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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein netter Reisebericht
Sehr interessant wie Kurt Kroemer Afghanistan erlebt hat. Seit 5 Jahren lebe ich selbst in diesem Land. Im Buch schildert Kurt sehr lebensnah die Eindruecke zweier doch sehr unterschiedlicher Besuche. Das erste Mal sind er und sein Team mit der Bundeswehr in Afghanistan. Die Reise mit der Bundeswehr vergleicht er mit einem Robinson Club Urlaub. Zutreffender kann man das...
Vor 13 Monaten von Admin100 veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Bericht von was eigentlich keiner wissen will.
Mit "ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will" haben Alexander Bojcan alias Kurt Krömer und Tankred Lerch ein kurzweiliges Lesevergnügen geschaffen. Intellektuell für kleinstädtische Eckkneipen konzipiert, sprachlich auf gymnasialem Niveau geschrieben, thematisch als Teil des subventionierten Kultur-Milieus positioniert. Denis Scheck hätte...
Vor 7 Monaten von Steffen Rutter veröffentlicht


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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein netter Reisebericht, 20. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sehr interessant wie Kurt Kroemer Afghanistan erlebt hat. Seit 5 Jahren lebe ich selbst in diesem Land. Im Buch schildert Kurt sehr lebensnah die Eindruecke zweier doch sehr unterschiedlicher Besuche. Das erste Mal sind er und sein Team mit der Bundeswehr in Afghanistan. Die Reise mit der Bundeswehr vergleicht er mit einem Robinson Club Urlaub. Zutreffender kann man das kaum beschreiben. Was er damit wirklich meint lesen Sie im Buch.

Kurt Kroemer erlebte seine zweite (private) Reise ganz anders. In afghanischer Kleidung besuchte er Familien, hochrangige afghanische Politiker und bekommt einen kleinen Einblick in das Wirken der Amerikaner in Afghanistan.

Ich habe ihn in Afghanistan getroffen und einen sehr tiefgruendigen und nachdenklichen Menschen erlebt der wirklich versucht hat in den paar Tagen ein realistisches Bild von dem wunderschoenen Land am Hindukusch zu bekommen, das leider immer noch eins der aermsten Laender der Welt ist.

Kurt, klasse Arbeit! Unbedingt lesen!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krömer kann auch nachdenklich, ernsthaft, respektvoll, 15. Juli 2013
Von 
Bookmark - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will: Zu Besuch in Afghanistan (Taschenbuch)
Keine große Literatur, kein politisches Sachbuch,keine richtige Reisebeschreibung,
kein Buch aus der Rubrik Humor, keine Biografie, was denn dann? War das Buch überhaupt geplant?

Krömer, in seinen letzten Shows für mich geradezu unerträglich gleichgültig, unkonzentriert,
unhöflich, frech und eingebildet, zeigt hier eine Seite, die man so nicht gleich erwartet hat.
Ernsthaft und einfühlsam beschreibt er zwei kurze Reisen nach Afghanistan, die unterschiedlicher
nicht sein können.

Einmal eine Reise zu den Truppen der Bundeswehr, innerhalb dicker Mauern, Stacheldraht und mit
allen Sicherheitsvorkehrungen und eine zweite Reise in das Land Afghanistan ohne Netz und doppelten
Boden. Krömer schildert seine Eindrücke kurz und knapp und doch bringt er auch emotional alles rüber,
was ihn dort bewegt hat und man nimmt es ihm ab.

In einem Rutsch durchgelesen und für gut befunden, weil man einfach zu wenig weiß über "Afghanistan"
und er den Vorhang doch etwas lüftet. Er macht neugierig, mehr zu erfahren und zu hinterfragen und sich nicht
nur auf die vorgekauten Nachrichten der Massenmedien zu verlassen. Man schaue sich alleine diese Müllhalde
der Amerikaner an!
Deshalb bekommt das Buch fünf Sterne, weil es vielleicht auch Uninteressierten die Augen und das Herz für dieses
wunderbare, aber so arme Land öffnet.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Bericht von was eigentlich keiner wissen will., 1. Januar 2014
Von 
Steffen Rutter (Luzern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will: Zu Besuch in Afghanistan (Taschenbuch)
Mit "ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will" haben Alexander Bojcan alias Kurt Krömer und Tankred Lerch ein kurzweiliges Lesevergnügen geschaffen. Intellektuell für kleinstädtische Eckkneipen konzipiert, sprachlich auf gymnasialem Niveau geschrieben, thematisch als Teil des subventionierten Kultur-Milieus positioniert. Denis Scheck hätte seine helle Freude an einer Kommentierung.

