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5.0 von 5 Sternen "Flohbär"
Gustave Flaubert, der nach der Veröffentlichung seines SALAMBO von sich selbst sagte „Ich schreibe wie ein Kannibale“, meinte in einem seiner Briefe: Wenn man die Biographie eines Freundes schreibt, muss man das so tun, als wolle man ihn rächen.
- Julian Barnes hat dafür einen radikalen, in mancher Hinsicht irritierenden, auf jeden Fall...
Vor 2 Monaten von Trend Kurrent veröffentlicht

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Originell, aber mühsam!
Ich schließe mich dem Urteil meines Vorrezensenten an. Viele Ideen sind originell eingebaut, aber im Großen und Ganzen sind dann doch zuviele solcher Ideen aneinandergereiht, was letztlich nur eine stringente Ideensammlung gleichkommt.
Natürlich sind auch geniale Blitze erkennbar, aber zu wenige, als dass es diese umfangreiche Werk...
Vor 22 Monaten von Claudia Herz-Ferroli veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Originell, aber mühsam!, 29. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flauberts Papagei: Roman (Taschenbuch)
Ich schließe mich dem Urteil meines Vorrezensenten an. Viele Ideen sind originell eingebaut, aber im Großen und Ganzen sind dann doch zuviele solcher Ideen aneinandergereiht, was letztlich nur eine stringente Ideensammlung gleichkommt.
Natürlich sind auch geniale Blitze erkennbar, aber zu wenige, als dass es diese umfangreiche Werk rechtfertigte.
Es braucht also Einiges an Disziplin, bis zum Ende durch zu kommen.
Ich bin ein großer Fan von J.Barnes, bevorzuge aber auch seine späteren Werke.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen langatmig!, 20. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flauberts Papagei: Roman (Kindle Edition)
Eine unendliche Geschichte , viele Seiten mit sich wiederholendem Inhalt.
Es wird das Interesse eingeschläfert, das man vielleicht für Flaubert hätte.
Schade um de Stoff
Der Übersetzer ist zu bewundern und zu Bedauern. Gisela Beierlein
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5.0 von 5 Sternen "Flohbär", 8. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Flauberts Papagei: Roman (Kindle Edition)
Gustave Flaubert, der nach der Veröffentlichung seines SALAMBO von sich selbst sagte „Ich schreibe wie ein Kannibale“, meinte in einem seiner Briefe: Wenn man die Biographie eines Freundes schreibt, muss man das so tun, als wolle man ihn rächen.
- Julian Barnes hat dafür einen radikalen, in mancher Hinsicht irritierenden, auf jeden Fall aber höchst originellen Ansatz gefunden.

Zunächst sieht es so aus, als bediene sich der britische Autor eines uralten Romanmotivs. Er schickt nämlich sein Alter Ego, den pensionierten Geoffrey B., auf Spurensuche. Es gilt, einen ausgestopften Papagei zu finden. Der hatte für kurze Zeit auf dem Schreibtisch des toten Dichters gestanden und ist darum für den Flaubert-Fan eine Art Reliquie. Da das gute Stück sich nicht so leicht finden lässt, reist Geoffrey B. gleich mehrmals von London nach Rouen und Croisset, wo Flaubert einen Großteil seines Lebens verbracht hatte – und jeder Leser ist nun brennend interessiert, wie es weitergeht. Wirklich?

Natürlich nicht, und darum setzt Julian Barnes alles daran, dieses überstrapazierte Erzählmuster von Anfang an aus allen Rohren zu torpedieren. Jedes Mittel ist ihm dazu recht: Abschweifungen, Einschübe, Gedankenspiele, biographische Tabellen, Anekdoten, Zoten, Absurditäten, Geistesblitze und Banalitäten. Ein Fest der freien Assoziation, bei dem jeder, der nach einer stringenten Logik sucht, von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Alles dreht sich, um den großen Dichter natürlich und nicht um den bunten Vogel.

Was aber so ungeordnet (um nicht zu sagen chaotisch), so ausufernd daherkommt
und viele ernsthafte Leser verschrecken dürfte, ist letztlich doch nur eine einzige weit ausholende Verbeugung vor Gustav Flaubert, dem „ersten modernen Romancier, dem Vater des Realismus, dem Mörder der Romantik“, den Geoffrey alias Julian (beide sind kaum auseinander zu halten) durchaus nicht respektlos „Flohbär“ nennt.

