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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drohnenland - der beste Krimi seit Jahrzehnten
Phantastisch - Erschreckend - Faszinierend - Phänomenal - jetzt gehen mir die Superlative aus, aber das Buch ist wirklich sehr gut geschrieben, erschreckend in der detailllierten Schilderung, die logischen und unausweichlichen Folgen der totalen Überwachung und der fehlerlos arbeitenden Supercomputer. Alles Opfer, die man für die Bequemlichkeit gerne in...
Vor 3 Monaten von hekate veröffentlicht

versus
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Krimi in einer techniserten Umwelt der nahen Zukunft - mit Steinkirk und Lakritz
Dieser Roman spielt in einem Europa in einer nicht allzu fernen Zukunft. Der Meeresspiegel ist drastisch angestiegen und hat die Niederlande überflutet. Der Kontinent war in einige Kriege verwickelt und Terrorismus ist allgegenwärtig. Genau so allgegenwärtig ist die komplette Überwachung aller Bürger. Überall und rund um die Uhr. Dank...
Vor 4 Monaten von Ralf Boldt veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drohnenland - der beste Krimi seit Jahrzehnten, 20. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Phantastisch - Erschreckend - Faszinierend - Phänomenal - jetzt gehen mir die Superlative aus, aber das Buch ist wirklich sehr gut geschrieben, erschreckend in der detailllierten Schilderung, die logischen und unausweichlichen Folgen der totalen Überwachung und der fehlerlos arbeitenden Supercomputer. Alles Opfer, die man für die Bequemlichkeit gerne in Kauf nimmt..
Eine Mischung aus George Orwell und Isaac Asimow...faszinierend, wie die Realität verschwimmt, was gibt es bereits, was ist bereits möglich und was wird derzeit schon angewendet....Killerdrohnen gibt es schon, Lieferdrohnen auch, zwar noch nicht in der Menge oder Selbstverständlichkeit wie im Buch beschrieben, aber..
Mich hat dieser Roman richtig gepackt. Auch erschreckt, wenn man näher darüber nachdenkt, aber die Faszination überwiegt . Mal schauen, was unsere Zukunft bringt..
Hoffentlich mehr Bücher in dieser Qualität von diesem Autor
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste neue SF-Krimi kommt aus Deutschland?, 13. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Ja, das hat mich schon überrascht. Mit famoser Leichtigkeit sind in Drohnenland wirklich wichtige Thesen und Gedanken über die Gesellschaft in der Zukunft völlig unkompliziert und einfach so nebenbei an mir vorbei geflogen. Das Buch ist prall gefüllt mit Wichtigkeit und kommt doch so unbeschwert daher.

Einzig problematisch ist die Beschreibung des weiblichen Hauptcharakters aus Sicht des Protagonisten und der Plot hätte ohne dieses wirklich überzeugende Science-Fiction-Setting auch nur 4 Sterne erhalten. Aber in seiner Gänze ist dies einfach das beste Buch über unsere Zukunft, das ich in den letzten Monaten lesen durfte. Spannend und lehrreich. Besser wurde ich selten unterhalten.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drohnen, die wie Hitchcocks Vögel einfallen, 15. Juli 2014
Von 
Christoph Martin Wieland (Oldenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Als Kriminalroman wird „Drohnenland“ von Tom Hillenbrand angekündigt, dabei ist dieser neueste Roman des sonst eher appetitanregenden Krimiautors der Science Fiction Literatur mit dystopischen Charakter zuzuordnen.

