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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach großartig
Gereon Rath ermittelt wieder, und dieses Mal nicht nur in Berlin sondern auch in Ostpreußen. Die Polizei findet eine Leiche, die auf außergewöhnliche Art und Weise gestorben ist. Im „Haus Vaterland“, dem Vergnügungstempel am Potsdamer Platz in den 30er Jahren, wurde der Mann im Fahrstuhl zunächst mit einem seltenen Gift betäubt...
Vor 11 Monaten von leserattebremen veröffentlicht

versus
10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Auch die Audio-CD ist eine gekürzte Ausgabe - äußerst enttäuschend
Die Ausgabe Hörbuch-Download wird ausdrücklich als "Gekürzte Ausgabe" beworben. Da ich nur an vollständigen Audibooks interessiert bin, habe ich mir den Hörbuch-Download nicht gekauft. Bei der Ausgabe "Audio CD, Audiobook" fehlt jeglicher Hinweis darauf, daß es sich auch hierbei um eine gekürzte Ausgabe handelt. Dies erschließt...
Vor 21 Monaten von Markus Stamm veröffentlicht


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach großartig, 9. Januar 2014
Gereon Rath ermittelt wieder, und dieses Mal nicht nur in Berlin sondern auch in Ostpreußen. Die Polizei findet eine Leiche, die auf außergewöhnliche Art und Weise gestorben ist. Im „Haus Vaterland“, dem Vergnügungstempel am Potsdamer Platz in den 30er Jahren, wurde der Mann im Fahrstuhl zunächst mit einem seltenen Gift betäubt und dann ertränkt. Schnell zeichnet sich ab, dass es sich hier um einen Serientäter handelt. Gereon Rath und seine Kollegen vermuten die Hintergründe im Alkoholschmuggel und der Kommissar reist nach Ostpreußen, um im Umfeld der Firma „Mathée Luisenbrand“ und des Chefs Wengler zu ermitteln.
Der neuste Krimi von Volker Kutscher ist spannend und mitreißend wie schon die Vorgänger. Endlich spielt auch Charly Ritter eine größere Rolle, da sie ihre Ausbildung abgeschlossen hat und als Kommissaranwärterin in der Burg am Alexanderplatz arbeitet. Eigentlich ist sie der Inspektion G zugeteilt, wo alle Frauen arbeiten, doch für den aktuellen Fall wird sie an die Mordinspektion ausgeliehen. Wieder einmal kommt es zu Reibereien mit Gereons lockerer Art und seiner Unzuverlässigkeit. All dies geschieht vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen Anfang der 30er Jahre, die vor der Polizei nicht Halt machen. Die mörderischen Kämpfe zwischen Sozialisten und SS-Truppen verstärken sich und auch die Führungsebene des Polizeipräsidiums wird geradezu weggeputscht. All dies beeinflusst die Arbeit von Gereon und Charly jedoch noch wenig, da ihr Fall wenig politischen Bezüge hat. Ein großes Thema ist auch die Teilung Deutschlands durch die Entstehung des Staates Polen und die Abgrenzung Ostpreußens vom Deutschen Reich. Die ausgeprägte Antipolnische Stimmung und das überall präsente nationale Gedankengut schockieren Gereon Rath und behindern gleichzeitig seine Ermittlungen, da es in dem kleinen ostpreußischen Dorf keiner wagt, gegen Mitglieder von SS oder NSDAP auszusagen.
Volker Kutscher zeichnet in seinem Roman ein graues und bedrückendes Bild von den politischen Verhältnissen, die den Hintergrund bilden für Gereon Raths Mordermittlungen bilden. Das gesamte Buch ist so spannend aufgebaut und hervorragend recherchiert, das man es unmöglich aus der Hand legen kann. Ein absolutes Muss für Krimifans.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kann man in einem Lastenaufzug ertrinken?, 10. Dezember 2012
Mit "Die Akte Vaterland" legt Volker Kutscher den vierten Teil der Kriminalserie rund um den Kriminalkommissar Gereon Rath vor. Die Serie spielt im Berlin der 30er Jahre und hat mich von Anfang an gepackt. Und auch der vierte Teil hat mich nicht enttäuscht. Wenn Sie sich für das Berlin der 30er Jahre interessieren, mehr über die damalige Zeit wissen wollen, oder einfach mal alte Berlin-Fotos anschauen möchten, besuchen Sie Volker Kutschers Internetseite [...]. Sie ist höchst empfehlenswert. Auch die Interviews.

