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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drohnenland
Inhalt:
Europa ist sicher, dank flächendeckender Überwachung, mittels Drohnen, Überwachungskameras und Aufzeichnung aller Telefongespräche und Auswertung der von so gut wie jedem verwendeten Datenbrillen, ist es so gut wie unmöglich ein Verbrechen zu begehen ohne innerhalb kürzester Zeit überführt und verhaftet zu werden, es...
Vor 5 Monaten von M. H. veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Krimi in einer techniserten Umwelt der nahen Zukunft - mit Steinkirk und Lakritz
Dieser Roman spielt in einem Europa in einer nicht allzu fernen Zukunft. Der Meeresspiegel ist drastisch angestiegen und hat die Niederlande überflutet. Der Kontinent war in einige Kriege verwickelt und Terrorismus ist allgegenwärtig. Genau so allgegenwärtig ist die komplette Überwachung aller Bürger. Überall und rund um die Uhr. Dank...
Vor 19 Tagen von Ralf Boldt veröffentlicht


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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drohnenland, 16. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Inhalt:
Europa ist sicher, dank flächendeckender Überwachung, mittels Drohnen, Überwachungskameras und Aufzeichnung aller Telefongespräche und Auswertung der von so gut wie jedem verwendeten Datenbrillen, ist es so gut wie unmöglich ein Verbrechen zu begehen ohne innerhalb kürzester Zeit überführt und verhaftet zu werden, es ist sogar möglich anhand persönlicher Daten auszuwerten ob jemand in Zukunft eine Straftat begehen wird. Und dennoch tritt Kommissar Westerhuizen nach dem Mord an einem EU Parlamentarier auf der Stelle, alle Spuren verlaufen im Sande, es gibt weder menschliche noch technische Zeugen und auch ein eindeutiges Motiv das zum Mörder führen könnte, ist trotz intensiver Ermittlungen, mit allen technischen Mitteln und Befragungen im beruflichen und privaten Umfeld des Opfers nicht zu erkennen.
Erst nach und nach, findet Westerhuizen gemeinsam mit der Datenanalystin Ava, heraus, das nicht jeder Interesse an einer Aufklärung des Mordes hat und gerät in höchste Gefahr.
Meine Meinung:
Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, das mich so fesselte, das mich mit riss in eine Zukunft wie sie leider vorstellbar ist.
Ohne lange Erklärungen, führt uns der Autor in ein Europa, das eher einem totalitären Überwachungsstaat gleicht als einem friedlichen Länderbündnis. Er verrät nur wenig darüber, wie sich alles entwickelte. *Es ist, wie es ist* und das macht dieses Buch so besonders, Tom Hillenbrand beschreibt das Szenario mit einer Selbstverständlichkeit die den Leser vergessen lässt zu hinterfragen ob das was er beschreibt wirklich Realität ist oder sein kann oder doch nur niemals wahr werdende Fiction.
Mit Kommissar Westerhuizen, hat der Autor einen sehr sympathischen Charakter geschaffen, Lakritzsüchtig, Bogart Fan und mit einem wachen Verstand, ist er davon überzeugt, das trotz aller Technik die gute alte Polizeiarbeit von größter Wichtigkeit ist.