Wir werden in eine gar nicht allzu weite Zukunft versetzt, in 30 Jahren könnte Europa, könnte die Welt vielleicht wirklich so aussehen, wie Hillenbrand sie uns zeichnet: Der Klimawandel hat zugeschlagen, Land unter in Holland, wenige Privatresidenzen ruhen auf flexiblen Pontons, weltpolitische Gewichte haben sich verschoben, von den USA ist fast nichts zu hören, Asien und Europa dominieren das Geschehen, der Kampf um die Ölressourcen hatte atomare Folgen. Im Kern der Handlung geht es um die europäische Situation. 38 Staaten werden flächendeckend überwacht und kontrolliert, England ist wieder einmal auf dem Sprung in die Isolation. Vor diesem Hintergrund geht es um die Verabschiedung einer neuen Verfassung und dabei ist jede Stimme wichtig und noch unentschlossene Kandidaten fühlen sich plötzlich bedroht.

Ein solcher Abgeordneter wird erschossen vor Brüssel aufgefunden. Trotz Drohnen- und sonstiger Totalüberwachung, trotz allwissender Datenbrillen und scheinbar perfekten Analysecomputern tun sich Kommissar Westerhuizen und seine Datenanalystin Ava Bittmann schwer mit der Lösung des Falls. Zwar gibt es schnell Ergebnisse, die zu einem angeblichen Täter in Hamburg führen, aber Westerhuizen ist misstrauisch und stellt schnell fest, dass virtuelle Welten, die die Realität widerspiegeln sollen, durchaus manipuliert werden können. Anfangs sieht er den Wald vor lauter Bäumen nicht, da diese einmal da und einmal nicht da sind. Bald erkennt er aber, dass massive politische und wirtschaftliche Interessen nicht nur hinter der Ermordung des einen Parlamentariers stehen.

Das ist spannend, fast filmreif erzählt. Man braucht allerdings etwas, um sich in diese neue Datenwelt einzulesen. Die Hauptakteure Westerhuizen und Bittmann werden realistisch sympathisch gezeichnet, sie scheinen noch von unserer Welt, verliebt in Lakritze und Bogart. Ein Team, für das man sich wie bei Hillenbrands Luxemburger Koch Xavier Kieffer auch Folgeromane vorstellen könnte. Ein visionäres Buch, dessen Drohnen wie Hitchcocks Vögel unsere Welt bedrohen. Toll!
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drohnenland, 16. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Inhalt:
Europa ist sicher, dank flächendeckender Überwachung, mittels Drohnen, Überwachungskameras und Aufzeichnung aller Telefongespräche und Auswertung der von so gut wie jedem verwendeten Datenbrillen, ist es so gut wie unmöglich ein Verbrechen zu begehen ohne innerhalb kürzester Zeit überführt und verhaftet zu werden, es ist sogar möglich anhand persönlicher Daten auszuwerten ob jemand in Zukunft eine Straftat begehen wird. Und dennoch tritt Kommissar Westerhuizen nach dem Mord an einem EU Parlamentarier auf der Stelle, alle Spuren verlaufen im Sande, es gibt weder menschliche noch technische Zeugen und auch ein eindeutiges Motiv das zum Mörder führen könnte, ist trotz intensiver Ermittlungen, mit allen technischen Mitteln und Befragungen im beruflichen und privaten Umfeld des Opfers nicht zu erkennen.
Erst nach und nach, findet Westerhuizen gemeinsam mit der Datenanalystin Ava, heraus, das nicht jeder Interesse an einer Aufklärung des Mordes hat und gerät in höchste Gefahr.
Meine Meinung:
Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, das mich so fesselte, das mich mit riss in eine Zukunft wie sie leider vorstellbar ist.
Ohne lange Erklärungen, führt uns der Autor in ein Europa, das eher einem totalitären Überwachungsstaat gleicht als einem friedlichen Länderbündnis. Er verrät nur wenig darüber, wie sich alles entwickelte. *Es ist, wie es ist* und das macht dieses Buch so besonders, Tom Hillenbrand beschreibt das Szenario mit einer Selbstverständlichkeit die den Leser vergessen lässt zu hinterfragen ob das was er beschreibt wirklich Realität ist oder sein kann oder doch nur niemals wahr werdende Fiction.
Mit Kommissar Westerhuizen, hat der Autor einen sehr sympathischen Charakter geschaffen, Lakritzsüchtig, Bogart Fan und mit einem wachen Verstand, ist er davon überzeugt, das trotz aller Technik die gute alte Polizeiarbeit von größter Wichtigkeit ist.
Der Kriminalfall an sich birgt nicht viel Neues, auch wenn ich Spaß am spekulieren hatte, hätte der Mord auch in 2014 aus den selben Beweggründen geschehen können.
Mein Fazit: Da der Autor es schafft ohne blutige Details von der ersten bis zur letzten Seite die Spannung aufrecht zu erhalten, ist es absolut Lesenswert. Von diesem Buch kann die NSA noch etwas lernen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aktuell, packend, erschütternd und sagenhaft recherchiert. Ein Buch in Perfektion!, 25. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Man kennt Star-Autor Tom Hillenbrand bisher aus dem Bereich der kulinarischen Genüsse in seinen unschlagbaren Krimis um Koch Xavier Kieffer. Nun bestreitet Autor Hillenbrand Neuland und hat mit "Drohnenland" eine brandaktuelle Thematik aufgegriffen und erschafft eine spannende Geschichte mit wissenschaftlichen Experimenten und der Gefahr und dem Segen der Datenspionage. Erschienen im KiWi-Verlag: [...].

