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Kundenrezensionen

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am 22. April 2011
Autor Tom Hillenbrand serviert der Leserschaft in 33 appetitlich angerichteten Kapiteln einen spannenden und niveauvollen kulinarischen Krimi. Hillenbrands Roman-Debüt Teufelsfrucht" erzählt mit viel Liebe zum Detail vom kauzigen Luxemburger Koch Xavier Kieffer, der sich aus der feinen Haute Cuisine mittlerweile nichts mehr macht und in seinem kleinen Restaurant Deux Eglises" lieber die Gaumen seiner Kundschaft mit lokalen Spezialitäten verwöhnt. So weit, so gut - bis eines Tages der französische Gastro-Kritiker Agathon Ricard tot in Kieffers Lokal zusammenbricht.

Die Ereignisse überschlagen sich fortan: Zunächst führt Kieffers Weg zum Restaurant seines ehemaligen Lehrmeisters. Dort angekommen, stellt er schockiert fest, das dieses abgebrannt und sein Besitzer, der Sternekoch Paul Boudier, wie vom Erdboden verschluckt ist. Dank eines ausgezeichneten Netzwerks und der Hilfe von Freunden und Weggefährten wird Koch Kieffer zum Kommissar, der den echten Polizisten stets nicht nur um eine Nasenlänge voraus ist, seine Ermittlungsergebnisse der Staatsgewalt lieber verschweigt und der auf hochgefährlichem Terrain ermittelt. Die Zahl der Brände der Sternerestaurants steigt auf drei, sein kulinarischer Ziehvater Boudier wird ermordet aufgefunden - und schon bald muss auch Kieffer um sein Leben fürchten. Gewissenlose Ex-Legionäre, die keine Gnade kennen, sind ihm auf den Fersen. In einer spektakulären Verfolgungsjagd entwischt er ihnen - doch man sieht sich bekanntlich immer zweimal im Leben. Stück für Stück setzt sich schließlich das Puzzle zusammen, der Gastronom erkennt zunehmend die Zusammenhänge zwischen der Brandserie, den Morden, seiner eigenen Person und einer geheimnisvollen, geradezu irrsinnigen Frucht aus dem Dschungel Papua-Neuguineas - und sieht damit seinem Tod ins Auge.

Tom Hillenbrand gelingt es auf fantastische Art und Weise, seinen Figuren Leben einzuhauchen - wie auch die gesamte Geschichte lebendig ist. Mit einem bunten Mix aus Nationalitäten, Sprachen und Dialekten sowie aufregenden Reisen in verschiedene Länder wird Teufelsfrucht" an keiner Stelle öde oder zäh. Tom Hillenbrand lässt den Leser, dessen Rolle mithin der zuweilen begriffsstutzige Xavier Kieffer einnimmt, nie allein in den mitunter komplexen Zusammenhängen, sondern erläutert und klärt auf - nicht nur über Kochkunst und das Know How von Spitzenköchen, sondern auch fundiert über Europapolitik, Barcodes, Lebensmittelchemie und das in diesem Buch beleuchtete gewissenlose wie unappetitliche Vorgehen der Lebensmittelindustrie. Lesen bildet" trifft mit Blick auf das Werk von Tom Hillenbrand wahrhaftig zu. Das Glossar, dass das Küchenlatein für kulinarisch nicht ganz so versierte Leser verständlich macht, leistet dazu einen hilfreichen Beitrag.
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am 3. August 2011
Tom Hillenbrands Buch "Teufelsfrucht" erinnerte mich irgendwie an die Zeit, in der ich Dan Browns Bestseller "Sakrileg" gelesen habe. Warum? Nun, manche Bücher schaffen es, einen Leser auf eine ungeheuerlich magische Art und Weise zu fesseln, wie man es niemals für möglich gehalten hätte. Sie fahren förmlich ihre Krallen aus und haken sich in uns fest, bis wir sie vollständig gelesen haben. Erst danach scheint es, geben sie uns wieder für neue fremde Zeilen frei. "Sakrileg" hatte dies bei mir damals geschafft, "Teufelsfrucht" schaffte dies wieder.

