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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nüchterne Analyse.......................... sehr informativ
Jürgen Wiebickes Buch geht nüchtern und unspektakulär an das Thema, wie sich die Menschheit weiter entwickeln könnte, heran. Das ist gut so. Er analysiert, wägt ab, macht eine Bestandsaufnahme zum Thema. Wer reißerisch an diesen Komplex herangehen würde, könnte leicht ins Unseriöse abgleiten. Bei Jürgen Wiebicke passiert...
Vor 9 Monaten von J. Fromholzer veröffentlicht

versus
5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Feuilletonistisches Geraune
"Zu den Merkwürdigkeiten unserer Zeit gehört der Widerspruch, dass im politischen Raum die utopischen Energien erschöpft zu sein scheinen, während sie in den Forschungslabors blühen." (S.13) Das ist ein willkürlich herausgegriffenes Zitat, doch wir lernen daraus ne Menge über dieses Buch: Das völlig schiefe Bild von dem "Blühen...
Vor 5 Monaten von 82 square metres veröffentlicht


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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Feuilletonistisches Geraune, 3. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Dürfen wir so bleiben, wie wir sind?: Gegen die Perfektionierung des Menschen - eine philosophische Intervention (Broschiert)
"Zu den Merkwürdigkeiten unserer Zeit gehört der Widerspruch, dass im politischen Raum die utopischen Energien erschöpft zu sein scheinen, während sie in den Forschungslabors blühen." (S.13) Das ist ein willkürlich herausgegriffenes Zitat, doch wir lernen daraus ne Menge über dieses Buch: Das völlig schiefe Bild von dem "Blühen utopischer Energien" steht für die unklare Denk- und Argumentationsweise, die das ganze Buch durchzieht. Sprachliche Schludrigkeiten mal beiseite, die These, die sich hinter diesem Satz verbirgt - 68er und Ökobewegung sind passé aber die modernen Frankensteins sind aktiver denn je - wäre durchaus bedenkenswert, nur leider weiß der Autor zu wenig darüber, was da in den Forschungslabors blüht. Daher durchzieht das ganze Buch ein Geraune, auf dem auf jeder Seite deutlich wird, dass sich der Autor in der Welt der Wissenschaft unwohl fühlt, aber die ganze Empörung führt zu nichts, wenn nicht klar argumentiert wird, und keine Alternativen aufgezeigt werden. Auch verwechselt der Autor Philosophie mit Feuilleton. Nichts gegen ein gutes Feuilleton, aber 230 Seiten in diesem Duktus sind einfach too much.
Wer das diffuse Gefühl hat, dass die Medizin und die Biowissenschaften mit nichts Anderem als der Perfektionierung des Menschen beschäftigt sind, wird sich in diesem Buch wohl bestätigt fühlen. Wer eine "Philosophische Intervention" "gegen die Perfektionierung de Menschen" sucht, sollte diesem Buch lieber fernbleiben.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nüchterne Analyse.......................... sehr informativ, 6. Dezember 2013
Von 
J. Fromholzer "fromholzer" (berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dürfen wir so bleiben, wie wir sind?: Gegen die Perfektionierung des Menschen - eine philosophische Intervention (Broschiert)
Jürgen Wiebickes Buch geht nüchtern und unspektakulär an das Thema, wie sich die Menschheit weiter entwickeln könnte, heran. Das ist gut so. Er analysiert, wägt ab, macht eine Bestandsaufnahme zum Thema. Wer reißerisch an diesen Komplex herangehen würde, könnte leicht ins Unseriöse abgleiten. Bei Jürgen Wiebicke passiert das nicht.

PROJEKT UNSTERBLICHKEIT nennt der Autor das Kapitel, das sich mit möglichen Lebensverlängerungen (doch wie lange verlängern ???) beschäftigt, und so etwas wie den Kernbereich des Buchs bildet. "Langes Leben, lange Weile" (Zitat) -- was passiert, wenn der Mensch eine doppelt oder dreimal so lange Lebensspanne zu leben bekommt? Wird das Glück in seinem Leben mehr? Wird er sich langweilen? Solche Fragen arbeitet Wiebicke ab, nüchtern und seriös. Er läßt sich zu keinen vorschnellen Ergebnissen oder Behauptungen hinreißen. "Der Gedanke, dass gerade die Befristung der einzelnen Biographie Bedeutung verleiht (...)", ist hier essentiell. Viele, die nur mit technischen Fakten oder Möglichkeiten argumentieren, übersehen das.

Fazit: das Buch arbeitet weiter im eigenen Gehirn, wenn man es längst ausgelesen hat.

( J. Fromholzer )
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gegen genetische Perfektion, 4. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Dürfen wir so bleiben, wie wir sind?: Gegen die Perfektionierung des Menschen - eine philosophische Intervention (Broschiert)
Einer der existenziellsten Sätze des Verständnisses vom Menschen findet sich im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland wieder. Ein Satz, auf den Wiebicke nicht nur zu Beginn des Buches rekurriert, sondern dessen Gehalt ihm den roten Faden durch das gesamte Buch und seine darin ausgedrückte Haltung gibt.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“.

