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4.0 von 5 Sternen alle Daumen hoch
Ich habe mich köstlich amüsiert. Die Geschichte wurde so liebevoll konstruiert. Die Personen hinreizend beschrieben. Mir ging regelrecht das Herz auf. Das Buch hat Farbe. Die meisten Bücher, die in jener Zeit spielen, haben keinen Schimmer von Farbe. Alle ist trostlos und deprimiert. Hier ist Leben und Zeit zum lachen und Lächeln. Es ist sympatisch.
Veröffentlicht am 12. Dezember 2011 von C. Voigt

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Assimilation auf humorvolle Art
1937: Das deutsch-jüdische Ehepaar Jack und Sarah Rosenblum kann mit seiner Tochter aus Berlin nach London auswandern. Bei der Einwanderung bekommen sie unter anderem eine Broschüre mit Verhaltensweisen typischer Engländer. Fortan ist es das Bestreben Jacks, sich nicht nur in die englische Gesellschaft zu integrieren, sondern sich vollständig zu...
Veröffentlicht am 18. August 2011 von hanniball


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Assimilation auf humorvolle Art, 18. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand (Gebundene Ausgabe)
1937: Das deutsch-jüdische Ehepaar Jack und Sarah Rosenblum kann mit seiner Tochter aus Berlin nach London auswandern. Bei der Einwanderung bekommen sie unter anderem eine Broschüre mit Verhaltensweisen typischer Engländer. Fortan ist es das Bestreben Jacks, sich nicht nur in die englische Gesellschaft zu integrieren, sondern sich vollständig zu assimilieren. Hierzu erweitert er die ursprüngliche Liste typisch englischer Charakteristiken fortlaufend auf Grund seiner Beobachtungen.

1952: Jack Rosenblum ist Eigentümer einer wirtschaftlich erfolgreichen Teppichfabrik. Familie Rosenblum ist zumindestens in der jüdischen Gemeinde Londons vollständig integriert, Die Tochter studiert Literaturgeschichte. Jack hat seine Liste der typisch englischen Eigenschaften und Verhaltensweisen weitgehend abgearbeitet, einzig die Mitgliedschaft in einem englischen Golfclub bleibt bislang ein Traum. Nachdem mehrere Versuche, in einen Golfclub aufgenommen zu werden, gescheitert sind, findet Jack Rosenblum seinen eigenen Weg, seine Mitgliedschaft in einem Golfclub, von der er glaubt, dass sie nötig ist, um als Engländer akzeptiert zu werden, zu erreichen. Er beschließt, selber einen Golfplatz anzulegen und einen Golfclub zu gründen.

Natasha Solomon erzählt humorvoll, aber auch mit einigen Längen, wie Jack Rosenblum dieses Vorhaben angeht, dabei zunächst scheitert, dann aber doch unerwarteter Weise sein Ziel erreicht, als vollwertiger Engländer akzeptiert zu werden. Hierbei werden liebevoll die typisch ländlichen Eigenarten Dorsets auf die Schippe genommen, genauso wie die spezifischen Eigenarten des Ehepaars Rosenblum, das auf dem Wege zum Golfplatz auch seine eigene Entfremdung verliert und wieder zu sich als liebevolles Ehepaar findet.