Inhalt:
"Alles wird überwacht. Alles ist sicher. Doch dann geschieht ein Mord, der alles infrage stellt. Wozu Zeugen vernehmen, wenn all ihre Bewegungen und Gespräche bereits auf einer Festplatte archiviert sind? Warum Tatorte begehen, wenn fliegende Polizeidrohnen bereits alles abfotografiert haben? Als ein Brüsseler Parlamentarier auf einem Feld nahe der Hauptstadt ermordet aufgefunden wird, glaubt Kommissar Aart van der Westerhuizen zunächst, den Fall mithilfe des beinahe allwissenden Europol-Fahndungscomputers und der brillanten Forensikerin Ava Bittmann rasch lösen zu können. Und tatsächlich gibt es verblüffend schnell einen Verdächtigen. Doch dann entdeckt er immer mehr Hinweise darauf, dass die digitale Datenspur manipuliert wurde – und gerät in eine Verschwörung, die ganz Europa in seinen Grundfesten zu erschüttern droht."

Zum Schreibstil:
Autor Tom Hillenbrand weiß es einfach seine Leser zu fesseln. Schon allein die Thematik und der Klapptext machen mehr als neugierig und schrauben die Erwartungen enorm hoch. Hillenbrand hat mich nicht enttäuscht.
Höchst aktuell, enorm spannend, so viel Potential und ausgiebige Recherche, ein eigener Stil, ohne Abklatsch...rundum gelungen. Tom Hillenbrand hat mich gleich zu Beginn, bis zum atemberaubenden Showdown durch die Seiten katapultiert. Rasante Action, viel Wissen, technischer Hintergründ, verblüffende Möglichkeiten, bitterer Beigeschmack und eiskalter Nervenkitzel. Krimi meets Thriller. Autor Hillenbrand kann begeistern, kann schockieren, kann erschüttern und er kann einfach ein sagenhaftes Buch abliefern. WOW. Mir fehlen die Worte!
Trotz der komplexen Handlung, der Technik und der neuesten Möglichkeiten, hat es Tom Hillenbrand geschafft, diesen Thriller für Jedermann lesbar zu machen. Er ist weder flach noch zu schwer, sein Schreibstil ist genau das, was ich wollte....