Der Kriminalfall an sich birgt nicht viel Neues, auch wenn ich Spaß am spekulieren hatte, hätte der Mord auch in 2014 aus den selben Beweggründen geschehen können.
Mein Fazit: Da der Autor es schafft ohne blutige Details von der ersten bis zur letzten Seite die Spannung aufrecht zu erhalten, ist es absolut Lesenswert. Von diesem Buch kann die NSA noch etwas lernen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Krimi in einer techniserten Umwelt der nahen Zukunft - mit Steinkirk und Lakritz, 11. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Dieser Roman spielt in einem Europa in einer nicht allzu fernen Zukunft. Der Meeresspiegel ist drastisch angestiegen und hat die Niederlande überflutet. Der Kontinent war in einige Kriege verwickelt und Terrorismus ist allgegenwärtig. Genau so allgegenwärtig ist die komplette Überwachung aller Bürger. Überall und rund um die Uhr. Dank modernster Endgeräte und gigantischen Datenbanken kann die Polizei blitzschnell alle Daten eines Menschen sehen. Kurz vor einer wichtigen Abstimmung im europäischen Parlament wird die Leiche eines Abgeordneten aufgefunden. Kommissar Aart van der Westerhuizen und seine Forensikerin Ava Bittmann sollen den Fall lösen. Und das bitte schnell. Doch je mehr sie ermitteln, desto geheimnisvoller wird der Fall. Denn es geht nicht nur um Mord.
Tom Hillenbrand läßt seine Protagonisten in einem hochtechnisierten Umfeld agieren. Sie haben einen lückenloser Zugriff auf Daten, die Autos fahren selbständig fahrende. Polizei und Wirtschaft benutzen Drohnen. Doch die fortgeschrittenste Erfindung ist die Spiegelung. Sie ermöglicht es, dass Menschen virtuell an andere Orte geschickt werden können. Für die Polizei bedeutet dies, dass die Ermittler blitzschnell am Tatort sind. Wie dies alles funktioniert wird nicht groß beschrieben, sondern als selbstverständlich vorausgesetzt. Bis auf die Spiegelung ist die Technologie eine Hochrechnung der heute vorhandenen.
Ist der Roman damit Science Fiction. Natürlich. Aber vor allem ist er ein Krimi. Nicht die Technik oder das futuristische Design ist die Hauptsache, sondern die spannend erzählte Geschichte. Wobei Hillenbrand die Elemente der SF sehr geschickt zu nutzen weiß. Ein Buch, dass die aktuelle Diskussion um den Überwachungsstaat aufgreift und bis ans Äußerste ausreizt.
Sprachlich stellenweise etwas zu nachlässig. Der Begriff „Steinkirk“ (eine Art Krawatte) kommt zu häufig vor. Der Protagonist verputzt im Roman mindestens einen Zentner Lakritz, was nach einige Weile auch ermüdet. Die Lösung wird zu lange herausgezögert, was dem Spannungsbogen schadet und die Lösung selbst ist nicht wirklich überraschend. Damit ist das Buch zwar eine angenehme Lektüre und gut zu lesen, aber nicht die Entdeckung des Jahres.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drohnen, die wie Hitchcocks Vögel einfallen, 15. Juli 2014
Von 
Christoph Martin Wieland (Oldenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Als Kriminalroman wird „Drohnenland“ von Tom Hillenbrand angekündigt, dabei ist dieser neueste Roman des sonst eher appetitanregenden Krimiautors der Science Fiction Literatur mit dystopischen Charakter zuzuordnen.

