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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen die Mauer steht am Rhein.
Das Buch ist kein Treppenwitz der Geschichte. Genauso hätte es kommen können, was die "aus Sicht der Deutschen verunglückte Wiedervereinigung angeht." Historische Tatsache ist, dass Gorbatschow in der damaligen UdSSR nicht unumstritten war. Ferner ist historische Tatsache, dass es Hardliner gab, die mit dem Reformkurs von Gorbatschow nicht einverstanden...
Veröffentlicht am 21. September 2011 von Amazon Customer

versus
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Idee gut, doch mit Lääängen
Ein Roman? Ist es überhaupt nicht, dafür sind die Charaktere zu schwach gezeichnet.
Ein Politthriller? Spannung gibt es jetzt eigentlich auch nicht wirklich: Kontrafaktisch, also gegen die Realität soll die DDR die BRD geschluckt haben, und ganz flink passen sich Volk und Eliten im Westen an. Das Szenario ist realistisch: Wendehälse West...
Veröffentlicht am 3. September 2009 von Serenus Zeitblom


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Idee gut, doch mit Lääängen, 3. September 2009
Von 
Serenus Zeitblom (Köln, Europa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Ein Roman? Ist es überhaupt nicht, dafür sind die Charaktere zu schwach gezeichnet.
Ein Politthriller? Spannung gibt es jetzt eigentlich auch nicht wirklich: Kontrafaktisch, also gegen die Realität soll die DDR die BRD geschluckt haben, und ganz flink passen sich Volk und Eliten im Westen an. Das Szenario ist realistisch: Wendehälse West hätte es wohl auch 1988 noch viele gegeben (wie sie heute mit Pofalla & Co. existieren dürften), und auch etwa Hongkong wurde von der Volksrepublik China weitgehend reibungsfrei geschluckt. Andererseits hätte es dieses Szenario auch fast unmöglich geben können, auch das ist klar.