Nicht jeder, der dieses verspielte Werk anfängt, wird das so sehen, aber diejenigen, die sich darauf einlassen es zu Ende zu lesen, amüsieren sich wahrscheinlich köstlich. Man kann halt nicht immer einer Meinung sein.
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4.0 von 5 Sternen Welcher Papagei, bitte?, 24. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Flauberts Papagei: Roman (Taschenbuch)
Zugegeben, das erste Kapitel ist anstrengend. Was will er uns eigentlich sagen, dieser Geoffrey Braithwaite, Hauptperson des Romans, mit seinen hochliterarischen Anspielungen? Es folgen drei sehr unterschiedliche Lebensläufe Flauberts, die herrlich vermitteln, dass es immer auf die Sichtweise ankommt. Und so geht es weiter. Diese Geschichte eines verwitweten Arztes im Ruhestand erzählt von seiner Leidenschaft zu Gustave Flaubert. Manchmal wird es banal, doch die Banalitäten werden philosophisch betrachtet und lassen ungeahnte Denkanstöße beim Leser erwachen. Der satirische Witz und die brillante Sprache von Julian Barnes unterstützen das Lesevergnügen.

Flauberts Papagei erzählt von einem Fans von Flaubert, der dessen Leben nachspürt. Der Roman springt dabei von einer Idee zur anderen. Ich habe schon einige Bücher von Julian Barnes gelesen und dies geschieht bei den meisten Büchern. Sie erzählen nicht unbedingt eine stringente Geschichte, sondern verlieren sich in Betrachtungen, die teilweise an den Haaren herbeigezogen wirken, aber immer zu überraschenden Ergebnissen führen. Situationen, Angelegenheiten, Zufälle, Banalitäten werden von vielen Seiten betrachtet. Julian Barnes mag man oder man mag ihn nicht. Ich mag ihn.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 6. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Flauberts Papagei: Roman (Taschenbuch)
Julian Barnes ist ein Meister des Stils. Seine Bücher kann man immer wieder lesen, denn man wird bei jedem erneuten Lesen auch wieder eine neue Perle entdecken.
Flauberts Papagei ist sicher nicht immer einfach, aber immer unglaublich gut. Hier muss auch der/die Übersetzer/in gelobt werden; Wortspiele in eine (hier sogar zwei) andere Sprachen zu übertragen, ist sicherlich eine der anspruchsvollsten Übungen.
Wovon handelt das Buch?
Das ist nicht so ganz einfach zu erklären. Einerseits die Darstellung des Lebens von Gustave Flaubert (in immer wieder neuen Varianten), andererseits erhält man auch Einblick in das Leben des Erzählers, des Arztes, Flaubert-Anhängers und überzeugten Engländers G.B.
Andererseits ist es aber auch ganz egal, wovon das Buch handelt, denn Mr. Barnes könnte auch über die Erstellung des Telefonbuches referieren, wenn er nur so schreibt wie bisher.
Es ist unglaublich, wie elegant, sprachlich präzise und gleichzeitig wortgewaltig, dabei immer ironisch, seine Bücher daherkommen.
Sie haben etwas von Belgischen Pralinen: genießen!
Ein ganz großer Autor, der bleiben wird, deshalb: lesen, lesen, lesen!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flaubert entdecken, 19. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flauberts Papagei: Roman (Taschenbuch)
Ein verwirrendes, umständliches, unlesbares Buch? Vielleicht auf den ersten Blick. Tatsächlich ein einfallsreiches, witziges, geniales Werk. "Flauberts Papagei" ist kein Roman, sondern ein Füllhorn unterschiedlichster Einfälle und Gedanken, die uns den Schriftsteller Gustave Flaubert näherbringen. Tipp: Nicht von Seite 1 bis zum Ende stur in der Reihenfolge der Kapitel lesen. Besser, man springt hin und her, lässt sich von den wilden Gedankengängen von Julian Barnes mitreißen, liest manches quer, manches mehrfach.

Ich jedenfalls konnte mich nicht mehr von diesem Buch losreißen - und es war mein Einstieg ins das Werk Gustave Flauberts, von dem ich direkt im Anschluss Madame Bovary: Roman. Herausgegeben und übersetzt von Elisabeth Edl gelesen habe.
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Flauberts Papagei: Roman
Flauberts Papagei: Roman von Julian Barnes (Taschenbuch - 14. Mai 2012)
EUR 9,99
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