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Kundenrezensionen

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am 2. März 2012
Aus den Erzählungen von Carlos Ruiz Zafón kennen wir bereits die alte, mysteriös angehauchte Seite Barcelonas, die einem Gänsehaut beschert. Die Autorin Stefanie Kremser erschafft eine andere, die moderne, farbenträchtige Seite. Hier tummeln sich Touristen und Müll und Geschäfte und und und. Obwohl die Beschreibungen dieses Barcelonas nicht mit den von Zafón mithalten kann, ist der Autorin doch ein authentisch Bild gelungen. Man fühlt sich in der Stadt, so ist sie heute. Eben leider nicht ganz so künstlerisch wie früher, wofür die Autorin sicherlich nichts kann; sie hat alles gut eingefangen.
Aber genug der Örtlichkeiten. Wie ist denn das Werk "Die toten Gassen von Barcelona" im Allgemeinen gelungen? Nun, es ist ein frischer Kriminalroman. Der Stil ist unverbraucht, wenn auch unkonventionell, und die Autorin schafft es mit dessen Hilfe bestimmte Stimmungen exzellent zu transferien. Das Hektische, Verzweifelte, während der "König" seine Mutter versorgt, zum Beispiel. Die Rede ist von den Passagen vor jedem Kapitel, die in kursiv gedruckt sind. In ihnen werden die Leiden eines Mannes geschilert, wobei zunächst unklar ist, was er für eine Rolle in der Handlung spielt.
Da wären wir auch schon beim nächsten Punkt. Der Plot ist sicherlich durchdacht, was man von einer Drehbuchautorin erwarten kann, jedoch besitzt er auch eine große Schwäche (auf die Einzelheiten der Geschichte werde ich an dieser Stelle nicht eingehen, um keine Spannung zu nehmen): Die Zufälle. Die Protagonisten fliegt halbwegs willkürlich nach Barcelona, die Heimatstadt ihrer Mutter. Dort findet sie zufällig eine Leiche in der Straße, und zufällig steckt ihr ein Junge ein Bleistückchen zu. Zufällig arbeitet auch der Partner von einem Freund von ihr bei der Mordkommission, die die Ermittlung von eben diesem Mord, unter anderem, leiten. Und sie darf (zufällig) mithelfen. Während ihrer Ermittlungen gelangt sie wiederholt zufällig an Schlüsselorte, und die Hinweise fallen ihr auch zufällig in den Schoß. Zwar hat die Autorin zumindest einen Grund dafür, dass sie überhaupt ermittelt (früher war ihr Vater Detektiv, und sie durfte "mitspionieren"), die Zufälle häufen sich nichtsdestotrotz.
Kommen wir zum nächsten Punkt, der Erzählform. Die angesprochene Protagonistin erzählt in der Ich-Form und aus dem Präsenz. Dabei werden ausreichend ihre Gedanken dargelegt, was mitunter Drehbuchautoren, die zum Roman wechseln, Schwierigkeiten bereitet, weil sie sich auf das Sichtbare beschränken. Mit dem Kniff der ersten Person schafft die Autorin zusätzlich Nähe aufzubauen zu der Protagonistin. Die ist, um auch das zu erwähnen, schön gezeichnet, man kann sich ohne Frage eine fortlaufende Buchreihe mit ihr vorstellen. Die anderen Personen sind ebenfalls gelungen, da gibt es also nichts zu beanstanden. Aber gehen wir kurz zurück zu den Gedankengängen: Die schweifen teils etwas arg ab; wahrscheinlich wollte die Autorin viel von ihrem Wissen über Barcelona verwenden.
Zuletzt noch etwas zum Genre. Einzuordnen ist das Buch wohl in die Kriminalromanecke, da ein Mord mit Ermittlungen stattfindet, gleichzeitig aber viel Wert auf die Ermittlerin selbst, die Protagonistin, gelegt wird.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Stefanie Kremser einen gelungenen Roman geliefert hat. Vor allem der frische, unkonventionelle Schreibstil, der dennoch angenehm zu lesen ist, und die Beschreibungen Barcelonas bestechen. Daneben sind die Charakterzeichnungen gelungen, langatmige Stellen fehlen (das sei noch zum Spannungsaufbau hinzuzufügen; wenn auch nicht die Spannung eines Thrillers aufgebaut wird). Leider hat "Die toten Gassen von Barcelona" ein großes Problem: Die Zufälle, die entscheidend für den Fortlauf der Geschichte sind. Wer darüber hinwegsehen kann, der wird entführt in das Barcelona der Neuzeit.
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am 1. September 2011
Die Stadt Barcelona ist so gut bekannt wie unbekannt. Die freie Journalistin Anna Silber reist nach Barcelona. Ihr Plan A: einen Reiseführer "mal anders" zu schreiben. Sie will einen der größten Urlaubsorte Europas von einer anderen Seite zeigen. Von der Seite, die dem Urlauber unbekannt ist. "Andere" Straßen, "andere" Sehenswürdigkeiten, "andere" Wohnmöglichkeiten, "andere" Restaurants und Bars, "andere" Läden. Von Anfang an geht der Plan schief, weil Anna gerade am ersten Tag, bei der ersten Fahrt zu ihrer Wohnung eine vom Dach "geflogene" Leiche praktisch vor ihre Füße bekommt. Willst du Barcelona mal anders? Zack! Eine Leiche ist da.