Wenn man Kurt Krömer kauft, dann kann man sicher gehen, dass man auch Kurt Krömer bekommt: "Der Kaffee kostet nur neunzig Cent, schmeckt aber wie zwanzig." (S. 16) "Es ist der letzte Abend, denke ich und beschließe, die erlaubten zwei Bier zu trinken - fünfmal hintereinander." (S. 98) "Es blitzt zweimal kurz nacheinander. Dann steigt Rauch auf. Nichts Schlimmes. Ich habe mir eine Zigarette angezündet, nach dieser Reise hat man sie sich auch verdient. Der Hauptfeldwebel gibt Feuer frei, und wir rauchen alle." (S. 34)

In Buchform kommen dann aber traurige Einsichten zur deutschen Medienlandschaft zur Geltung: "Soldaten zählen in Deutschland nur, wenn sie traumatisiert zurückkehren. Dann finden sie statt. Sogar bei Jauch, Maischberger, Lanz und Co." (S. 101) Es sind diese Passagen, die dem Reisebericht eine gewisse Ernsthaftigkeit geben.

Das Buch über eine Reise nach Afghanistan ist für mich vor allem deshalb lesenswert, weil es auch einiges über Deutschland aussagt. "Wie es sein muss, wenn in das Land, in dem man lebt, Hunderttausende von Soldaten einmarschieren, die den Bürgern nichts über ihr Vorhaben und ihre Absichten erzählen. Wie würde ich wohl reagieren, wenn ich dreißig Jahre in so einem Zustand leben müsste? Ich kann es mir nicht vorstellen." (S. 176) Der Fall der Mauer und damit das Ende des so genannten "Kalten Krieges" liegt nun fast 25 Jahre zurück. Noch immer sind tausende ausländische Soldaten aus diskussionswürdigen Gründen in der Bundesrepublik stationiert. Das wissen einige, interessiert wenige, und ärgert wohl keinen.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zweimal Kabul und zurück, 28. Juni 2013
Von 
Felix Richter - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will: Zu Besuch in Afghanistan (Taschenbuch)
Es fängt damit an, dass der Titel nicht stimmt. Kurt Krömer berichtet nämlich von zwei Reisen nach Afghanistan, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Mitte 2012 die Einladung zu einer mehrtägigen Truppenbespaßung, und, im darauffolgenden Winter, eine Reise auf mehr oder weniger eigene Faust. Und so fallen auch seine Berichte sehr verschieden aus.

Im ersten Teil erleben wir den Komiker Kurt Krömer, der Zeit seines Lebens ein nicht so inniges Verhältnis zu unserer Bundeswehr hatte, und der als zeitweise sogar untergetauchter Komplettverweigerer seiner Marlene-Dietrich-Mission mit gemischten Gefühlen entgegensieht. Und so stehen hier dann eher die kuriosen Erlebnisse im Vordergrund, die selbst den höchst realen Gefahrensituationen, denen sich das Team ausgesetzt sieht, eine komödiantische Facette verleihen. Der Kettenraucher z. B., der sich schon auf dem Schulhof in die Ecken drückte, um den Blicken der Lehrer zu entgehen, erlebt ein déjà-vu, wenn er auch auf dem Kasernenhof rauchenderweise in die Ecken geschickt wird, aus Angst vor möglichen Snipern.

Die Auftritte selbst gestalten sich teilweise etwas mühsam, weil a) ihm der weibliche Teil des Auditoriums fehlt und b) die meisten Soldaten ihn nicht einmal kennen, geschweige denn Fans von ihm sind. Wie er sich aus der Affäre zieht, das zeigt den Profi, der sich in den Anfängen seiner Karriere sehr ähnlichen Situationen ausgesetzt sah - noch ein déjà-vu, und man spürt ein wenig seinen berechtigten Stolz.

Insgesamt registriert man aber doch seinen neugewonnenen Respekt vor den Soldaten, von denen man hierzulande eigentlich nur hört, wenn sie liegend in die Heimat rückgeführt werden, und die damit zu Rande kommen müssen, dass sich ihnen der Sinn und Nutzen ihrer Mission nur sehr notdürftig erschließt.

