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Kundenrezensionen

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am 26. November 2013
Axel Steen ist Ermittler im Kopenhagener Morddezernat. Seit der Trennung von seiner Frau, die das Sorgerecht für ihre gemeinsame Tochter hat, leidet er unter einer inneren Unruhe, die ihn nachts kaum schlafen lässt. Ständig hat er Angst, sein Herz könnte zu schlagen aufhören oder denkt, er bekäme im nächsten Moment einen Herzinfarkt. Körperliche Symptome meint er auch zu bemerken - doch die lassen sich auch auf zu wenig Schlaf und zu viel Arbeit zurückführen. Zumal es in seinem Job gerade rundgeht: Das Jugendzentrum soll abgerissen werden, wogegen die Autonomen kräftig protestieren und dabei eine Spur der Verwüstung durch das Stadtviertel ziehen. Es ist ausgerechnet das Stadtviertel, in dem Steen wohnt. Nun brennen dort nachts Autos und die Polizei ist im Dauereinsatz. Mitten in diesem Chaos wird auf dem Friedhof die Leiche eines Autonomen gefunden. Da die Polizei den Friedhof abgesperrt hatte, fällt der Verdacht ziemlich schnell auf sie, was die Krawalle nicht gerade abebben lässt. Axel Steen gibt sein Bestes, um die Ermittlungen voran zu treiben - und macht sich damit nicht nur Freunde.

Bei der Leseprobe und zu Beginn des Buches hatte ich sehr den Eindruck, dass das Buch eine große Unruhe vermittelt. Die Handlung beginnt mitten in Axels Leben, als er mal wieder nicht schlafen kann. Man folgt ihm durch das von Unruhen geschüttelte Kopenhagen - und muss erst mal einen Überblick kriegen, worum es gerade geht. Am Anfang kam mir manches verwirrend vor, und die Verwirrung hielt sich. Es kamen relativ viele Namen von Orten und Plätzen vor, was den Einstieg nicht ganz einfach machte, zumal manche erst nach vielen Seiten wieder auftauchten. Mit der Zeit hatte ich jedoch bei den Hauptcharakteren den Durchblick und das Lesen ging deutlich flüssiger. Zumal es dann auch ziemlich spannend wurde… Die Spannung ließ zwar immer mal nach, aber das Finale fand ich ziemlich gut und vor allem sehr anschaulich.

Axel Steen empfand ich fast als den normalsten in diesem Polizeirevier - dabei ist seine Beschreibung im Klappentext ja auch nicht unbedingt sympathisch. Aber er hat das Herz am rechten Fleck und vor allem ziemlich viel Menschenverstand und einen Sinn dafür, dass ein Fall lückenlos aufgeklärt werden sollte. Was dagegen manche seiner Kollegen getan oder gesagt haben… Da hofft man nur, dass die tatsächlich existierende Polizei etwas besser aufgestellt ist. Wobei ohne so manches davon die Handlung natürlich so nicht hätte stattfinden können.

Das Ende fand ich von der Aufklärung her gut, allerdings hat mir an einem Punkt noch eine Information gefehlt. Aber vielleicht gibt es die auch im nächsten Band, könnte ich mir vorstellen.

Fazit: Ein spannender Auftakt einer vielversprechenden neuen Krimi-Reihe. Ich bin auf weitere Fälle um Axel Steen gespannt!
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TOP 500 REZENSENTam 19. November 2013
Axel Steen ist Ermittler bei der dänischen Mordkommission und hat nicht nur mit seinem Beruf einige Probleme, sondern auch sein Privateben ist schwierig. Als er am frühen Morgen zu einem Fall gerufen wird, ahnt er noch nicht wie brisant die Sache ist. Ein Autonomer ist inmitten großer Unruhen in einem von der Polizei abgesperrtem Bezirk getötet worden. Eine Kamera die alles aufgezeichnet hat verschwindet und es beginnt ein Kampf gegen die Zeit, die Medien und seine eigenen Probleme.

Der ganze Roman wird von der düsteren Stimmung rund um den Protagonisten geprägt. Dieses wird im Cover schon sehr treffend dargestellt. Die Darstellung des Protagonisten ist gelungen, denn er ist ein Charakter mit Ecken und Kanten und vielen Schwächen. Das macht ihn einerseits menschlich, andererseits wirkt er aufgrund der zu vielen Schwächen unrealistisch. Die weiteren Protagonisten sind oberflächlich und nicht wirklich greifbar.