Volker Kutscher, geboren 1962, studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte und arbeitete als Tageszeitungsredakteur. Seit einigen Jahren widmet er sich ganz dem Schreiben und erhielt 2011 den Berliner Krimipreis. Er lebt heute mit seiner Familie in Köln.

Zum Buch:

Berlin im Frühjahr 1932. Ein Spirituosenlieferant wird im Vergnügungstempel "Haus Vaterland" tot im Lastenaufzug gefunden. Allem Anschein nach ist er ertrunken. Da Gereon Rath in einem anderen Fall gegen die Wand ermittelt, hat er zunächst keine große Lust, diesen Fall anzugehen. Zudem kehrt seine Charlotte aus Paris zurück und er muss mit ihr in der Mordkommission zusammenarbeiten.
Die Spuren führen über weitere Tote zu einer Serie, die ihren Anfang allem Anschein nach in Ostpreußen nahm. Gereon reist in die Masuren und beginnt dort nach den Ursachen zu suchen. Dabei macht er sich namhafte Feinde. Und als er nach Berlin zurückkehrt, erwartet ihn eine Überraschung.

Im Frühsommers 1932 toben in Berlin Straßenschlachten zwischen Nazis und Kommunisten, Reichskanzler von Papen putscht gegen die demokratische Regierung Preußens und greift tief in den Berliner Polizeiapparat ein. Das betrifft dann auch Gereon. Vor dem historisch realen Hintergrund, wie immer sehr gut von Volker Kutscher dargestellt, werden das Alltagsleben der Berliner zu dieser Zeit und auch das Leben in Ostpreußen detailliert beschrieben.

Auch in "Die Akte Vaterland" braucht man als Leser wieder Geduld. Diesmal hat der Roman zwar keine Handlungshänger, aber in meinen Augen hätte er trotzdem etwas kürzer ausfallen können. Das schmälert aber nicht den positiven Gesamteindruck. Interessant ist es wie immer, den kriminalistischen Methoden jener Zeit nachzugehen. Die Autopsien und kriminalistischen Methoden stehen ja noch am Anfang und der (historisch reale) Kriminalrat Gennat versucht, Ordnung in die kriminalistische Arbeit zu bringen.

Es sind diesmal nicht ganz so viele Erzählstränge, wie in den Romanen zuvor, was dem Buch insgesamt guttut. Auch Gereons Reise nach Ostpreußen bietet eine angenehme Abwechslung und liefert zudem tiefe Einblicke in die Geschichte Deutschlands zu jener Zeit. Aber nie fühlte ich mich belehrt, sondern immer gut unterhalten. Die verwirrende politische Stimmung dieser Zeit und die brodelnde Stadt sind gut getroffen. Das Berlin der 30er Jahre wird liebevoll beschrieben und durch aufwändig recherchierte Details lebendig.

Gereon ist ein Mensch mit Ecken und Kanten und hat sich im Laufe der Romane klar entwickelt. Mir gefällt das sehr gut. Auch die anderen Personen, wie Charlotte zum Beispiel, die diesmal einen größeren Platz eingeräumt bekommt, sind treffend charakterisiert. Und die anderen Nebencharaktere wachsen dem Leser auch von Buch zu Buch ans Herz.
Ich freue mich jedenfalls schon auf die kommenden Teile der Reihe und bin gespannt, wie sich Rath in den politischen Irrungen jener Zeit verhalten wird. Bisher hat er zwar eine Meinung, vertritt sie aber noch nicht offensichtlich. So, wie es viele Deutsche in dieser Zeit taten.

