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Kundenrezensionen

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am 23. April 2011
Ein hervorragendes Buch für alle fördergeplagten Eltern, aber auch für Pädagogen und Therapeuten. Wolfgang Bergmann ermuntert den Leser, Kinder genauer zu beobachten, sie mit Liebe und Freude zu begleiten und über sie zu staunen. Kinder lernen mit allen Sinnen. Wenn sie versunken eine Blume betrachten und zerpflücken, dann sind sie ganz und gar dabei, ihre Welt zu begreifen. Jede Pädagogin, die in solch einem Moment zum Kind geht und es in die Gruppe holt, zum Beispiel um Früh-Englisch zu lehren, hindert das Kind förmlich an seiner Bildung. Bergmann beschreibt dies an bewegenden Beispielen aus dem Kindergartenalltag.

Er ist dabei sehr emotional, was dem Leser nur gut tut. Bergmann regt sich ehrlich über die verbreitete Frühförderung auf. Er schreibt über die Traurigkeit, die er empfindet, wenn er sieht, wie Pädagogen, Erzieher oder Eltern das Kind daran hindern, sich seine Welt vertraut zu machen. Zu Recht schreit das Kind dann und wird bockig! Schließlich wird es von etwas Sinnvollem zu etwas Sinnlosem geführt.

Frühförderung wird oft als etwas Gutes verkauft, obwohl sich nur allzuoft wirtschafltiche Interessen dahinter verstecken, macht Bergmann deutlich. Oft aber wissen es die Erzieher und Pädagogen auch nicht besser - dabei "waren wir schon einmal viel weiter", so Bergmann.

Bildung ist nichts, was auf kurzen Wegen geschieht. Bildung geschieht, während das Kind "Zeit verschwendet", während es trödelt, während es sich innig auf einen Gegenstand konzentriert. Bildung geschieht nicht, wenn die Erzieherin das Kind aus seiner Versenkung holt, um es dann zu einer Aufgabe zu "motivieren". Dabei sehen die Erwachsenen nicht, dass das Kind doch noch wenige Minuten zuvor hochkonzentriert und hochmotiviert war.

Eltern, die dieses Buch lesen, können sicher an vielen Stellen nur rufen: "Ja, genauso ist es. Lasst unsere Kinder in Ruhe!" Dabei wird der Leser selbst auch gebildet: Er erfährt viel über den Philosophen Immanuel Kant oder über den Pädagogen Friedrich Fröbel, den "Erfinder" des Kindergartens.

Zum Schluss mutet das Buch fast religiös an. Bergmann spricht vom Geheimnis des Lebens, das uns jedes Kind auf's Neue vor Augen führt. Für den "rationalen Leser" mag er auf diesen Aspekt zu viel Gewicht legen - für den "religiösen Leser" mag es an diesen Stellen genau richtig sein. Wie auch immer: Das Buch ist ein wunderbarer Appell. Es hilft dabei, den Weg zurück zu echter, angstfreier Bildung zu finden.
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am 16. April 2012
Kinder sind heutzutage nur noch Projekte. Jeder, der selbst ein bis mehrere Kinder hat, und seine Kinder Kinder sein lassen möchte, wird dies beim Zusammentreffen mit anderen Müttern feststellen. Kinder müssen funktionieren und in Kitas ist es toll- auch schon ab einem Jahr.

Dieses Buch spricht mir also aus der Seele: lasst die Kinder Kinder sein, erlaubt ihnen, die Welt zu entdecken, setzt die Kinder nicht so unter Druck. Was haben die Kinder von der sogenannten Frühförderung im Kindergarten, mit Englisch, Chinesisch, Mathematik und Töpferkurs?! Was treibt uns, dass die Kinder schnell groß sind? Meiner Meinung nach gar nichts!

