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37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Mai 2013
Der englische Originaltitel trifft es: „The Reality Slap – Finding Peace and Fulfillment when Life hurts“ also in etwa „die Realitätskluft – Frieden und Erfüllung finden, wenn das Leben schmerzt.“ Lassen Sie sich bitte nicht von der meiner Meinung nach „sehr unglücklichen“ deutschen Titel- und Coverwahl abschrecken, es wäre schade, wenn Ihnen deshalb dieses wertvolle und wichtige Buch entgehen würde.

Zum Inhalt: Nach seinem weltweiten Bestseller Wer dem Glück hinterherrennt, läuft daran vorbei: Ein Umdenkbuch hat der Arzt, Psychologe und Coach Dr. Harris ein weiteres Buch über die wissenschaftlich fundierte und in den USA und vielen anderen Ländern sehr erfolgreiche Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) geschrieben. Es ist ein Leitfaden zur praktischen Anwendung in Krisenzeiten, wenn uns das Leben einen Schlag versetzt, sei es durch Verlust eines geliebten Menschen, Krankheit, Behinderung, Sucht oder ein anderes schlimmes Ereignis, aber auch bei Einsamkeit, Zurückweisung, Enttäuschung oder Angst. Dann werden wir von Schmerz und Leid überwältigt und hadern mit uns und dem Leben, sind verzweifelt oder hoffnungslos.

In jedem Fall werden wir mit einer großen Kluft zwischen der tatsächlichen Realität und jener Realität konfrontiert, die wir uns wünschen. Je größer diese Kluft ist, desto größer ist der Schmerz und das Leid.

Es hat mich tief bewegt, wie Russ Harris eindrucksvoll und auf sehr persönliche Art schildert, wie Ihm das Leben aufgrund eines solchen Schlages den sprichwörtlichen Boden unter den Füssen weggezogen hat und sich eine große Kluft in seinem Leben auftat.

Er zeigt anhand seiner eigenen Geschichte mit Hilfe der Konzepte von ACT (Achtsamkeit, Werte, Akzeptanz und Selbstmitgefühl) eine Strategie, die uns hilft die Kluft zu schließen, falls sie geschlossen werden kann, und selbst dann innere Erfüllung zu finden, falls diese Kluft – vorübergehend oder permanent – nicht geschlossen werden kann.

Es gibt massenweise Bücher, die behaupten, man könne alles im Leben erreichen, was man wolle, das alles möglich sei, wenn man sich genug anstrengen würde oder lernen würde positiv zu denken und es gibt einige wenige Bücher, die behaupten, man könne nicht alles erreichen, was man wolle, aber dennoch ein reiches, erfülltes und zufriedenes Leben führen, selbst wenn es hart, grausam oder ungerecht ist. Dieses Buch gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Mai 2013
„Es kommt doch (oft) anders, als man denkt“.

Diese alte Sentenz und Lebenserfahrung birgt auch Schmerzhaftes. Keine noch so gute Versicherung, keine noch so gründliche Vorplanung führt zu einer wirklichen Kontrolle.

Unfälle, Krankheiten, Tod, Verlust des Arbeitsplatzes, „Schicksalsschläge“, schweben beständig wie ein „mögliches Damoklesschwert“ über jedem individuellen Leben. Entfliehen kann man dem Risiko des Lebens schlechthin nicht, bei aller Vorsicht und allen, vielleicht auch gelingenden Versuchen der „Risikominimierung“.

Wenn man also nicht „wegkommt“ und wenn der Versuch, sich den Risiken zu entziehen oder einem geschehen Schmerz einfach durch Ignoranz und Verdrängung beizukommen die Angst vergrößern und den Schmerz dauerhaft zementieren können, ist es eine gute Idee, die eigenen Kräfte zu stärken, um den Herausforderungen des Lebens gegenüber „gewappnet“ zu sein.

Im Rahmen der „Akzeptanz und Comitment Therapie“ (ACT) bietet Russ Harris in diesem Buch einen Einblick in eine „Strategie der vier Schritte“ einer solchen „Wappnung“.

Mit sich selbst freundlich sein.
„Einen Anker“ werfen.
Eine klare Haltung finden und einnehmen.
Das Positive des Lebens nie aus den Augen verlieren (auch wenn die Umstände aktuell dunkel sein mögen).

Natürlich gilt, dass dies alles, wie immer, einfacher gesagt als getan ist. Ein „Präsent sein für etwas Vergnügliches“, wie es Harris unter anderem vorschlägt, erinnert doch ein wenig zu sehr an Übungen einer leicht falsch zu verstehenden „positiven Psychologie“, die mehr an Problemen auf Dauer aufwirft als das sie löst.

Trotz aller Vorsicht aber solchen eher einfachen Ratschlägen gegenüber, im Gesamten bietet Harris durchaus eine sensible, einfache und verständliche Darstellung zumindest von „inneren Zielen“, die sicherlich dazu verhelfen können, mit den negativen Seiten des Lebens einen konstruktiveren Umgang zu finden. Von leichten Enttäuschungen, von wichtigen Lebenszielen, die nicht erreicht werden bis hin zu harten Schlägen, die das Leben austeilt verhilft das Buch im Gesamten vor allem zu einer Anregung für einen „Perspektivwechsel“.