Wir werden in eine gar nicht allzu weite Zukunft versetzt, in 30 Jahren könnte Europa, könnte die Welt vielleicht wirklich so aussehen, wie Hillenbrand sie uns zeichnet: Der Klimawandel hat zugeschlagen, Land unter in Holland, wenige Privatresidenzen ruhen auf flexiblen Pontons, weltpolitische Gewichte haben sich verschoben, von den USA ist fast nichts zu hören, Asien und Europa dominieren das Geschehen, der Kampf um die Ölressourcen hatte atomare Folgen. Im Kern der Handlung geht es um die europäische Situation. 38 Staaten werden flächendeckend überwacht und kontrolliert, England ist wieder einmal auf dem Sprung in die Isolation. Vor diesem Hintergrund geht es um die Verabschiedung einer neuen Verfassung und dabei ist jede Stimme wichtig und noch unentschlossene Kandidaten fühlen sich plötzlich bedroht.

Ein solcher Abgeordneter wird erschossen vor Brüssel aufgefunden. Trotz Drohnen- und sonstiger Totalüberwachung, trotz allwissender Datenbrillen und scheinbar perfekten Analysecomputern tun sich Kommissar Westerhuizen und seine Datenanalystin Ava Bittmann schwer mit der Lösung des Falls. Zwar gibt es schnell Ergebnisse, die zu einem angeblichen Täter in Hamburg führen, aber Westerhuizen ist misstrauisch und stellt schnell fest, dass virtuelle Welten, die die Realität widerspiegeln sollen, durchaus manipuliert werden können. Anfangs sieht er den Wald vor lauter Bäumen nicht, da diese einmal da und einmal nicht da sind. Bald erkennt er aber, dass massive politische und wirtschaftliche Interessen nicht nur hinter der Ermordung des einen Parlamentariers stehen.

Das ist spannend, fast filmreif erzählt. Man braucht allerdings etwas, um sich in diese neue Datenwelt einzulesen. Die Hauptakteure Westerhuizen und Bittmann werden realistisch sympathisch gezeichnet, sie scheinen noch von unserer Welt, verliebt in Lakritze und Bogart. Ein Team, für das man sich wie bei Hillenbrands Luxemburger Koch Xavier Kieffer auch Folgeromane vorstellen könnte. Ein visionäres Buch, dessen Drohnen wie Hitchcocks Vögel unsere Welt bedrohen. Toll!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöne neue Welt oder 1984 up-dated ?, 11. Juli 2014
Von 
R. Müller "RM" (Köln, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Ein interessanter und spannender Kriminalroman, der zum Weiterdenken animiert. Das Ende hat zwar nach meiner Denke und Verständnis der technischen Lage eine logische Inkonsistenz, diese schadet dem Gesamtwerk jedoch nicht so stark, als das ich keine Lese-Empfehlung aussprechen würde.
Für eine evtl. folgende 2. Auflage sei dem Autor empfohlen, ähnlich wie z.B. Frank Schätzing, oder Marc Elsberg es leisten, ein Glossar anzuhängen. diese sollte eine Listung der mitspielenden Personen und ihrer Rolle im Roman, nebst einer Auflistung samt Kurzbeschreibung all der wundersamen neumodischen technischen Dinge enthalten, die die Geschichte so interessant und nah-futuristisch machen. In seinem Krimiroman bemüht sich der Autor die Technik so selbstverständlich einfließen zu lassen, das hier nicht ausreichend Raum für derartige Erklärungen verbleibt. Vielleicht ist das Ende deshalb auch mißverständlich, oder erscheint von der technischen Gegebenheit widersinnig.
Fazit: vier Sterne und eine Empfehlung zum Lesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen die Zukunft hat schon begonnen, 31. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Nicht ganz so wagemutig wie Daniel Suarez, aber nicht viel weniger spektakulär, nimmt sich Tom Hillenbrand des Themas der überwachten Gesellschaft an. In einer nicht näher definierten Zeit ist die permanente Überwachung zum Alltag geworden. Ein Mord öffnet Lücken in der Wirklichkeitskonstruktion mit unabsehbaren Folgen für das Individuum und die Gesellschaft. Eingebettet in eine politische Konstellation, die die üblichen utopischen Verwerfungen beinhaltet (verstrahltes Gebiet, Klimakatastrophe, etc.), wird ein spannungsreicher Plot in Gang gesetzt. Überraschungen nicht ausgeschlossen. Auch ein etwas schwacher Schluss beeinflusst den überaus positiven Gesamteindruck nicht. Noch ist es ja Sciencefiction.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dystopischer Krimi, 9. Oktober 2014
Von 
Werner Kossak - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Kindle Edition)
Außen steht Krimi drauf, aber tatsächlich ist „Drohnenland“ eine Mischung aus einem hardboiled Krimi Noir in der Tradition von Raymond Chandler und dystopischer Science Fiction. In einer zukünftigen Europäischen Union herrscht totale technische Kontrolle durch allerlei Drohnen („Drohnenland“) und ein grausamer Dauerregen, dank Klimawandel. Mit modernsten technischen Mitteln geht der holländische Kommissar Aart van der Westerhuizen einen Mordfall in der Nähe von Brüssel an.