Die Handlung ist gut und nicht reißerisch, sondern hat eine klare Linie die sich durch den kompletten Roman zieht. Es fehlen leider jegliche Überraschungen oder Wendungen. So sind viele Teile des Romans gut, wenn auch nicht wirklich überzeugend. Vieles wie zum Beispiel die politischen Unruhen werden nur angeschnitten, jedoch nicht tiefer in die Handlung einbezogen.

Fazit: Für einen Erstlingsroman gut, aber mit viel Potential nach oben, vor allem bei der Hauptfigur Axel Steen und der Handlung, die zu einfach ist.
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am 6. Januar 2014
Inhalt

In Kopenhagen herrschen Unruhen. Als in Norrebro das Jugendzentrum abgerissen werden soll, wird eine Leiche gefunden und der erste Verdacht fällt auf die Einsatzkräfte der Polizei, die an dem Abend vor Ort waren. Aber ist der Täter wirklich ein Polizist gewesen? Der Ermittler Axel Steen muss sich nicht nur mit dieser Frage beschäftigen, sondern gerät zusätzlich unter Druck, als Informationen an die Presse gelangen und er der Weitergabe verdächtigt wird.

Meine Meinung

Das Buch wird wie folgt beworben: »Ein Debüt, das in die oberste Krimi-Liga gehört.« Dem kann ich mich leider nicht anschließen, weil die Geschichte erhebliche Längen aufweist, die keine rechte Spannung aufkommen lassen. Über weite Strecken wird von Kopenhagen erzählt und so manche Details hätte der Autor gerne weglassen können, da sie nicht wirklich für den Verlauf der Handlung wichtig waren. Teilweise habe ich mich auch gefragt, wann es denn endlich mal zur richtigen Polizeiarbeit kommt, in der man im Team gemeinsam agiert. Vieles macht Axel Steen mit sich alleine aus und in diesem Fall muss ich sagen, dass es zu viel ist. Ein wenig mehr Teamarbeit hätte die Geschichte sicherlich aufgelockert.

Axel Steen selber finde ich als Hauptprotagonisten sehr merkwürdig gewählt. Er raucht Joints um schlafen zu können, macht sich aber gleichzeitig ständig Sorgen um sein Herz. Er nimmt seine kleine Tochter mit ins Leichenschauhaus, weil er nicht weiß, wohin mit ihr, als er sie am Wochenende bei sich hat, anstatt sie einfach bei der Mutter zu lassen. Das sind nur zwei Punkte, die für mich aufzeigen, dass Steen nicht besonders vertrauenswürdig und integer ist. Leider sind aber genau dies Eigenschaften, die ich an einem Kommissar mag.

Der Schreibstil von Jesper Stein ist zwar nicht wirklich schlecht, aber es fehlt an einer fesselnden Erzählart, die einfach unerlässlich bei einem Krimi ist. So plätschert alles vor sich hin und selbst brutale Szenen nimmt man fast emotionslos zur Kenntnis.

Fazit

Jesper Stein hat ein solides Debüt geschrieben. Allerdings hält sich meine Motivation mehr über und mit Axel Steen in Grenzen
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am 1. Januar 2014
"Unruhe" ist das Debüt des Journalisten und Kriminalreporters Jesper Stein, das mit einem brisanten Fall aufwartet und einen Ermittler präsentiert, der mehr als nur Ecken und Kanten besitzt. Denn vor allem der Drogenkonsum des Einzelgängers und die Ermittlungsmethoden, die am Rande der Legalität angesiedelt sind, sorgen dafür, dass er immer wieder Ärger bekommt. Dabei hat der Vater einer fünfjährigen Tochter schon genug mit eigenen Problemen zu tun. Nicht nur, dass er glaubt, sein Herz könnte versagen, auch die On/Off-Beziehung zu seiner Ex-Frau reibt ihn immer wieder auf. Ein kauziger Hauptprotagonist, der weder sympathisch noch in seiner Handlungsweise zu begreifen ist, dem aber seine Ermittlungserfolge recht geben.

Nicht ganz so vielversprechend wie Axel Steen präsentiert sich die Aufstellung seines ersten Falls, der zwar zu einem gut hörbaren Kriminalfall umgesetzt wurde, aber mit einigen Schwächen auskommen muss. So folgt auf den spannenden Einstieg ein Ermittlungsmarathon, der einige Längen aufweist und viele der auftretenden Nebenfiguren gnadenlos ins Abseits befördert. Egal, ob es sich um seine Ex-Frau handelt, um eine befreundete Journalistin oder seinen Chef. Stets bleiben deren Charaktere in einer simplen Beschreibung stecken und bekommen nicht das Leben eingehaucht, dass sich der Autor für seinen spröden Helden vorbehalten hat. Ein Manko, das der Sprecher Hans Löw mit einer vielseitigen Interpretation auszugleichen versucht und das mit gutem Erfolg.

