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4.0 von 5 Sternen Nette Unterhaltung für zwischendurch
Das Buch hat ein ganz tolles Cover und sieht ansprechend aus. Die Geschichte ist leicht geschrieben und auch schnell erzählt: Mathilde hat ihren gut bezahlten Job aufgegeben und in einem kleinen Dorf in Frankreich eine Buchbinderei eröffnet. Eines Tages klopft es bei ihr an der Tür und ein geheimnisvoller Unbekannter übergibt ihr ein Buch, dass sie...
Veröffentlicht am 19. November 2012 von Schlumpfine

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mathilde und die Lizenz zum Einschlafen
Nachdem "Mathilde und der Duft der Bücher" von Anne Delaflotte eine beachtliche Zeit ungelesen in meinem Regal stand, zog ich kürzlich das entsprechende Los aus meinem Bücher-Lostopf. Und ich freute mich auf die Lektüre, denn ein Buch über die Liebe zu Büchern - das klang toll! Warum ich dieses kurze Werk allerdings nicht mal zu Ende...
Vor 14 Monaten von Wortwanderin veröffentlicht


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nette Unterhaltung für zwischendurch, 19. November 2012
Das Buch hat ein ganz tolles Cover und sieht ansprechend aus. Die Geschichte ist leicht geschrieben und auch schnell erzählt: Mathilde hat ihren gut bezahlten Job aufgegeben und in einem kleinen Dorf in Frankreich eine Buchbinderei eröffnet. Eines Tages klopft es bei ihr an der Tür und ein geheimnisvoller Unbekannter übergibt ihr ein Buch, dass sie restaurieren soll. Verborgen in dem Buch klebt eine Liste mit Namen, die ein weiteres Geheinmis aufgeben. Der Unbekannte stirbt bei einem tragischen Unfall und Mathildes Suchen nach Angehörigen zieht sie tiefer hinein in die Geschichte des Buches und der Liste.
Die Freunde und Nachbarn Mathildes werden in diesem Buch liebevoll dargestellt und beschrieben, Mathilde selbst hingegen bleibt seltsam blaß. Sie wirkt oft passiv und leicht naiv. Trotzdem war die Geschichte - mit einigen Längen - spannend und lesenswert. Viele Passagen befassen sich mit der Arbeit einer Buchbinderin, das interessiert nicht unbedingt jeden.
Störend fand ich auch die Zitate aus Cyrano. Am Anfang weckten sie noch meine Neugier, störten später jedoch beim Lesen, da ich kaum Bezug zum Geschehen ziehen konnte.

Ein nettes Buch für einen gemütlichen Lesenachmittag oder den Urlaub.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mathilde und die Lizenz zum Einschlafen, 29. April 2014
Nachdem "Mathilde und der Duft der Bücher" von Anne Delaflotte eine beachtliche Zeit ungelesen in meinem Regal stand, zog ich kürzlich das entsprechende Los aus meinem Bücher-Lostopf. Und ich freute mich auf die Lektüre, denn ein Buch über die Liebe zu Büchern - das klang toll! Warum ich dieses kurze Werk allerdings nicht mal zu Ende las, erfahrt ihr hier.

==Inhalt==
Ein guter Buchbinder liest nicht, hat Mathildes ­Groß­vater immer gesagt. Doch wie soll sie der V­ersuchung ­widerstehen? Da betritt dieser gutaussehende junge Mann ihre Werkstatt in dem kleinen Dorf in der Dordogne, in das sie vor kurzem gezogen ist. Und er überreicht ihr dieses geheimnisvolle alte Buch mit Brandspuren. Es enthält Zeichnungen und Aquarelle einer Tempelanlage im Wald. Beim Restaurieren entdeckt Mathilde außerdem eine im Rücken verborgene, handgeschriebene ­Namens­liste. Als sie den Spuren dieser Namen nachgeht, stößt sie auf ein Geheimnis aus der deutschen Besatzungszeit, das bis heute nachwirkt. Mit französischer Leichtigkeit erzählt Anne Delaflotte diese stimmungsvolle, sinnliche Geschichte über eine junge Frau und ihre Passion für die Welt der Bücher.

