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17 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über die lange Geschichte des Widerstands gegen Sexismus im Beruf
Die vor einiger Zeit bekannt gewordenen sexistischen Äußerungen des deutschen Wirtschaftsministers Rainer Brüderle haben in der Öffentlichkeit eine breite Debatte ausgelöst über die vielen Belästigungen, die Frauen in der Berufswelt nach wie vor durch Männer ertragen.

Alice Schwarzer hat dies zum Anlass genommen, in...
Vor 17 Monaten von Winfried Stanzick veröffentlicht

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3.0 von 5 Sternen Über die Sehnsucht einer jungen Frau zum militärischen Karneval und andere Geschichten
Dieses Buch enthält verschiedene Geschichten, aber die faszinierendste ist die von der gefeierten jungen Amerikanerin, die sich das Recht erkämpft hat, die elitäre Kadettenschule "The Citadel" in Charleston zu besuchen, die ihre Gründung der Furcht vor Sklavenaufständen in den Südstaaten der USA verdankt und die so aberwitzig...
Vor 13 Monaten von Benedictu veröffentlicht


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17 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über die lange Geschichte des Widerstands gegen Sexismus im Beruf, 30. April 2013
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Es reicht!: Gegen Sexismus im Beruf (Taschenbuch)
Die vor einiger Zeit bekannt gewordenen sexistischen Äußerungen des deutschen Wirtschaftsministers Rainer Brüderle haben in der Öffentlichkeit eine breite Debatte ausgelöst über die vielen Belästigungen, die Frauen in der Berufswelt nach wie vor durch Männer ertragen.

Alice Schwarzer hat dies zum Anlass genommen, in einem sehr schnell zusammengestellten Sammelband viele alte und etliche neue Texte dazu zu veröffentlichen. In einem Vorwort weist sie darauf hin, dass die Debatte um sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz nicht neu ist, sondern schon in den 1970 er und 1980 er Jahren geführt wurde, mit entsprechenden Konsequenzen in der Gesetzgebung.

Viel der hier noch einmal dokumentierten Texte u.a. von Susan Brownmiller, Susan Faludi u.a. beschreiben die „erste Welle“ der Empörung und des Widerstands gegen sexuelle Belästigung von meist abhängigen Frauen durch Männer. Aktuelle Texte unter anderem von Anna K., die mit ihrem Buch über die Arbeitsbedingungen von Zimmermädchen Aufsehen erregte, Alice Schwarzer über den Fall Strauss-Kahn und Ursula von der Leyen beschreiben die „zweite Welle“ des Widerstands und der öffentlichen Debatte.

Eine wichtige Leistung dieses Sammelbandes ist es, besonders jüngeren Lesern und Leserinnen die lange Geschichte (feministischen) Engagements gegen sexuelle Gewalt und Belästigung zu verdeutlichen. Eine Chronik am Ende des Buches verfolgt die Debatte bis in die Anfänge 1972 zurück. Die einzelnen Beiträge zeigen die Vielfalt und die Internationalität dieses nun schon Jahrzehnte dauernden Engagements.
Ob die Übergriffe ein Generationenproblem sind? Werden sie mit den alten Männern weniger? Oder sind sie Teil der Macht, in die Männer kommen, und werden dann auch von Männern verübt, die wesentlich jünger sind? Dazu hat mich das Buch angeregt nachzudenken.
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3.0 von 5 Sternen Über die Sehnsucht einer jungen Frau zum militärischen Karneval und andere Geschichten, 9. August 2013
Von 
Benedictu - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Es reicht!: Gegen Sexismus im Beruf (Taschenbuch)
Dieses Buch enthält verschiedene Geschichten, aber die faszinierendste ist die von der gefeierten jungen Amerikanerin, die sich das Recht erkämpft hat, die elitäre Kadettenschule "The Citadel" in Charleston zu besuchen, die ihre Gründung der Furcht vor Sklavenaufständen in den Südstaaten der USA verdankt und die so aberwitzig rückwärtsgewandt und pompös militaristisch ist, daß bei uns höchstens einer, der die Anstalt mit einem Karnevalsverein verwechselt, da hinwollte. (Mehr dazu unten).