Schauplätze:
Hier liest man, der Autor hat schon viel erlebt und gesehen. Ein Europa, so vielseitig und politisch, wie es ist. Dennoch herrscht die totale Überwachung. Big Brother EU is watching you...Bei der Wahl der Schauplätze konzentriert sich der Autor zunächst auf das politische Gebiet und weitet seine Ermittlungen dann auch noch in das private Umfeld der Beteiligten aus. Sehr eindrucksvoll hat er hier ein Europa definiert, welches vorstellbar, aber auch sehr beängstigend ist. Tom Hillenbrand hat einen rasanten Thriller erschaffen, mit einer sehr treffenden Auswahl an Schauplätzen im Bereich Forschung, Fiktion, Technik und Geheimprojekten. Das Buch erzeugt Bilder und großes Kino. Dennoch gibt Hillenbrand nur so viel preis wie möglich, aber nur so viel wie nötig. Dieser Umstand beflügelt die Fantasie der Leser sehr und ist somit authentisch und plausibel.

Charaktere:
Mit Kommissar Westerhuizen hat sich der Autor direkt in mein Herz geschrieben. Dieser Hauptprotagonist, mit seiner Partnerin Ava, erfüllt alle Sympathiepunkte. Westerhuizen verkörpert die BeNeLux, ist etwas verschroben, flink, wachsam und liebt Lakritz und die solide alte Ermittlungsarbeit. Ava hingegen ergänzt seine Arbeit perfekt, da sie das Know How bezüglich der Digitalforensik hat. Bei der Wahl der Charaktere konnte mich der Autor absolut überzeugen. Wir erleben noch sagenhafte Rollen und Nebenrollen, die zum Schubladendenken verführen, jedoch im Laufe der Handlung überraschende Wendungen bringen. Manche wird man bis zum Ende nicht mögen, manche werden den Leser überraschen. Mit Westerhuizen hat Tom Hillenbrand einen neuen Star geboren, bei diesem Ermittler droht Suchtgefahr!

Meinung:
Bei diesem Thriller habe ich mich wirklich von den Medien und der Presse beeindrucken lassen. Zu Recht. Meine Erwartungen waren hoch, und meine hohen Erwartungen wurden sogar übertroffen, dank der grandiosen Charaktere und des genialien Schreibstils und Könnens des Autors. Zudem bin ich immer auf der Suche nach hochbrisanten, komplexen und anspruchsvollen Thrillern. Die Thematik und der Klapptext schienen perfekt, und ist es auch.
Manches wirkte auf mich sehr beklemmend und ich musste beim Lesen häufig meinen Blickwinkel verstellen, hier hat der Autor enorme Recherche geleistet und sein Thema überzeugend und authentisch, ohne viel Blut und Gemetzel zu einem spannenden Nervenkitzel verarbeitet. Ein eingespieltes Team, fulminante Schauplätze, aktuelle Thematik, neueste Wissenschaft, Ermittlungen und höchste Gefahr... Durchatmen? Fehlanzeige. Ich bin durchweg begeistert. Jetzt hoffe ich auf weitere Fälle um Ermittler Westerhuizen!

Der Autor:
"Tom Hillenbrand, geboren 1972, studierte Europapolitik und war Ressortleiter bei Spiegel Online. Der Hobbykoch und Foodie verliebte sich während eines Luxemburger EU-Praktikums in das Großherzogtum. Seine Krimis um den Luxemburger Koch Xavier Kieffer ("Teufelsfrucht", "Rotes Gold", "Letzte Ernte") standen monatelang auf Platz eins der dortigen Bestsellerliste. Er lebt in München. Mehr Infos unter: tomhillenbrand.de"

Zum Cover:
Das Cover ist ein absoluter Blickfang und rundet den gelungenen Gesamteindruck ab. Sehr hochwertig. Der Klapptext ist der Renner und verspricht garantiert nicht zu viel!

Fazit:
Aktuell, packend, schockierend und sehr tiefgründig. Nervenkitzel!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht Geld sondern Daten regieren die Welt!, 25. August 2014
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Geld regiert die Welt, aber in Tom Hillenbrands Sci-Fi Thriller Drohnenland" sind es Daten und Informationen, die die Machthungrigen gezielt einsetzen, um ihre Ziele zu erreichen.

