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5.0 von 5 Sternen Zersplittertes Leben
Die siebzehnjährige Russin Sascha lebt mit ihren jüngeren Geschwistern in einem Hochhausghetto. Ihre Mutter ist tot, ihr Stiefvater hat sie und ihren Freund aus Eifersucht erschossen. Sascha träumt davon, den Mörder zu ermorden und ein Buch über ihre Mutter schreiben. "Die Geschichte einer hirnlosen rothaarigen Frau, die noch leben würde,...
Veröffentlicht am 6. Februar 2011 von Flora

versus
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur der Anfang ist gut
Davon träumen Hobbyautoren: Sie schicken ein unverlangtes Manuskript an einen Verlag, der findet es gut, und wenig später liegt das fertige Buch in allen Buchhandlungen. So ist es Alina Bronsky (30) mit Kiepenheuer & Witsch und ihrer Geschichte "Scherbenpark" gegangen. Die handelt von der 17-jährigen Sascha, die aus Moskau gekommen ist und nun in einem...
Veröffentlicht am 8. Mai 2011 von Andreas Schröter


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur der Anfang ist gut, 8. Mai 2011
Von 
Andreas Schröter "Andreas Schröter" (Dortmund) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Scherbenpark: Roman (Gebundene Ausgabe)
Davon träumen Hobbyautoren: Sie schicken ein unverlangtes Manuskript an einen Verlag, der findet es gut, und wenig später liegt das fertige Buch in allen Buchhandlungen. So ist es Alina Bronsky (30) mit Kiepenheuer & Witsch und ihrer Geschichte "Scherbenpark" gegangen. Die handelt von der 17-jährigen Sascha, die aus Moskau gekommen ist und nun in einem deutschen Russen-Ghetto lebt. Sascha will ihren Stiefvater umbringen, der im Knast sitzt, weil er zuvor die Mutter getötet hat. Ein anderes Problem ist Saschas Liebe zu einem wesentlich älteren Mann, der bei der Zeitung arbeitet.

"Scherbenpark" fängt richtig gut an: schnodderig, rasant, intelligent und sympathisch. Man liest einfach gerne, wie trocken Sascha, die im Kopf allen anderen Bewohnern ihrer Hochhaus-Siedlung meilenweilt überlegen ist, ihre Umgebung und Mitmenschen kommentiert. Leider verliert sich dieser erste Lese-Eindruck mit fortschreitender Seitenzahl ein wenig: Alina Bronsky kann nicht ganz das Anfangs-Niveau halten. Alles wirkt einen Tick hölzerner, einen Tick weniger glaubwürdig als zu Beginn. Dennoch hat der Verlag gut daran getan, dieses Manuskript zu veröffentlichen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zersplittertes Leben, 6. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Scherbenpark: Roman (Taschenbuch)
Die siebzehnjährige Russin Sascha lebt mit ihren jüngeren Geschwistern in einem Hochhausghetto. Ihre Mutter ist tot, ihr Stiefvater hat sie und ihren Freund aus Eifersucht erschossen. Sascha träumt davon, den Mörder zu ermorden und ein Buch über ihre Mutter schreiben. "Die Geschichte einer hirnlosen rothaarigen Frau, die noch leben würde, wenn sie auf ihre kluge älteste Tochter gehört hätte."

Sascha ist hochbegabt - im Gegensatz zu den anderen Jugendlichen aus dem Ghetto geht sie auf ein katholisches Elitegymnasium - sie ist wurzellos und einsam, denn mit ihren Klassenkameraden verbindet sie genauso wenig wie mit den anderen Russen aus dem Block. Dann lernt sie den Journalisten Volker und seinen Sohn Felix kennen und verliebt sich in beide zugleich.

Das macht ihr kompliziertes Leben noch komplizierter, denn Sascha will ja keine Liebe, sondern ist versessen auf Rache. Immer gewalttätiger, immer selbstzerstörerischer werden ihre Ausbrüche - alles scheint auf ein schreckliches Ende hinauszulaufen, aber dann kommt es doch ganz anders.

