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Kundenrezensionen

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am 1. Dezember 2011
Die Idee allein ist wunderbar: Ein sehr kleines, kreatives Zimmermädchen durchpikst im Hotel die Kondompackungen, um für einen Baby-Boom zu sorgen. Wer das heimlich vollbringst, ist Bica (1,49 m groß, trinkt am liebsten einen Galao).

Bica ist hoffnungslos verliebt in einen gutaussehenden Anzugträger, der keinen Weiberrock unangetastet lassen kann. Deshalb ist Bicas Schwärmerei für ihn auch vielmehr eine Flucht vor der Liebe als ein Hinterherlaufen. Er ist unerreichbar. Den Erreichbaren weist sie zunächst weit von sich.
Daneben gibt es auch noch ihre tote Mutter, die immer noch Gespräche mit ihr führt und der sie sich durch Liebe und auch Schuldgefühle verbunden fühlt und viele andere spleenige Angestellte des kleinen Schoßhotels.

Diese kleinen Verrücktheiten und Absurditäten vermittelt der Autor mit viel Witz und Leichtigkeit. Jede Person wird mit ihrer Kaffeevorliebe vorgestellt und auch entlarvt. Es amüsiert mich sehr, wie Bica mit Chuzpe und Einfallsreichtum den Geheimnissen um ihre Familiengeschichte auf die Spur kommt. Denn eigentlich geht es weniger um durchpikste Kondome oder um ihre Männersuche, sondern vielmehr um die Aufarbeitung ihrer Kindheitstrauma.

Leider warfen mich einige Rückblenden, in denen häufig von ihren Erlebnisse mit diversen Stiefvätern erzählt wurden, aus dem Lesefluss. Aber Bicas Charme tröstete mich wieder darüber hinweg. Sie ist manchmal zu klein, aber mit einer großen Portion Mut und Ideenreichtum beschenkt. Zum Schluss lernt auch sie, dass man verzeihen können muss, und dass ihre sehr charismatische Mutter eben auch ein Mensch
mit Fehlern war.

'Paul Mesa' schreibt beschwingt, mit viel Menschenliebe und mit tiefgründigem Humor. Sein Buch hat mich mit einem wohligen Gefühl im Bauch zurück gelassen. Und mit einem großen Verlangen nach Cappuccino, mit viel Schaum und wenig Zucker.
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am 2. August 2010
« Guter Kaffee ist ein Kunstwerk, eine Projektion von Glück. » (Gerhard J. Rekel)
« Glück ist kein Schicksal, sondern eine Wahl. Des richtigen Hotels. » (Katja Senjor)
« Tut mir leid, einfach nicht groß genug. (Der Abschiedsbrief der kleinen Lilly) » (John Irving)

Mit diesen drei dem ersten Teil seines Romans "Die kleine Göttin der Fruchtbarkeit" vorangestellten Zitaten hat mich Paul Mesa auf die Geschichte der kleinen Bica neugierig gemacht.

Bica (1,49 m groß; trinkt am liebsten einen Galao) ist sechsundzwanzig und arbeitet als Zimmermädchen im Kleinen Schoßhotel (nein, das ist kein Tippfehler, und nein, es handelt sich nicht um ein Etablissement des Rotlichtmilieus), wo auch ihre portugiesische Mutter Maria Teves bis zu ihrem Tod vor zwei Wochen als Hausdame angestellt war. Eigentlich glaubt die bis dato kinderlose Bica nicht an die alte Familienregel, die ihr ihre Mutter immer wieder eingebläut hat: Sieh zu, dass ich einen Enkel habe, wenn ich sterbe, sonst komme ich nicht in den Himmel". Zu Bicas Trauer kommt hinzu, dass sie seit einiger Zeit in Galao verliebt ist, der sie aber nicht sonderlich beachtet. Kurzerhand durchsticht Bica, die so schnell wie möglich ein Baby bekommen möchte, alle Kondome, die sie in den Hotelzimmern finden kann - schließlich weiß man nie, wem man begegnet und was sich daraus ergeben könnte. Als Bica in ihrer Trauer weinend im Bad sitzt, zieht der Duft von frisch gekochtem Kaffe nach dem Spezialrezept ihrer Mutter herein und sie hört ihre Mutter rufen - die tatsächlich auf dem roten Sofa sitzt und schon wieder anfängt, ihr gute Ratschläge zu erteilen. Ob an der Familienregel vielleicht doch etwas dran ist? Turbulente Tage kommen auf Bica und die Kollegen und Bewohner des Kleinen Schoßhotels zu...