Dieses Buch ist für alle Eltern, die sie ermutigen lassen wollen, dass ihr Weg der richtige Weg ist: Kinder ohne Förderwahn zu erziehen und sie normal, ganz ohne Druck, groß werden zu lassen! Wir haben alle nur diese eine Kindheit!
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am 28. April 2011
Es ist ein mit viel Herzblut und Emotion, an manchen Stellen auch mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch geschriebenes Buch, das der Pädagoge Wolfgang Bergmann da soeben bei Kösel veröffentlicht hat. Es ist ein Aufruf an all die gut meinenden ( merke: gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut) Eltern, die aus lauter Unsicherheit und Angst, dass ihre Kinder in der Welt von morgen nicht mehr mithalten können, es mit deren Förderung übertreiben. "Gegen den Förderwahn in der Erziehung" schreibt er an, argumentiert, wirbt und versucht zu verstehen.

Er beschreibt den schmalen Grat zwischen Förderung und Überforderung, und zeigt wie unendlich groß die Verunsicherung bei Eltern und auch bei Erziehern mittlerweile geworden ist. Hatte er schon in seinen anderen Erziehungsratgebern immer wieder dafür plädiert, dass Eltern wieder ihren eigenen Intuitionen vertrauen, sich und ihren Kinder vor allen Dingen Zeit und gegenseitiges Zuhören schenken sollen, so wirbt er in seinem neuen Buch leidenschaftlich dafür, sich gegen den allgegenwärtigen Förderwahn zu wehren und aus einem System auszusteigen, dass unseren Kindern die Kindheit stiehlt.

Wer Wolfgang Bergmanns Denken kennt, kann sich leicht vorstellen, dass er damit die Eltern nicht nur entlasten will von einem in den letzten Jahren schier unerträglich gewordenen Druck, sondern dass er sie ermutigt und auffordert, die Zeit, die sie bisher damit verbringen, ihre Kinder von einer Fördermaßnahme zur anderen zu fahren, doch lieber wenigstens teilweise selbst mit ihnen zu verbringen, vorlesend, spielend, Sport treibend, miteinander sprechend.

Wolfgang Bergmann ist Christ und hat schon in seinem Buch "Geheimnisvoll wie der Himmel sind Kinder" gezeigt, "was Eltern von Jesus lernen können." Darauf bezieht er sich, wenn er am Ende des neuen Buches schreibt:
"Und das lernen wir von Jesus: der Blick auf das Kind als etwas, das uns ganz und gar zugehört durch die Liebe. Aber die Liebe ist mehr als Du und Ich". Die Liebe ist größer, sie eifert nicht, sie bläht sich nicht, wie der Apostel sagt - sie ist mehr als der einzelne Mensch, mehr als Mama und Papa und doch ganz und gar die Wirklichkeit von Mama und Papa. Dieses Paradox zu erfassen, ist das Geheimnis glücklicher Erziehung."

Dafür müssen Eltern sich nicht anstrengen, sie müssen nicht perfekt sein, sie sollen einfach nur Eltern sein.

Wolfgang Bergmanns Buch ist ein wichtiger und engagierter Zwischenruf in eine Entwicklung, die absolut aus dem Rudern läuft und unseren Kindern die Kindheit raubt, etwas, was sie nie mehr nachholen können und was immer wie eine schmerzende Lücke fehlen wird.
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Man könnte den heutigen Marathon den Kinder hinter sich haben wenn sie bereits als Baby gefördert werden, im Kindergarten Kurse belegen und in der Schule wegen Defiziten weiter beschult werden - als Förderwahnsinn abkanzeln. Das Buch LASST EURE KINDER IN RUHE von Wolfgang Bergmann will aufzeigen das schon bei unseren Kindern eine Beschleunigung eingesetzt hat die wir Erwachsene schon schmerzlich erfahren haben - wo bleibt also für Kinder die Kindheit, das unbeschwerte spielen und der sogenannte FLOW wenn Termindruck und Kurswahnsinn um sich greifen. Höher, schneller, weiter, scheint nicht erst seit Pisa schon für Babys zu gelten, früh übt sich wer ein erfolgreicher und gestresster Manager werden will...