EXZESSE
Die Feministin Alice Schwarzer steht ja nicht gerade für Ausgewogenheit und Gewaltlosigkeit in Geschlechterfragen. Und so muß es keinen wundern, daß sie in diesem Sammelband einfach nur alte und neue Texte aus ihrer Zeitschrift EMMA zusammengestellt hat. Feminismuskritiker läßt sie nicht zu Wort kommen. Dabei ginge es ja nicht darum, berufliche Benachteiligungen wegen der Zugehörigkeit zu einer Kategorie (Rasse, Geschlecht, Religion, Altersgruppe) zu verteidigen. Kritisch zu betrachten wäre allerdings, ob die gelobten Maßnahmen, die in den USA gegen das sog. "sexual harassment" ergriffen werden, nicht bereits ein vernünftiges Maß überschritten haben. Der Männerrechtler Arne Hoffmann beklagt das in seiner Rezension zu Das entehrte Geschlecht: Ein notwendiges Manifest für den Mann. Er schreibt: "Amerikanische Firmen gehen inzwischen so weit, jeden Angestellten schriftlich darauf hinzuweisen, den Fahrstuhl zu verlassen und die Treppe zu nehmen oder auf den nächsten zu warten, wenn er sonst allein mit einer Frau in der Kabine führe."

MENSCHENBILD
Die Feministen vermitteln ihren Publikationen gerne den Eindruck, daß es legitim wäre, Männer erst einmal unter einen Generalverdacht zu stellen. Diese umgekehrte Diskriminierung beruht allerdings auf einem verzerrten und wissenschaftlich ungesicherten Menschenbild. Sie verkennt z.B. den empirisch gut gestützten Sachverhalt, daß Männer und Frauen in gleichem Maße gewalttätig sind. Walter Hollstein, ein Professor für politische Soziologie, weist in Was vom Manne übrig blieb: Das missachtete Geschlecht allerdings darauf hin, daß Männer stärker zu sichtbarer physischer Gewalt tendieren und Frauen zu weniger sichtbarer Kontrollgewalt und verbaler Gewalt. Daß die Frauen die besseren Menschen wären, ist jedenfalls ein romantischer Mythos.

SEXISTISCHE SPRACHE UND ÜBERGRIFFE
Trotz aller feministischer Einseitigkeiten ist mancher Text doch ganz interessant. In "Die Bonner Republik" von Ursula Kosser - eingeleitet mit einem Foto Helmut Schmidts - erfährt man von dem rauhen Ton, den sich die wenigen Journalistinnen seinerzeit in Bonn anhören mußten (s.a.Hammelsprünge: Sex und Macht in der deutschen Politik). Aber ergeht es Männern denn besser? Welcher Rekrut der Bundeswehr, den seine "Kameraden" aus Spaß sexuell mißhandelt haben, hätte da lieber nicht die Stelle einer der Journalistinnen eingenommen, die Politiker aus Spaß mit sexistischer Sprache traktierten, und die schmerzhafte physische Gewalt gegen diese verbale eingetauscht?

THE CITADEL: Mischung aus SA und SS und einem Karnevalsverein?
Besonders aufschlußreich ist der Beitrag aus dem Jahr 1996 von Susan Faludi, Autorin von Backlash: The Undeclared War Against American Women, über die amerikanische "Kadettin Shannon Faulkner". Vordergründig geht es um die Kadettin, die sich in die amerikanische Elite-Kadetten-Akademie "Citadel" eingeklagt hatte. Muß man da nicht unwillkürlich an den Fall des männlichen Bewerbers denken, der sich in eine deutsche Hebammenschule einklagen wollte? Faludi schildert den Druck, der die junge Frau ausgesetzt war, aber auch ausführlich die Gewaltrituale und sexuellen Übergriffe der Studenten dieser rein männlichen Kadettenschule untereinander. Die Homoerotik läßt an die SA, das elitäre Bewußtsein an die SS und die lächerliche Kostümierung mit Uniformen von vor 200 Jahren an einen rheinischen Karnevalsverein denken. Die NYT-Reporterin Catherine Manegold schreibt in In Glory's Shadow: The Citadel, Shannon Faulkner, and a Changing America: "… The Citadel, a state-funded, all-male military college born of the threat of slave revolt, bred on pomp and circumstance and devoted to a noble image it had painted of itself".

GEWALTANWENDUNGEN
Faludi, die Pulitzerpreisträgerin und Tochter einer Feministin, hat das wohl so nicht intendiert, aber sie liefert mit ihrem Artikel einen ungewollten Beitrag für die These der Gleichheit der Geschlechter bei Gewalttätigkeiten. Im wesentlichen gibt es diese vier Typen von Gewalt, nämlich:
1. von Männern an Männern (s. z.B. Faludi, 1996)
2. von Frauen an Frauen (s. z.B. The Hazing Reader)
3. von Frauen an Männern (s. z.B. Bönt, Hollstein)
Und, was natürlich genauso unbestreitbar ist, aber worauf sich die Feministen so kaprizieren, als wäre es der einzige Typus von Gewaltanwendung, den es zu bekämpfen gälte:
4. von Männern an Frauen (s. z.B. EMMA)