Das ist die Stärke dieses Romans: Dass die Geschichte immer wieder neue, unerwartete Wendungen nimmt. Sascha ist einfach nicht einzuschätzen. Von ihrer Umwelt nicht und vom Leser erst recht nicht.
Die Sprache des Romans ist wie Sascha selbst, hart, deutlich, unmissverständlich. Sie packt einen und lässt einen nicht mehr los. Ein tolles Buch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen besser als erwartet, 6. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Scherbenpark: Roman (Taschenbuch)
Der Klappentext trifft nicht zu 100% zu. Hätte ich es von der Schule aus nicht lesen müssen, hätte ich es völlig ignoriert, weil der Klappentext mir überhaupt nicht zusagt und eher langweilig wirkt.
Das Buch hingegen viel besser als erwartet. Schön zu lesen, teilweise witzig und vor allem dramatisch. Empfehlenswert!
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen kurzweilige Gegenwartsliteratur, 7. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Scherbenpark: Roman (Taschenbuch)
Manchmal denke ich, ich bin die Einzige in unserem Viertel, die noch vernünftige Träume hat. Ich habe zwei, und für keinen brauche ich mich zu schämen. Ich will Vadim töten. Und ich will ein Buch über meine Mutter schreiben. Ich habe auch schon einen Titel: Die Geschichte einer hirnlosen rothaarigen Frau, die noch leben würde, wenn sie auf ihre kluge älteste Tochter gehört hätte." Vielleicht ist das nur ein Untertitel. Ich habe Zeit, es mir genau zu überlegen, denn ich habe noch nicht angefangen zu schreiben.
(Seite 9)

Mit diesen Worten beginnt der Debütroman Scherbenpark von Alina Bronsky und zieht den Leser sofort in seinen Bann.
Obwohl das Buch keine wirkliche Handlung hat und eigentlich nur eine Aneinanderreihung von Tagen und während dieser Tage erfolgenden Geschehnissen ist, schafft die Autorin es mit ihrer einfachen Sprache, den Leser zu fesseln und ihn neben die Protagonistin Sascha zu stellen. Gerade erst siebzehn Jahre alt, hat sie schon mehr in ihrem Leben mitgemacht, als für dieses Alter tragbar ist. Und trotzdem wirkt sie stark und entschlossen, scheint klare Vorstellungen und Ziele im Leben zu haben - denkt dabei jedoch nicht nur an sich, sondern auch und vor allem an ihre kleinen Geschwister Anton und Alissa. Mit Hilfe ihrer Großtante Maria, für die sie selbst eigentlich eher die Hilfe darstellt, versucht sie, den Alltag wieder aufzunehmen und weiterzumachen.

Man lernt Sascha mit jeder einzelnen Seite besser kennen, macht sich ein Bild von ihrem Charakter und ihrem Umfeld, und trotzdem hat man keinen konkreten Eindruck von diesem jungen Menschen, der nicht in die Umgebung, in der er aufwächst, zu passen scheint. Deutlich spürt man ihren Wunsch, aus dem Wohnkomplex auszubrechen und die dort verankerten Erinnerungen hinter sich zu lassen, irgendwo neu anzufangen und das Leben nach den eigenen Vorstellungen zu leben. Man merkt aber auch, dass ihre jüngeren Geschwister ihr alles bedeuten und sie diese niemals im Stich lassen würde, solange sie sich nicht sicher sein kann, dass sie auch in ihrer Abwesenheit die bestmögliche Erziehung erhalten würden.
Neben dem Traum, ein Buch für ihre Mutter zu schreiben, beschäftigt sie sich gedanklich viel mit ihrem ersten Wunsch: Dem Mord an Vadim. Warum sie diesen Wunsch überhaupt hegt, wird beim Lesen schnell klar und auch nachvollziehbar. Und obwohl der Wunsch im Verlauf des kompletten Buches in den Hintergrund gestellt wird, ist er doch immer gegenwärtig und auch im Kopf des Lesers. Bronsky schafft es hier, einen nachhaltigen Gedanken im Gehirn zu platzieren, der dort bestehen bleibt und auch nach dem Abschluss des Buches nachhallt.

Dass das Buch keine Kapitel besitzt und der Text nur durch vereinzelte Leerzeilen und Absätze aufgegliedert wird, lässt ein Unterbrechen des Leseflusses fast unmöglich werden. Doch auch die sehr einfache und leicht verständliche Sprache und die locker erzählte Geschichte an sich lassen den Leser nicht ans Aufhören denken. Man blättert Seite um Seite um Seite um, verschlingt die Erzählung der Protagonistin, die zu reif für ihr Alter scheint - vor allem im direkten Vergleich zu den anderen gleichaltrigen Charakteren, die immer wieder ihre Erwähnung finden.
Ein offenes Ende lässt den Leser mit Hoffnung zurück, dass es vielleicht ein weiteres Buch von und mit Sascha geben wird, in dem die Geschichte weitergesponnen werden und zu einem für die junge Frau guten Ende führen kann.

Ich habe ein bisschen Angst, dass jetzt jemand nach mir fragt.
Aber das passiert nicht.
Ich ziehe die Tür leise hinter mir zu.
Der Solitär ist ganz still. Nur in einem der obersten Stockwerke weint ein Kind.
Die Bank vor dem Eingang ist leer.
Ich werfe mir die Tasche über die Schulter, schiebe den Schirm meiner Kappe in den Nacken und trete hinaus in die Sonne.
(Seite 289)

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Fazit:

Scherbenpark ist Gegenwartsliteratur in sehr kurzweiliger Form, die durch Wortwitz, Sprachgefühl und distanzierte Nähe ohne das Gefühl des Ausgeschlossenseins gewinnt. Ein überzeugendes Debüt!