Von der Erzählweise des Autors war ich derart gebannt, dass ich mich über jeden Moment, in dem ich das Buch zur Seite legen musste, geärgert habe. Die Spannung kroch förmlich aus den Fugen und setzte sich in meinen Gliedern fest. Sie lies sich nicht abschütteln, sie begleitete mich durch das gesamte Buch. Welche Wege die Geschichte einschlägt erfuhr man zu gegebener Zeit, jedoch waren sie für mich nicht im Voraus ersichtlich oder gar klar auf der Hand liegend. Die Story besitzt zudem einen sehr innovativen Charakter und glänzt mit ihrer Einzigartigkeit. Hillenbrand scheint bei seinem "kulinarischen Krimi" voller Tatendrang und Kreativität.

Mit einem Schmunzeln habe ich mir den gastronomischen Fachjargon reingezogen, der sich durch den gesamten Roman zieht. Was "Mise en place" ist, liegt für mich als gelernte Fachkraft klar auf der Hand, könnte jedoch für manchen Laien unter den Lesern für ordentlich Verwirrung sorgen. Auch die französischen Begriffe sämtlicher Küchenpositionen (u.a. sous-chef, saucier, patissier) werden ganz bestimmt nicht jedem so geläufig sein, wie mir. Obwohl im Anschluss an die Geschichte ein Glossar mit Küchenlatein angehängt ist, bleiben einige, fast schon zu viele Begrifflichkeiten unerklärt. Die Verwendung des moselfränkischen Dialekts (Letzebuergisch) innerhalb des gesamten Fließtextes versetzt dem Krimi einen Hauch von luxemburgischem Flair - fast so als wäre man selbst vor Ort.
Die Geschichte beginnt mit der Entdeckung der Teufelsfrucht, einer gelben Chatwa-Frucht aus Papua Neuguinea namens Solanum catvanum. Der Einstieg in die Geschichte spielt sich förmlich wie ein Abenteuerstreifen vor unseren Augen ab, man erkennt den Protagonisten - hart und männlich, wie er vorbeikriechende Insekten unter seinem Stiefel zerquetscht. Einfach klasse, weil man nie darauf kommt, kurze Zeit später schon in einem luxemburgischen Restaurant zu sitzen und "Noisette" zu schlürfen und "Petit Four" zu knabbern. Ein Verlauf, der bereits am Anfang meine Aufmerksamkeit ganz für sich gewann.
Der Hauptprotagonist Xavier Kieffer ist einfach nur herrlich autentisch. Nicht auf den Mund gefallen, vorlaut, wissbegierig, emsig. Genauso, wie ich mir einen erfolgreichen Koch und Besitzer eins gut besuchten Restaurants vorstelle. Er hat einen Hang zu gutem Wein und noch vielmehr zu hochprozentigen Tropfen, gutes Essen gibt es stets im Einklang. Seine Neugierde treibt ihn bald schon in den Mittelpunkt einiger schmieriger und krimineller Machenschaften.

Man bekommt zudem einen guten Einblick in die Welt der Lebensmitteltechnologie, auch wenn mir viele chemische Vorgänge selbst erklärt, unerklärt blieben. Eine Sache, die ich jedoch mehr meinem fehlenden Interesse für diesen Bereich als auf eine "weniger klare" Definiton der Vorgänge zuschreibe. Einen Ausflug in die Welt der "Lebensmittelpanscher" bekommt man gleich gratis dazu. Sicher ist, dass eine Tiefkühlpizza nach dem Lesen des "kulinarischen Krimis" keine Tiefkühlpizza mehr ist...na denn mal "Bon Appetit"!!
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am 23. April 2011
Ich bin etwas zwiegespalten. Einerseits hatte ich einen spannenden Krimi erwartet, der etwas anders ist als andere. Anders war das Buch auf jeden Fall, aber wer einen spannenden Krimi haben möchte, sollte davon vielleicht lieber die Finger lassen. Die Verbrechen sind eher als Nebenhandlung anzusehen, die detektivischen Eigenschaften Kieffers lassen zu wünschen übrig und das Ende fand ich ziemlich plump.

Sehr gut gefallen haben mir aber ganz andere Aspekte, die ich so nicht unbedingt erwartet hatte. Zunächst einmal finde ich den Schauplatz Luxemburg toll. Bisher habe ich mich nie besonders für diese Stadt bzw. das Land interessiert, aber jetzt ist es auf meiner Reisezielliste gelandet. Der Autor hat mich mit seinen Beschreibungen von der Stadt einfach verzaubert.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Darstellung der Kochszene. Hillenbrand ist es hier wirklich gelungen, auch die Schattenseiten des Sterne- und Showkochlebens zu zeigen. Außerdem geht er auf die Fast-Food-Industrie ein und, was ich besonders interessant fand, auf die Wirkung von Geschmacksverstärkern. Bei seinen Beschreibungen, was diese alles anrichten können, hat sich mir förmlich der Magen umgedreht.