Handlungsort ist im Wesentlichen Brüssel, und die Geschichte spielt sich in einer Zukunft ab, die sich George Orwell in seinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt hätte. Nicht nur, dass jeder Schritt und jede Handlung der Individuen von den allgegenwärtigen Drohnen überwacht wird, nein, es ist noch viel schlimmer, denn mit Hilfe der aus der Überwachung gewonnenen Daten werden Profile erstellt, die in der Lage sind, das Verhalten, die persönliche Entwicklung oder auch Krankheiten der Menschen vorherzusagen. Bereits diese Vorstellung ist gruselig!

Aber auch das politische Weltgefüge hat sich verändert. Die Vereinigten Staaten existieren zwar noch, spielen aber keine Rolle mehr. Portugal, früher eines der Armenhäuser Europas, hat mittlerweile das Sagen in der EU, denn durch die Lage am Atlantik verfügt das Land, dank der Wellenkraft, über unglaubliche Geldreserven. Das Klima hat sich verändert, und Dauerregen sorgt dafür, dass der Meeresspiegel stetig ansteigt, was dazu geführt hat, dass unkontrollierbare Wassermassen sowohl Holland als auch den Norden Deutschland überflutet und ausradiert haben.

Hauptfigur ist Aart Westerhuizen von Europol, ein sympathischer Kommissar der alten Schule. Ihm zur Seite steht Ava Bittman, eine israelische Datenspezialistin, immer vertraut mit den neuesten Technologien. Gemeinsam arbeiten sie an dem Fall des ermordeten EU-Parlamentariers und müssen zu ihrem Leidwesen feststellen, dass auch die totale Kontrolle ausgehebelt werden kann, wenn mächtige Interessen dahinterstehen.

Bei Sci-Fi Thrillern besteht oft die Gefahr, dass die Story trocken" und techniklastig daherkommt. Nicht so bei Drohnenland", denn obwohl Tom Hillenbrand seine Leser detailliert mit den Funktionsweisen der diversen Überwachungsinstrumente vertraut macht, gelingt es ihm, dies wohldosiert in eine spannende Handlung zu integrieren. Und vieles, was als utopisches Szenario beschrieben war, ist leider Realität, wie wir glücklicherweise mittlerweile durch die verschiedenen Whistleblower erfahren haben. Lesen!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir schreiben etwa das Jahr 2044 - und befinden uns im Drohnenland, 20. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
In den 40er Jahren dieses Jahrhunderts observieren Drohnen unser Tun und Treiben, Bewegungen und Verhalten nahezu aller Menschen, Parteien und Organisationen. In riesigen Datenbanken werden die Ergebnisse dieser totalen Überwachung gespeichert, durch künstliche Intelligenz verarbeitet und bei Bedarf berechtigten Nutzern präsentiert. George Orwells Science Fiction Roman 1984 erscheint als veraltetes, belächelnswertes Modell.

Neben globaler Observation scannen kleine Drohnen vor Sicherheitsbereichen die Retina von Personen bei Annäherung und geben Berechtigten den Zutritt frei. Minidrohnen in Fliegengröße observieren in Schwärmen Wohnungen und untersuchen Inhalte von Kühlschränken, nicht nur visuell sondern auch sensorisch und olfaktorisch. Geräte werden sprachgesteuert, auch Autos, die sich fahrerlos durch den Verkehr bewegen. Googlen am PC oder Smartphone ist obsolet, bearbeitete Daten werden in Spezialbrillen eingeblendet. Klimawandel hat bewirkt, dass die Meeresspiegel erheblich gestiegen sind, die Niederlande existieren nicht mehr und im verbliebenen Mitteleuropa fällt während der Regenzeit der Niederschlag nicht mehr in Form ehemals berühmter „cats and dogs“, vielmehr regnet es nun sprichwörtlich Kühe und Schweine. Die Union als Nachfolger der EU umfasst inzwischen 38 Mitgliedsstaaten und 8 assoziierte Territorien. Kriege haben die Grenzen verändert, neue Mächte entstehen lassen. Nun soll die Verfassung dieser Union geändert werden, auch mit dem Ziel, dass das United Kingdom endlich die Gemeinschaft verlassen kann.