==Eindrücke==
Ihr seht schon, ich musste den Rückentext kopieren, weil ich es partout nicht hingekriegt habe, eine eigene Inhaltsbeschreibung zu verfassen. Warum? Weil es mir selbst nach der Hälfte des Buches nicht klar war, was es mir eigentlich sagen will. Auch nach fünfzig gelesenen Prozent ist dieses Buch in etwa so inhaltslos wie der Fressnapf meines dauerhungrigen Katers. Und man liest und liest, fragt sich, ob da noch was kommt, aber es wird einfach nichts draus. Irritierend.

Das Desaster beginnt mit der Protagonistin Mathilde, die die ganze Zeit über eine ziemlich blasse Gestalt bleibt. Hin und wieder blitzt da sowas wie Charakter auf, doch selten habe ich eine so schnarchige Hauptfigur erlebt. Keine Ecken und Kanten, einfach nur nett und ein bißchen zu verträumt. Die regelmäßig auftauchenden Nebendarsteller hatten weitaus mehr Persönlichkeit und ich hätte getrost auf Mathilde verzichten können, wenn ich dafür mehr von ihnen hätte lesen dürfen.

Anne Delaflotte ist eine Meisterin im Setzen falscher Prioritäten. Die oben erwähnte "französische Leichtigkeit" ist leider nichts anderes als völlige Belanglosigkeit. Statt ihren Fokus auf sowas wie einen Spannungsbogen zu lenken, verliert sie sich in detaillierten Beschreibungen, die vielleicht mal nett zu lesen sind, aber nicht alle paar Seiten auftauchen sollten. Auch wenn ich immer noch keine Ahnung habe, worum es in diesem Roman geht, bin ich nun im Bilde über über die Buchbinderkunst und weiß auch was über Uhrwerke. Hurra.

Delaflotte legt ihr Hauptaugenmerk auf die Dinge, die ihr ganz persönlich wohl am interessantesten erscheinen. Die Frau ist nämlich Buchbinderin. Dass ihre Leidenschaft der Plotentwicklung entgegen wirkt, ist ihr dabei wohl völlig entgangen. Auch ihre Liebe zu Büchern kommt zum Tragen (hurra?), denn regelmäßig wird aus "Cyrano" zitiert, den Mathilde so gerne mag. Leider ist das für den Verlauf der Handlung völlig irrelevant und wenn man diese Passagen ignoriert, entgeht einem mal so gar nichts.

Ihr könnt euch also vorstellen, dass dieses Buch ohne größere Ereignisse dahinplätschert. Lediglich Mathildes Kunde, der vielleicht für zehn Minuten im Laden ist und um den sich eine geheimnisvolle Aura rankt, ist ein wenig spannend. Doch aus dessen Tod (kein wirklicher Spoiler, der stirbt gleich am Anfang), webt Delaflotte kein Drama, keine Intensität - nein, Mathilde schmalzt rum und man wird das Gefühl nicht los, dass die sich allmählich in einen kalten Körper verknallt. Das ist Reinsteigern deluxe und darüber hinaus auch noch extrem eklig.

