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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starker Text der Verweigerung
Eine Deutsche Sage prophezeit der Klappentext. Gut, die ist "Ruß" definitiv nicht. Die will "Ruß" aber auch nicht sein...
Ein spannender "Thriller" soll und will "Ruß" auch nicht sein, genauso wenig wie ein Schmuddeltext"...

"Ruß" ist ein sprachlich beeindruckender Text, der nebenbei auch eine sehr nachvollziehbare Handlung...
Veröffentlicht am 29. August 2011 von Roland F.

versus
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3.0 von 5 Sternen Eine Last
ist es, mit Renz mitzufühlen, aber die Last lässt etwas erkennen: Das Buch ist voller Entscheidungen, die Renz fällt gegen seinen Willen oder ohne eigenen Willen. Darin sehe ich die Verwandtschaft zu den Sagen wie Siegfried, wo die Helden sich in tödliche Zweikämpfe stürzen, weil sie Schuld abtragen wollen oder die Rache es so will. So etwas...
Veröffentlicht am 10. März 2012 von U A


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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starker Text der Verweigerung, 29. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Ruß: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eine Deutsche Sage prophezeit der Klappentext. Gut, die ist "Ruß" definitiv nicht. Die will "Ruß" aber auch nicht sein...
Ein spannender "Thriller" soll und will "Ruß" auch nicht sein, genauso wenig wie ein Schmuddeltext"...

"Ruß" ist ein sprachlich beeindruckender Text, der nebenbei auch eine sehr nachvollziehbare Handlung hat.

Rentz, der seit dem gewaltsamen Tod seiner Frau Budenbesitzer ist (zusammen mit dem Ex-Schwiegervater), obwohl er eigentlich Arzt ist, hat sein Leben nur auf Sparflamme im Griff. Bis ihn eines Tages Karl aufsucht, der ihn, im Auftrag eines im Knast sitzenden Gauners, in eine Sache hineinzieht, die Rentz als Möglichkeit der Rache sieht. Gleichzeitig intensiviert sich Rentzs Beziehung zu Marja. Über Polen, Ruhrpott und Österreich kommt es am Ende zu Showdown. Mehr möchte ich zur Handlung nicht verraten.

Möglicherweise ist der teilweise auftretende Ruhrdialekt gar nicht authentisch, wie ein anderer Rezensent bemängelte, die Richtigkeit des Dialekts kann ich leider nicht beurteilen.

Das Beeindruckende an Ruß" ist die Konzentration auf die Reduktion per se.
Beginnend mit der Gefühlswelt des Hauptprotagonisten und aller anderen Protagonisten, weiter über die Liebesbeziehung" zwischen Rentz und Marja, ja sogar die Verfolgung ist reduziert, bis hin zur Sprache, die ankommt, als wäre sie in einer Art Säurebad von allen Überflüssigkeiten befreit worden. Übrig bleibt bei Feridun Zaimoglu eine Poesie des Unschönen, die in ihrer Konsequenz beeindruckend schön ist. Vieles ist teilweise wirr, oder scheinbar inkonsequent. Im Ganzen funktioniert es aber wunderbar.
Das bedarf aber auch ein wenig Zeit und eine Eingewöhnungsphase, um sich in dieser rhythmisch präzisen Sprachwelt wohlzufühlen.

Sehr überzeugend gelingt auch das Verweigern der Spannungsschreibe vor dem Hintergrund der Verfolgungsfahrt. Dadurch bleibt dieser Roman in einer Art Halbwelt, einer Welt zwischen den Stühlen, analog zum Innenleben der Protagonisten, die scheinbar auch keinen Platz in ihrer Welt finden können.

Ich kann verstehen, dass dieser Roman nicht die Sache jedes Lesers ist (ich meine das absolut nicht wertend), mich persönlich hat dieser Roman fasziniert, begeistert und hat viel Lust auf mehr von Feridun Zaimoglu geweckt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ruß - keine deutsche Saga, 7. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ruß: Roman (Gebundene Ausgabe)
Man sollte dem Klappentext nur wenig Aufmerksamkeit schenken, denn dieser ist das am wenigsten gelungene an diesem Buch. Das Werk ist weder eine deutsche Saga, noch thematisiert es in erster Linie den Ruhrpott. Wer sich eine "Heimatlektüre" über dieses Gebiet wünscht, der sollte besser zu einem anderen Text greifen.