FAZIT
Auch für Nicht-Feministen sind die Artikel stellenweise ganz aufschlußreich, für Anti-Feministen sind sie freilich ungeeignet, die würden sich über die fehlende Ausgewogenheit zu sehr echauffieren. Aber diese Position gilt ja sowieso als unfein, wenn man dem kolumbianischen Aphoristiker und Reaktionär Nicolás Gómez Dávila glauben darf, der meinte: "Feminismus ist dumm, aber Antifeminismus ist vulgär."
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12 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ja, es reicht..., 25. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Es reicht!: Gegen Sexismus im Beruf (Taschenbuch)
Ein Buch von Lobbyisten - nicht mehr, nicht weniger. D.h.: Viel Selbstbeweihräucherung, eine juristisch unhaltbar weite Definiton des Begriffs Belästigung um auf hohe Fallzahlen zu kommen und die Machtverhältnisse im Berufsleben die - völlig unstrittig - auch zu Belästigungen führen können, werden ausschießlich als weibliches Problem geschildert. Täter/Opferrollen sind klischeehaft verteilt. Dass auch Männer Opfer dieser Strukturen werden können - mit Männern und Frauen als "Täter" - Fehlanzeige. Die Problematik wird auf den Punkt "sex. Belästigung" reduziert, anstatt generell Abhängigkeitsverhältnisse und die daraus resultierenden Machtverhältnisse und Missbrauchsmöglichkeiten zu beleuchten. Unter diesen und dem daraus resultierenden Druck leiden auch Männer. So bleibt es aber bei einer, bei den Autoren/innen leider ja schon zu erwartetende, eindimensionalen Sichtweise, die dem Problem in seiner Komplexität und Gesamtheit nicht ansatzweise gerecht wird.
Dass dann ausgerechnet die Fälle Brüderle und Strauss-Kahn als Belege herhalten müssen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Strauss-Kahn konnte nie eine Straftat nachgewiesen werden, die Einlassungen des vermeintlichen Opfers waren höchst widersprüchlich, d.h. er gilt in einem Rechtsstaat als unschuldig. Über Brüderle wurde viel geschrieben, u.a. Birgit Kelle sagte viel zutreffendes dazu. Begonnen hatte die Geschichte damit, dass, nachts in einer Hotelbar, eine Journalistin ihn wegen seines Alters an einer Bar diskriminierte und er, sicherlich fragwürdig, reagierte. Sage und schreibe ein Jahr später dann wurde das ganze zum (Pseudo-)skandal hochgeschrieben. Ein Politiker, eine Journalistin - keinerlei Arbeits- oder Abhängigkeitsverhältnis, und das soll uns nun erklären, wie frauendiskriminierend die Arbeitswelt ist?
Eigentlich taugen die Beispiele eher dafür, welche Möglichkeiten, finanzieller und medialer Art, mit der Unterstellung der Belästigung sich für angebliche Opfer auftun. Dieser Aspekt des Problems wird selbstredend komplett ausgeblendet.
Und von der Leyen will also amerikanische Verhältnisse. D.h. Aufzug verlassen wenn Mann und Frau sonst alleine in diesem wären. Dieser vorauseilende political-correctness-Gehorsam basiert auf der Annahme, dass zum einen alle Männer potentielle Grabscher sind und zugleich übrigens auch, dass Frauen Männer zu Unrecht beschuldigen um Vorteile, etwa finanzieller Art, daraus ziehen. Eine solche Gesellschaft, die alle unter Generalverdacht stellt, soll also erstrebenswert sein?

Fazit: Belästigung und Diskriminierung sind ein Problem, solche Fälle gehören natürlich sanktioniert. Nur: wer dabei nur Frauen als Opfer sieht, statt MENSCHEN im Fokus zu haben und mit denkbar schlechten Beispielen (DSK, Brüderle...) eine Stimmung schaffen will, die die Geschlechter gegeneinander aufhetzt, kann bei dieser Diskussion mangels Objektivität nicht ernst genommen werden.
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5 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das braucht die Welt nicht..., 9. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Es reicht!: Gegen Sexismus im Beruf (Taschenbuch)
Die erste Wertung muss so wie sie sich liesst vom verleger kommen... diese Art von aufhetzung braucht Deutschland ganz sicher nicht ! Alice Schwarzer ist mit ihrer ganzen Art kaum noch zu ertragen, und so braucht meiner meinung nach auch niemand diese Lektüre.
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Es reicht!: Gegen Sexismus im Beruf
Es reicht!: Gegen Sexismus im Beruf von Alice Schwarzer (Taschenbuch - 18. April 2013)
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