Förderwahn in Deutschland, nicht erst seit PISA sollen schon 2-3jährige Englisch lernen, am Computer sitzen und für das Leben lernen und wenn schon dann bitte immer Bestleistungen bringen. Ich habe mich schon lange selbst gefragt wo denn die berühmte unbeschwerte Kindheit geblieben ist?! Terminwahn wohin man sieht und schon Kinder im Stress, dabei stimmt es mich besonders traurig wenn bei den bis 5jährigen circa 40% noch nie etwas vorgelesen bekommen haben. Hallo liebe Eltern was soll das? Einesteils die Kleinen in die Förderkurse stecken aber am Abend nicht mal 10 Minuten investieren damit die Kinder den Klang der Sprache und damit gutes Deutsch lernen?

Das Buch wartet mit jeder Menge Schwierigkeiten für Kinder im Förderwahn auf und warnt eindringlich davor es zu übertreiben, schon der Eintritt in die Moderne mit Kant und Fröbel hat Spuren hinterlassen, doch scheint es zu einer Fehlinterpretation und zu einem schlechten Gewissen bei den Eltern gekommen zu sein - ansonsten sind die millionenfachen Kurse für Kleinkinder und Kinder gar nicht zu erklären.

Eine Blume auf der Wiese zu begreifen, ihren Duft, die Fragilität, den zarten Stengel und die Farben, kein Kurs kann das ersetzen. Wenn wir von FLOW sprechen, warum dann die Kinder gerade dann aus dem Spieldrang herausreißen nur damit Termine geschafft werden?

Wieso muss eigentlich die Kindheit so unverschämt und restlos verplant werden - erinnern sie sich noch an Ronja Räubertochter, an Wickie und an Michel aus Lönneberga - wo waren denn deren Termine. Ich denke diese Charaktere hatten auch keinen Leitungsdruck und mussten nicht ständig Bestleitungen vollbringen... Wir sind auf dem besten Wege die Kindheit unserer Kinder zu zerstören - wofür eigentlich?

Ein gutes Buch zum Thema das gerne neben Eltern auch Erzieher und Lehrer lesen sollten - vielleicht findet es ja auch Eingang ins Bildungsministerium.

Empfehlenswert!
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am 15. Juli 2012
Wir alle, ob Eltern, Erzieher, Kindegartenpädagogen oder Lehrer sollten uns die Frage stellen: Müssen wir unseren Kindern wirklich Non-Stop-Animation zu bieten?
Müssen unsere Kinder wirklich unbedingt an allen möglichen Vereinen, in organisierten Kindertreffen, in noch so gut gemeinten Früh- und sonstigen Förderprogrammen teilnehmen?
Wieviel Chance, das eigene Spiel zu entdecken, eigene Beziehungen unter den Kindern zu knüpfen, eigene Entdeckungen und Erfahrungen zu machen, sich selbst zu spüren, etc. geben oder nehmen wir?

Für mich spricht das Buch für: "Weniger ist mehr" - und: "lassen wir den Kindern einen vernünftigen Freiraum, sich natürlich und bodenständig zu entwickeln, als sie durch Dauerförderprogramme in eine spätere Freizeitsdepression und innere Leere zu stürzen."