Fazit:
"Unruhe" ist ein Kriminalhörbuch mit einem unkonventionellen Ermittler, das die auftretenden Probleme im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro in den Fokus seiner Handlung stellt. Ein interessanter Blick in dänische Verhältnisse, aber ein nur mittelmäßig spannender Kriminalfall.
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am 7. Dezember 2013
Axel Steen, Polizist beim Morddezernat, leidet seit der Trennung von seiner Frau unter einer inneren Unruhe. Seine Tochter lebt seitdem bei seiner Ex-Frau und er selbst kann Nachts kaum noch schlafen. Immer wieder glaubt er an einem Herzinfarkt zu sterben.
Er wird immer erschöpfter, doch das kann auch an seinem Job liegen denn dort gibt es momentan sehr viel Stress.
Die Autonomen protestieren gegen den Abriss eines Jugendzentrums und dies sehr gewaltbereit. Leider toben sie sich auch in seinem Stadtviertel aus und die Polizei hat alle Hände voll zu tun. Als auf dem Friedhof eine Leiche auftaucht fällt der Verdacht schnell auf die Protestanten. Die Lage spitzt sich zu...

Mein Fazit:

Normalerweise habe ich lieber ein richtiges Buch in der Hand aber gerade wenn ich zum Beispiel im Flugzeug sitze habe ich gerne ein Hörbuch dabei.
Und auch dieses Mal, denn ich musste dringend meinen Kleiderschrank mal ausmisten, kam es mir sehr gelegen die Hände frei zu haben.
Der Titel des Buches und auch das Bild lassen auf einen rastlosen Krimi schließen und man wird auch direkt in die Story hineingeworfen.
Man erfährt von seinen Schlafproblemen und den Unruhen in seiner Stadt. Jedoch brauchte ich einen Moment um mich zurechtzufinden. Es waren doch recht viele Leute und Schauplätze was etwas verwirrend sein kann. Dennoch konnte der Vorleser mich fesseln und ich blieb dran.
Generell war die Story spannend und nachvollziehbar. Ich mochte den Protagonisten sehr, denn er war wirklich menschlich. Axel lebt für seinen Job und lässt sich von seinen Kollegen, die teilweise wirklich unprofessionell waren, nicht beirren. Allerdings war er auch ein bisschen klicheebehaftet, was mich persönlich nicht gestört hat, aber man hätte vielleicht gerade in Bezug auf die Story mehr draus machen können. Aber das ist wirklich meckern auf hohem Niveau.
Weiter möchte ich hier auch nicht vorgreifen, denn das wäre unfair und ich würde zu viel verraten.
Der Autor verstand es gut, Fäden zusammenzuführen und das Ende war klasse. Trotzdem gab es ab und an die ein oder andere Länge was aber für einen Krimi mittlerweile leider normal zu sein scheint.
Alles in allem habe ich mich gut unterhalten gefühlt und die Hausarbeit ging schneller rum als sonst, das mag was heißen!
Was mir auch gut gefallen hat, auch wenn man dafür einen Fable haben muss ist, dass der Autor sehr viele Politische Fakten und Geschehnisse in die Story mit einfließen hat lassen was für mich, ich war noch nie in Dänemark, sehr interessant war.
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am 6. Dezember 2013
Der erste Fall um den Ermittler Axel Steen spielt in Kopenhagens Stadtteil Norrebor. Wie ich nachgelesen habe, ist dieser Multikulti-Stadtteil schon immer ein sozialer Brennpunkt und bereits seit Anfang der 80er Jahre bekannt für seine regelmäßigen Krawalle. Die Ausschreitungen um den Abriss des Jugendzentrums 2007 hat es also tatsächlich gegeben. Der Autor Jesper Stein hat diese Vorfälle in seinem Debütroman „Unruhe“ verwoben.

