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93 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist kein waschechter Thriller - Trotzdem lesen.
Schätzing hat sich mit diesem Werk weit aus seiner bisherigen Komfortzone herausgewagt: Er verlegt den Roman thematisch in ein Gebiet, wo über "Gut" und "Böse" abseits der allgemein akzeptierten Axiome ("Völkermord ist immer böse.") vortrefflich gestritten wird und der Autor es automatisch nicht allen Recht machen kann. Er nimmt Abstand von seinem...
Vor 4 Monaten von Severin Higgs veröffentlicht

versus
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Endlich geschafft... Oder: Wie man einen "Thriller" nicht schreiben sollte
Vorweg: Insgesamt ist das Buch ein gutes Suchbuch. Ging es um die Qualität der Recherche und der Menge was ich über Israel gelernt haben, würde das Buch von mir 5 Sterne bekommen. Ich wollte allerdings einen Thriller lesen und da verspricht das Buch meiner Meinung nach zu viel...

IN KÜRZE:
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Der Klappentext verspricht...
Vor 22 Tagen von Ares veröffentlicht


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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Endlich geschafft... Oder: Wie man einen "Thriller" nicht schreiben sollte, 2. Juli 2014
Von 
Ares - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
Vorweg: Insgesamt ist das Buch ein gutes Suchbuch. Ging es um die Qualität der Recherche und der Menge was ich über Israel gelernt haben, würde das Buch von mir 5 Sterne bekommen. Ich wollte allerdings einen Thriller lesen und da verspricht das Buch meiner Meinung nach zu viel...

IN KÜRZE:
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Der Klappentext verspricht "Einen mitreißender Thriller vor dem Hintergrund einer epischen Saga". Dieses Versprechen wird leider in keiner Weise eingelöst.

In den rund 1000 Seiten versteckt sich etwas, das entfernt an einen Thriller erinnert aber mich nicht wirklich mit gerissen hat. Dabei ist die Grundidee der Story gar nicht schlecht und hätte wirklich Potential. Leider wird dieses durch die gleichzeitige Erzählung der "epischen Saga" komplett zu Nichte gemacht.

Frank Schätzing versucht nicht nur einen spannende Geschichte zu erzählen sondern nebenbei auch noch die gesamte Geschichte des Staates Israel anhand einer Familiengeschichte zu behandeln. Beides hängt zwar grob zusammen, aber die Ausführlichkeit des historischen Teils bei weitem übertrieben. Das einzig gute dabei ist, dass Schätzing sich auf die letzten 90 Jahre beschränkt und nicht bei Urvater Abraham angefangen hat...

IM DETAIL:
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Vor fast 10 Jahren habe ich mit "Der Schwarm" mein erstes Buch von Frank Schätzing gelesen und war begeistert. In der Zwischenzeit habe ich andere Bücher von Schätzing gelesen und diese haben mir eigentlich durchweg gefallen. Breaking News konnte mich aber nicht überzeugen.

"Der Schwarm" habe ich verschlungen. Von einigen Bekannten hörte ich aber immer wieder, dass ihnen das Buch zu detailliert und langatmig sei. Ich liebe dicke Bücher und fand gerade diese Tiefe toll.

Kurz: Ich habe also nichts gegen Bücher mit ausführlicher Hintergrundgeschichte, im Gegenteil. "Breaking News" stößt aber selbst bei mir an eine Grenze oder überschreitet diese sogar.

Die Geschichte lässt sich eigentlich kurz und knapp zusammenfassen:
Top Journalist Tom hagen ruiniert durch eine zweifelhafte Aktion seinen ruf, findet in Israel eine neue Story um sich zu Rehabilitieren und gerät dabei in einen politischen Komplott.

Könnte spannend sein. Das Problem ist, dass dieser Thriller ständig von Rückblicken in die Geschichte zweier Israelischer Familen unterbrochen wird. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn damit nur der Hintergrund beleuchtet wird. Aber der Rückblick beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts und kämpft sich dann durch die gesamte Israelische Geschichte bis in die Gegenwart. Das Schicksal der Familien, die verschiedenen Gefühle und die Landschaft werden dabei bis ins Detail beschrieben.