Sehr empfehlenswert!
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Das auffällige Cover dieses Buches sprang mir bei den Neuerwerbungen in der Bücherei gleich ins Auge und mich hat das Thema als Mutter von zwei kleinen Kindern gleich interessiert.
Der Autor stellt schnell klar, dass wir in der heutigen Zeit unsere Kinder überfördern und damit überfordern. Wir stehen als Erwachsene unter dem Druck, ihnen im späteren Leben alles ermöglichen zu wollen. Und deshalb geht es schon ganz früh los mit dem Konkurrenzkampf und dem Leistungsdenken. Darüber vergessen wir ganz die Bedürfnisse der Kinder und das ist unendlich traurig. Lernen - das assoziieren die meisten von uns immer noch mit pauken, mit Informationsaufnahme, eben schulischem Lernen, wie wir es noch kennen. Dabei wissen wir schon seit Jahren, dass es so nicht funktioniert. Lernen funktioniert über Erfahrung und hat etwas mit Sinnlichkeit zu tun und nichts mit dem Bimsen von seelenlosen Inhalten. Wenn man also seinem Kind Chinesisch schon im Kindergartenalter beibringt, lernt es überhaupt nichts - weil Chinesisch (außer es hat einen Bezug dazu, wie z.B. einen chinesischsprachigen Elternteil) nichts mit seiner Lebenswelt zu tun hat. Stattdessen lernt es: Ok, ich muss hier in diesem bescheuerten Chinesischunterricht sitzen, der mir überhaupt keinen Spaß macht, weil Mama und Papa das wollen. Das ist wohl so in dieser Welt...
Dass die Geschichte mit dem chinesischen Frühförderkurs nicht übertrieben ist, weiß ich aus eigener Erfahrung. Als ich noch im Buchhandel arbeitete, wurde ich von einer Mutter gefragt, ob es einen Chinesischkurs für Kinder gäbe. Auf die Frage, wie alt das Kind denn sei antwortete die Dame: 18 Monate!
Bergmann nimmt den Eltern Ängste - das finde ich so wohltuend an dem Buch und macht Mut, einen eigenen Weg zu gehen. Noch nie haben Eltern, Erzieher und Lehrer so viel über die kindliche Entwicklung gewusst, aber dieses Wissen schürt auch Ängste. Jeder will mitreden und gibt "kluge" Ratschläge, die man schon in jeder Zeitung findet. Dass die berühmten "Zeitfenster" so klein wie landläufig angenommen sind, stimmt zum Beispiel nicht. Jedes Kind ist anders und das ist gut so! Und das muss man ihnen auch unbedingt lassen, auch wenn es unendlich schwer fällt, sich gegen den Rest der Welt durchzusetzen, v.a. wenn schon ErzieherInnen bestimmte Förderempfehlungen aussprechen.
Kinder lernen ihre Welt einfach so kennen - durch das Riechen an einer Blume, dadurch, dass sie ihre Welt beobachten und Tag für Tag besser kennen lernen.
Und dann schreibt Bergmann noch über die Rolle, die das Vorlesen spielt. Warum? Weil sie dabei Mamas oder Papas Stimme hören und in Geschichten eintauchen, immer begleitet von den Eltern. Es geht also nicht darum, dass man schon als Kind einen ganzen Kanon an "klassischer Kinderliteratur" abarbeitet, sondern um die gemeinsam verbrachte Zeit, die Emotionen, die in den Geschichten stecken, die Stimmung. Ganz nebenbei wird natürlich die Sprachentwicklung gefördert - aber darum sollte es nicht in erster Linie gehen.
Die Grundaussage des Buches ist eine schöne Botschaft: Lasst eure Kinder in Ruhe ihre Kindheit verbringen. Geht mit ihnen hinaus, lasst sie mit anderen Kindern spielen und lest ihnen vor. Mehr müsst ihr nicht tun, denn sie entwickeln sich auch so wunderbar, einfach indem sie sich Stück für Stück die Welt erobern.
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am 5. Mai 2011
Das Buch ist sehr interessant. Dass der Förderwahn schon so um sich gegriffen hat (Little Giants, FastTrackKids) ist mir gar nicht so bewusst geworden. Was mich auch heute stört, ist, dass die Kinder alles (Sitzen, Laufen, Fahrrad fahren, Schwimmen usw.) schon viel früher lernen sollen, als ob keine Zeit mehr vorhanden ist.

Als Mutter eines fünfjährigen Sohnes habe ich auch schon manchmal überlegt, ob eine zusätzliche Förderung sinnvoll ist. Bei uns im Kindergarten werden auch kostenpflichtige Englischkurse angeboten. Ich habe meinen Sohn dort aber nicht hingeschickt, da ich der Meinung bin, dass er erstmal die deutsche Sprache perfekt lernen soll. Unser Sohn genießt es, im Kindergarten zu spielen und auch zu Hause stundenlang sich mit seinen Autos zu beschäftigen. Ich möchte, dass er die Zeit bis zur Schule richtig genießen kann und keine Verpflichtungen hat, die kommen noch früh genug.