Erzählt wird aus der Ermittlerperspektive Westerhuizens in lakonischem Tonfall, der bis zum Ende perfekt durchgehalten wird und für einen stetig angenehmen Lesefluss sorgt: „Eine Leiche in der flandrischen Marsch ist eigentlich kein Grund, derart früh aufzustehen. Normalerweise hätte ich mich von zu Hause aus kurz an den Tatort spiegeln lassen, um den Datenschnüfflern ein paar Anweisungen zu geben, und wäre danach wieder zu Bett gegangen. Doch bei Signore Pazzi liegen die Dinge anders. Ihn kann ich leider nicht mutterseelenallein im Regen herumliegen lassen, denn er ist ein Abgeordneter des Europäischen Parlaments. Genauer gesagt war er es, bis ihm jemand seinen politischen Instinkt und sein Modelgesicht wegblies.“ In exakt dem Stil geht es weiter.

Stückweise deckt Westerhuizen mit Hilfe seiner Analystin Ava und des allwissenden Computers Terry in der realen Welt und im Mirrorspace politisch motivierte Machenschaften und Intrigen auf, von denen er vielleicht besser die Finger gelassen hätte... Aus dem Cop wird auf diese Weise immer mehr ein Privat-Schnüffler gegen die staatliche Allmacht. Die Personen werden plastisch geschildert und die technischen und politischen Neuerungen fließen überschaubar in den Text ein. Der normale Krimi-Leser könnte allerdings mit den vielen technischen Details schon ein paar Probleme haben. Aber es lohnt sich, diese kleine Mühe auf sich zu nehmen, denn dieser SF-Krimi ist wirklich sehr unterhaltsam und spannend erzählt. Gerade die Verquickung von SF- und Krimi-Elementen macht den besonderen Reiz des Romans aus.

Nicht 100% überzeugend fand ich das Ende des Romans. Die Auflösung war zwar durchaus nachvollziehbar, aber das Ende fiel mir für einen eigentlich so finsteren Roman insgesamt zu positiv aus. Vermutlich sollen aber einfach alle Optionen für eine Fortsetzung offen gehalten werden. Dennoch ist „Drohnenland“ für mich insgesamt betrachtet eins der echten Highlights des Jahres!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir schreiben etwa das Jahr 2044 - und befinden uns im Drohnenland, 20. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
In den 40er Jahren dieses Jahrhunderts observieren Drohnen unser Tun und Treiben, Bewegungen und Verhalten nahezu aller Menschen, Parteien und Organisationen. In riesigen Datenbanken werden die Ergebnisse dieser totalen Überwachung gespeichert, durch künstliche Intelligenz verarbeitet und bei Bedarf berechtigten Nutzern präsentiert. George Orwells Science Fiction Roman 1984 erscheint als veraltetes, belächelnswertes Modell.

Neben globaler Observation scannen kleine Drohnen vor Sicherheitsbereichen die Retina von Personen bei Annäherung und geben Berechtigten den Zutritt frei. Minidrohnen in Fliegengröße observieren in Schwärmen Wohnungen und untersuchen Inhalte von Kühlschränken, nicht nur visuell sondern auch sensorisch und olfaktorisch. Geräte werden sprachgesteuert, auch Autos, die sich fahrerlos durch den Verkehr bewegen. Googlen am PC oder Smartphone ist obsolet, bearbeitete Daten werden in Spezialbrillen eingeblendet. Klimawandel hat bewirkt, dass die Meeresspiegel erheblich gestiegen sind, die Niederlande existieren nicht mehr und im verbliebenen Mitteleuropa fällt während der Regenzeit der Niederschlag nicht mehr in Form ehemals berühmter „cats and dogs“, vielmehr regnet es nun sprichwörtlich Kühe und Schweine. Die Union als Nachfolger der EU umfasst inzwischen 38 Mitgliedsstaaten und 8 assoziierte Territorien. Kriege haben die Grenzen verändert, neue Mächte entstehen lassen. Nun soll die Verfassung dieser Union geändert werden, auch mit dem Ziel, dass das United Kingdom endlich die Gemeinschaft verlassen kann.