Die Erzählung liest sich gut, die Protagonisten sind liebevoll aber in Maßen klischeehaft geschildert und insbesondere der feinfühlige Humor kann stellenweise durchaus begeistern. Insgesamt aber finde ich die Geschichte zu langatmig, um sie wirklich vorbehaltlos zu empfehlen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen alle Daumen hoch, 12. Dezember 2011
Von 
C. Voigt (Stanford/California) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mich köstlich amüsiert. Die Geschichte wurde so liebevoll konstruiert. Die Personen hinreizend beschrieben. Mir ging regelrecht das Herz auf. Das Buch hat Farbe. Die meisten Bücher, die in jener Zeit spielen, haben keinen Schimmer von Farbe. Alle ist trostlos und deprimiert. Hier ist Leben und Zeit zum lachen und Lächeln. Es ist sympatisch.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zwischen Erinnern und Vergessen das Jetzt vergessen, 9. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand (Gebundene Ausgabe)
Jack Maurice Rosenblum erhält nach seiner Ankunft in England wie alle anderen einen kleinen Ratgeber: Neu in England: Nützliche Informationen und freundliche Anleitung für jeden Flüchtling. Was von den Initiatoren vermutlich als Dreingabe gedacht war, um die Flüchtlinge möglichst höflich zur Unauffälligkeit anzuhalten, wird für Rosenblum zur Anleitung, ein Engländer durch und durch zu werden. Akribisch hält er sich an jede Regel, erweitert den Fundus stetig und schafft es, bis auf einen Punkt alle zu erfüllen. Die Golfclubs nämlich wollen ihn nicht. Für Juden gibt es zwar spezielle jüdische Golfclubs und ein Freund Rosenblums ist dort auch glücklich und zufrieden - für Rosenblum selbst aber ist das keine Lösung. Er beginnt, deshalb einen eigenen Platz zu bauen und lässt sich auch von einem wühlenden Wollschwein nicht aufhalten.

Ein sehr schön aufgemachtes Buch, very british, wie es sich Jack Rosenblum vermutlich gewünscht hätte: Englische Rosen als Dekoration auf dem Vorsatzblatt, altrosa Buchrücken aus Leinen mit silberner Prägung und blumige Titelgestaltung mit passenden Schriften.
"Absolut charmant und sehr witzig" war eines der Urteile, die ich vorab über das Buch gelesen habe. Ein wenig verfälschend, wie ich nach der Lektüre finde. Denn die Charaktere von Jack und seiner Frau Sarah sind bisweilen etwas nervig und übertrieben geraten. Jack auf der einen Seite will unbedingt ein anderer werden als der, der er ist. Er will die Vergangenheit überpinseln, nicht mehr gelten lassen und merkt gar nicht, dass er sich seiner Frau damit immer weiter entfremdet. Sarah auf der anderen Seite nämlich trägt schwer an ihrem Familienschicksal und wird von Jacks Turbo in Sachen Vergessen und Verdrängen in die Einsamkeit gepfercht. Sarahs geliebter Bruder Emil und ihre Mutter bekamen keine Ausreisegenehmigung, mussten in Berlin bleiben und starben vermutlich in einem Konzentrationslager. Es gibt eine Szene, in der Sarah den Tod ihrer Mutter spürt und ab diesem Zeitpunkt wird das Zusammenleben mit dem umtriebigen Jack für sie besonders schwer.

"Eine anrührende und überraschende Lektüre, die glückliche Leser hinterlässt" war ein anderer Kommentar, den ich zuvor schon kannte. Das Etikett "anrührend" sollte dranbleiben. Zumindest Sarah rührte mich mit ihrer Einsamkeit und Trauer sehr, wenn ich ihren dauerhaften Gedenkzustand aber auch nicht ganz nachvollziehen kann. Jack dagegen berührte mich kaum; seine Hartnäckigkeit in Ehren, nervte mich der Typ aber mehr als dass ich ihn irgendwie sympathisch fand. Was weder Sarah noch Jack über weite Strecken des Buchs begriffen hatten, war, dass zum Finden einer neuen Heimat der private Kontakt zu den Einheimischen kommen muss. Jack versucht sich lediglich wenig erfolgversprechend im englischen Landadel.
Die meisten Dorfbewohner bleiben für beide lange Fremde. Auch, wenn Jack sich mit dem Dorftrinker anfreundet und einige Männer aus dem Dorf beim Bau des Golfplatzes beschäftigt, scheint er sie erst spät als Freunde oder mindestens gute Bekannte zu begreifen. Dabei wird sich herausstellen, dass die Leute von Pursebury Ash den Rosenblums gar nicht böse wollen. "Im Gegensatz zu Mrs. Hintons Schwester konnte Mrs. Rose-in-Bloom nichts für ihre Vergangenheit..." befindet Lavender Basset irgendwann und in Pursebury Ash hätten die Rosenblums viel eher ein echtes Zuhause finden können. Wenn sie gewollt hätten. Aber, wie gesagt, der eine war mit Vergessen beschäftigt, der andere mit Erinnern. Keiner so richtig mit dem Jetzt.