Während der Unruhen um den Abriss des Jugendzentrums wird ein Mann brutal ermordet auf dem Friedhof von Norrebro aufgefunden. Obwohl die Polizei das Gebiet bewachte konnte dieser Mord unbemerkt geschehen. Eine Kamera, installiert auf einem Dach eines umliegenden Geschäftes, die vermutlich das Geschehen aufgezeichnet hat, verschwindet. ‚Piver‘ ein junger, naiver Autonome hat sie entwendet und erhofft sich durch diese Tat Anerkennung in der Szene, im sogenannten ‚inneren Kreis‘ zu erlangen.

Der Ermittler Axel Steen, der Einzelgänger, für den keine Regeln gelten, ist bei seinen Kollegen und Vorgesetzten nicht sonderlich beliebt. Auch ich war beim Lesen zwiegespalten, ob ich den Typen mochte oder nicht. Punkten konnte der griesgrämige, kauzige Typ aber dann doch bei mir wegen seiner liebevollen Seite, die er als Emmas Papa offensichtlich hat. Wobei mir die Kleine manchmal schon Leid tat. Der Protagonist ist ein schwieriger Charakter. Seine Ehe ist gescheitert, die Exfrau lebt mit einem von Axels Vorgesetzten zusammen. Er lebt in der ständigen Angst einem plötzlichen Herztod zu erliegen. Woher diese Angst kommt, bleibt dem Leser allerdings verborgen. Schade, ich hätte gerne erfahren, was hierfür der Auslöser ist, aber vielleicht wird dies in einem nachfolgenden Band erklärt.

Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, allerdings stellenweise sehr ausschweifend. Weniger wäre hier mehr gewesen. Der Spannung hätte eine straffere Handlung gut getan. Dennoch für einen Debütroman ein gelungener Einstieg.
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am 24. November 2013
"Unruhe" ist der Debütroman von Jesper Stein und bildet den Anfang einer Bücherreihe um den Ermittler Axel Steen.

In Kopenhagen sieht sich die Polizei mit größeren Unruhen konfrontiert, die zuweilen zu eskalieren drohen. Die Demonstranten wollen den Abriss eines Jugendzentrums verhindern.
Mitten in diesen Ausschreitungen wird ein Mordopfer auf dem Friedhof gefunden, der sich in unmittelbarer Nähe des Jugendzentrums befindet. Das ganze Gelände wurde eigentlich lückenlos bewacht, doch niemand scheint etwas Verdächtiges bemerkt zu haben.
Dass der Tote zunächst für einen der Autonomen gehalten wird, macht die Angelegenheit für die Polizei nicht einfacher. Es kommt schnell der Verdacht auf, dass es sich um einen Fall von außer Kontrolle geratener Polizeigewalt handelt.
Axel ist einer der ersten Ermittler am Tatort und mit seinen ungewöhnlichen Methoden hat er auch schnell eine erste Spur. Es gibt offensichtlich ein Video, auf dem der Mörder zu sehen sein könnte. Die Jagd nach der Wahrheit und der verschwundenen Kamera beginnt und sie bleibt nicht ohne weitere Opfer.