Statt zu klagen erst einmal tief zu atmen, in sich selbst einen Anker setzten zu können („Präsent“ zu werden). Geduld zu finden, vor allem mit sich, nicht alles gegen sich zu wenden, das sind wichtige Momente, den Kopf etwas freier zu bekommen und das Geschehen objektiver ein stück weit betrachten zu lernen. Mithin, sich mehr und mehr auf die jeweiligen Chancen des Momentes konzentrieren zu können, als in der Verzweiflung zu versinken.

Harris führt im Buch vor, mit welchen Übungen und Haltungen dies auf den Weg gebracht werden könnte, wenn der Weg auch weiter und schwieriger in der Regel sein wird, als es sich aus der klar und einfach dargestellten Weise im Buch her darstellt.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. April 2013
In seinem ersten ebenfalls bei Kösel in München erschienenen Buch „Wer dem Glück hinterher rennt, läuft daran vorbei“, hatte der Therapeut Russ Harris mit vielen Beispielen und Übungen seine Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) vorgestellt und nicht nur mich persönlich sehr von diesem Ansatz überzeugt. Sie fußt in der Erkenntnis, dass niemand gegen sich selbst leben kann. Hat man aber gelernt und geübt, mit sich und seinen Stärken und Schwächen(!) zu leben, sie also zu akzeptieren, ergeben sich konstruktive Verhaltensänderungen fast von selbst und man gelangt zu einer positiven Lebensgrundhaltung. Das erinnert stark an die bedingungslose Akzeptanz im Rahmen der Gesprächstherapie nach Carl Rogers. Russ Harris arbeitet hauptsächlich mit der Fähigkeit des Organismus, durch Akzeptanz der Dinge und Verhältnisse seine Kraft zur Veränderung zu entwickeln. Dazu braucht es eine Haltung der Achtsamkeit, die das eigene Innere wert schätzt.

In vier Schritten leitet er die Leser seines neuen Buches, das sorgsam durchgearbeitet werden will, an, mit schwierigen Zeiten und Schicksalsschlägen so umzugehen, dass auch daraus etwas Wertvolles entstehen bzw. wachsen kann:

1. Freundlich mit sich umgehen
2. Den Anker werfen und nach hause kommen
3. Eine klare Haltung einnehmen
4. Den Schatz finden

Den Schmerz als Brücke zum Herz anderer Menschen sehen lernen und ihn in Poesie verwandeln, darum geht es letzten Endes. Denn jeder Mensch hat die „Fähigkeit, Anteil zu nehmen, Verbindungen herzustellen und einen Beitrag zu leisten, mit Präsenz und einem Lebenszweck zu leben. Ein größeres Privileg kann es nicht geben.“
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. September 2013
ACT ist eine hervorragende Ergänzung verschiedener Therapieformen und Russ Harris versteht sich darauf es zu erläutern. Ein "Muss" auch für Therapeuten aber natürlich für alle die mal anders mit sich arbeiten wollen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Januar 2015
Sehr gutes Buch. Titel hält Wort und hilft gut weiter. Sollte jeder lesen der sich aktuell in einer schwierigen Lebenssituation befindet.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Juli 2014
Als unglaublich hilfreich und heilsam habe ich dieses Buch genossen. Es steckt voller Empathie und Verständnis für heftigen Seelenschmerz und dessen Auswirkungen. Hat der Autor doch selbst schweren Seelenschmerz erfahren und weiß daher wovon er spricht. Besonders schön fand ich schon am Beginn die Auflistung/ den Vergleich an Reaktionen, die man von seinem Umfeld brauchen würde und denen, die leider üblich sind und als weniger hilfreich erlebt werden, nachdem man etwas Schreckliches erlitten hat.
Dieses Buch ist anders als manche übliche Literatur zum Thema, bei der oft alles schöngeredet und die eigene Unfähigkeit, den Schmerz endlich "loszulassen" einen zusätzlich als Versager fühlen lässt.Dieses Buch hier bestärkt, gibt praktische Werkzeuge die einen im Alltag helfen, wenn man "allein" auf sich gestellt ist und macht Mut zu leben.Ich kann es jedem bestens empfehlen!
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. September 2014
Habe mir unter diesen Buchtitel etwas anderes vorgestellt, da ich unter psychosomatischen Beschwerden leide und ich ich mir dachte dass es für mich ein kleiner Ratgeber wäre! Nichts desto Trotz war es nicht so schlecht fürs positive Denken!
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Dezember 2014
Habe mich vom Titel irreführen lassen. Hatte etwas zu Schmerzpsychotherapie gesucht. In diesem Buch geht es allerdings global um "psychischen Schmerz". Alleinig gut fand ich den Anhang des Buches und die aufgeführten ACT-Übungen.
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