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TOP 500 REZENSENTam 28. Juli 2014
Ödipus, jeder hat schon mal von ihm gehört. Der Ödipus Komplex, der Thomas Mann „Der Erwählte“, waren meine ersten Kontakte zu diesem Stoff. Nun wollte ich mir die ursprüngliche Vorlage des Mythos näher betrachten und war… überrascht.

Vorab, es ist eine Trilogie, die Thebanische Trilogie

Antigone
König Ödipus
Ödipus auf Kolonos

Mir ist ein wenig schleierhaft, warum man diese Trilogie, anders als die Orestie, in ihre drei Bestandteile zerrupft und nicht in einem Band verlegt.

Ja, das ist eine griechische Tragödie (wenn auch nicht so blutig wie Aischylos und so gesehen kaum tragisch, es stirbt fast keiner), aber ich würde es eher als ersten Krimi der Geschichte bezeichnen, denn Ödipus führt eine sehr saubere Mordermittlung durch.

Ödipus herrscht als gerechter König über Theben, nachdem er die Sphinx besiegt hat (wer hat wohl diese Vorgeschichte geschrieben?). Leider herrscht in Theben derzeitig dürre und Seuchen grassieren. Die Ursache ist der bisher ungeklärte Mord am vorherigen König von Theben, erst wenn dieser Mord aufgeklärt und gesühnt ist, wird Theben wieder ein lebenswerter Ort sein.
Ödipus, als gerechter ein weiser Herrscher macht sich an die Mordermittlungen und befragt die diversen Zeugen von damals. Nach und nach zeichnen die Zeugenaussagen ein Bild des damaligen Mordgeschehens. Lücken werden durch die Befragung weiterer, herbeigeschaffter Zeugen geschlossen. An diesen Ermittlungen kann sich so mancher moderner Krimiautor echt noch eine Scheibe abschneiden. Auf engstem Raum, mit einer minimalen Besetzung wird im Nachhinein ein Verbrechen rekonstruiert.

Die Übersetzung von Rudolf Schottlaender ist sehr gut lesbar und wirklich spannend. Während Aishylos doch eher ein wenig zäh war und sehr viel unnützes Chorgeblubber hatte, hat Sophokles deutlich mehr Tempo und auch sehr schnelle, gelungene Dialoge, die der Handlung Spannung verleihen. Die Charakterisierung der Figuren ist auch so gelungen, dass man wissen will, wie es mit ihnen weiterging.
Das Schicksal der Kinder des Ödipus erfährt man dann in „Antigone“.

Auch diese Stück hat einige zeitlose Zitate:

Ich weiß nicht. Wo mir Einsicht fehlt, da schweige ich.
Dein Menschenschlag trägt an sich selbst am schwersten und verdient es so.
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am 14. Dezember 2014
Ich werde jetzt nicht das Buch bewerten da ich das für die Uni bestellt habe.

Die Lieferungt ging schnell und problemlos :)
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am 31. August 2010
Turbolieferung, gerne wieder , vielen Dank , gelesen habe ich es aber noch nicht !
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