Meine Meinung:
Die Handlung ist gut durchdacht und man erfährt erst zu einem sehr späten Zeitpunkt, wie alles zusammenhängt und wer nun eigentlich der Täter ist.
Die Hauptfigur Axel Steen ist etwas speziell, aber nicht unsympathisch. Seine hypochondrische Ader hat mich weniger gestört als seine oft triebgesteuerten Handlungen. Für meinen Geschmack enthielt das Buch zu viele Sexszenen, die ich in Krimis einfach nicht mag.
Leider ergeht sich der Autor zu sehr in Details, alles wurde für meinen Geschmack viel zu ausführlich beschrieben, egal ob Ermittlungsarbeit oder die Nebenhandlungen. Dadurch kam es für mich zu Längen, bei denen die Spannung etwas abhanden kam. Insgesamt ist der Krimi aber alles andere als schlecht und langweilig, nur eben nicht herausragend oder extrem hochspannend.
Dafür gebe ich 4 von 5 Sternchen und denke, dass eine gekürzte Hörbuchfassung sogar Höchstwertung erreicht hätte.
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am 16. November 2013
"Unruhe" von Jesper Stein ist im November 2013 im Kiepenheuer & Witsch Verlag erschienen. Es erzählt den ersten Fall von Kommissar Axel Steen, es scheint also als Reihe angelegt zu sein. Axel Steen ist 38, geschieden, Vater einer 5-jährigen Tochter, Emma, Vizekriminalkommissar beim Morddezernat in Kopenhagen und hat panische Angst zu sterben. In der Stadt herrschen seit Tagen Unruhen wegen der Räumung des Jugendzentrums und mitten in diesem Chaos findet die Polizei auf dem abgeriegelten Friedhof einen Toten. Da der Tote aussieht wie ein Autonomer und nur die Polizei in der fraglichen Zeit Zutritt zum Friedhof hatte, ist die Lage sehr prekär. Axel Steen ist ein Polizist mit hoher Aufklärungsrate, arbeitet aber auch mit unorthodoxen Methoden und ist deshalb nicht Chefs Liebling. Zudem hat er die Trennung von seiner Frau noch nicht verkraftet und muss im Laufe der Ermittlungen mit ihrem "Neuen" zusammenarbeiten, was immer wieder zu Reibungen führt. Der Typ des Ermittlers gefällt mir, er hat Ecken und Kanten, ist nur zufrieden, wenn alle Punkte geklärt sind, macht sich dabei auch noch Gedanken um seine Mitmenschen.
Das Cover des Thrillers gefällt mir sehr gut, es wirkt duch die dunklen Wolken mit der Straßenlaterne sehr düster, unterstrichen von den Blutspritzern auf dem Titel. Das Buch hat 61 Kapitel, die aber noch zusätzlich in Tage unterteilt sind. So erlebt man ein knappes Vierteljahr mit Axel Steen, bis der Fall aufgeklärt ist. Ich finde "Unruhe" sehr gelungen, es liest sich sehr gut, die Story ist rundum stimmig und alles ist sehr genau beschrieben, ohne langatmig zu werden. Einmal angefangen, konnte ich das Buch schlecht aus der Hand legen. Zudem baut der Autor eine Spannung auf, die erst kurz vor Ende ihren Höhepunkt findet und nach der Aufklärung doch noch einmal eine Wendung erfährt! Im Laufe der Ermittlungen, als Hobbydetektiv macht man sich beim Lesen ja immer so seine Gedanken, hatte ich drei Verdächtige und der Täter war noch nicht einmal dabei! Auf den 475 Seiten hat man Axel, seine Kollegen, "seine Familie" und seine Vergangenheit so gut kennengelernt, dass ich mich auf den zweiten Fall von Axel Steen freue. Von mir gibt es einen Daumen hoch!
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am 11. November 2013
In Kopenhagen wird ein Jugendzentrum geräumt. Im Zuge der Unruhen gibt es auf einem Friedhof einen Mord, obwohl niemand auf das abgesperrte Gelände hätte kommen können. Kommissar Axel Steen wird mit den Ermittlungen betraut und sein Verdacht richtet sich auch auf die eigenen Kollegen. Im Zuge der Ermittlungen geraten die verschiedensten Menschen ins Visier seiner Ermittlungen: Journalisten, makedonische Drogenhändler, Mädchenhändler, Bekannte von ihm ... Durch seine mehr als unkonventionellen Ermittlungen gerät er auch selbst ins Visier seiner Vorgesetzten und ihm drohen mehrfach verschiedene Sanktionen bis zum Entzug des Falls.