Volker Kutscher gelingt es, seine Bestsellerreihe konsequent und ohne Verluste weiterzuführen. Wenn die Romane nun vielleicht noch ein wenig kürzer und intensiver werden, gibt es von mir auch 5 Sterne. Aber eine klare Leseempfehlung ist es natürlich dennoch.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krimi vom Feinsten, 18. Februar 2014
Wie bereits im Leseeindruck möchte ich nochmal betonen ich lese eigentlich gar keine Krimis. ABER nun da dies mein erster Volker Kutscher war und es jawohl schon 3 gibt wird sich das ändern. Der Schreibstil hat mich überzeugt das Berlin der 30er wurde lebendig vor meinen Augen auch die alte Heimat meiner Oma konnte ich wieder erkennen. Zum Buch:
Der Komissar Gereon Rath ist ein nicht ganz glatter aber äußerst sympathischer Mann er hat seine eigene Art zu ermitteln und die verläuft nicht immer wie es das Lehrbuch will. Ausserdem hat er auch privat so manches am köcheln und ist so oftmals etwas hin und hergeissen zwischen privaten und Beruflichen was die ganze Sache stellenweise doch recht amüsant macht. Der Mordfall einer Leiche die vermutlich im Lastenaufzug eines schicken Ballhauses ertrunken ist gibt Rätsel auf das wird auch nicht besser als dann noch zwei an unmöglichen stellen "Ertrunkene" folgen auch das alle drei eine Injektion im die Halsvene bekamen scheint mysteriös. Die Verlobte Raths und Komissaranwärterin Charlotte Ritter soll verdeckt ermitteln und bekommt den harten Alltag in einer Männerdomäne zu spüren. Gereon Rath ermittelt den Fall derweil in Masuren weiter und auch im wird so mancher Stein vor die Füße gerollt.... so mehr wird nicht verraten! Unbedingt selber lesen ich werde nun die anderen Bücher von Volker Kutscher lesen und die Welt hat einen Krimifan mehr! Das ich die Vorgänger Bücher nicht kannte schadete im übrigen kein bisschen! Top 5*
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Weiterentwicklung!, 28. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Akte Vaterland: Gereon Raths vierter Fall (Taschenbuch)
Zum Inhalt und den handelnden Personen in diesem Roman haben andere schon das Wesentliche geschrieben. Ich möchte nur auf zwei Aspekte hinweisen, die mir bei Gereon Raths viertem Fall besonders aufgefallen sind.

Obwohl ich eher zu den Nicht-Krimi-Lesern gehöre, haben mich schon die ersten drei Bände dieser Reihe begeistert und regelrecht gefesselt. Das Eintauchen in die Atmosphäre dieser Weimarer Republik, geprägt von ihren extremen Gegensätzen, gelingt mit dieser Reihe sehr gut und macht sie für mich zur phantastischen Lektüre.

Erster Aspekt: Volker Kutscher schafft in "Die Akte Vaterland" absolut überzeugend die Weiterentwicklung der Charaktere von Gereon Rath und seiner Freundin Charlotte "Charly" Ritter. Rath, der erfolgreiche Ermittler, erhält in dieser Beziehung zusätzliche Facetten: gleich zu Beginn auf sie nervös wartend am Bahnhof Zoo, während er dabei sogar Dienstpflichten verletzt, verunsichert durch die Veränderungen ihrer Zeit in Paris, der Heiratsantrag, der zunächst ohne Antwort bleibt, seine kaum beherrschbare Eifersucht usw. Charlotte Ritter wirkt geschmeichelt, doch auch distanziert. Der Leser begleitet sie bei ihrer Skepsis, denn sie weiß sehr deutlich, dass sie manche althergebrachten Rollenerwartungen auf keinen Fall erfüllen wird. Sie wirkt selbstbewusst und stark, doch sie erfährt auf heftige Weise, auf was manche Vorgesetzten und Kollegen sie reduzieren wollen. In den privaten, beruflich bedingt seltenen, Begegnungen dieser beiden Figuren gelingt Volker Kutscher mit wenigen Worten eine große Intensität und Dichte. Gereon Rath sorgt (typisch männlich?) für großartige Inszenierungen (Wohnung mit Portier, mondänes Ausgehen, Verlobung), die zunächst auf SIE eher wirkungslos bleiben, doch durch die Darstellung von Gefühlen, Sprachlosigkeiten, Wut, Sorgen um die Zukunft, Verunsicherungen, sexueller Anziehung entwickelt Volker Kutscher diese Beziehung absolut gelungen weiter.