Daraus folgt, ganz spontan, der Plan B: der Mordkommission von Barcelona zu helfen, eine mysteriöse Reihe von Mordfallen aufzuklären. Weil nämlich Anna Silber "zufällig" ein außergewöhnliches Kriminaltalent hat. Aus der Mischung von den beiden Plänen entsteht eine Geschichte, die Stefanie Kremser bunt und spannend beschreibt.

Es scheint hier drei separate Geschichten zu geben:
1. Alternativer Urlaubsort Barcelona, mit Köchen, die alle Gerichte nur aus Süßigkeiten zubereiten, mit Künstlerinnen, die ihre gesamten Werke aus Filz produzieren, usw.
2. Düstere Stadt Barcelona mit toten Gassen, durch den Kot beschmierten Briefkasten, schäbigen Treppenhäusern, kaputten Aufzügen und vom Leben abgeschnittenen Wohnungen, die zum Wohnen gar nicht mehr passen. Also ein großer Spielplatz der internationalen Immobilienmafia, die sich bemüht, die ganze Stadt zu einem Verkaufsobjekt zu verwandeln.
3. Ein riesiger Tatort, auf dem ein Serienmörder nach unglaublichem Muster kaltblutige Morde "sät".

Gut ist, dass diese "separaten" Geschichten, die uns so viel über eine Stadt erzählen (übrigens auf knapp 240 Seiten), am Ende in eine ganzheitliche Geschichte fließen. Bis zu einem bestimmten Punkt könnte man sagen, dass es drei Bücher in einem Band sind, deren Seiten nebeneinander wie Unterlagen oder Löschpapierblätter nebst fragmentarischem Original durchgemischt sind. Und plötzlich wird alles zu einem. Jede Geschichte hat ein eigenes Geheimnis, aber alle Geheimnisse werden letztendlich mit einem einzigen Schlüssel geknackt. Ja, das ist toll.

Nicht besonders gut ist, dass der Mörder, der keine Spur hinterlässt und wie ein unbesiegbares Monster wirkt, im Finale relativ einfach erwischt wird, und zwar von Anna Silber allein. Große Spannung im Vordergrund führt zu einem relativ kleinen Funken bei der Lösung. Eigentlich wollte man etwas Größeres zum Nachtisch.
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am 29. August 2011
Eulàlia - Schutzheilige der Stadt; riesenhafte Figur, die Anna Silber, die Romanheldin, beinahe von den Füßen reißt; Name eines jungen Dienstmädchens, das in den 50ern vom reichen Hausherren geschwängert wird und ein Kind zur Welt bringt, das reichlich ein halbes Jahrhundert später die pulsierende Großstadt in Schrecken versetzen wird. Inmitten einer Kulisse aus Tourismus, Edel-Boutiquen und aufwendig renovierten Kirchen auf der einen und Immobilienspekulation, Elend und Unterdrückung auf der anderen Seite geschieht eine Anzahl von grauenhaften Morden, alle in aufeinander folgenden Kalenderwochen, alle an die Martyrien der heiligen Eulàlia angelehnt. Und Anna Silber rutscht mitten hinein. Zusammen mit ihren Freunden Rafael und Quim ermittelt sie gegen den Verrückten, entdeckt die Liebe (nicht nur zu Süßspeisen) und arbeitet ihre Familiengeschichte auf.