Nachdem das Scheitern des Tom Hagen Beschrieben wurde Beginnt der erste Rückblick auf die Familiengeschichten in Israel. Dieser Schnitt ist so hart und zusammenhanglos, dass man sich fragt ob man im falschen Buch weiter liest. Erst nachdem man sich durch die ersten Jahrzehnte der Familiengeschichte gearbeitet hat geht es weiter mit Tom Hagen.

Die Geschichte Israels ist dabei erstklassig recherchiert und die Familiengeschichten auch durchaus gut erzählt. Ich habe viele (für mich) neue Informationen über Israels Geschichte erfahren, und einiges gelernt. An dieser Stelle verdient Schätzing durchaus Anerkennung. Das Problem ist für mich, dass dies einfach nicht zu einem "Thriller" passt. Das ist so, als würde man "James Bond" gucken und dabei nebenbei haar klein die gesamte Geschichte des englischen Königshauses behandeln, nur um zu erklären worum Bond einen Anschlag auf die Queen verhindert.

Bei diesen geschichtlichen Einwürfen stört nicht nur deren Ausführlichkeit, sondern vor allem auch, dass der "Thriller" hierdurch immer wieder unterbrochen wird. Auch wenn der Spannungsbogen nicht allzu weit gespannt wird, wird jeder Anflug von Spannung direkt von der nächsten Geschichtsstunde abgelöst: "James Bond blickt in den Pistolenlauf des Bösewichts... Und nun dazu wie Georg II seinen Morgentee genießt..."

FAZIT:
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1000 Seiten = 200-300 Seiten "Thriller" unterbrochen von 800-700 Seiten Geschichtsunterricht. Würde man den Thriller so belassen wie er ist und die Geschichtsstunden auf 50 Seiten kürzen hätte man ein nettes Buch. So ist das Ganze aber leider (selbst für Liebhaber langer Erzählungen wie mich) eine echte Quälerei.

WICHTIG:
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Ich habe mir Mühe gegeben das Wesentlich zusammen zu fassen. Natürlich kann ich dabei nur meine eigene Meinung wiedergeben. Wenn noch Fragen offen sind beantworte ich diese soweit möglich gerne in den Kommentare.

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82 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gut recherchiertes, schwach geschriebenes Werk, 24. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
Das Gute vorab: Wie in all seinen Büchern ist Schätzing auch hier wieder eine große Rechercheleistung gelungen. Die Geschichte Israels, angelehnt an die Figur Scharons, ist ein Thema, an das sich wohl nur wenige Autoren trauen würde - und Schätzing ist ihr thematisch sogar gerecht geworden. Zumindest, was den Plot angeht, hat das internationale Klasse und erinnert ein wenig an Ken Follett oder Don Winslow.

Doch anders als den beiden Großmeistern gelingt es Schätzing leider nicht, den Leser durch knapp 1000 Seiten zu tragen. Man kann die komplette Kritik in einem Satz zusammenfassen: Sein Erzähltalent ist einfach zu klein für eine solch große Geschichte! Was bei DER SCHWARM am Anfang und am Ende noch funktioniert hat, bei LIMIT nur noch halbwegs, geht jetzt gar nicht mehr: Kurze, abgehackte Sätze. Kein "Verlieren" in der Geschichte. Viele einschläfernde Beschreibungen. Keine mitreissenden Dialoge.