Die Geschichte von Bica ist ein bisschen skurril und verrückt, witzig, ganz schön naiv, sehr märchenhaft, durchaus turbulent, erstaunlich weise und hat einen traurigen Kern und einiges an Wahrheit. Sie ist so bittersüß wie manch ein Kaffee und wird von Paul Mesa originell, humorvoll, charmant, bezaubernd, sensibel und mit der Leichtigkeit, die die Scherenschnitte auf dem Cover des Buches vermitteln, erzählt. À propos Kaffee: ganz offensichtlich liebt der Autor Kaffee, denn er lässt uns bei jeder seiner Figuren die Information zukommen, wie diese ihren Kaffee bevorzugt. Und ganz offensichtlich liebt der Autor Portugal, das er uns über die Geschichte von Bicas Mutter und den diversen Vätern Bicas nahe bringt.

"Die kleine Göttin der Fruchtbarkeit" ist eine Geschichte, die man einfach zur Unterhaltung genießen kann, die aber auch einiges bietet, um sich über Liebe in ihren verschiedenen Formen, Leben und Lebensgenuß Gedanken zu machen. Paul Mesa bietet mit einigen Lebensweisheiten in seinem Roman genug Anstöße dazu. Ich habe trotz des durchaus traurigen und anspruchsvollen Kerns "Die kleine Göttin der Fruchtbarkeit" am Ende mit einem Lächeln auf den Lippen geschlossen, denn es ist ein Genuss dieses kleine Buch bei zwei oder drei guten Kaffees zu lesen... Danke, Herr Mesa, von einer zufriedenen Leserin (1,78 m; trinkt am liebsten Latte Macchiato, im Sommer auch mal Frozen)!
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am 5. Oktober 2014
Die nicht sehr hoch gewachsene Bica, eigentlich Bianca, arbeitet in dem gemütlichen Schoßhotel mit der mondänen Chefin und den extravaganten Angestellten als Zimmermädchen. Sie ist sechsundzwanzig Jahre alt und wird stark von dem Geist ihrer kürzlich verstorbenen Mutter, der aus gutem Grund nicht gehen will, in Anspruch genommen. Das wiederum führt dazu, dass sie in Gedanken oft bei ihrem, ihr unbekannten, Vater und ihren sechs Stiefvätern verweilt. Außerdem ist sie unglücklich verliebt und auf der Suche nach einem Platz in ihrem Leben und merkt dabei gar nicht, dass sie geliebt wird. Schließlich führt sie die Suche nach sich und ihrem Vater nach Portugal, wo ihr kleines Leben einst begann und ihre Mutter endlich zur Ruhe kommen soll.

„Die kleine Göttin der Fruchtbarkeit“ ist ein lesenswertes Buch mit Esprit und charmantem Witz und duftet immer nach Kaffee. Paul Mesa entführt den Leser in eine Welt voller Sehnsüchte, Liebe, Tod, Kaffee, Körpergrößen, kleinen Verbrechen und bitteren Lügen. Dieses Buch schlägt gekonnt einen Bogen zwischen leichter Kost und anspruchsvoller Literatur. Leser, die einfach nur unterhalten werden wollen, kommen genauso auf ihre Kosten wie sinnsuchende Leser, die es etwas tiefgründiger mögen und für Kaffeeliebhaber ist dieses Buch sowieso ein absolutes Muss.
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am 29. November 2011
Bica ist Zimmermädchen im "kleinen Schoßhotel",sie leidet unter ihren 1,49 m Körpergröße und überhaupt. Ihre Mutter stirbt zu früh und das Leben von Bica, dem Zimmermädchen im 'Schoßhotel' gerät aus den Fugen. Warum der Tod der Mutter sie so arg beutelt, sie zur Stalkerin wird, von der Polizei aufgegriffen, fast ihren Job verliert, diese Auflösung behält sich der Autor bis zum Schluss auf.
Paul Mesa führt den Leser mit Liebe zum Kaffee in die Untiefen von Bicas Gedanken- und Gefühlswelt und durch das großartige 'Schoßhotel', bis einem die Romanheldin richtig ans Herz wächst. Fünf Sterne für die großartigen Ideen, den Schreibstil und die herrlich herzliche Art der Heldin.
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am 22. November 2011
<< Ob ich Freundinnen hatte? Unzählige. Sie waren noch kleiner als ich, passten zwischen die Seiten von Büchern oder in den Fernseher, sie sangen im Radio oder sie spielten, kaum größer als Ameisen, unten im Hof unserer ersten Pariser Wohnung. Jede bekam einen Namen verpasst, einen Charakter, und dann spielte ich mit Antoinette, Sabine und Mathilde Fangen, Verstecken , Verkleiden und lachte mit ihnen, während ich auf der Fensterbank im dreizehnten Stock saß und zu ihnen hinuntersah >>