Das Buch ist flott und spannend geschrieben, einzig zu Beginn schien es etwas langatmig. Der Einstieg fiel mir schwer, der Grund für Annas Barcelonabesuch schien mir weit hergeholt. Doch dann ging es gleich Hals über Kopf los. Als eine sehr frische Idee traten meiner Meinung nach die Kapitelüberschriften, die einzelne Aussagen von den Romanhelden zititerten und weit Entferntes miteinander in Verbindung setzten, auf. Mir hat auch sehr gut gefallen, wie es die Autorin verstand, durch ihre recht nüchternen Beschreibungen eine leuchtende Stadt rund um die Krimi-Handlung zu errichten. Nach nur wenigen Sätzen hatte ich das Gefühl, mit Anna an meiner Seite durch Barcelonas Gassen zu schlendern, auf einem französischen Balkon zu frieren, durch den Regen zu jagen. Diese Kombination aus - naja, nicht ganz - Reiseführer und spannendem Krimi fand ich umwerfend toll. Als zu viel des Guten empfand ich dann jedoch die Einbindung eines Familiendramas und einer Liebesgeschichte, hier hätte mir eine strikte Reduktion auf die eigentliche Handlung besser gefallen. Da gibt es ein Pünktchen Abzug :)

Alles in allem aber trotzdem ein sehr lesenswertes Buch, das neben Nervenkitzel auch gleich noch Einblicke in eine Weltstadt liefert.
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am 14. April 2012
Das Buch hat drei Handlungsstränge, die gut miteinander verbunden sind, aber jeder für sich alleine schon spannend und interessant geschrieben ist.

Zum einen handelt es sich um die Journalistin Anna Silber, die nach Barcelona kommt, um einen Reiseführer zu schreiben und dabei auch noch die Liebe für sich entdeckt. Zum zweiten dreht sich das Geschehen um die Stadt Barcelona und zum dritten geht es um einen Mann, der aus Rache mordet.

Anna Silber entdeckt hinter den Kulissen der Touristenstadt Barcelona mit all ihren Attraktionen auch die "toten Gassen von Barcelona". Hier werden alte Leute, die schon immer hier wohnen, aus ihren Wohnungen gemobbt, um neue und vor allem teure Wohnungen zu bauen. Die Mieter wissen nicht wohin und müssen unter teilweise unbeschreiblichen Verhältnissen in ihren Wohnungen ausharren. In einem solchen Haus wohnt auch der Mörder mit seiner Mutter.

Anna Silber wird mit der Stadt, dem Mörder und seinen Opfern konfrontiert und gerät letztendlich selbst in Gefahr.

Mich hat die Geschichte sehr interessiert, vor allem die Beschreibung der Stadt Barcelona. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und auch, wenn das Buch nur aus knapp 250 Seiten besteht, ist viel an Geschehen hineingepackt. Ein Buch, das ich gerne weiterempfehle.
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am 23. Januar 2012
Nach dem Verlust ihrer Familie, entschließt sich Anna eine Auszeit zu nehmen und einige Woche in Barcelona zu verbringen, um dort auf den Spuren ihrer Mutter einen Reiseführer zu schreiben. Dort angekommen wird sie allerdings mit einer Mordserie konfrontiert, die sie auch selber in Gefahr bringt.

Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm und ließ sich schnell lesen. Ihr ist es gut gelungen die in Barcelona herrschende Stimmung und die Lebensweise der Einwohner wiederzugeben. Das Ganze war unterlegt mit einer leicht sarkastischen Note in Form der Gedanken der Protagonistin, was ich sehr angenehm fand.

Die Geschichte wird in mehreren Handlungssträngen erzählt: Wir begleiten einerseits Anna, die Touristin, auf ihrer Reise durch Barcelona und erleben andererseits Anna, die Privatdetektivin, die in die Ermittlungen einer Mordserie verstrickt wird. Dies ist auch gleichzeitig mein Kritikpunkt: Ich denke, dass beide Stränge noch etwas weiter hätten ausgebaut werden können. So schien es mir, als wenn ein wenig zu sehr versucht wurde, einen Reiseführer mit einem Krimi zu verknüpfen.