Das Buch war mit viel Vorschusslorbeeren bedacht. Meiner Meinung nach hat es die Erwartungen nicht erfüllt. Der Anfang ist spannend, aber durch die vielen in die Ermittlungen eingebauten Umwege und die nötigen Erklärungen dazu, zieht es sich danach doch sehr in die Länge und die Spannung ging für mich gegen Null. Ich war mehrfach versucht, das Buch ganz aus der Hand zu legen. Hier war viel gewollt, in meinen Augen zu viel. Die Figur des Kommissars war für mich nicht wirklich unsympathisch, aber auch nicht sympathisch. Seine Drogensucht hat mich nicht überzeugt, sein familiärer Hintergrund war sehr schwarz/weiß. Ich hatte das Gefühl, der Autor musste auch unbedingt seine sexuellen Fantasien irgendwie mit unterbringen, für die Handlung und das Innenleben des Kommissars fand ich sie mehr als überflüssig. Ab Mitte des Buches nahm die Handlung dann aber deutlich an Fahrt auf und das Buch wurde wesentlich interessanter und spannender. Mein Fazit am Ende: ein solider Krimi mit deutlichen Steigerungsmöglichkeiten. Ob ich eine Fortsetzung lesen möchte, kann ich im Moment allerdings noch nicht entscheiden.
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am 4. November 2013
Jesper Stein, der sich in Dänemark bereits als Journalist und Kriminalreporter einen Namen gemacht hat, veröffentlicht mit dem Buch „Unruhe“ seinen ersten fiktiven Kriminalroman. Er erschafft mit Axel Steen einen Kommissar im Kopenhagener Morddezernat, der – typisch für Kommissare in Kriminalserien – aufgrund seiner unbeugsamen, mürrischen Art vor allem bei seinen selbst eher unfähigen Vorgesetzten wenig beliebt ist, aber eine Erfolgsquote aufweist die ihn trotzdem bisher im Sessel gehalten hat. Auch die Vorschriften aus dem Polizeihandbuch interessieren Axel Steen wenig, im Gegensatz zu seinem Kollegen John Darling, der seinem Namen alle Ehre macht. Komplettiert wird die durchaus bekannte Aufstellung der Hauptpersonen durch eine geschiedene Ehefrau und die Freundschaft Steens zum Chef-Pathologen des Korps. Auch wenn Charakterisierung und Konstellation der Hauptpersonen Jesper Steins sich en detail am erfolgreichen Klischee orientieren, kommt durch die Ansiedlung der Geschichte inmitten der Unruhen durch protestierende Autonome in Kopenhagens Problemviertel Norrebro ausreichend Neues ins Spiel, um auch den erfahrenen Leser zu interessieren. Kurze politische Hintergründe liefern Fakten zum Alltag in Dänemarks Krisengebieten. Der Schreibstil Jesper Steins ist dabei gekennzeichnet als der eines erfahrenen Schreibers, die Sätze sind schnörkellos flüssig und der Text springt nicht zu sehr zwischen verschiedenen Handlungssträngen/ -zeiten hin und her.

Im vorliegenden Buch, Axel Steens ersten Fall, geht es konkret um einen Mordfall, der zunächst wie ein polizeilicher Übergriff erscheint und entsprechend sensibel behandelt wird. Jesper Stein bindet dabei den Leser in die Gedankenwelt seines Chefermittlers ein und greift auch durch die Rahmengeschichte kaum vor. Die Ermittlungen sind realistisch geschildert und stellen nach einiger Zeit eine Verbindung zu einer Spezialeinheit der Kopenhagener Polizei her, die zu einer Zusammenarbeit im aktuellen Fall führt und als einen weiteren Charakter Henriette Nielsen ins Spiel bringt, welche uns in noch folgenden Büchern dieser Reihe durchaus wieder begegnen könnte. Die internen Querelen zwischen den verschiedenen Armen der Exekutive entsprechen dabei den aus amerikanischen Krimis bekannten, erscheinen mir als Dänemark-Laien aber durchaus nachvollziehbar und realistisch. Seinen eigenen Berufsstand, den des Kriminaljournalisten, bringt Jesper Stein im Verlauf der Ermittlungen ebenfalls recht rasch ins Spiel. Auch nutzt er diese Schiene um weitere politische Einblicke in die Geschichte Dänemarks zu gewähren und ruft einen alten Konflikt auf: In den Autonomen-Unruhen von März 1993 waren Axel Steen und ein heutiger Chefredakteur der autonomen Presse, Martin Lindberg, heftig aneinandergeraten. Die bis heute anhaltende Antipathie führt Axel Steen wie auch das komplette Team des Morddezernats zunächst auf eine falsche Fährte. Jesper Stein schafft es aber im Verlauf seines Krimis, die vorher scheinbar festgeschriebenen Rollen seiner Charaktere aufzuweichen und zu verändern, so dass zum Beispiel auch Schmeichler wie John Darling durchaus sympathische Züge bekommen und sich Martin Lindberg und Axel Steen einander annähern. Die letztlich Auflösung der Geschichte führt zwar erneut über klischeehafte Wege, ohne jedoch den realistischen Zug zu verlieren. Dabei mischt Jesper Stein immer wieder tatsächliche dänische Politik mit seinem Mordfall und erhöht damit noch den realistischen Charakter.

Als Fazit möchte ich ziehen, dass das Buch sich positiver entwickelt hat, als ich es ihm anfangs zugetraut habe. Als Minuspunkt rechne ich Stein die klischeehafte Charakterisierung seiner Hauptpersonen an, Pluspunkte bekommt er für Schreibstil und einen logisch nachvollziehbaren und realistischen Plot. Sollte Jesper Stein im Verlauf seiner geplanten Serie mit der Entwicklung seiner Charaktere fortschreiten wie er es im ersten Teil beginnt, würde diese durchaus Einzug in mein Bücherregal halten dürfen.
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