In dieser Zeit, kurz vor der Abstimmung im Parlament, wird ein italienischer Abgeordneter auf dubiose Weise ermordet. Mit Unterstützung der Digitalforensik will Kommissar Westerhuizen den Mordfall klären. Trotz der Daten aus der totalen Überwachung stößt er dabei auf Fakten, die nicht zueinander passen, Indizien sind kaum vorhanden. Schließlich stellt er fest, ein Teil der Daten ist manipuliert. Nachforschungen, die ihn zu den Manipulateuren führen, bringen den belgischen Kommissar in große Gefahr, denn die Gegner sind mächtig und schrecken nicht vor Mord zurück, um ihre Ziele durchzusetzen.

Tom Hillenbrand, bisher in der Krimiszene bekannt durch kulinarische Krimis mit dem Protagonisten Xavier Kieffer, hat sich mit Drohnenland auf das Gebiet des SF-haften Krimis gewagt und es ist ihm im höchsten Maße gelungen!

Mit viel Fantasie zeichnet er das Bild einer künftigen Welt, geprägt durch umherschwirrende Drohnen, künstliche Intelligenzen, neue politische und wirtschaftliche Machtkonstellationen und eine durch Klimawandel veränderte Welt. Aus heutiger Sicht mag bei jeder der einzelnen Änderungen noch nicht einmal sehr viel Fantasie dazugehören, die Zukunft zu zeichnen. Für diese allumfassende Sicht, wie Hillenbrand unsere künftige Umgebung schildert, reicht aber wohl die Vorstellungskraft der meisten derzeitigen Erdbewohner nicht aus. Einiges werden meine Kinder und Enkelkinder sicher so erleben. Die Entwicklungen für die Welt in 30 Jahren sind doch schon recht fortgeschritten.

Und in diesem Szenario läuft der Plot eines Kriminalromans, der alles hat was ein gutes Buch dieses Genres auszeichnet: Spannung mit einem weiten Spannungsbogen, der Konflikt zwischen Kommissar und den zunächst unsichtbaren Gegenern mit der Balance von Gut und Böse, falsche Fährten und das Ungewisse, das kaum Glaubhafte, das dann doch so real erscheint.

Großartig, was Tom Hillenbrand in Drohnenland beschrieben hat!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aktuell, packend, erschütternd und sagenhaft recherchiert. Ein Buch in Perfektion!, 25. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Man kennt Star-Autor Tom Hillenbrand bisher aus dem Bereich der kulinarischen Genüsse in seinen unschlagbaren Krimis um Koch Xavier Kieffer. Nun bestreitet Autor Hillenbrand Neuland und hat mit "Drohnenland" eine brandaktuelle Thematik aufgegriffen und erschafft eine spannende Geschichte mit wissenschaftlichen Experimenten und der Gefahr und dem Segen der Datenspionage. Erschienen im KiWi-Verlag: [...].

Inhalt:
"Alles wird überwacht. Alles ist sicher. Doch dann geschieht ein Mord, der alles infrage stellt. Wozu Zeugen vernehmen, wenn all ihre Bewegungen und Gespräche bereits auf einer Festplatte archiviert sind? Warum Tatorte begehen, wenn fliegende Polizeidrohnen bereits alles abfotografiert haben? Als ein Brüsseler Parlamentarier auf einem Feld nahe der Hauptstadt ermordet aufgefunden wird, glaubt Kommissar Aart van der Westerhuizen zunächst, den Fall mithilfe des beinahe allwissenden Europol-Fahndungscomputers und der brillanten Forensikerin Ava Bittmann rasch lösen zu können. Und tatsächlich gibt es verblüffend schnell einen Verdächtigen. Doch dann entdeckt er immer mehr Hinweise darauf, dass die digitale Datenspur manipuliert wurde – und gerät in eine Verschwörung, die ganz Europa in seinen Grundfesten zu erschüttern droht."