In dieser Zeit, kurz vor der Abstimmung im Parlament, wird ein italienischer Abgeordneter auf dubiose Weise ermordet. Mit Unterstützung der Digitalforensik will Kommissar Westerhuizen den Mordfall klären. Trotz der Daten aus der totalen Überwachung stößt er dabei auf Fakten, die nicht zueinander passen, Indizien sind kaum vorhanden. Schließlich stellt er fest, ein Teil der Daten ist manipuliert. Nachforschungen, die ihn zu den Manipulateuren führen, bringen den belgischen Kommissar in große Gefahr, denn die Gegner sind mächtig und schrecken nicht vor Mord zurück, um ihre Ziele durchzusetzen.

Tom Hillenbrand, bisher in der Krimiszene bekannt durch kulinarische Krimis mit dem Protagonisten Xavier Kieffer, hat sich mit Drohnenland auf das Gebiet des SF-haften Krimis gewagt und es ist ihm im höchsten Maße gelungen!

Mit viel Fantasie zeichnet er das Bild einer künftigen Welt, geprägt durch umherschwirrende Drohnen, künstliche Intelligenzen, neue politische und wirtschaftliche Machtkonstellationen und eine durch Klimawandel veränderte Welt. Aus heutiger Sicht mag bei jeder der einzelnen Änderungen noch nicht einmal sehr viel Fantasie dazugehören, die Zukunft zu zeichnen. Für diese allumfassende Sicht, wie Hillenbrand unsere künftige Umgebung schildert, reicht aber wohl die Vorstellungskraft der meisten derzeitigen Erdbewohner nicht aus. Einiges werden meine Kinder und Enkelkinder sicher so erleben. Die Entwicklungen für die Welt in 30 Jahren sind doch schon recht fortgeschritten.

Und in diesem Szenario läuft der Plot eines Kriminalromans, der alles hat was ein gutes Buch dieses Genres auszeichnet: Spannung mit einem weiten Spannungsbogen, der Konflikt zwischen Kommissar und den zunächst unsichtbaren Gegenern mit der Balance von Gut und Böse, falsche Fährten und das Ungewisse, das kaum Glaubhafte, das dann doch so real erscheint.

Großartig, was Tom Hillenbrand in Drohnenland beschrieben hat!
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5.0 von 5 Sternen Drohnenland gibt uns einen Vorgeschmack auf unsere Zukunft., 26. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Aart van der Westerhuizen ist ein Emittler für Europol. Er soll den Mord am Abgeordneten Vittorio Pazzi aufklären. Normalerweise ist ein Mord binnen maximal 24 Stunden restlos aufgeklärt. Bei Pazzi dauert es allerdings etwas länger, denn er wurde in einem Feld, an einem verlassenen Ort erschossen. Und dort ist die allgegenwärtige Ueberwachung weniger ausgeprägt. Allerdings glaubt Aart, dass mehr hinter diesem Mord steckt und im Zusammenhang mit weiteren Todesfällen betrachtet werden muss, auch wenn die Beweislage eindeutig erscheint.

Was dieses Buch auszeichnet und heute absolut lesenswert macht ist weniger die Geschichte selbst, als das drum herum. Ich wage aber zu behaupten, dass dieses Buch in 20-30 Jahren überhaupt nicht mehr lesenswert sein wird, weil bis dahin vieles von dem, was jetzt noch futuristisch, ungewöhnlich und unerhört tönt, Alltag und ganz normal sein wird.