Der Ex-DKP-ler und Historiker von Ditfurth - im Gegensatz zu Schwester Jutta Ditfurth führt er den Zusatz immer noch - zeigt, wie grauenhaft deutsch-bürokratisch es geworden wäre, wie Staatssozialismus der DDR-Variante auch den Westen rapide ruiniert hätte und wie gesagt, wie der Opportunismus auch westlich gesprossen wäre.
Eine nette Idee und eine Erinnerung gegen vorschnelle Verklärung des östlichen Modells, doch spätestens auf der Hälfte fängt man an, sich eher durchzukämpfen - das ist schade, und daher nur drei realsozialistische Sterne.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine interessante Idee, ..., 9. Januar 2001
... aus der leider etwas wenig gemacht wird. Ich bin kein Experte in DDR-Fragen und ich finde den Ansatz "Wie wäre die BRD der DDR angegliedert worden?" spannend, jedoch das DDR-Regieme 1:1 auf "den Westen" zu übertragen ist für mich etwas zu einfach. Für mich wäre ein Szenario interssanter gewesen in dem sich auch der Sozialismus entwickeln muß, um den Westen "zu schlucken". Schade, aber wie es zu der veränderten politischen Situation kommt ist schon gut gemacht.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut gemeint, schlecht verwirklicht, 28. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Mauer steht am Rhein: Deutschland nach dem Sieg des Sozialismus (Taschenbuch)
1988 wird Gorbatschow in der UdSSR gestürzt, die neue Regierung fährt eine deutlich härtere Linie im Kalten Krieg. Aufgrund der wirtschaftlich fatalen Situation im gesamten Ostblock, entschließt man sich, dem Westen ein Ultimatum zu stellen. Entweder Westdeutschland oder Weltkrieg.
So kommt es 1990 zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Sowjetische Truppen marschieren zum Schutz in die theoretisch blockfreie "Demokratische Republik Deutschland" ein. In den folgenden Jahren kommt es zu einer zügigen Umgestaltung des öffentlichen Lebens nach dem Muster der DDR.
Der Protagonist, ehemaliger Sportreporter in Düsseldorf, der darüber stolperte, dass er den Sieg des BFC Dynamo im Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft anzweifelte, erinnert sich in seinem Züricher Exil an die Jahre in der "DRD" und seine Flucht in die freie Schweiz.
Christian v. Ditfurth, ehemaliger DKP'ler und Bruder der Grünen-Gründerin Jutta Ditfurth, hat mit diesem Buch einen Alternativweltroman vorgelegt. So interessant die Idee ist, so mäßig ist die Ausführung. Vor allem zwei Punkte missfallen mir:
1. Der Roman ist keiner. Die retrospektive Handlung ist sehr gering, es ist mehr eine fiktive Dokumentation, gespickt mit Personen der Zeitgeschichte (von denen man manche heute schon gar nicht mehr richtig kennt). Dadurch ist das Buch recht dröge und langatmig.
2. Die Alternativwelt ist wenig plausibel. Der "Point of Divergence" (also die Stelle, an der die Historie anders verläuft als in der realen Geschichte) ist der Sturz Gorbatschows. Doch das aufgebaute Szenario hakt an einigen Stellen.
So wäre ein Einmarsch der Sowjetunion in Westdeutschland niemals so friedlich verlaufen. Die DKP war eine isolierte Kleinstpartei (um die 1%), die antikommunistischen Affekte waren in der SPD (die im Buch munter mit der SED paktiert) sehr ausgeprägt, von den anderen natürlich ganz abgesehen. Die "DDRisierung" der Bevölkerung ist völlig überzogen dargestellt.
Außerdem hätte die Sowjetunion ein kommunistisches Gesamtdeutschland nicht akzeptiert, da damit in kürzester Zeit die Machtfrage im Ostblock gestellt worden wäre. Schon die kleine DDR war aufgrund ihrer Wirtschaftsleistung der zweiteinflussreichste Staat des Ostens. Ein Gesamtdeutschland wäre, als Land von Marx und Engels, sehr schnell in die Rolle der eigentlichen sozialistischen Führungsmacht geschlüpft - und das war den Sowjets durchaus klar.
Die Plausibilität der alternativen Welten ist das A und O des Genres. Insofern ist v. Ditfurths Roman nicht mehr als ein gutgemeinter Versuch. Dafür gibt's noch drei Punkte, mehr ist aufgrund der eklatanten Schwächen nicht drin...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchwachsen, 26. August 1999
Von Ein Kunde
Die Idee ist zwar nicht genial (weil: nicht neu), aber mit diesem Fokus doch hochinteressant. Ich empfand ab der Hälfte des Buches eine zunehmende Enge und bedrückende Stimmung, die die DDR plötzlich wieder so nah erscheinen ließ, je sozialistischer der "Westen" werden mußte. Interessant ist natürlich, daß wirklich alle Politiker ihr Fett wegbekommen (Fischer und Geißler fliehen in die Schweiz, haben aber zu unterschiedliche Meinungen, als daß sie einen Widerstand aufbauen könnten).