Ich könnte mir Frank Schätzing zukünftig gut in der Rechercheabteilung eines großen TV-Senders vorstellen: Ein packender Autor wird er wohl nicht mehr werden.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschafft und enttäuscht, 15. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
Als begeisterter Leser der bisherigen Werke von Frank Schätzing habe ich mir Breaking News voller Vorfreude zugelegt. Leider wurde ich doch erheblich enttäuscht. Die Art und Weise wie das Buch sprachlich aufgebaut ist, hat mich dabei noch am wenisgten gestört.
Was mich sehr viel mehr gestört hat, war die zähe und nur mühevoll voran kommende "Haupthandlung" um Tom Hagen. Der Klappentext verspricht ja einen Thriller um Tom Hagen und Yael Kahn aber bis der endlich richtig in die Gänge kommt ist die Hälfte des Buches gelesen. Am Ende werden noch gut 50 Seiten für die Aufklärung des Plots geopfert, das wäre durchaus auch erheblich kürzer gegangen, da zu diesem Zeitpunkt dem Leser auch schon längst klar wie was ablief.
Insgesamt stellt dieses Buch zu gut 2/3 die Geschichte Israels dar, wass für einen historisch Interessierten wie mich durchaus sehr interesssant ist, aber ich wollte kein Geschichtsbuch sondern einen Thriller lesen. An diesem Punkt ist Herr Schätzing schlicht gescheitert. Die Idee ist im Grunde genommen sehr gut, aber es gelingt Herrn Schätzing kaum Spannung zu erzeugen, das Ganze plätschert so vor sich hin. Mir fehlt hier der Thrill, der mich beim Lesen mitfiebern lässt und bei dem ich es kaum erwarten kann zu lesen wie es weitergeht.
Aufgrund der gründlichen Recherche, der m.E. guten Idee zum Plot des Buches und weil ich die Informationen über die Geschichte Israels interessant finde gibt es drei Sterne insgesamt, wobei die Handlungsebene um Tom Hagen mit ach und krach auf 2 Sterne kommt. In Zukunft werde ich mir allerdings den Kauf eines Buches von Frank Schätzing gründlich überlegen.
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93 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist kein waschechter Thriller - Trotzdem lesen., 14. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
Schätzing hat sich mit diesem Werk weit aus seiner bisherigen Komfortzone herausgewagt: Er verlegt den Roman thematisch in ein Gebiet, wo über "Gut" und "Böse" abseits der allgemein akzeptierten Axiome ("Völkermord ist immer böse.") vortrefflich gestritten wird und der Autor es automatisch nicht allen Recht machen kann. Er nimmt Abstand von seinem gewohnten Schreibstil, passt sich stattdessen an die begleitete Person an und erlaubt sich alles, was er sich erlauben kann (Versalschrift, Satzbrüche, ...), ohne das Werk ins Lächerliche zu ziehen. Er erlaubt sich auch, in die eigentliche Jetzt-Handlung Spannungspausen einzufügen, um durch Rückblenden die Historie der beteiligten Personen zu verstehen. Und er erlaubt sich, mühevoll aufgebaute Personen in einem Nebensatz sterben zu lassen - was nicht bar der Wirkung auf den Leser bleibt.

Nein, "Breaking News" ist kein reiner Thriller. Aber das, was es ist, gefällt mir ungemein. Es ist keine leichte Lektüre, und auch nichts, was man auf halbe Stunden verteilt in der S-Bahn lesen kann. Das Buch fesselt nicht auf die Art, wie man es von einem Thriller gewohnt ist. Und für einen Thriller enthält es ungewohnten Anspruch - was der geneigte Leser besser vorher wissen sollte, denn mit den falschen Erwartungen gibt es viel Enttäuschung.

Schätzing verbannt im Vorwort zu dem über 950 Seiten starken Werk einige Figuren ausdrücklich ins Reich der Fantasie. Das, was abseits der künstlerischen Freiheit im Buch steckt, will nicht als Wahrheit vermittelt werden. Allenfalls einen Fingerzeig geben: Es ist nicht immer alles schwarz und weiss, auch nicht in Israel.

"Thriller, Politdrama, Familiensaga" steht hinten drauf.
Und genau das ist drin.
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102 von 130 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langatmig bei anstrengendem Sprachstil, 8. März 2014
Von 
Lesezeichen "S.D." (München, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
Über die Handlung in Frank Schätzings neustem Roman "Breaking News" ist über die Amazon-Inhaltsangabe wie auch durch meine Vorrezensenten mehr als genug geschrieben. Das Thema ist brandaktuell und es sei Schätzing auch beste Absicht unterstellt, in seinem Generationen übergreifenden Epos, wie man es in dieser Ausführlichkeit eher von Ken Follet gewöhnt ist, mit viel Spannung und historischem Hintergrund zu unterhalten.