Diesen Flow-Zustand, den Herr Bergmann beschrieben hat, habe ich schon oft bei meinem Sohn beobachtet, wenn er spielt. Es ist schon unglaublich, was für eine Phantasie Kinder entwickeln können.
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am 30. Mai 2011
Die Bücher von Wolfgang Bergmann begleiten unsere Familie seit der Geburt unseres Sohnes. Von Anfang an waren sie eine große Hilfe gegen unheilvollen Ehrgeiz und die permanente unterschwellige Angst, etwas falsch zu machen. Bergmann ist eine der wenigen Stimmen gegen die übergriffige Ratgeber- und Drill-Literatur, wie sie von fragwürdigen Autoren wie Bernhard Bueb, Michael Winterhoff oder die unsägliche Amy Chua in die Welt gesetzt wird.

Während es in Bergmanns anderen Büchern (die übrigens durchgehend empfehlenswert sind) vor allem darum geht, Eltern darin zu bestärken ihren Intuitionen und Gefühlen zu vertrauen, indem sie betonen, wie wichtig vor allem anderen die Bindung zwischen Eltern und Kindern ist, wird in diesem Buch der Förderwahn frontal angegriffen. Man spürt als Leser selbst die Traurigkeit, die den Autor überkommt, wenn er als therapeutischer Beobachter sieht, wie Kinder aus ihrem vertieften Spiel gerissen werden - in welchem sie selbst am meisten Lernen und, wichtriger noch, ihre gesamte Persönlichkeit auf allen Ebenen entwickeln - um anschließend "gefördert" zu werden. Beim "Fördern"sind die Kinder viel weniger beteiligt, sondern oft nur angeödet. Und "hängen" bleibt sowieso so gut nichts. Gegen die oben genannten Autorinnen und Autoren, gegen den Förderwahn in der Politik - man denke nur an die verkürzte Gymnasialzeit, das verkürzte Studium und den Frühförderwahn schon in den Kindergärten - ist das Buch von Bergmann ein notwendiges Gegengift. Schade nur, dass nicht viel mehr Menschen ihre Stimmen erheben.
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am 26. Dezember 2013
Bergmann schreibt neben Brisch die besten Bücher zu Erziehung und Bindung und Entwicklungverstehen. Das ist ein wertvolles Buch gegen den aufkommenden und schon lange existierenden Druck, den Kindern so früh und so schnell wie möglich sie beste Bildung angedeihen zu lassen. Gefallen hat mir besonders die Untermauerung der Überzeugungen mit Forschungsergebnissen. Gefallen hat mir auch, dass den Lesern die Angst genommen wird, etwas zu verpassen.
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am 26. August 2013
Die Botschaft des Buches ist die, dass wir unsere kleinen Kinder nicht mit Förderkursen hier und Fördergruppen da ÜBERFORDERN, sondern ihnen auch die Zeit und Möglichkeit geben sollen, die Welt selbst zu entdecken und sich (dabei u.a.) selbst zu entwickeln.

Also lieber das geliebte Kleine in der Wiese sitzen lassen und zusehen, wie es begeistert -und dabei völlig in sich und sein Tun versunken- Blumen und Grashalme betrachtet. Das ist laut Autor eine wichtigere Erfahrung für das Kind als z.B. mitten in diese kindliche Forschung von Blume und Wiese mit "spielerischer fremdsprachlicher Förderung" regelrecht reinzuplatzen, sich zum Kind zu setzen und ihm zu erklären: "this is a flower".

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, inhaltliche Aussagen wie auch der Schreibstil, dafür gäb's eigentlich 4-5 Punkte. In Summe jedoch hätte man das Ganze um etliche Seiten kürzen können, da sich einiges, einfach in anderen Worten ausgedrückt, an anderen Stellen wiederholt - deshalb von mir insgesamt nur drei Punkte!
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