Zum Inhalt:
Die Hauptfigur Renz trägt nicht nur einen sehr markanten Namen, sondern ist auch sonst ein exzentrischer Charakter mit psychogenen Zügen. Er wird angestiftet, den Tod seiner Frau zu rächen, indem er ihren freikommenden Mörder umbringt. Renz ist von seinen Gefühlen hin und her gerissen. Einerseits verspürt er keinen Wunsch nach Vergeltung, andererseits ist er nicht wesensfest genug, den auf ihn ausgeübten Druck auszuhalten. Ob er sich schließlich zu der Bluttat hinreißen lassen wird?

Wie es schon meine Vorredner angesprochen haben, ist dieses Werk sicher kein rundum gelungenes. Für mich macht diese Tatsache es aber nicht weniger lesenswert. Zaimoglu gelingt es, eine durchweg düstere, nebulöse Atmosphäre zu schaffen, die für ein anhaltendes Unbehagen beim Lesen sorgt. Nach manchen Passagen, die in denen die Handlung sehr undurchsichtig wird oder man die Positionen der Figuren nur erahnen kann, hatte ich durchaus Lust das Buch wegzulegen. Überwindet man jedoch diese Phasen, so wird man am Ende mit einem höchst gelungenen Schluss belohnt. Er wirkt zwar auf den ersten Blick etwas an den Haaren herbei gezogen, bei erneuter Betrachtung ist er jedoch so skurril, dass er noch lange nachklingt.

Fazit: Das ist definitiv kein Buch zum Genießen oder zum Entspannen. Vielmehr hat es eine Wirkung der Irritation, die der eines modernen Kunstwerks gleichkommt.
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3.0 von 5 Sternen Eine Last, 10. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Ruß: Roman (Gebundene Ausgabe)
ist es, mit Renz mitzufühlen, aber die Last lässt etwas erkennen: Das Buch ist voller Entscheidungen, die Renz fällt gegen seinen Willen oder ohne eigenen Willen. Darin sehe ich die Verwandtschaft zu den Sagen wie Siegfried, wo die Helden sich in tödliche Zweikämpfe stürzen, weil sie Schuld abtragen wollen oder die Rache es so will. So etwas gibt es auch noch heut, scheint mir Zaimoglu sagen. Und ich glaube ihm. Die Orte der Handlung sind für mich nur Namen, was zählt, sind diese Männer, die nicht erklären können, warum sie tun, was sie tun. Das Wortspiel ist ein wenig billig, ich schreib's trotzdem: Das Buch ist sagenhaft gut.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Renz, 10. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Ruß: Roman (Gebundene Ausgabe)
guter Name für den Mann, um den es geht. Dauernd passiert was, wird geraucht, gelaufen, gefahren, Taxi, Auto. Geredet wird in kurzen Sätzen. Renz' Stimmung ist niedergeschlagen. Wehrt er sich? Selten, aber wirkungsvoll. Ich fand am Buch die Handlung gut. Rezensionen, die ich fand, begeisterten sich für die Sprache. Doch Sprache ist doch Werkzeug, Handlungen rüberzubringen, oder Gedanken, ist die Handlung egal? Renz hat einen Plan, es ist nicht seiner, aber er stellt sich nicht quer, stellt sich zur Verfügung. Traut man als Leser Renz zu, dass er seinen Plan durchführt? Traut Renz selbst sich zu, seinen Plan durchzuführen? Renz hat keinen eigenen Ort, der für ihn zur Verfügung steht, kann nicht nachdenken. Man könnte das Ende, in dem der Plan gewendet wird, als glückliches Ende auffassen, aber nach all dem Rauchen, Laufen, Fahren, Planen ist es mehr ein Stillstand so wie eine Stille nach einem Schuss. Umsonst geplant, vielleicht sogar umsonst gelebt, aber wie soll der Mensch sein Schicksal eigentlich beeinflussen? Mit gefällt Renz deshalb, weil er manches an seinem Schicksal hinnimmt, anderes nicht, also keiner ist, der denkt, er müsse immer nur gewinnen oder immer nur verlieren, sondern der die Menschen, die er trifft, von Fall zu Fall zum Freund nimmt oder zum Gegner. Von den Zaimoglus, die ich kenne, der für mich beste.
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3.0 von 5 Sternen Von der Waterkant in den Pott, 25. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Ruß: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zaimoglu begibt sich in Ruß wieder einmal ins subproletarische Milieu; Schauplatz ist diesmal das Ruhrgebiet: Essen, Bochum und vor allem Duisburg, also das Herz des alten "Ruhrpotts". Der versierte Zaimoglu-Leser erkennt im nachempfindenden Sprachduktus und in der detailgetreuen und gleichzeitig schonungslosen Beschreibungstechnik den vertrauten Autor der mittlerweile nahezu klassischen Szeneschilderungen aus norddeutschen Migranten- und Marginalisiertenmilieus wieder. Dabei fällt es jedoch etwas schwer, ihm den Ruhrpottslang und das rheinische Malocherambiente als authentisch abzunehmen. Vielleicht gelingt Zaimoglu die Darstellung der Kleinkriminellen- und Subproletarierszenen im heimischen Kiel doch besser. Die Beschreibung und bei Zaimoglu immer zentrale direkte Rede der erniedrigten und beleidigten Randexistenzen des Ruhrgebiets wirken stellenweise schablonenhaft. Der Plot ist nicht ohne Spannung, erscheint aber streckenweise nachträglich aufgepfropft, um der Sprach- und Milieustudie einen Handlungsrahmen beizufügen, vielleicht ein Desiderat des Verlags. Insgesamt ein Buch mit Potenzial, aber in der Gesamtausführung eher ernüchternd.
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3.0 von 5 Sternen Ruß, 24. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ruß: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nach den Rezessionen hatte ich mit einen anderen Inhalt vorgestellt, aber der roman ist nicht schlecht. Wer allerdings mehr über Duisburg und das Ruhrgebiet vorgestellt hat, der wird enttäuscht sein.
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17 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wenig überzeugend, 23. August 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ruß: Roman (Gebundene Ausgabe)
Feridun Zaimoglu (46) ist spätestens seit dem Film 'Kanak Attack', der auf eines seiner Bücher zurückgeht, der wohl bekannteste deutsche Autor mit türkischen Wurzeln. Sein neuestes Werk 'Ruß' jedoch kann nur wenig überzeugen.