Wirklich schlecht fand ich vor allem die zynische Haltung, die Westdeutschen hätten sich trotz 40jähriger Demokratisierung nicht einmal teilweise gegen die Übernahme gewehrt. Aber vielleicht liegt gerade da ein trauriges Körnchen Wahrheit...?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen die Mauer steht am Rhein., 21. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Mauer steht am Rhein: Deutschland nach dem Sieg des Sozialismus (Taschenbuch)
Das Buch ist kein Treppenwitz der Geschichte. Genauso hätte es kommen können, was die "aus Sicht der Deutschen verunglückte Wiedervereinigung angeht." Historische Tatsache ist, dass Gorbatschow in der damaligen UdSSR nicht unumstritten war. Ferner ist historische Tatsache, dass es Hardliner gab, die mit dem Reformkurs von Gorbatschow nicht einverstanden waren. Es hätte also wirklich so kommen können, dass Gorbatschow gestürzt worden wäre und die alten Kräfte in Russland wieder das Ruder übernommen hätten. Der Autor beschreibt, zumindest was die "Wiedervereinigung" angeht, ein durchaus realistisches Szenario. Die "russische Wiedervereinigung" ist nicht nur politisch vereinbart, sondern aufgrund wirtschaftlicher Wünsche und Interessen Russlands zu Stande gekommen. Wenn der Autor kritisch anmerkt und auch historisch belegt ausführt, dass die "Westmächte" der Bundesrepublik nicht die Treue gehalten haben, so ist dies wegen der Kritik insbesondere an und aus der USA durchaus realistisch. Wir sind und waren, vielleicht mit Ausnahme er überwiegenden Franzosen" keineswegs nur die Lieblinge der Westmächte." Wenn der Autor insofern ausführt, dass die Westmächte der ostdeutschen Vereinigung zustimmten, so gilt dies mit Sicherheit nicht nur deswegen, weil die UdSSR mit einem atomaren Geltungsschlag gedroht hat. Das Buch beleuchtet in alle Facetten die Durchdringung des wiedervereinigten Deutschlands mit dem alten System der DDR. Zum Schluss wird es leider etwas langweilig, weil diese Durchdringung in alle Bereiche des Lebens etwas zu ausführlich und intensiv dargestellt sind, so nach meiner Meinung. Sehr gut gefallen hat mir die Weiterführung der politisch Agierenden der achtziger und neunziger Jahren. Teilweise sind die politischen Ansichten und die Aktionen überzogen und haben mich nicht überzeugt, wenn der Autor den ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt als "uneinehmbare Festung" für eine SED Wiedervereinigung mit der SPD darstellt. Auch ist das "kleinbeigeben" von Helmut Kohl nicht überzeugend.
Manch ein Rezendent hat das Buch als Satire angesehen, ich würde es vielmehr als Fiktion bezeichnen die einen sehr realistischen Hintergrund hat, was die Wiedervereinigung nach ostdeutschem Vorbild angelegt, gestützt durch die UdSSR. Mich hat das Buch jedenfalls sehr bewegt und aufgerüttelt. Das Buch regt zum intensiven Nachdenken an, insbesondere stellt man sich, wie der Autor, die Frage" was wäre wirklich, wenn es so passiert wäre"?
Letztlich verbleibt ja die Gewissheit, dass es so nicht gekommen ist. Ich vergebe keine fünf Sterne, weil das Buch zum Schluss etwas überzogen hat und langatmig zu lesen war.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So schnell kann es gehen., 1. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Mauer steht am Rhein: Deutschland nach dem Sieg des Sozialismus (Taschenbuch)
Es war einmal", so begannen die Märchen, die mir meine Oma als Kind vor dem Einschlafen vortrug. Es waren Variationen jener Grimmschen Schauergeschichten, die mich mit einem wohligen Grusel einschlafen ließen. Jahre später, eigentlich bis heute, treibt mich eine Geschichte, eine wahrhaftige Schauergeschichte um, die nicht mit Es war einmal", sondern mit Ein Gespenst geht um in Europa" begann. Heute weiß ich, dass dieses Gespenst nicht einfach umging, Nein, es wütete und das nicht nur in Europa, sondern auch in Asien, Afrika und Lateinamerika.
Dieses Gespenst wütete im Antlitz von Stalin in den Gulags und in Katyn, im Antlitz von Honecker und Ulbricht in Bautzen II. Es wütete in der Verkleidung Maos als Kulturrevolutionär, es wütete als Pol Pot, dem ein Leben weniger wert war als ein Spaten, mit dem die Roten Khmer Menschen umzubringen pflegten. Es wütete in der Verkleidung der RAF, die im entführten Flugzeug von Entebbe endlich" wieder Juden selektieren durften. Und dieses Gespenst wütet noch heute im morbiden Charme Havannas. Wo wir lieber Cocktail schlürfen als die Stimme zu erheben. Dabei müssten wir uns nur an Steve van Zandt erinnern, der schon 1985 sagte (I ain`t gonna play) Sun City. Er spielte nicht im Las Vegas Südafrikas, das dem Land dringend benötigte Devisen brachte. (I ain`t gonna relax) Varadero. So einfach ist das manchmal.Für mich ergaben sich aus der Beschäftigung mit dem Gespenst" zwei Dinge.