Ein „Wert in Gefahr“, denn „einfach so“, wie in den letzten Jahrhunderten, gilt dieser Satz nicht mehr und ist nicht mehr gesetzt, sondern muss begründet werden.

Davon abgesehen, dass dieser Satz ein Ideal und eher eine Absichtserklärung darstellt denn die Realität zu fast jeder Zeit der Geschichte, verweist Wiebicke in diesem Buch auf eine „neue Gefahr“ für die „Würde des Menschen“.

Die Qualität der „neuen Gefahr“ besteht nach Meinung Wiebickes darin, dass hier nicht nur einzelne Personen oder Personengruppen in ihrer Würde gefährdet sind oder beschädigt werden, sondern durch den Fortschritt in Medizin und Naturwissenschaften die „Gattung Mensch“ als solche in ihrer Würde in Gefahr steht.

Dass der Mensch als Individuum etwas „ganz besonderes“ ist und darstellt, das war lange Jahrhunderte zumindest ideal unstrittig (wenn auch oft diese moralische Überzeugung mit Füßen getreten wurde). Doch in den letzten Jahrzehnten scheint sich der Blick weniger auf das „Sein“ des Menschen zu richten (wie er ist), sondern auf das „Potential“ des Menschen (wie er sein könnte). Damit aber rücken vor allem die „Mängel“ in den Blickpunkt der Betrachtung, die (noch) am „Potential“ hindern.

Wenn aber die „Idee der menschlichen Würde“ (die in der Moderne nicht mehr durch die religiöse Kategorie des „Heiligen“ begründbar vorliegt und damit „in der Luft hängt“) aufgegeben wird, dann steht auch die gedankliche „Unantastbarkeit“ des einzelnen Menschen in Gefahr.

Darin sieht Wiebicke die eigentliche Gefahr der Gegenwart. Das ein „So Sein“ nicht mehr als gegeben und schützenswert angesehen wird, sondern dass „der Mensch sich anzupassen hat“ an den technischen Fortschritt. An seinen Mängeln arbeiten muss, sich permanent zu optimieren hat.

Wobei Wiebicke sich zunächst sehr gründlich daran macht, die Entwicklungsgeschichte des Menschen als soziales Wesen aus philosophischer Sicht nachzuerzählen und dabei vor allem in der Haltung der aktuelle hoch übergewichtigen individuellen „Konkurrenz“ statt der „Kooperation“ (zumindest in der eigenen Gruppe über Jahrhunderte Garant für Schutz und Entwicklung) eines der „Kernübel“ des „neuen Denkens“ verortet. Konkurrenzdenken führt zu Optimierungswahn, um Vorteile gegenüber Konkurrenten zu erlangen.

Eine Entwicklung, die dem Menschen nicht zum Besten dient. Überzeugend stellt Wiebicke den immer schneller vorangetriebenen technischen Fortschritt der „Ermattung des Menschen“ gegenüber. So bleiben dürfen, wie er ist, das ist dann jene Frage, die zumindest für einen Moment um Stillstand bittet, die zeigt, dass der Mensch mit der Geschwindigkeit der „Optimierung“ in und an allen Bereichen mehr und mehr innerlich vollständig überfordert ist.

In den gewichtigen Themenfeldern des Todes, der Organspende, der Ethik, der sportlichen Bestleistungen (um jeden Preis), der optimierten Gehirne, des „kranken“ Kapitalismus, des Wunsches nach Unsterblichkeit, der Einzwängung der Natur, arbeitet Wiebicke im Buch seine Grundbeobachtungen philosophisch ab.
In überwiegend durchaus verständlicher und nachdenkenswerter Form.

Gedanken und Impulse, die hier und da allerdings auch zugespritzt daherkommen, die ab und an auch einen hohen Abstraktionsgrad in sich tragen und daher der Konzentration bedürfen.

Aber eine Lektüre, die sich lohnt und zur Reflektion einlädt. Das der „Komparativ“ überhand genommen hat und damit das Grundlegende am Menschsein mit bedroht.
Dass die Entwicklung dem Menschen weitgehend aus der Hand genommen wird und durch Algorithmen eher bestimmt wird als durch politische und ethisch verantwortete Entscheidungen.
Ein Weg, der ethisch von Bedeutung ist in einer Zeit, in der sich „nichts mehr von selbst versteht“, aber der Mensch sich nicht den „Automatismen des Fortschritts“ einfach so ausliefern sollte.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessant, 20. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dürfen wir so bleiben, wie wir sind?: Gegen die Perfektionierung des Menschen - eine philosophische Intervention (Broschiert)
Das Buch ist sehr interessant und schön geschrieben! Es macht nachdenklich in einigen Ansichten. Lässt Freiraum und man kann seine eigene Meinung dazu bilden.
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