==Fazit==
Schade, dass dieser Roman so eine Enttäuschung ist. Er hätte eine kleine Perle sein können, doch die Autorin erstickte jedes Potenzial im Keim. Die Protagonistin ist farblos und langweilig. Die Handlung ist praktisch nicht vorhanden. Man blättert Seite um Seite in der Erwartung, dass es jetzt endlich losgeht und sieht sich dann doch wieder dieser Ödnis ausgesetzt. Was bleibt ist ein Buch ohne Aussage und Charakter, das leider vollkommen unnötig ist. Ich bin froh, es abgebrochen zu haben. Bleibt mehr Zeit für gute Bücher. Von mir 2 Sterne für Mühe und Intention. Zumindest stellenweise war ich unterhalten.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurzweilige, spannende Unterhaltung, 21. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Mathilde und der Duft der Bücher (Gebundene Ausgabe)
Das Buch hat alles, was man für einen entspannten Lesenachmittag benötigt: eine gut nachvollziehbare Geschichte, eine schöne, bildhafte Sprache, Spannung und ein Happy End. Außerdem lernt man so einiges über die Herstellung und Restauration von Büchern. Die Geschichte lebt durch das Rätsel um ein geheimnisvolles Buch und dessen noch geheimnisvolleren Besitzer, durch die Beschreibung der Kunst, Bücher als etwas Wertvolles und Zeitloses zu bewahren. Hinzu kommt Lokalkolorit, das sehr an den Film "Chocolat" erinnert. Ein Buch, das ich jederzeit wieder lesen und auch an gute Freunde verschenken würde.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kastanien und Regen, 26. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Mathilde und der Duft der Bücher (Gebundene Ausgabe)
Anne Delaflotte hat mit diesem Roman ein kleines Juwel erschaffen.
Ihre Hauptfigur, Mathilde Berger, gibt eine vielversprechende Diplomatenkarriere auf, verlässt Paris und zieht zu Ehren ihres Lieblingsschriftstellers Cyrano de Bergerac in die Dordogne, genau genommen nach Montlaudun, eine kleine pittoreske Stadt. Dort macht sie sich als Buchbinderin selbstständig. Die Buchbindekunst ist ihr von klein auf vertraut, ihr über alles geliebter Großvater hatte sie in ihre Geheimnisse eingeführt. Ihr neues Leben in Montlaudun verläuft ruhig. Zu ihren neuen Nachbarn besteht eine stille Zuneigung.
Eines Morgens, bei Sturm und Regen, bringt ihr ein unbekannter Mann ein außergewöhnliches Buch. Nur wenig später wird er bei einem Unfall tödlich verletzt. Obwohl Mathilde nicht einmal seinen Namen kennt, fühlt sie sich ihm nahe und versucht, das Rätsel sowohl seiner Herkunft als auch seines Buches zu lösen.
Ihre Nachbarn unterstützen sie dabei tatkräftig. Bald wird Mathilde und ihren Freunden klar, dass die wahre Bedeutung des Buches bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs und in die Resistance zurückführt. Mit Hilfe einer Anthrakologin und eines Archäologen gelingt es Mathilde, die Geschichte des Buches und seiner Besitzer zu enthüllen.

Ich habe die Lektüre dieses Buches aus einer ganzen Reihe von Gründen genossen. Zum einen hat mir der Schreibstil von Anne Delaflotte ausnehmend gut gefallen. Sie schreibt ruhig, wohl überlegt und jedes Wort fügt sich wie ein Mosaikstein ein. Das ganze Buch ist von einer großen Stille und leichten Melancholie durchzogen.
Die Schilderung von Montlaudun vermittelt Gefühle von Heimat, Zugehörigkeit und den Eindruck, dass dies ein Ort ist, an dem es sich zu leben lohnt. Der Roman ist für mich typisch französisch. Die Dialoge erinnern an französische Filme. Die Figuren haben Charakter und Stolz.

Die ganz eigene Atmosphäre des Buches hat mich zudem an ein anderes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe, erinnert: "Wintergeister" von Kate Mosse. Beide, Anne Delaflotte und Kate Mosse, werfen ein Netz, bestehend aus Melancholie und Hoffnung, über ihre Leser und sind damit äußerst erfolgreich.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Außen hui, innen gähn, 5. September 2013
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich den Titel und das Cover wunderschön fand.
Für beides gibt es einen Stern. Die Aufmachung ist wirklich hübsch.
Mehr als ein niedlicher Staubfänger im Regal ist dieses Buch jedoch leider nicht.
Der Inhalt ist einfach nur grauenvoll.