Auch die vielen verschiedenen Figuren haben es mir angetan. Verrückte Showköche, zugekokste Sterneköche, anspruchsvolle Restaurantkritiker, ... das Buch lässt wirklich keine Wünsche offen.

Achja, am Ende des Buches befindet sich eine Übersetzungsliste für Küchenlatein ... diese ist sehr zu empfehlen, falls man Kieffers Erläuterungen über Kochen verstehen möchte. Und einen gewissen Grundwortschatz Französisch (den ich leider nicht habe) wäre auch von Vorteil.

Wie gesagt, als Krimi fand ich "Teufelsfrucht" eher mittelmäßig, ansonsten hat mir das Buch aber gut gefallen. Noch ein Tipp: Immer Essen (aber nur frisches) bereitstehen haben, sonst wird die Lektüre echt hart.
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am 7. April 2012
Ich bin zufällig auf den Roman/Krimi gestossen, weil ich etwas gesucht habe wie Martin Walkers Bruno chef de police.
und ich muss sagen, es ist ein sehr schöner Roman. Klasse Kulisse, atmosphärisch schön und da es in der Restaurantszene spielt auch mit vielen Bechreibungen, die das Buch aber um so lesenswerter machen.

Absolute Kaufempfehlung!

Die Charaktere sind toll gezeichnet, manchmal würde ich mir etwas mehr Tiefgang wünschen , aber das tut dem Buch und Lesevergnügen keinen Abbruch.
Wer das Buch liest, sollte vielleicht ein gutes Glas Wein oder ein gutes Essen bei sich haben ;-)
Viel Spaß allen Genießern !
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am 16. November 2014
Schon als Debut sehr schön, der 1. Fall des Xavier Kieffers. Da wird ein berühmter Franzose, der als Restaurantkritiker gefürctet ist, in der Luxemburger Unterstadt beim Kosten einer Mahlzeit vergiftet. Ein Racheakt? Das kommt, soviel wird klar, vom Experimentieren mit der köstlichenTeufelsfrucht, mit deren Hilfe man minderwertige Nahrungsmittel verstärken kann. Dieser Geschmacksverstärker ist also ein globales Bombengeschäft.

Vielleicht wäre es um manchen (Restaurant-) Kritiker nicht schade, aber in diesem Fall sind die Folgen der Rezension mörderisch. Wenn der Sterneoch oder die Sterneköchin einen Stern verlieren, greifen sie schon mal zum Gift. Und dann wird auch noch das Feinschmeckerlokal abgefackelt.

Hillenbrands Krimistil ist kulinarisch im besten Sinne, erfrischend und überraschend, zumal der Autor sich im gastronomischen Gewerbe auskennt (gute Rezepte).
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Die Entdeckung einer unbekannten Wunderfrucht im Urwald, sowie der Mord an einem Restaurantkritiker in einem luxemburgischen Restaurant stehen am Anfang dieses Krimis. Nachdem er selbst verdächtigt wird ermittelt der Koch Xavier Kieffer auf eigene Faust, wobei er sich mehrmals auf gefährliches Terrain begibt. Das Ganze ist umrahmt mit den Finessen der Gastronomie, wo nicht alles Gold ist was glänzt.

Ein Krimi welcher eine gewisse Spannung bis zum Ende behält, persönlich jedoch nicht meinen Geschmack getroffen hat. Das Ganze wirkt auf mich etwas amateurhaft und erinnert mich ein wenig an den Film "Brust oder Keule" mit Louis de Funès und Coluche.
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TOP 500 REZENSENTam 17. April 2011
Gerät Xavier Kieffer, der Koch und Besitzer eines traditionellen Luxemburger Lokals in einen Kampf der Kochgiganten um Sterne?

Zumindest bringt ein rennomierter Pariser Gastro-Kritiker einen Hauch von Welt und der längst vergessenen Nouvelle Cuisine - Kieffer hatte eine entsprechende Ausbildung in Frankreich genossen - in Kieffers kleines Lokal, um kurz darauf auf der Schwelle des Restaurants tot zusammenzubrechen. Kieffer fürchtet um seinen guten Ruf und beginnt unterstützt von seinem finnischen Freund Pekka, einem EU-Beamten, der ausgerechnet für den Agrar-Sektor zuständig ist, zu ermitteln. Dabei taucht er in die Vergangenheit ein, ihm erschliessen sich allerdings auch ganz neue Welten - solche, die aus seiner Sicht gar nicht existieren sollten.