Rundum allerdings eine nette Lektüre für zwischendurch!
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VINE-PRODUKTTESTERam 14. September 2011
Zum Inhalt:

Als die 36jährige Anna durch einen Unfall ihre ganze Familie verliert, weiß sie gar nicht, wie sie aus diesem Tief wieder rauskommen soll. Ihre Mutter, ihr Vater und ihr behinderter Bruder kamen bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Sie ist Journalistin und ihr Vater war Privatdetektiv, dem sie schon als Kind bei seinen Beschattungen half. Als ihr dann ein Freund einen Job anbietet, in Barcelona einen Stadtführer zu schreiben, willigt sie ein. Barcelona ist die Heimatstadt ihrer Mutter. Vielleicht kann sie hier ihr Traumata abschließen. Sie lässt alles hinter sich, setzt sich in den Flieger und wird in Barcelona von Rafael am Flughafen in Empfang genommen. Er bringt sie zu sich in die Wohnung, wo er mit seinem Freund, dem Kommissar Quim zusammen wohnt. Kurz bevor sie zur Wohnung kommen, ist die ganze Straße abgesperrt, denn dort liegt ein Toter. Ist er gestürzt, gesprungen oder geschubst worden? Das ist hier die große Frage, er liegt vor einem Hochhaus in seinem Blut. Quim, der in diesem Fall ermittelt, ist überarbeitet, sind doch in den letzten Wochen 7 Tote entdeckt und wahrscheinlich ermordet worden. Anna, die aussteigen muss, um zur Wohnung zu gelangen bekommt von einem kleinen Jungen ein Metallteil zugeworfen. Dies wird noch entscheidend für die ganze Ermittlung werden. Weitere Leichen tauchen auf. Anna, die ja detektivisches Blut in sich trägt, fängt an, Qium bei den Ermittlungen zu unterstützen.

So hier nun beende ich meine Zusammenfassung. Lest selbst.

Fazit:

Das Buch lässt sich wirklich sehr flüssig lesen. Es ist ein Krimi, na ja eigentlich eher ein Krimichen, denn wirklich viel passiert hier eigentlich nicht. Viele Tote werden erwähnt und auch, wie sie starben. Erst Anna, die Journalistin mit detektivischem Vorwissen, löst hier den Fall. Das fand ich jetzt mal ein wenig weit hergeholt. Sicher kann sie helfen, aber dass sie hier so mir nichts dir nichts in eine polizeiliche Ermittlung mit einbezogen wurde, die Tatorte mit besichtigte und sogar extra angefordert wurde, war mir ein wenig zu übertrieben.

Die Charaktere sind sehr schön beschrieben und man kann sich auch gut mit ihnen identifizieren. Mein liebster Protagonist war der Koch Oriol. Schön beschrieben, wie er so seine Süßspeisen beschrieb und den Duft von Honig ausstrahlte, fast roch ich es. Auch die Umgebung ist gut beschrieben, vielleicht teilweise ein wenig düster; denn von den schönen Seiten Barcelonas fehlen hier jegliche Angaben. Hier wird nur die abbruchreife und verkommene Seite aufgezeigt.

Alles in allem ein recht nettes Buch, was sich wirklich auch gut lesen lässt. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen.

Hier vergebe ich 3 Sterne, für mehr reicht es leider nicht, weil als Krimi des Monats ausgelegt, ich mir doch viel mehr davon versprach. Eigentlich ist es doch eher eine Geschichte über Barcelona mit einigen Todesfällen.

Empfehlen kann ich das Buch trotzdem. Eine nette Lektüre für zwischendurch.
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am 24. August 2011
Da das Buch nicht sehr dick ist, hab ich es in
3 Tagen ausgelesen gehabt.
Mir hat es eigentlich ganz gut gefallen, ist jetzt
nicht besonders spannend gewesen, teils schon,
aber nicht so aufregend spannend wie manch
andere Bücher..
Das Geschriebene ist einfach, leicht verständlich
und herrlich zu lesen gewesen - ich hatte meinen
Spaß daran.
Der ganz eigene, lockere, unkomplizierte Schreibstil
der Autorin gefällt mir wirklich gut. Ich würde
gerne noch ein Buch von Stefanie Kremser lesen.

Alles in allem würd ich das Buch als einen
"sanften" Krimi, in dem man gleichzeitig Barcelona
von seiner etwas anderen Seite kennen lernen kann,
beschreiben.
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am 17. April 2012
Enttäuscht war ich nach dem Erhalt des Buches von dem doch dürftigem Umfang. Die Überraschung folgte auf dem Fusse. Für so wenige Seiten hat es Kremser doch geschafft, sehr viel Inhalt dem Leser bereitzustellen. Der Schreibstil war so gut, dass ich das Buch an einem Nachmittag verschlunge hatte. Die Geschichte ist spannend und Anna sympatisch. Ich hätte zwar gerne mehr gehabt, fand die Story aber voll und ganz rund und abgeschlossen.