Diese 252 Seiten sind keine "Ode an die Welt der Bücher", wie der Text auf der Rückseite verspricht.
Ich hätte es wissen müssen: Wenn die "renommierte" COSMOPOLITAN von "seitenweise Glück" spricht,
sollte man die Finger davon lassen.

Die Protagonistin Mathilde ist eine Buchbinderin, die von Paris in die französische Einöde zieht,
um sich dort mit ihrem kleinen Atelier ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Ein geheimnisvoller junger Mann taucht bei ihr auf und bittet sie darum,
ein altes Buch neu zu binden.

Wenig später verunglückt der Mann, und Mathilde will herausfinden, was es mit diesem Buch auf
sich hat. Sie findet eine Liste, versteckt im Rücken des Einbandes.
Daraus hätte man tatsächlich eine spannende Kriminalgeschichte machen können.
ABER die Handlung kommt einfach nicht in Gang. Immer wieder verfällt die Autorin in die eintönigen
Beschreibungen unwichtiger Details. Ständig kocht irgendjemand Kaffee oder bringt ein Baguette vorbei.
Die teils absurden Formulierungen tragen nicht gerade dazu bei, dass man gerne weiterlesen möchte:
"Halskrause verpflichtet", "olympische Ruhe"...

Vielleicht liest sich der Roman in französischer Originalsprache viel charmanter und unterhaltsamer.
Ich kann die Qualität der deutschen Übersetzung nicht beurteilen.
Das Buch klingt jedenfalls sehr gequält, so als ob die Autorin gar keine Idee hätte, was sie schreiben soll,
sondern um jeden Preis die Seiten füllen muss.

Obgleich Mathildes Großvater zu sagen pflegte, dass ein "guter Buchbinder nicht liest",
liest sie sehr gerne, vor allem "Cyrano" und zitiert daraus auch in jedem Kapitel.
Das ist ganz nett.
Ansonsten: Keine Action, kein Mord, keine Liebe, kein Humor, kein Sex - ja, was will denn dieses Buch überhaupt?
Unterhalten und schockieren sicherlich nicht. Ich würde auf einlullen tippen.

Ich habe nicht erwartet, dass eine Buchbinderin zu einem weiblichen James Bond wird,
aber die Autorin ist selbst gelernte Buchbinderin. Sie macht sich und ihrem Beruf keine Ehre
mit dieser lahmen Beschreibung ihrer Tätigkeit. Delaflotte hat wohl einfach das Konzept gefehlt.

Ich musste mich zwingen, das Buch fertig zu lesen, und das passiert mir wirklich sehr selten.
Ich kann diesen Roman leider nicht emfpehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Mann der nach Wald riecht, 25. Februar 2013
Ein Mann der nach Wald riecht

“Mathilde und der Duft der Bücher“, welcher gern Lesende ist da nicht sofort interessiert und denkt vielleicht auch an den „Duft der Frauen“, den Al Pacino als Blinder so unfehlbar einzusaugen in der Lage war. Hier aber haben wir Mathilde, die einen Job in Paris aufgab, um das Handwerk ihres Großvaters, das sie selber auch beherrscht, das der Buchbinderei, in einem kleinen Provinznest in der Dordogne auszuüben. Sie kaufte ein kleines Ladengeschäft, unten Büro und Werkstatt, oben Wohnen. Der kleine Laden geht direkt zu einer steilen Gasse hinaus, nach hinten gibt es ein eingemauerten Gärtchen. Mathilde ist also Buchbinderin. Dem Prinzip ihres verehrten Großvaters , ein Buchbinder liest keine Bücher, mag sich der werte Leser als auch unsere Protagonistin nicht anschließen. Eines Tages bringt ein junger Mann ein Buch in Mathildes Werkstatt, welches es wirklich nötig hat. Sie ist mit Feuereifer dabei. Allein, der Kunde dieses Restaurationsauftrages nimmt Mathilde sehr gefangen. Der Kunde, ein junger Mann, leicht verwirrt anscheinend, riecht nach Wald, nach Erde, nach Moos, nach Farnen. Dies fasziniert Mathilde, und auch die schönen Gesichtszüge des unbekannten Mannes. Mit Feuereifer geht sie ans Werk, das Buch zu rekonstruieren. Als interessierter Leser lernt man einiges über die Buchbinderkunst, z.B. auch, dass aufgrund der angewendeten Buchbindetechnik auf das Herkunftsland zu schließen ist.