Die Leute tragen alle Specs. Darauf rufen sie ständig Informationen aller Art ab. Autos fahren autonom und ohne dass ein Mensch sie lenken muss. Pakete, wichtige Mitteilungen etc. werden von Drohnen ausgeliefert und Ueberwachungsdrohnen sowie -kameras sind allgegenwärtig. Zudem sind all diese Unmengen von Informationen zusammengelinkt und werden laufend von mächtigen Computern ausgewertet. Es ist dem Ueberwachungsstaat zum Beispiel binnen Sekunden möglich, von einem x-beliebigen Bürger die Wahrscheinlichkeit errechnen zu lassen wie er wählen und abstimmen wird, ob er in seinem Leben strafffällig wird, wo er voraussichtlich seinen nächsten Urlaub verbringt und mit wem, was er am nächsten Tag zu Mittag essen wird, etc. Im totalen Ueberwachungsstaat kennt der Computer die Menschen besser als sie sich selber. Das birgt aber auch immense Gefahren.

Utopie? Nein, wir steuern heute wirklich mit Vollgas auf diese Zukunft zu. Eine enorme Fülle an Informationen über jeden Einzelnen ist heutzutage bereits vorhanden (Mobiltelephon, Facebook, Treuekarten, Internetbestellungen, EMail, Fitnessarmband, ...). Die einzelnen Dateninseln sind nur noch nicht so gut miteinander verbunden. Viele der beschriebenen Technologien existieren bereits: Was im Buch als Specs bezeichnet wird ist heute die als "Google Glass" bekannte Brille. Selbstfahrende Autos gibt es ebenfalls; noch nicht auf öffentlichen Strassen, aber in mindestens einer Stadt in den USA sowie auf Firmengeländen wird diese Technologie heute auch ausserhalb der Labors getestet. Sowohl Amazon (Buchauslieferungen auf Stadtgebiet) als auch Google (in Australien) sezten mindestens testweise Transportdrohnen ein. Für Land- und Gebäudevermessungen werden Drohnen bereits seit einiger Zeit eingesetzt und mindestens in Teilen der USA wird auch Ueberwachung damit getrieben. Fest installierte Ueberwachungskameras begegnen uns an immer mehr Orten (Bahn, Bus, öffentliche Plätze und Gebäude, Restaurants, ...), teils auch mit Gesichtserkennung und Messung der Körpertemperatur (Flughafen). Wer die Szenarien im Buch als weltfremd und übertrieben abtut, versteht nicht, wohin sich unsere Zivilisation bewegt. Drohnenland gibt uns einen Vorgeschmack darauf.
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5.0 von 5 Sternen Die Bestie Europa wird fallen! Erwacht Völker des Kontinents! Albion weist euch den Weg!, 11. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Ein Satz (Seite 133) aus dieser beklemmenden Dystopie, der schon ein wenig prophetisch wirkt, betrachtet man das heutige Geschehen innerhalb der EU. Er beschreibt jedoch nicht das Hauptanliegen dieses zu Beginn schwer in die Hufe kommenden kriminalpolitischen Romans, der zeitlich in nicht ganz entfernter Zukunft des Kontinents angesiedelt ist.

Die Welt hat sich gewandelt; die USA scheinen politisch und wirtschaftlich aus dem Rennen genommen, die Asiaten dominieren einen Teil der Welt, die EU hat 38 Gliedstatten-UK ist out; die Niederlande sind überflutet. Europol ist eine mächtige Behörde geworden, die EU hält sich auch einen Geheimdienst (RR).