Zweiter interessanter Aspekt dieses Romans ist für mich "die Entdeckung der Langsamkeit": Durch die Ausweitung der Fahndungsarbeit seines Kommissars, heraus aus dem hektischen Moloch Berlin ins beschauliche Ostpreußen, entwirft Volker Kutscher ein großes Gemälde dieser zauberhaften Landschaft. Der Leser atmet mit der Hauptperson kräftig durch angesichts der beeindruckenden Natur. Wie in Berlin lässt der Autor durch die kleinen Dinge alles authentisch wirken: von der Kneipe der Kleinstadt, dem Markttreiben bis zum Leben des Schullehrers in dieser Provinz. Die Stimmung erinnerte mich oft an den Film "Das weiße Band". Man lächelt zunächst über die Honoratioren, den Patriotismus, die Kleinbahn und beim Lesen schaltet man innerlich einen Gang herunter. Umso spannender entwickelt sich die Handlung, als Gereon Rath Schicht um Schicht die Wahrheit der Verhältnisse ans Licht und sich selbst dabei in große Gefahr bringt. High Noon vom Feinsten!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine gelungene Fortsetzung, 2. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Besonders gefiel mir die Ausweitung auf die ostpreußischen Gebiete. Bislang kannte ich nur Siegfried Lenz, So zärtlich war Suleiken. Interessant wie die Entwicklung zum NS-Regime mit dargestellt wurde.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Krimi im Schatten des erstarkenden Nationalsozialismus, 5. November 2013
Dies ist der vierte Fall von Gereon Rath, den man aber problemlos lesen kann, ohne die ersten Bände zu kennen. Der aus dem Rheinland gebürtige Berliner Kriminalkommissar ist ein Querkopf und Einzelgänger. Im Endeffekt gibt ihm jedoch sein Erfolg Recht, was auch sein Vorgesetzter weiß und ihm deshalb vieles durchgehen lässt.

Rath übernimmt die Ermittlungen im Fall des auf höchst seltsame Weise ermordeten Spirituosenhändlers, der im Lastenaufzug des Hauses Vaterland - dem berühmten Berliner Vergnügungstempel am Potsdamer Platz - tot aufgefunden wurde. Als Hilfskraft wird ihm auch seine Verlobte Charly Ritter zugeordnet, die gerade ihren Dienst bei der Berliner Kripo aufgenommen hat und zu den ersten weiblichen Kriminalbeamten zählt.

Wir schreiben das Jahr 1932, die Nazis sind im Aufwind und die Weimarer Republik liegt in den letzten Zügen. Der Fall weist eine starke Verbindung nach Ostpreußen auf, wohin sich dann Gereon alleine aufmacht, während seine Kollegen die Ermittlungen in Berlin weiter vorantreiben.

Es gibt ein Geflecht mehrerer Fälle, die ineinandergreifen, und zahlreiche falsche Spuren. Besonders interessant sind die atmosphärischen Schilderungen der damaligen Zeit und das Berliner Lokalkolorit, bzw. auch die Darstellung der Spannungen, die es zwischen Ostpreußen und "richtigen" Preußen, Polen und Masuren gab. Der Kriminalfall und seine Aufklärung ist sehr komplex und langwierig, teilweise vielleicht ein Spur zu ausufernd beschrieben, aber doch nie so, dass die Spannung auf der Strecke bliebe.

Der Roman bietet sehr viel mehr als ein normaler Krimi und besticht durch die gut recherchierte zeitgeschichtliche Komponente. Einziges Haar in der Suppe ist die Sprache, die doch sehr neuzeitlich wirkt: z.B. scheint mir der Ausdruck "zeitnah" eine sehr moderne Wortschöpfung zu sein. Aber dass früher unverheiratete Frauen als "Fräulein" tituliert wurden, ist mir durch das Buch wieder ins Gedächtnis gerufen worden - eine (Un-)Sitte, die inzwischen wirklich vollkommen verschwunden ist.