Doch leider gelingt ihm dies in meinen Augen nur sehr fragmentarisch. Dabei kann ich noch nicht einmal behaupten, dass ich abgebrochen hätte, denn im Grunde ist die Geschichte des zynischen Kriegsreporter und dessen Verquickung mit den aktuellen wie auch historischen Gegebenheiten Palästinas und Israels durchaus spannend und interessant.
Wenn da nicht Schätzings Hang wäre, alles und jeden in seinem Roman bis auf den letzten Tropfen zu beschreiben, hier noch einen Erklärungsstrang einzuführen und da noch dieses Detail zu ergänzen. Das stört in meinen Augen den Lesefluss ungemein und ich habe mich im verlauf immer häufiger dabei ertappt, wie ich ganze Passagen nur noch überflogen oder ganz und gar ausgelassen habe, um mich auf das Fortkommen der Handlung zu konzentrieren. Dies ist schade, denn hier wäre eindeutig weniger viel viel mehr gewesen.
Das zweite große Manko von "Breaking News" ist der Sprachstil Schätzings. Stakkatoartige Sätze, gerne ohne Verb, teilweise nur wenige Worte lassen zwar Assoziationen zu dem Titel aufkommen, erinnert dies doch sehr an Sensationsreporter, die atemlos ein aktuelles Ereignis kommentieren. Mich hat es irgendwann einfach nur noch genervt.

Und dieser Schreib-/Sprachstil Schätzings gepaart mit seinem Hang zur übertriebenen Ausführlichkeit, erfüllt bei weitem nicht die Vorschußlorbeeren, mit denen "Breaking News" angekündigt wurde. Nun muss man auch fair sein - es gibt eindeutig schlechtere Werke und was man Schätzing nicht vorwerfen kann, ist gut und akribisch recherchiert zu haben, denn das Bild, das er historisch aufzeigt, ist ein gutes Spiegelbild der aktuellen Realität im nahen Osten. Trotzdem - als Unterhaltungsroman finde ich "Breaking News" nicht gut und komme daher über 2 Sterne in der Bewertung nicht hinaus. Schade!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nahost-Thriller mit Sachbuchqualitäten, 18. Mai 2014
Von 
Stefan Laszczyk (Pforzheim, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
Der Journalist und Nahost-Experte Tom Hagen jagt von einem Kriegsschauplatz zum Nächsten - dumm nur, dass er nicht mehr der Star am Reporterhimmel ist. Wie ein Verdurstender giert er nach allem, was er zu einer Geschichte machen könnte. In Insrael bekommt er dann überraschend die Gelegenheit und schon steckt er in den größten Schwierigkeiten, die man sich denken kann.
Der Roman erzählt in einem großen Bogen und zahlreichen Rückblenden, die Geschichte des Staates Isreael und einiger seiner Lenker. Der Leser lernt Ariel Scharon als Kind kennen und verfolgt seinen Aufstieg zu einem der umstrittensten Politikern des Nahen Ostens.
Das Buch ist ein kluger Bilderbogen, das uns unbedarften Mitteleuropäer über viele Befindlichkeiten im israelisch-palästinensischen Konflikt informiert und einem Verstehen näher bringt.
Über die Sprache, das Reißerische und Abgehackte, kann man sich streiten. Mich hat es getrieben, das Buch so schnell als möglich zu Ende zu lesen. Und ich würde es jedem empfehlen, der nicht trocken sondern spannend und unterhaltsam, mehr über die Wurzeln des Nahostkonfliktes erfahren möchte.
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39 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht viel dazugelernt, 30. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
Zunächst habe ich abgewunken, als ich von einer Freundin, die Schätzing-Fan ist, den Roman angeboten bekam. Und da ich ganz genau wusste, dass sie den Hang besitzt, nicht nur zu fragen, wie es gefiel, sonder dummerweise auch noch mit inhaltlichen Fragen zu überprüfen pflegt, ob man es auch wirklich gelesen hat, tat ich ihr eben den Gefallen. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich bereits mit der langatmigen Ödnis von Limit vorbelastet war. Dennoch bin ich durchaus Anhänger der second Chance Theorie und so ging ich davon aus, dass ihn die Masse an eher durchschnittlichen Kritiken bezüglich Limit zur Vernunft brachte und er damit aufhörte, sich dem amerikanischen Buch- bzw. Filmmarkt anzubiedern.