Ganz anders die zweite Reise. Dass er auf seiner Tour von Militärstützpunkt zu Militärstützpunkt das Land und seine Bevölkerung nur durch Panzerglas gesehen hatte, empfand er als so unbefriedigend, dass er sich ein halbes Jahr später noch mal auf den Weg macht dorthin, "wohin eigentlich keiner will", jetzt auch mit dem Ziel, über seine Eindrücke ein Buch zu schreiben. In Begleitung eines afghanischen Musikmanagers, aber ohne festes Programm nähert er sich den Menschen, die versuchen, in diesem geschundenen Land tagtäglich über die Runden zu kommen. Da ist vom Komiker nichts mehr zu spüren, und wir erleben einen empfindsamen, sympathischen und klugen Reisenden, der begreifen will, warum Afghanistan aus dem Teufelskreis der Gewalt nicht herauskommt. Hier hätte er gerne noch etwas mehr in die Tiefe gehen können, bei mir jedenfalls hat dieser Teil den wesentlich stärkeren Eindruck hinterlassen. Aber vielleicht gibt es ja noch einmal einen Ausflug nach wohin eigentlich - außer ihm jetzt - keiner will.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Na ja, er war da, aber er nimmt mich nicht mit., 27. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will: Zu Besuch in Afghanistan (Taschenbuch)
OK, ich hätte den Auftritt von KK bei Lanz nicht sehen sollen, denn damit war ich bereits mit mehr als der Hälfte seines Buches bereits vertraut, wie ich beim Lesen merkte.

Von einem guten Buch erwarte ich ansonsten, dass es mich fesselt, mitnimmt, das berühmte "Feuerwerk im Kopf" auslöst.
Alles das fehlt mir hier. Ich habe ständig das Gefühl: Nun erzähl doch endlich mal, wie es war.

Statt dessen erlebe ich zu schnelle Sprünge, die für mich nicht immer zusammen passen.
Während im ersten Teil (Bundeswehr-Teil) noch der ZEIT Reporter Peter Krümmel einiges erklärt und in besseren Worten beschreibt, fehlt mir im zweiten Teil (dem privaten Teil) irgendwie Alles. Ich verstehe andauernd nur "Grau, Zaun, Wand, Attentat".
Ganz kurz wird es einmal konkret, als auf Seite 167 von 186 dieser Monolog von einem Gewissen "Bahram" losgeht.

Er isst zu Abend bei einer Familie. Punkt. Das ist ja durchaus etwas besonderes, in einem derart "außergewöhnlichem" Land als Deutscher bei Familie "besserer Durchschnitt" zu speisen. Andere hätten statt 2 Seiten seichter Kurzbeschreibung alleine darüber ein spannendes Buch schreiben können. Aber Krömer schreibt praktisch nur ein Tagebuch, wohl um sich selbst später besser erinnern zu können. Sein Kopf ist sicher voll, von bunten Bildern, Gerüchen, Geräuschen. Uns präsentiert er nur, im wahrsten Sinne des Wortes, nichtssagende schwarz-weiß Bilder.

Krömer hatte es schon damals bei seinem Besuch in Polen (Film mit Steffen Möller) geschafft eigentlich nur fehl am Platz zu sein. Hier ist es nicht viel anders.
Um zu Beschreiben, wie, warum, wie lange... es in Afghanistan so ist, wie es ist, braucht es doch etwas mehr als eine "Witzfigur aus Neukölln", wie er sich selbst so oft beschreibt. Da wäre ein HaPe Kerkeling gewissenhafter und genauer in Reiseplanung und Beschreibung gewesen und hätte es geschafft, uns an seinen Gefühlen wirklich teilhaben zu lassen...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Ausflug, der mir (leider) nicht im Gedächtnis bleiben wird, 22. März 2014
Von 
Caillean - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will: Zu Besuch in Afghanistan (Taschenbuch)
Kennen Sie das, wenn man sich lange drauf freut, ein bestimmtes Buch zu lesen, weil der Titel so anders klingt und der Klappentext so interessant? Mir ging es mit diesem Buch so. Und dann hält man das Buch endlich in der Hand und denkt – was, so dünn??? Nun ja, 176 Seiten muss ja nicht „wenig“ sein – es kommt ja auf den Inhalt an. Aber wenn der sich dann auch noch zu einem – aus meiner Sicht übergebührenden – Teil auf den Werdegang des Autors konzentriert, ist man doch ein wenig enttäuscht. Also ich war jedenfalls ein wenig enttäuscht.