Insgesamt eine lohnende und spannende Lektüre - nicht nur für Berliner!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Krimi-Roman oder Roman-Krimi?, 14. September 2012
... diese Frage stellt sich sicher der eine oder andere Leser/in im Verlaufe der "Akte Vaterland". Die Handlung ist stimmig, wer Gereon Rath noch nicht kennt, hat wenig Mühe, zu erkennen wie er "tickt" und wo seine Schwächen und Stärken liegen. Die vorigen Bände muss man hierzu nicht unbedingt gelesen haben.
Der masurische Exkurs gibt einen teils liebevollen, teils Stirnrunzeln hinterlassenden Einblick in das Ostpreußen der 30er Jahre, mit all seiner Aufbruch- aber auch Gewitterstimmung.
Es wird dann auch mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger ermittelt, der Leser ist ständig auf der Höhe des Geschehens, aber unter diesem Geplänkel leidet die Spannung ein wenig. Ehe der Prolog wieder aufgegriffen wird vergeht mehr als die Hälfte des Buches, so dass zur Buchmitte ein kurzer Rückblick auf die ersten Seiten nicht schadet. Daran merkt man jedoch, dass der Inhalt grenzwertig an der Überfrachtung entlang schrammt.
Wer einen pageturner erwartet, der einem Zeit, Schlaf und Nerven raubt, ist hier fehl am Platze. Wer dafür eine zeitgenössische Ermittlungsarbeit in handwerklich guter und präziser Art erwartet, der darf sich genüsslich nach Berlin und Ostpreußen der Vorkriegszeit entführen lassen.
Auch die Recherchearbeit mit all den historischen Einzelheiten muss intensiv gewesen sein, die Fakten sind geschickt in die Handlung eingewoben.
Die Charaktere sind sauber gezeichnet, es wird gemütlich und detailgetreu erzählt und alles in allem für mich ein gut zu lesender Roman, mit einem Schuss Krimi, in einer Zeitebene, an die sich nicht viele herantrauen.
Für lange Herbstabende, die einem in Kürze wieder bevorstehen, die richtige Lektüre.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer besser!, 2. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Akte Vaterland: Gereon Raths vierter Fall (Taschenbuch)
Auch der 4. Fall des Gereon Rath ist ausgesprochen lesenswert. Das Lokalkolorit ist brilliant eingefangen, die Verknüpfung tatsächlicher politischer Ereignisse im Deutschland kurz vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten mit der fiktiven Geschichte ist faszinierend. Besonders praktisch ist es da, dass eBook auf dem Kindle zu lesen und parallel in Wikipedia die Ereignisse zum Beispiel um den "Preußenschlag" und die Person des Franz von Papen nachzulesen.

Die Story ist atmosphärisch dicht, die Figur des Gereon Rath immer differenzierter ebenso wie die Charaktere, die ihn umgeben. Wird diese Geschichte weiter voranschreiten können? Ich bin auf den 5. Fall sehr gespannt - so Gereon und Charlie ihren eigenen Weg in einem sich so dramatisch veränderten Land gehen können.

Klare Kaufempfehlung!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kriminalistische Reise in die deutsche Vergangenheit, 27. August 2012
Der Berliner Kommissar Gereon Rath ermittelt 1932 in seinem 4.Fall in einem bizarren Mordfall. Im "Haus Vaterland", dem legendären Vergnügungstempel am Potsdamer Platz wurde im Aufzug ein ertrunkener Mann gefunden. Doch es bleibt nicht bei diesem einen Mord, und bald beginnt eine fieberhafte Suche nach einem Serienmörder.

Für mich war dies das erste Buch aus dieser Serie aber nun werde ich auch sicherlich noch die Vorgänger dazu lesen. Das Buch ist einerseitssuper spannend geschrieben und andererseits auch geschichtlich geprickt mit vielen Erinnerungen aus meiner eigenen Vergangenheit die inzwischen schon längst in Vergessenheit geraten sind.

Von mir erhält das Buch ganz klar 5 Sterne, denn zum erstklassigen literarischen Inhalt finde ich auch den Bucheinband rundherum passend dazu gestaltet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wirklich gute historische Krimis, 11. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie alle Bände davor auch hier wieder ein interessanter, vielschichtiger Fall, der dazu anregt, sich mal ein weinig mit der spannenden deutschen Geschichte der 20er/30er Jahre zu beschäftigen.
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Die Akte Vaterland: Gereon Raths vierter Fall
Die Akte Vaterland: Gereon Raths vierter Fall von Volker Kutscher (Taschenbuch - 8. März 2014)
EUR 9,99
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