Doch dem Mann scheint es entweder vollkommen egal zu sein und er hat sich vorgenommen, jeden Euro mitzunehmen, den er noch kriegen kann, oder aber der Lektor von Kiepenheuer & Witsch verlor irgendwann selbst die Geduld und winkte den Rest einfach durch. Wahrscheinlicher ist, dass der oft holprige Schreibstil nur deswegen durchging, weil sich Schätzing als Werbeprofi längst selbst als Bestsellerikone aufgebaut hatte.

Ein guter Erzählstil kann auch noch einen mittelmäßigen Roman rausreißen doch hier ist es genau umgekehrt. Was hätte man aus dieser Idee für eine großartige Geschichte machen können? Heikel genug, sich an so was heranzuwagen. Ich vergleiche das gerne mit dem Spielfilm: „Zug des Lebens“ von Radu Mihăileanu, dem man anfänglich auch vorwarf, geschmackloserweise den Holocaust zu cartoonieren. Dennoch gelang ihm die Gratwanderung par excellence und er schuf ein humorvolles Werk, ohne das Grauen zu verharmlosen und das man zu Recht als Kunst bezeichnen durfte. Schön, wenn Schätzing das auch gelungen wäre, aber selbst wenn er irgendwann ein mal die Bedeutung des Ausdrucks „Verb“ begriffen hätte und es ihm nicht zu mühsam gewesen wäre, holprige Sätze glatt zu schleifen, hätte es auch nur zu einem der unzähligen Verschwörungsthrillern gereicht, deren Geschichten die Figuren ersetzen müssen.

Kann- oder will er einfach keine interessanten, vielschichtigen Antagonisten aufbauen, die jede gute Geschichte braucht, um den Unterschied zwischen Schüleraufsatz und einem spannenden Roman aufzuzeigen? Nicht aufhören können zu lesen und der Drang, weiterzublättern, um endlich zu erleben, dass der Bösewicht endlich eine auf die Mütze bekommt, stellt sich hier genauso wenig ein, wie bei Limit. Es reicht nun mal nicht, die Untaten eines Menschen aufzuzählen, um eine Aversion gegen diese Person zu erzeugen und genau das ist sein großes Manko.

Dann lieber weniger zwar gut recherchierte-, aber viel zu quälend lange Fakten und dafür mehr mit den Empathien der Figuren zu arbeiten. Mit den Erwartungen bis zum erlösenden Ende zu spielen und den oder die Bösen ärgerlicherweise immer im letzten Moment noch entwischen zu lassen, damit den Spannungsbogen bis zur Unerträglichkeit aufrecht erhalten bleibt, macht, meiner Meinung nach, einen guten Autor aus. Und das geht mir bei Schätzings Romanen vollkommen ab. Immer wieder hat man das Gefühl, als handle es sich um eine Dissertation, in welcher der Schreiber bemüht ist, sie für seinen Doktorvater unterhaltsamer zu gestalten.

Gute Ideen alleine reichen nun mal nicht aus, das zeigt dieser Roman wieder nur zu deutlich. Vielleicht irrte ich mich, als ich Kings Behauptung, dass man zum Schreiben schon großes Talent bräuchte, als abenteuerlich Theorie abtat. Schätzing mag ein erfolgreicher Marketingstratege sein, aber ein guter Geschichtenerzähler, ist er allerdings nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unglaublich gutes Buch, 22. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Kindle Edition)
Ich habe selten ein Buch gelesen, das mich so gefesselt hat - die Entstehung des Staates Israel, die Biographie des Ariel Sharon, die Hintergründe des stetig gärenden Konflikts am Gazastreifen - der gerade jetzt eskaliert.
Daneben die Geschichte von Tom Hagen, die den Bezug zur Gegenwart schafft, die knappe Grenze zwischen genialen Erfolg und komplettem Absturz im Journalistenbusiness und die Ambivalenzen der Ärztin, die an falsche Idole geglaubt hat.
Wer sich ein bisschen für Politik dieser Region interessiert und einen Entwicklungsroman ertragen kann ist mit diesem Buch bestimmt bestens versorgt.
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25 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein typischer Schätzing!, 22. März 2014
Von 
Michael Krause (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
Der Journalist Tom Hagen ist der Star unter den Krisenberichterstattern. Er wagt sich dahin, wo andere Journalisten aufhören. Ein Auftrag in Afghanistan wird ihm allerdings zum Verhängnis, als eine nächtliche Geiselbefreiung in einem Desaster endet. Fortan ist sein Ruf ruiniert. Als ihm Daten des israelischen Geheimdienstes zugespielt werden, sieht er die Chance für ein großes Comeback gekommen. Er lernt die Ärztin Yael Kahn kennen und glaubt in ihr eine Verbündete zu haben. Jedoch ahnt er nicht, welche Dinge er in Gang setzt.