Tom Hillenbrand schreibt mit Genuss und Humor - ein Leckerbissen für Freunde guten Essens und einer gemütlichen Atmosphäre. Ein unterhaltsamer Krimi, dessen Plus jedoch gleichzeitig sein Minus ist - zu behäbig kommt er zeitweise daher. Auch ist das Ende nicht ganz so rund, wie ich es mir wünschen würde.

Trotzdem ist dieser deutschsprachige, vor allem in Luxemburg, doch auch in den benachbarten Ländern Frankreich und Deutschland sowie in der Schweiz spielende Roman durchaus zu empfehlen, lernt man doch einiges über gute Küchen - sowohl bodenständige als auch besternte und erfährt dies und das über das Großherzogtum Luxemburg und nicht zuletzt auch über seine Mitmenschen. Zudem ist der Arbeitsplatz EU - wenn er auch nicht im Mittelpunkt der Geschichte steht - ausgesprochen treffend dargestellt - auch ehemalige oder zukünftige EU-Beamte könnten also interessierte Rezipienten dieses Buches sein. Auch die Figuren, allen voran Xavier Kieffer und sein Kumpel Pekka, sind liebevoll und mit viel Humor gezeichnet und lassen auf den Ausbau dieses amüsanten Krimis zu einer Serie hoffen!
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am 26. September 2013
Inhalt:
Der gebürtige Luxembourger Xavier Kieffer hat schon in Sterneküchen gekocht, aber er hat auf die Gourmet-Szene keine Lust mehr und hat sein eigenes kleines Restaurant in Luxembourg eröffnet. Dort kocht er für seine Gäste heimische Spezialitäten. Eines Tages kommt ein Gastro-Kritiker in sein Restaurant und dummerweise stirbt der dann auch noch zwischen Vorspeise und Hauptgang. Die Polizei stellt fest – er wurde vergiftet. Natürlich gerät Kieffer unter Verdacht, doch dieser macht sich so seine eigenen Gedanken dazu, denn normalerweise würde so ein Gastrokritiker sein kleines Lokal niemals betreten. Als er dann auch noch erfährt, dass der Kritiker tags zuvor bei seinem alten Lehrmeister in Frankreich war, macht er sich auf den Weg dorthin. Doch dieser ist plötzlich spurlos verschwunden. Kieffer beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, kennt er doch die Szene noch sehr gut.

Meine Meinung:
Dieses Buch stand lange auf meiner Wunschliste, weil es in Luxembourg spielt und es als „kulinarischer“ Krimi angekündigt wird. Da ich seit mittlerweile über 20 Jahren in Luxembourg lebe, war ich einfach neugierig darauf.
Es fängt auch wirklich interessant an. Im Prolog findet ein Foodscout eine neue unbekannte Frucht, die eine echte Sensation auf dem Lebensmittelmarkt werden kann.
Dann wird der Kritiker in Xavier Kieffers Restaurant vergiftet und der Koch fängt an auf eigene Faust Nachforschungen an. Aber diese Spannung verliert sich dann so langsam und das Ende fand ich dann doch etwas überzogen und unglaubwürdig.
Die Szenerien von der Luxembourger Stadt und der Gegend sind schön und ich denke, auch jemand, der noch nie dort war, wird sich vorstellen können wie es aussieht. Allerdings ist der Schreibstil nicht ganz so einfach zu lesen. Tom Hillebrand verwendet häufiger sowohl luxembourgische als auch französische Worte in seinem Text, und obwohl ich beide Sprachen kenne, empfand ich es stellenweise als sehr holprig zu lesen. Die eine oder andere Aussage, die getroffen wird, würde ein Luxembourger wohl kaum so von sich geben. Z.B. bezeichnet der Autor die Sprache als „moselfränkischen Dialekt“ – tatsächlich ist es aber die anerkannte Landessprache ;-)
Gut gefallen hat mir aber wie die „Sterneköche“ und die Lebensmittelindustrie geschildert wurden und ja, das war sehr realistisch. Und vielleicht gibt es so manchem Leser auch einen Anstoß seine Eßgewohnheiten mal zu überdenken.