Als der Mörder seiner Frau aus dem Gefängnis entlassen wird, sieht der Duisburger Kioskbuden-Besitzer Rentz die Möglichkeit der Rache. Er tut sich mit einigen zwielichtigen Gestalten zusammen, die ihm helfen wollen, den Mörder zu töten.

Das klingt nach Krimi ' ist es aber nicht. 'Ruß' ist ein zu keiner Zeit glaubhaftes, an den Haaren herbeigezogenes Machwerk, dessen wesentlichstes Merkmal die Langeweile ist.

Und obwohl die Figuren durchaus außergewöhnliche Charaktereigenschaften haben ' so isst Rentz nach und nach die Asche seiner getöteten Frau direkt aus der Urne ', bleiben sie seltsam blass und erwachen im Kopf des Lesers niemals zum Leben. Man versteht selten, warum gerade jemand irgendetwas tut oder lässt.

Der Verlag wirbt damit, 'Ruß' sei eine 'Ruhrpottgeschichte'. Genauso wie die Region befinde sich der Held im Umbruch. Das ist starker Tobak, denn nur weil in einem Buch eine Duisburger Trinkhalle vorkommt, ist es ja noch kein Ruhrgebietsbuch. Die Trinker, die sich allmorgendlich an besagtem Kiosk versammeln, reden nicht so wie Vertreter dieser Spezies es im Ruhrgebiet gemeinhin tun, sondern eher so, wie sich ein Autor, der bisher in Berlin, München und Kiel gelebt hat, das vielleicht vorstellen mag.

Natürlich hat Zaimoglu zur besseren Verkäuflichkeit auch eine kleine Liebesgeschichte in einen Nebenhandlungsstrang gepackt. Sie bleibt genauso verworren und schwer nachvollziehbar wie der Rest der Handlung. Dem Nonsens die Krone auf setzt der Autor aber mit dem Ende.

Doch nicht alle Leser dürften bis dahin durchhalten.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ruß, 29. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ruß: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch hat mir überhaupt nicht gefallen, würde es auch nicht weiterempfehlen.
Mir war es viel zu langatmig, gibt es bessere Schriftstelle, welche vom Ruhrgebiet schreiben.
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Ruß: Roman
Ruß: Roman von Feridun Zaimoglu (Gebundene Ausgabe - 18. August 2011)
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