Diese Passage aus "Die kleine Göttin der Fruchtbarkeit" von Paul Mesa ist bezeichnend für dieses Buch. Mit filigraner Sprache erzählt, feinfühlig und dann wieder distanziert, erschreckend persönlich und dann wieder wie durch ein Fernglas von ganz weit weg betrachtet, skizziert der Autor persönliche Szenen aus dem Leben von Bica, der Hauptperson, um sie dann wieder ganz unnahbar als Romanfigur zu klassifizieren. Der Leser darf ins Innerste von Bica blicken, um dann doch wieder zu merken, was es alles noch an Geheimnissen zu entdecken gäbe, würde der Autor mehr ins Detail gehen. Dieses Lesegefühl schwingt durch den gesamten Roman, der geradewegs auf ein Ende zusteuert, sich aber immer wieder in Rückschauen und Zukunftsfragen verliert.

Ich habe das Buch mit großen Interesse gelesen, konnte mir unter dem als Frauenbuch anmutenden Band nichts vorstellen, war von der Cover-Gestaltung und dem hochwertig erscheinenden Schutzumschlag irritiert. Das Lesebändchen ans Ende des Buches gelegt, konnte ich nach den ersten Seiten nicht mehr von der Lektüre lassen. Was passierte mit der Hauptperson in der Vergangenheit, was wird sie in den nächsten Minuten auf den nächsten Seiten erleben, wohin steuert die Geschichte.

Die Wortwahl, die vielen kleinen Detailbeschreibungen, die anklingenden Nebengeschichten, in die man sich gedanklich verlieren kann, der literarische Kaffeeduft, der sich durch den Roman zieht, ein wundervolles Debüt eines tollen Erzählers.

Wer sich auf dieses Buch einlässt, wird es genießen. Frisch aufgebrüht erwartet den Leser ein Buch wie ein starker und schwarzer Bica mit einer Crema, die man auch noch gerne nach dem Verzehr in Gedanken behält.
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am 4. September 2010
"Die kleine Göttin der Fruchtbarkeit" ist ein Lesevergnügen, das in keiner Hotelbibliothek fehlen sollte.
Es erzählt die Geschichte eines Zimmermädchens (Bica 1,49m), es erzählt von Genuß und Leidenschaft, von Kaffee und Kaffeekochkunst, von Müttern und Töchtern, von treuen und untreuen Männern und mutigen und feigen Frauen - kurzum von allem, was mit Liebe zu tun hat.
Sehr schön zu lesen und gut gemacht - Stück für Stück kommt der Leser hinter Bicas Geschichte und so formt sich im Laufe des Buches eine komplexere Hauptfigur, als sie auf den ersten Blick scheint.
Einziger Nachteil: Kaffeesucht quasi vorprogramiert.
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am 11. September 2010
Kleiner Mensch ganz groß? In diesem Fall Ja!

Die Story begleitet das Zimmermädchen Bianca Teves (alias Bica) auf einem kurzen, wenn auch wesentlichen Abschnitt ihres Lebens, nämlich der (letztlich erfolgreichen) Suche nach den eigenen Wurzeln. Diese Suche wird geprägt durch allerlei Skurrilitäten, die keine Langeweile aufkommen lassen, bis schließlich eins zum anderen findet.

Ein erfrischender, humorvoller und kurzweiliger Roman irgenwo zwischen Isabell Allende und Gabriel Garcia Marquez.
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am 2. Januar 2012
Bin ein bischen ettäuscht, für mich ist das Buch einfach langweilig und komisch, schön das ich kein anderes Buch im Urlaub dabei hatte sonst hätte ich es nicht zu ende gelesen.
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