Ich bleibe insofern als glückliche Leserin zurück, weil ich zu Ende gelesen habe. Das Buch war flüssig und gut zu lesen, bot immer wieder schöne Beschreibungen der Natur, die Jack und Sarah gleichermaßen liebten, endet rund, versöhnt und herzlich; es bleibt nur dieses kleine "aber", weil es mich nicht allzu sehr vom Hocker gerissen hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Märchenstunde, 26. Oktober 2012
Ein sehr gut geschriebenes Buch. Ob man den Inhalt mag, ist Geschmackssache. Mir persönlich hat er nicht sonderlich gefallen, daher nur drei Sterne. Die Handlung beginnt traurig-tragisch, um dann eine plötzliche, märchenhafte und somit unglaubwürdige Wende zu Friede, Freude, Eierkuchen zu nehmen. Zudem ist mir der Protagonist ziemlich unsympathisch: ein - wie seine eigene Frau sagt - „Arschkriecher“ und obendrein ein Dummkopf, der erst handelt und dann denkt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Charmant und very british, 26. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand (Gebundene Ausgabe)
Ein schönes ruhiges Buch über den deutschen Juden Mr. Rosenblum, der 1937 gemeinsam mit seiner Frau und Tochter nach England ausreisen kann und ab dann nur noch das Ziel hat sich zu integrieren und niemals als "Ausländer" erkannt zu werden.

Dieses Ziel steht höher als persönliche Beziehungen und läßt seine Familie in weiten Teilen auseinanderfallen.

Dennoch empfinde ich das Buch als charmant geschrieben und es ist fast reizend das stete Bemühen von Mr. Rosenblum zu verfolgen. In dieser Phase war es das Ziel vieler Volksgruppen unauffällig zu sein und dieses Bemühen wurde quasi überlebenssichernd.

Kann das Buch uneingeschränkt empfehlen für Menschen, die leise Töne mögen, Kurzweiliges suchen und gerne mal das Buch aus der Hand legen und über sich nachdenken.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Weg ist das Ziel, 7. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand (Gebundene Ausgabe)
Im Jahr 1937 flüchtet der Jude Jakob Rosenblum mit seiner Frau Sarah und seiner Tochter Elizabeth von Berlin nach England. Dort angekommen erhält er als feindlicher Ausländer eine Broschüre mit einer Auflistung der Sitten und Gebräuche in England. Weil Jakob nicht auffallen und ein richtiger Engländer werden will, hält er sich akribisch an die seiner Meinung nach "Anleitung zum Glücklichsein" und ergänzt die Liste stetig. Aus Jakob wird Jack, der es schafft, in London eine florierende Teppichfabrik zu errichten. Nach fünfzehn Jahren hat Jack viel erreicht, nur Punkt 150 seiner Liste ist ihm verwehrt geblieben, nämlich die Mitgliedschaft in einem Golfclub. Da ihn kein Club aufnehmen will, beschließt er, auf's Land zu ziehen und dort einen eigenen Golfplatz zu bauen. Dieses Vorhaben erweist sich als äußerst schwierige Aufgabe ...