In einer hochtechnisierten Welt, die Privatheit nicht mehr zu können scheint und die von Drohnen und Satelliten kontinuierlich gescannt wird, hat sich auch Polizeiarbeit verändert. Da alle aufgenommenen Daten einen sofortigen Verarbeitung unterzogen werden, lassen sich Tatorte und dort Geschehenes auch spiegeln, d.h. auch zeitlich rückwärts verfolgen. Auch besteht die allerdings nicht jedem zugängliche Möglichkeit, sozusagen als ghost –also vollkommen unsichtbar - über eine virtuelle Nebenwelt reale Plätze aufzusuchen, ohne dass in die reale Welt unmittelbar eingegriffen werden könnte. Kommissar Aart Westerhuizen obliegt es, den an einem außerhalb gelegenen und deswegen wenig überwachtem Ort ermordeten Mitglied des EU-Parlamentes aufzuklären. Intrigantes Spiel will das vereiteln, das jedoch vergeblich.

Es ist weniger der Plot, den Genre-Liebhaber wohl schon hundertfach gelesen haben, der den Leser bannt als vielmehr die Möglichkeiten, welche durch technologische Hochrüstung und unbekümmert ermöglichten Datentransfer der Menschen geschaffen sind bzw. werden können. Privatheit ist Geschichte, totale Überwachung selbst durch Specs (Datenbrillen a la g-glass), implantierte chips etc. geschaffene Gegenwart.

Die Geschichte, die ein wenig an Minority Report erinnert, wird weitgehend sachlich, aber auch mit verhaltenem feinem Witz und vor allem auch technisch gut recherchiert präsentiert.

Fazit: dem Autor gelingt es nicht nur, gut und teils humorvoll und auch spannend zu unterhalten; für den, der es sehen will, steckt auch die eine oder andere Warnung vor vielleicht nicht gewollten zukünftigen Verhältnissen drin.
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5.0 von 5 Sternen Ein Blick in die Zukunft, 28. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Drohnenland: Kriminalroman (Taschenbuch)
Meine Meinung:
Ich konnte mir anfangs noch nicht so viel unter diesem Krimi vorstellen. Klar... Alles wird überwacht, aber alles wird mit Drohnen gemacht? Schon sehr seltsam, aber dieses Thema wird immer akuteller. Es wird mittlerweile ja schon darüber gesprochen, dass Päckchen in Zukunft mit Drohnen ausgeliefert werden, etc.

Genau dieses Thema hat Tom Hillenbrand aufgenommen und daraus einen Krimi "gestrickt".

Es war teilweise schon wirklich erschreckend, wenn man sich überlegt, dass alles so kommen könnte, wie er es beschreibt und so unwahrscheinlich ist das alles gar nicht. Autos, die sprachgesteuert selbst in der Gegend rumfahren? Ich weiß, dass es mittlerweile schon Traktoren gibt, die GPS gesteuert sind. Sie merken sich genau, wo sie schon waren und man muss selbst gar nicht viel tun.

Aber nicht nur die Auffassung der möglichen Zukunft hat mich fasziniert. Auch der Schreibstil des Autors ist einfach genial. Man merkt, dass er sich mit den aktuellen Themen befasst. Sei es Technik als auch Politik.

Die handelnden Personen sind mir gleich nahe gekommen. Ich konnte mich mit ihnen identifizieren. Aart van der Westerhuizen weiß genau was er will und lässt sich durch nichts und niemanden aufhalten. Aber er wäre nicht so erfolgreich, wenn nicht seine Analystin Ava bei ihm sein würde. Sie ist seine rechte Hand uns steht ihm immer zur Seite. Auch bei den negativen Aspekten. Dabei setzen sie alle möglichen Mittel ein. Ob alles legal ist, sei zu bezweifeln ;)

Ich muss wirklich sagen, dass mich dieser Krimi voll und ganz überzeugt hat. Er ist einfach anders und zieht einen in den Bann. Mit viel Geschick kann Tom Hillenbrand erzählen wie es sein wird und man stellt sich alles auch wirklich bildlich vor.

Fazit:
Unbedingt lesen, wenn man sich auch ein wenig für die neuen Entwicklungen in der Technik interessiert.
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Drohnenland: Kriminalroman
Drohnenland: Kriminalroman von Tom Hillenbrand (Taschenbuch - 15. Mai 2014)
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