Wir begleiten Mathilde auf der Suche nach dem unbekannten Waldmenschen, in dessen Buch welches Mathilde in Auftrag hat, sich wundervolle Aquarelle befinden, Naturdarstellungen, Hinweise auf geheime Tempel im Wald. Mathilde, die sich am Anfang ihrer Karriere der Sympathie vieler Menschen des dörflichen Distriktes versichert sein konnte, lernt plötzlich die Abwendung von ihr kennen. Der Bürgermeister, der euphorisch dafür sorgen wollte das sie Buchbindeaufträge auf den umliegenden Gemeinden erhält, stoppt plötzlich sein Gönnertum und arbeitet einflussreich gegen Mathilde. Mathilde ist jung und naiv, kann sich dieses plötzliche Umschwenken nicht erklären. Wenn es so weiter geht mit Absagen von für sicher gehaltenen Aufträgen in den Gemeinden muss sie das AUS anmelden. Und es gibt Nachbarn. Z.B. seltsame Kaufmannsfrauen mit gehässiger Pose, und Bäcker, die regelmäßig mit frischen Galettes, Strudeln, sich bei Mathilde auf den Studiotisch setzen und mit ihr plaudern, einer dieser Nachbarn, die es Mathilde nicht reuen lassen sich auf das Provinzabenteuer eingelassen zu haben.

Letztlich führt das Buch, das Mathilde neu binden soll, in die Vergangenheit des französischen Widerstandes während des 2. Weltkrieges. Darum verhalten sich einigen Dorfbewohner so seltsam, darum wird Mathilde boykottiert. Wenn es Mathilde zu schwer wird, flüchtet sie sich in ihre ständige Begleitung, in Zitate aus „Cyrano von Bergerac“ .

Ich hadere mit mir wegen der Sterne. Leider gibt es hier bei Amazon keine Rubriken. Ein Schubladensystem aber würde ich ja auch nicht unterstützen wollen. Letztlich gebe ich diesem Buch in seiner Art ich 5 Sterne

Dieser erste Roman der in Burgund aufgewachsenen Schriftstellerin, die selbst tatsächlich gelernte Buchbinderin ist, ist sicherlich kein weltumfassendes Werk. Aber es ist in keiner Weise beliebig und flüchtig, es liest sich nicht schnell mal so als Urlaubslektüre weg. Doch, ja, es ist schnell gelesen, aber nicht schnell aus dem Kopf. Er ist leicht und zart wie ein Sommerdrink, aber einer mit Limetten, nicht mit Zitronen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Liebe zu Büchern auf französisch, 3. Dezember 2012
Inhalt
Mathilde hat ihren Job als Mitarbeiterin im Außenministerium an den Nagel gehängt und ist in ein Dorf in der Dordogne gezogen, um einen Buchbinderladen zu eröffnen. Ihr Großvater hat sie in die Kunst des Buchbindens eingeführt und ihr die Liebe zu dem Handwerk vererbt. Ihrem Beruf geht sie in ihrem Geschäft in einer kleinen Gasse voller Handwerksläden nach. Eines Tages bekommt sie Besuch von einem Fremden, der ihr ein außergewöhnliches Buch zum Binden da lässt. Es hat keinen Titel, ist jedoch mit wunderbaren Zeichnungen versehen. Kurze Zeit später stirbt der Mann und Mathilde begibt sich nicht nur auf die Suche nach dessen Familie, sondern versucht auch über das Buch mehr zu erfahren.

