kliniken, zu Ärzten und Spezialisten. Erst einmal in der psychiatrischen Mühle gefangen, müssen sie wohl oder übel negative und positive Erfahrungen machen, doch oftmals empfinden sie die Orte und Menschen, denen sie ihre Tochter anvertrauen, alles andere als vertrauenserweckend. So wird das Familienleben der Schofields auf eine harte Bewährungsprobe gestellt, wobei lange nicht klar ist, was die wirkliche Diagnose für ihre Tochter ist. Doch was der Familienvater, der übrigens selbst Antidepressiva nehmen muss, nicht wahrhaben will, wird seiner Frau immer klarer: "Es ist kein Schock. Susan ist schon lange überzeugt, dass Jani schizophren ist, nur ich wollte davon nichts hören. Ich wollte etwas, das man heilen kann. Schizophrenie ist nicht heilbar. Es gibt keine Heilung."

Ehrlich gesagt, hatte ich meine Vorbehalte dieses Buchs gegenüber, weil ich selbst schon mit schizophrenen Menschen gearbeitet habe. Doch ist es die Art und Weise, wie Michael Schofield von seinem Kampf gegen eine Krankheit und für seine Tochter schreibt und schildert. Er tut alles für Jani, was nur in seiner Macht steht. Das sonstige Leben wie Beruf und Ehe sind nur kleine Nebenrollen, in diesem Familiendrama. Selbst das Nehmen zweier kleinerer Wohnungen, um das Aggressionspotential gegenüber des kleineres Bruders zu vermindern, zeigt etwas von dem ungebrochenem Willen, für seine Tochter da zu sein, auch wenn alles manchmal wie verloren scheint. Gegen Ende des Buches ist man nur noch berührt, mit Tränen in den Augen, weil man zum Einen seine Liebe zu ihr so glasklar spüren kann und zum andern realisiert, das Durchleben dieser Krise, hat ihn auch zu einem anderen (Besseren) Menschen gemacht. Dafür alleine schon, lohnt es sich, dieses sicher nicht ganz einfach zu verdauende Buch zu lesen, (dafür liest es sich sehr fliessend) weil man doch mit der Übermacht einer psychischen Erkrankung konfrontiert wird, wo nicht nur Eltern überfordert sind, sondern auch Ärzte, Pflegepersonal, Psychiater, Psychologen, Hilfskräfte, Lehrer und Schulen. Wer mitbekommen will, was es bedeutet von einer psychotischen Erkrankung betroffen zu sein, wird hier genügend Einführung erfahren. Die Verarbeitung und das Durchleben von dieser Hölle, von der Schofield schreibt, macht es angesichts der realen und eben ERLEBTEN Erfahrung, zu einem besonderen Leseerlebnis. Es sind eben doch jene Momente, wo wir spüren, dass sich so etwas wie Hoffnung in uns breit macht und wir wissen, dass es manchmal die ganz kleinen Dingen sein können, die uns Kraft geben und uns in dem bestärken was wir lieben: Unsere Kinder.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beklemmend, erklärend und lesenswert, 26. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich will doch bloß sterben, Papa: Leben mit einer schizophrenen Tochter (Gebundene Ausgabe)
5 Sterne von mir für dieses Buch, welches ein Vater über seine psychisch schwer kranke Tochter schrieb. Ein Buch, das betroffenen Eltern ganz sicher Mut macht und einfach zeigt, dass nicht immer nur "die Anderen" betroffen sind. In teilweise beklemmenden Passagen wird hier ein medizinischer Werdegang geschildert, der uns mal wieder wissen lässt, dass Ärzte keine Halbgötter in Weiß sind. Auch wenn dieses Schicksal sich in Amerika abspielt, so denke ich, dass wir hier in Deutschland noch viel schlimmere Irrwege mit solch einem Kind beschreiten müssten. Ein Buch nicht nur für betroffene Eltern, sondern auch für Leser, sie sich für Psychologie interessieren.Ein Buch, welches aber auch zeigt, in welche emotionalen Löcher Eltern fallen können und wie sehr ein psychisch krankes Kind eine Beziehung belasten kann. In diesem Buch zeitg ein Vater, dass er die Hoffnung und die Liebe für seine Tochter nie fallenlassen wird...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich will doch bloß sterben, Papa, 30. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Ich will doch bloß sterben, Papa: Leben mit einer schizophrenen Tochter (Gebundene Ausgabe)
Meinung: Auf dieses Buch bin ich durch meine Kusine aufmerksam geworden und musste es dann natürlich haben, denn es klingt einfach unglaublich interessant.

Schon früh merken Janis Eltern, dass sie besonders schlau und auch sehr fantasievoll ist. Aber auch ihr Aggressionspotenzal ist extrem hoch und die Familie muss sich mit Ärtzen, falschen Diagnosen und der Ignoranz der Außenwelt auseinandersetzen.

Zuerst ist man schockiert, dann beginnen die Zweifel. Sicher ist Jani hochbegabt, aber erwarten die Eltern nicht zu viel von ihr. Da träumen diese schon davon, dass das Kind später einmal Nobelpreisträgerin wird und ein Heilmittel gegen Krebs finden, während dieses momentan noch Windeln braucht. Anfangs stellt sich der Vater als ruhigen Mann dar, der die Schläge seiner Tochter einsteckt und ihr nie wehtun würde. Später stellt sich heraus, dass genau dieser Mann Jani als Baby geschüttelt und dadurch ihr Gehirn ein bischen Schaden genommen hat. Schwer zu glauben, dass das der gleiche Mann sein soll.

Auch bei den Ärzten denkt man, solche Idioten, erkennen einfach das Problem nicht, war ja klar. Aber mit der Zeit bekommt man das Gefühl, auch mit den Eltern stimmt etwas nicht. Die Mutter hat panische Angst vor ihrer Tochter, der Vater denkt, das Kind gehört ihm und sagt das auch im Buch. Da ist es doch kein Wunder, dass Jani auch einen Knacks hat. Liest man das Buch kommt einem immer öfter der Gedanken, dass die Eltern einfach nur zu nachgiebig sind und Jani einfach mal Grenzen braucht. Ich bezweifle nicht, dass sie psychische Probeleme hat, das ist selbstverständlich bei solchen Eltern.

Natürlich kann es ein, dass Jani an Schizophrenie leidet, aber das kommt im Buch einfach nicht so rüber. Die Eltern haben sich damit praktisch ihr Todesurteil selbst geschrieben, denn sie wirken selbst wie die Patienten.

Fazit: Ich werde mir hier keine Meinung über die Familie erlauben, aber bewertet man nur das Buch könnte man meinen, es sind eher die Eltern, die einen an der Waffel haben und ihre beiden Kinder da mit hinein ziehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreissend..., 17. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich musste teilweiße aufhören zu lesen, weil die bildhafte Darstellung des Vaters mich mit in die tiefen Abgründe zog die die Familie durchlebte... das Ende des Buchs gibt einem wieder Lebensfreude und
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Ich will doch bloß sterben, Papa: Leben mit einer schizophrenen Tochter
Ich will doch bloß sterben, Papa: Leben mit einer schizophrenen Tochter von Michael Schofield (Gebundene Ausgabe - 31. März 2014)
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