1. Wie konnte es dazu kommen?
2. Nie wieder!

Genau dieselben Dinge also wie aus der anderen Schreckensherrschaft des letzten Jahrhunderts, dem Faschismus. Nun ist hier nicht der Ort über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden totalitären Regime zu befinden, aber ich bin überzeugt das diese Diskussion geführt werden muss und zwar tabulos.
Die schlechte Nachricht ist, dass die Gruppe derjenigen, die meinen Schwamm drüber", immer größer wird. Mich machen Leute skeptisch, die sagen, es war ja nicht alles schlecht" und lasst es uns noch einmal neu versuchen, aber ohne die zugegebenermaßen gemachten Fehler". Wir lassen also Hänsel und Gretel noch einmal im dunklen Wald die Hexe finden und die arglosen Kinder mit Pfefferkuchen locken. Auf das Verspeisen von Hänsel wird aber mit Rücksichtnahme auf den Zeitgeist verzichtet. Aus der bösen Hexe wird die gute Tante Wagenknecht.

Die gute Nachricht ist, dass es Bücher gibt, die der Schwamm drüber"- und alles halb so schlimm"-Fraktion - um im Bilde zu bleiben - die geschichtliche Rote Karte zeigen. Bücher von Solschenizyn, von Orlando Figues, von Wolfgang Leonhardt und von Ralph Giordano um nur einige zu nennen. Meine Freundin die vom von-Ditfurth-Fieber erfasst ist, hat mir ein weiteres erhellendes Buch in die Hand gegeben. Die Mauer steht am Rhein". Auf 255 Seiten entwirft der Autor klug und kenntnisreich ein Szenario, in dem er plausibel aufzeigt, wie das wiedervereinigte Deutschland durch kleine Abweichungen in der Geschichte, so wie wir sie kennen, sozialistisch wird. Ganz nebenbei entzaubert er jene Zeitgenossen, die glauben qua Geburt das Demokratie-Gen zu haben. Jene, die glauben, nicht anfällig zu sein für Selbstzensur, für sanften und weniger sanften Druck der Behörden und auch für vorauseilenden Gehorsam. Von Ditfurth zeigt uns in diesem Buch auf, warum wir bereit waren, einen Kommentator der Nürnberger Rassegesetze als Bonner Staatssekretär zu akzeptieren. Warum wir bereit waren, einen feigen Doppelmörder als Minister in Ostberlin zu akzeptieren. Und warum der Sozialismus mit menschlichem Antlitz" eine Lüge ist.
Dies tut er als herausragender Historiker und sprachgewandter Schriftsteller. Nie von oben herab und belehrend, sondern immer nah an seinen Figuren, am Leben und an geschichtlichen Tatsachen, die er so anschaulich aus seinem Hut zaubert, dass einem manchmal schwindlig wird, wenn man erkennt, es gibt keine einfachen Wahrheiten.