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Wertung: vier Sterne

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5

(Originalrezension für Literatopia.de)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tolles Debut!!!!, 27. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Scherbenpark: Roman (Taschenbuch)
Die 17 jährige Sascha Naimann wurde in Russland geboren und wanderte gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren beiden kleinen Geschwistern nach Deutschland aus. Sie leben in der Nähe von Frankfurt in einem Hochhaus-Ghetto im 'Solitär', der Wohnklotz der im Scherbenpark steht.

Da Sascha hochintelligent und hochbegabt ist besucht sie ein Elite Gymnasium, dass kein Schulgeld kostet, sondern auf Spendenbasis finanziert wird. Saschas Mutter schafft es, dass ihre Tochter zugelassen wird und da sie kein Schmarotzer sein will, spendet sie sogar: 1 x 20,' € und 1 x 22,' € :-) Sascha spricht sehr schnell akzentfreies Deutsch, liest alles was ihr in die Finger kommt und sie kommt in Deutschland alsbald ganz gut zurecht. Das liegt allerdings wohl eher an ihrem starken, eigenwilligen Charakter '.

Leider wird ihre Familie im Scherbenpark wegen eines dramatischen Ereignisses berühmt und wegen diesem Geschehen hat Sascha zwei Träume/Vorsätze, die sie in die Tat umsetzen will:

1. Sie will ihrer Mutter ein Buch schreiben und
2. sie will Vadim, ihren Stiefvater und leiblichen Vater ihrer beiden kleineren Geschwister töten'.

Warum das so ist und welches Ereignis Sascha und ihre Familie berühmt gemacht hat, möchte ich nicht verraten. Sascha ist knallhart, angstfrei und wild entschlossen ihr Leben ihrer Vorstellung nach zu gestalten und sie kümmert sich voller Hingabe um ihre beiden kleinen Geschwister Alissa und Anton'.

Scherbenpark wurde im Jahre 2008 veröffentlicht und war das Debüt der Autorin Alina Bronsky. Sie ist selber gebürtige Russin und verbrachte dort ihre Kindheit. Ihre Jugend verbrachte sie in Magdeburg und Darmstadt.
Ihr Manuskript schickte sie unaufgefordert an den Verlag und es wurde umgehend zum Spitzentitel. Sowas kommt selten vor und da denke ich dann: Respekt.

Ich hatte von dem Buch vorher nichts gehört, es ist mir eher zufällig auf einem Buchmarkt in die Hände gefallen und ich war mehr als positiv überrascht.

Das Buch ist leider mit 286 nicht sehr lang, denn ich hätte gut und gerne noch weitere 200 Seiten um Sascha und ihre Lieben lesen können. Der Schreibstil der Autorin ist so flott, flüssig, ehrlich, frech und fesselnd, dass die Lektüre absoluten Spaß bereitet hat.

Beim ersten Durchblättern dachte ich noch: Keine Kapitel? Absätze die ich an ein paar Fingern abzählen kann? Wenn das mal nicht langatmig wird. Nein, ganz und gar nicht und im absoluten Gegenteil.

Bronsky hat es geschafft das Leben eines Teenagers in einem Ghetto zu beschreiben, der einer von vielen Ausländern ist. Diesen Alltag und die Umgebung hat sie sehr gut rübergebracht. Ich habe meine Kindheit selber in solch einem Ghetto verbracht und die Gerüche und Geräusche waren alle wieder da, so gut hat die Autorin dies beschrieben.

Saschas Gedanken, Erinnerungen, die Trauer, die Hoffnung, die Ängste, all das kommt in dem Roman zum Ausdruck. Die Geschichte hat traurige, schlimme, viele sarkastische und ironische aber auch eine Menge sehr lustiger Passagen.

In diesem 'kleinen' Buch steckt sehr viel und ich kann es nur unbedingt empfehlen!!!! Und auch wenn Sascha 17 ist, ich möchte Scherbenpark keinesfalls als Teenie-Roman bezeichnen. Auch für Erwachsene absolut lesenswert!

Mein Fazit: Volle Punktzahl 5 von 5 Sternen für dieses Debüt

Ich habe bereits entdeckt, dass im August 201o ein weiterer Roman von Alina Bronsky erschienen ist und ich muss ihn mir unbedingt besorgen !!!