Mit ihrem Debütroman, den sie ihrem Großvater gewidmet hat, ist Natasha Solomons ein Meisterwerk der leisen Tönen gelungen. Der Roman zeichnet sich nicht durch eine spektakuläre Handlung oder atemberaubende Spannung aus, sondern durch Feinsinnigkeit und Einfühlungsvermögen. In einer anschaulichen und zum Teil nahezu poetischen Sprache beschreibt die Autorin die Bemühungen eines Mannes und seiner Familie, in einem fremden Land Fuß zu fassen, geachtet und anerkannt zu werden. Während Jack unermüdlich danach strebt, ein richtiger Engländer zu werden, dabei trotz einiger Rückschläge nie resigniert und sein Ziel emsig verfolgt, fällt es seiner Frau Sarah schwer, mit alten Traditionen zu brechen und ihr früheres Leben zu vergessen. Natasha Solomons formt ihre Figuren so liebevoll und sympathisch, dass man unwillkürlich an dem Schicksal der Rose-in-Blooms teilnimmt und mitempfindet. Der Großteil des Geschehens spielt auf dem Land und dreht sich um den Bau des Golfplatzes. Der Leser taucht ein in die einzigartige Natur und Landschaft von Dorset und in die Welt der eigentümlichen Dorfbewohner, in der auch mythischen Legenden eine bedeutende Rolle zukommt. Dass die Autorin in Dorset lebt und ihre Heimat liebt, ist unverkennbar. Durch ihre bildhafte und detaillierte Darstellung und Erzählweise erscheinen Umgebung, Situationen und Personen vor den Augen des Lesers und er befindet sich immer inmitten der Ereignisse. Leider wird durch die deutsche Übersetzung des Originaltitels die Frage, ob Mr. Rosenblum tatsächlich sein Glück finden wird, bereits beantwortet. So geht es vielmehr um das Wie, das zu erfahren und mitzuerleben, ein wahrer Lesegenuss ist.

Fazit:
"Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand" ist ein Buch mit Herz und Tiefgang, das mir auf alle Fälle in Erinnerung bleiben wird, und das ich jedem empfehlen kann, der Wert auf einen außerordentlichen Sprachstil legt, verbunden mit einer anrührenden Geschichte, die zum Nachdenken anregt und zum Nicht-Aufgeben anspornt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verrücktheiten sollten belohnt werden, 22. Juni 2014
Von 
Joroka (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Jacks sehnlichster Wunsch ist es, wie ein echter Engländer zu werden. Nachdem es ihm noch rechtzeitig vor Ausbruch des 2. Weltkrieges gelingt, als deutscher Jude gemeinsam mit seiner Ehefrau und Tochter auf die Insel zu flüchten, arbeitet er 15 Jahre lang konsequent an der Umsetzung anhand einer Liste. Leider verwehrt man ihm jedoch unmissverständlich die Mitgliedschaft in einem englischen Golfclub. Für ihn fehlt somit ein unverrückbares Zeichen, in der feinen englischen Gesellschaft angekommen zu sein. Kurzerhand lässt er seine gutgehende Teppichfabrik in London im Stich und zieht mit seiner Frau aufs Land, wo er ein recht baufälliges altes Häuschen erworben hat, mit einem schönen großen Stück Land. Dort im Dorset möchte er seinen eigenen Golfplatz bauen, allen Widrigkeiten zum Trotz, vor allem da das Stück Land sich all gänzlich unpassend für einen Golfplatz erweist. Doch das Wunder geschieht, im Kampf gegen ein mysteriöses Wollschein, die Naturgewalten und manch weitere Barrieren, kommt er den kauzigen Dorfbewohnern näher, findet enthusiastische Unterstützer und gewinnt sogar die Liebe seiner Frau zurück. 1953, zur Krönung der neuen Königin, soll ihr zur Ehren das erste Turnier auf dem 9-Loch-Platz stattfinden. Doch dann hagelt es nur noch so die Rückschläge......

Ich bin begeistert von diesem Buch, welches ich per Zufall aus der Stadtbibliothek mitgenommen habe. Es verströmt einen Charme, dem ich mich nicht entziehen konnte. Die Figuren, vor allem die der Hauptperson und seiner Frau, sowie des Curtis sind dermaßen liebevoll gezeichnet, dass man sie einfach ins Herz schließen muss. Das Werk liefert einen liebevollen Blick auf Land und Leute und den schwierigen Prozess der Immigration. Auch fehlt es nicht an Dramatik und eher tiefgehenden Passagen. Werte wie Freundschaft, Loyalität und Vertrauen werden ins Zentrum gerückt. So entsteht eine Mischung, die mich in den cineastischen Bereich abschweifend an "Die fabelhafte Welt der Amelie" erinnert, wobei Vergleich bekanntlicherweise ja immer hinken. Wunderbar auch der 'einseitige' Briefwechsel zwischen Jack und Bobby Jones, einer amerikanischen Golf-Legende.