Das Einzige, was mich an diesem Buch stört, ist der auf der Rückseite angebrachte, als Werbung gedachte Satz des ARD-Kulturreport". Intelligent und witzig". Dieses Buch ist nicht witzig, es ist bitter. Bitter für jemanden, dem seine früheren Ideale durch den Fleischwolf der Geschichte gedreht werden. Aber die Medizin der Erkenntnis muss wohl bitter sein.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gar nicht so abwegig..., 23. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Mauer steht am Rhein: Deutschland nach dem Sieg des Sozialismus (Taschenbuch)
Die Beschreibung des sich auf eine andere Art wiedervereinigenden Deutschlands ist gar nicht einmal so abwegig. Was wäre gewesen, wäre Gorbatschow früher gestürzt worden. Anfang der 90er wurde dies ja wirklich versucht, ist aber gescheitert.
Das Buch sollte eigentlich als eine Art Pflichtlektüre für alle gelten, die den "realen Sozialismus" nie erlebt haben, ihm aber nachweinen.
Aber auch ehemalige Westdeutsche könnten hier eine Idee davon bekommen, wenn nicht die BRD die DDR geschluckt hätte, sondern wie es sich umgekehrt anfühlt.
Immerhin ist die (im Kleinen sichere und teilweise gemütliche und schon gewohnte) Welt der DDR durch das Aufgehen in der BRD doch ziemlich radikal verändert worden, man musste sich an die neuen Bedingungen eben anpassen.
Mir als Österreicher ist es vor allem am Ende des Buches kalt den Rücken hinuntergelaufen...
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brillianter Parallelweltroman mit Wortwitz, 14. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Mauer steht am Rhein (Taschenbuch)
Kein Wunder, dass diese Buch polarisiert, dürfte es doch den Anhängern jedweder Art des "demokratischen", "realexistierenden" oder sonstwelchem Sozialismus wenig schmeicheln. Dem Buch wird zweierlei vorgehalten: 1) dass es nicht spannend sei und starke Charaktere vermissen ließe und 2) dass Kreativität fehlen würde und nur vergangene historische Tatsachen wie den Volksaufstand 1953 in das Szenario eines sozialistisch wiedervereinten Deutschland übertragen werden. Zu 1) ist IMHO zu bemerken dass es sich bei diesem Buch in der Tat nicht um einen Thriller handelt. Es geht auch nicht um Charaktere, sondern um das Setting, wodurch nur ein Handelnder als Rahmen führt. Parallelweltromane gehören eher zur Science Fiction als zur Belletristik. Zu 2): Gerade weil das Buch sich an Bekanntem orientiert gewinnt es an Glaubwürdigkeit. Das DDR-Regime hat nun mal wiederholt zynisch gelogen ("Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten..."). Es wäre erst zu begründen, warum das plötzlich anders sein soll und warum die in der Vergangenheit beobachteten Verhaltensmuster nicht auf ein hypothetisches Szenario übertragbar wären.

Fazit: Wer einen Thriller sucht, weil sein Fernseher gerade ausgefallen ist, der ist mit diesem Buch nicht gut bedient. Wer jedoch Freude an anregender Lektüre und teilweise bitterbösem Wortwitz hat, der sollte dieses Buch lesen. Z.B. das Reich-Ranicki "Zitat" auf S. 244 ist köstlich, genau so hätte er es gesagt...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenswert!!, 26. Juni 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Mauer steht am Rhein: Deutschland nach dem Sieg des Sozialismus (Taschenbuch)
Als Ossi habe ich das Buch sehr gut verstanden, und: wer die SATIRE hierbei nicht begreift, sollte es einfach nicht lesen...

Urteil: ziemlich genial, wie ein Wessi den Osten verstanden hat...

Ich fand auch, angesichts so vieler beschaemender Wendehaelse im Osten, bedeutsam zu lesen, wie sich (fiktiv) Wessis bei der Macht anbiedern wuerden...sehr realistisch...
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessantes Gedankenexperiment, 16. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Mauer steht am Rhein (Taschenbuch)
Spannend ist der Gedanke schon, daß der Beitritt "andersherum" hätte stattfinden können. Auch die fiktive geopolitische Ausgangslage, die zum Ausgangspunkt der Handlung wird - Gorbatschow wird in einem Putsch der Altkommunisten abgesetzt, der kalte Krieg "flammt" wieder auf - ist außerordentlich reizvoll.
Dieses und weitere spannende Elemente vermögen jedoch nicht den kompletten Bogen des Romans zu tragen. Und so neigt man dann dazu, manche Kapitel zu überfliegen oder gar zu überblättern - zum Beispiel diejenigen, in denen seitenlang geschildert wird, was aus dem West-Politer XY denn nun im sozialistischen Gesamtdeutschlang geworden ist. Diese Biographien sind viel zu trocken und zu oberflächlich angerissen, als daß sie dauerhaft faszinieren können.
Fazit: Interessantes Gedankenexperiment, aber nicht unbedingt ein Buch für einen gemütlichen Schmöker-Abend.
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Die Mauer steht am Rhein: Deutschland nach dem Sieg des Sozialismus
Die Mauer steht am Rhein: Deutschland nach dem Sieg des Sozialismus von Christian von Ditfurth (Taschenbuch - 20. Februar 2009)
EUR 8,95
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