Ich hatte mir mehr erhofft, von dem „Ausflug nach wohin eigentlich keiner will“. Sicherlich, es war interessant zu erfahren wie es in den Bundeswehrlagern Mazar el Sharif und Kabul zugeht. Es waren dabei eher die Details, die mich verblüfft haben, aber leider nicht der Reisebericht als solches. Schade. Ich hatte ein wenig das Gefühl, so ganz ist Kurt Krömer eben doch nicht in seinem Element, wenn er nicht Witze reißen kann… Dass das bei so einem Thema nicht geht, ist ihm klar und deshalb hat er sich auch zurückgehalten. Gute Entscheidung. Man merkt dem Buch auch grundsätzlich an, dass die beiden hier beschriebenen Reisen (einmal auf Einladung der Bundeswehr und einmal ins "zivile" Kabul) dem Autor nahe ging. Und trotzdem sprang der Funke bei mir eben nicht über. Im Gedächtnis bleiben wird mir das Buch sicherlich nicht. Schade eigentlich.

Noch kurz etwas zu den Fotos im Buch: Vielleicht liegt das am Druck oder am Papier oder daran, dass alles „nur“ schwarz-weiß ist… aber die sehen irgendwie sehr unprofessionell aus. Oder ist das Absicht? Dafür, dass die Reisegruppe auf den zwei Reisen nach Kabul jeweils Profi-Fotografen dabei hatte, war ich auch hier vom Ergebnis enttäuscht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will, 9. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will: Zu Besuch in Afghanistan (Taschenbuch)
Ein sehr schwer zu beurteilendes Buch. Kurt Krömer besucht zweimal jeweils für ein paar Tage Afghanistan, das erste Mal auf Einladung der Bundeswehr-Truppenbetreuung den Norden und das zweite Mal privat die afghanische Hauptstadt Kabul. Und darüber schreibt er ein Buch, schildert (kurze) Begegnungen und spricht dem Leser, der Afghanistan kennt, aus dem Herzen, indem er deutlich macht, dass es auch in Afghanistan Alltag, Lebensfreude und Normalität wie in jedem anderen Land gibt. Dabei verschließt er auch die Augen vor der anderen Realität nicht, wobei diese eher die Armut als denn das Dauerthema Afghanistankrieg erwähnt. Es hat also was Anrührendes, Krömer nimmt den Leser mit in ein Land, von dem wir in Deutschland tatsächlich immer dieselben Bilder präsentiert bekommen und dieselben Clichés bearbeitet werden und da er eine bekannte Persönlichkeit in den deutschen Medien ist, hört man ihm (wahrscheinlich) auch zu. Dies macht dieses Buch sehr lohnens- und lesenswert, denn die Menschen in Afghanistan haben es verdient, auch einmal anders dargestellt zu werden. Er nimmt ein bisschen was von dem Image dieses Landes, dass alle Frauen Burkha tragen, jeder militanter Islamist ist und ansonsten das Leben ausschließlich vom Krieg geprägt wird. Das ist gut und verdient eigentlich fünf Sterne. Gut ist auch, dass er zwei Besuche gegenüberstellt. Schon eine verrückte Welt, das Übersicherheitsgebaren der deutschen Streitkräfte einerseits und dann die doch relative Bewegungsfreiheit, die er als Privatmensch erlebt. Das entdämonisiert und auch dies ist gut. Insofern ein sehr gutes Buch im Afghanistan-Regal einer deutschen Buchhandlung, in der man in der Regel sonst nur Kriegsliteratur findet, es nimmt mit, zeichnet ein „normaleres“ und auch menschlicheres Land. Es ist nicht anzuzweifeln, dass Kurt Krömer es ernst meint mit diesem Land, dass er wirklich bemüht ist, etwas zu vermitteln, für das weder deutsche Medien noch die deutsche Öffentlichkeit ein Ohr haben. Er gibt ein Interview wieder, in dem er sich selbst zitiert: „Journalisten kommen zu dir, führen ein zweistündiges Gespräch und die Quintessenz dessen ist dann doch wieder nur: Afghanistan ist gleich Krieg, Soldaten, Tote, Taliban, allenfalls noch Heroin. Schön auf einen kleinen Beitrag zusammengeschnitten, der die Marke von einer Minute dreißig nicht überschreitet. Bei dem man dann mal kurz die Chipstüte beiseitelegt, gebannt zuschaut, sich beim Gang zum Kühlschrank denke, die spinnen doch die Moslems, um dann, mit einem Bier in der Hand, spätestens beim Beginn des Musikantenstadls, wieder alle weltpolitischen Probleme zu vergessen“. Das trifft es ganz genau. Schwierig ist allerdings, dass Krömer eben trotzdem nur wenige Tage im Land verbringt und hier und da dann doch gerne ausschweift (nicht nur, indem mal wieder eine Zigarette geraucht wird), kleinere Exkursionen in seine Vergangenheit unternimmt und damit Seiten füllt und Geschichten hier und da ergänzt, was allerdings nicht mehr mit Afghanistan zu tun hat. Er entwickelt Gefühle für dieses Land, die er auch überzeugend vermittelt, aber wirklich viel gesehen und erlebt hat er nicht und daran fehlt es denn auch schließlich. Er wäre noch überzeugender, würde er, wie er es am Ende auch schreibt, tatsächlich nochmals nach Afghanistan kommen, um noch tiefer einzusteigen und v.a. auch länger zu bleiben als ein paar Tage- dann hätte er durchaus die „Schreibe“ und auch mehr als nur wenige Eindrücke, um wirklich etwas zu vermitteln.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch von Alexander Bojcan, 10. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will: Zu Besuch in Afghanistan (Taschenbuch)
Gleichwohl der Leser deutlich erkennt, dass Krömi nicht zur Schriftstellergattung gehört (insbesondere dann, wenn auf seinen Text gleich einer seines Reisepartners Kümmel folgt), ist ihm ein unbedingt zu lesender Bericht gelungen.