In der Tat habe ich Freude daran gehabt, auch mal eine etwas kürzere Geschichte verschlingen zu können.
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TOP 1000 REZENSENTam 21. November 2014
Anna, 36 Jahre, ohne Familie und völlig ungebunden, reist nach Barcelona, die Heimatstadt ihrer Mutter, um dort einen Reiseführer zu schreiben. Ein guter Freund, Rafael, bringt sie zu ihrer Unterkunft, wo sie fast unmittelbar vor der Tür auf einen Toten stoßen. Wie sie später von Rafaels Freund Quim erfahren, der Leiter der Mordkommission ist, war es Mord - der siebte innerhalb von sieben Wochen. Doch es sind keinerlei Verbindungen zwischen den Verbrechen erkennbar, sodass die Polizei völlig im Dunkeln tappt. Da überfällt Anna in der Kathedrale des Heiligen Kreuzes und der Heiligen Eulàlia eine Erkenntnis...
Da Anna keine wirkliche Ermittlerin in diesem Krimi ist, sondern eher per Zufall von der Mordserie erfährt, erlebt man als LeserIn wie auch Anna selbst die Geschichte aus einem gewissen Abstand. Zwar bleibt das Ganze so recht unblutig und gewaltfrei, doch durch die Einschübe vor jedem neuen Kapitel, die die Gedankenwelt des Täters vermitteln (ohne jedoch zuviel zu verraten), währt die Spannung über den unheimlichen Mörder bis zum Ende.
Dass die Autorin Barcelona sehr gut kennt und diese Stadt liebt, ist sicherlich nicht übertrieben zu behaupten. Anna als Protagonistin streift mit offenen Sinnen durch die Stadt und schildert begeistert die Schönheit der verschiedenen Seiten dieser Metropole. Doch sie verschließt auch nicht die Augen vor den Schattenseiten: die zunehmende Gentrifizierung, Vertreibung alteingesessener Mieter durch kriminelle Methoden, die anwachsende Zahl der Einwanderer, die viele heimischen Händler verdrängen undundund. Auf diese Weise entsteht ein recht umfassendes Bild Barcelonas, sodass dieser Krimi durchaus den Wunsch wecken kann, mal einen Abstecher in die Hauptstadt Kataloniens zu machen.
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am 29. Dezember 2012
Anna Silber hat nach dem Tod ihrer Familie einiges im Leben zu verarbeiten und neu zu ordnen - da kommt ihr der Auftrag, einen Reiseführer über Barcelona zu schreiben, gerade recht. Sie soll nach Barcelona reisen und vor Ort nach ultimativen Tipps abseits des Touristenstroms für alternative Stadtbesucher suchen. Doch als ihr guter Bekannter Rafael sie vom Flughafen abholt und zu sich nach Hause bringen will, geraten sie in einen Stau, verursacht durch einen Leichenfund in der Gasse, wo Rafael wohnt. Sehr schnell gerät Anna in den Strudel der Ereignisse, auch weil Rafaels Lebensgefährte Quim bei der Kriminalpolizei arbeitet. Der tödliche Sturz, fder zunächst nach einem Selbstmord aussieht, entpuppt sich bald als ein Teil der Serie, wobei der Täter nach einem bestimmten Muster vorgeht...

"Die toten Gassen von Barcelona" ist zwar ein Krimi, aber auch ein Reiseführer und ein Liebesroman zugleich. Denn Anna irrt durch Barcelona und die Autorin beschreibt mit Liebe zu Detail diese sehenswerte Stadt. Natürlich begegnet Anna dabei auch dem ein oder anderen attraktiven Mann...

Der Roman liest sich leicht und schnell, nicht nur durch die vergleichsweise niedrige Seitenzahl (knapp 250) bedingt. Man gerät zusammen mit Anna schnell ins Geschehen und kommt der Lösung des Rätsels Schritt für Schritt näher. Der Kriminalfall an sich war in meinen Augen etwas zu einfach gestrickt, doch die liebenswerte Erzählungsweise, die Beschreibung der Stadt sowie Annas Erlebnisse lassen den Roman trotzdem nie langweilig erscheinen.

An manchen Stellen wirkte die Erzählung zudem etwas realitätsfremd - dass man bei der Kripo eine Außenstehende fast vollwertig ins Team aufnimmt, in die Internas einweiht und sogar zu lebensgefährlichen Zugriffen mitnimmt, glaube ich eher nicht, auch wenn es sich um die Tochter eines Privatdetektivs handelt.

Doch abgesehen von einigen Schwächen ist der Roman von Stefanie Kremser eine lesenswerte Lektüre, wobei Frauen als Leserzielgruppe wohl in erster Linie angesprochen werden sollen.
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