Dieses Buch muss ein Happy-End haben! Muss es? Doch lesen sie selbst....

Der Stil war durchgehen locker und erfrischend zu lesen. Nach langem wieder mal eine Geschichte, die ich nicht aus der Hand legen wollte.

Fazit: Ein Buch zum Verlieben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein fürchterliche Egomane, 12. Oktober 2013
Worum geht es:

In Deutschland naht der Krieg, und so beschließen Jacob und seine Frau Sarah ins britische Exil zu gehen, um dem drohenden Unheil zu entgehen. Um auch ja alles richtig zu machen, legt sich Jacob - nun Jack - eine Liste an, auf welcher er alles aufschreibt was ein guter Brite zu tun und zu lassen hat, wie man sich am besten anpasst und wie man vor allem eins tut: Nicht aufzufallen.
Das Glück ist ihm hold, und schon nach wenigen Jahren in London hat es Jack zu einem erfolgreichen Geschäftsmann gebracht, der alles hat, wovon andere träumen: Eine Tochter, die sich gut entwickelt und von den nicht britisch und nicht jüdischen Kindern nicht mehr zu unterscheiden ist, ein schönes Haus, ein teures Auto und eine gut angepasste Lebensweise. Nur eins fehlt ihm jetzt noch zu seinem perfekten Glück. Jack will um alles in der Welt Mitglied in einem Goldclub werden, doch "die Quoten sind erfüllt" und auch auf Biegen und Brechen schafft er es nicht angenommen zu werden. Und so entschließt sich Jack, seinen eigenen Golfplatz zu bauen, in Dorset, Südengland.

Meine Meinung:

Nachdem ich vor einiger Zeit "Wie die Liebe zu Elise kam" gelesen habe, war ich total gespannt auf dieses Buch, denn der Schreibstil in diesem anderen Buch gefiel mir damals unheimlich gut, und auch die Geschichte war anrührend und wunderschön. Also habe ich mir jetzt Mr. Rosenblums Geschichte gekauft, und mich voller Vorfreude ans Lesen gemacht.

Die Story geht auch super toll los, man erfährt viel über das Leben von Jack und Sarah im "davor" und jetzt im "danach", verfolgt Episodenhaft den unglaublichen Aufstieg von Jack mit seiner Teppichfabrik und das Leben dass sich der geflohenen Familie dadurch bietet. Aber nichts ist diesem Mann genug, und so zieht er eben aufs Land, reißt eben seine Familie aus ihrer gewohnten Umgebung, und verschleudert halt sein Geld für eine Sache, die er meiner Meinung nach nur aus gekränktem Stolz verwirklichen will. Anfangs fand ich ihn noch ganz putzig, diesen Jack, der unbedingt alles richtig machen will, aber je weiter das Buch fortschreitet, desto schrecklicher finde ich ihn. Jack ist nicht mutig oder Erfolgsorientiert, wie uns das Buch teilweise weiß machen will, sondern ein fürchterlicher Egomane, dem das Glück und Wohlergehen seiner Mitmenschen, insbesondere seiner Frau nicht nur nicht wichtig ist, sonder es komplett ignoriert. Sarah stürzt ins bodenlose Unglück, und Jack übersieht das gekonnt, nur um noch das letzte Rest an Geld in einen Golfplatz zu investieren, der zum Scheitern verurteilt scheint.

Gegen Ende des Buches vermittelt die Geschichte einem, dass alles besser wird - aber ich konnte bis zum Schluss nicht mehr mit dieser egoistischen, selbstherrlichen Person warm werden. Normalerweise bin ich niemand, der Bücher weniger gerne mag, nur weil ich mir die Protagonisten nicht zu 100% gefallen, aber in diesem Fall war es doch so.