Zum Schreibstil:
Autor Tom Hillenbrand weiß es einfach seine Leser zu fesseln. Schon allein die Thematik und der Klapptext machen mehr als neugierig und schrauben die Erwartungen enorm hoch. Hillenbrand hat mich nicht enttäuscht.
Höchst aktuell, enorm spannend, so viel Potential und ausgiebige Recherche, ein eigener Stil, ohne Abklatsch...rundum gelungen. Tom Hillenbrand hat mich gleich zu Beginn, bis zum atemberaubenden Showdown durch die Seiten katapultiert. Rasante Action, viel Wissen, technischer Hintergründ, verblüffende Möglichkeiten, bitterer Beigeschmack und eiskalter Nervenkitzel. Krimi meets Thriller. Autor Hillenbrand kann begeistern, kann schockieren, kann erschüttern und er kann einfach ein sagenhaftes Buch abliefern. WOW. Mir fehlen die Worte!
Trotz der komplexen Handlung, der Technik und der neuesten Möglichkeiten, hat es Tom Hillenbrand geschafft, diesen Thriller für Jedermann lesbar zu machen. Er ist weder flach noch zu schwer, sein Schreibstil ist genau das, was ich wollte....

Schauplätze:
Hier liest man, der Autor hat schon viel erlebt und gesehen. Ein Europa, so vielseitig und politisch, wie es ist. Dennoch herrscht die totale Überwachung. Big Brother EU is watching you...Bei der Wahl der Schauplätze konzentriert sich der Autor zunächst auf das politische Gebiet und weitet seine Ermittlungen dann auch noch in das private Umfeld der Beteiligten aus. Sehr eindrucksvoll hat er hier ein Europa definiert, welches vorstellbar, aber auch sehr beängstigend ist. Tom Hillenbrand hat einen rasanten Thriller erschaffen, mit einer sehr treffenden Auswahl an Schauplätzen im Bereich Forschung, Fiktion, Technik und Geheimprojekten. Das Buch erzeugt Bilder und großes Kino. Dennoch gibt Hillenbrand nur so viel preis wie möglich, aber nur so viel wie nötig. Dieser Umstand beflügelt die Fantasie der Leser sehr und ist somit authentisch und plausibel.

Charaktere:
Mit Kommissar Westerhuizen hat sich der Autor direkt in mein Herz geschrieben. Dieser Hauptprotagonist, mit seiner Partnerin Ava, erfüllt alle Sympathiepunkte. Westerhuizen verkörpert die BeNeLux, ist etwas verschroben, flink, wachsam und liebt Lakritz und die solide alte Ermittlungsarbeit. Ava hingegen ergänzt seine Arbeit perfekt, da sie das Know How bezüglich der Digitalforensik hat. Bei der Wahl der Charaktere konnte mich der Autor absolut überzeugen. Wir erleben noch sagenhafte Rollen und Nebenrollen, die zum Schubladendenken verführen, jedoch im Laufe der Handlung überraschende Wendungen bringen. Manche wird man bis zum Ende nicht mögen, manche werden den Leser überraschen. Mit Westerhuizen hat Tom Hillenbrand einen neuen Star geboren, bei diesem Ermittler droht Suchtgefahr!