Meine Meinung
Das Buch ist aus der Sicht von Mathilde geschrieben und gibt das Leben in dem kleinen französischen Dorf sehr gut wieder. Ich hatte das Dorf auf Grund der wunderbaren Beschreibung bildlich vor Augen und konnte mir das Leben dort gut vorstellen. Die Schilderung war so gut gelungen, dass ich beim Lesen teilweise sogar das Gefühl hatte selber durch die Gasse zu schlendern und die anderen Handwerker zu sehen. Auch die Liebe, die Mathilde zu Büchern und vor allem zu ihrem Beruf hegt, wird sehr gut vermittelt.

Die Geschichte selber war gut erzählt, durchaus auch spannend und lies sich schnell lesen. Die Passagen, in denen aus Cyrano de Bergerac zitiert wurde, empfand ich jedoch als störend und unpassend, da sie keinen direkten Bezug zu der Handlung hatten. Hätten sie diesen gehabt, wäre es eine nette Idee gewesen, sie in der Geschichte zu integrieren. Auch das Ende war mir ein wenig zu einfach gestrickt.

Mathilde selber fand ich nicht unsympathisch, aber ich bin bis zum Schluss nicht mit ihr warm geworden. So blass wie der Fremde, so war auch sie über weite Strecken. Vielleicht lag es daran, dass man über sie recht wenig erfahren hat und sie dadurch immer an der Oberfläche blieb.

Ein Wort auch noch zu dem wunderschönen Cover: es ist einfach großartig, wie einfach und doch genial manche Cover gestaltet sind. Ein aufgeklapptes, dickes Buch mit einem, für's Auge angenehmen Farbhintergrund, in dem sich ein zart angedeuteter Baum rankt - und schon wird aus einem Cover ein Hingucker.

Fazit
"Mathilde und der Duft der Bücher" ist eine nette Geschichte über die Buchbinderkunst und die Liebe zu Büchern, die in eine Handlung verpackt wurde, die mich leider nicht vollends zu überzeugen wusste.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr langatmig trotz des an sich schönen Themas, 20. März 2012
Von 
Jimmy (Niedersachsen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Mathilde und der Duft der Bücher (Gebundene Ausgabe)
Erster Satz:
Am Morgen weckten mich die Böen, die durch die Gassen peitschten.

Inhalt:
Mathilde mit den roten Haaren ist in ein kleines verschlafenes Nest gezogen, das früher ihre liebste Literaturfigur Cyrano beheimatete. In ihrer frisch eröffneten Buchbinderei in der Dordogne Frankreichs überreicht ihr ein attraktiver Unbekannter ein sehr altes und wertvoll aussehendes Buch. Sie möge den Bildband mit den vielen Auqarellskizzen eines Tempels möglichst sorfgältig wieder aufbereiten. Doch bevor sie dem geheimnisvollen Mann das restaurierte Buch wieder zurückgeben kann, verstirbt er ganz plötzlich bei einem Unfall. Niemand weiß, um wen es sich bei dem Verstorbenen handelt und keine Angehörigen melden sich. Mathilde ist die letzte, die ihn lebend gesehen hat und die Gedanken an ihn lassen sie nicht mehr los. Um das Rätsel um seine Person nicht aufgeben zu müssen, forscht sie dem Buch hinterher. Die im Buchrücken versteckte Namensliste gibt ihr erste Hinweise auf den Familienstand ihres ominösen Buchbesitzers. Und ein verkohltes Stück Holz beweist, dass die im Buch abgebildete Tempelanlage womöglich tatsächlich in einem Wäldchen in der Nähe zu finden sei ...
Mathilde begibt sich auf die Spurensuche und entdeckt etwas viel größeres und wichtigeres für sie, als die Lösung um das Rätsel des unbekannten Schönlings.