Nach dem mich weder DER SCHWARM noch LIMIT überzeugen konnten, war ich skeptisch, ob ich mich wirklich ein weiteres Mal an einen Wälzer von Frank Schätzing heranwagen sollte. Da mich das Thema jedoch interessierte, beschloss ich, dem Erfolgsautor eine weitere Chance zu geben, mich für seine Werke zu begeistern. Leider ist ihm dies auch mit BREAKING NEWS nicht gelungen.

Im Prinzip kann man sagen, das der Roman ein typischer Schätzing ist. Und mit typisch meine ich die Ansatzpunkte, die mir an seinen Romanen immer wieder auffallen. Wie beim Schwarm oder seiner Mondgeschichte hat Frank Schätzing ein hervorragendes Gespür für interessante Themen. Diese recherchiert er überaus gründlich, bevor er sich ans Schreiben macht. Und hier liegt (zumindest für mich) der Hase im Pfeffer. Frank Schätzing übertreibt es mit der Wissensvermittlung in seinen Büchern, da dies immer auf Kosten der Handlung geht. Das ist auch bei BREAKING NEWS der Fall. Er wälzt aber nicht nur Fakten, sondern auch Handlungsstränge unglaublich aus. Der Roman braucht rund 300 Seiten, um überhaupt mit der eigentlichen Geschichte zu beginnen. Und bis dahin muss man erst einmal durchhalten. Dabei mangelt es zu Beginn nicht an actionreichen Szenen. Gerade die nächtliche Geiselbefreiung kommt sehr filmreif daher. Aber Action und Fakten machen noch lange keinen guten Roman aus. Es will sich einfach kein Lesefluss, kein roter Faden einstellen, der den Leser an das Buch fesselt.

Hat man das erste Drittel überstanden, bekommt man die Mischung aus Thriller, Familiendrama und historischen Begebenheiten, die der Klappentext verspricht. Doch die Mischung konnte mich weiterhin nicht ansprechen. Frank Schätzing verliert sich in Details und walzt die Handlung in die Breite, dass ich oft versucht war, das Buch ganz zur Seite zu legen. Auch seine Sprache trägt nicht dazu bei, mich an den Roman zu fesseln. Gerade das erste Drittel ist mit kurzen, manchmal stakkatohaften Sätzen überfrachtet. Auch das schier unübersichtliche Personal ist für den Leser nur schwer zu bändigen. Dabei hat der Roman durchaus seine guten Momente. Gerade die Geschichte der beiden jüdischen Familien hat mich angesprochen und stellenweise sogar gefesselt. Wie beim Schwarm oder LIMIT hätte eine Kürzung des Stoffes dem Werk mehr als gut getan.

Nach drei Versuchen komme ich zu dem Ergebnis, das Frank Schätzing und ich wohl kein inniges Autor-/Leserverhältnis mehr eingehen werden. Ich kann an seiner Art Geschichten zu erzählen nicht wirklich etwas finden. Da mir seine Romane viel zu langatmig sind und ich mich für seine sprachliche Darstellung nicht begeistern kann, ist auch BREAKING NEWS für mich ein Flop.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Habe kapituliert, 15. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Breaking News (Gebundene Ausgabe)
Dachte, es liest sich so gut wie "Der Schwarm" - Irrtum.
Die Handlung war zäh und langatmig.
Mit 300 Seiten weniger wäre es vielleicht gut gewesen.
Bin Vielleser und es passiert selten, dass ich ein Buch
nicht zu Ende lese - hier ist passiert.
Hatte es zum Glück ausgeliehen und nicht gekauft.
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Breaking News
Breaking News von Frank Schätzing (Gebundene Ausgabe - 6. März 2014)
EUR 26,99
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