© Buchwelten 2011
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein gutes Buch-, 14. April 2014
Von 
unbekannt (Pattensen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Scherbenpark: Roman (Kindle Edition)
Ich bin mit dem Buch grade fertig geworden.Es ist wirklich sehr gut.Da ich selbst aus einem ähnlichen Backround komme konnte ich viele Gedanken von Sascha gut nachvollziehen.Ich denke das die Hauptfigur an vielen Stellen das wiederspiegelt was in vielen Köpfen vor sich geht aber nur wenige sich trauen auszusprechen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hörbuchrezension, 24. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Scherbenpark (Audio CD)
Das Heraussragende an diesem Hörbuch ist dessen Sprecherin: Katharina Schüttler. Sie verleiht den Gefühlen der Protagonistin einen Ausdruck, der unter die Haut geht und deren Zerrissenheit spürbar macht. Wie gut sie sich in diese Menschen einfühlen bzw. sie spielen kann, zeigte sie erst vor einigen Wochen in der "Bloch"-Folge "Heiskalte Seele".

Das Buch spiegelt die Realität zahlreicher Russlanddeutscher wieder. Auch wenn einige der Autorin vorwerfen, Klischees zu bedienen. Sie schreibt einfach, was jeder sehen könnte, der mit offenen Augen durch die Welt geht bzw. genügend von den beschriebenen Menschen kennt. Dass die Heldin noch ein persönliches Trauma zu bewältigen hat, macht das Ganze nicht einfacher. Selten findet man eine so direkte und klare, aber nicht gefühlsleere, Sprache wie jene der Autorin. Zwar hat mich der Schluss enttäuscht. Aber das echte Leben ist auch voller Enttäuschungen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungenes Werk einer Newcomerin, 2. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Scherbenpark: Roman (Taschenbuch)
"scherbenpark" erzählt von einem Mädchen, das alles verloren hat und versucht ihr Leben durch Härte so zu führen, wie sie es für richtig erhält. Scheinbar emotionslos erzählt sie von ihrer Vergangenheit und ihrer Gegenwart, doch wer zwischen den Zeilen liest merkt schnell, dass in ihr ein hilfloses, gescheitertes Kind steckt, das seine Kindheit verloren hat und mit der Verantwortung und der Situation nicht klar kommt. Ein Roman (nicht nur) für ältere Jungedliche, der viele Leerstellen lässt, die Probleme und Themen des Erwachsenwerdens aufnimmt und trotzdem einen ganz besonderen Charme hat. Ein Stern Abzug, da einzelne Erzählfäden unsauber gearbeitet und überflüssig sind. Das Hörbuch hat hier oftmals die bessere Auswahl getroffen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen, 8. April 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Scherbenpark: Roman (Kindle Edition)
Absolut lesenswertes Buch.
Sehr erfrischender Schreibstil.
Die Autorin schreibt sehr authentisch.
Ich war absolut begeistert und habe auch noch weitere Bücher von ihr gelesen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr lesenswert, 1. Februar 2009
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Scherbenpark: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nach der Lektüre dieses Buches musste ich doch erst einmal tief durchatmen.
Die Schriftstellerin Alina Bronsky hat zwar einen frechen, teilweise auch sarkastischen Schreibstil, der einen sowohl zum Lachen bringt, als auch teilweise bedrückt werden läßt, was er allerdings bei mir ganz bestimmt geschafft hat war,mich zu beeindrucken.

Sascha , die Hauptprotagonistin dieses wirklich außergewöhnlichen Debüts, lebt in einer Hochhaussiedlung in Frankfurt/M. in der überwiegend ihre Landsleute, nämlich Russlanddeutsche vorzufinden sind. Als hochintelligentes Mädchen besucht Sascha ein Elitegymnasium, in dem sie tagtaglich vorgeführt bekommt, dass sie nicht dazugehört. Als dann eine Familientragödie geschieht,versteckt sie ihren Schmerz hinter einer starren Fassade der Unnahbarkeit, die erst am Ende der Geschichte zusammenbricht.

Frech, respektlos ,aber auch lebensbejahrend erzählt Alina Bronsky die Geschichte ihrer Hauptprotagonistin. Der Leser erfährt viel über die starken Familienbande, aber auch über die teilweise desolaten Wonhverhältnisse in diesem Ghetto.Gewalt, Alkohol und Drogen sind allgegenwärtig, Man altert schnell in diesem Leben und die Kinder und Jugendlichen werden schnell erwachsen.

Die Geschichte Saschas ist beeindruckend, aber vor allem auch desshalb, weil Alisa Bronsky es versteht ihre Erzählungen zwar realistisch erscheinen zu lassen, den Leser aber nicht mit einem Gefühl des Mitleids zurückzuläßt, denn Sascha meistert ihr Leben und man hat am Ende das Gefühl, dass sie ihren Weg gehen wird und vielleicht besser gerüstet ist, als manch anderer.
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Scherbenpark: Roman
Scherbenpark: Roman von Alina Bronsky (Taschenbuch - 21. September 2009)
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