Meine Meinung:
Aufmerksam auf das Buch bin ich durch das wirklich wunderschöne Cover, das mir von der amazon Seite entgegenstrahlte. Im Vordergrund das alte aufgeschlagene Buch, das so gut zum Thema der Buchbinderei passt und dahinter sind eher nebulös die Äste mit den rotgefärbten Herbstblättern eines Kastanienbaumes zu sehen. Komplettiert wird der Augenschmaus durch die geschwungene Schrift, in der der Titel darauf gedruckt ist. Und das weinrote Lesebändchen darf man auch nicht unerwähnt lassen. Abgesehen von dem sehr eindrucksvollen Cover fiel mir noch eine andere Besonderheit an diesem Roman auf. Und zwar folgte auf jedes Kapitel, das Anne Delaflotte so schwebend schön vor sich hin schrieb, eine Szene aus Mathildes Lieblingsbuch Cyrano. Die Verse passten stets zum Thema des vorangegangenen Teils der Geschichte. Das ist eine sehr schöne Idee, wie ich finde, insbesondere deswegen, weil Mathilde selbst auch immer wieder beschrieben wurde, wie sie nach eben dem Buch griff. Dennoch bin ich mit diesen ausgewählten Versen nicht warm geworden. Am Ende, muss ich gestehen, habe ich sie nur noch wage überflogen. Vielleicht hätte es mich mehr gefesselt, wäre mir die Geschichte bekannt gewesen, sodass ich mich an die Zeilen hätte zurück erinnern können, aber so kamen sie mir vor wie aus dem Zusammenhang gerissen und weckten in mir nicht einmal die Neugier, das Buch später einmal zu lesen ... schade.
Delaflottes Schreibe an sich hat großes Gefallen bei mir gefunden. Locker leicht fließt ihr die Geschichte aus der Feder und es gibt keine Szene, die nicht wirklich wichtig für das Vorankommen der Geschichte wäre. Besonders dieses Element schafft es, dass der Lesefluss tatsächlich beständig bleibt und somit die Geschichte an jeder umzublätternden Seite interessant.
Meine Begeisterung wird allerdings geschmälert, wenn ich an den Inhalt des schönen Buches selbst denke. Der hat mich ehrlich gesagt nicht so umgehauen. Ja, es handelt von einer jungen und interessanten Frau, das passenderweise meine Leidenschaft für Bücher teilt. Ein dramatischer Tod spielt eine große Rolle, nicht zu vergessen die unheimliche Verschwörung, die im Endeffekt der Idee des Buches zugrunde liegt und selbst die Liebe kommt nicht zu kurz .. aber trotzdem fehlte mir beim Lesen irgendetwas. Ich weiß nicht einmal ganz genau, was es war, das mir die Lektüre nur 3 Krümel entlockte. Umso ungerechter erscheint mir diese Punktevergabe, aber ich befürchte es hat an dem fehlenden Spannungsbogen gelegen. Ich habe geschrieben, dass die Geschichte durchweg interessant zu lesen war, ja. Aber Spannung ist noch einmal etwas anderes. Spannung lässt deinen Atem schneller werden, deine Hände schwitzen und dich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Und genau das fehlte leider.

Mein Fazit:
Eine schöne Geschichte, in der zwar viel aber leider nicht genug bedeutsames und aufregendes passierte, alsdass es an meinen Nerven gezehrt hätte. Daher ~ 3 Sterne ~
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein guter Buchbinder, liest nicht..., 5. März 2012
Von 
Franziska "buecherchaos" (Gütersloh, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mathilde und der Duft der Bücher (Gebundene Ausgabe)
Wenn ich ein Buch in der Hand habe, schnuppere ich zuerst daran. Was riecht schöner als ein neues Buch? Folglich MUSSTE ich 'Mathilde und der Duft der Bücher' kaufen.