Dennoch ist der Schreibstil wieder wunderschön, die Wortwahl und sprachliche Gestaltung super schön, und erschafft vor den Augen die Szenerie so Detailgetreu, dass man sich fast schon wundern könnte, dass man das Gras nicht riechen und die Vögel nicht singen hören kann.

Was mich zuletzt noch sehr verwundert, ist die Einschätzung von Paul Torday auf der Rückseite des Buches. "Absolut witzig" bezeichnet er die Geschichte; Offensichtlich haben wir beide völlig verschiedene Vorstellungen von Humor, denn in meinen Augen ist die Geschichte alles, aber nicht witzig?! Lachen oder kichern musste ich an keiner einzigen Stelle...
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4.0 von 5 Sternen Mr. Rosenblums Liste, 13. Oktober 2012
Was für ein schönes Buch!
Und ein perfektes Buch für ein verregnetes Wochenende... und am Ende sind das Wetter und auch alle Sorgen vergessen.
Sorgen genug hat dagegen Mr. Rosenblum, deutscher Jude, der zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter dem Nazi-Terror entkommt und nach England emigriert.
In London angekommen, beschließt er, ein neues Leben zu beginnen, und zwar als "echter Engländer". Zu diesem Zweck fängt er an, eine Liste zu erstellen, mit allen typischen Attributen eines echten Engländers. Nach und nach bearbeitet er diese Liste. Eines Tages stellt er fest, dass ihm nur ein Punkt auf der Liste fehlt, den er zu erfüllen hat, um ein echter Engländer zu werden.
Mr. Rosenblum widmet seine Existenz diesem einzigen Punkt der Liste und vernachlässigt und opfert dadurch seine Familie, Freunde, Arbeit und sogar den Wohlstand, den er trotzt Flüchtlings-Status erreicht hatte.

"Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand " ist der deutsche Titel von Natasha Solomons' "Mr. Rosenblum's List".
Und um diese Liste geht es. Diese Liste, die für Mr. Rosenblum Inhalt und Sinn seiner Existenz wird.
Während er seine ganze Energie in der Erfüllung seiner Träume einsetzt, sucht seine Frau verzweifelt Halt in der Vergangenheit. Sie weigert sich, ihre Erinnerungen und Traditionen im fremden England aufzugeben.

Die Geschichte um Mr. Rosenblums Liste ist eine wunderbare Geschichte, die das Herz erwärmt.
Mr. und Mrs. Rosenblum erobern ganz langsam und unauffällig unser Herz. Und nicht nur unsers, auch das ihrer Mitmenschen, dieselben, die sie am Anfang wenig freundlich empfangen haben, und die, die schließlich nicht anders konnten, als ihnen ihre Herzen zu öffnen.
Mr. Rosenblum verdient sich deren Respekt mit seiner Hartnäckigkeit und Mrs. Rosenblum findet ihre Heimat wieder in der Küche ihrer Mutter, die ihr hilft, sich auszudrücken, und einen Platz im fremden England zu finden. Und diese Passagen, in denen Mrs. Rosenblum (die viel lieber Frau Rosenblum wäre) kocht und so die Düfte ihrer Vergangenheit rettet, habe ich sehr genossen.

Solche Bücher wie "Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand" lese ich mit großem Vergnügen.
Natasha Solomons Buch ist en Frühlingstag mitten im Herbst. Einfach ein sehr schönes Buch, das mich mit einem glücklichen Gefühl hinterlassen hat.

Natasha Solomons' Inspirationsquelle sind ihre eigenen deutsch-jüdischen Wurzeln.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand, 31. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand (Gebundene Ausgabe)
ein witziges, manchmal etwas trauriges , ansonsten aber sehr humorvolles Buch.
Man kann sich sehr gut vorstellen, wie das damals in England mit den Flüchtlingen so gewesen ist.
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Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand
Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand von Natasha Solomons (Gebundene Ausgabe - 17. September 2010)
Gebraucht & neu ab: EUR 1,19
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