Mein Fazit:
So wirklich überzeugen konnte mich das Buch leider nicht. Trotzdem ist es nicht uninteressant. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich den zweiten und dritten Teil auch noch lesen werde. Wer ein absoluter Krimi-Fan ist, ist mit diesem Buch wahrscheinlich nicht wirklich gut bedient. Aber wer gute Küche liebt, und mal ein wenig hinter die Kulissen schauen möchte, der findet vielleicht Gefallen an dem Buch.
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am 18. April 2011
DER INHALT (aus dem Klappentext):

Der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer hat der Haute Cuisine abgeschworen und betreibt in der Luxemburger Unterstadt ein kleines Restaurant, wo er seinen Gästen Huesenziwwi, Bouneschlupp und Rieslingpaschtéit serviert. Doch dann bricht eines Tages ein renommierter Pariser Gastro-Kritiker tot in seinem Restaurant zusammen ' und plötzlich steht Kieffer unter Mordverdacht. Als dann noch sein alter Lehrmeister spurlos verschwindet, beschließt der Luxemburger, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen; sie führen ihn bis nach Paris und Genf. Dabei stößt er auf eine mysteriöse, außergewöhnlich schmackhafte Frucht, auf gewissenlose Lebensmittelkonzerne und egomanische Fernsehköche. Immer tiefer taucht Kieffer in die von Konkurrenzkampf und Qualitätsdruck beherrschte Gourmetszene ein ' und erkennt, was auf dem Spiel steht.

MEINE MEINUNG:

Mehr sollte man an Inhalt auch nicht wissen, um den Krimi - ja, man kommt wirklich zwischendurch immer mal wieder davon ab, es wirklich für einen Krimi zu halten, aber nach dem Ende bin ich doch überzeugt, die Lösung eines Kriminalfalls miterlebt zu haben - wirklich noch genießen zu können. Was man auch während des Lesens genießen kann, sind die zahlreichen Gerichte und Zutaten, die Tom Hillenbrand mit einfließen lässt und die einem beim Lesen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Besonders detailliert und liebevoll fand ich die Beschreibung der Stadt Luxembourg - ob nun realistisch oder nicht, kann ich nicht beurteilen, aber auf jeden Fall möchte ich nun sehr gerne dort hin reisen und nicht nur die zahlreichen Gerichte, sondern auch die Stadt kennenlernen. Aber durch eben genau solche detaillierten Beschreibungen rückt die tatsächliche Geschichte "Warum musste der Kritiker sterben?" in den Hintergrund. Ich finde das aber nicht weiter schlimm, denn man hat bei Hillenbrands bilderreicher Sprache nie das Gefühl, dass etwas auf der Strecke bleibt und etwas an Entwicklung verlorengeht, nur weil es gerade eben um Essen und nicht um "klassische" Krimikost geht.

Leider fand ich das Ende etwas abrupt, ich hätte noch gerne weitergeschmökert. Am Ende des Buches (schade - ich hätte es schon am Anfang gebraucht, dann hätte ich es auch nutzen können, so habe ich es erst zu spät gesehen) ist eine Aufzählung der verwendeten kulinarischen Fachbegriffe. Toll wären auch noch ein oder zwei Rezepte gewesen, zumindest von den häufigst erwähnten Lieblingsgerichten von Xavier. Wenn diese zwei bis drei Punkte nicht gewesen wären, hätte das Buch auf jeden Fall eine Höchstwertung verdient gehabt!
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am 21. September 2013
Xavier Kieffer Koch und Restaurantbesitzer in Luxemburg-Stadt hat dem Sterne-Zirkus den Rücken zugekehrt. Umso mehr wundert er sich als eines Tages ein Gastro-Kritiker eines bekannten Restaurantführers bei ihm vor der Tür steht und schlimmer noch nach der Mahlzeit tot zusammenbricht. Diese Schmach kann er nicht auf sich sitzen lassen und er beschließt seinen guten Ruf und den seines Lokals wieder herzustellen. Durch seine guten Kontakte, als ehemaliger Koch in einem Pariser Sternetempel und durch seinen besten Stammgast, einem Mitglied des europäischen Parlaments, kommt er dem Geheimnis des toten Kritikers auf die Spur.
Teilweise fiktiv, was allerdings dazu dient die Intentionen der Protagonisten besser zu verstehen, mit viel Luxemburger Lokalkolorit und genauen Ortsbeschreibungen ist dieser Krimi ein Schmankerl für Krimifans, Feinschmecker und Luxemburg-Fans.
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