Meinung:
Bei diesem Thriller habe ich mich wirklich von den Medien und der Presse beeindrucken lassen. Zu Recht. Meine Erwartungen waren hoch, und meine hohen Erwartungen wurden sogar übertroffen, dank der grandiosen Charaktere und des genialien Schreibstils und Könnens des Autors. Zudem bin ich immer auf der Suche nach hochbrisanten, komplexen und anspruchsvollen Thrillern. Die Thematik und der Klapptext schienen perfekt, und ist es auch.
Manches wirkte auf mich sehr beklemmend und ich musste beim Lesen häufig meinen Blickwinkel verstellen, hier hat der Autor enorme Recherche geleistet und sein Thema überzeugend und authentisch, ohne viel Blut und Gemetzel zu einem spannenden Nervenkitzel verarbeitet. Ein eingespieltes Team, fulminante Schauplätze, aktuelle Thematik, neueste Wissenschaft, Ermittlungen und höchste Gefahr... Durchatmen? Fehlanzeige. Ich bin durchweg begeistert. Jetzt hoffe ich auf weitere Fälle um Ermittler Westerhuizen!

Der Autor:
"Tom Hillenbrand, geboren 1972, studierte Europapolitik und war Ressortleiter bei Spiegel Online. Der Hobbykoch und Foodie verliebte sich während eines Luxemburger EU-Praktikums in das Großherzogtum. Seine Krimis um den Luxemburger Koch Xavier Kieffer ("Teufelsfrucht", "Rotes Gold", "Letzte Ernte") standen monatelang auf Platz eins der dortigen Bestsellerliste. Er lebt in München. Mehr Infos unter: tomhillenbrand.de"

Zum Cover:
Das Cover ist ein absoluter Blickfang und rundet den gelungenen Gesamteindruck ab. Sehr hochwertig. Der Klapptext ist der Renner und verspricht garantiert nicht zu viel!

Fazit:
Aktuell, packend, schockierend und sehr tiefgründig. Nervenkitzel!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Anfangs interessant, später nur noch langweilig, 1. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Die Fortspinnung des alles und jeden überall überwachenden Superstaates EU (Europas Untergang) hätte einen packenden Stoff für einen Politthriller abgeben können, denn die entsprechenden Tendenzen zeichnen sich bereits deutlich ab.
Aber leider hat es der Autor vorgezogen seine Idee zu verschenken und lieber einen auf "Mini-Schätzing" zu machen, man kommt sich auf den letzten 300 Seiten ständig wie einer Volksausgabe von "Limit" vor; der gleiche Erzählmodus, die gleiche Schnodderigkeit, a bisserl Sex, a bisserl Splatter, viel Korruption und Gewalt bis in die höchsten Stellen und so viel virtuelle Welten, daß zum Schluß nicht nur dem Helden plümerant wird.

Schade, man hätte wirklich mehr draus machen können; im Nachhinein bedaure ich die Zeit, ein vierstündiger Spaziergang (mehr Zeit braucht man nicht zum Lesen) durch die Rheinauen oder über die Kammlage des Thüringer Waldes wäre fruchtbringender gewesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste neue SF-Krimi kommt aus Deutschland?, 13. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Ja, das hat mich schon überrascht. Mit famoser Leichtigkeit sind in Drohnenland wirklich wichtige Thesen und Gedanken über die Gesellschaft in der Zukunft völlig unkompliziert und einfach so nebenbei an mir vorbei geflogen. Das Buch ist prall gefüllt mit Wichtigkeit und kommt doch so unbeschwert daher.

Einzig problematisch ist die Beschreibung des weiblichen Hauptcharakters aus Sicht des Protagonisten und der Plot hätte ohne dieses wirklich überzeugende Science-Fiction-Setting auch nur 4 Sterne erhalten. Aber in seiner Gänze ist dies einfach das beste Buch über unsere Zukunft, das ich in den letzten Monaten lesen durfte. Spannend und lehrreich. Besser wurde ich selten unterhalten.
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Drohnenland: Kriminalroman
Drohnenland: Kriminalroman von Tom Hillenbrand (Taschenbuch - 15. Mai 2014)
EUR 9,99
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