Ich bin nach wie vor beeindruckt über seinen Mut, diese Reise überhaupt zu machen, und von seiner Offenheit über den Zustand des Landes, die Menschen und gegenüber sich selbst; dem Leser werden hier nämlich auch nicht seine Emotionen vorenthalten.

Respekt gilt es aber auch seinen Mitreisenden zu zollen, die ihm – insbesondere auf der zweiten Reise nach Afghanistan – (wieder) Beistand leisteten. Auch über sie erfährt man einiges. Das Buch ist also keine Selbstdarstellung.

Dies und noch viele Dinge sind der Grund, warum ich nach wie vor ganz mitgenommen bin. Das ist bei mir nicht (mehr) so einfach zu schaffen.

Ein Buch, das nicht den „anderen“ Krömer zeigt, sondern den „richtigen“ – Alexander Bojcan.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein etwas anderer Kroemer, 22. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will: Zu Besuch in Afghanistan (Taschenbuch)
Worum es geht, wurde ja schon beschrieben.
Ich war aber sehr positiv überrascht über einen ganz anderen Kroemer. Sprüche und Textpassagen zum wegschmeißen gibt es definitv auch, aber wie er die Szenerien beschreibt, bekommt man ein gänzlich anderes und wie ich finde realistischeres Bild von der Lage "da unten".

Ich lese ja wenig, aber dieses Buch ist wirklich lesenswert.
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5.0 von 5 Sternen Eine echte unerwartete Erzählung, 19. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will: Zu Besuch in Afghanistan (Taschenbuch)
Eine echte unerwartete Erzählung von einem, der eigentlich so ist wie wir alle, der echte Leute mit und ohne Uniform trifft, die eigentlich ohne Uniform so wie wir alle sind, und der das wunderbar beobachtet und uns auf seiner unerwarteten Annäherung an Afghanistan und irgendwie auch ans Berliner Bühnenpublikum mitnimmt. Und dazu Humor. Sollte jeder gelesen haben, der über seinen Kiez hinausschaut.
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Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will: Zu Besuch in Afghanistan
Ein Ausflug nach wohin eigentlich keiner will: Zu Besuch in Afghanistan von Tankred Lerch (Taschenbuch - 20. Juni 2013)
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