Ein guter Buchbinder liest nicht, hat Mathildes Großvater immer gesagt.

Da betritt ein gutaussehender, geheimnisvoller Mann mit einem Buch ihre Buchbinderwerkstatt. Das Buch ist voller Aquarelle und zeigt eine Ruine im Wald. Völlig fasziniert von den Bildern und dem Mann, macht Mathilde sich daran das Buch zu restaurieren. Dabei stößt sie auf eine Liste mit Namen darauf. Als sie beginnt die Spuren der Namen zu verfolgen, stößt sie auf ein Geheimnis aus der deutschen Besatzungszeit'..

Will man einen Einblick in ein Buchbinderleben und seine Arbeit ist dieses Buch einfach wunderbar! Mit liebevollen Worten werden kleinste Handgriffe eines Buchbinders beschrieben, so dass ich mitunter dachte, ich klebe den Buchrücken selbst. Diese Beschreibungen fließen ganze sanft in den Gesamttext ein, so dass es nicht langweilig wird, denn auch die Geschichte um den fremden Mann kommt nicht zu kurz.

Eine angedeutet, französische Liebesgeschichte an Büchern und Menschen ist es, die mich hier gefangen genommen hat. Die Autorin schreibt in einer wunderschönen, gediegenen Sprache, die ich mir für eine Französin auch vorgestellt habe. Gleichzeitig nimmt der Krieg ( die deutsche Besatzungszeit) nicht so viel Platz ein, dass man gelangweilt ist, weil dieses Thema schon oft angesprochen wurde.

Für mich war es ein zartes und geheimnisvolles Buch, dass mich auf eine sanfte Reise mit nach Frankreich genommen hat und mich verzauberte wie lange kein Buch über Bücher.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Trocken und ohne Überraschungen, 18. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mathilde macht sich in kleinem Ort in Frankreich als Buchbinderin selbstständig, nachdem ihr Großvater gestorben ist und ihr sein Werkzeug hinterlassen hat. Statt Diplomatin in Paris wird sie nun Buchbinderin in einem kleinen Dorf und muss sich mit den Dorfleuten arrangieren. Als ein Fremder ihr ein altes Buch zum Restaurieren bringt und kurz danach zu Tode kommt, wird sie in die Geschichte des Unbekannten reingezogen. Zunächst weiß keiner, wer er war und woher er kam. Was hat es mit dem Fremden und seinem wunderschönen alten Buch auf sich? Und wer soll das schön erneuerte Buch jetzt überhaupt bekommen, wo der Besitzer tot ist?
Das Buch klang für mich als Leseratte und Buchliebhaberin auf den ersten Blick einfach perfekt, denn auch Mathilde liebt Bücher über alles. Die Geschichte und ihre Idee ist an sich auch sehr schön und nett geschrieben, leider wird das große Geheimnis, was hinter allem steht bereits auf dem Klappentext gelöst, so dass bin schon bis zur letzten Seite weiß, warum Mathilde die Probleme hat, die sich ihr in den Weg stellen. Was ich als Einstieg zur Geschichte erwartet hatte, auf dem alles weitere aufbaut, entpuppt sich nach 200 Seiten als die Lösung des ganzen Konstrukts. Spannung war daher überhaupt nicht vorhanden, eher etwas Ärger über den Verlag, der die Geschichte schon auf dem Buchrücken aufgelöst hat.
Auch sonst hatte die Geschichte viel Potenzial, doch viele Fäden wurden nicht konsequent weitergesponnen und gute Ideen für Nebengeschichten verliefen einfach im Sand und wurden nicht wieder aufgenommen. Das Ende war dann auch eher zu erwarten und bot keine Überraschung. Ganz nett, aber spannungslos und fast langweilig.
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Mathilde und der Duft der Bücher
Mathilde und der Duft der Bücher von Anne Delaflotte (Gebundene Ausgabe - 11. März 2011)
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